Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
EU-Agrarzuschüsse

Ohne Subvention kein Essen?


Rückschlag für Bio-Bauern

Am 11. November erlitten die Befürworter der biologischen Landwirtschaft eine Niederlage. Spätabends beschloss der von CDU/CSU und FDP dominierte Haushaltsausschuss des Bundestags, dass die Subventionen für Biobauern gekürzt werden sollen. Von nun an muss sich die Biolandwirtschaft die jährlich bereitgestellten 16 Millionen Euro mit "anderen nachhaltigen Formen der Landwirtschaft" teilen. Die Summe der Fördermittel wird also de facto nicht geändert, jedoch können nun auch konventionelle Landwirte Zuschüsse aus dem Topf bekommen. So kann nun beispielsweise auch die Vermarktung regionaler Produkte von herkömmlichen Höfen bezuschusst werden, die klimaschädliche Pestizide und Mineraldünger verwenden. Die Biobauern fühlen sich somit zu Recht von der Wespen-Koalition vor den Kopf gestoßen.
Produkt der Woche



Sind Subventionen notwendig?

Abseits der Streitigkeiten um die Summe an Fördergeldern stellt sich jedoch die Frage: Sind Subventionen für die Landwirtschaft überhaupt notwendig? Expertenstimmen lassen am Festhalten an den Subventionen in letzter Zeit vermehrt Zweifel aufkommen. Handels- und Agrarexperte des „European Centre for International Political Economy“, Valentin Zahrt, vertritt in einem Interview mit der Tageszeitung (taz) die Meinung: Die jährlichen Landwirtschaftssubventionen von fast 60 Milliarden Euro beeinflussen die Produktionsmenge in der EU kaum.

Ernährungssicherung: Würden wir ohne Subventionen genug zu essen haben?

Während früher Landwirte mehr Geld bekamen, wenn sie mehr produzierten, so wird heute das Geld vor allem pro Hektar Land vergeben. Ob dies umweltfreundliche oder –schädliche Betriebe sind, spielt bei der Vergabe keine Rolle. Oftmals dienen die Zuschüsse lediglich zur Offenhaltung von Flächen, da diese sonst zuwuchern würden. Würden diese Bezuschussungen wegfallen, so würden sich daher weder Produktionsmenge noch Lebensmittelpreise ändern. Zahlreiche Studien belegen diesen Sachverhalt, selbst wenn sie von der bauernverbandfreundlichen EU-Kommission in Auftrag gegeben wurden. Die oftmals vorgeschobene Ernährungssicherheit zieht demnach nicht zur Begründung der Subventionen. In der EU gäbe es auch ohne Subventionen genügend zu essen.

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Stand: 19.11.2010 von

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    schrieb am 19.11.2010 um 15:53
    So ganz verstehe ich den Text leider nicht.

    „Oftmals dienen die Zuschüsse lediglich zur Offenhaltung von Flächen, da diese sonst zuwuchern würden. Würden diese Bezuschussungen wegfallen, so würden sich daher weder Produktionsmenge noch Lebensmittelpreise ändern.“

    „Die Produkte der Kleinbauern können mit den subventionierten Produkten aus der EU nicht mithalten.“

    Ist das nicht ein Widerspruch? Wenn sich die Preise der Lebensmittel durch die Subventionen nicht ändern, würden doch auch nicht die Kleinbauern benachteiligt. Ohne den Sinn der Subventionen jetzt zu Werten, so lange ich den Text nicht vollständig verstanden habe.
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    schrieb am 19.11.2010 um 16:21
    Hallo ringelbluemchen,

    danke für Deinen Hinweis. Valentin Zahrt bezieht sich in seinem Interview lediglich auf die Subventionen für das Freihalten von Fläche. Würden diese wegfallen, so hätte dies nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf die Preise. Anderweitige Subventionen können dagegen selbstverständlich zu geringeren Preisen führen.

    Ich hoffe, der Text ist nun verständlicher :-)

    Schöne Grüße
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    schrieb am 19.11.2010 um 17:19
    Das die Eu Agrarpolitik jährlich mehr als 40 Mrd. Euro verschlingt, ist nur den wenigsten bekannt. Welche unternehmen und Betriebe Agrarsubventionen erhalten ebenvals.Es sind Konzerne wie Müller, Bayer, Südzucker, Reemtsma, Rethmann oder Unilever auf die sich den großen Kuchen Teilen ,um nur einige zu nennen.

    Die Verlierer sind die Kleinen Bäuerlichen Betriebe unsere Umwelt und dritte Welt Staaten. die mit den billigen, subventionierten Lebensmitteln aus der EU nicht konkurrieren können.

    Übriegens ist es die Bequemlichkeit der Menschen die uns in die Supermärkte führt.

    Subventionen dienen Konzernen ihre Gewinne zu Maxiemieren und den Markt zu gestalten.

    Ich habe übriegens das Glückn das ich auf dem Land lebe. Bei uns griegste die Milch für 60 Cent. Diereckt vom Bauern.

