Nein, es ist nicht in Ordnung, wenn ein Ökostrom-Anbieter einen Teil seines veräußerten Stroms dort bezieht, wo kein reiner Ökostrom verkauft wird. Und es ist erst recht nicht in Ordnung, wenn dieser Ökostrom-Anbieter behauptet, der Zukauf von kurzfristig benötigten Strommengen auf dem freien Strommarkt sei bei Ökostromanbietern „gängige Praxis“. Damit schadet Lichtblick nicht nur sich selbst. Schlimmer noch: Der Ökostrom-Riese diskreditiert mit dieser Falschaussage seine ganze Branche.
Lichtblick vergisst, dass der Bezug von Ökostrom für die Kunden immer noch reine Vertrauenssache ist. Wer da lapidar argumentiert und Transparenz vernachlässigt, zerstört mehr, als er aufgebaut hat. Ökostrom-Kunden wechseln, weil Sie den Atomausstieg wollen. Da ist für viele auch ein Graustrom-Anteil von nur 0,5 Prozent nichts anderes als Betrug.
Lichtblick hat für den Markt der Erneuerbaren Energien bislang viel geleistet. Dass dem Ökostrom-Riesen schon oft vorgeworfen wurde, ökonomische Effizienz über die eigene Glaubwürdigkeit zu stellen, beschreibt nur eine Seite der Medaille. Ökostrom muss massenfähig werden, um eine ökologische Hebelwirkung zu erzielen. Und dazu braucht es konkurrenzfähige Preise. Bei aller Diskussion über das Vorgehen von Lichtblick darf keiner vergessen: Im Vergleich zu den großen konventionellen Stromversorgern ist Lichtblick immer noch ein Heiliger.
In diesem Zusammenhang sollte man auch fragen dürfen, warum der seit der Liberalisierung der Strommärkte gängige Handel an der Strombörse jetzt plötzlich in der Presse als Skandal hochgekocht wird. Malen wir uns doch einmal folgende Situation aus: Angenommen, zwei Menschen treffen sich auf einer der vielen schicken Afterworkparties irgendwo in einer großen Stadt in Deutschland. Nehmen wir weiter an: Einer von beiden arbeitet bei einer Hamburger Zeitung (oder kennt jemanden, der dort arbeitet). Der andere hat ein Interesse daran, der Ökostrombranche einen mitzugeben (oder kennt jemanden, der dieses Interesse hat). Nun spinnen wir uns ferner ein Gespräch zusammen, das etwa so beginnen könnte: „Ich weiß da von so einem Atomstrom-Ding bei Lichtblick, ist echt ein Skandal – aber top secret ...“
Ein unrealistisches Szenario? Angesichts der Medienlawine, die der Financial Times-Artikel provoziert hat, bewahrheitet sich die journalistische Faustregel: Wenn der Pfarrer in den Puff geht, ist das immer noch 'ne Schlagzeile wert.


Kommentare (16)
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Für einen der vier Großkonzerne ist es doch ein leichtes, so eine Meldung zu streuen. Ich warte aber wohl vergeblich auf den Journalisten, die DIESES Szenario aufdeckt!?!
Ich bedauere auch zutiefst den Image-Schaden für die Öko-Strom Anbieter allgemein. Es zeigt, dass sich deren Öffentlichkeitsarbeiter wärmer anziehen müssen, um wenigstens in Zukunft 'geschickter' auf so etwas zu reagieren.
Augen zu und durch. Ich bleib erstmal bei Lichtblick!
Der Strom im Netz ist eine Mischung aus allen aktuell ans Netz angeschlossenen Stromquellen. So kriegt auch der, der 100% Solarstrom bezahlt immer noch den üblichen Mix. Anders wirds wenn Lichtblick wirklich Atomstrom zukauft. Mal ist es Graustrom mal Atom, was denn nun?
Auf der einen Seite: Muss denn immer alles sofort und zu 100% und mit einem lauten Knall anders werden?
Dass es evtl. "noch" nicht genug Grünstromkraftwerke gibt, ist durchaus nachvollziehbar, und lieber ist mir ein Verhältnis von 95% Öko- und 5% Atomstrom, als andersrum.
Auf der anderen Seite: Wenn dem so ist, hat Lichtblick gelogen. 99% Wahrheit mit 1% Lüge gibt es nicht. Meine Meinung.
