Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
C&A auf dem Pfüfstand

Moderiese mit Sinn für Verantwortung?


Die Ergebnisse der aktuellen Studie „Top-Shops 2009“, erstellt von der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ mit Marktforschern von „Konzept und Markt“ belegen die Bedeutung einer der größten Modeketten Europas. Bereits in den 1990er-Jahren war das Unternehmen der Familie Brenninkmeijer eines der ersten großen in der Branche, das sich einen Code of Conduct gab und eine eigene Auditierungsorganisation namens Socam einführte. Kritik an dem Unternehmen, das im vergangenen Geschäftsjahr europaweit über sechs Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete, ist zwar leiser geworden – ganz verstummt ist sie jedoch nicht.

„Skandal“ um Gentechnik

Anfang des Jahres brachten Vorwürfe zu gentechnisch veränderter Biobaumwolle C&A noch einmal in die Schlagzeilen, zusammen mit den Konkurrenten H&M und Tchibo. Der „Skandal“ fiel in der folgenden Prüfung dann deutlich kleiner aus, als es die Financial Times Deutschland (FTD) nahegelegt hatte, C&A etwa fand in den bio-zertifizierten Produkten des Unternehmens keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO)  In der Zeitschrift Textilwirtschaft wies auch Jens Soth vom Organic and Fairtrade Kompetenzzentrum der privaten Entwicklungsorganisation Helvetas in Zürich die Hochrechnungen der FTD als „unredlich“ zurück.

Der Imageschaden für Biobaumwolle war dennoch beträchtlich, für C&A insbesondere ärgerlich angesichts des Stellenwerts von Biobaumwolle in der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Für 2010 sind 23 Millionen Teile (zirka zehn Prozent des Sortiments im Baumwollbereich) geplant, „im Jahr 2020 wollen wir ausschließlich Biobaumwolle und nachhaltig angebaute Baumwolle im Sortiment haben“, gibt Unternehmenssprecher Thorsten Rolfes das Ziel vor. Zusammen mit der Shell-Foundation und der Organisation Organic Exchange gründete C&A Ende vergangenen Jahres das Joint Venture „Cotton Connect“. Dieses Unternehmen soll alle an der Biobaumwollproduktion Beteiligten – einschließlich themennaher NGO – vernetzen und die Umstellung fördern wie auch zu einer effizienteren Produktion beitragen. „Wir wollen hier Sicherheit für beide Seiten schaffen“, erläutert Jochen Overmeijer, juristischer Beirat bei C&A, „als Abnehmer wollen wir kontinuierlich auf die Ressource zugreifen können, den Farmern wiederum soll ein zuverlässiger Absatzmarkt geschaffen werden“. „Ende der 90er-Jahre war Biobaumwolle besonders PR-technisch spektakulär“, meint Rolfes, „unser Engagement in diesem Bereich ist dagegen nachhaltig, wir meinen Biobaumwolle kann nur ein Erfolg werden, wenn sie massenmarktkompatibel ist – sie muss preiswert sein und darf nicht in der Nische bleiben.“


Umfrage

Wie nachhaltig ist für Sie der Moderiese C&A?

Kann Mode zu Billigpreisen nachhaltig sein? Utopia hat C&A auf den Prüfstand gestellt.


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Stand: 30.07.2010 von

Kommentare (27)   abonnieren

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    schrieb am 30.07.2010 um 15:02
    Es ist noch ein weiter Weg um zu erreichen , daß Biomode zur Massenware wird, wenn auch ein sehr wünschenswerter.
    Als erstes muß man aufs deutlichste zwischen Biobaumwolle und Biomode unterscheiden. Hier beginnt oft das erste Greenwashing . Biobaumwolle ist das, was der Name sagt, eine Naturfaser, welche (im besten Fall) ökologisch angebaut wurde, nicht mehr und nicht weniger... Damit ist es aber noch lange keine Biomode. Die Baumwolle muß verarbeitet werden , gekämmt ,versponnen, gewebt oder gestrickt werden und irgendwann dazwischen auch mal gebleicht und gefärbt werden. Zu allen diesen Vorgängen wird Chemie benötigt, die entscheidende Frage hierbei ist , welche Chemie. Die einzige für mich derzeit verläßliche ökologische Zertifizierung ist hierbei das GOTS (Global Organic Textil Standard), welches z.Bsp. keine Chlorbleich mehr zuläßt und statt dessen auf Sauerstoffbleiche setzt. Die Einhaltung solcher Standards kosten Geld, "preiswert" ist die Einhaltung solcher Standards ganz sicher nicht.