    Mich freuts den Bauern freuds und Müller schaut Blöd aus der Wäsche.
    Bei Penny ist die Subvensionierte Milch 9 Cent teurer
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    schrieb am 19.11.2010 um 19:41
    für die der Bauer dann auch nur 19-23 cent bekommt, was wieder nur die Riesenbetriebe wirtschaftlich hinbekommen, da die Subvention ja in erster Linie Flächenbezogen verteilt wird.
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    schrieb am 19.11.2010 um 19:52
    So ist es die Subventionen sind der Todesstoss für Europäiche Kleinbetriebe.
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    schrieb am 19.11.2010 um 17:35
    Zitat Bundesregierung: "Von nun an muss sich die Biolandwirtschaft die jährlich bereitgestellten 16 Millionen Euro mit "anderen nachhaltigen Formen der Landwirtschaft" teilen."

    Ein "interessanter" Denkansatz (bzw. gleich die Ausschaltung des gesamten Denkapparates), denn es gibt keine "anderen nachhaltigen Formen" der Landwirtschaft, und sogar Bio ist ohne Regionalität und Saisonalität meist wenig nachhaltig, wenn man sich z. B. Großbetriebe anschaut, die nach dem (m. E. unzureichenden) Mindeststandard EG-Bio arbeiten, und danach die ganze Lieferkette der Erzeugnisse quer über den Globus bis zum Kunden.
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    schrieb am 19.11.2010 um 17:48
    Die Haltung der Bundesregierung ist bekant und stelt einen Wiederspruch in sich.

    Es ist deshalb Zeit das man dieser Regierung bei der nächsten Bundestagswahlen ihre Schranken aufweist.
    mfg
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    schrieb am 19.11.2010 um 18:14
    Kann mir bitte mal jemand die folgenden Sätze erklären:
    "Geht es um den Grundbedarf, wie etwa um Getreide, so produziert die EU schon jetzt einen hohen Überschuss. In den letzten 20 Jahren wurden jährlich über 4.000 Kilokalorien pro Kopf erzeugt. Die empfohlene Menge liegt aber lediglich bei 2.000 bis 2.500 Kilokalorien, sprich der Hälfte."

    Also wenn ein Brötchen geschätzte 200 kcal hat, dann kann ich aus einer Getreidemenge mit 2000-2500 kcal etwa 10 bis 12 Brötchen backen. Nicht viel pro Kopf und Jahr...
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    schrieb am 19.11.2010 um 18:40
    Das die Eu Agrarpolitik jährlich mehr als 40 Mrd. Euro verschlingt, ist nur den wenigsten bekannt. Welche unternehmen und Betriebe Agrarsubventionen erhalten ebenvals.Es sind Konzerne wie Müller, Bayer, Südzucker, Reemtsma, Rethmann oder Unilever auf die sich den großen Kuchen Teilen ,um nur einige zu nennen. Die Verlierer sind die Kleinen Bäuerlichen Betriebe unsere Umwelt und dritte Welt Staaten. die mit den billigen, subventionierten Lebensmitteln aus der EU nicht konkurrieren können. Die Gewinner sind die Konzerne bei dehnen unsere Politiker in den Aufsichtsreden sitzen.

    Es ist kein Geheimnis das es die Bequemlichkeit der Bürger ist die uns in die Supermärkte treibt.Ich habe das Glück das ich auf dem Land lebe. Bei uns gibts den Liter Milch direckt von Bauern für 60 Cent der Liter.
    Mein Bauer ist übriegens 9 Cent Billiger als die Subventionsregalle von Penny und co.

    Das die Subventionen der öfentlichkeit verheimlicht werden sollen ist ein Skandal.

    Ich persönlich möchte nämlich nachvolziehen können wer von meinen Steuergelder profitieren soll
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    schrieb am 19.11.2010 um 19:50
    Dass Nestle der größte Agrarsubventionsempfänger Europas ist ist für mich der größte Skandal.
    Wenn ALLE Subventionen gestrichen würden, wären die Kleinbetriebe konkurrenzfähiger. Subventionen sollten ausschließlich für die Lanschaftspflege, die durch nachhaltige Landwirtschaft betrieben wird vergeben werden.
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    schrieb am 21.11.2010 um 18:20
    Warum Walter? Weil Nestle seinen Hauptsitz in der Schweiz am schönen Genfersee hat?

    Ich staun da selbst, denn Nestle erhält auch hier für alles mögliche, eher unmögliche auch noch Agrarsubventionen.

    Die gesamten Zahlungen bei uns in der Schweiz an die Landwirtschaft bewegen sich in der Dimension von 5 Mrd €.

    Wir haben zwar die kleinsten Nudelflächen, aber die grössten Traktoren , ha ;-)
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    schrieb am 20.11.2010 um 20:15
    Genau diese Unternehmen haben Subventionen eigentlich nicht nötig und selbige sind es, die sich konsequentesten weigern, ökologisch und fair zu produzieren. Dafür investiert man das Geld lieber in ausgeklügelte Werbestrategien.
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    schrieb am 21.11.2010 um 13:47
    Die Subventionen habwen etwas mit Lobby zu tun notwendig sind sie nicht. Die Preise für Landpachten liegen in fas allen Regionen Deutschlands je ha deutlich höher als die EU-Subventionen. Würden die EU-Subventionen gestrichen, dann würden nur die Pachtpreise fallen. Die Bauern in Deutschland haben die Fächen die sie bewitschaften zum überwiegenden Teil gepachtet, d.h. die Bauern reichen die Subventionen an den Landbesitzer weiter. Die Subventionen sind letztendlich also Subventionen auf den Grundbesitz.
    @LucillaInTheGarden: klar produziert de EU mehr Getreide als sie benötigt, dieses Überschüsse werden auf den Weltmärkten aber auch dringend benötigt. Sonst würden die Preise für Nahrungsmittel auf den Weltmärkten weiter steigen und noch mehr Menschen müßten hungern.
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    schrieb am 21.11.2010 um 18:39
    Die Weltmarktpreise sind doch nur interessant,weil Spekulanten weltweit mit der Ware spekulieren.
    Nur noch 2% der Geldmenge dient dem Warenaustausch,der Rest ist "Finanzwirtschaft",also Spekulation und Kreditvergabe.
    Die künstliche Verknappung durch riesige Aufkäufe treibt die Preise in die Höhe.So kann mit Gewinn wieder verkauft werden,ohne das geringste produktiv getan zu haben.Auf Kosten der Mehrheit der Menschen.
    Ansonsten wären regionale Preise interessant,die den Produzenten ohne die Hilfe von Subventionen ein
    menschenwürdiges Leben sichern.Die meisten Lebensmittel sollten wieder regional vermarktet werden.

