Auf Utopia wollen wir oft Lust machen. Lust auf die besseren Produkte und guten Unternehmen. Die Niederungen der Konsumwelt reichen aber bekanntlich weit nach unten – jenseits von gut und besser. Irgendwo in der Tiefe steckt die Zigarette.
Alte Bekannte – Warnhinweise auf Zigarettenschachteln
Vor dem Rauchen kann man nur warnen. Zum Glück geschieht das längst – auch da, wo es – wie man meinen könnte – so richtig weh tut. Auf dem Produkt. Zwar hat man sich inzwischen an die obligatorischen Warnhinweise auf Zigarettenschachteln gewöhnt. Dennoch bleibt die Konstellation absurd: auf einem furchtbar weit verbreiteten Konsumgut (oder auch „Genussmittel“) wird in drastischer Manier vor dessen Sinn und Zweck, dem Konsum, gewarnt. Das Rauchen bleibt ein Rätsel. Früher hatte noch eher brav der EG-Gesundheitsminister gewarnt, dass Rauchen die Gesundheit gefährde, heute schmücken anschauliche Warnungen im Todesanzeigen-Antlitz Deutschlands Kippenschachteln. „Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs“, „Rauchen kann die Spermatozoen schädigen und schränkt die Fruchtbarkeit ein“ oder „Raucher sterben früher“, heißt es da etwa.
Schockbilder – jetzt auch in den USA
Die USA haben kürzlich beschlossen, anschaulichere Wege zu gehen. Ja, die Heimat des Marlboro-Manns, das Land dessen Freiheitsgefühl einst mit der Zigarette symbolisiert wurde, will seine Raucher schockieren: Ab Herbst 2012 werden Bilder von zerstörten Lungen, Krebsgeschwüren am Kehlkopf, verfaulten Mundhöhlen, Leichen und vieles mehr auf den Zigarettenpackungen zu sehen sein. Diese Möglichkeit zur Abschreckung hält die EU ihren Mitgliedsstaaten in ganz ähnlicher Form übrigens schon seit 2004 bereit. Freiwillig zum Einsatz kommen die Schock-Fotos allerdings nur in Belgien, Rumänien, Lettland und Großbritannien.
Australien will Zigaretten-Marken zerstören – die EU auch
Aber da tut sich was in der EU, allerdings in eine andere Richtung, nach australischem Vorbild. Australien nimmt den Zigaretten das, was ihren Rauchern oft besonders wichtig ist, die Marke. Als erstes Land der Welt werden ab Januar jegliche Werbung, Farbe, Logos und Markennamen auf Zigarettenschachteln verboten sein. An deren Stelle tritt ein einheitliches, abschreckendes, monotones Grün. Der Herstellername soll nur noch klein und in Einheitsschrift genannt werden dürfen. Das Einzige, was gut sichtbar sein wird, werden die in Australien auch jetzt schon vorhandenen großflächigen Warnhinweise samt Schockbildern sein.
Hier gibt es den Vorher-Nachher-Vergleich für Australien
Wie der Spiegel berichtet, will sich die EU wohl am australischen Modell orientieren und es den Rauchern mit fehlendem Marken-Branding(!) schwer machen, zwischen den Zigarettenmarken zu unterscheiden. Schockbilder werden hingegen vermutlich fehlen.
Was halten Sie davon? Sind die Schockbilder das richtige Mittel oder einfach nur geschmacklos? Ist die australische Idee, die Marken zu zerstören, vielleicht sogar die schärfere Waffe (Phillip Morris hat bereits dagegen geklagt)? Was bleibt von Marlboro ohne sein Rot, von Camel ohne sein Kamel und von Gauloises ohne ihren Gallier-Helm?


Kommentare (189)
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"Geschmacklos" fand ich z.B. die Benetton Werbung seinerzeit. Aber was war daran geschmacklos? Die Bilder waren wahr, also was darauf zu sehen war, war die Wahrheit.
