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Ein gesundes, klimafreundliches Haus bauen?


Moderator: Nachfrage wegen Baustoffen:
dette: Gibt es für Baustoffe auch verlässliche Siegel und Zertifikate?

Dagmar Fritz-Kramer: Ja, die gibt es: Das führende Label für ökologischen Bau und Dämmstoffen ist das natureplus-Siegel.

Kirsten: Wieso setzt Baufritz kein FSC-zertifiziertes Holz ein? Wie geht die Holzhaus-Branche insgesamt mit Zertifizierungen um?

Dagmar Fritz-Kramer: Die FSC-Zertifizierung ist in Bayern nicht eingeführt, weil sich die bayerische Landesregierung gegen FSC und für PEFC entschieden hat. Außerdem haben wir die paradoxe Situation, dass unsere Ökobilanz sich durch die Transportwege verschlechtern würde, wenn wir weit entferntes FSC Holz einführen anstelle von Hölzern aus der Region wie z.B. Bayern, Schwaben, Österreich. Wir können davon ausgehen, dass diese Hölzer Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Die skandinavischen Hölzer, die wir einsetzen sind PEFC-zertifiziert.

biene: Kann ein Holzhaus recycelt werden? Also was passiert mit einem abgetragenem Holzhaus?

Dagmar Fritz-Kramer: Wir geben eine Rücknahmegarantie und nehmen diese Gebäude gerne wieder zurück. Baufritz-Häuser sind zukünftige Rohstoffquellen, da nur natürliche Materialien verwendet werden, die problemlos wiederverbaut und wiederverwendet werden können. Mein Büro befindet sich in einem wiederverwendeten Gebäude, dass 1984 auf der IGA in München stand.

rainer: Wie widerstandsfähig gegenüber Feuer ist ein Baufritzhaus?

Dagmar Fritz-Kramer: Genauso wie ein Steinhaus. Traditionell löschen Feuerwehren lieber ein Holzhaus, da für sie besser ersichtlich ist, wie lange das Haus noch betreten werden kann. Das Versagen der Holzkonstruktion kündigt sich laut an, während eine Stahlkonstruktion in einem Stück und ohne Vorwarnung statisch versagt.

Moderator: Rückfrage zum Recycling:

Denny: Kann das Holz trotz Imprägnierung oder Legierung recycelt werden?

Dagmar Fritz-Kramer: Stofflich nicht, da bleibt nur die thermische Entsorgung. Baufritz verwendet seit 1988 keinerlei chemischen Holzschutz. Man kann also durch konstruktiven Holzschutz, wie ihn schon mein Urgroßvater beherrscht hat, sämtliche gesetzlich geforderten Kriterien erfüllen.

sigmar: was ist mit „thermischer Entsorgung“ gemeint?

Dagmar Fritz-Kramer: Im Speziellen das Verbrennen im Kraftwerk.

mueslimaid: Gibt es eine maximale Größe für Holzhäuser? Ist es bei einem ökologischen Haus sinnvoll mit riesiger Wohnfläche, Swimmingpool und Doppelgarage zu wohnen?

Dagmar Fritz-Kramer: Die Größe bestimmt der Geldbeutel oder das Grundstück. Möglich ist alles nach individuellen Wünschen. Sicher steigt der Energieverbrauch bei einer Wohnfläche von 500qm pro Person drastisch an, dennoch ist die Bilanz wesentlich besser als im Nassbau.

Moderator: Wir haben bereits Halbzeit, liebe Fragesteller! Noch mal zur Pflege eines Holzhauses:

kerstin: Bedürfen Holzhäuser eine besondere Pflege?

Dagmar Fritz-Kramer: Der Begriff Holzschutzmittel ist ein guter Marketingbegriff der chemischen Industrie. Holz schützt sich von Natur aus selbst. Bekommt ein Baum einen Schaden, legt er sich eine natürliche Schutzschicht zu. Deshalb bieten wir gerne natürlich vergraute oder vorvergraute Oberflächen an, die keinerlei weiterer Pflege bedürfen - insofern jemand grau mag. 
Wird eine verputzte oder gestrichene Oberfläche gewünscht, fallen entsprechend Wartungsaufwendungen für die Pflege an.

