Wie will ich leben, was will ich tun, wer will ich sein? Die moderne Gesellschaft schenkt uns viele Freiheiten und wir sind gezwungen, sie zu nutzen. Das, was ich bin, wird meinen Entscheidungen zugeschrieben, für die niemand außer mir selbst verantwortlich ist. Welchen Beruf übe ich aus, wo will wohnen, mit wem bin ich liiert, will ich heiraten, sogar Kinder in die Welt setzen? Angesichts der vielen Fragen, die sich während eines modernen Lebens stellen, erscheint es doch viel verlangt, auch noch für den eigenen Tod die Verantwortung zu übernehmen. Und eigentlich will sowieso niemand darüber nachdenken, worauf das Ganze unweigerlich zuläuft.
Der moderne Weg zurück zum Ursprung ist nicht ökologisch
Hin und wieder wird dennoch über den Tod geredet – zunehmend über einen Trend, der unserer schonenden Todesverdrängung zuwiderläuft: Öko-Beerdigungen. Wie bitte, kann ich denn der Umwelt jetzt auch noch nach meinem Tod schaden? Aufgebracht zu reagieren, liegt nahe. Der Weg eines Körpers zurück zu seinem Ursprung ist doch etwas Natürliches, mag man denken. Aber unser modernes Leben macht sowohl Beerdigungen als auch Einäscherungen zu Prozessen, die eine ökologische Gesinnung kreuzen: Särge mit umweltschädlichen Lacken, Klebern und ewig auf der Erde verweilendem Plastikinnenleben, Medikamentenrückstände, Quecksilber aus Amalgam-Zahnfüllungen und andere moderne Artefakte können Luft und Böden verunreinigen – und wie bei allen Dingen des Lebens haben wir es mit Energie-, Rohstoff- und Platzproblemen zu tun.
Pappsärge – die letzte Reise im Karton
In Deutschland versucht man dem Umweltproblem nach dem Tod zum Beispiel mit immer besseren Filteranlagen in Krematorien Herr zu werden. Das Bestattungsgesetz der meisten Bundesländer sieht zudem bei Beerdigungen eine Vollholzsarg-Pflicht vor. Diese ist zwar ein guter Ansatz, aber kein Garant für einen umweltfreundlichen Sarg: Auf Lacke und Metallgriffe wird nur selten verzichtet. Ein ganz anderer Wind weht inzwischen aus den USA und Großbritannien, wo sich Pappsärge und seit neuestem auch geflochtene Korbsärge einer großen Beliebtheit erfreuen. Pappsärge werden anstatt aus wertvollem Holz meist aus recyceltem Altpapier hergestellt und sollen bei einer Einäscherung im Vergleich zu einem Holzsarg etwa drei Viertel weniger Kohlendioxid verursachen. Die Vollholzsarg-Pflicht der meisten deutschen Bundesländer ist gewiss der Hauptgrund, warum die Nachfrage nach Särgen aus Pappe oder Karton bundesweit unter einem Prozent liegt, aber nicht der einzige. Die letzte Reise im Karton scheint in unserer Bestattungskultur keinen Platz zu haben.
Schockgefrieren & Pulverisieren – so weit geht die Öko-Beerdigung
Eine weit aus radikaler anmutende Lösung für das Umwelt-Problem nach dem Tod kommt aus Schweden. Die Biologin Susanne Wiigh-Mäsak hat sozusagen das Gegenteil zur Leichenverbrennung erfunden: die Gerfriertrocknung (Promession). Dabei wird ein Leichnam schockgefroren und anschließend in ein Bad aus flüssigem Stickstoff getaucht, der eine Temperatur von minus 196 Grad hat. So erstarrt der Körper und wird brüchig wie Glas. Schallwellen in einer Vibrationskammer sorgen nun dafür, dass er zu einer pulverigen Substanz zerfällt. In einer Vakuumkammer wird dieser das Wasser entzogen, Metallteile wie Zahnfüllungen und Hüftgelenke werden entfernt. Für die Beisetzung der wenigen sterblichen Überreste genügt nun ein kleiner biologisch abbaubarer Sarg und ein flaches Grab von nur 30 Zentimetern Tiefe. Die Verrottung ist schon innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen.


Kommentare (178)
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Der Körper ist dann eine leere Hülle und viel interessanter, was mit der Seele passiert.
Die sollte vielleicht besser schon das Weiter gesucht haben, bevor man mit der Schockwelle kommt...
Ein Mensch, der nach nur 3 Minuten Hirntod wieder"aufwacht" ist kein Mensch mehr, nur noch ein Zombie... Die Chancen auf Wiedererlangen geringster "Denk"faehigkeit und damit meine ich rein intuitive Reaktionen, wie bei zb. Maden oder Quallen liegen bei 0,00000000001%
Die wurden für viel Geld gekauft und werden nach Auflösung der Gräber einfach in irgendeine Ecke gestellt. Ich habe konkret so ein "Problem", eine Auflösung steht bevor, was tun mit dem Stein. Auf eigenem Grundstück deponieren, weil die Inschrift schließlich sehr persönlich ist, der Stein nun 23 Jahre lang der Blickfänger auf dem Friedhof war, zum Grab gehörte ... kann man denn wegwerfen ?
Mein derzeitiges Testament lautet auf Einäscherung und Wald- bzw. Baumfriedhof. Aus gegebenem Anlaß bei der letzten Beerdigung eines nahen Verwandten erstellt. Siehe bspw. das Angebot von Friedwald. Nota bene: Grabschmuck ist NICHT erlaubt, für manche Angehörige eine Wohltat, es muss aber "passen" zu deren Bedürfnissen.
http://www.friedwald.de/
Die Sache mit der Leichenfreigabe für medizinische Zwecke (spätere Einäscherung inklusive) hat einen Hacken: die Leiche muss zeitnah ins Institut verbracht werden können, sonst "wertlos", d.h. es käme nur ein Todesfall in Nähe des Instituts zum Tragen.
Sollen sie doch mal einen zeitlebens Vegetarier aufschnippeln. :-)
Selbstverständlich gehört etwas Überlegung zum eigenen Vermächtnis, in jungen Jahren macht man sich zu Recht keine Gedanken, aber sobald Familie ins Spiel kommt, die Risiko-Lebensversicherung und sich die Beerdigungen häufen, sind solche Gedanken naheliegend. Unsere letzten Beerdigung erfolgten ausnahmslos im Holzsarg, wie das so üblich ist, wie es sich der Verstorbene "gewünscht" hätte. Das nimmt man so an, das Bestattungsinstitut legt Beispielfotos vor und man wählt aus. Von Öko war da keine Rede, sondern nur von einfachem Holz und den exklusiveren Sorten, die "gerne genommen werden". Hach, wie nett, wenn´s nicht so absurd wäre. Angesichts der Einmaligkeit des Gebrauches eines Sarges, demgegenüber könnte man in Eiche-Möbeln Jahrzehnte sorgenfrei leben. Anstatt durch den Tod sorgenbefreit, aber im höchsten Maße kostenintensiv und UNnachhaltig den letzten Gang gehen.
Meine Ironie möge man mir verzeihen, nicht der Angriff auf den vermeintlich doppelmoraligen Pietismus ist mein Motiv, sondern die Erinnerung an diese letzten Dienste und die feucht-fröhlichen Leichenschmause. Die kulturhistorisch höchst interessant sind. Dazu zwei Buchempfehlungen:
- Ritz Roth: Das letzte Hemd ist bunt. Die neue Freiheit in der Sterbekultur
- Peter Wilhelm: Darf ich meine Oma selbst verbrennen ? ... und andere Fragen an Deutschlands bekanntesten Bestatter (Rückseite: "Zum Totlachen ! Geschichten aus dem Alltag eines Bestatters)
Beerdigungen sind ein Markt. Deshalb gehören die Themen sachlich auf den Tisch. Religiöse Empfindungen sollten nicht einem Augen-zu-und-durch gegenüber den notwendigen Fragen, auch nach Preisen und ALTERNATIVEN, führen. Unser Bestatter war zum Glück offen für Fragen, ein Herr der alten Schule. Leider kann ich so jemandem nicht mit Baumbestattung kommen, er wäre zum gegebenen Zeitpunkt sowieso nicht mehr der zuständige Ansprechpartner. Das wurde mir klar, also bleibt nur aufwändig selbst planen und Adressen mit ins Testament aufnehmen.
Ich schmunzele: das Grundstück mit nem Grabstein auf dem Rasen? Als Gartenzwerg...
Kannst den Grabstein einem Steinmetz oder Bildhauer schenken, der macht vielleicht ein Kunstwerk draus.
Warum man in Deutschland die Urne mit der Asche, dabei zu erwähnen, dass immer mehr Menschen Einäscherungen bevorzugen, nicht auf den "Kaminsims" zu Hause stellen darf?! würde viel sparen... Geht nur über die Niederlande oder auch die Schweiz.
Auch hatte ich mal eine Frau gekannt die ihren Mann, den sie sehr liebte, auf der grünen Wiese anonym bestatten lies. Er wollte das so. Als ich sie später mal besuchte, sagte sie mir, das ihr das sehr weh tut, kein Grab mit Grabstein zu haben, wo sie dann besser getrauert hätte. So sind ihr Erinnerungen, Fotos die ihr schneller verblassen, geblieben. Diese Einbildung, zu ihm zu gehen, wenn da ein Grabstein, bindet wohl mehr!
Für mich ist klar, wenn ich sterbe, dann soll alles was irgendeinem anderen Menschen von Nutzen sein kann transplantiert werden. Was dann noch übrig ist, verbrennen, in eine Papierurne und dann ab in den Friedwald damit. Wenn überhaupt einen Grabstein, möchte ich einen kleinen Stolperstein (das Projekt ist vielleicht einigen bekannt) nur mit meiner Unterschrift drauf.
