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Wahrheit – Glaube – Pragmatismus

Klimawandel – ein großer Irrtum

Glauben Sie an den Klimawandel? 30 Prozent der Deutschen tun es nicht und halten sich damit an eine in der Wissenschaft scheinbar häufig vertretene These. Doch das ist ein Irrtum, nur eine Handvoll Wissenschaftler zweifelt am Klimawandel. Utopia fragt, warum deren Meinung so viel zählt.


Glauben Sie an Gott?

Der moderne Mensch ist es gewohnt, die Existenz von unterschiedlichen Meinungen und Wahrheiten zum selben Thema hinzunehmen. Er kann sogar damit leben, dass an unterschiedliche Schöpfungs-Geschichten seiner Welt (mit verschiedenen Schöpfern) geglaubt wird. Er akzeptiert dabei auch, dass andere Menschen den eigenen Glauben nicht fürwahr halten. Einfach hat er es nicht, der moderne Mensch – immer wieder muss er sich bekennen, aber woran soll er sich halten?

Glauben Sie an den Klimawandel?

Glauben Sie etwa an den Klimawandel? Nein? – Dann gehören Sie zu jenem Drittel der deutschen Bevölkerung, dass an die Wahrheit der so genannten Klima-Leugner glaubt. Bekanntermaßen streiten sich zu dieser Frage zwei große, verfeindete wissenschaftliche Lager mit guten Argumenten. Irrtum! „Der Spiegel“ beruft sich dieser Tage auf eine US-Studie, nach der 97 Prozent aller Klimatologen weltweit davon ausgehen, dass sich die Erde durch von Menschen produzierte Treibhausgase erwärmt.

Irrtum Klimawandel

Drei Prozent der Wissenschaftler erreichen mit ihrer Meinung also dreißig Prozent der Deutschen. Wie ist das möglich? Der Spiegel antwortet beispielhaft mit einem Porträt des US-Physikers Fred Singer, der als Lobby-Wissenschaftler mit gewieften PR-Taktiken Wahrheitskriege für Regierungen und Wirtschaft führt. Bei der FDP sei der „Handlungsreisende in Sachen Klimazweifel“ regelmäßig zu Gast.

Wahr ist, was (für die eigenen Interessen) am förderlichsten ist

Gewiss, auch Regierungen und Unternehmen müssen sich für und gegen Wahrheiten entscheiden, nach denen sie ihr Handeln richten (wollen). Dass dort auch pragmatisch nach dem Motto „wahr ist, was für die eigenen Interessen am förderlichsten ist“ gehandelt wird, kann wohl niemanden verwundern.

Vielleicht ist Pragmatismus auch eine mögliche Antwort auf die Frage, wie eine Handvoll Wissenschaftler 30 Prozent der deutschen Bevölkerung die Klimaerwärmung bezweifeln lässt. Ist es nicht viel angenehmer, sein Verhalten im Hier und Jetzt nicht für eine lebenswerte Zukunft einschränken zu müssen?

Utopia ist gespannt auf Ihre Meinung (und auf Ihren Glauben)!

Thema: Klima- und Umweltschutz, Stand: 08.10.2010 von

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    schrieb am 11.12.2011 um 18:28
    "Dass dort auch pragmatisch nach dem Motto „wahr ist, was für die eigenen Interessen am förderlichsten ist“ gehandelt wird, kann wohl niemanden verwundern."



    Für mich klingt das mehr pragmatistisch als pragmastisch
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    schrieb am 24.10.2011 um 17:51
    Wissenschaftler räumen "Skeptiker"-Argumente aus

    Die Berechnungen des Berkeley Earth-Projektes bestätigen den Aufwärtstrend der globalen Durchschnittstemperatur.

    Mit dem Ziel, die Kritik an früheren Arbeiten zur Erderwärmung auszuräumen, haben Wissenschaftler des Berkeley Earth Surface Temperature-Projektes die Ergebnisse ihrer Arbeit vorgestellt. Der Studie zufolge, die ausschließlich die globale Erwärmung der kontinentalen Flächen untersucht, hat sich die globale Durchschnittstemperatur seit Mitte der 1950er Jahre um einen Grad Celsius erhöht.


    Die Wissenschaftler werteten Daten von mehr als 39.000 Wetterstationen aus und damit fünf mal mehr als das Global Historical Climatology Network Monthly (GHCN-M), das bisher als Grundlage für viele Klimastudien diente. Mit einer neuen statistischen Auswertungsmethode, die auch die unterschiedliche Qualität der Wetterdaten berücksichtigt, wollten die amerikanischen Wissenschaftler der Kritik an früheren Studien begegnen.


