Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Plastik aus Ozean recyceln

Kämpfer für besseres Plastik-Karma


Im Rahmen seiner globalen Initiative “Vac from the Sea“ will der Konzern Electrolux etwas gegen das Problem dieser Form von Meeresverschmutzung tun. Denn einer Umfrage des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) zufolge treiben mittlerweile 13.000 Plastikteile auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche. Für den Great Pacific Ocean Garbage Patch werden eine Million Teilchen pro Quadratkilometer angenommen. Über die Unmengen von Plastikabfall im Pazifischen Ozean hat Utopia bereits berichtet.

Zusammen mit Experten und freiwilligen Helfern will der Hausgerätehersteller nun laut eigener Angabe den wertvollen Rohstoff bergen, durch Recycling aufbereiten und zur Produktion einer limitierten Edition von Staubsaugern nutzen (siehe vierteilige Abbildung Mitte sowie das Logo oben im Teaserbild). Mit der Aktion wolle das Unternehmen die Entwicklung des Kunststoffrecyclings und die Produktion nachhaltiger Hausgeräte vorantreiben. Zudem sollen Entscheidungsträger und Verbraucher auf das Problem der Meeresverschmutzung durch Plastikabfälle aufmerksam gemacht werden. Schätzungen zufolge werden derzeit weniger als ein Prozent aller produzierten Kunststoffe recycelt, der Rest werde einfach entsorgt, so der Hersteller.

„Was die Welt braucht, ist ein besseres Plastik-Karma – ein Gleichgewicht zwischen nicht mehr gebrauchten Kunstoffteilen und dem Bedarf an recyceltem Plastik für die Produktion neuer Gegenstände und Geräte“, sagte Cecilia Nord, Vizepräsidentin von Floor Care Environmental und Sustainability Affairs im Hause Electrolux. Denn das Unternehmen würde gern Hausgeräte aus recycelten Rohstoffen herstellen und habe bereits auch seit Jahren das Know-how dazu. „Unseren Ingenieuren ist es bereits gelungen, die Staubsauger unserer Green-Produktreihe zu 70 Prozent aus aufbereitetem Plastik herzustellen. Langfristig gesehen streben wir aber natürlich einen Anteil von 100 Prozent für alle Produktreihen an“, behauptet Produkt-Marketing-Manager Jonas Magnusson. Haupthindernis bei der Erhöhung des Anteils an recyceltem Rohmaterial für die Produktion neuer Gebrauchsgegenstände sei bislang allein die weltweit knappe Verfügbarkeit des Materials gewesen. Und deshalb wolle der Konzern nun den Ozean "leer" räumen.

Sehen Sie das Video zu der Aktion von Electrolux:


Was denken Sie darüber? Sehr gelungene Marketing-Aktion oder ernsthafter innovativer Vorstoß?

Sehenswert zum Thema Plastikmüll: der Utopia-Film dazu!

Stand: 09.07.2010 von

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    schrieb am 05.08.2010 um 08:29
    This should have been done before yesterday, but it's never
    too late to do something.

    the longer we wait, the problems don't become smaller

    mctobi
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    schrieb am 04.08.2010 um 12:25
    "I like" :-)
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    schrieb am 15.07.2010 um 08:46
    Wie das ganze funktionieren soll, beschreibt Electrolux auf dieser Seite: http://www.electrolux.se/Innovation/Campaigns/Vac-from-the-sea/

    Anscheinend wird der Plastik hauptsächlich von freiwilligen Helfern die vor Ort leben eingesammelt. Ein Verkauf scheint bisher nicht geplant zu sein und das Unternehmen betont auch, dass das Sortieren des Plastiks ein extremer Aufwand wird... :-/

    Trotzdem find ich die Aktion grundsätzlich gut, da sie auf das Plastik-Problem hinweist.

    "Da bleibt für mich jetzt die Frage, ob es nicht sinnvoller ist alte, ausgediente Staubsauger direkt zurückzunehmen, und diese zu recyceln...."

    Das fände ich auch die beste Idee. mehr weniger
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    schrieb am 14.07.2010 um 21:33
    Also ich sehe das auch zweifelhaft, wo bei ich Raunchy zum Teil widersprechen muss. Die Preise für recyclte Rohstoffe betrachtet, dann kann man einen anstieg des Preises beobachten > Die Nachfrage legt bei gleichbleibenden oder nicht im gleichen Maße zunehmenden Angebot, zu.

    Dennoch frage ich mich WIE dieses Recycling funktionieren soll. So einfach mit einem Netz durch den Ozean??? Wie viel Beifang an Fischen und anderen Lebewesen dabei wohl entsteht... Zu dem wird die Bereitstellung von Booten ja auch nicht gerade billig...

    Jetzt kommt aber der meiner Meinung nach interessanteste Teil. Kunststoff ist ja nicht gleich Kunststoff! Aber in den Weltmeeren ist die Partikelgröße ja zum Teil in der Größenordnung von Plankton. Zu dem vermischen sich die verschiedenen Sorten stark... Will Electrolux wirklich dieses Plastikgemisch mit unbekanntem Konzentrationsgrad zur Herstellung verwenden? Oder wird hier vorher Sortiert?

    Und zum Abschluss noch eine Frage.. werden Staubsauger (zumindest die Gehäuse, die den größten Anteil Kunststoff ausmachen) nicht aus Duroplasten hergestellt?
    Ist deren Recycling nicht fast unmöglich, außer unter großem Energieaufwand?

    Da bleibt für mich jetzt die Frage, ob es nicht sinnvoller ist alte, ausgediente Staubsauger direkt zurückzunehmen, und diese zu recyceln.... Wäre meine Idee, auch wenn hierbei der Werbe-Efekt nicht so groß ist

    p.s. Achtung mit dem Ausdruck PR!! Public Relations ist nicht das selbe wie Werbung oder Marketing!!! mehr weniger
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    schrieb am 12.07.2010 um 10:55
    Auch wenn es aufgrund der gerinegen Stückzahl der produzierten Staubsauger eher als PR-Aktion zu sehen ist, gibt es vielleicht aber einen Denkanstoss in die richtige Richtung.
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