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Öko-Twilight-Zone

Hinter den Hügeln lauert das Böse



Ernest Smith war erst vor kurzem nach Downhill Creek gezogen. Nach dem Tod seiner Frau hatte er es nicht mehr ausgehalten in dem großen Haus, das sie beide vor vielen Jahren und unter großen Entbehrungen erbaut hatten. Das einzige, das Ernest über den Verlust seiner geliebten Edna hinwegtrösten konnte, waren seine drei Brieftauben, die ihm das Gefühl gaben, noch gebraucht zu werden. Die Ehe mit Edna war kinderlos geblieben, und vielleicht waren die Brieftauben für Ernest das, was andere als ihre Familie bezeichnen.
Jeden Morgen stieg Ernest in den Verschlag oberhalb der Veranda, um nach den Tauben zu sehen. Seit zwei Tagen wartete er auf die Ankunft von Lily und Beth, die längst hätten aus Atlanta zurück sein müssen. Doch ihre Plätze waren wieder leer. Nur Mildred, seine Lieblingstaube, saß wie immer in ihrem Nestchen. Ernest schaute nach Südwesten in die Weite der Prärie. Aus dieser Himmelsrichtung erwartete er die beiden Tauben, doch außer dem tiefblauen Himmel war nichts zu sehen. Wieder einmal.

Seine Unruhe wurde mit jedem Tag größer, und schließlich, nach langem Zögern, schickte er seine Lieblingstaube Mildred mit einer Nachricht für den Züchter nach Atlanta. Er hatte kein gutes Gefühl, als Mildred aus seinen Handflächen in Richtung Südwesten davonflog. Vielleicht bildete er es sich nur ein, aber als er Mildred beinahe aus den Augen verloren hatte, vernahm er ein leises Surren, das er sich nicht erklären konnte - und das ihm Unbehagen bereitete.

Auch Mildred blieb verschwunden. Stattdessen hörte Ernest das Surren jetzt Tag und Nacht. Vielleicht bildete er es sich ein, aber besonders laut war es immer dann, wenn der Wind stark blies.
Als ihn aus Atlanta die Nachricht erreichte, dass keine seiner drei Brieftauben den Züchter je erreicht hatte, stieg er in seinen alten Dodge und brach auf in Richtung Südwesten. Gleich hinter den nahen Hügeln, nur ein paar Meilen entfernt von seinem Haus, erblickte er etwas, das ihm den Atem stocken ließ. Es war das, was die Indianer in der Gegend mit ängstlichem Blick als „die stählernden Luftfresser des weißen Mannes“ bezeichneten.

Zu seinen Füßen fand er seine verendeten Brieftauben. Mit Tränen in den Augen blickte er über den großen Windpark des hiesigen Stromanbieters.

Was ist wirklich dran?
Die klimaschützenden Windräder werden oft zur tödlichen Falle für Vögel. In Schleswig-Holstein werden jährlich mehrere verendete Seeadler gefunden, die durch Windräder getötet wurden – bei der niedrigen Gesamtpopulation ein großer Verlust für diese Art. Mittlerweile werden Möglichkeiten untersucht, wie Vögel und Fledermäuse besser vor den Windrädern geschützt werden können. Besonders aktiv ist hier der Nabu in Zusammenarbeit mit dem Michael Otto Institut.

Stand: 26.03.2008 von

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    schrieb am 28.03.2008 um 04:04
    Wie oft habe ich Flying Foxes, Bats oder Possums tot in Stromleitungen haengen sehen und wieviele Voegel werden von Hochspannungsleitungen erwischt und die haben wir schon lange und nehmen den Verlust schon lange hin. Jede Technologie - ob gruen oder nicht - hat eine Auswirkung auf die Natur und die negative muss dann eben ausgeglichen werden indem man Gebiete schafft wo die anderen Arten auch ungestoert leben koennen oder vielleicht koennen wir auch alle langsamer fahren um die Verkehrstotenquota auch zu senken als Ausgleich... mehr weniger
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    schrieb am 27.03.2008 um 22:02
    Als ich das erste Jahr in dem Haus mit dem grossen Garten wohnte, wunderte ich mich, dass ab und an ein toter Vogel vor dem Eingang lag und ich grübelte was wohl ihren Tod verursacht hatte. Beim vierten Vogel befand ich mich im Haus und hörte einen dumpfen Schlag, als der Vogel, es war eine Amsel gegen die Fenterscheibe prallte und sich das Genick brach. Ich klebte sofort eine schwarze Raubvogelsilhouette auf die Scheibe und das mysteriöse Sterben hatte ein Ende. Fazit: Windkraftanlagen erzeugen Energie(was ja positiv ist) und töten Vögel. Viele Häuser erzeugen keine Energie sondern verbrauchen sie nur und töten auch Vögel. Diese Anmerkung deshalb, damit die Geschichte ins Genre passst. mehr weniger
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    schrieb am 27.03.2008 um 20:56
    Ja, das darf man. Ich bezweifle dass der NABU Propaganda gegen Windkraft macht oder Märchen erzählt, wie in den beiden ersten Rezensionen zum Ausdruck kommt. Vielmehr ist es gerade bei Ökoprojekten wichtig deren Auswirkungen auf Natur und Umwelt kritisch zu betrachten. Im Konfliktfall muss es dann unsere Aufgabe sein Lösungen zu finden. Der NABU plädiert nach seinen Untersuchungen nicht für einen Abbau der Windkrafträder sondern dafür die Standorte besser auszuwählen. Und ürigens: dass große Vögel mit den Rotoren Probleme haben können kann ich nachvollziehen, auch wenn ich goße Windparks nur aus der Entfernung habe arbeiten sehen.
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    schrieb am 27.03.2008 um 16:32
    Das ist wirklich Propaganda von Windkraftgegnern. Hier in NRW sind sehr viele Windparks, und dass da in irgendeiner Weise Vögel geschreddert werden, ist ein Gerücht. Greifvögel fallen doch nun wirklich häufiger beispielsweise Autos zum Opfer, weil sie an Autobahnen "jagen", oder werden Opfer von Umweltgiften und schwindenden Lebensräumen! mehr weniger
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    schrieb am 27.03.2008 um 11:36
    Das Märchen von den vögelmordenden Windrädern hält sich beharrlich - insbesondere, wo die Politik auf Atomkraft und Energiepflanzen-Monokulturen als klimafreundliche Alternativen setzt. Der größte Feind der Vogelwelt ist freilich die industrielle Landwirtschaft. Diese ist auch für 90% des Artenschwundes verantwortlich. Beispielsweise leben allein in Berlin mittlerweile mehr Nachtigallen als in ganz Bayern. Die wenigen Unfälle, die tatsächlich bei der Kollision mit Windkraftanlagen passieren werden propagandistisch aufgeblasen, um von dem viel dramatischerem Artenschwund abzulenken.
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