Nukleares Endlager Meer
Atommüll verstrahlt Atlantik
"Mehr als 200.000 Atommüllfässer verrosten vor den Küsten Europas" mit diesem Satz schockierte das ARD-Politikmagazin Report Mainz letzte Woche seine Zuschauer. Zehn Mal mehr strahlen sollen die 114.726 Tonnen Müll als die angesammelten Fässer in Asse. Halb Europa hat bis 1982 initiiert von der Bundesrepublik seinen Nuklear-Schrott in billigen Tonnen im Atlantik versenkt. So langsam dämmerts, dass davon vielleicht noch was zu uns zurückkommt. Wie das ARD-Magazin berichtet, hat die Kommission zum Schutz der Meeresumwelt (OSPAR) an einer Versenkungsstelle im Nordostatlantik erhöhte Konzentrationen an Plutonium gefunden. Auch in Tiefseefischen konnte es bereits nachgewiesen werden.
Eine Frage der Zeit, bis sich das Radionuklid auch in typischen Speisefischen wiederfindet. Und trotzdem teilte Umweltminister Norbert Röttgen der Report Mainz Redaktion mit, er sähe "keinen Anlass zu regelmäßigen Überwachungen des Versenkungsgebietes". SPD und Grüne verlangen jetzt nach einer Kontrolle der Atommüllfässer im Atlantik. Wie Report Mainz am Dienstag mitteilte stelle die SPD nun einen Antrag im Bundestag zur Überwachung der Versenkungsgebiete.
Den Beitrag "Strahlende Altlasten" vom 1. November 2011 können Sie sich in der ARD Mediathek ansehen.
Quelle: ARD / Report Mainz


Kommentare (7)
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think sunny
schrieb am 10.11.2011 um 15:16 ¶berniewa
schrieb am 10.11.2011 um 14:03 ¶Kommentar schreiben
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