    Wo ist nun der Weg zu sehen, um Biomode für jeden erreichbar zu machen?
    Biomode ist teurer als konventionelle Mode, alle anderen Behauptungen sind schlechte Marketinggags.
    Damit mehr Menschen gesunde Produkte insgesamt zugänglich sind muß einerseits mehr soziale Gerechtigkeit geschaffen werden, anderseits muß auch der Verbraucher sich fragen, ob er nicht mit der Geiz-ist-geil-Methode oder mit der Anhäufung von zu vielen Produkten im Haushalt auch großen Schaden anrichtet. Wer braucht schon z.Bsp. 24 Hosen im Kleiderschrank - was ich bei Freunden schon erlebt habe, was tut man damit ?

    http://www.green-fashion-blog.dorotheabecker.com/
    http://www.dorotheabecker.com/
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    schrieb am 30.07.2010 um 21:32
    Bio-Baumwolle macht noch lange keine ökologische Kleidung, wie Dorothea ja auch schon angemerkt hat.

    Die Kooperation mit der terre des hommes passt ja super. Auf einem Afrika-Fest hat terre des hommes letztens Soli-Shirts für Afrika gedruckt auf dem Superbilligheimer fruit of the loom verkauft. Die sind da wohl noch auf dem Stand der weniger informierten Ökos der 80er, das alles super ist, wenn eine Naturfaser verwendet wird...

    Das C&A seine Läden mit Energie- und damit Kosteneinsparungsmaßnahmen Eco-Stores nennt ist einfach nur peinlich. Denn für einen solchen Namen hätten sie auch mal Maßnahmen ergreifen müssen, die eben kein Geld sparen, aber Ressourcen schonen. Ich denke da eine Regalsysteme aus ökologischen Materilaien, Wandfarben, Bügel, und und und.
    Aber selbst für nur 5 Stores ist der ja ach so engagierten Familie eine ökologische Inventition von ein paar 1000 euro zu viel.

    Ich denke auch die Sache mit der Bio-Baumwolle hat C&A nur gemacht, um eine Nachfrage zu bedienen und von den perversen sozialen Produktionsbedingungen abzulenken. Ich habe auch Menschen kennengelernt, die Mitglieder der Familie kennen. Ökologie interessiert die wohl auch privat kein Stück und soziale Gerechtigkeit noch viel weniger. Schließlich gehört man ja zu den Gewinnern des jeder gegen jeden Spiels.
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    schrieb am 30.07.2010 um 22:18
    Lesenswertpunkt (auch wenn ich einige Details nicht beurteilen kann. z.B. kenne ich terre des hommes nicht)
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    schrieb am 31.07.2010 um 01:11
    Was terre des hommes ist, musste ich erst recherchieren, weil ich diese Hilfsorganisation nicht kannte, aber was soll dieser namentliche Seitenhieb hier denn? Für das Argument bzgl Bio-Baumwolle als nicht hinreichend für >öko-Kleidung< (nach deinem Verständnis) völlig überflüssig. Nicht einmal als veranschaulichendes Beispiel passend - denn terre des hommes und C&A sind ja offenbar extrem verschiedene Akteure.

    Du hast, so hoffe ich, die Leute freundlich versucht auf den neuesten Wissensstand zu bringen. Denn ansonsten scheinen sie ja eine überwiegend sehr gute Arbeit zu machen (soweit meine Recherche ergeben hat).

    Denn jeder Mensch hat seine >blinden Flecken< und so ein Wissensdefizit ist noch eines, das sich leichter korrigieren lässt als manche tiefere weltanschauliche Irrmeinung, z.B. solche Dinge, die sich Homöopathie oder Anthroposophie oder Traditionelle Chinesische Medizin nennen.
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    schrieb am 31.07.2010 um 16:18
    Die Kooperation mit terre des hommes wird oben als Beleg für das Engagement von C&A angeführt. Ich wollte lediglich darstellen, dass terre des hommes eine NGO ist, die in ethischen Fragen auch nicht immer richtig liegt und die Kooperation nichts über die moralische Integrität von C&A aussagt. terre des hommes macht im übrigen eher klassische Entwicklungshilfe, die man aus hierarchiekritischer Perspektive als interventionistisch bezeichnen würde.