    Die dritte Welt wird mit Hilfe von Subventionen in den Industrieländern in der Schuldenfalle gehalten.
    Ein schönes Beispiel ist die Baumwolle.
    Sie produzieren und produzieren,erstklassige Ware,aber sie ist nichts Wert,da die USA ihre Baumwolle stark subventioniert.



    http://www.youtube.com/watch?v=LTOZmQpmw_c&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=-VSaCAx8Vyg&feature=related
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    schrieb am 21.11.2010 um 20:19
    Hallo Wisch,
    die von Dir angesprochenen 2 % würde ich sehr gern detailliert begründet sehen. Ist es Dir möglich?
    Wenn ja, würde ich mich sehr freuen.

    Gruß, Wilhard
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    schrieb am 22.11.2010 um 18:43
    .... nur ein kleiner Beitrag, aber immerhin - ein Appell gegen Massentierhaltung - bitte unterstützen und verteilen

    Wir alle wissen längst, dass in der modernen Massentierhaltung eine Tierquälerei in gigantischem Ausmaß stattfindet. Trotzdem nimmt die Zahl und Größe der Tierfabriken in Deutschland immer weiter zu. Die Auswirkungen sind fatal. Die Massentierhaltung

    ■bereitet Tieren ein Leben voller Schmerz und Leiden,
    ■trägt zum Klimawandel bei,
    ■verschmutzt unsere Umwelt,
    ■ist ein Brutkasten für Krankheitserreger,
    ■schadet unserer Gesundheit,
    ■verschwendet wichtige Ressourcen

    ■und zerstört die Existenzgrundlage von Bauern in Entwicklungsländern.

    Man muss keine überzeugte Veganerin sein, kein mit sich kämpfender Vegetarier, ja nicht einmal ein mitfühlender Tierfreund, um zu sehen, dass hier politischer Regelungsbedarf besteht. Wir rufen deswegen alle verantwortungsbewussten Menschen auf, sich uns anzuschließen:

    Wir fordern den Ausstieg aus der Massentierhaltung und die Transformation zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft!



    http://www.gegen-massentierhaltung.de/
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    schrieb am 22.11.2010 um 19:03
    @fantast67:Wenn wir alle so so viel Fleisch essen wie wir essen, wird es ohne Massentierhaltung nicht gehen. Diese Tiermassen sind anders nicht zu produzieren. Wer das nich mag, darf gar kein oder nur wenig Fleisch essen. Mit Regelungen ist da nix zu machen bzw. das würde damit höchtens noch schlimmer.
    Mit Biofleisch könnte der jetzige Bedarf nicht mal ansatzweise bereitgestellt werden.
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    schrieb am 22.11.2010 um 19:12
    @ bhellweg - Genau darum geht es: Der sogenannte (künstlich erzeugte und eigentlich nicht vorhandene) Fleisch"bedarf" muss generell wieder auf ein vernünftiges Maß zurückgefahren werden, so dass solche "Tiermassen" nicht mehr "produziert" werden müssen (schon diese perfide Wortwahl entlarvt die Betrachtung von Tieren als bloße Verfügungsmasse, was sie nach ethischen Kriterien nun wahrlich nicht sind).

    Und hier ist sehr wohl auch die Politik gefragt, den anstehenden bzw. bereits begonnenen Bewusstseinswandel durch entsprechende Regelungen und Rahmenbedingungen zu fördern. Diese Sichtweise klingt vielleicht noch etwas "utopisch", wird sich aber in einigen Jahren etabliert haben (müssen). (Aber wir sind ja hier auch auf Utopia, um neue Ansätze zu diskutieren, ohne die es m. E. künftig nicht mehr geht.)
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    schrieb am 22.11.2010 um 19:59
    @Stefan Walter. Was ist künstlicher und nicht vorhandener Fleischbedarf? Wie soll die Politik eingreifen? Soll die Politik den Fleischkonsum verbieten? Sollen Fleischmarken eingeführt werden? Oder sollen gleich Lebensmittelmarken eingeführt werden? Solange Nachfrage besteht wird Fleisch für diese Nachfrage produziert, wird die Produktion hier verboten wird das Fleisch eben wo anders produziert.
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    schrieb am 23.11.2010 um 16:20
    Volle Zustimmung zum Kommentar von Steffen Walter vom 22.11 um 19.12 Uhr!
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:21
    bhellwegs Beitrag erinnert mich sehr an die Ausrede vieler Nazis, sinngemäß "Wenn ich sie nicht umgebracht hätte, dann hätte es eben ein anderer getan."