Und trotzdem würde ich IMMER zu einem Grünstromanbieter wechseln, wenn 1. der Preis stimmt, und ich 2. weniger Atomstrom bekomme als vorher.
Sollte es wirklich so sein, dass Lichtblick mehr als die angegebene Menge zukauft, dann dürfen wir auch nicht vergessen, bei allem Vertrauen und bei aller Aufbruchsstimmung: Auf jedem Markt wird nicht nur mit harten Bandagen, sondern auch mit erheblich brutaleren Waffen gekämpft.
Wie auch immer. Unser (privates) Ziel ist es, egal von welchem Energielieferanten unabhängig zu werden. Und anderen Menschen zu zeigen, wie sie ihren Verbrauch zumindest erheblich reduzieren können. Denn wenn "mein" Strom zwar Öko ist, aber dafür in Afrika statt Nahrung irgendwelche Biomassefelder angebaut werden, dann schneide ich gerne von meinem Wohlstand ein paar Scheiben ab.
Und was "die Medien" angeht, meine ich, dass da ständig jemand von seinem eigenen Vertrauensverlust ablenken will, frei nach dem Motto: "Guckt mal, die sind aber auch böse!"
Mein Fazit: Wir haben ein Ziel, und keine Zeitungsentenmeldung wird uns von diesem Weg abbringen.
Aus dieser Perspektive betrachten sind 100% Ökostrom sowieso unrealistisch. Wichtig ist die Energiewende und der Neubau von Kraftwerken. Die Diskussion um einstellige Prozentzahlen Graustrom im Ökostrom sind hier völlig am Thema vorbei argumentiert. Ein Atomstromtarif, der sich zum Bau neuer Ökokraftwerke verpflichten würde, wäre sinnvoller als ein Ökostromtarif, der keinen Zubau bedingt.
Hamburg, 10.6.2008: Zu dem Artikel der Financial Times Deutschland (FTD) "Schummelei beim Ökostrom", online erschienen auf der Homepage der FTD am 10.6.2008, nimmt LichtBlick wie folgt Stellung:
Die von der FTD aufgegriffene Thematik betrifft nicht den planbaren Stromeinkauf, der den prognostizierten Bedarf der Stromkunden vollständig deckt. Vielmehr geht es hier nur um die Mengen, die zur Kompensation von kurzfristig auftretenden Abweichungen zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Verbrauch der Kunden erforderlich sind. Es handelt sich dabei um zwangsläufig auftretende Mengen, die weniger als ein Prozent der Gesamtmenge ausmachen. Diese sogenannte Regelenergie kann nicht "grün" beschafft werden. Jeder Ökostromanbieter kann diese Abweichungen nur über den Regelenergiemarkt oder den Spotmarkt der Strombörse kompensieren. Alternativen gibt es nicht, weil es weder einen Regelenergie- oder Spotmarkt für Ökostrom noch regenerativ erzeugte Ausgleichs- und Regelenergie gibt. In energiewirtschaftlichen Fachkreisen ist dieser Sachverhalt eine Selbstverständlichkeit. Das von der FTD angeblich aufgedeckte Verfahren ist seit Beginn der Liberalisierung gängige Marktpraxis bei allen Strom- und im Übrigen auch Gasversorgern.
Der planbare Stromeinkauf erfolgt bei LichtBlick - wie durch die unabhängigen Zertifizierer bestätigt - vollständig in regenerativer Qualität. LichtBlick führt eine zeitgleiche Versorgung seiner Kunden durch, deckt den Bedarf der Kunden also zeitgleich in dem Moment des Verbrauchs. Da Strom nicht speicherbar ist, treten bei der Stromversorgung systemimmanent und nicht vermeidbar Abweichungen zwischen dem prognostizierten und dem tatsächlichen Ist-Verbrauch der Kunden auf. Es entstehen viertelstündlich Abweichungen, also Fehl- und Überschussmengen. Diese Differenzen laufen entweder in den Regel- und Ausgleichsenergiemarkt oder können im Spotmarkt, beispielsweise an der Leipziger Strombörse EEX, gehandelt werden. Während der Ausgleichs- und Regelenergiemarkt mit hohen finanziellen Risiken verbunden ist, weil Preise erst im nach hinein bekannt sind, kann mit einem Zu- und Verkauf am Spotmarkt das finanzielle Risiko dieser Fehl- und Überschussmengen reduziert werden. Diese Optimierung führt LichtBlick durch. Kurzfristig auftretende Unterdeckungen werden als Substitut für sonst in gleicher Größenordnung anfallende Ausgleichs- und Regelenergielieferungen am Spotmarkt beschafft. Regenerative Überschussmengen werden aber ebenso am Spotmarkt verkauft oder als regenerativ erzeugte Energie in den Ausgleichs- und Regelenergie geliefert. Ein vollständiger Ausgleich von Zu- und Verkauf ist nicht möglich. Über das LichtBlick-Portfolio ergeben sich so im Saldo Strommengen in Höhe von 0,5 Prozent bezogen auf die insgesamt an Endkunden abgegebene Energiemengen.