    Kooperationen mit NGOs werden von vielen Unternehmen genutzt, um den Eindruck eines vermeintlichen ethischen Anspruchs zu wecken. Nutzt man die UNO dafür, nennt man das auch bluewashing. Otto z.b. nutzt den WWF, der gerne dabei behilflich ist ökologisch desaströses Palmöl als nachhaltig zu kennzeichnen. NGOs mit Vollzeitstellen agieren im Kapitalismus schnell wie ganz normale Unternehmen. Sie sind daher auch genauso kritisch zu betrachten wie Unternehmen. Ich finde es auch bezeichnend, wenn eine NGO sich auf Kooperationen mit Unternehmen einlässt, die als krasse Ausbeuter bekannt sind. Und die Kooperation dient ja im Fall terre des hommes auch nicht dem Zweck diese Mißstände zu überwinden.
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    schrieb am 05.08.2010 um 13:39
    Na, fairskate? Wieder man nicht 100%-ig genug für Dich, habe ich mir schon gedacht.

    Und solange Du so argumentierst, werde ich auch nicht müde zu erwidern, dass *nichts* auf der Welt 100%-ig ist, und dass *jeder* auf irgendeinem Weg ist.

    Ob da ein Unternehmen eine NGO nutzt, um sein Image aufzupolieren oder aus eigener Überzeugung handelt ist mir jedenfalls relativ wurscht. Wichtig ist mir lediglich, ob sich da wirklich etwas verbessert oder nicht, und ob der Weg in eine Richtung geht, die weitere Verbesserungen nach sich zu ziehen verspricht.

    KiK hat da laut der gestrigen Doku wohl eindeutig betrogen, während das bei C&A offensichtlich schon ganz anders aussieht.

    Mit bestem Gruß
    Hans-Werner
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    schrieb am 05.08.2010 um 14:45
    @HansWerner:

    Mir ist auch lediglich wichtig, ob sich da irgendwas verbessert - und mir ist wichtig warum!

    C&A hat erkannt, dass das erhöhte Bewusstsein eines bildungsbürgerlicheren Teils ihrer Kundschaft zu einer Abwanderung zu fairen Anbietern führen konnte. An den Arbeitsbedingungen etwas zu verbessern war aber zu teuer, da das glaubwürdig nur geht, wenn man es gleich für das ganze Sortiment macht. Die ernsthaften Kontroll-Institutionen erlauben auch nicht eine Aufteilung in Ausbeutungs- und fair-Sortiment.

    Die Lösung sieht bei vielen großen Textilunternehmen gleich aus: Es wird ein anderes Fass aufgemacht, dass gerade populär ist, nähmlich ökologische Produkte. Der Vorteil dabei ist, dass Konsumenten das öko bei Produkten als Zusatznutzen ansehen und mit erhöhter Preisbereitschaft belohnen. Auch wird es nicht als negativ angesehen, wenn nur ein kleiner Teil der Sortiments diesen Zusatznutzen bietet.

    Diverse Marktforschungen haben hingegen ergeben, dass es für das Image eher schlecht ist, wenn in einer konventionellen Textilkette ein oder zwei Ständer als "fair" deklariert sind. Dann denken nähmlich die Kunden: "wie, der Rest ist alles Ausbeutungsproduktion, das ist ja furchtbar." das Image wird schlechter statt besser.

    Öko-Produktlinien fungieren so oft als Feigenblatt für gravierende Zustände im sozialen Bereich.

    Aber es kommt noch besser. Echte Naturtextilien wären den großen natürlich auch zu teuer. Deshalb belässt man es beim Einsatz von Bio-Baumwolle, die ja kaum noch mehr kostet als konventionelle und von der es sogar schon Überangebote am Markt gab. Farb- und Ausrüstungschemie bleibt die gleich wie bei allen Nicht-Bio-Teilen auch und somit auch genauso schädlich für die Arbeiter_innen, die damit hantieren und für die Umwelt sowieso.

    Es gibt konventionelle Unternehmen, die sich ernsthaft auf den Weg machen und das finde ich super!:

    - z.b. tritt der Outdoorhersteller Vaude dieses Jahr der Fair Wear Foundation bei (sehr transparente Multistakeholder Initiative) und hat schon in den vergangenen Jahren schrittweise Teile des Sortiments ökologisch optimiert, mit Bio-Baumwolle, dem sehr strengen BlueSign-Standard und dem Einsatz von Recycling-Material.