    Etwa hatten Klimaskeptiker in der Vergangenheit immer wieder bemängelt, dass sich Wettermessstationen in oder bei größeren Städten befinden und die Daten hierdurch verfälscht würden. Zwar trage der sogenannte "urban heat island-Effekt" in einigen Regionen erheblich zur lokalen Erwärmung bei, sagten die Wissenschaftler des Berkeley Earth-Projektes. Insgesamt aber bedeckten Städte nicht einmal ein Prozent der globalen Landmassen und spielten deshalb keine Rolle.

    "Die größte Überraschung war, dass unsere Ergebnisse so nahe an den Erwärmungswerten zuvor in Großbritannien und den USA publizierter Arbeiten liegen", sagte Richard Muller, Physikprofessor an der Universität Berkeley in Kalifornien und Gründer des Berkeley Earth-Projektes. "Das bestätigt, dass diese Studien sorgfältig durchgeführt wurden."

    Den Aussagen der Wissenschaftler zufolge verzeichnet rund ein Drittel der ausgewerteten Wetterstationen über die vergangenen 70 Jahre hinweg lokale Temperaturabkühlungen, während die restlichen zwei Drittel Trends zu höheren Temperaturen zeigen. "Die große Anzahl der Stationen, die eine Abkühlung verzeichnen, könnte vielleicht einen Teil der Zweifel am Klimawandel erklären", sagte der beteiligte Physiker Robert Rhode.

    "Die globale Erwärmung verläuft zu langsam, als dass Menschen sie direkt fühlen könnten. Wenn dann der örtliche Wettermann erzählt, dass die Temperaturen genauso oder gar niedriger sind als hundert Jahre zuvor, glaubt man ihm natürlich." Die Erderwärmung könne aber nicht mit einigen wenigen Stationen bestimmt werden, sondern brauche hunderte bis tausende Wetterstationen, aus deren Daten der Mittelwert bestimmt werden müsse. mehr weniger
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    schrieb am 20.10.2011 um 18:20
    Raus mit den Klimaleugnern!
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    schrieb am 26.04.2011 um 16:21
    Als ob es eine Sache des Glaubens wäre!

    Die Erde hat sich schon seit Jahrmillionen, (wenn nicht Jahrmilliarden) ständig verändert und wird es auch weiterhin tun. Ob und wieviel von der Gattung Mensch daran glauben oder nicht, ist unerheblich.

    Dazu gehört auch der momentan stattfindende Klimawandel.
    Gefährlich ist es, ihn zu ignorieren. Ja sogar mitunter tödlich.

    Denn dieser vollzieht sich langsam genug um den Leugnern Raum zu geben. Schließlich geht ja die Welt auch nicht von heute auf morgen unter, wie es schon manche religiöse Fanatiker gerne gesehen hätten.


    Schon in der Bibel steht: Wer Augen hat der sehe, wer Ohren hat, der höre,...

    Meiner bescheidenen Meinung nach trifft das auch auf unser Herz zu (für die, die eins haben):

    Wer ein Herz hat, der fühle (tief nach innen. Dort wird er/sie die Antwort finden)

    Freilich in der heutigen Zeit fast kaum möglich, dank einem prasselnden Potpourri an Einflüssen, schon von medialer Seite und auch direkten Umweltbelastungen (Luftverschmutzung, Mobilfunk, Radioaktivität), dazu noch Stress und Angst vor Arbeitsplatzverlust.
    Wer da "noch Zeit hat" über Klimawandel nachzudenken, wird von den Hamsterrädlern (voll ausgelasteten Arbeitnehmern) noch belächelt.

    Eine fatale Einstellung. mehr weniger
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    schrieb am 10.03.2011 um 13:56
    MOIN
    Meine Sicht der Dinge ist schon geraume Zeit durch die NeuOffenbarungen geprägt.
    Was sich da an Aussgen zu der Zukunft der Menschheit findet, ist für die nächsten Jahre heftig.
    .
    Eine Einführung kann man sich mal leisten.
    Ich empfehle "Der unbekannte Prophet Jakob Lorber"
    "Naturkundliches Lorber Lexikon" WAS STEHT WO

    Hoffnung macht mir neuerdings:
    www.kiteenergy.blogspot.com Inhalt mehr weniger
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