    Eingriffe der Politik in Dinge die kurz mittel und langfristig der Allgemeinheit, hier sogar global, schaden - dazu ist die Politik unter anderem gerade da.

    Das kann beginnen mit Verbot der Einfuhr von Soja aus dem Amazonas, und noch nicht aufhören bei einer so hohen Steuer auf Massentierhaltung, dass sich dann der Fleischkonsum von selbst über den Preis regelt, wenn es schon über Markteffekte gehen soll.
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:34
    Für Eloise:

    " bhellwegs Beitrag erinnert mich sehr an die Ausrede vieler Nazis, sinngemäß "Wenn ich sie nicht umgebracht hätte, dann hätte es eben ein anderer getan." "

    Egal, was hier thematisch, sachlich, fachlich auch dahinter stehen mag.
    Auch nur der entfernteste Versuch es mit Nazis und Mord in Verbindung zu bringen,
    ist völlig am Vertretbaren vorbei und mehr als zweifelhaft!
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:38
    Bravo - gut pariert, Madame d'Artagnan ;-)

    @ Wilhard: Das sehe ich etwas differenzierter. Der Vergleich ist zwar äußerst krass, dient aber der Verdeutlichung des Problems der passiven, "hinnehmenden" Denkweise...
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:55
    Hallo Steffen Walter,

    Du schriebst:
    " Wilhard: Das sehe ich etwas differenzierter. Der Vergleich ist zwar äußerst krass, dient aber der Verdeutlichung des Problems der passiven, "hinnehmenden" Denkweise... "

    Ich lasse mir meine Sicht nicht nehmen und stehe zu meiner Meinung.
    Du hast es ja auch, für jeden verständlich, anders ausgedrückt.
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    schrieb am 23.11.2010 um 19:08
    Den Nazi-Vergleich verbitte ich mir. Was hat überhaupt die Fleischproduktion damit zu tun? Tierschutz ist OK aber von universellen Tierrechten ist mir nichts bekannt. Unser Fleisch stmmt zu über 99% aus konventioneller Haltung. Bei weiten keine 10% unserer Gesellschaft lebt vegetarisch d. h. über 90 % der Menschen in Deutschland konsumieren Fleisch aus konventioneller Tierhaltung. Hier wird mit den Füssen (sprich einkaufsverhalten) abgestimmt. Ich glaube in der Tiernutzung gibt es einen gesellschaftlichen Konsenz.
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    schrieb am 23.11.2010 um 19:16
    Die Unterschiede sollen mit dem Vergleich der Struktur des Arguments nicht verleugnet werden.

    Es ist aber eine so häufige Ausrede, wenn es um Dinge geht, die in meinen Augen - und das ist nun einmal meine Sicht - ebenfalls moralische Verbrechen sind, dass es mir sinnvoll erscheint, die Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Manche Leute scheinen mit harmloseren Beispielen leider nicht zum Nachdenken gebracht zu werden.

    Davon abgesehen haben Tiere, mindestens höhere Wirbeltiere, nach meiner Überzeugung auch etwas wie eine Würde, wenn auch qualitativ und graduell nicht in der selben Weise wie Menschen. Und daher ist für mich ein Schlachthof gar nicht so ganz verschieden von einem NS Ermordungslager, auch wenn ich die Unterschiede nicht leugne. Auch diese Gemeinsamkeit ist hier vielen offenbar noch sehr verborgen und bedarf offenbar noch der Bewusstwerdung

    Hinzu kommt, dass die konventionelle Landwirtschaft massiv zum Klima GAU beiträgt, der für Millionen von Menschen massiv verstärkte Armut bedeutet, durch stärkere Wirbelstürme, Monsunregen, Dürren und Krankheiten wie Malaria. Schon heute sind einige Tausend Tote auf diesem "Konto" und es werden in den kommenden Jahrzehnten sogar Millionen sein.
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    schrieb am 23.11.2010 um 19:22
    @ bhellweg (Zitat): "Tierschutz ist OK aber von universellen Tierrechten ist mir nichts bekannt."

    Genau dieser Tierschutz (wenn man mal dabei bleiben und das nicht auf das - m. E. durchaus schlüssige - Konzept der "Tierrechte" ausweiten will) ist zumindest in der konventionellen (Massen)tierhaltung in keinem Fall gegeben bzw. eine Farce. Ich empfehle dazu mal ein genaueres Nachlesen im Buch "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer (die Zustände in den USA sind 1:1 auch in Europa und Deutschland anzutreffen).