Alle Ökostromanbieter, die das Modell der zeitgleichen Versorgung bei Haushalts- und Gewerbekunden anwenden, und alle Zertifizierer von Ökostromprodukten kennen diese grundsätzlichen Abläufe des Strommarktes und akzeptieren aus diesem Grund die oben beschriebenen, unvermeidbaren Abweichungen zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Kundenverbrauch. Es gibt branchenweit einen breiten Konsens, der diesem Umstand, der durch die Nichtspeicherbarkeit des Produktes Strom und damit dieser besonderen Gegebenheit des Produktes und Marktes geschuldet ist, Rechnung trägt. Eine Prognoseabweichung von drei bis fünf Prozent wird branchenweit als sehr gut bewertet.
Rückfragen bitte an:
Gero Lücking, Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: 040 / 63 60 - 12 01, Mobil.: 0170 / 789 00 34, E-Mail: gero.luecking@lichtblick.de
LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH & Co. KG, Zirkusweg 6, 20359 Hamburg
www.lichtblick.de
Genau diese Relativererei ist es doch, gegen die Utopia steht. Wer als Pfarrer akzeptiert werden will, muß sich den Puff verkneifen. Transparenz ist die erste LOHAS-Marketer Pflicht.
Schöne Grüße,
Martin Albrecht
kaufe ich als "Hardcore- LOHAS" mal einen unkorrekt verpackten und hergestellten konventio- Käse, bin ich bei meinen befreundeten normalo- Konsumenten gleich unten durch und gelte als unglaubwürdig, soll diese im Gegenzug aber loben, wenn sie mal nen Liter Bio- Milch kaufen...
Analog: wenn einer der Großen Vier mal irgendwo -ich unterstelle jetzt mal- zu Imagezwecken ein hocheffizientes Kohlekraftwerk baut oder in CSS investiert, soll ich sagen: yeah, DIE retten unser Klima!
Andererseits soll ich nix sagen, wenn kostenlose CO2-Zertifikate mal fix eingepreist werden oder Kohlestrom mit Zertifikaten umettiketiert wird... stört keine Sau!
Sicher nicht korrekt, was Lichtblick da gemacht hat, aber lassen wir doch mal die Kirche im Dorf: 99%Öko ist besser als 99%Nichtöko.
Mal ehrlich: 0,5% des Lichtblick-Stroms sind unbestimmbarer Herkunft - das ist ja nun nicht wirklich ein Drama. Klar hat mich die Nachricht erst mal erschreckt, aber nach einigen Recherchen und ein wenig Nachdenken werden ich bei Lichtblick bleiben und das Ganze weiter beobachten.
Was ist mit den vielen Pseudo-Ökostromanbietern, die 100% Ökostrom anpreisen und man nur im Kleingedruckten lesen kann, dass sie zum Konzern XY gehören und dessen Gesamtbilanz - oops - doch nicht so ganz grün ist sondern z.B. 56% fossilen und 34% atomaren Ursprungs. Und solche Werbung ist erlaubt!? Das finde ich einen viel größeren Skandal!
Erbauliche Grüße
KaiHai
Zitat: "Im Vergleich zu den großen konventionellen Stromversorgern ist Lichtblick immer noch ein Heiliger."