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/letzte-ruhe-im-bodensee-der-schweiz-sei-dank--63518659.html
Natürlich auch mit den entsprechenden Diskussionen:
http://www.bestattungsinformation.de/index.php?id=802
Ich mag diese Gedanken. In Deutschland ist das wahrscheinlich nicht erlaubt.
Nun zum eigentlichen Inhalt:
Die abwehrende Grundhaltung gegen neue Gedanken und Wege ist m. E. ein deutscher Reflex. Warum etwas ändern, es war doch bisher alles so gemütlich und rechtens?!
Besondere Verstärkung erfährt eine Ablehnung selbstverständlich dann, wenn es um Fragen geht, in die Amts-Kirche und mit dem Status quo gutes Geld Verdienende involviert sind.
Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder Sterbende auch noch seinen eigenen Willen bezüglich dem Verbleib seiner Überreste entwickelt. Wie es schon im Artikel steht: es wird ein Leben lang in jeder Situation so getan, als sei jeder für sein Leben und was er daraus macht, vollkommen selbst verantwortlich... aber für seinen toten Körper? Da hört's aber auf ;-)
Ich habe in den Kommentaren gelesen, dass der eigene Körper erstmal "unversehrt" in die Erde kommen soll. Ich will da nicht gegen sprechen, denn es ist ureigene Sache eines jeden Menschen, wie er das sehen will. Jedoch glaube ich, dass diese Variante nicht als Argument gegen eine andere (z. B. die mir sehr sympathische des Gefriertrocknens und Pulverisierens) herhalten kann. Wer einmal gesehen hat, was unmittelbar nach Todeseintritt mit dem Körper in kürzester Zeit passiert (vielleicht dem einen oder der anderen die Szene im Zauberberg bekannt, in der der Klinikarzt erklärt: ...und wenn sie (die Leiche) erstmal ausgestunken hat, sieht sie wieder recht manierlich aus). Ich kann Ihnen sagen: selbst das stimmt nicht wirklich.
Ja, ich weiß, damit möchten sich viele einfach nicht auseinandersetzen, denn das hieße, sich seiner eigenen Vergänglichkeit sehr bewusst zu werden. Das ist ein schwerer Prozess. Aber schließt sich da nicht der Kreis zu den Themen dieses Portals? Nachhaltigkeit. Was hinterlasse ich denen, die nach mir leben?
Aber m. E. ist nicht nur diese Frage damit verbunden. Es ist für mich ganz klar auch eine Frage der Freiheit. Dieses Prinzip ist in unserer Republik staatstragend... warum leben wir es nicht einfach?
Ist auch zu verstehen im Sinne: Was bürde ich denen auf, die nach mir leben?
Das Bedürfnis möglichst unversehrt zu bleiben, ist ja nicht nur eine Illusion, sondern bei genauer Betrachtung auch ein recht egoistischer Gedanke.
Ich finde den Gedanken nicht unsympathisch, daß in manchen Kulturen der Laichnam den Wölfen und Geiern vorgeworfen wird.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-63546851.html
Die moderne Form von "Noch im Tode zu etwas Nutze" ist dann wohl, Organspende zuzustimmen.
Damit muß ich mich als nächstes befassen...
Das im Spiegel vorgestellte Buch ist übrigens sehr lesenswert, wenn auch nicht immer leichte Kost.
Es tut gut, dass Du hier auch den Gedanken ans Verschenken der eigenen Organe im Kontext des Sterbens gekoppelt an den Gedanken der Nachhaltigkeit ansprichst. Nächstenliebe erweist sich wohl immer als nachhaltig.
http://www.utopia.de/blog/beitrag/tagtaglich
http://www.organspendeausweis.org/
.
Da können wir ja gleich unsere Toten selbst essen?!
Wenn Du meinst?
Also ich muß das nicht haben.
So hat setzt halt jeder seine Grenzen.
Warum nicht? Wenn ich tot bin, habe ich damit sicher kein Problem.
Mehr Problem hätte ich vermutlich damit, selbst jemanden auf diese Art zu "beerdigen".
Ich bin das totale Papakind (gewesen) - es gibt NIEMANDEN, der mir soooo fehlt. Mein Mann sagt immer, eine so enge Bindung haette er noch bei keiner Frau erlebt!
Dennoch gehe ich mit dem Tod wohl anders um: er war schwer krank, es war das beste fuer ihn, ich hab in drei Jahren keine 5 Minuten deswegen geweint... Irgendwann musste er sterben und im Normalfall sterben Eltern vorher... Fuer mich ist der Tod weder Tabu noch sonst irgendwie negativ - es ist ein Uebergang (ich bin zwar Katholikin, glaube allerdings nicht an Gott, auch nicht ans Paradies, aber auch nicht an eine Wiedergeburt oder aehnliches - eher an eine Transzendenz.. genaugenommen stell ich mir gar nichts drunter vor, ausser dass im Tod alle meine Lieben da sein und mich empfangen werden). Ich war beim Sterben meines Vaters dabei und hab erlebt, wie "erleichtert" er in dem Moment wirkte...
Ich halte es fuer puren Egoismus, wenn man einen geliebten Menschen nicht gehen lassen kann - es ist nunmal so: KEINER auf dieser Erde in 10.000 Jahren Menschheitsgeschichte hat das Leben ueberlebt, also wieso trauern?
Eines Tages muss ich gehen und ich kann nur eines tun: mein Leben geniessen um im Moment des Todes sagen zu koennen "Ja, ich hab ALLES gesehen, was zum Leben gehoert... ich hab ALLES erlebt... alles gefuehlt... ich hab das Leben aufgesogen und jedes kleinste Detail genossen (auch zb. den Tod eines geliebten Menschen) - jetzt ists Zeit und so kann ich gehen"
Ich bin ein sehr leidenschaftlicher intensiv lebender Mensch - ich saug die kalte Winterluft von St. Petersburg (nein, ich bin durch und durch Bayer), genauso intensiv ein wie die Fruehlingsluft in den Bergen Bayerns, genauso wie den Geruch der Begraebnisse Varanasis oder die der peitschenden Monsoon-Stuerme Suedostasiens... Ich sehe den Fluegelschlag eines Schmetterlings mit der gleichen Begeisterung und Aufmerksamkeit wie die Feuerzungen bei einer Verbrennung oder die tropfenden und knickenden Aeste
nach einem Sturm... DAS ist fuer mich LEBEN! Und dazu gehoert der Tod...
Und wie die sterbliche Huelle letzten Endes dann entsorgt wird - es ist natuerlich eine Frage der Kultur... Bei den Zoroastrikern ist das vollkommen normal - harter Boden = keine Erdbestattung und Erde ist heilig, Feuer ist heilig, und Wasser auch (dass die Bestattungen in Varanasi das Wasser verseuchen ist - so schoen die Rituale sind - nicht sehr sinnvoll).. Also, mir waere das vollkommen egal! Im Gegenteil - es hat, wie schon jemand erwaehnt hat - was animalisches, was natuerliches... Ich find das ist irgendwie sogar ein guter Uebergang... Einzig und allein unsere Bevoelkerungsdichte steht dem entgegen!
Hier ist ein Video-Clip, der für Nachaltigkeit wirbt und das Thema aufgreift:
http://www.youtube.com/watch?v=wMtxrkTGCss
Was ist eigentlich ökologischer, Einäscherung oder die Beerdigung im Sarg?
Bei einer Beerdiung fällt dieser Energieaufwand nicht an. Somit würde ich die traditionelle Erdbestattung als ökologischer sehen.
Früher übrigens sind die Menschen verstärkt Umweltgiften wie Schwermetallen Blei und Arsen ausgesetzt gewesen, auch wenn man denkt: es gab doch keine Industrie. Aber das Wissen über Krankheiten und die Gifte in Farben, Tapeten...waren noch dürftig.
Und alle sind beerdigt und Gifte ins Grundwasser gespült...
Der Artikel regte den Martin vielleicht an:
http://www.taz.de/!100303/
Das ist bei der Erdbestattung nicht der Fall!
Also neue Methoden her...
zur Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsbestattung
Ich habe mit vielen alten Menschen geredet, und die meisten denken nicht an den Körper, oder verdrängen solche Gedanken. Es gab aber Tenöre für die Feuerbestattung, die "nicht von Würmern und Maden zerfressen werden wollten". Ok, die Vorstellung ist der der Geierbeute nicht viel entfernter.
Und es gab Tenöre für die Erdbestattung, weil Gläubige das verbrennen an "Hölle" erinnert.
http://www.dso.de/fachinformation/angehoerigengespraech.html
"Vorher evtl." ist keine ausdrückliche Bestimmung deines Wunsches.
Dies nur als Hinweis.
so Du sicher gehen magst, dass Deinem Willen nicht nur 'evtl.' entsprochen wird, kannst Du Dir einfach zu Lebzeiten einen Organspendeausweis ins Portemonnaie stecken.
http://www.organspendeausweis.org/
Was die Amalgamfüllungen anbetrifft, hab' ich mir diese schon jetzt entfernen lassen, weil ich persönlich auch zu Lebzeiten diesen Sondermüll nicht in meinem Mund herumtragen will!
Liebe Grüße
Dagmar SamtNierchen
.
Was die Zähne betrifft bin ich ein "richtiger Mann", also ein großes Weichei!!
Ja da müsste ich mal...
Du scheinst kein Weichei zu sein, weder ein kleines noch ein großes.
Offenbar hast Du keinerlei Angst vor den Folgen des Amalgams in Deinem Mund.
Hast Du gewusst, dass Zahnärzte allen Ernstes die kleinen Amalgamkrümel, die Du einst während der Zahnfüll-Aktion in das kleine, neben dem Behandlungsstuhl befindliche Speibecken spucktest, in einer speziell eingebauten Filtereinheit des Beckens sammeln und als Sondermüll entsorgen mussten und müssen?