Natürlich soll das Bild für ein Produkt das Produkt bewerben und der Konsument soll animiert werden, mehr davon zu erwerben. (der Schuss ging bei Benetton glaub nach hinten los...aber das ist ja jetzt ein Exkurs...zurück zum Thema:)
Soll einer mehr Zigaretten kaufen??
Nein, sag ich als Nichtraucher. Wenn also der Preis für die Packung nicht abschreckend ist, wenn der Aufdrck "achtung macht tot" nicht ausreicht, dann halt Symbole, die versteht jeder - egal unter welchem weiteren Suchteinfluss noch - Raucherlunge, kaputte Zähne...Bilder rütteln wach.
(wenn ich eine Hochschwangere Frau mit Zigarette an der Klinik sehe - und glaubt mir, ich habe schon viele gesehen, ich wohnte nahe einer Entbindungsklinik - dann möchte ich hingehen und ihr eine Klatschen...weil mir das Baby im Bauch so leidtut...sorry; aber wie fahrlässig kann man eigentlich sein? Wie strohdoof? Mir blutet da echt das Herz?!! Eigene Sucht, eigenes Vergnügen geht vor Gesundheit des Ungeborenen...wie bekloppt ist das denn?)
Gestern hab ich seit längerem mal wieder (...) Spirituosen gekauft (ehem). Von mir aus soll da auch noch drauf stehen, dass es Hirnschäden gibt, wozu Suchtprobleme führen, wie hoch die gesamtwirtschaftlichen Kosten für Alkoholkrankheiten und Folgen sind usw....
Es geht nicht um "Gefallen haben" an solchen Bildern. Es geht um die Wahrheit.
Und Wahrheit muss an die Öffentlichkeit.
Die Schockbilder finde ich in Ordnung.
Malen (und damit meine ich: schönmalen) kann ich selber... da brauch ich keine Marketingabteilung von sonstwem.
Ich weiß nicht, was das bringen soll...die Marken sind ja fest verankert im Raucherhirn.
Wer raucht, weiß was er will und geht dann eben nach dem Namen.
Ich glaube nicht, daß Marlboro sein Rot oder Camel sein Kamel noch braucht.
Wir sind doch alle damit infiltriert.
Vermutlich erzählen Opa und Oma Ihren Enkeln dann die Legende von dem netten Kamel und dem einsamen Cowboy, die es mal gab, damals, als man noch in der Öffentlichkeit rauchen durfte. ;-)
Also ich hätte mich davon nicht abhalten lassen, als ich noch geraucht habe (zum Glück schon ein paar Tage her).
Von Schockbildern vermutlich auch nicht.
Letztendlich hat bei mir schon das Wissen um das Risiko geholfen.
Ich hatte einfach Angst, daß ich eines Tags nicht mehr Bergsteigen gehen kann oder dgl. wenn ich so weiter mache.
Ich hatte ja schon einen Dauerhusten, der nicht mehr wegging.
Preiserhöhung hilft ja offensichtlich auch nichts und hat bei mir auch nichts geholfen.
Wenn ich mir vorstelle, wie wenig Geld ich im Studium hatte, dann war die PackungTabak pro Tag ein ganz schöner Kostenfaktor.
Trotzdem finde ich OK, wenn die Tabak-Steuern immer wieder drastisch erhöht werden, das Geld sollte dann dem maroden Gesundheitswesen zu Gute kommen.
(die würden auch nicht wenn Schockbild drauf ist, vermute ich auch, da hast du recht)
-> guter Ansatz mit dem Gesundheitssystem
Die Konzerne sollten von den Gewinnen eine Gebühr gleich entrichten auf direktem Weg in die Gesundheitskassen
Eben deshalb! Geile Idee! Hoffentlich setzt sich das durch. Auch Bilder von Kindersklaven auf Kakaoverpackungen fände ich nicht schlecht.
Und wer 50 gesammelt hat, kriegt eins geschenkt...