    - Der inzwischen 100 %ige Öko-Schuh-Hersteller Simple war noch vor wenigen Jahren überhaupt nicht im Bereich nachhaltiger Produktion aktiv.

    - auch das oft als Pionier im Bereich ökologische Kleidung genannte Outdoor-Unternehmen Patagonia hat zwar schon vor fast 20 angefangen und ist nun weiter als alle anderen der Branche, aber auch Patagonia ist nicht als Öko-Unternehmen gegründet worden, obwohl Gründer Chouinard schon zuvor im Naturschutz aktiv war.

    Also Hans Werner bitte verzichte auf deine Polemik gegen meinen angeblichen Perfektionismus. Ich denke es ist einfach wichtig zwischen jenen zu unterscheiden, die sich auf den Weg machen und jenen, die nur so tun als ob, weil es der herrschende Zeitgeist erzwingt. Oder lobst du sonst Menschen für Dinge, zu denen sie gezwungen wurden, obwohl sie sie eigentlich nicht machen wollen?
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    schrieb am 05.08.2010 um 16:07
    Sorry für die Polemik - wie Du es nennst -, aber mich stört nunmal Deine immergleiche Argumentation mit dem Fazit: "Nicht genug!" Eine Argumentation, die - wenn sie verfänge - eher dafür sorgen würde, dass hoffnungsvolle Entwicklungen gleich wieder gestoppt würden. (Diese Gefahr siehst Du nicht, denke ich.)

    "Mir ist auch lediglich wichtig, ob sich da irgendwas verbessert - und mir ist wichtig warum!"

    Teil 1: Ja, sehe ich auch so, Teil 2: Klares Nein. Ich finde es ganz wunderbar, wenn profitorientierte Unternehmen den Zwang zu ökologischerem Wirtschaften sehen und entsprechend handeln. Natürlich muss das kontrolliert werden, klar, doch entscheidend ist, was "hinten raus kommt".

    Und dann gibt es da ein weiteres Faktum, das ungeheuer schwer wiegt, und das Du offenbar auch nicht siehst. Naja, vielleicht hast Du keine Kinder. Meine 12-jährige Tochter z.B. hat noch nie etwas von Deinen vorbildlichen Herstellern gehört, und das wird sie wohl auch in absehbarer Zeit nicht, weil die schlicht nicht nicht in ihre Welt passen. Sie und ihre Altersgenossinnen wollen sich "schick machen", und rennen zuhauf zu Textil-Discountern, weil die ihnen das ermöglichen. Was glaubst Du wohl, wo die Milliardengewinne von KiK herkommen?

    Wenn es nun einen Textil-Discounter gibt, der ihnen dies immernoch ermöglichst, aber nicht so ein gnadenlos rücksichtloser Verein wie Kik ist, und sie zukünftig dort ihr Taschengeld lassen, dann ist die Wirkung tausenfach größer als die eines in allen Punken vorbildlichen Herstellers mit 0,05 % Marktanteil.

    Eine wirkliche Wende gelingt mMn nur, wenn 1. sie profitorientiert funktioniert und 2. wenn sie im Massenmarkt stattfindet.

    Klein, aber ehrenamtlich und mit der richtigen Überzeugung - nein, das reicht nicht, denke ich.

    Mit bestem Gruß
    Hans-Werner
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    schrieb am 08.08.2010 um 15:44
    @Hans-Werner: ich denke wir reden hier aneinander vorbei: Ich glaube einfach nicht, dass Börsenkonzerne durch einen Kuschelkurs und Belobigung zu Verbesserungen gebracht werden können, sondern leider nur durch Druck. Natürlich will auch ich, dass die Großen sich verbessern - auch wenn ich mir sicher bin, dass eine wirklich nachhaltige und demokratische Wirtschaft solche großen Konzerne nicht verträgt. Solange sie aber da sind, ists immer gut, den Schaden, den sie anrichten, soweit wie möglich zu begrenzen.

    Wie Naomi Klein schon zu Recht über US-Präsident Obama sagte (frei zitiert): Wenn wir ihm trauen wollen, dass er einen Wandel will, dann ist es die beste Unterstützung für ihn, wenn wir den Druck aufrechterhalten, denn nur wenn er auf diesen Druck verweisen kann, kann er die Veränderungen angehen, die er vorgibt sich auch zu wünschen.

