Im Live-Chat zum Nachlesen

Ist die Telekom grün genug?


Die Deutsche Telekom sucht den Dialog und die kritische Auseinandersetzung. Im Blog auf Utopia schreibt die Telekom: "Wir erhoffen uns Anregungen und Ideen für weitere, ökologisch und gesellschaftlich wertvolle Produktentwicklungen sowie konkrete Verbesserungsvorschläge, wie wir in der Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung noch besser werden können. Natürlich freuen wir uns, wenn wir für das Erreichte gelobt werden und wünschen uns Ermutigung und Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber um zu lernen, welche Leistungen die Menschen in einer vernetzten Arbeits- und Lebenswelt künftig von uns erwarten, stellen wir uns ganz bewusst auch kritischen Fragen und sind offen für berechtigte Einwände. Der Dialog wird uns helfen, Trends zu erkennen."

Durch die Verankerung von Corporate Responsibility (CR) im Bereich des Vorstandsvorsitzenden ist das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen auf strategischer wie auch auf organisatorischer Ebene integriert und zur „Chefsache“ gemacht worden. Aber wir grün ist die Telekom tatsächlich? Woher bezieht sie selbst ihren Strom? Was genau steht hinter dem Motto "Große Veränderungen fangen klein an"? Was dürfen wir Kunden an Innovationen in Bälde erwarten? Diesen, aber vor allem Ihren Fragen hat sich – als Ergänzung zum Dialog auf dem Unternehmensprofil – am 5. November Ignacio Campino, der Beauftragte des Vorstandes für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, live den Fragen der Utopia-Community gestellt. Der Chat zum Nachlesen

 

Moderator: Hallo und herzlich Willkommen zum heutigen Utopia-Chat mit dem Beauftragten des Vorstandes für Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Deutschen Telekom Ignacio Campino. Wir haben bereits einige spannende Fragen vorab zugeschickt bekommen und freuen uns auf weitere Fragen und Anregungen. Es handelt sich wie immer um einen moderierten Chat, das heißt: Alle Fragen werden von einem Moderatoren-Team verwaltet und an die Chat-Hauptpersonen nach und nach weitergeleitet.
Es ist 18 Uhr, der Chat beginnt.

lama42: Nachhaltigkeit zum Topthema zu erklären ist für mich nur ein Lippenbekenntnis. Das Handeln zählt. Bis dahin ist das eine weitere Greenwashingblase. Wie können Sie das entkräften?

Ignacio Campino: Liebe lama 42, die Deutsche Telekom hat sich vor über 10 Jahren zur Nachhaltigkeit verpflichtet, und bereits im Jahre 1995 haben wir mit der Einführung von Umweltmanagemtsystemen begonnen: Energiemanagement, der Reduktion der Gefahrstoffen und haben eben all diese typischen Aufgaben im Bereich Umweltschutz durchgeführt. ich möchte ganz klar sagen, dass unser Unternehmen eine lange Tradition im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit hat, und so kann ich Ihnen heute mit gutem Gewissen darüber berichten.

Reeny: Wie "grün" ist Ihr eigenes Unternehmen? Achten Sie z.B. auf Stromsparlampen, Recycling Papier und Mülltrennung? Woher beziehen Sie Ihren hauseigenen Strom?

Ignacio Campino: Ja, natürlich sind wir stark ökologisch orientiert, dies haben uns seit Jahren externe internationale Nachhaltigkeits-Rater bestätigt. Wir haben selbstverständlich eine energiesparende Beleuchtung, und wir gehen weiter, indem wir - wo es eben geht - LED-Lampen eingeführt haben, die für eine enorme Stromeinsparung sorgen. Wir setzen Recyclingpapier ein und vermeiden die Benutzung von Papier durch Online-Nutzung. Mülltrennung ist bei uns eine Selbstverständlichkeit. Wir haben außerdem eine hohe Recyclingrate erreicht, von 98 Prozent. Unseren Strom beziehen wir aus dem deutschen Netz und durch Zertifikate beziehen wir gezielt Strom aus Wasserkraft und etwas Bioenergie, um die CO2-Emmisionen auszugleichen - der Ausgleich geschieht über RECS-Zertifikate.

miro: Im Zeitalter des Computers steigt auch der Energieverbrauch. Wären da nicht alternative Stromanbieter eine aktive und vorbildliche Förderung?

Ignacio Campino: Unseren Stromverbrauch halten wir seit Jahren ähnlich konstant, obwohl der Stromverbrauch für das Netz in den letzten Jahren gestiegen ist. Dies beruht auf der Tatsache, dass der schnelle Transport von größeren Datenmengen mehr Strom verbaucht. Wir können den Stromverbrauch konstant halten, da wir an anderen Stellen einsparen. Ökostrom etwa aus Photovoltaik-Anlagen ist noch etwas zu teuer für uns. Dennoch haben wir eine Reihe von Pilotanlagen zur Erprobung des Einsatzes von alternativen Energien, denn wir sind überzeugt davon, dass sie in Zukunft mehr Bedeutung haben werden als heute – und wir wollen uns darauf vorbereiten.

friducha:
Merken Sie dieses Nachhaltigkeitsbewusstsein auch in irgendeiner Form bei Ihren Mitarbeitern?

Ignacio Campino: Ja , sicher. Das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit hat bei der Telekom eine lange Tradition, das Thema ist gut verankert. Wir haben gerade online ein Schulungsprogramm zum Thema Nachhaltigkeit veröffentlicht, so dass alle Mitarbeiter sich online bilden können.In unseren internen Kommunikationsmedien haben wir immer wieder nach Themen aus dem Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit gefragt, allerdings im Rahmen der Kampagne, der Kommunikationsinitiative haben wir Rückmeldungen gehabt, dass bei uns noch hier und da. Defizite bestehen. Bezüglich der Information und Bildung der Mitarbeiter: dafür haben wir die Schulung im Intranet. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass das öffentlich stellen dieser Fragen uns gezeigt hat, dass wir noch Verbessungspotential haben.

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  • gelöscht am 14.12.2009 um 18:43 von re-natur
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    Utopia-Team
    schrieb am 14.12.2009 um 18:25
    Antworten zu den Fragen, die aus zeitlichen Gründen im Live-Chat nicht mehr gestellt werden konnten finden sich nun im Unternehmensprofil der Deutschen Telekom: http://www.utopia.de/company/41/tab/211/content/733 Herzliche Grüße vom Utopia-Team!
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