Das findet meine volle Zustimmung. Ich bin gegenüber Lichtblick zwar kritisch und auch nicht Kunde dort, aber besser als die ganz großen sind sie allemal. Da ich von Lichtblick aber von wegen RECS-Zertifikaten und "Bio-Gas" keine massiven Dementi gehört habe, finde ich das schon eher einen Grund zu sagen, dass es halbherzig ist zu Lichtblick zu wechseln.
Aber: wenn sich jemand in die richtige Richtung unkonsequent bewegt, sind die, die garnichts tun immer die, die als erstes auf den Fehlern rumhacken. Selber besser machen!
Das Problem liegt doch eigentlich beim Angebot für Ökostrom. Es sieht doch so aus, dass zu wenig Ökostrom am Markt ist. Die Nachfrage wächst und Lichtblick muss Strom nachkaufen, weil die bestehende Strommenge nicht ausreicht.
Die großen Vier greifen die Gelegenheit beim Schopfe und machen
bei Politik und in den Medien Lobbyarbeit.
Momentan wird doch die Debatte um Atomstrom wieder angeheißt. Die großen Vier sagen die Energiesicherheit ist gefährdet und alle verfallen gleich in Panik. Aus betriebswirtschaflichen Gründen wollen DIE neue, konventionelle Kraftwerke bauen. Aber es liegt doch an uns Konsumenten. Wenn wir sagen, dass wir keinen "schmutzigen" Strom wollen, dann müssen zwangsläufig mehr Windkraft-, Solar-, oder Gezeitenkraftwerke, usw. gebaut werden.
Also muss die Devise heißen: Leute kauft noch mehr Ökostrom, um die Nachfrage zu erhöhen und damit die Institutionen und Investoren dazu zu bringen die alternativen Energiequellen stärker zu fördern.
Lasst uns den großen Vier die rote Karte zu zeigen!
Also Kopf hoch und ab durch die Mitte. Wir sind die Konsumenten!
Laut n-tv.de werden im Juni und Juli bei 39 Stromanbietern die Preise um durchschnittlich fünf Prozent erhöht.
Lichtblick bietet zur Zeit eine Preisgarantie bis zum 31.12.2009.
Die Bundesnetzagentur schätzt, dass rund 1,3 Millionen Haushalte bereits im vergangenen Jahr ihren Stromlieferanten wechselten.
Laut reuters.com waren gut 250.000 davon RWE-Kunden und der Essener Konzern verlor alleine im ersten Quartal 2008 weitere 200.000 Kunden.
Lichtblick gewann zwischen August 2007 und Januar 2008 mehr als 100.000 neue Kunden.
Bei den Stromkonzernen arbeiten sehr gut bezahlte Marketing-Profis mit Top-Beziehungen... und das Lichtblick unter "Ökos" umstritten ist, macht es noch ein wenig leichter.
Die fleddern nämlich fröhlich mit...
Die Atomkonzerne, die regelmäßig Störfälle und Skandale verdecken müssen, können sich jetzt freuen. Ihre Hofschreiber haben ein Haar in der Ökostrom-Suppe gefunden. Frei nach Adorno gibt es wohl keinen absolut richtigen Strom im Falschen. LB hat dies schlecht kommuniziert und womöglich könnten sie bei 0,5% der Strommenge noch höhere Standards ansetzen - ich hoffe, dass sie sich intensiv darum bemühen und realistische Alternativen suchen und ggf. umsetzen.
ich hab´indes noch etwas Aufklärungsbedarf:
was stimmt?
Hier Greenpeace´s (:-) Stellungnahme zu LBs Pressemitteilung:
"Man könne gar nicht anders, heißt es, als den Strom, der "zur Kompensation von kurzfristig auftretenden Abweichungen zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Verbrauch der Kunden erforderlich" ist, auf dem "grauen Markt" einzukaufen - also ohne Grünstrom-Garantie. Und: "Alternativen gibt es nicht."
Aber auch das ist verkehrt: Die Öko-Konkurrenten EWS Schönau und Greenpeace Energy schaffen nach eigenen Angaben sehr wohl, was dem Marktführer nicht gelingen will. Sie kaufen auch den sogenannten Regelstrom klimaschonend ein. Das ist zwar teurer. Aber ehrlich." (Zitat Greenpeace)
Hat Lichtblick tatsächlich eine Schweinmastanlage für sein Biogas? DAS fände ich skandalös. Ich war bisher ganz naiv davon ausgegangen, dass eine Ökostromfirma schon auch in anderen Bereichen ethisch korrekt handelt. Ein Irrtum?