Amalgamfreies Grüßle
Dagmar SamtNierchen
Oh...seufz, bei mir auch.
Das Problem ist, daß man dazu am Besten zum Notar gehen sollte.
Weil bei den einfachen, selbstgeschriebenen Verfügungen sind fast immer Formfehler drinnen, die sie im Zweifelsfall nichtig machen.
- Kostet Geld
-Ist unangenehm
->->->-> wird geschoben, obowhl ich es für sehr wichtig halte
Da ich in einem Alter bin, in dem in meiner Umgebung das Thema Tod immer häufiger auftaucht, kann man die ökologischen Aspekte das eine oder andere Mal vielleicht ins Gespräch bringen.
Vom Schockgefrieren hatte ich noch nichts gehört; ich glaube, darüber muss ich nochmal nachdenken.
Sarg, habe ich nicht mehr viel Spielraum für Entscheidungen. Nächste Frage reiht sich sofort ein; wie
wird der Öko-Sarg verbrannt. Hier gibt es auch schon viele Diskussionen.
Aber letztlich kann ich mir gut vorstellen, das Junge Leute in Deutschland diese Idee aufgreifen und
Unternehmen gründen, die sich dem Thema Sterben und Beerdigung widmen.
Wenn wir an die Umwelt und die Gesundheit denken wollen: Amalgam verbieten. Nur noch Mensch- und Naturverträgliches in den Körper einbauen! Chemische Medikamente gegen mehr Naturheilkunde austauschen. Gewisse Medikamente auf Notfälle beschränken, keine Verschreibungen für die Mülltonne mehr ...
@Bassam.Tibi: geht das mit ganz ohne hier in Deutschland überhaupt? Wäre doch der Idealfall ...
Ich hatte mich aus gegeben Anlass mal wegen einer sarglosen Feuerbestattung in Berlin erkundigt, und die Verwaltung des christl. Friedhofs hatte eine Ablehnung damit begründet, dass das in Berlin so gesetzlich geregelt sei... alles andere sei pietätlos, fügte sie hinzu. Ich hatte damals schon das Gefühl, dass das eine sehr eigene Interpretation von Pietät fern von irgendwelchen Rechtsvorgaben sei. Aber offenbar ist die Beerdigungsethik in vielen Gemeinde eben doch sehr geprägt von den jeweils verwaltenden religiösen Einrichtungen. Gibt es eigentlich konfessionslos verwaltete Friedhöfe? Die Asche im Garten verstreuen ist ja in D leider ebenalls nicht erlaubt...
Die Kommunalen Friedhöfe, auch in Berlin gibts mehrere, sind konfessionslos verwaltet, dass heißt von der Stadtverwaltung betreut. Hier können Menschen aller Konfessionen oder auch Konfessionslose begraben werden. Die Beerdigungsinstitute regeln das mit Trauerreden ect. je nach Bedarf der Konfessionszugehörigkeit, also bei denen ohne auch.
Friedhöfe, auf denen Nur Konfessionslose begraben sind, scheint es nicht zu geben.!?
Stimmt, du brauchst kein Glaubensbekenntnis um dich beerdigen zu lassen, und ich vermute mal, dass das auf jüdschen oder muslimischen Friedhöfen nicht anders ist. Sicher kannst du auf die Trauerrede eines Geistlichen verzichten. Aber ob nun Kiste, Leinentuch, vorherige Waschung, Urne/ Kiste durchs Viertel tragen etc. das sind dann schon eher gemeindliche Riten. Es gibt Friedhofsgemeinden, die das ziemlich unmöglich finden z.B. den Leichnam in der Öffentlichkeit herumzutragen (z.B. beim gang von einer Kirche auf den Friedhof). Auf dem Land ist das ja durchaus eine gängigere Praxis.
Die Stadtverwaltung wiederum macht ja nur Vorgaben zur "Bebauung" und Flächenversorgung, d.h. sie bestimmt wie groß/ klein die Pazellen sind, wieviel Fläche benötigt wird, wann das Grab aufgelöst wird, wie tief gegraben werden darf, welche Materialien in die Erde gehen dürfen. Du kannst beispielsweies nicht einfach einen Metallkessel vergraben oder deinen eigenen Findling so einfach so aufs Grab legen. Jedenfals nicht in Berlin.
Richtig auch ist, dass der Leichnam ja zunächst mal beim Bestatter landet, der dann die Überführung ins Krematorium oder eben gleich zum Friedhof durchführt. Ein professionelle Bestatter geht da auf alle religiösen oder nicht-religiösen Wünsche ein.
Welcher Friedhof in Berlin ist den konfessionslos verwaltet? Und wie wird da beerdigt?
kannst hier nachfragen, die sind bestimmt genauer als ich:
http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/verwaltung/behoerdenwegweiser/bww07.html#umnat3
Nun zur Diskussion:
Ich persönlich habe mir, bedingt durch Krankheitsfälle im Familien- und Freundeskreis, schon mit Anfang 20 Gedanken um meine Beerdigung gemacht. Für mich stand fest, dass ich mich mit den ökologischen Alternativen sehr viel wohler fühle. Man muss sich nur mal überlegen, was mit dem Körper bei einer "normalen" Bestattung gemacht wird, grade wenn man im offenen Sarg aufgebahrt wird: Man wird desinfiziert (wahrscheinlich mit Desinfektionsmittel, das man zu Lebzeiten nur mit Handschuhen angefasst hätte), die Augen werden zugeklebt und der Mund zugenäht, damit sie sich nicht öffnen, alle Körperöffnungen werden zugepfropft, damit da ja nichts rausläuft. Meiner Meinung nach ist das auch nicht besonders würdevoll ("unversehrt" oder "so wie man ist" wird man sowieso nie beerdigt), dies wird nur von vielen ignoriert.
Ein großes Problem ist, dass ökologische Alternativen in Deutschland noch selten sind und oft nur von spezialisierten Bestattern angeboten werden. Ein passendes Angebot zu finden ist schwierig, und Alternativen wie die Beerdigung im Friedwald bedeuten manchmal, dass ein Grab nicht mal mehr im selben Bundesland liegt wie der Wohnort der eigenen Familie. Und hier kommt ein weiteres Problem zum Tragen: Man sollte sich bewusst machen, dass ein Grab nicht (nur) für den Toten da ist, sondern für alle, die zurückbleiben. Da ergibt sich dann eine Gratwanderung zwischen den physischen und den psychischen Bedürfnissen der Hinterbliebenen. Einerseits will man die Welt, in der die Hinterbliebenen leben, nicht durch die Beerdigung noch mehr verschmutzen, andererseits will man der Familie aber auch nicht die Möglichkeit nehmen, den Todesfall zu verarbeiten. Ich muss zugeben, dass ich nach dem Tod meiner Oma ihr Grab sehr gern in der Nähe gehabt hätte (sie hat sich in ihrem 300km entfernten Geburtsort beerdigen lassen), um sie zu "besuchen" und das (natürlich völlig irrationale) Gefühl zu haben, ihr nah zu sein.
Ich hoffe schon seit einigen Jahren, dass ökologische Bestattungenso populär werden, dass sie überall verfügbar sind, damit man diese Gratwanderung besser bewältigen kann.
Auch wenn dieser Artikel einige wichtige Bereiche angesprochen hat, hätte ich mir ein paar Vorschläge gewünscht, die man jetzt schon in Deutschland umsetzen kann. Dass es in den USA, England oder Schweden alternative Methoden gibt, ist ja schön und gut. Aber das bringt mir in Deutschland nichts. Hier hätte man Friedwälder erwähnen können. Oder welche der Bundesländer die Vollholzsarg-Regelung nicht haben, sodass man sich dort theoretisch in einem Pappsarg beerdigen lassen kann (Sargzwang ist ja auch bei islamischen Bestattungen ein Thema). Gibt es Firmen in Deutschland, die Vollholzsärge aus schneller abbaubaren Hölzern herstellen?
Das wäre auf jeden Fall ein spannendes Thema für den nächsten Artikel :-D
Ich denke, dass ich nicht dafür verantwortlich bin, wie meine Hinterbliebenen es gern hätten. Und das "natürlich völlig irrationale Gefühl", die Oma auf dem Friedhof besuchen zu können, kann ein erwachsener Mensch ablegen. Für unsere Gedanken sind wir alle selbst verantwortlich.
Danke!
das Bio-Siegel gibt es nur für Lebensmittel. Ich kann mir nicht vorstellen dass es für Särge und Urnen Siegel für Verbraucher gibt.
In einer Genmaisurne über Bord zu gehen ist natürlich ein tragisches Ende, sowas will niemand.
Und Siegel gib es: Im Artikel werden die für fair-gehandelte Natursteine genannt.
Außerdem denke ich, dass es es Särge mit FSC-Siegel geben sollte.
Was dagegen spricht: Es gibt dort nur Urnenbestattungen, zwar in biologisch abbaubaren Urnen, aber eben Urnen. Und verbrannt werden will ich nicht. Ich hatte es schon geahnt, weiß es aber erst dank des Kommentars von Kassowarth, dass Einäschern weniger umweltfreundlich ist.
Ich finde, auch der Gesetzgeber sollte sich für dieses Thema mehr öffnen. Am natürlichsten würde ich es finden, wenn der Leichnam der Natur in natürlicher Weise zurück geführt wird, also den großen und kleinen Tieren zur Verwertung gegeben und nicht eingegraben wird. Ob das nun Wölfe, Geier, Bären oder Insekten sind, wäre für mich zweitrangig. Wenn ich mein ganzes Leben gegessen habe, ist es doch nur richtig, wenn andere mich zum Schluss essen. Und das Grundwasser wird damit auch nicht belastet.
Ich denke manchmal, wenn ich merke, dass meine Zeit abläuft, alles regeln, alles verteilen und dann auswandern in ein Land, wo die Wälder noch mindestens hundert Kilometer weit sind und mich dort mitten im Wald einfach zum Sterben hinlegen und den Rest dem Wald überlassen.