    Und der angebliche "gesellschaftliche Konsens" der "Tiernutzung" gerät gerade mächtig in Bewegung - im Sinne der von Eloise angesprochenen Bewusstwerdung, was in diesem Sektor eigentlich abläuft.
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    schrieb am 23.11.2010 um 19:37
    Das ist deine Moral, Eloise.d-Artagnan, nicht die unserer Gesellschaft, auch Tiere sind immer geschlachtet und gegessen worden und werden es von der übergroßen Mehrheit der Menschen immer noch. Würden die Menschen weniger Fleisch essen würden weniger Tiere erzeugt und weniger geschlachtet. Das ganze geht nur freiwillig oder gestehst du dir eine höhere Moral zu als der große Rest der Bevölkerung? Eloise.d-Artagnan
    Kann sein das Biolandwirtschaft klimaschonender ist, aber nur pro Flächeneinheit nicht je Mengeneinheit, würde es mehr Biolandwirtschft geben müssten mehr Flächen bewirtschaftet werden und ob dasddann Klimafreundlicher ist? Zumal diese (neuen) Agrarflächen sich bevorzugt dort ausbreiten würden wo heute der Regenwald steht.
    Außerdem bedeutet Bio-Landwirtschaft immer; teuer zu produzieren. Teuere Lebensmittel bedeuten aber mehr Hunger auf der Welt.
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    schrieb am 23.11.2010 um 19:43
    @steffen Walter: "Und der angebliche "gesellschaftliche Konsens" der "Tiernutzung" gerät gerade mächtig in Bewegung" wo ist denn die Bewegung? von weniger Fleisch-Verzehr ode von mehr Fleischverzehr aus Bio-Haltung ist mir in Deutschland nichts bekannt.
    @Steffen Walther: und woher weisst du das in der konventionellen Tierhaltung der Tierschutz kenesfalls gegeben bzw. eine Farce ist?
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    schrieb am 25.11.2010 um 07:58
    @hellweg: Ich muss schmunzeln, da ich mich vor einigen Jahren genau zu diesem Weg durchgerungen habe. Es gibt weniger Fleisch (nur noch am Wochenende) und dafür ist das Fleisch dann hochwertig. Das ist zum einen gesund und zum anderen wie ich denke ökologisch vertretbar. Das Fleisch dadurch für mich von der Alltagskost zu etwas besonderen geworden ist, ist für mich ein positiver Nebeneffekt.
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    schrieb am 22.11.2010 um 19:35
    @bhellweg: wir haben uns zu genüge ausgetauscht!
    ich kenne Deine Einstellung inzwischen gut genug, ich kann sie auch so stehen lassen.

    ich bin auch nicht mehr gegen etwas, nur noch für etwas - für eine bessere Welt - alle Aktionen in diese Richtigung sind mir willkommen und verteile ich so gut ich kann.

    bin Teil von ihr, alle die den Weg mit mir teilen möchten - sehr gerne.
    wer nicht, der nicht - auch in Ordnung.
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    schrieb am 23.11.2010 um 15:53
    Pressemeldung WWF:

    Der WWF fordert die Bundesländer und die Bundesregierung auf, an der Förderung und dem Ausbau des Ökolandbaus in Deutschland festzuhalten. In Schleswig-Holstein, Brandenburg und Baden-Württemberg gibt es Pläne, die Förderung zu streichen oder deutlich zu reduzieren. Dies könnte das Aus für zahlreiche Bio-Landwirte bedeuten. Parallel haben die Regierungsparteien im Bund auf der jüngsten Haushaltsbereinigungssitzung die Kürzung von Forschungsgeldern für den Ökolandbau beschlossen. „Die Koalition stellt sich gegen ihre offiziellen Beteuerungen und handelt gegen die Verbraucher, denen es immer wichtiger wird, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel zu essen“, kritisiert Tanja Dräger, WWF-Agrarexpertin. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Naturschutz halten 83 Prozent der Deutschen die Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft für wichtig.
    In der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie hat sich Deutschland zum Ausbau des Ökolandbaus verpflichtet. Der Beschluss steht zudem im Gegensatz zum Koalitionsvertrag, der ein gleichberechtigtes Nebeneinander von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft bei einer gleichbleibend hohen Forschungsförderung vorsieht. Nach Ansicht des WWF ist die Öko-Landwirtschaft besonders für den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt wichtig.
    Begründet wird die Kürzung der Forschungsmittel damit, die Mittel seien in der Vergangenheit nicht ausgeschöpft worden. „Wir halten das für vorgeschoben“, so WWF-Expertin Dräger. „Nach unseren Informationen gab es ausreichend Anträge.“ Außerdem habe das Bundeslandwirtschaftsministerium nur wenige Tage nach dem Beschluss Projekte gestoppt, die in der letzten Bewilligungsphase waren. „Auch das stellt die offizielle Begründung massiv in Frage. Unsere Vermutung ist eher, dass die Gelder bereits für andere Projekte vorgesehen waren, die mit den bisherigen Förderrichtlinien nicht hätten gefördert werden können“, sagt Tanja Dräger.
    Die Koalition plant, künftig „andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft“ aus dem Topf zu fördern, der eigentlich für den Ökolandbau vorgesehen war. Der CDU/CSU- Berichterstatter zum Haushalt etwa, Georg Schirmbeck, sieht nun die Entwicklung regionaler Marken als förderwürdig an, unabhängig davon, welche Form der Landwirtschaft sich dahinter verbirgt. Ebenso sollen die Gelder für Werbekampagnen geöffnet werden. Der WWF bezweifelt, dass die Bundesregierung so ihr Ziel erreichen wird, den Flächenanteil des ökologischen Landbaus von derzeit 5,6 Prozent auf 20 Prozent in den nächsten Jahren zu erhöhen.
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    schrieb am 23.11.2010 um 16:13
    Da kommt bei mir nochmal ziemliche Wut hoch: Diese Ansammlung von Dilettanten/Marionetten in der jetzigen Bundesregierung macht gerade so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann (nicht nur in Bezug auf die Landwirtschaft). Nachhaltige Ansätze werden kurzsichtig klima- und umweltschädlichen Lobbyinteressen geopfert.