Aber solange mir keiner ins Gesicht qualmt oder mich dazu zwingt, ist es mir soo egal.
Ich wüsste auch nicht, was es andere Leute angeht.
Die einen rauchen, die anderen saufen, die anderen kiffen, die anderen landen im Rollstuhl weil sie Skateboard fahren, der andere fährt ohne Fahrradhelm Fahrrad...
Nee, so einfach kann man sich's nicht (mehr) machen, denn abgesehen vom Effekt des Passivrauchens ist schon der Tabakanbau alles andere als nachhaltig: http://www.utopia.de/magazin/wie-umweltfreundlich-kann-rauchen-sein-der-welt-liebstes-bad-good-tabakwaren-american-spirit-manitou?p=2
"Durch die Zusammenarbeit mit mir erhöht sich ihr Stressfaktor, die Chance auf eine Herz Kreislauferkrankung, Burnout oder sonst was sind ihnen sicher"
Oder für Politiker "Mit mir sind faschistische Ordungstrukturen gesichert"
"Wenn sie keine Luft mehr zum Atmen brauchen wählen sie mich"
oder das Fernsehen "Achtung Volksverdummung"
Die Bilder dazu kann sich jeder selbst ausmalen.
Five Dollar hat's doch schon geschrieben - gegenseitige Rücksichtnahme vorausgesetzt, sollte es doch vollkommen freigestellt sein, wie jemand sein Leben führt (in einer liberalen Gesellschaft). Absolute Zustimmung.
Ach ja: Und Autos sollten grundsätzlich nur noch mit mindestens schäferhundgroßen Bildern von Verkehrsunfällen fahren dürfen.
Aber im Ernst: Es geht nicht um Lust beim Rauchen. Man kann eigentlich ohne Suchtverhalten nichts genießen, was einem schadet. Es gibt (ausser misshandelten Affen^^) kein Tier, was Rauch sucht. Instinktiv verlassen Tiere und Menschen verrauchte Bereiche, weil sie instinktiv wissen, dass Rauch nichts Gutes bedeutet. In erster Linie bedeutet Rauch Gefahr durch Feuer. Der Instinkt jedenfalls ist gegen Rauch. Man kann das nicht einfach genießen. Denkt an euren ersten Zug! Habt ihr gehustet oder gesagt "Mmmmmh! Fantastisch! Dieses Aroma von aufgeheiztem Fahrbahnbelag und brennender Giftmülldeponie! Dieses Kitzeln im Hals, dieses zarte Frühlingsgelb meiner Finger/Zähne. Einfach herrlich! Dieses hochwertige und hochpreisige Produkt macht, dass ich mich fühle wie ein Privatpatient in der Onkologie."
Wenn es euch "Lustrauchern" wirklich einfach nur schmeckt, wieso siegt dann nicht die Vernunft und ihr lasst es bleiben? Jede Zigarette ist schädlich, nicht erst 10Stück am Tag. Nussallergiker verspüren sicher auch Lust auf Nougat oder Nusskekse, aber sie wissen, dass es sie ins Grab bringt und sie essen es nicht. Trotz Lust.
Du sagst es, es gibt kein Tier, dass Rauch sucht. Ich bin aber kein Tier, sondern ein Mensch. Menschen sind irgendwann auf die Idee gekommen, aus der Höhle zu kriechen, und sich nicht mehr um ihre Biologie zu scheren (jedenfalls nicht mehr NUR um sie). Jetzt können wir am Schreibtisch oder wo auch immer sitzen, und uns gegeseitig Mitteilungen schreiben, und andere können auch noch mitlesen! Ist doch toll...neben Computer, Sprache, Elektrizität und Internet gibt's noch so unnatürliche Sachen wie Fahrradfahren lernen - denk an das erste Mal auf dem Fahrrad - also ich hab' mir da ganz schön blutige Knie geholt, kann Dir sagen...
Kurzum: Rauchen ist eine Kulturtechnik unter vielen anderen. Die kann man natürlich blöd finden, ist aber kein Argument, das "objektiv" abzuschaffen.