    Genauso läufts bei den Konzernen. Sie können nicht, selbst wenn sie wollten, es sei denn sie werden dazu durch Druck "gezwungen". Nicht kuscheln, sondern Druck bringt die Veränderung in den Mainstream.

    Super Beispiel: Outdoorbekleidung
    Innerhalb von 2 Jahren hat die Kampagne für saubere Kleidung mit Hilfe anderer NGOs und der Zivigesellschaft einen solchen Druck aufgebaut, dass gleich 4 der größten Anbieter sich zu einer Mitgliedschaft bei der strengen und mit einem innovativen Ansatz arbeitenden Fair Wear Foundation durchgerungen haben. Mindestens 3 der 4 haben sowas ohne Druck immer abgelehnt und hatten zum Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung - wenn überhaupt etwas - dann eine Hochglanzbroschüre mit Allgemeinplätzen zu bieten.

    Was glaubst ist die Reaktion, wenn wir jetzt ganz doll loben und den Eindruck vermitteln, das reiche aus und wir kaufen gerne wieder/weiter bei ihnen? Wie hoch wird dann wohl die Bereitschaft sein, nun auch noch ökologisch voranzuschreiten?
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    schrieb am 26.08.2010 um 13:27
    Es ist mir ein Bedürfnis, dir, fairskate zu danken: Danke für deine unbestechlichen, fundierten, sachlichen und kenntnisreichen Beiträge.
    Auch ich halte den Kuschelkurs mit den Großen, der hier so gerne praktiziert wird für wirkungslos. Wer sich so leicht befrieden lässt, wie mancher Kommentator hier, trägt dazu bei, das grüne Feigenblätter verteilt werden unter denen es immer noch gewaltig stinkt.
    Seid realistisch: fordert das Unmögliche.
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    schrieb am 31.07.2010 um 01:22
    Ist das Dein Ernst? Homöopathie oder Anthroposophie oder Traditionelle Chinesische Medzin ist für Dich eine weltanschauliche Irrmeinung?
    Wenn das so jemand glaubt, dann ja, ist das eine persönliche Irrmeinung.
    Denn obiges ist keine Meinung, sondern es sind eher uralte positive Erfahrungswerte.
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    schrieb am 01.08.2010 um 12:29
    Uistabertop, gib's lieber auf, bzw. suche Dir vorher die seitenlangen Threads raus zum Thema "Homöopathie ist Aberglauben".
    Dann lernst Du die Akteure mit ihren verschiedenen Meinungen kennen und weißt gleich, daß es Zeitverschwendung ist, mit bestimmten Leuten über das Thema zu diskutieren.
    An Homöopathie glauben bevorzugt Menschen mit höhrere Schulbildung.
    Die begreifen offensichtlich leichter, daß es Dinge geben kann, die man heute noch nicht wissenschaftlich erklären kann.
    Andere tun sich damit schwerer. Das war schon immer so. Ich erinnere mich da an Darwin oder die Streits über die Frage, ob die Sonne eine Scheibe ist.
    Ich lasse gerne jedem seine Meinung zu Homöopathie, Anthroposophie oder Traditioneller Chinesischer Medizin.
    Ich sehe ja ein, daß das befremdlich klingen mag, wenn man damit keine Erfahrung hat.
    Ich fände es nur recht wünschenswert, winnetou seine Meinung nur dort zum Besten gäbe, wo es thematisch passt.
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    schrieb am 01.08.2010 um 14:52
    Maria, wie recht Du hast, mit allem was du schreibst.

    Nur wenn vermeintliche "Wisser" sich verbreiten und die eigentlich für mich gar nichts wissen, nicht mal ahnen können und in Erwägung ziehen können oder den sturen, nicht auch mal einen nach links und rechts gewandten Blick benutzen können und Erfahrungen die tausende von Menschen dazu machen, einfach ins Lächerliche ziehen, ohne dass sie letztlich wissen worüber oder wovon andere eigentlich sprechen, dann regt mich das schon auf und zurecht wie ich überzeugt bin.

    Dann setze ich schon auch zu jemandem der wie winnetou plappert, was darunter.