    Ich hoffe nur, dass dieser Wahnsinn wenigstens teilweise von bestehenden alternativen Strukturen wie der Zukunftsstiftung Landwirtschaft - http://www.zs-l.de - und Initiativen der GLS-Bank - z. B. http://www.gls.de/unsere-angebote/beteiligungen/genussscheine/im-ueberblick-bio-boden-schorfheide.html - aufgefangen werden kann.
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:03
    da passt auch diese Aktion von ELIANT:

    Liebe ELIANT Freunde

    Wir sammeln eine Million Unterschriften und setzen uns dafür ein, dass in Europa Wahlfreiheit und Wahlmöglichkeiten eine solide Rechtsgrundlage erhalten. Denn die EU schränkt die Wahlmöglichkeiten der Konsumenten ein:

    Beispiel Säuglingsnahrung: Nach der EU-Richtlinie 2006/125, die in nationales Recht umgesetzt ist, MÜSSEN auch biologisch-dynamisch hergestellter Demeter-Säuglingsnahrung KÜNSTLICHE Vitamine zugesetzt werden, sodass dieser Nahrung die Eigenschaft eines reinen Naturprodukts verloren geht.

    (Ergänzung von mir: das widerspricht den strengen Richtlinien von Demeter, so werden diese Produkte aus dem Markt gedrängt, was zudem auch der Überzeugung vieler Verbraucher widerspricht)

    ELIANT verlangt daher, dass diese Richtlinie geändert wird.

    http://e-ol.emailpro.nl/htmlmail.php?a=a&sh=xhQF%2Bw8T6He6RJDeqKaUTC3pNT8Lm3lrk9ELOXIaveg%3D

    Bitte verteilen - Vor allem auf den Gebieten der Landwirtschaft, der Pädagogik, der Heilpädagogik und der Medizin sind menschenwürdige Lebensformen von hoher Qualität und weltweiter Ausstrahlung entstanden.

    Diese für die Bürger Europas rechtlich zu sichern und als Beitrag für die Gestaltung Europas weiter zu entwickeln, ist Aufgabe dieser Allianz.

    Jeder soll die medizinische Betreuung und die Art der Ernährung für sich in Anspruch nehmen können, die seiner Lebensweise entspricht. In Europa dürfen die Grund- und Menschenrechte nicht zum Nachteil dieser Kulturinitiativen eingeschränkt werden. Die Allianz stellt die Weichen dafür.
    Hierfür sind Rahmenbedingungen erforderlich, die die Vielfalt der Ansätze zu individueller Lebensweise mit ihren Einrichtungen und Entwicklungen ermöglichen und unterstützen.

    Der Pluralismus der wissenschaftlichen Methoden und die Freiheit in Forschung und Lehre müssen gewährleistet sein.

    Ebenso bedürfen die Freiheit der Berufswahl sowie die Freiheit der Ausbildung ...
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:30
    Ich denke auch, dass EU Richtlinien oft in die falsche Richtung gehen.

    Allerdings ist Wahlfreiheit zum Beispiel bei Bildung Berufswahl etc auch eine Frage der finanziellen Mittel von Eltern - und das wird gerade von vielen Anthroposophinnen / Anthroposophen (und diese Initiative scheint mir aus dieser Richtung zu kommen) allzu gern vergessen - und auch eine Frage dass durch höhere Besteuerung reicher Leute öffentliche Schulen bessere Qualität bekommen und nicht die Zweiteilung verschärft wird: Hier immer schlechtere öffentliche, und dort für die, die es sich leisten können, Privatschulen (obwohl die auch nicht in jedem Einzelfall besser sind)

    Grundsätzlich sehe ich auch das Problem: Was tun mit Weltanschauungsgemeinschaften, die ihre Kinder objektiv schlecht behandeln? Da hört für mich die Toleranz auf - auch wenn im Detail nicht immer ganz genau klar ist, was pädagogisch oder ernährungsphysiologisch u.s.w. besser ist - aber oft doch klar genug. Ich denke da - beispielsweise - an manche so genannte "Sekten" wie Scientology oder Universelles Leben oder die BüSo und andere.
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:51
    Hallo fantast67,
    lese doch einfach mal die öffentlich zugängliche Richtlinie 2006/125/EG . Nachdem vor kurzem die Petition gegen die EU-Heilpflanzenrichtlinie sich als falsch herausgestellt hat bin ich bei diesen Aufforderungen sehr sehr vorsichtig. Also einfach selber nachlesen bevor man wieder Falschinformationen und Hysterie verbreitet
    http://europa.eu/legislation_summaries/consumers/product_labelling_and_packaging/l21101a_de.htm
    Übrigens gibt es keine künstliche Vitamine, man kann diese max. synthetisch herstellen. Auch ist dann kein Unterschiede (die Struktur ist identisch!) zwischen diesen synthetisch hergestellten Vitaminen und natürlich hergestellten Vitaminen.
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    schrieb am 23.11.2010 um 20:22
    kann mir nicht vorstellen, dass Fehlinformationen verwendet werden und ein Scheitern riskieren. Sie können sich jedoch gerne an die Initiative direkt wenden!

    http://eliant.eu/new/userfiles/file/tegut_marktplatz_Februar_2010[1].pdf

    " Eliant – Einsatz für zentrale Lebenswerte
    Eltern sollen selbst entscheiden können, wie sie ihr Kind erziehen lassen wollen!
    Jeder soll die Medizin wählen können, zu der er oder sie Vertrauen hat!
    Sich stark machen für Produkte, die für nachhaltige Pflege von Erde und Umwelt
    Sorge tragen!