Und: Warum sollte ich was lassen, was mir schmeckt? Darum geht's doch bei dem ganzen Theater - auch mal nicht "vernünftig" sein zu dürfen. Vernünftig ist es, auch mal Spaß zu haben - die einen haben Spaß beim Rauchen, die anderen, wenn sie's lassen...So what? Ist das wirklich so schwer zu begreifen?
Tu was du willst mit deinem Körper, ist mir egal, solange es mich nicht betrifft. Aber geh doch mal wirklich in dich, nicht jetzt irgendwann und frage dich, was dir schmeckt. Ein selbstgemachter Käsekuchen, gegrillter Käse, Schokolade, gebrannte Nüsse, Erdbeeren...
Meiner Meinung nach, enthält Zigarettenrauch keinen Geschmack. (Eher noch Zigarren). Die meisten Leute finden die erste Zigarette eklig, später mit der Sucht kommt die Illusion des Genusses dazu (hab dazu einige Leute befragt, falls du mir das glaubst).
Versuch's doch einfach mal einen Monat ohne Zigaretten und überleg dann, ob Zigaretten leckerer sind als ein Glas Wein, Knabberbrezeln oder Schokotorte. Ich denke, man kann nicht objektiv urteilen, wenn man abhängig ist (wenn auch nur leicht, aber du kannst es dir ja selbst beweisen, indem du ne Zeitlang ohne lebst).
Die Natur ist für mich immer der Ausgangspunkt. Ja, wir haben uns entwickelt, die Frage ist aber, ob es Sinn macht. Beispiel: Der menschliche Körper ist sehr robust, allerdings sterben wir schnell bei Autounfällen, weil wir für diese Geschwindigkeit nicht gebaut sind. Und wenn der Instinkt lautet "Rauch- lauf schnell weg", dann muss da was Wahres dran sein. Ist es auch, seit wie Labore und Statistiken haben wissen wir, Rauchen ist krebserregend. Unser Instinkt wusste das schon lange. Aber trotzdem Glückwunsch, dass du deine tierischen Instinkte überwunden hast und den Rauch genießen kannst! ;) Im Ernst, wenn es dir wirklich Freude macht, dann solltest du Rauchen und es genießen.
Zum Beispiel! Das ist kein sicherlich nicht rühmlich, aber letzten Endes einfach das Resultat daraus, dass wir Menschen uns eben von der eigenen Natur emanzipieren können bzw. sie kulturell überformen oder verformen. Dabei kommt es dann zu so Ideen wie Feuer machen, irgendwann aber auch zu Ideen wie Staaten machen etc. und dann wird's kompliziert und letztlich vernichten wir damit ein Teil unserer natürlichen Umgebung.
ABER: Das alles ist noch kein Grund, die Fähigkeit zur Kultur und damit das Menschsein grundsätzlich abzulehnen - wir können doch nicht ernsthaft wieder zurück in die Höhle kriechen...vielleicht mal so als Selbsterfahrungsnummer auf Zeit ganz schön; aber ich mag unsere Zivilisation grundsätzlich schon, auch wenn es seltsame Auswüchse gibt, die ich nicht teilen mag...Großraumdissen etwa. Aber andere mögen's eben. However.
Geschmacksfrage: selbstgemachter Käsekuchen? Fantastisch! Halt nicht immer... Erdbeeren? Wunderbar! Her damit... Zigaretten? Ja, auch manchmal...nicht immer - letztens im Urlaub an der Ostsee eine Woche lang nicht geraucht, ohne Entzugserscheinungen.. Aber wieder zuhause, abends wegegangen, tanzen, trinken, und dann hatte ich eben Bock auf 'ne kippe - was ist so verkehrt daran. Raucher sind doch nicht per se vollkommen degenerierte, geschmacksverwahrloste Wesen. Eigentlich sind Raucher ganz normale Menschen, die eben hin und wieder eine rauchen;-)
Aus Engels: Dialektik der Natur - Über den Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen
"Wir sahen, wie die Ziegen die Wiederbewaldung von Griechenland verhindern; in Sankt Helena haben die von den ersten Anseglern ans Land gesetzten Ziegen und Schweine
es fertiggebracht, die alte Vegetation der Insel fast ganz auszurotten, und so den Boden bereitet, auf dem die von späteren Schiffern und Kolonisten zugeführten Pflanzen sich ausbreiten konnten. Aber wenn die Tiere eine dauernde Einwirkung auf ihre Umgebung ausüben, so geschieht dies unabsichtlich und ist, für diese Tiere selbst, etwas Zufälliges.