    Denn es gibt nähmlich auch die anderen, die nicht zugeköpft durch die Gegend wandern.
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    schrieb am 02.08.2010 um 20:42
    halbherzig.
    über die arbeitsbedingungen in produzentenländern reden sie ja erst gar nicht.
    und 10% biobaumwolle sind ja auch nicht gerade viel.
    aber was will man von so einem giganten auch anderes erwarten?
    immerhin isses besser als nichts.
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    schrieb am 04.08.2010 um 16:55
    ich sehe positiv, wenn sich Großkonzerne für nachhaltige Produktionslinien einsetzen. So etwas setzt ein Zeichen, dass die ganze Branche vielleicht in die richtige Richtung bringt.

    Nichts desto trotz, hätte es dem Artikel an etwas mehr Fülle nicht geschadet, um sich ein besseres Bild machen zu können.
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    schrieb am 05.08.2010 um 08:24
    Wer gestern den ARD-Bericht über kik gesehen hat (Eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden.), muss erleichtert sein, dass C&A zumindest auf einem besseren Weg ist, seine Richtlinien durchzusetzen! Man sollte auch mal ein Fünkchen Hoffnung honorieren, um zu motivieren, denn Dreckschweine, die nur ans Geld denken, gibt es genug!
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    schrieb am 05.08.2010 um 13:26
    Volle Zustimmung, danke.

    Liebe Grüße
    Hans-Werner
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    schrieb am 05.08.2010 um 08:40
    der Artikel hat für mich kaum Aussagekraft in puncto Nachhaltigkeit.

    http://www.saubere-kleidung.de/ccc-20_unternehemen/ccc-25-03_fp_c-und-a.html

    Mit seinem Verhaltenskodex von 1996 war C&A das erste Unternehmen, das sich in Deutschland zu seiner globalen Sozialverantwortung öffentlich äußerte. Von Anfang an bezog sich dieser Kodex auf die gesamte globale Lieferkette des Unternehmens inkl. Subunternehmen.

    Trotz starker internationaler Kritik hält C&A bis heute an der Beschränkung auf ein System interner Kontrollverfahren über die 1996 gegründete Einrichtung SOCAM fest. ...

    Die Lieferanten wurden seit 2000 auf 20 Konferenzen über die Nachhaltigkeitspolitik von C&A informiert. Das Unternehmen beteiligte sich außerdem am Programm der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit zur Verbesserung von Sozialstandards in der Textil- und Bekleidungsindustrie in elf Ländern zwischen 2002 und 2005.

    Auf dieser Arbeit baute die 2004 gegründete Business Social Compliance Initiative (BSCI) auf, in der heute 103 europäische Unternehmen Mitglied sind, so neben Carrefour, Lidl und Otto auch C&A.

    Die BSCI ist keine unabhängige Verifizierungseinrichtung, in der Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen an führender Stelle vertreten sind.

    Nähre Infos und Aktionen unter http://www.saubere-kleidung.de/index.html
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    schrieb am 05.08.2010 um 09:20
    HIer der Link in die Mediathek von ARD für den Beitrag über kik:

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5063630
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    schrieb am 05.08.2010 um 13:22
    Gestern abend saß ich zufällig mit meiner 12-jährigen Tochter vor dem Fernseher, und wir sahen gemeinsam die kik-Reportage. KiK ist bei ihr und ihren Freundinnen beliebt, weil sie sich dort für wenig Geld selbst Klamotten kaufen können, für die das Taschengeld reicht. Dass das für uns der reine Horror ist, brauche ich sicher niemandem erklären...

    Aber die KiK-Reportage hat wohl was bewirkt. "Ich kaufe nichts mehr bei KiK..." sagte sie anschließend, "da gehe ich lieber zu C&A."

    Ich habe mich heimlich ein bisschen gefreut und einfach mal nichts dazu gesagt ;-))
    (Sehr wichtig manchmal, denn was von Papa kommt, ist ja eh' Blödsinn...)

