Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
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Bionadisierung der Gesellschaft?


Moderator: Hallo und herzlich Willkommen zum heutigen Utopia-Chat mit Peter Kowalsky, dem Geschäftsführer von Bionade. Um 12:30 Uhr geht's los, Sie können jetzt schon die ersten Fragen stellen. Es handelt sich wie immer um einen moderierten Chat, d.h. die Fragen werden vor Veröffentlichung erst freigeschaltet.

So, jetzt geht es gleich los! Wie immer die Frage zum Einstieg: Peter Kowalsky - sind Sie bereit?

Peter Kowalsky: Hallo zusammen, ich bin bereit und freue mich auf den Chat!

urwalder: Ihr Unternehmen stellt sich in ihrem Internetauftritt als Familienunternehmen dar, aus aktuellen Zeitungsberichten weiß ich aber von einer 51 Prozent Beteiligung der Radeberger Gruppe/Dr.Oetker. Für mich eindeutig eine Täuschung des Endverbrauchers! Was stimmt den nun ?

Peter Kowalsky: Wir sehen uns weiterhin als Familienunternehmen. Mein Bruder und ich arbeiten jeden Tag so wie vorher weiter. Richtig ist aber auch, dass wir einen neuen Partner haben. Wir sehen darin keinen Widerspruch, es ist eine grofle Chance für BIONADE. Und nur darum geht's!

urwalder: Ihr Vater, der Erfinder der Bionade, sagte einmal in einem Radiointerview: "Wir werden uns nie an einen Großkonzern verkaufen", warum ist das nun doch geschehen?

Peter Kowalsky: Weil aus unserer Sicht Oetker/Radeberger kein Groflkonzern ist. An der Spitze stehen Menschen, die unser Werteverständnis teilen. Wir hätten uns nie einem großen Molloch angeschlossen, bei dem wir nicht mehr wir sein können.

Reeny: Wie nachhaltig ist Ihr Unternehmen selbst? Haben Sie Stromsparlampen, recyceln Sie etc.?

Peter Kowalsky: Na klar, wir haben sogar Bio-Milch in unserer Küche. Nachhaltigkeit ist für uns von Anfang an das Schlüsselthema. Das ist eine grofle Reise, die nie endet. Wo wir stehen, und was wir vorhaben, findet Ihr im Changemaker-Manifest. Das Dokument gibt's hier.

Hilde: Gibt es auch eine Bionade ohne Zucker?

Peter Kowalsky: Nein, weil BIONADE von der Idee her ein Softdrink ist. Das Wichtigste bei einem Softdrink: er muss schmecken. Das geht nicht ohne Zucker. Das Besondere an BIONADE ist aber ganz klar: Sie hat nur halb so viel Zucker wie 'ne Cola.

schwarzweiss: Calciumcarbonat & Magnesiumcarbonat, Gerstenmalz, Zucker und "natürliche" Aromen... warum ist Ihnen teure Biotechnologie lieber als etwa Fruchtsäfte als Basis für Ihr Erfrischungsgetränk ?

Peter Kowalsky: Die Idee von BIONADE ist, ein Getränk auf biotechnologischem Weg herzustellen. Deshalb sind Fruchtsäfte keine Alternative für uns. Wo man in BIONADE Säfte einsetzen kann, sind auch welche drin: Holunder und Litschi. Aus Kräutern und Ingwer kannst Du keinen Saft rausbekommen, das geht einfach nicht.

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Stand: 27.11.2009 von

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    schrieb am 03.12.2009 um 13:36
    Bionade ist ein Zuckergetränk wie alle anderen Limonaden auch.
    Man hat nur ein geschicktes Image aufgebaut, auf das scheinbar viele Menschen reinfallen - so wie Utopia nur eine geschickte Promotion-Plattform ist.
    Nachhaltigkeit?
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    schrieb am 27.11.2009 um 17:18
    Gut, dass ich hier lesen kam ...
    Ich hab nämlich gestern zum zweiten Mal Bionade geschenkt bekommen und gedacht: "Ih, ist mir viel zu süß! Brauch ich nicht!"
    Klang so toll, mit Ingwer, nur meine Geschmacksnerven kennen Ingwer aus Natur ...

    Sie haben den in Bionade nicht erkannt, aber reichlich viel süß ...

    Eben lese ich, dass man aus Ingwer keinen Saft rausbekommt - AHA; sie nicht, ich schon, wenn ich ihn reibe - und zwar sehr gut verlängerbaren ... mehr weniger
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    schrieb am 27.11.2009 um 16:28
    "Na klar, wir haben sogar Bio-Milch in unserer Küche"
    Ja super, nach allen Studien sind Eier und Milchprodukte die absoluten Einsteigerbioprodukte, weil da Gesundheit, Tierethik und Umwelt zusammenfallen. Und das gibts "sogar" bei Bionade. Das klingt ja nach echten Überzeugungstätern. In früheren Interviews wurde wenigstens zugegeben, dass schlicht eine Marktlücke zur Rettung der Brauerei gefunden wurde und man an Umweltschutz nicht mehr interessiert sei, als jeder Durchschnittsbürger auch.

    Und noch nen Knaller:
    "Hilde: Warum ist der Bionade-Preis so angestiegen?

    Peter Kowalsky: Weil wir jahrelang nix gemacht haben und dann mussten wir nachholen. Es ging nicht ohne. Die Frage war nur, wie man das am besten macht. Man kann es aber niemanden Recht machen. Wir sind im Vergleich zu unseren Konkurrenten mit dem neuen Preis wieder konkurrenzfähig. Wir befinden uns dennoch immer noch eher am unteren Ende der Preisskala."

    Zum Vergleich mal die Aussage zur selben Frage vom 14. Juni 2008 in der FAZ:
    „Wir sind das Original. Und das Original muss immer am teuersten sein.“

    Wie passt denn das wiederum zu dieser Aussage aus dem Chat?:
    "BIONADE ist für alle. Keine elitäre Veranstaltung. Wenn man gesunde Ernährung erst meint, dann muss man dafür sorgen dass sie möglichst jeder bekommt"

    Ich glaube wir brauchen nicht nur eine Klausel gegen Anti-Nachhaltigkeitslobbyismus, sondern auch noch eine, die zu Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit verpflichtet.

    Ich habe Bionade anfangs gerne getrunken, obwohl ich wusste, dass ihre Schöpfer keine Weltverbesserungsabsichten hegen. Seit sie diese nun fälschlicherweise behaupten, schmeckt sie mir nicht mehr. mehr weniger
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    schrieb am 27.11.2009 um 15:41
    Bionade hat in Deutschland schon unglaublich viel bewegt. Danke für das tolle Engagement und die Unterzeichnung des Changemaker-Manifests!
    Auch über den Trinkwasserwald freue ich mich sehr. Ich freue mich, in Ihrem Vortrag gestern auch als Waldliebhaber einmal wieder etwas dazugelernt zu haben: über die herausragende Wichtigkeit der Laubwälder für die Trinkwassergewinnung. Viel Erfolg weiterhin mit den baumpflanzenden Kindern in den Wäldern! mehr weniger
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    schrieb am 27.11.2009 um 15:19
    Dr. Oetker/Radeberger kein Großkonzern ?

    Aus Wikipedia zu Dr.Oetker KG

    Mitarbeiter

    24.700 (2008)

    Umsatz

    9,245 Mrd. Euro (2008)

    So viel zu der Antwort von Herrn Kowalsky.

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