    Frau Dr. Glöckler, was hat Sie 2006 dazu bewogen, Gründungsmitglied der europäischen
    Allianz Eliant zu werden?

    Dr. Michaela Glöckler: Das war zum einen die erschreckende Nachricht von Nikolai Fuchs
    von Demeter International, dass in Folge der EU-Vitamin-Verordnung nun keine Möglichkeit mehr bestand, die Demeter-Säuglingsnahrung auf dem Markt zu halten. Warum war sie jetzt verboten? Weil die EU-Vitaminverordnung die künstliche Vitaminisierung der Säuglingsnahrung erzwingt und die Demeter-Richtlinie diese verbietet."
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    schrieb am 23.11.2010 um 18:37
    Hallo MWegmer
    Sie verbreiten hier eine Unwahrheit. Nicht die Subventionen für die Biobauern wurden gestrichen sondern die Forschungsgelder wurden auch anderen ökologischen landwirtschaftlichen Projekten, welche nicht in den gekannten Bioanbauverbänden wie Bioland, Naturland, Demter etc. organisiert sind zugänglich gemacht. Doch die organisierten Bioverbände sind so von sich überzeugt, dass sie andere, nicht nach deren Regeln biologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Systeme nicht akzeptieren. Weiterhin wurden die 16 Mio nicht für Forschungsprojekte von den Bioverbändden verwendet, sowie es vorgesehen war, sondern es wurden Marketingaktionen als Forschungsprojekte verkauft. Dieser eindeutige Betrug könnte ein Grund sein weshalb die Gelder auch für andere Forschungsprojekte offen sind.
    Weiterhin ist auch ihre Aussage bzgl. Flächenprämie falsch. Diese sind an verdammt hohe Umweltauflagen gebunden und werden über sogenanntes Cross Compliance kontrolliert
    Falls ein Landwirt nur gegen ein Punkt verstößt, kann es sein das er die kompletten Subventionen der letzten Jahre zurückzahlen muss.
    Ausserdem werden die Agrarsubventionen nur von der EU bezahlt.
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    schrieb am 23.11.2010 um 19:10
    Herr Huber, ich soll Ihnen schöne Grüße von der Genlobby ausrichten: http://www.landlive.de/boards/thread/26682/page/12/
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    schrieb am 25.11.2010 um 07:48
    Nun grundsätzlich denke ich das man auf Subventionen verzichten kann wenn dafür die Lebensmittelpreise wieder auf ein normales Niveau ansteigen. Das sie so gering wie jetzt sind verdanken wir zum einen der Öffnung zum Weltmarkt, zweitens den Subventionen und zum dritten der Geiz ist Geil Mentalität der großen Mehrheit der Bevölkerung. Besonders die Deutschen sparen beim Essen meist wo sie können, nein nicht in der Menge sondern im Preis. Dafür nehmen sie gerne eine oft absolut miserable Qualität in Kauf.

    Was das Thema Subventionen und Exporte in Länder außerhalb der EU betrifft gibt es in meinen Augen eine ganz einfache Lösung. Wer Subventionen einstreicht darf weder direkt noch indirekt seine Waren in Länder außerhalb der EU exportieren und gut ist.
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    schrieb am 25.11.2010 um 08:04
    "Rückschlag für Bio-Bauern
    Von nun an muss sich die Biolandwirtschaft die jährlich bereitgestellten 16 Millionen Euro mit "anderen nachhaltigen Formen der Landwirtschaft" teilen. ... So kann nun beispielsweise auch die Vermarktung regionaler Produkte von herkömmlichen Höfen bezuschusst werden, die klimaschädliche Pestizide und Mineraldünger verwenden."

    abgesehen von der Ernährungsfrage leisten gerade die Bio-Bauern wertvolle Landschaftspflege und einen höheren Tierschutzstandard. Das sollte nicht nur vom Konsumenten honoriert werden!
    da darf auch die Allgemeinheit was beitragen.
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    schrieb am 25.11.2010 um 08:58
    Ich bin damit einverstanden dass die Agrarsubventionen nicht notwendig sind um ausreichend Nahrungsmittel zu produzieren. Jedoch ohne Agrarsubventionen werden die Inlandspreise ansteigen und das müsste dann irgendwo auch beruecksichtet werden. Das die Agrarsubventionen die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern kaputt macht stimmt so nicht. Europäische Produkte wie Fleisch, Butter, usw. können sowieso preislich (mit oder ohne Subventionen) nicht mehr mithalten mit Agrarprodukten aus z.B. China und Brasilien und Weizen wird z.B. in den Entwicklungsländern nur sehr beschränkt angebaut (und wo, wie im Mittelmehrgebiet, Ost Europa und Asien ist er völlig konkurrenzfähig).
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    schrieb am 25.11.2010 um 09:14
    Agrarsubventionen machen sehr wohl die lokale und regionale Landwirtschaft in Entwicklungsländern kaputt, da sie Exporte (bzw. aus Sicht der Entwicklungsländer Importe) zu absoluten Dumpingpreisen ermöglichen. Ein schlagendes Beispiel: http://www.eed.de/meatexport
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    schrieb am 25.11.2010 um 09:40
    Ich bin nicht der Meinung das die Preise für Heimich produzierte Lebensmittel steigen wen wir die Supventionen umjustieren,den die Nutzniezer sind die grosserzeuger,Sie sind übriegens auch verantwortlich für die Überproducktion, die dan in der ganzen Welt die Preise Diktieren und es dabei,dan zu einer Gewinminimirung der Kleinstbetriebe führt.

