„Der Konsument unterschätzt seine Macht“
33Mit „Wut allein reicht nicht!“ wird der Schauspieler und... mehr
besser: wissen - machen - kaufen
Utopia: Warum Nachhaltigkeit? Warum haben Sie sich für diesen Berufszweig entschieden?
Niall Dunne: Mein Großvater war Schmied. Als er noch jung war lebten 1.3 Milliarden Menschen auf der Erde. Ich bin in den 80igern groß geworden und schon in Gesprächen mit meinem Großvater wurde mir mehr und mehr bewusst, wie stark die Weltbevölkerung zunehmen wird. Heute leben 6.7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten und in nicht allzu ferner, unserer, Zukunft werden es neun Milliarden sein. Wo soll das hinführen? Das ruft nach einer Verantwortung im großen Sinne. Die Geschäftswelt muss sich dieser Problematik stellen. Wir müssen es zu unseren Kernzielen machen.
Sie möchten mehr von Dunne wissen? Fragen Sie ihn und er antwortet auf der Konferenz!
Oder fragen Sie Harald Welzer zu seiner Idee der "Kulturrevolution",
O Koo zu China,
Martin Hoppe-Kilper zum Projekt Desertec.
Was motiviert Sie? Haben Sie Vorbilder oder gibt es irgendwelche Projekte, die Sie als unterstützenswert bezeichnen würden?
Definitiv. Vor Nelson Mandela, der 26 Jahre im Gefängnis sitzen musste, dann aber eine Nation zusammengebracht hat, der Apartheid den Kampf ansagte, einfach sein nicht enden wollendes Engagement... das ist eine unglaubliche Geschichte. Aber auch Martin Luther King, Mahatma Gandhi oder auch Barack Obama mit seinem Slogan „Yes we can!“. Das sind alles Menschen, denen es gelungen ist, andere mit einem Thema direkt anzusprechen und sie für eine gute Sache zu mobilisieren.
An nachhaltigen Projekten finde ich unterstützenswert „One Pack One Vaccine“, die Kampagne von Pampers und UNICEF, die sich gegen Tetanus in der Dritten Welt einsetzt (http://www.unicefusa.org/hidden/pampers-usfund.html). Hier werden konkrete Bedürfnisse und Notwendigkeiten angegangen, Initiativen gestartet, Vernetzungen mit Marken und Anbietern geschaffen, als auch mit NGO’s kooperiert.
Auf der anderen Seite ist jeder für mich ein Vorbild, der Nachhaltigkeit versteht und konkret angeht.
Was machen Sie beruflich? Warum sind Sie bei Ihrer jetzigen Firma eingestiegen?
Ich bin Vorstandsvorsitzender für Saatchi & Saatchi S. in Europa, im Mittleren Osten als auch für Afrika. Saatchi & Saatchi S. ist weltweit führend im Bereich nachhaltiger Beratung, Markenentwicklung und Mitarbeiterbeteiligung. Weltweit haben wir eine Vielzahl an Kunden, sehen uns aber eher in einer operativen Rolle. Jeder unserer Kunden hat ähnliche Probleme, die es gilt gemeinsam und effektiv anzugehen. Wir möchten in der Geschäftswelt etwas bewegen.
Warum Saatchi? Nun, ich mochte schon immer das Abenteuer. Ich mag Herausforderungen. Vor knapp einem Jahrzehnt habe ich angefangen und über die Jahre wurde mir immer bewusster wie wichtig ein nachhaltiger Lebensstil eigentlich ist. Ich wollte weltweit etwas bewegen mit einer etwas anderen Herangehensweise. Mir geht es einfach mehr um die Menschen an sich, und die Problematik, die uns alle betrifft. Dies hat mich dazu gebracht mich global für Nachhaltigkeit einzusetzen. Saatchi & Saatchi warben mich an, und ich fand das Angebot einfach unwiderstehlich.
Einer Ihrer Kunden ist der WWF. Wie kam es dazu? Warum haben Sie Umweltschutzorganisationen als Kunden?
Wir arbeiten mit einigen Umweltschutzorganisationen zusammen. Diese bieten sich insbesondere an, weil sie auf dem Weltwirtschaftsforum als unabhängige Teilnehmer vertreten sind. Dies ist sehr wichtig weil sie von Grund auf neutral sind, mit konstruktiven Ratschlägen wie Wissen Beiträge liefern können, Antworten bestätigen, verifizieren und überprüfen können, wie etwa bei Labels wie MSC (Marine Stewardship Council, dient zur Erkennung von Fisch aus nachhaltiger Züchtung) und Fairtrade-Siegeln. 
Kommentare (7)
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philaleth
schrieb am 26.11.2009 um 09:43 ¶Benjamin Itter
schrieb am 25.11.2009 um 12:47 ¶Kommentar schreiben
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