C&A auf dem Pfüfstand

Moderiese mit Sinn für Verantwortung?


Die Ergebnisse der aktuellen Studie „Top-Shops 2009“, erstellt von der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ mit Marktforschern von „Konzept und Markt“ belegen die Bedeutung einer der größten Modeketten Europas. Bereits in den 1990er-Jahren war das Unternehmen der Familie Brenninkmeijer eines der ersten großen in der Branche, das sich einen Code of Conduct gab und eine eigene Auditierungsorganisation namens Socam einführte. Kritik an dem Unternehmen, das im vergangenen Geschäftsjahr europaweit über sechs Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete, ist zwar leiser geworden – ganz verstummt ist sie jedoch nicht.

„Skandal“ um Gentechnik

Anfang des Jahres brachten Vorwürfe zu gentechnisch veränderter Biobaumwolle C&A noch einmal in die Schlagzeilen, zusammen mit den Konkurrenten H&M und Tchibo. Der „Skandal“ fiel in der folgenden Prüfung dann deutlich kleiner aus, als es die Financial Times Deutschland (FTD) nahegelegt hatte, C&A etwa fand in den bio-zertifizierten Produkten des Unternehmens keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO)  In der Zeitschrift Textilwirtschaft wies auch Jens Soth vom Organic and Fairtrade Kompetenzzentrum der privaten Entwicklungsorganisation Helvetas in Zürich die Hochrechnungen der FTD als „unredlich“ zurück.

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Unternehmen auf dem Prüfstand

Der Imageschaden für Biobaumwolle war dennoch beträchtlich, für C&A insbesondere ärgerlich angesichts des Stellenwerts von Biobaumwolle in der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Für 2010 sind 23 Millionen Teile (zirka zehn Prozent des Sortiments im Baumwollbereich) geplant, „im Jahr 2020 wollen wir ausschließlich Biobaumwolle und nachhaltig angebaute Baumwolle im Sortiment haben“, gibt Unternehmenssprecher Thorsten Rolfes das Ziel vor. Zusammen mit der Shell-Foundation und der Organisation Organic Exchange gründete C&A Ende vergangenen Jahres das Joint Venture „Cotton Connect“. Dieses Unternehmen soll alle an der Biobaumwollproduktion Beteiligten – einschließlich themennaher NGO – vernetzen und die Umstellung fördern wie auch zu einer effizienteren Produktion beitragen. „Wir wollen hier Sicherheit für beide Seiten schaffen“, erläutert Jochen Overmeijer, juristischer Beirat bei C&A, „als Abnehmer wollen wir kontinuierlich auf die Ressource zugreifen können, den Farmern wiederum soll ein zuverlässiger Absatzmarkt geschaffen werden“. „Ende der 90er-Jahre war Biobaumwolle besonders PR-technisch spektakulär“, meint Rolfes, „unser Engagement in diesem Bereich ist dagegen nachhaltig, wir meinen Biobaumwolle kann nur ein Erfolg werden, wenn sie massenmarktkompatibel ist – sie muss preiswert sein und darf nicht in der Nische bleiben.“


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Kann Mode zu Billigpreisen nachhaltig sein? Utopia hat C&A auf den Prüfstand gestellt.


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    roy.ly
    schrieb am 09.04.2012 um 16:05
    Schadenshaftung nicht nur für die Kleinen - sondern auch für die Mächtigen fordert Dr. Dr.-Ing. habil. Gerhard Saeltzer im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin Anlgela Merkel > https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SiteGlobals/Forms/Vorschlaege/vorschlag_abstimmung_captcha-formular....
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    Bridda
    schrieb am 22.09.2010 um 23:12
    Was nützt angebliche Nachhaltigkeit, wenn die Firmen sich nicht an die Menschenrechte halten? C&A ist für mich ein Warenhaus, dass ich grundsätzlich meide. http://www.indianet.nl/a980702.html Der Link mag schon verjährt sein, aber vor 3 oder 4 Jahren habe ich auf ARD (Monitor oder Polylux)...
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