Luxus-Elektromobil

Der neue Tesla Modell S



Mit drei verschiedenen Akku-Ausstattungen soll der Model S erhältlich sein. Strecken von 250, 350 oder 480 Kilometer schaffen die Akkupacks jeweils und sollen laut Herstellerangaben mit wenigen Handgriffen austauschbar sein. Dadurch erhöht sich die Reichweite des Wagens pro Ladung. Der Clou allerdings ist die angekündigte Ladezeit von nur 45 Minuten für den größten Akku. Ein Wert, der bislang noch von keinem Konkurrenten unterboten wird. Die gesamte Karosserie hat einen extrem niedrigen Luftwiderstand, der durch die automatisch versenkbaren Türgriffe noch zusätzlich verringert wird.

Beim technischen Komfort soll das Model S den aktuellen Neuvorstellungen der konventionellen Hersteller in nichts nachstehen. Zwei 17 Zoll Touchscreens steuern Radio, Navigation und Sekundärfunktionen wie Heizung und Lüftung; 3G WLAN und Satellitenanlage sind ebenfalls integriert. Über die drahtlose Internetverbindung will Tesla eventuelle Schäden sogar aus der Ferne diagnostizieren können.

Obwohl rund 1,7 Tonnen schwer - 540 Kilo wiegt allein der Akku -, schafft die elektrische Limousine den Spurt von Null auf Hundert in unter sechs Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit ist mit rund 190 Stundenkilometern angegeben. Wohlgemerkt ohne jede Schadstoffemission.

Auch bei der Innenausstattung des Fünfsitzers will Tesla die umweltfreundlichen Eigenschaften konsequent fortsetzen. Chromfrei gegerbtes Leder und 100 Prozent recycelte PET-Bestandlteile für den Teppich wirken sich positiv aus - sowohl auf die Herstellungs-Ökobilanz als auch auf das Klima im Inneren des Fahrzeugs.

"Billiger als es aussieht", kommentiert Tesla-CEO Elon Musk seine Neuvorstellung. Die Anschaffungskosten für ein Elektromobil müssten neu bewertet werden, denn mit jeder gefahrenen Meile spare ein Elektrofahrzeug real Kosten ein. Grund ist der zumindest momentan noch erheblich günstigere Preis für den "Sprit" in Form von elektrischer Energie. Hinzu kommt der Unterhaltskostenaspekt. Da ein Elektromotor erheblich simpler aufgebaut ist und weniger bewegliche Teile enthält, ist er auch weniger wartungsanfällig. "Wir verkaufen das Model S für 57.000 Dollar. Wenn Sie die staatliche Steuervergünstigung für Alternativantriebe abziehen, landen Sie schon bei unter 50.000", rechnet Musk vor. Das Model S sei daher mit einem konventionell angetriebenen Fahrzeug für rund 35.000 Dollar zu vergleichen.

Ende 2011 soll die Serienfertigung des Model S beginnen, erhältlich sein wird es in den USA voraussichtlich ab Mitte 2012. Vorbestellungen können ab sofort über die Tesla-Website abgegeben werden.

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Foto: Tesla Motors, Inc.


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    inaktiver User 1038
    schrieb am 29.05.2010 um 23:45
    >Wohlgemerkt ohne jede Schadstoffemission. 1) beim Strom kommt es auf den Anbieter an, ob CO2 frei wird oder nicht (RECS-Zertifikate beruhigen das Gewissen, nützen aber rein gar nichts, d.h, es muss schon einer der echten Ökostromanbieter sein: EWS Schönau, Naturstrom, Greenpeace Energy,...
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    shantideva
    schrieb am 29.05.2010 um 23:07
    Das Model S sieht endlich mal gut aus, erinnert mich beinah etwas an den Maserati Quatroporte. Und die Fahrleistungen sind auch endlichmal auf einem vertretbaren Niveau. Ein Elektroauto, das bei 130 abgeriegelt wird (wie das Bluecar von Pininfarina) wird wohl eher keinen Markt finden. Wenn...
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