Schadstoffe wie Dioxine, Blei und Quecksilber gelangen ein Leben lang in den Körper und lagern sich dort z.T. dauerhaft ab. Egal wie ökologisch bestattet wird, vom Toten kommen diese Stoffe irgendwann wieder in die Umwelt. Die Meere oder Friedwälder werden so verseucht, lang genutzte Friedhöfe sind es schon dauerhaft jetzt. Krematorien sind ein besonderes Übel, da sie immer noch, der lieben Kosten wegen, mit überholter alter Brenntechnik arbeiten und Filter z.B. für Blei und Quecksilber sind Dank Sonderregelungen noch immer nicht Vorschrift.
Krematorien stossen vor allem folgende Schadstoffe aus:
Staub
Kohlenmonoxid (CO)
Stickstoff- und Schwefeloxide (NOx, SO2)
flüchtige organische Verbindungen (VOC)
anorganische Chlor- und Fluorverbindungen (HCl, HF)
und Schwermetalle.
Zudem können Emissionen von Quecksilber (aus Amalgam in Zahnfüllungen) und chlorierte Dioxine und Furane (PCDD/PCDF) entstehen.
Erst vor kurzem hat die Schweiz (Kanton Graubünden, 2011) ein paar Krematorien überprüft und erschreckt feststellen müssen, dass weiterhin etwa 30 bis 40 Kilogramm (!) Quecksilber pro Jahr ungefiltert in die Umwelt gelangen. Ähnliche Mengen wurden schon vor 20 Jahren in England ermittelt! Diese Schadstoffemissionen fallen übrigens immer in dicht besiedeltem Gebiet an, da die meist innerstädtisch sind. Das wissen auch die Städte und Gemeinden in Deutschland schon seit Jahrzehnten. Die Industrie oder ein Zahnarzt sind schon seit langem gezwungen mit Schadstoffabscheidern zu arbeiten, die städtischen Krematorien dagegen immer noch nicht.
Wer sich noch etwas mehr erschrecken will googelt z.B. ein wenig mit „Krematorien+Quecksilber+Schadstoffe“, oder so.
Da ist doch ein Grabstein von geringerem Übel.
Ich gehöre keiner Sekte an.
Um mal einen Textauszug gegen deine "überholte Brennstofftechnik" zu bringen:
"Sind von Einäscherungen Gefahren für die Umwelt zu befürchten?
Krematorien unterliegen den strengen Bestimmungen des Bundes-Immissions-Schutzgesetzes und den VDI-Richtlinien. Auch die Sargindustrie unterliegt Umweltvorschriften, so dass nur Stoffe zum Einsatz gebracht werden dürfen, von denen keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind. Bei der Einäscherung mögliche freigesetzte Schadstoffe, wie z.B. Medikamentenrückstände, werden bei den hohen Temperaturen fast völlig vernichtet. In der Nachverbrennung werden bei Temperaturen von weit über 1.000 °C belastende Stoffe neutralisiert bzw. bei der Rauchgasfilterung durch Katalysatoren vernichtet. Dadurch ist sichergestellt, dass weder Geruch noch Rauch ausgestoßen werden. "
oder:
http://www.dbu.de/708ibook60498_29578_705.html
Könnte es sein, das deutsche Krematorien etwas höhere Umweltstandards durchziehen?
dieser Spiegel-Artikel ist etwas makaber:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-84789662.html
ohne weiter in die Tiefe gehen zu wollen, nur soviel aus dem von dir als Quelle angegebenen Spiegelartikel von 15/2012:
Zitat:
"Beruflich hat Kerber als TÜV-Prüfer mit vielen Verbrennungsanlagen zu tun, auch mit Krematorien. Kerber hat Normen und Grenzwerte verglichen und sagt: "Jede Müllverbrennung ist strenger reglementiert."
Vorschriften und verwässernde Sonderregelungen sind zwei verschiedene Schuhe.
Die Quellen geben zwei verschiedene Bilder ab!
Und dann ist es doch unverschämt, wenn Krematorien in ihren Fragekatalogen, die gedacht sind, die Fragen des Bürgers zu befriedigen, so umweltfreundliche Dinge stehen haben, die in der Alltagspraxis nicht erfüllt sind!!
SInd die angesprochen Zertifikate Xertifix und Transfair eigentlich echte Siegel oder so etwas?
Sorry, falls das für manche unappetitlich klingt, aber das mal aus der eher wissenschaftlichen Sicht.
Wer zu Lebzeiten gern mal im Garten auf dem Boden oder Gras gelegen hat, hat sicher mit der Vorstellung, dass eines Tages Erde um seinen Körper ist, weniger Berührungsängste. Ich finde es das Natürlichste auf der Welt. Und: ich liebe die Insekten in der Natur und auch die Würmer im Garten.
Deshalb auch klares Votum für so einen Pappsarg!
Morbiditaet mag ich irgendwie... geh auch gern auf Friedhoefe... so still, so ruhig, so poetisch... Meine Bestattungs-rituale, Gedanken, Lieder, ja sogar meine Todesanzeige hatte ich schon mit 20 entworfen...
Ich hab mich sogar mal mit dem Gedanken getragen Bestattungsunternehmer zu werden - waere das nicht ein so vollkommen ueberlaufener und vor allem pietaetloser (Aerzte werden bestochen, damit sie die Visitenkarte weitergeben) Wirtschaftszweig, dann waere das genau meines gewesen - ganz nach dem Motto "Sie trauern - Wir Powern" ;-)
Aber mal ernsthaft: eine Bestattung ohne Sarg ist in gesamt Deutschland nicht erlaubt und zwar unabhaengig von der Religion und das hat was mit dem niedrigen Grundwasserspiegel in diesem Land zu tun (deswegen gibt es bei uns auch keine vertikalen Beerdigungen wie in den USA "er stand schon im Leben seinen Mann") - das ist nur in auesserst wasserarmen Gegenden sinnvoll, daher wohl bei muslimischen Beerdigungen (wenig Baum, viel Sand) grundsaetzlich ueblich, aber auch hier gilt: NICHT in Deutschland.
Ich habe die beiden liebsten Menschen bereits verloren (und beide lange mit gepflegt) - ich gedenke, ja "rede" viel mit Ihnen, dazu brauch ich aber keinen Friedhof und kein Grab, theoretisch noch nicht mal das heissgeliebte Foto. Fuer mich gibt es nur eines: Verbrennung, am liebsten verstreut werden... Wer meiner dann an einem Gedenkstein gedenken moechte solle dieses tun, es bleibt ihm unbenommen!
PS: http://www.todesanzeigensammlung.de/
Mich stört am meisten die Geldverschwendung: ein teurer Sarg, der dann mit verbrannt wird. Also ein
Pappkarton, der schnell verrottet, wäre sehr wünschenswert.
Fragt sich nur, wie die Behörden und die Lobby der Leichenbestatter reagiert - das würde ja eine Einkunfts-
schmälerung bedeuten.
Der Vorschlag des Schockgefrierens gefällt mir auch - aber die Prozedur kommt mir sehr teuer vor.
Aber alles, was der Verschwendung entgegen wirkt, ist mir recht. Nur weiter so!!!
Ingrid Pape
Was hat ein Sarg aus Holz mit Pietät zu tun? Die Achtung vor dem Toten als (gewesene) Person spielt sich doch eher im Kopf, im Denken ab. Auch der teuerste Holzsarg ist pietätlos, wenn die Gedanken der Anwesenden bei der Beerdigung respektlos sind.
Die Promission ist schon eher gewöhnungsbedürftig, allerdings liegt der kritische Punkt für mich nicht in der Gefriertrocknung und Zertrümmerung, sondern darin, was mit dem Staub geschieht: hier kann die Achtung vor dem Gestorbenen entweder verwirklicht oder mit Füßen getreten werden, das hat man in der Hand!
Hier auf Sardinien (wie meist in Italien) kommt nix in die Erde, sondern man wird in die Beton- (manchmal auch Marmor) Wand geschoben. Und das geht Ruckzuck - manchmal schon am nächsten Tag. Dafür ist dann alles voll mit Plastik-Blumen...
Pappkiste, Baumgrab - Amalgam hab ich eh` nicht mehr - und Ruh´ iss.
"Die Promession ist eine besonders moderne Variante der Bestattung und es handelt sich dabei um ein ganz spezielles und neues Verfahren bei einem Begräbnis und die ökologischen Gesichtspunkte stehen dabei im Vordergrund. Egal, ob bei der Feuerbestattung oder bei der Erdbestattung – bei beiden Varianten gelangen Schadstoffe in die Natur. Bei der Promession versucht man, diesen Vorgang soweit es geht zu vermeiden. Besonderer Wert wird darauf gelegt, Schwermetalle, wie zum Beispiel Quecksilber, das aus Zahnfüllungen mit Amalgam stammen kann, keinesfalls freizusetzen. Somit zählt die Promession zu den besonders umweltschonenden Varianten der Bestattung und ist eine interessante Alternative."
"Der einzige Nachteil, den die Promession hat, ist, dass man dafür sehr viel Energie aufwenden muss, denn es werden pro Beerdigung 6000-10.000 kWh aufgewendet. Dieselbe Menge entspricht zum Beispiel einem Verbrauch von 3 t Steinkohle in einem Kraftwerk."
www.zeno.org/Lueger-1904/A/Leichenverbrennung+[1]
Ob die Apparate schon älter sind, konnte ich nicht finden, aber jemand, der Rechenbeispiele tun möchte, kann ja mal mit den Angaben...
Bassam.Tibis Quelle:
http://www.bestattungen-regge.de/uberblick-einiger-bestattungsarten/promession/
Wenn man da liest bei der Übersicht über Bestattungsarten , was Kryonik also Schockfrosten ist, kann man das in Hinsicht Energieverbrauch auch getrost vergessen!
diverse auflagen, die es in d gibt, dienen wieder mal nur ökonomischen zwecken. wer da von pietät spricht, sitzt im glashaus ...