Je mehr die Menschen sich aber vom Tier entfernen, desto mehr nimmt ihre Einwirkung auf die Natur den Charakter vorbedachter, planmäßiger, auf bestimmte, vorher bekannte Ziele gerichteter Handlung an."
Engels: Dialektik der Natur, MEW Bd. 20, S. 451
Glaubst du wirklich daran, dass etwas frei sein kann in einer Gesellschaft? Mensche brauchen Grenzen. Wenn sich jemand umbringt schadet dass mir nicht, aber das Leben hat bei uns einen Wert und der wird verteidigt.
Ja, das Leben hat einen Wert bei "uns" - solange man nützlich für die Volkswirtschaft ist und zu einem gesunden Volkskörper beiträgt. Wie das Leben verteidigt wird kann man z.B. ganz gut an EU-Außengrenzen besichtigen und - teilweise - an der Diskussion um die Sterbehilfe...aber ich schweife ab.
Und warum bitteschön wird Rauchen immer mit sich umbringen in Verbindung gebracht? Rauchen ist Rauchen, hat als solches ein bestimmtes Risiko, wie Bergsteigen, am Straßenverkehr teilnehmen etc. auch - da allerdings bringt sich keiner um.
"Wieso lustfeindlich? Mir macht es z.B. Spaß Rauchsüchtigen den Spaß zu verderben ;-) "
Das ist natürlich ein Argument! ;)
"Grenzenlose Freiheit ist eine Illusion."
Und die grenzenlose Freiheit hab' ich jetzt noch mal genau wo gefordert?
Das gleiche gilt natürlich für Abgase und zuviel ständigem Lärm !
Auf ALLEN GEBIETEN muss was getan werden! Wir geniessen es z.B.wieder , ab und an wieder in ein Restaurant gehen zu können , ohne einem fürchterlichen Mief ausgesetzt zu sein.
Ob man für den einzelnen Raucher durch Neutralisierung der Verpackung etwas erreicht, bezweifle ich. Wer sich von seiner Sucht nicht lösen will, dem ist nicht zu helfen.
Ob man sich nicht auf vielerlei andere Weise LUST und FREUDE verschaffen kann?
In der Diskussion um das Thema wird gerne ausgeblendet, dass es sich beim Rauchen um eine schwere Suchtkrankheit handelt. Bei dieser psychischen Erkrankung hat die Methode Abschreckung nur einen äußerst begrenzten Nutzen. Vielleicht hält es einige davon ab, mit dem Rauchen überhaupt erst anzufangen, aber ich glaube, man täuscht sich, wenn man hofft durch solche Methode viele Raucher zum Aufhören zu bewegen.
Das Rauchverbot in Restaurants etc. ist sicherlich sinnvoll, denn Raucher sind - das liegt in der Natur der Sucht - rücksichtslos - nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen andere. Auch wenn ich sonst Verbote für wenig geeignet halte unser Zusammenleben in der Gemeinschaft zu gestalten.
Erfreulich ist sicherlich auch, dass die Schädlichkeit von Rauchen in der Öffentlichkeit angekommen ist, dass es für die Allermeisten nicht mehr was "Cooles" ist.
