Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Utopisten im Interview

„Mit Fairtrade habe ich meine Mission gefunden“


„Mit Fairtrade habe ich meine Mission gefunden“
Foto: Lena Reiner

Utopia: Ist Fotografie durch Digitalkameras ökologischer geworden? Vermutlich ist die Ablöse der Fotochemie schon ein großer Fortschritt...

L.R.: Ja und Nein. Es fällt zwar die ganze Chemie durch Filmrollen und Filmentwicklung weg, dafür gibt es aber aufwendigere Herstellungsprozesse, was die Hardware angeht. Die Herstellung einer Digitalkamera ist alles andere als ökologisch. Zudem müsste man, um ehrlich zu rechnen, den ganzen Strom dazuaddieren, der zum Bilderbetrachten und -bearbeiten benötigt wird und gegebenenfalls auch die oft zusätzlich gekauften Macbildschirme von Fotografen und Grafikern mit einkalkulieren. Außerdem glaube ich, dass Digitalkameras eine viel kürzere Halbwertszeit haben als die analogen Vorgänger. Das liegt wohl daran, dass eine gute Kamera heute viel günstiger in der Anschaffung geworden ist. Ich selbst reagiere darauf, indem ich bei Kameratechnik auf Second Hand setze und mit einem Notebook statt einem stromfressenden Stand-PC arbeite.



Utopia: Haben Sie ein grünes Vorbild?

L.R.: Meine absoluten Vorbilder sind meine Eltern. Das klingt jetzt vielleicht floskelhaft, aber es ist einfach so. Denn meine Eltern leben mir vor, was es bedeutet, sich nicht kaufen zu lassen, sein eigenes Ding zu machen und Idealismus nicht nur als hohle Phrase zu missbrauchen. Sie haben mir vorgelebt, wie man den eigenen Kopf benutzt, auch wenn das heißen kann, dass man sich nicht immer beliebt macht. 



Utopia: Wie umweltfreundlich leben Sie persönlich? 

L.R.: Ich habe seit meinem Umzug im April 2010 die Heizung ausgelassen. In der Wohnung davor war es dafür einfach zu zugig. Ich beziehe Ökostrom, fahre nur ganz selten Auto und dann mit meinem 50 PS-Lupo mit maximal 90 km/h. Ich benutze ökologische Putz- und Spülmittel, wasche mit Waschnüssen im Ecowaschgang und kaufe vor allem ökologische Kleidung. Außerdem esse ich seit Ende 2010 nur noch vegan, zudem überwiegend regional und saisonal.
 

Utopia: Ein Satz zum Schluss…

L.R.: Mir fällt jetzt leider so spontan gar nichts Schlaues oder Zitierfähiges ein und deshalb sage ich nur: Danke, liebes Utopia-Team, dass ihr diese Community geschaffen habt und am Laufen haltet!


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Stand: 18.01.2011 von

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    schrieb am 11.03.2011 um 15:40
    ich muss sagen, ich finds gar nich so schlecht... mit vielen kleinen schritten kann man schließlich auch was erreichen :)
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    schrieb am 07.02.2011 um 14:34
    Ich hab das Gefühl, dass es hier gar nicht mehr um "fair trade" geht; ich find es kleinkariert, sogar die "deutsche" Ökobilanz heranziehen zu wollen. Dabei dürfte doch jeden klar sein, dass der Westen die Erde zu Lasten der Entwicklungsländer zumüllt, aber immerhin mit Bio-Diesel (allein die Wortwahl ist schon pervers) punkten will.
    Fair trade bedeutet für mich: Globales Denken:
    Entwicklungshilfe, Verbesserung der Menschenrechte und insb. Beitrag zur Beseitigung der ungerechten Weltwirtschaftsordnung.
    Oder liege ich da falsch ?. mehr weniger
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    schrieb am 06.02.2011 um 23:56
    ich sammle jetzt unterschriften.
    also. wer hoffnung hat, bitte unterzeichnen & weiterverbreiten:
    http://www.petitiononline.de/petition/leckeres-veganes-und-vegetarisches-bioessen-in-bordrestaurants-der-deutschen-bahn/256

    aus mail 2 der bahn ging hervor, dass sie sich schon nach nachfrageseite richten wollen und daher müssen wir jetzt eben zeigen, wie stark wir veganes und vegetarisches essen möchten...

    und nicht nur wir...überzeugten weltverbesserischen veganer ;)

    muslime werden auch dankbar sein, da das fleisch doch oft vom schwein kommt,
    gesundheitsbewusste sind sich auch im klaren, dass zu oft fleisch nicht gut ist
    und und und
    man muss ja kein veganer oder vegetarier sein, um vegan oder vegetarisch zu essen.
    wenn ich so gucke, was bei meinen eltern auf den tisch kommt...
    6 tage die woche fleischlos.
    und sie nennen sich omnis. mehr weniger
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    schrieb am 01.02.2011 um 17:29
    "leider komme ich erst heute dazu, Ihre offene Frage zu den Verbundverpackungen noch einmal auf einem anderen Weg zu beantworten. Die Verpackungen bestehen zu 75 bis 80% aus sehr hochwertigen Papierfasern, die in der Papierindustrie als Sekundärrohstoff eingesetzt werden. Damit ist für diese Menge in jedem Fall ein Produktrecycling möglich. Die Trennung des Verbundes aus Kunststoff und Aluminium (20-25%) ist tatsächlich großtechnisch noch nicht möglich. Ein Einsatz dieses Materials erfoglt in der Zementindustrie, wo zum einen der Energieinhalt der Kunststoffe (thermische Verwertung), zum anderen die Eigenschaften des Aluminiums (Aluminiumoxids) zur Abbindung des Zements genutzt werden.

    Dass trotz aller technischen Entwicklungen des Abfallrecyclings die Abfallvermeidung im Vordergrund stehen sollte, ist auch gesetzlich im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz und seiner einzelnen Verordnungen verankert."

    Das ist die Email Anwort die ich von den Niederheinen Entsorgungsgesellschaft bekommen habe, also, da steht es schwarz auf weiss.LEIDER sind und bleiben Tetrapaks sehr schlecht zum entsorgen. Ich wünschte es wäre anders. mehr weniger
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    schrieb am 25.01.2011 um 07:29
    Ich bin immer skeptisch gewesen was Tetrapak Entsorgung angeht und obwohl wir den Müll trennen hier in NRW traue ich die Müllgesellschaften nicht. Ich habe daher eine Anfrage gestartet wer von den Firmen eine Führung anbietet damit ich mit eigenen Augen sehen kann wie die Tetrapak Trennung funktioniert. Ich habe vor mit eine Kindergruppe dorthin zu gehen. Ich denke es ist sehr interessant dann kann ich besser damit leben Tetrapaks zu kaufen wenn unbedingt nötig oder ich halte an das Mehrwegsystem fest, je nachdem was dabei raus kommt. Die Bauxit Arbeiter haben zwar nichts davon wenn recycled wird weil sie ja sowieso weiter abbauen und krank werden(Staublunge) aber Ihre Arbeit wird mindestens damit etwas geehrt. mehr weniger
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