    Liebe Grüße
    Hans-Werner
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    schrieb am 05.08.2010 um 14:09
    Lieber Hans-Werner,
    die Geschichte von Deiner Tochter finde ich ein großartiges Beispiel. Das ist ein Fall aus dem wahren Leben, der zeigt, wie Menschen verstehen lernen und was wieder zeigt: informieren hilft überzeugen - und dann geht es auch voran - lass die Schrittchen doch noch so klein sein - die Richtung stimmt schon mal und der Vervielfältigungsfaktor (die Freundinnen...) machts dann aus! Dankeschön für den Beitrag, das kommt mir meiner von mir selbst manchmal eine Spur zu pragmatisch empfundenen Haltung sehr entgegen.
    Grüße,
    Anne
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    schrieb am 05.08.2010 um 16:20
    Lieber Hans-Werner, genauso muss Kindererziehung ablaufen!
    Keine Indoktrinierung und Besserwisserei, sondern gemeinsames verantwortliches Fernsehen, verbunden mit vorbildlichem Verhalten.
    Das macht Hoffnung bei und für die Jungen!
    LG Mike
    @carmenissima: danke für den Link, den gab's nämlich heut früh noch nicht. (Wird zigfach weitergeleitet)
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    schrieb am 22.09.2010 um 23:56
    Vielen Dank für diesen Link! Eine so gut recherchierte Doku sieht man nicht oft im Fernsehen. Allerdings sind C&A, Tschibo und Co. auch nicht besser. Nur das die deutschen Mitarbeiter besser behandelt werden...
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    schrieb am 06.08.2010 um 15:09
    Dank Euch für die Blumen ;-))

    @jMike: Glaubt bitte bloß nicht, dass das immer so vorbildlich abläuft ... das war eine Sternstunde! Die Sendung mitangesehen hat sie bloß, weil sie *immer* fernsehguckt, wenn sie kann - es ist in der Regel schon ein Kreuz. Aber schon allein für solche seltenen Momente lohnt es sich weiterzumachen und nicht aufzugeben.

    @Anne: Ich weiß, was Du meinst, glaube ich. Geht mir auch mitunter so. Aber wenn ich mich in der Welt umsehe - und besonders in der unseren deutschen - dann sehe ich da eher massenhaft negativen theoretischen Überbau, aus dem nichts anderes resultiert, als Ablehnung gegenüber so ziemlich allem und jedem - und daraus erwächst nur Stillstand.

    Und solange das so ist, bin gern und mit voller Überzeugung im Hauptberuf Pragmatiker ;-))

    Liebe Grüße
    Hans-Werner
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    schrieb am 22.09.2010 um 23:12
    Was nützt angebliche Nachhaltigkeit, wenn die Firmen sich nicht an die Menschenrechte halten? C&A ist für mich ein Warenhaus, dass ich grundsätzlich meide.

    http://www.indianet.nl/a980702.html

    Der Link mag schon verjährt sein, aber vor 3 oder 4 Jahren habe ich auf ARD (Monitor oder Polylux) einen Bericht über C&A und Tschibo gesehen und anscheinend hat sich in den Jahren nichts geändert. Profit um jeden Preis...
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    schrieb am 09.04.2012 um 16:05
    Schadenshaftung nicht nur für die Kleinen - sondern auch für die Mächtigen
    fordert Dr. Dr.-Ing. habil. Gerhard Saeltzer
    im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin Anlgela Merkel

    > https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SiteGlobals/Forms/Vorschlaege/vorschlag_abstimmung_captcha-formular.html

    Bitte voten und mit weiteren Beispielen ergänzen!!!

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    Vielleicht bilden mal die Verantwortungsbewussten und die, mit viel Hintergrundwissen eine eigene Partei * oder vereinen sich in einer bestehenden? Vielleicht wäre auch passender einen gemeinsamen "Rat" zu bilden.
    Es gibt nach meiner Kenntnis bei attac viele sehr verantwortungsbewusste Politiker/innen & Menschen mit viel Hintergrundwissen.

    (* eine Partei oder politische Initiative zur Koppelung von Besitz [und Macht] an Transparenz und Verantwortung,.. eine Partei die also Gesetze fasst die vorallem den großen Verantwortungslosen nicht länger ermöglicht Schäden auf Dritte abzuwälzen [z.B. über Versicherungen, Bürgschaften u.ä.] und/oder ins Ausland zu entkommen sondern sie zum Schadensausgleich zwingt, wo auch immer sie sich aufhalten,..)

    s.a: http://www.utopia.de/blog/bgruen/suche-politikerin-mit#comment-547537
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    schrieb am 22.09.2012 um 18:22
    Naja, C&A und Bio? Da gebe ich Bridda recht, selbst wenn die Produkte einigermaßen BIO sind, ohne Zertifikate, sprich ohne Nachweise ob z.B. Kinder mit der Produktion zu tun haben ist es für mich äußerst zweifelhaft ob solch große Warenhäuser wirklich Bio anbieten können. Wenn ich mir im Gegenzug solche Shops, zb. http://www.naturspross.de anschaue, bezweifele ich es noch umso mehr.
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