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Buch "Grüne Häuser" - Öko-Architektur

Ästhetisch schön und ökologisch zugleich

Mit dem Buch "Grüne Häuser" präsentieren die Autoren Manfred Hegger und Isabell Schäfer beispielhafte, ästhetisch anspruchsvolle Einfamilienhäuser, die nach ökologisch-energieeffizienten Maßstäben errichtet wurden, denn Architektur und Ökologie sind längst kein Gegensatzpaar mehr. Utopia stellt das Buch und sechs Musterhäuser vor.


Werner Sobek, der inzwischen weltbekannte Architektur-Guru aus Stuttgart, wird zu Beginn des Buches "Grüne Häuser" aus dem Callwey Verlag mit folgendem Satz zitiert: „Die wichtigste Aufgabe, die Architekten und Ingenieure in Zukunft zu lösen haben, ist, nachhaltige Gebäude atemberaubend attraktiv und aufregend zu machen.“

Der frühere Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) – der vom Buchautoren Manfred Hegger in dieser Funktion im Juni abgelöst wurde – ist einer der Wegbereiter einer Entwicklung in der Architekturszene, die sich mehr und mehr dem Planen und Bauen unter energieeffizienten und ökologischen Gesichtspunkten verschrieben hat. Sobek hat bereits im Jahr 2000 mit seinem viel beachteten, automatisierten Glaskubus in Stuttgart Maßstäbe für nachhaltiges Bauen gesetzt. Ein von ihm geplantes Gebäude sehen Sie auch in unserem Architekur-Showroom mit ausgewählten Einfamilienhäusern aus dem Buch "Grüne Häuser":

Mit "Grüne Häuser" weisen die Autoren Hegger und Schäfer nach, dass gute, anspruchsvolle Architektur und ökologisch-energieeffizientes Denken längst kein Gegensatzpaar mehr darstellen. Bei der Bewertung der 30 vorgestellten Häuser auf ihre nachhaltige Bauweise wurden alle relevanten Kriterien berücksichtigt: ökologische Qualität, soziokulturelle und funktionale Qualität, Prozessqualität und die Standortqualität. Dazu sind Pläne und mehrere Ansichten abgebildet, worduch der Leser ein umfassendes Bild vom jeweiligen Gebäude erhält.

Darüber hinaus finden sich zu jedem Gebäude Angaben zum Primärenergiebedarf, Heizenergiebedarf und die Nutzung erneuerbarer Energien. Das Buch ist das erste, welches Architekten und Bauherren Lösungen zeigt, wie zukünftiges Bauen (und Wohnen) für den "Traum vom Einfamilienhaus" aussehen kann. Außerdem haben die Autoren Interviews mit führenden Planern auf dem Gebiet des nachhaltigen Bauens geführt, die dem Leser einen Rundum-Einblick in das Thema bieten.


Utopia-Tipp: Das Buch "Grüne Häuser" sollte jeder lesen, der sich für nachhaltiges Bauen interessiert oder plant, selbst Bauherr zu werden.

Mehr darüber - auch ein Online-Exemplar zum Durchblättern im Callwey-Shop.

Hegger/ Schäfer: Grüne Häuser. Einfamilienhäuser - nachhaltig, ökologisch, energieeffizient, Verlag Callwey, München 2009.

ISBN 978-3-7667-1809-9Grüne Häuser direkt bestellen bei Amazon - oder rechts per Mouseklick direkt ordern:

 

 

 

 

 

 

 

Über die Autoren von "Grüne Häuser":

Manfred Hegger ist Architekt und Professor an der Technischen Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur.

Isabell Schäfer ist seit 2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen.