Letztlich geht es eben doch um mehr als nur die Raucher. Es geht um unseren Lebensstil, die Ernährung, die Abgase, der Alkohlol usw.. Da gibt es vieles was schädlich ist. Wenn ich mir vorstelle, das würde auf dieselbe Art und Weise bekämpft wie der Nikotinkonsum, wird mir ganz komisch.
Natürlich sollen wir uns gegen Rücksichtslosigkeit (siehe Passivrauchen) wehren. Doch darüber hinaus wäre es doch angebracht die Betroffenen mit ihrer Krankheit ernst zu nehmen (nicht erbittert bekämpfen). Vielleicht können wir selbst uns mit unseren vielfältigen Krankheiten und Leiden ernst nehmen. Vielleicht können wir uns dann heilen - und so auch die Gesellschaft.
Eine Gesellschaft mit einem Diktakt des Lebenstils (Ökodiktat, Naturdiktat, Gesundheitswahn) halte ich für bedenklich.
Juhu!
ist Ernst Jandl auch hier?
ich hatte mich nur verschrieben. Aber ich finde "und da liegen und sich anscheißen und saube rgemacht werden" interessant.
Auf der einen Seite wettert man gegen das Rauchen. Auf der anderen Seite vedient der Staat kräftig mit an der Tabaksteuer. Selbst an den erkrankten Menschen verdient der Staat und die Pharmaindustrie kräftig mit. Als bleiben Sie schön krank.
Ich kenne Höhlenzeichnungen, worauf Menschen am Feuer sitzen und rauchen. Nun gut, könnte dieser oder jener sagen, die wußten noch nicht wie schlecht rauchen ist. Aber, ist rauchen wirklich so schlecht? Sind es nicht vielmehr die bis zu 300 Zusatzstoffe welche die Tabakindustrie in die Zigaretten gibt, um die Menschen recht schnell abhängig zu machen? Ach nein es geht ja um unsere Gesundheit. Um die Nichtraucher!?
Warum werden dann Gaststätten nicht mit Verboten belegt, wenn es doch so einfach wäre die Gastwirte per Gesetz zu zwingen ein ordentliches Be und Entlüftungssystem zu installieren?
Glaubt mir das wäre zu billig und darauf kann man keine Steuer erheben.
Die durch das Rauchen erkrankten Menschen kosten den Staat ein Mehrfaches von dem, was sie an Tabaksteuern einnehmen. Das zu ignorieren und dagegen noch zu behaupten, der Staat verdiene an den Kranken (Wie bitte soll das denn gehen? Mit so ein bisschen Steuer auf die Pharmaka?) ist wirklich ein starkes Stück.
"Warum werden dann Gaststätten nicht mit Verboten belegt, wenn es doch so einfach wäre die Gastwirte per Gesetz zu zwingen ein ordentliches Be und Entlüftungssystem zu installieren?"
Ich hoffe das ist ein Witz, den ich nicht verstanden habe. Die Wirte zu einer Investition von Tausenden Euros zu zwingen, um ein Übel einzudämmen, das auch kostenlos beseitigt werden könnte? Ich weiß wirklich nicht, wie sie sich das vorstellen...
Ein schlagender Beweis für die Nützlichkeit des Rauchens. Die Entlastung der Rentenkassen ist im Übrigen auch nicht zu verachten ;-)
Meinetwegen könnte auf jeder Packung stehen: Sie entlasten am Ende die Volkswirtschaft. Danke! Ihre Rentenversicherung!
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,533257,00.html
Aber klar, wer mit 45 das erste Bein verabschiedet und mit 55 stirbt, kostet die Rentenkasse weniger.
http://hhirschel.wordpress.com/okomarx/okologischer-humanismus/
:-)
Das Zitat habe ich auf der Seite beim Durchstöbern gefunden, da steht allerdings nichts vom Rauchen.