Das halte ich für überzogen, schau dir die städtischen Friedhöfe an, in den Verwaltungen bin ich stets netten Leuten begegnet, das sind keine Abzocker. Die haben jedoch, was in unsere Fragen hineinspielt, eine gewissen Kundschaft, die Erwartungen hat, besonders hinsichtlich Tradition.
(Sehr) Junge Leute haben dafür wahrscheinlich wenig Verständnis, bei den älteren Generationen gibt es noch tief religiöse Menschen, die sich gebunden fühlen an Traditionen, sich ein Stück weit identifizieren mit "festen" Regeln. Sterbefälle bei dieser Klientel bzw. geäußerte Wünsche dieser Generationen machen m.W. zu weiten Teilen die Einkommensbasis des Beerdigungsmarktes aus, die städtischen Friedhöfe sind Zweckeinrichtungen, die sich an die Vorgaben der kommunalen Selbstverwaltung halten.
Es düfte also mit der Zeit einen Wandel geben, wie jetzt schon dort, wo andere Kulturen (durch die Masse der Anfragen) relevante Alternativen an Beerdigungsformen konstituiert haben. Mit dem Wandel der Arbeitsverhältnisse (Zeit für Grabpflege) bzw. einem veränderten Verständnis von Religion und Sterbekultur geht ein Wandel der Bestattungs- und Friedhofskultur einher.
In anderen Worten: boah eij, der alte kram gehört echt abgeschafft. Ja, das dauert halt. Die Menschen ändern ihre Verhalten in diesen Fragen nicht von heute auf morgen. Die Einstellung vielleicht schon.
und wenn es um erwartungen der kunden geht, so hab ich doch auch welche - wenn andere sich in holz verbuddeln lassen wollen, weil es schon immer so war (oder aus welchen gründen auch immer), bitteschön. aber ich muss mich doch auch in pappe oder leinen verbuddeln lassen können, ohne dass es jmd stört. sieht doch kein mensch mehr, wenn das loch wieder zu ist ;)
Bei der Feuerbestattung könnten zB Energieeinsparungen passieren, wenn die Krematorien mit Gas betrieben, gleichzeitig die Abwärme weitergenutzt wird als Stromquelle und wenn keine Särge bei der Verbrennung benötigt werden. Das ist in Deutschland Gesetz, aber da könnte man auch ansetzen. Denn Verbrennungskammern, die sauber verbrennen ohne Sarg, wird man wohl konstruieren können. Auch kann man das Verfahren weiterentwickeln mit Kombinationen, zB., dass vor Verbrennung der Leichnam schneller verwest( Nur in Tuch eingewickelt, bei ca. 40°C mit Sauerstoff gehts rucki zucki mit Verwesung.)
Die Promession ist, wenn sie kaum weniger Gesamtenergie verbraucht als die Verbrennung, etwas zweifelhaft als bessere Methode!
Von der Kryonik ganz zu schweigen, das ist ein Energiekiller-Gag für Leute, die gerne so weiterleben oder wieder aufwachen würden, wie sie waren. In zukunfts-entfernten Technikzeitaltern.
Die Weltraum-,See-,Almwiesen-, allg. Bestattung mit entfernten Wegen belastet den Todes CO2-Footprint auch um einiges. Bei der Weltraumbestattung würde sich ein Vollsuperöko im Leben die ganze Bilanz versauen ( für mehrere Leben :) ) !
Die Erdbestattung ist schadstoffbelastet, aber sonst relativ energiesparender, sieht man von der Fläche ab, bei immer mehr Menschen! also müsste man ansetzen beim Schadstoffe vermeiden.
Etwas makaber: man kann ja Bestattungen schlecht mit Biogasanlagen verbinden. Optimaler wäre das glaube ich schon bei kurzem Nachdenken.Aber die Pietät!! Dabei: warum denn nicht? Hat mein Körper so einen Klimanutzen, denn Energie wird wiedergewonnen...
Ehm Grübel...
Die Schadstoffbelastung im Körper wird zur vorverlagerten Lebensaufgabe. Bei Amalgam u.ä. zeigt sich ja, dass es im Grund gleichrangig ist, ob die Schadstoffe vor oder nach dem Ableben in den Kreislauf gehen. Nach dem Ableben wäre evtl. besser kontrollierbar, die Schadstoffe könnten in ihrer Konzentration aufgefangen, gebunden werden.
Was auf die Lebenden und den Lebensstil zurückweist: wer ökorrekt sterben will muss ökorrekt gelebt haben, der "Vollsuperöko" (dankend übernehme ich diesen Begriff) hat womöglich vorgesorgt, seinen Sarg, den er aus unbestimmten Gründen unbedingt haben will, im Eigenanbau mühsam vom Pflänzchen zum Baum aufgezogen, gesägt, gehobelt, gezimmert, samt Brennholz für den selbst konstruierten Scheiterhaufen, bereits an seiner Lieblingsstelle von Hand aufgeschlichtet, inklusive Holzgarnitur für die schaulustigen Angehörigen, der Leichenschmaus lagert vorgekocht in der Tiefkühltruhe (läuft mit Biogas aus der Humustoilette, worin auch die sterblichen Überreste überführt werden), am Ende steht die dezentrale, autarke Selbstbeerdigung, äh -verbrennung. Der Feuerfunke übrigens ist das einzige technische Highlight: per gewölbtem Recyclingglas fällt zur vorausberechneten Zeit, beim richtigen Sonnenstand ein Bündel von Sonnenstrahlen auf ein Päckchen regionales Reisig mit bienenwachsgetränkten Baumwollreststücken aus abgelegten Kleidern.
Die Sonne leitet den Verbrennungsprozeß ein und das Element Feuer vermischt sich mit dem Element Erde, treib das Element Wasser aus, das Element Luft beteiligt sich erst zögerlich dann mit Vehemenz, ein letztes Aufbäumen als Sinnbild der Dynamik des gelebten Lebens. Ach schön.
Indianerriten oder auch Riten bei asiatischen Völkern haben ja auch das Sterbengehen auf einen einsamen Berg zum Modus gehabt. Eine sehr bewusste Variante.
Die ökologische Alternative
Unser Haus handelt ökologisch verantwortungsvoll. Zwar unterliegen Bestattungsprodukte wie Särge und Urnen einem grundsätzlichen Standard, von ökologisch verantwortbaren Produkten erwarten wir aber noch mehr.
UrnenDeshalb haben wir uns entschieden eine ökologische Linie konsequent umzusetzen und bieten als einziges Haus in Köln und Umgebung eine ökologische Alternative.
Wir können Ihnen ökologische Urnen und Särge anbieten, die gänzlich auf lösungsmittelfreie Lacke verzichten und aus umweltfreundlichen Materialen, wie z.B. aus Naturfasern, Stärke und unbehandelten Hölzern bestehen. Die Hölzer stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC Siegel) und die verwendeten Leime sind aus natürlichen Stoffen. (Eiweiße)
Wir halten die Transportwege kurz, schonen die Umwelt und unterstützen die einheimische Wirtschaft. Über 90% aller unserer Produkte sind aus deutscher Produktion, einige wenige aus dem angrenzenden nahen Ausland. (Niederlande, Belgien) In unserem gesamten Sortiment haben wir bewußt auf Särge aus Tropenhölzern verzichtet. Übrigens verwenden wir in unseren Filialen ausschließlich umweltfreundlichen Strom aus regenerativen Energiequellen.
Blumen, die zur Beisetzung genutzt werden, können wir Ihnen als Bioblumen anbieten, die auf Kunstdünger und Pestizide verzichten. Naturgemäß können wir Ihnen hier nur saisonale Produkte anbieten. Grundsätzlich beziehen wir Blumen möglichst von regionalen Erzeugern und bieten Ihnen “faire Blumen” mit dem Flower Label FLP, das auf Pestizide verzichtet und fair gehandelt wird.
Grabsteine, die sich auf unseren Friedhöfen finden, stammen in den allermeisten Fällen aus Übersee – meistens aus Indien oder China. Wir achten darauf, dass Grabsteine aus Ländern und Steinbrüchen stammen, in denen faire Arbeitsbedingungen herrschen und in denen sicher keine Kinderarbeit oder Schuldsklaverei vorkommt. (zertifizierte Steinbrüche) Desweiteren kooperieren auch mit Steinmetzen, deren Produkte ausschießlich aus Europa stammen.
Ist es nicht wichtiger zu trauern und den Tod von Verstorbenen angemessen zu verarbeiten?
Manche ja, man blendet einfach aus. Hier geht es darum, sich bei der Auswahl an Möglichkeiten nicht dem status quo hilflos zu ergeben, sondern im Vorfeld etwas zu recherchieren, Informationen zu sammeln, offene Fragen zu klären, um im Falle des Falles das Notwendige einzuleiten und sich dann der Trauerarbeit zu widmen. Voll und ganz. [Wobei manche wiederum ganz froh sind über die Ablenkung, etwas konkretes, Praktisches tun zu können, gerade weil sie sonst "verrückt" würden vor Schmerz, Leid und Untröstlichkeit.]
Ist das nicht nachvollziehbar ?
Entscheidungen fällen kann man vorbereiten, wer das nicht tut, kauft im Discounter, weil der auf dem Weg liegt, kauft im Billigladen Bekleidung aus Billiglohnländern mit hohen Belastungen für die Umwelt und die familiären Situationen in der dort herrschenden Arbeitswelt, kauft im Elektronikdiscounter obsoleszenten Schrott mit Kabel dran, kauft gelben oder blauen Strom vom Atomstromkonzern, weil das Eintragen von Adresse und Unterschrift auf dem Wechselantrag bereits eine Überforderung darstellt.