Thema: Nachhaltig bauen, Stand: 01.10.2010 von

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    schrieb am 02.01.2011 um 16:32
    die Idee und der Buchtipp sind toll,
    ganz persönlich finde ich es traurig, wenn soviel Aufwand betrieben wird um 5 oder 6 Häuser darzustellen.
    Eine größere Smamlung mit Links zu mehr Infos scheint mir ökokorrekter,
    aber so oder so bleibt für mich die Frage ob amazon ein ökokorekkter Buchhändler ist?! mehr weniger
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    schrieb am 02.01.2011 um 13:08
    der "Traum vom Öko-Einfamilienhaus" ist tatsächlich so etwas wie der "traum vom öko-suv" .. besser als ein "normaler" suv und - ganz wichtig! - lohas-kompatibel, aber eben nicht besonders weit zu ende gedacht. unterm strich drängt sich das böse wort "greenwashing" auf .. wobei dieser vorwurf in keinem falle den architekten gemacht werden kann, sondern den städteplanern und gemeinderäten gemacht werden muss, die entschieden haben, dass schon wieder ein neubau von 200qm versiegelter fläche (plus technischer erschließung des ganzen) mit nur 1-2 geschossen für nur 2-5 personen in wertvollen grünraum gesetzt werden darf. .. die architekten in ihrer not haben sich dann wenigstens zb. ein grünes mäntelchen ums haus einfallen lassen (zur tarnung, weil an dieser stelle eigentlich kein haus sein dürfte), und sie halten mehr als die enev vorgaben ein (um mehr kfw-förderung zu bekommen, was bei den qm preisen auch nötig ist), und sie bauen ästhetisch sehr schöne häuser, die ihren beitrag zur innerfamiliären sozialen nachhaltigkeit leisten werden. .. unterm strich ist der utopist etwas enttäuscht (lobt aber die schritte in die richtige richtung), der realist ist begeistert (mit dem bild von "normalen" einfamilienhausghettos vor augen). mehr weniger
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    schrieb am 31.10.2010 um 17:07
    Wie schon gesagt - jede Idee zählt ! Die Frage ist nur, ob eine solche Interpretation und die Darstellung von Sendungsbewußtsein dem Grundanliegen, nämlich der Entwicklung des effizienten Planens und Bauens wirklich weiterhilft oder ob es nicht eigentlich nur eine neue Art der Selbstdarstellung für eine eingeschränkte Klientel -sozusagen ein Öko-Tütü- ist. Bis auf ein Haus, was in etwa den mittlerweile gängigen haustechnischen 0Q-Standards entspricht, sind die dargestellten Projekte nicht mal im Passivhausstandard einzuordnen und damit besteht eine erhebliche Differenz zwischen Anspruch der Darstellungen als Avantgarde-Objekte und mittlerweile Üblichem ... Über den Chic, Wohn- und Nutzqualitäten läßt sich bekanntermaßen nicht streiten - ich finde es nur schade, dass man, wenn schon entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung stehen, nicht auch die wirklich innovativsten zum Einsatz kamen. Deuschland u. Österreich haben international eine Vorbildfunktion im Bereich der Weiterentwicklung von Passivhäusern, es gibt viele preisgekrönte Projekte und internationale Anerkennung - die kennt leider kaum jemand. Wer weiß schon von den neuen in Germany entwickelten, äußerst schlanken Wärmedämmwandsystem aus Glas oder den neuartigen schaumbasierten Dämmstoffen ? Wer kennt schon die neuen 0Q-Hausreihen, die heiztechnisch tatsächlich autark sind und die noch minimal notwendige Energie zum Ausgleich geringer Wärmeverluste durch Lüftung und z.B. Öffnen der Haustür etc. allein aus dem Betrieb und der Bewohnung des Hauses (Abstrahlung menschl. Körperwärme ca. 8W/ , Wäsche, Duschen, etc.) bestreiten. Wer kann schon genau berechnen, wie sinnvoll die jeweilige haustechnische Ausstattung ist ? Die dargestellten Projekte haben ein bißchen was von vergoldeter Stoßstange am Hybridauto - schon schick - aber sind sie wirklich innovativ oder sinnvoll ? Bsp. Sobeks "Cube" vereinfacht 12x12m Kantenlänge komplett mit PV oder 3WS-Verglasung bei einem damaligen Preis von pi x Fensterkreuz 3500 €/qm liegt allein für die Aussenhaut bei ca. 2,5 Mio ... Effizienz definiert sich anders mehr weniger
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    schrieb am 07.10.2010 um 10:08
    Jede Idee für eine umweltschonende und energieeffiziente Lebensweise ist dringend nötig und willkommen.
    Wie aber auch schon in anderen Kommentaren erwähnt, sollte auch der Kostenfaktor nicht außer Acht gelassen werden. Bei einigen der vorgestellten Häusern würde ich sofort sagen: ein absolutes Traumhaus, aber der erste Blick reicht bereits um zu wissen, dass die Einkünfte der allermeisten Menschen für die Verwirklichung dieses Traums nicht ausreichen dürften.
    Ähnlich wie bei den energieeffizienten Autos sind die Erwerbskosten schlicht und einfach für die große Mehrheit unerschwinglich.
    Eine wirkliche Trendwende in der Nutzung unserer knappen Ressourcen können wir aber erst erreichen, wenn wir alle mitmachen (können) und nicht nur ein paar wenige wohlhabende Utopisten, die sich ein Umweltbewusstsein leisten können. mehr weniger
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    schrieb am 04.10.2010 um 16:41
    ..hmmm - das Thema Neubau finde ich problematisch, da Einfamilienhäuser sehr viele Ressourcen (Energie+Material+Fläche) verbrauchen, während hier in Ostdeutschland in zentralen Lagen viele Häuser unsaniert leer stehen oder Baulücken in der Stadt klaffen...
    Oder anders: Eine wirksame Klimaschutzmaßnahme wäre, wenn man Menschen überzeugen könnte nicht mehr so viel in Singlewohnungen zu leben oder dazu zu tendieren in immer größere Wohnungen zu ziehen - passt aber nicht in unsere marktwirtschaftliche Logik und wird deshalb gar nicht erst diskutiert - schade. mehr weniger
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