Kleine Kaffeemanufakturen

Hoch die Bohnen


Black Pirate Coffee

Das Ergebnis der Schatzsuche der Kaffeepiraten liest sich auf www.bpcc.de etwa so: „Auch ein Laie schmeckt Schokolade, versprochen. Der Espresso hat außerdem eine dezente, frische Säure, macht ein rauchiges, volles Mundgefühl und wir schmecken eine Zigarrennote im Abgang.“ Und der Laie ahnt, dass die übliche Bestellung „Einen Espresso, bitte“ ähnlich differenziert ist wie die Order „Einen Wein, bitte“. Um die Vielfalt von über 1.000 Aromen in einer Bohne zu zeigen und ja, Deutschlands Kaffee-Genießer kommerziell zu verbinden, haben die Freiburger Schwestern Carolin Maras und Annika Poloczek im Oktober 2009 den „ ersten Shopping-Club für Kaffee-Freunde“ gegründet. Sie testen kleine Röstereien, die sorgfältig einkaufen und verarbeiten. Alle vier Wochen wird eine neue Rösterei vorgestellt. Deren Produkte können nur Clubmitglieder in dieser Zeit beziehen. Die anderen Sorten sind ohne Registrierung erhältlich.

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Warum „sorgfältiger Einkauf“ nicht automatisch für jeden präsentierten Kleinröster „Bio-zertifiziert“ und „Fairtrade-Siegel“ bedeutet, lässt sich in den jeweiligen Interviews nachlesen. Sorgfältige Verarbeitung heißt aber für alle: keine Zusatzstoffe und Langzeitröstung. Da röstet manche Bohne statt der industriell üblichen zwei Minuten bei über 400 Grad auch schon mal eine knappe halbe Stunde bei etwa 200 Grad.

Die Kaffeepiraten beziehen ihren eigenen „Bord-Kaffee“ aus biologischem Anbau von der Rösterei Niehoff im Münsterland. Wer die Bohnenvielfalt gerade erst für sich entdeckt, dem helfen Carolin Maras und Annika mit einem ausführlichen Lexikon und (auch filmischen) Anleitungen. Über die Zahl der Clubmitglieder und auch andere Zahlen schweigt Jungunternehmerin Carolin Maras sich aus. Aber: „Der Zuspruch ist da.“ Und: Es sind bisher mehr Männer als Frauen an Bord.

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    Giorgio2609
    schrieb am 12.08.2010 um 14:54
    Ja, dann kann ich an dieser Stelle auch auf das Projekt 'Coffee Hunting' (www.coffee-hunting.com) verweisen, das v.a. auf direkten Handel mit kleinen bzw. jungen Erzeugergruppen setzt. In direkten Handelsbeziehungen kann der Preis am fairsten, weil direkt ausgehandelt werden. Vermarktet werden...
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    powercaptor
    schrieb am 29.07.2010 um 10:30
    moin moin, sehr nette Idee - erspart manchem die Sucherei und sollte den Preis etwas mindern. Pervertierung wie beim Wein (wer will schon wissen welche Baumrinde oder Mutterboden da wie auch immer heraus zu schmecken sein sollen...) ist LEIDER schon seit einigen Jahren im Gange. Für mich als...
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