Der Billig-Grabstein und der Sarg aus Raubbau-Wäldern ist uns gewiß. Wer kein Schaf im Konsummarkt sein will, muss nicht zum Wolf werden. Es genügt mal den Blick zu heben und für sich saftigere, nachhaltige Weidegründe zu entdecken.
Mit Trauerarbeit bzw. der geboten Aufmerksamkeit für die wesentlichen Dinge hat die sachlich bis ökorrekte Entscheidung m.M. nichts zu tun. Mangelnde Information macht uns letzten Endes zu willigen Massenkonsumenten, im Strom mitschwimmen, sich mit kahlen, nicht nachwachsenden Wiesen zu frieden geben ... ist eben nicht jedermensch Sache.
Beim Kleber fängt es manchmal an, z.B. beim Kinderspielzeug, das es vermeidbar wäre oder sogar gesunde Alternativen eingesetzt werden können, ist für die Klebeindustrie ein Problem, aber für uns Konsumenten ? Kostet es im günstigsten Falle eine einzige Frage für die Entscheidungsfindung. Für manche schon zuviel.
Ja-Sagen zum Angeboten ist so leicht. Hinterfragen so schwer, wenn man es gern bequem hätte, ja niemandem auf die Füße treten oder Verlegenheit auslösen ... mich erinnert das an überholte "Tugenden" bzw. fremde Kulturkreise, in denen die Ehre verletzt würde, sollte man etwas in Frage stellen.
Womit ich bei der Kindererziehung gelandet bin bzw. unserer Vorbildfunktion, "Wer nicht fragt, bleibt dumm" usw., wir akzeptieren in der "Bestattungskultur" fraglos jeden Vertrag der uns im Trauerzustand - unter Ausnutzung unserer Situation - untergeschoben wird.
DAS geht für dich in Ordnung ? Ja, wenn es der Trauerarbeit dient. Tut es das ?
Et jibt jetzt schon Särge aus Packpapier.
Na, mir is ejal - ick bin nich stolz.
Immer rin inne Pappe - ick brauch' keen Holz!
Liech ick erst ma unten, janz leger,
dann wunder ick mir über jar nischt mehr!"
http://www.youtube.com/watch?v=f0V7tkLmAb4
Und: http://www.youtube.com/watch?v=e2f7IfPA0LU&feature=related
Viel Spaß beim Zuhören ;-)
Zum Glueck kommt das Thema Oekologie und Nachhaltigkeit auch allmaehlich im Bereich des Bestattungsmarktes und zugehoerigen Dienstleistungen an - uebrigens auch in Deutschland.
Inzwischen gibt es eigene Portale, die solche Produkte anbieten. Das Portal www.alternativer-abschied.de, gibt ein eigenes "Umwelt-Ethik-Siegel" heraus und bietet Grabmale an, die ausdruecklich lich frei von Kinderarbeit sein sollen, weil aus deutschen Materialien und dutschen Werkstaetten
Eventuell koennte "utopia" solche Angebote einmal kritisch testen?
Wäre allemale besser, als die Kalilaugenauflösung aus dem Amiland, wo die Reste-Aminosäuren plus.. in den Abfluss gekippt werden!
Für mich und meine Reste sehe ich die sinnvolle Verwertung als Weg.
Wir müssen Verantwortung für uns und die Nachwelt übernehmen und nicht den billigen Weg der inneren Giftmülldeponie gehen. Es gab und gibt immer Alternativen.
Altlasten und neue noch unbekannte Pestizide in der Umwelt ( z.B. mal eben so entwichene Stoffe aus einem Kampfmittellabor, oder ein kleiner Brand in einem Chemiewerk, oder Unfall in einem Atomkraftwerk) machen nicht vor einem Feld eines Biobauern halt. Ich möchte nicht wissen wie viel mit Formaldehyd belastete Möbel eines Schwedischen Möbelhersteller noch in Wohnbereichen stehen. Das Berliner Wasser wurde z.B. von den Scheringwerken (Antibabypille) bezirksweise analysiert, weil sich so einfach und kostengünstig die Einnahme eines bestimmten Pillenpräparates von ihnen ermitteln ließ. Selbst Muttermilch ist nicht frei davon, irgendwie mit irgendwas belastet zu werden.
Will nur damit sagen, dass nicht jeder Mensch wirklich täglich entscheiden kann, was er so (ungewollt) aufnimmt.
Hiergegen hillft nur ein anderes kollektives Bewußtsein und die Vermeidung von Produkten, die derart umweltbelastend hergestellt werden.
Ich denke aber vor allem an den regelmäßigen Konsum von Chemikalien im Essen, der Pille, die unser Wasser auch für die Tiere verseucht und viele andere Medikamente. Beispielsweise Diclofenac macht Vogelnieren kaput und andere sind sicher nicht besser.
Für viele Menschen ist es ach so bequem, dem Leid mit Pillen und Co. zu begegnen. Eine Lösung ist es jedoch nicht. Eine Lösung ist ein gesunder Lebensstil und nicht einer, der zu immer mehr Rückenschmerz, Bluthochdruck, Diabetes und noch anderen Krankheiten (einschließlich der Demenz!) führt.
Weil wir uns zu sehr von der Natur entfernen.
Hier hat ausnahmslos jeder die Wahl, etwas für sich und gegen die innere Müllhalde zu tun.
Leider ist unsere Gesundheit nicht so einfach. Themen (Krankheiten) entstehen auf sehr vielschichtige Weise. Zum Glück gibt es da genug Alternative Heilmethoden, da gibt es genug Alternativen für jeden Menschen, wenn er denn will. Ich selbst habe eine Ausbildung als 3 in 1 Kinesiologe und mache Zurzeit eine Ausbildung in "walking in your shoes". Das sind meiner Meinung nach die besten Methoden, um zu heilen, zu helfen, bzw. um vorher schon aktiv für seine Gesundheit zu sorgen. Alles ohne irgendwelche Medikamente.
Es gibt immer einen Weg - ohne
Für mich persönlich reicht ein Foto, oder ein Bild in meinem Kopf, um meiner Vorfahren zu gedenken.
Mein Vater starb, als ich noch Kind war. Und aufgrund besonderer Familiensituation habe ich die Beerdigung nicht miterlebt. Das ist für Kinder besonders tragisch,dadurch konnte ich mich nicht verabschieden, und dachte lange, er wäre nur "weggegangen in ein anderes Land"., Geschichten rankten sich in mir über dieses Verlassenwerden....Er ist in Berlin begraben und ich konnte als junge Erwachsene lange nicht an das Grab, weil ich damals einen zu großen Schock bekommen hatte. Erst viel später habe ich den Grabstein gesehen und da war diese Absolutheit, das er seit damals dort liegt, in mir und vertrieb alle Geschichten, die sich selbst erfanden. Und Abschied wurde möglich. Das hätte ohne Grab mit Grabstein nicht mehr passieren können und nie hätte etwas heilen können in mir!
Wir respektierten die Totenruhe und zogen nur den alten Grabstein um auf einen anderen Friedhof. Dort ist eine Erdbestattung möglich, trotzdem werden die Gräber, die mit Moos oder Rasen bedeckt sind, von der Friedhofsverwaltung gepflegt und es ist nicht nötig, aber möglich, auch mal Blumen hinzustellen oder zu legen. Den Angehörigen erspart man also die - manchmal an einen Schönheits-Wettbewerb erinnernde - Grabpflege und trotzdem ist die Bestattung im Sarg möglich.
@gruenebirne
Ich finde auch, dass es einen Ort geben sollte, den man aufsuchen kann, um Abschied zu nehmen und die Trauer besser zu bewältigen. Wenn der Sterbende aber darauf besteht, anonym bestattet zu werden, muss man das auch respektieren.
Beim Thema Kinderarbeit in der Grabsteinproduktion scheinen die Kommunen mittlerweile sensibilisiert zu sein. Hier ein Beispiel: http://www.mainz.de/C1256D6E003D3E93/files/Flyer_gegenKinderarbeit.pdf/%24FILE/Flyer_gegenKinderarbeit.pdf
http://www.postmortal.de/Medienspiegel/MedienFriedhofzwang/FAZ-Heydt/faz-heydt.html
Beerdigung auf Friedhof, Beerdigung im Friedwald, Verbrennung und Urne auf Friedhof - alles möglich, aber z.B. Verbrennung und Urne zu Hause oder Verbrennung und Asche ins Meer/in die alle Winde oder Ausstopfen der Leiche, wenn man´s mag, ist alles nicht möglich. Warum? Weil Deutschland! ;-) Hier müssen sogar die Särge einem Standard folgen...
We will das denn?
Welcher Irrinformation ist dieser Satz in deinen Glauben gesprungen?
Quelle Zeit-online: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-09/kirchensteuer-privileg-kommentar :
"In Deutschland hat, wer glaubt, zu zahlen.
Denn in Deutschland hat nur, wer an den christlichen oder jüdischen Gott glaubt, zu zahlen. Alle anderen dürfen glauben, an wen sie wollen, beispielsweise an Allah – ohne dafür zahlen zu müssen."
Und die, welche gar keinem Glauben angehören, zahlen auch nix Kirchensteuer!
Verhindert "Deutschland" dass ich meinen Beerdigungswunsch irgendwo + irgendwie auf der Welt umsetzen kann ? Wäre mir neu.
Wem nützt dieses Gejammere über Bestimmungen, Regelungen bis hin zur Bevormundung. Wem bestimmte Vorschriften wie Gesetze hier in Deutschland haben, der beschreite die Wege, die uns als Bürgern offen stehen.