    Wir müssen also schauen das wir für Europa die passende alternative einbringen.
    Mein Vorschlag.

    Es ist kein geheimnis das es die Bequemlichkeit der Menschen ist die uns in die Regale der Supermarktketten lenkt,die aus diesen Supventionierten Lebensmitteln bestehen.

    Es könnten Menschen wie sie und ich sein, die uns einen Familienfreundlichen und Generationsgerechten Wohnraum präsentieren, damit einer Familienplanung dem 21 Jahrhundert endsprechend nichts mehr im Wege steht und eine Zukunft und richtungsweisende Perspektive ermöglicht wird. Wohnraum so groß wie Stadien, Überdacht mit einer Glasskuppel, einer eigener Biosphäre, Autarker Energieversorgung durch Windkraft und Sonnenenergie, integrierter Kindertagesstätten und Platz für mehr als 5 tausend Menschen in dehnen ein harmonisches Zusammenspiel der Generationen stattfindet und sich Jung und Alt, von nah und fern, Schwarz oder Weis wohl fühlen, um gemeinsam eine Famielienplanung zu gestalten.
    Das Thema der mangelnder Integration von Immigranten, bei dem sich unsere Politiker so schwer tun und hoffnungslos überfordert sind, würde sich bei diesen Wohnraumkonzept gar nicht mehr stellen, den es steht gar nicht zur Frage.

    Das diese Vision der Wohnnassen verteilt in ganz Europa und einer anversirten Größenordnung von mehreren zehntausend Objekten, ein nie dagewesenes Konjunkturprogramm in der Baubranche auslösen könnte und unzähligen Menschen in den nächsten Jahren Vollbeschäftigung bietet, währe ein Positiver neben Effekt.
    Der andere ist, das den Europäischen Bauern mit ihren Landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Produkten fern ab der Frage von Milchquoten und Regulierungen, Absatzmöglichkeiten geboten wehren, die sie frei von Großabnehmern agieren lies. Millionen an Arbeitsplätze würden dabei in Europa entstehen und wehre der andere Effekt .

    Visionen sind es die Fehlen.
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    schrieb am 25.11.2010 um 16:55
    ich finde nicht gut das die EG Kommission beschlossen hat Daten/ Angaben zu Subventionsemfängern in der Landwirtschaft aus Datenschutzgründen nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. Frau Aigner hat daraufhin die Veröffentlichung im Internet etc. gestoppt.

    Grade die "gesundheitsschädlichen " Produkte werden besonders gefördert.
    dazu gehören die Zuckerindustrie und Cocacola.
    ferner Müller Milch und andere .

    Grade diese schädlichen Produkte die die Volksgesundheit gefährenden
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    schrieb am 25.11.2010 um 16:56
    An Steffen Walter: Ich meine auch dass die Agrarsubventionen abgeschafft werden sollen, aber die Berichterstattung auf http://www.eed.de/meatexport ist doch wohl sehr simplifizierend und die Wirklichkeit ist sehr viel komplizierter.

    Es gibt in der EU kaum Überschuss an Hühnerfleisch; die Exportsubventionen wurden auch schon etwa 2005 abgeschafft. Grund der Billigexport nach West Afrika: Es handelt sich fast ausschließlich um “Abfallfleisch“ das wir hier in Deutschland nicht essen wollen (Flügel usw.). Logisch dass die Fleischhandel versucht es zu exportieren (statt in die Mühlverbrennungsanlage zu schicken). Es konkurriert in West Afrika nicht mit ganzen Hühnern oder Brustfleisch und wird dort fast nur von den Armen gegessen, weil die Bessersituierten Hühnerbrust vorziehen so wie wir. Die Armen haben wiederum nichts zu wählen: Entweder Sie bekommen billiges Abfallfleisch aus der EU oder überhaupt kein Fleisch…..

    Das alles ist wohl eher ein Problem der Globalisierung (welche Import/Export sehr viel einfacher gemacht hat) als der EU Agrarsubventionen.

    Auch das: Die lokalen Geflügelproduzenten produzieren wesentlich billiger. Auch mit EU Agrarsubventionen sind die Betriebskosten der EU Bauern um ein vielfach höher als in West Afrika. Die Geflügelproduzenten sind auch nicht unbedingt nur die kleinen Bauern. Im Gegenteil: Es gibt viele Geflügelfabrike dort, so wie bei uns. Ich habe lange Zeit in der Agrarsektor mancher Entwicklungsländern gearbeitet und versichere Ihnen dass wenn Betriebe dort nicht konkurrenzfähig sind, sie entweder falsch bewirtschaftet werden (durch mangelhafte Kenntnisse) oder Opfer der lokalen Marktsituation (Verkauf und Einkauf von Produktionsmitteln) sind welche oft geprägt ist von Monopolen und Ausbeutung. Infrastruktur (Transport, Kredit) ist auch wichtig. Andere Faktoren (z.B. Billigimporte) spielen gewiss auch mal eine Rolle aber sind normalerweise nicht entscheidend....

    Aber wenigstens können die Armen dort jetzt (EU) Hühnerflügel essen… das ist doch auch etwas??
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