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Moderator: Herzlich willkommen beim heutigen Live-Chat mit Baufritz! Wir freuen uns auf eine spannende Stunde mit Frau Fritz-Kramer und ihren Kollegen Frau Popp, Herrn Müller und Herrn Spitz! Dieser Chat ist moderiert - d.h. Ihre Fragen werden nicht gleich veröffentlicht, sondern zunächst an die Redaktion weitergeleitet. Wir wünschen viel Spaß!
Liebe Bau-Experten, sind Sie bereit?
Dagmar Fritz-Kramer: Ja.
picassoforte: Ein Zukunftsszenario: Alle Menschen wohnen in Holzhäusern. Wäre das besser für die Umwelt, warum und gäbe es noch Wälder?
Dagmar Fritz-Kramer: Es wäre nur wirklich sinnvoll, wenn diese Häuser nachhaltig entstehen. Das heißt, die Rohstoffe werden nur so schnell verbaut, wie sie nachwachsen. In europäischen Wäldern wächst zurzeit mehr als abgebaut wird. Außerdem haben wir ja noch einen beträchtlichen Anteil an Altbestand, den es nach Nachhaltigkeitsaspekten zu prüfen gilt. Dabei spielen Faktoren wie Energieeffizienz, Abfallaufkommen und Schadstoffproblematik eine Hauptrolle.
Holzwurm: Was ist denn das Besondere am Holzhaus?
Dagmar Fritz-Kramer: Fühlen Sie's selber! In Worten würde ich sagen: Angenehmes Raumklima, hohe Energieeffizienz, angenehme Akustik, schnell trockene Bauweise und klimaschützend.
Immkie: Wie schnell ist ein Öko-Haus aufgebaut? Dauert das länger als bei konventionellen Fertighäusern?
Dagmar Fritz-Kramer: Grundsätzlich würde ich sagen, je nach Größe, zwischen zehn und zwanzig Wochen. Bei einem durchschnittlichen Haus mit einer Fläche ist 140qm ist das Gebäude nach zwei Tagen witterungssicher. Der Ausbau dauert danach noch weitere zehn bis zwölf Wochen.
picassoforte: Amerikaner wohnen auch meist in Holz-Fertighäusern. Was ist der größte Unterschied zu Ihren Häusern?
Dagmar Fritz-Kramer: Holzhäuser in Amerika sind, um es flapsig auszudrücken, klassischer Kulissenbau. Die Holzdimensionen die dort verwendet werden, erfüllen in keinster Weise Sicherheitsstandards in Deutschland. Energetisch bewegen wir uns dort im Bereich der 30er Jahre in Deutschland. Die Lebensdauer ist dort auf maximal zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre ausgelegt.
Hein: Ich hab' gehört, dass Holzhäuser schlecht sind, hinsichtlich Gesundheitsvorsorge gegenüber Mobilfunksender, UMTS und so.
Dagmar Fritz-Kramer: Alle modernen Bauten, egal ob aus Ziegel oder Holzbau, haben keinerlei Schirmeigenschaften gegenüber UMTS-Frequenzen, Mobilfunksender und anderen Quellen. Baufritz baut jedoch seit über zehn Jahren standardmäßig in Wand und Dach eine patentierte Schutzplatte ein, um einen Großteil der hochfrequenten Strahlung abzuschirmen und die Strahlung auf einen gesunden Pegel zu reduzieren.
Ohlàlà: Als Nicht-Allergiker habe ich mich noch gar nicht mir möglichen Wohngiften beschäftigt und kenne eigentlich nur Asbest und Schimmel. Wo lauern denn weitere Gefahren und Giftstoffe und was kann ich dagegen tun?
Dagmar Fritz-Kramer: Viele industriell hergestellte Baustoffe enthalten zum Beispiel Formaldehyd, schädliche Fasern, usw. Diese können gerade in luftdichten Gebäuden, wie sie der Gesetzgeber fordert, zu hohen Schadstoffkonzentrationen führen. Baufritz prüft alle Materialien hinsichtlich ihres Emissionsverhaltens und verbaut ausschließlich geprüfte Materialien. Dabei verlassen wir uns nicht auf die Herstellerangaben, sondern prüfen diese in eigenen Labors. Gleichzeitig führen wir vor Gebäudeübergaben eine VOC-Messung (Luftschadstoffmessung) im geschlossenen Gebäude durch. So wird gewährleistet, dass keine gesundheitsschädlichen Stoffe verbaut wurden.
Moderator: Noch eine Frage zu Allergien:
sina: Ich bin sehr stark auf Hausstaub allergisch. Gibt es Maßnahmen die getroffen werden können, um dies zu vermindern?
Dagmar Fritz-Kramer: Dazu gibt es präventive Möglichkeiten, die sowohl die technische Ausstattung des Hauses als auch die Architektur betreffen. Aber auch Einzelgeräte mit HEPA-Filterung, die ultrafeine Partikel zurück halten, können hier Abhilfe schaffen. Des Weiteren kann durch die Anordnung der Räume, die Zirkulation im Haus und damit die Aufwirbelung von Staub reduziert werden. Eine Sauna im Gebäude ist ebenfalls sinnvoll. Sie ermöglicht das Aufheizen, zum Beispiel von Bettzeug, auf 80° Grad, um das Allergenpotential der Hausstaubmilbe zu reduzieren.
Kommentare (32)
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famosfrank
schrieb am 30.12.2011 um 18:55 ¶powercaptor
schrieb am 02.10.2010 um 00:28 ¶Kommentar schreiben
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