Maximale "Freiheit" stösst stets an die Grenzen die Freiheit der Anderen, das ist beim Beerdigen nichts anders. Hast du schon nachgedacht, dass Vorschriften einen Sinn haben ? Was nicht bedeutet, dass sich der Sinn wandeln und ins Gegenteil kehren kann. Jedoch pauschal sagen, in Deutschland hätte man nur dann eine "echte Wahl" weil bestimmte (abstruse) "Angebote" hierzulande nicht der Friedshofordnung entsprechen, ist ebenfalls absurd. Wir leben in einer Welt mit freiem Zugang, wer das Kleingeld hat und vorausschauend plant.
Will hier irgendjemand die Weltraum-Bestattung für Hartz4 ? Als Ausdruck von Gleichberechtigung bzw. Gleichbehandlung ?
Ab irgendeinem Punkt muss man mal die Kirche im Dorf lassen und den Friedhof dort, worauf sich Generationen wie Stadtplaner geeinigt haben. Wem das nicht gefällt, steht der Weg frei. Auswandern oder im kommunalen Raum aktiv werden und für Alternativen Mitstreiter finden, die eine (räumlich begrenzte) neue Friedshofsordnung etablieren.
"Abstruse Angebote" - Das ist genau das, was ich meinte weiter oben! ;-)
Was das Thema mit Harz-4 zu tun haben sol, versteh ich jetzt nicht wirklich. Aber ja, wenn einer sich´s leisten kann, warum sollte er nicht ins Weltall geschossen werden. In Amerika machen das einige schon. In Deutschland widerspricht dies allerdings dem Friedhofszwang...
Außerdem wüsste ich nicht, wo die Freiheit, z.B. seinen Opa als Asche auf dem Kaminsims zu haben, wenn man´s will, an die Grenzen der Freiheit anderer Leute stößt.
Vorschriften können tatsächlich einen Sinn haben, ja, aber beim Friedhofszwang sehe ich da keinen. Aber ich kann ja deswegen einfach auswandern, getreu nach dem Motto "Alles raus, was nicht so ist wie ich".
"Aber ja, wenn einer sich´s leisten kann, warum sollte er nicht ins Weltall geschossen werden." Diese Einstellung hin zu maximaler Freiheit lässt erkennen, das du den UMWELTASPEKT vielleicht theoretisch in Reden aber praktisch nicht verfolgst? denn sonst würdest du so etwas nicht schreiben. Eine Weltraumbestattung ist ja nun das Umweltkatastrophalste, was man sich energietechnisch vorstellen kann.
Auswandern ist vielleicht auch keine Lösung, denn rein praktisch nachgeforscht hat man in vielen anderen Ländern noch weniger Freiheiten.
Die Kaminsimsgeschichte, ich hab sie in meinem Kommentar erwähnt, find ich gut, eben, die geht halt nur umwegig über die Niederlande oder Schweiz, und da kommen CO2 Footprinttechnisch wieder "Sünden" herein wie bei See- und was noch Bestattungen.
Robinson Satz:
"Maximale "Freiheit" stösst stets an die Grenzen die Freiheit der Anderen,.."sollten ganze Gesellschaften wie einzelne Menschen besser handhaben, denn sie geht auf Kosten anderer!
Unter welchem Aspekt denken wir hier nach? Unter dem Umweltgesünderen! Das Nachdenken über gesunde Konzepte für alle beschneidet theoretisch dem Krankmacher auch seine maximale Freiheit. Es kommt immer auf die Definition und das innere Streben an!
Darüber hinaus ist es strafbar die Urne von einem z.B. in der Schweiz verbrannten Menschen, mit nach Deutschland einzuführen. Aus meinem direkten Umfeld weiß ich, dass da nur die Variante bleibt, die Asche noch vor Ort (in der Schweiz) zu verstreuen. In besagtem Beispiel ließen es die Behörden dann auch gut sein, wohl weil sie wissen, dass das irgendwie eine Grauzone ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Diamantbestattung
http://www.todesfall-checkliste.de/bestattungsarten/bestattungsform-diamantbestattung-kosten.htm
Und ganz individuell muss man ,denke ich, erst die Leidensgeschichte verstehen und je nach dem auch verstehen können, warum jemand diesen Schritt wählt! Aber eben ganz auf das jeweilige Schicksal bezogen.
Wir Gesunde können uns nicht vorstellen, was manche Krankheiten für Leid verursachen!
Sterbehilfe auf Wunsch finde ich ein wichtiges Thema.
Die Problemaktik daran ist, daß irgendwann seitens der zahlenden Institutionen ein sanfter Druck entstehen könnte, daß der / die Betroffene sich schneller dazu entscheidet.
Persönlich würde ich mich aus jetziger distanzierter Sicht unter bestimmten Umständen dafür entscheiden.
Wie ich dazu stehe, wenn diese Umstände eintreten würden, weiß ich allerdings jetzt auch noch nicht.
Jetzt wird´s wieder einmal unterirdisch, eine persönliche Meinung kann man nicht widerlegen, eine Behauptung über den juristischen Sachverhalt sehr leicht. Lies mal bei wikipedia nach, Lexika-Einträge sind GRUNDLAGEN für die Diskussion, wurde diese ignoriert oder nicht ausreichend, sind die juristischen Fachtexte anzugeben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sterbehilfe
Es gibt keine "Art von Mord" im juristischen Sinne, entweder es ist oder es ist nicht. Die Motive gemäß StGB §211, Absatz 2 liegen aber bei der Beihilfe nicht vor.
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/index.html
Ich habe aber auch darüber gelesen, dass ein Schweizer Verein Asche und menschliche Knochen in den Zürichsee wirft und das begünstigt die Ausbreitung einer seit kurzem in Europa eingeführte brasilianische Karpfenart. Zum Schaden der einheimischen Fischarten.
Die Auswirkungen auf den Seelenweg sind glaube ich sehr Situationsgebunden, schließlich wählt auch jemand der sich für einen anderen opfert eine art Freitod...
Wir Menschen sind leider sehr beeinflussbar und da sehe ich die Gefahr!
So kann man Menschen dahingehend beeinflussen, das es besser ist sein Leben zu beenden, oder man/frau selber sieht für sich (und leider auch oft für seine Angehörigen) keinen anderen Ausweg mehr, siehe etwa die erhöhten Selbstmordraten in Ländern wie Griechenland.
Selbstmorde werden meistens aus dem Gefühl der Ausweglosigkeit verübt (Depressionen, Notsituationen, erlittende Grausamkeiten, etc.).
Bei den sogenannten Freitod, bei schrecklichen Krankheiten, dem Dahinsiechen befürworte ich eher eine ordentliche Sterbebegleitung, mit evtl. schmerzlindernen Medikamenten.
Für mich ist Selbstmord niemals eine Lösung, ein Weg!! Zu meiner Realität gehört das Leben nach dem Tod und auch vor der Geburt. Wir selbst suchen uns unser Leben mit seinen Themen aus. Das ist meine persönliche Realität, was andere Menschen machen, müssen sie selbst entscheiden.
Doch wie gesagt, wir Menschen sind sehr leicht beeinflussbar!
Goethe
Vielleicht war es ein "innerer Zwang", um einfach zu sehen, wie andere Menschen mit dem Tod umgehen.
Ich fühlte mich regelrecht "erschlagen" von diesen monumentalen Steinen: und habe mich gefragt, wie es den Toten wohl ergehen mag angesichts dieser "steineren Last"-das ist mein Gefühl.
Für mich war damit die Entscheidung meines Vaters sehr verständlich.
Unsere körperlichen Reste sind für mich Sondermüll: warum diese nicht auf die umweltverträglichste Art entsorgen?
Fontanes 'Herr von Ribbeck auf Ribbeck',
der mir in diesem Zusammenhang in den Sinn kommt, hat da doch sehr sozialorientiert gehandelt, Größe bewiesen, oder? Sein Grab- oder Denk'mal ließ er nicht von Kinderhänden schlagen, ließ es vielmehr weit vorausschauend für Kinderhände Wurzeln schlagen!
"So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland."
Diese Stelle ist mir besonders aufgefallen:
"In der letzten Strophe sind die Worte, mit denen Ribbeck die Kinder auf die reifen Birnen aufmerksam machte, dem Baum in den Mund gelegt, so dass beim Gang über den Friedhof durch das Flüstern des Baumes eine märchenhafte, aber keine unheimliche Stimmung aufkommt. Zugleich entsteht durch diese Worte der Rahmen, der Anfang und Schluss verbindet."
Neben den "lähmenden Stein-Monumenten" vieler Gräber vermittelt mir ein Friedhof keineswegs ein "ängstliches Gefühl": für mich ist es ein Ort, dessen Name es bereits aussagt-friedlich.
Wenn du bei uns evangelisch bist und zum Bereich Rheinhessen gehörst, wird bei steuerlicher Zusammenveranlagung die Kirchenabgabe nach dem Ehegatten mit dem Höchstverdienst festgesetzt, und dabei spielt es keine Rolle ob dieser aus der Kirche ausgetreten ist oder nicht, solange der andere "Mitglied" ist. D.h., obwohl jener aus der Kirche ausgetreten ist, muss er zahlen. 3 km weiter - andere Region - sieht die Sache schon ganz anders aus, da gilt tatsächlich, dass nur der zahlen muss, der auch in der Kirche ist. Wie du siehst, keine Irrinformation! ;-)
vielen Dank für die vielen lesenwerten Kommentare und die seriös und pietätvoll geführte Diskussion zu diesem „schweren“ Thema.
" Herr ", lass Hirn vom " Himmel " fallen!
Allen ein gutes Ende!
Für die Menschen unter Euch, die schon mal daran gedacht haben und es doch irgendwie noch nicht geschafft Ihre eigende Patientenverfügung zu verfassen. Ihr könnt meine gerne kopieren und für Euch verwenden. Evtl. hat ja der / die Eine(r) noch verbesserungsvorschläge.