Die Massentierhaltung ist für die Tiere (und die Umwelt) eine ganz furchtbare Qual und vielleicht das größte Tierschutzproblem Deutschlands. Wenn Lichtblick da mitmischt, dann verlieren sie mich definitiv als Kunden. Ich habe bei ihnen mal nachgefragt - und bin gespannt auf die Antwort.
Vielleicht könnte auch der eine oder andere von euch mal eine Mail mit diesem Thema an Lichtblick schreiben, um dem Ganzen mehr Nachdruck zu verleihen?!
Julia
Warum veröffentlicht man einen solchen Kommentar? Wem schuldet man diese alles nivellierende Ausgewogenheit, wem widmet man drei Absätze drohenden Zeigefingers gegen Lichtblick? Und am Ende wird Lichtblick wohlwollend als herausragend Bester in der Reihe der Normalstromanbieter platziert.
Sind wir nicht mehr in der Lage, für eine Sache vorbehaltlos Stellung einzunehmen, wenn sie in der Zielsetzung eine Gerechte ist? Müssen wir Ideologen, Erbsenzähler und Rechthaber bedienen?
Der Kommentar hätte lauten müssen: Unter den real existierenden Strukturen gibt es keinen 100%igen Ökostrom, mit Ausnahme, der Anbieter hätte eine Konzession und ein völlig isoliertes eigenes Netz. Man kann möglicherweise Ökostrom produzieren und solchen einleiten, aber man kann nur Strom verkaufen. Ohne den grauen Strom gäbe es heute keinen Ökostrom, auch nicht bei Greenpeace, das ist leider so. Aber das wollen wir doch ändern und nicht mit Krümelsucherei die Massen verunsichern. Sie verträgt mehr richtige Aufklärung als manche glauben. Dazu bedarf es keines Geschwätzes selbsternannter und ausgezeichneter Experten.
Zeitgleich Ökostrom einkaufen und die gleiche Menge verkaufen, gliche der Quadratur des Kreises. Wenn Greenpeace erklärt, sie lieferten in der Bilanz 100% Ökostrom, dann müssen sie 100% plus X einkaufen. Ob uns das dem gemeinsamen Ziel 100% regenerative Energie rascher näher bringt, ist zu bezweifeln.
Ökostrom verkaufen ist ein Geschäftsmodell, wie Utopia ein Geschäftsmodell ist. Wenn diese Geschäftsmodelle für ein Ziel eintreten, das man für das richtige hält, dann unterstützt man diese und gönnt ihnen auch den wirtschaftlichen Erfolg. Dazu gehört auch, sie gegen polemische Angriffe und unsachliche Kritik vorbehaltlos zu verteidigen.
Wenn man nicht weiß, was Ökostrom so wirklich bedeutet, nicht weiß, wie das funktioniert und keine Ahnung von der Psychologie der Massen hat, sollte man sich doch überlegen, ob oder wie man etwas öffentlich verbreitet.
Um jedem Irrtum vorzubeugen, ich habe keine Beziehungen zu Lichtblick, aber ich bin Förderer von Greenpeace, seit es Greenpeace Deutschland gibt und werde es bleiben.
Das musste heraus, obwohl ich doch ein so harmoniebedürftiger Mensch bin.
Ich wünsche Utopia und allen die ein hehres Haupt- oder Nebenziel verfolgen Erfolg für die Zukunft.
Horst Rüdiger
ich finds gut, daß die utopia-gemeinschaft lärm macht, wenn ein etabliertes "öko-unternehmen" in die kritik gerät und mist baut, sprich kundenvertrauen untergräbt... -auch die öko-, bio-, nachhaltigkeits-branche, -industrie braucht einen kritischen blick von unsd allen den kunden. deswegen gibts 5 punkte!!!
aber weil das nur eine seite der münze ist, gibts von mir den link zur pressemitteilung von lichtblick. hier antwortet der, für seine traparenz bekannte, energieanbieter...
http://www.lichtblick.de/img/home/080612_LichtBlick-Stellungnahme_zur_aktuellen_Diskussion_um_Oekostrom_von_LichtBlick.pdf
viel freude beim informieren wünscht -enzio-.