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Verlosung: Die Ökonomie des Glücks

Arbeiten kann reich machen, aber macht es auch glücklich? Der neue Kinofilm „The economics of happiness“ geht dieser Frage nach und trifft dabei auf zwei Welten: Regierungen und Großindustrie, die für Globalisierung und die Macht der Konzerne werben, auf der anderen Seite Menschen, die sich mit einer Forderung nach der „Re-Regulierung“ von Handel und Finanzen dieser Politik widersetzen. Gewinnen Sie jetzt Kinokarten!


Ein zentrales Paradox bestimmt unsere Zeit: obwohl die Wirtschaft wächst, arbeiten wir länger und länger und unser neuer Komfort und Luxus haben uns kein Glück gebracht. Während die sich ständig erweiternde globale Wirtschaft immensen Reichtum für einige wenige schafft, geht es der Mehrheit schlechter. Klimawandel, instabile Finanzmärkte, wachsende Ungleichheit, Fundamentalismus: die Menschen wissen, dass etwas grundlegend falsch ist. Weltweit kommen sie im Sinne des Widerstands und der Erneuerung zusammen. Es wächst eine Bewegung, die gerechtere und nachhaltigere Gemeinschaften wiedererschafft und eine Wirtschaft, die auf einem neuen Paradigma basiert – eine Ökonomie des Glücks – wiedererfindet.

Ökonomie und Glück – zwei unvereinbare Welten?

Die Dokumentation „Die Ökonomie des Glücks“ zeigt eine Welt, die sich in zwei gegensätzliche Richtungen entwickelt. Einerseits werben Regierungen und Großindustrie für die Globalisierung und Verfestigung der Macht der Konzerne, während sich andererseits Menschen weltweit mit einer Forderung nach Re-Regulierung von Handel und Finanzen dieser Politik widersetzen. Entgegen der alten Machtinstitutionen sind sie dabei eine neue, andere Zukunft zu schmieden. Sie kommen zusammen um ein neues, auf Menschlichkeit und ökologischer Wirtschaft basierendes Paradigma zu schaffen – hin zu einer lokalen Ökonomie.

Der Film zeigt wie Globalisierung kulturelle Selbstverleugnung, Konkurrenz und Spaltung verursacht; strukturell das Wachsen von Slums und städtische Ballungsräume fördert und Demokratie schwächt. Durch den globalen Handel entsteht eine enorme Verschwendung: Äpfel aus Großbritannien werden zum Waschen und Wachsen nach Südafrika und zum Verkauf wieder zurück in britische Supermärkte geschickt; vor den Küsten Amerikas gefangener Thunfisch wird zur Verarbeitung nach Japan und anschließend wieder nach Amerika geflogen. Es gibt Berichte über Selbstmorde indischer Bauern und vom Tod ländlicher Kulturen in allen Teilen der Erde.

Aber die „Ökonomie des Glücks“ zeigt auch praktische Lösungen. Davon ausgehend, dass die wirtschaftliche Regionalisierung eine strategische Lösung für unsere Probleme bedeuten kann, nennt der Film die politischen Veränderungen, die für das Bestehen und Gedeihen lokalen Wirtschaftens nötig sind. Es werden Gemeinschaftsinitiativen vorgestellt, die sich für eine Agenda der Regionalisierung einsetzen, wie z.B. städtische Gärten in Detroit, Michigan und die Transition Town-Bewegung in Totnes, Großbritannien. Es werden die Erfolge von Bewegungen aufgezeigt, die sich für eine Rückbesinnung auf lokal angebaute Lebensmittel, biologische Vielfalt, Gemeinschaft und Wirtschaft weltweit einsetzen. Auch Via Campesina, mit mehr als 400 Millionen Mitgliedern die größte soziale Bewegung der Welt, wird vorgestellt. Die Ökonomie des Glücks zeigt, dass wir die Erde nicht nur retten, sondern auch unser Wohlbefinden wiedererlangen können. Eine bessere Welt ist möglich.

Die Ökonomie des Glücks – Trailer ansehen

Alle Informationen zur Ökonomie des Glücks unter: theeconomicsofhappiness.org


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Utopia verlost 10 x 2 Kinokarten für "Die Ökonomie des Glücks". Wenn Sie Karten gewinnen möchten, schreiben Sie in einem Artikel-Kommentar Ihre Meinung zur Frage, ob und wie Kapitalismus und Glück zusammepassen oder nehmen einfach an der Diskussion teil. Die Karten sind deutschlandweit in allen teilnehmenden Kinos (.pdf Download) gültig und werden unter allen Teilnehmern verlost. Teilnahmeschluss: 15.11.2012

Thema: Politik & Gesellschaft, Stand: 29.10.2012 von

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  • schrieb am 15.11.2012 um 07:23
    Kapitalismus hat mit Glück nichts zu tun finde ich. Glück ist für mich die Liebe meiner Familie und die Geborgenheit die mich damit verbindet.
  • schrieb am 13.11.2012 um 13:50
    mit dem "reichtum" stieg auch das gefühlte unglück!
    wer das glück erklärt und im gleichen atemzug zahlen bzw. währung erwähnt, kommt nicht weit.
    ich denke, das glück vor allem mit unabhängigkeit zu tun hat. erarbeitete unabhängigkeit und gelegentlich gezielt hergestellte abhängigkeit.
    die sicherste unabhängigkeit ist eine mentale. alles andere ist mehr oder weniger instabil, oder? mehr weniger
  • schrieb am 08.11.2012 um 15:23
    Die Zukunft wird viel, viel schöner für ALLE als sich das heute die größten Zukunftsvisionäre erträumen! Die kritische frage:Was nutzt der beste Quantencomputer, wenn der Programmierer geistig nicht mehr mithalten kann?
    Kein Problem: Technische Singularität!
    Maschinen also unsere persönlichen Roboter, die alles machen was Mensch nicht mag, aufräumen, putzen, einkaufen, arbeiten und zudem unser Lebensberater, Arzt und Lehrer sind, werden bald alles Wissen der Menschheit in sich vereinen. Sie stehen miteinader in Verbindung und werden schlauer als der Mensch! Exorbitant schneller werden unsere Robbys das Wissen vermehren 1..2...4...8...16..32...64...

    Warum soll ein Mensch das noch programieren, wir verschmelzen mit unseren Robbys werden relative Unsterblichkeit erhalten.
    Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularit%C3%A4t
    Noch bessere Infos:
    1. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/zukunftsforscher-ray-kurzweil-unsterblichkeit-fuer-alle-11113916.html
    2: http://www.arte.tv/de/4135798.html
    3. http://www.wie.org/de/j18/kurzweil.asp?page=3 mehr weniger
  • schrieb am 06.11.2012 um 23:40
    Ich kann joecooly nur absolut zustimmen, ich seh´s genauso. Hätte das nicht besser formulieren können.
  • schrieb am 05.11.2012 um 11:59
    Kapitalismus und Glück können ganz gut zusammen passen. Glück definiert sich zwar nicht über Geld oder materielle Güter, aber ein gesichertes Leben in einer sozialen Umgebung schadet nicht! Viele Grüße
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