Hier der Text:
Ich (Verfügende/r):
Uwe Sievers, geboren am 09.06.1963 in Hannover,
Zurzeit wohnhaft . ____, bestimme hiermit vorsorglich für den Fall, dass ich meinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann folgendes:
Wenn Aussicht besteht, dass mir ein lebenswertes, umweltbezogenes Leben ermöglicht wird, erwarte ich sinnvolle Mittel zur Lebenserhaltung inklusive intensivmedizinischer Maßnahmen.
Unverzichtbare Basisversorgung:
Ich wünsche und erwarte angemessene Unterbringung, Zuwendung und Körperpflege. Schmerzen und andere belastende Symptome wie Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe u.a. sind fachgerecht (pallia¬tiv¬medizinisch) zu lindern. Das Stillen von Hunger- und Durstempfinden soll so lange wie möglich auf natürliche Weise erfolgen, ggf. mit Hilfe (Handreichung) bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme.
Standard«-Situationen:
Wenn ...
- ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess befinde,
- ich mich im Endstadium einer schweren, unheilbaren Erkrankung befinde und einwilligungsunfähig bin (ein Sterben aber noch nicht absehbar ist bzw. hinausgezögert werden könnte),
- ich in Folge einer schweren Gehirnschädigung mein Bewusstsein nach sorgfältiger Abklärung und Einschätzung erfahrener Fachärzte aller Wahrscheinlichkeit nach unwiederbringlich verloren ist (mir ist bekannt, dass es dazu auch nach Monaten oder Jahren keine absolut sichere Voraussage gibt),
- ich bei Hirnabbauprozess – z. B. bei Demenzerkrankung nach dem Alzheimer-Typus – im späten Stadium trotz Hilfestellung nicht mehr in der Lage bin, Nahrung und Flüssigkeit auf natürliche Weise zu mir zu nehmen.
Dann verfüge ich folgendes:
Bewusstseinsdämpfende, schlaffördernde und sedierende Mittel und Medikamente:
- Wenn anders Schmerzen, Atemnot oder quälende Unruhe nicht hinreichend zu lindern sind, wünsche ich auch solche Mittel.
- Als eine – ärztlicherseits nicht gewollte – unwahrscheinliche Nebenwirkung nehme ich eine indirekte Verkürzung meiner Lebenszeit in Kauf.
Intensivmedizinische Maßnahmen und künstliche Ernährung:
- Ich wünsche, dass keinerlei lebenserhaltende Maßnahmen erfolgen. Diese Belastung möchte ich mir ersparen, wobei ein Sterben dann von mir gewünscht bzw. in Kauf genommen wird.
- Dann keine lebenserhaltenden Eingriffe und Maßnahmen mehr wie z. B. Dialyse (Blutwäsche) durchgeführt werden.
- Dann keine künstliche Beatmung mehr bzw. eine schon eingeleitete einzustellen ist. Ich setze dabei voraus, dass ich Medikamente zur Linderung von Atemnot bekomme.
- Dann keine künstliche Ernährung mehr, unabhängig von der Form der Zuführung (z. B. Magensonde durch Nase oder Bauchdecke/venöse Zugänge) durchgeführt wird.
- Dann auch keine künstliche Flüssigkeitszufuhr mehr, es sei denn, sie ist – in vermindertem Maße – palliativmedizinisch erforderlich durchgeführt werden.
- Auf die fachgerechte Mundpflege und -befeuchtung ist besonderer Wert zu legen.
- Dann keine Versuche zur Wiederbelebung mehr durchgeführt werden.
- Ein Notarzt soll bei Herz-/Kreislauf-Stillstand nicht verständigt werden.
Antibiotika/Blutbestandteile
- Solche lebensverlängernden Mittel und Medikamente lehne ich dann ab.
- Ich erlaube sie nur, sofern sie zur Linderung eventueller Beschwerden erforderlich sind.
Gewünschter Beistand am Lebensende (spirituell, menschlich, fachlich):
Wenn folgende Personen es wünschen, dürfen sie mich begleiten. Wenn sie es nicht möchten, hege ich keinerlei Groll und ich habe volles Verständnis.
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Keine kirchlichen Vertreter.
Verbindlichkeit / Auslegung und Entscheidung:
Eindeutige Festlegungen dieser Patientenverfügung gelten für Ärztinnen/Ärzte unmittelbar verbindlich. Solange ich sie nicht widerrufen habe, soll mir in der konkreten Situation keine Änderung meines Willens unterstellt werden.
Gewünschter Aufenthaltsort am Lebensende:
Ich möchte dort sein, wo meine Würde, Versorgung und Selbstbestimmung am besten gewahrt sind. Das kann in einem Hospiz sein. Mein absolut bevorzugter Ort ist der Garten, den ich zusammen mit meiner Freundin zusammen betreibe. Dort möchte ich am liebsten sterben.
Erlaubnis zur Organspende nach Hirntod:
JA: Ich stimme einer Organentnahme zum Zweck der Transplantation zu. Intensivmedizinische Maßnahmen zur Vorbereitung der Organentnahme sind dann erlaubt. Des Weiteren stelle ich meinen Körper der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung.
Meinen Angehörigen ist ein würdiges Abschiednehmen zu ermöglichen.
Weiter in Teil 2
Bevollmächtigung von Vertrauensperson(en) für die spätere Vorlage der Patientenverfügung:
Bevollmächtigte(r):
Vorname Nachname:
___________________
___________________
Die oben genannte(n) Person(en) soll(en) mich auch in finanziellen und rechtsgeschäftlichen Angelegenheiten vertreten, jede(r) Einzelne hat Vollmacht.
Schlussbemerkungen:
In Lebens- und Behandlungssituationen, die in dieser Patientenverfügung nicht konkret geregelt sind, ist mein mutmaßlicher Wille möglichst im Konsens aller Beteiligten zu ermitteln. Dafür soll diese Patientenverfügung als Richtschnur maßgeblich sein.
Meine persönlichen Wertvorstellungen, Lebenseinstellungen, religiösen Anschauungen:
Wertvorstellungen:
Das höchste Gut für mich ist die Liebe. Materielle Dinge spielen eine untergeordnete Rolle. Der gemeinsame (mit meiner Freundin Kerstin Hartkopf) Garten hat für mich eine besondere Rolle, deshalb möchte ich gerne dort sterben. Ich möchte möglichst wenig Kosten für mein Begräbnis verursachen, für mich persönlich hat mein Grab keinerlei Bedeutung. Einfach irgendwo verbuddeln, oder verbrennen.
Lebenseinstellungen:
Mir ist die Lebensqualität, meine Würde wichtiger, als die Lebensdauer. Ich habe keine Angst vor dem Sterben und vor dem Tod. Wichtig ist mir mein Leben in Würde und in Unabhängigkeit. Ich bin bemüht achtsam und mit Bedacht durchs Leben zu gehen. Mein Leben und Handeln, sind mir wichtig, nicht mein Tod. Meine Angehörigen sollen nicht traurig sein, sie sollen weiter Ihr Leben sinnvoll und mit Freude genießen. Für mich ist das Leben zum Leben da.
religiösen Anschauungen:
Ich gehöre mit Absicht keiner Kirche an. Einzelne Menschen in kirchlichen Einrichtungen mögen gute Menschen sein, aber die Kirchen als Institutionen (christlich, muslimisch, jüdisch, etc.) verabscheue ich als Unterdrücker und als machtgierig. Ich bin aber ein spiritueller Mensch, der an das Leben nach dem Tod und an das Leben vor der Geburt glaubt. Für mich gibt es nur 2 wichtige Dinge, die Liebe und die Bildung, beides dient dazu zu lernen, bedingungslos zu lieben, was nicht einfach ist.
Schlussbemerkung:
Mir ist die Möglichkeit der Änderung und des formlosen Widerrufs meiner Patientenverfügung bekannt. Ich bin mir des Inhalts und der Konsequenzen meiner darin getroffenen Entscheidungen bewusst. Ich habe die Patientenverfügung in eigener Verantwortung und ohne äußeren Druck erstellt.
Ich bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte.
Hannover den 20.11.2012 __________________________
Uwe Sievers
Eine Patientenverfügung ist wichtig, für sich selbst, aber auch für die Angehörigen und Freunde.
Am besten auch einen Zettel mit dem Hinweis auf das Vorhandensein einer Patientenverfügung ins Portomanai legen.
Wir haben in Europa wunderschöne Steine. Die Steine aus der Gegend, in der wir leben, haben doch auch einen viel engeren Bezug zu uns, als die aus Übersee. Wozu muss man also aus der ganzen Welt Grabsteine importieren?
Die Steine stehen dann 20 Jahre auf dem Friedhof (was für 100 Millionen Jahre altes Material nur ein Augenblick ist) und werden dann zerschreddert. Unsere Sand- und Kalksteine halten diese Zeit problemlos stand, sind gut zu bearbeiten und im Vergleich zu Granit relativ günstig.
Leider fehen vielen Grabsteinmetzen die Ideen, sodass sie "tolle" Materialien verarbeiten müssen, statt individuelle Gestaltung zu bieten.
Gruß
Astrid Hilt
Bildhauerei Formenpark
Ideen für die Grabsteine aus Sandstein und Kalkstein sollte man doch recht einfach finden können, wenn man über unsere schönen alten Friedhöfe spaziert. Die Steine dort empfinde ich als viel harmonischer als die modernen, glatten Granitsteine mit ihren Goldschriften. Unsere Gräber sind viel zu kurzlebig, daher sollten sie auch keine Oberfläche wie für die Ewigkeit bekommen.
Unser Grab ist ein Blumenbeet. Ein kleiner findlingsartiger Stein dient als Namensschild. Ohne Goldschrift. Es werden mehrjährige Pflanzen gesetzt und nicht bei der ersten verwelkten Blüte ausgebuddelt und auf den Müll geworfen. Auch die vielen Pflanzen, die lebendig achtlos im Friedhofsmüll landen, empfinde ich als nicht richtig. Aber das ist meine Ethik.