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Stand: 23.09.2010 von

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    schrieb am 30.12.2011 um 18:55
    biete komplette konzepte unter http://89072.edicypages.com sowie Raumgestaltung, Einrichtung und Konzeption ihres Hauses,Wohnung,Büros nachFengshui,ZEN-Architektur oder individuell ...https://profiles.google.com/gerloff.f#gerloff.f/about
    http://www.xing.com/profile/Frank_Gerloff
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    schrieb am 02.10.2010 um 00:28
    :-)))
    ich schrieb beim "Grüne Häuser"-blog:

    powercaptor
    schrieb am 01.10.2010 um 22:59
    vllt. Aussenwände Lehm/Strohballen/Lehm und Innenwände und Tragwerk massiv Holz - bei zweigeschossigen Häusern (Doppelhäusern?)... ???
    keine Ahnung, da sind die Architekten und Bautechniker/Baupraktiker unter uns gefragt.

    so viel zu meinen Vorstellungen...
    ;-) mehr weniger
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    schrieb am 01.10.2010 um 23:28
    Die Schwierigkeit ist eigentlich das Deutschland praktisch fertig gebaut ist. Der Anteil von Neubauten spielt kaum eine Rolle. Will man in wirkungsvollen Größen Ressourcen bei der Heizenergie einsparen kommt man nicht drum herum sich erstmal mit Sanierungstechniken zu befassen. Auch bei Neubauten haben sich die technischen Möglichkeiten noch nicht ernsthaft herumgesprochen. Ist auch kein Wunder, denn die Architekten verdienen ja prozentual an den Baukosten und nicht an Techniken die Baumaterial oder gar Betriebsressourcen einsparen. Ich habe auch manchmal den Eindruck das Architekten Naturgesetze als unzumutbare Einschränkung ihrer gestalterischen Freiheiten begreifen. Zuerst kommen Faktoren wie Design, Prestige, Konformität mit gesellschaftlichen Normen etc. Alles muss teuer aussehen und am besten auch sein. Wer ein intelligentes und kleines Haus baut wird schief angesehen und muss sich fragen lassen ob er sich nichts “besseres” leisten kann. Wenn man dann noch von der Norm dahingehend abweicht das man mobil auf dem Wasser oder gar an Land leben will ist es endgültig aus und man bekommt bestenfalls nicht sofort die Behörden auf den Hals gehetzt. Nein, hierzulande dürfen sie doch ihre Abwässer nicht vor Ort klären oder gar die Fäkalien zu Dünger und Biogas verarbeiten. Sie haben gefälligst alles zusammen mit Unmengen von Trinkwasser bis zur Wertlosigkeit zu verdünnen und kostenpflichtig im Klärwerk zu entsorgen. Dabei wäre “Mülltrennung” in dem Bereich so einfach und effektiv. Ich arbeite seit langem an einem Wohnkonzept welches fast autark ist und nur eine Trinkwasserquelle in Form von Brunnen, Tankwagen oder Standleitung benötigt. Strom, Gas, Kanalisation... alles unnötig. Würde alles wunderbar funktionieren, wäre so kostengünstig das man mit den Hartz-V-Sätzen ein eigenes Haus mit gegen Null gehenden Unterhaltskosten bauen könnte und entspricht garantiert nirgends den hier in Bürokratien gültigen Bauvorschriften :-( Ist aber wohl meine Schuld... Musste ja statt wirtschaftswachstumsförderndem Stahlbeton unbedingt auf Strohballenbau und Lehmputz setzen. Wie töricht von mir...

    (C) 2010 SternFuchs* mehr weniger
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    schrieb am 01.10.2010 um 07:38
    @powercaptor: hinsichtlich der Kosten für die "Studie" müssen wir uns wohl keine Sorgen machen. Das "Kernteam" der KE Research hat für die Erstellung dieses Papiers offenbar viel Zeit im Internet verbracht.

    Das Zusammenstellen einer Fülle Fußnoten und Quellenangaben macht jedoch noch keine wissenschaftliche Arbeit, geschweige denn eine vertrauenswürdige Studie aus. Da ist der Beliebigkeit keine Grenze gesetzt. mehr weniger
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    schrieb am 30.09.2010 um 12:11
    vor dem WK2 gab es kein Klima - weil das Wort nicht existierte - der cia gab eine Studie in Auftrag die diese Situation erschuf und geprägt hat.

    Zurückführen kann man das ganze auf die rückgängige Auftragslage der Rüstungs- und Ölindustrie nach Beendigung des WK2.

    dass wir eine natürliche Erwärmung haben auf die wir als rücksichtslose Menschen noch was drauf packen ist auch hinlänglich bekannt - die nächste Eiszeit kommt garantiert - wir sollten daran arbeiten dies nicht zu sehr zu beschleunigen und uns darauf vorbereiten damit zu leben...

    ich möchte nicht wirklich wissen was diese Studien gekostet haben und welchen Sinn wenn nicht polemischen diese hatten.

    das scheint mir auch so der Typ "BlackPriester" zu sein... mehr weniger
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