"Man kann sich aussuchen, was mehr Erschrecken auslöst: Die Kernschmelze des globalen Bankensystems, die horrenden Kosten der Rettungsversuche und die Negativfolgen für Investitionen, Beschäftigung und Einkommen in der „Realwirtschaft“, der zunehmende Hunger in der Welt … oder der Temperaturanstieg in der Antarktis um 5° Celsius in diesem bemerkenswerten Jahr 2008"
Elmar Altvater
Als Zusatz wäre noch anzufügen :.... oder die Bilder auf Zigarettenpackungen.
Hab' nichts anderes behauptet - und hab' auch kein Problem damit, dass in öffentlichen Gebäuden/ ÖPNV nicht geraucht werden darf.
Ganz anders sieht es für mich z.B. bei Gaststätten aus: das sind private Unternehmen/ Gewerbe. Und da finde ich es bedenklich, wenn den Eignern vorgeschrieben wird, wie sie ihr Lokal gestalten. Es können doch Nichtraucher und Raucherlokale nebeneinander bestehen - die Leute können dann je nach Lust und Laune in das eine oder das andere gehen. Wo ist das Problem?... So funktioniert doch der ganze strategische Konsum, wenn ich's richtig verstanden hab': Was jemand nicht will, soll er nicht kaufen. Dann verschwindet's auch irgendwann.
Zur Rücksichtnahme - klar können Raucher Rücksicht nehmen: ich z.B. frage jemanden, ob ich lieber auf dem Balkon rauchen soll, ich Rauche auch nicht am Tisch, wenn jemand dabei ist, der das nicht mag. Wo ist das Problem?
Was heißt rücksichtslos gegen sich selbst? Ja, vielleicht schon..aber hey: ich möchte nicht zwangsbeglückt werden. Und komme mir jetzt keiner und sage, du wirst gezwungen, merkst es nur selbst noch nicht. Loslassen bitte. Ich möchte als erwachsener, mündiger Mensch behandelt werden.
Ob man sich nicht auf vielerlei andere Weise LUST und FREUDE verschaffen kann?
Sicher, mir macht auch ins Kino gehen z.B. Freude, und mir macht es manchmal Freude, nach einem guten Essen gemeinsam mit Freunden eine Zigarette zu rauchen. Warum darf eine bestimmte Freude nicht sein?
Das ist meiner Meinung nach eine Diskriminierung meiner Person. Das in Bussen und Straßenbahnen und öffentlichen Gebäuden nicht geraucht wird finde ich in Ordnung. Bedenklicher wird es wenn ich mit der Bahn bzw. im Flugzeug Stunden zubringen muß ohne die Möglichkeit zu haben meiner Unsitte (lach lach ) nachgehen zu können.
Wieso ist es beschwerlich vor der Tür zu rauchen? Vom Rauchen schon zu geschwächt zum Gehen?
Raucher glauben anscheinend, der Rauch riecht kaum, oder so. Mir läuft schon die Nase, wenn jemand vom Draussen-Rauchen wiederkommt und sich zu mir stellt. Ich finde zum Rauchen rausgehen ist keine Diskriminierung, aber zum Mitrauchen gezwungen zu werden schon. In Restaurants ist die Sache klar: Kann dort geraucht werden, geh ich nicht hin. Im Biergarten etc. passiert es schnell, dass man in einer Abgaswolke vom Nachbartisch sitzt.
Übrigens stört nicht nur der Rauch sondern auch der Ärger über Raucher, die nicht anständig sind und nachfragen oder auf zum Rauchen auf die Straße gehen.
Bald wird alles verboten, miesgemacht oder reglementiert. Laßt die Menschen selbst entscheiden, sonst gute Nacht schöne Welt !
Die Leute können nicht entscheiden, wenn sie süchtig sind. Alkoholiker und Raucher sind Süchtige.
Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass echte Abschreckung (also nicht nur die lustigen Sammel-Textchen) und vor allem die Senkung des Coolness-Faktors im Allgemeinen durchaus ihre Wirkung haben können. Man darf eben nicht nur an die bereits Süchtigen denken, wie es hier in der Diskussion passiert. Wichtig sind diejenigen, die noch vor ihrer Raucherkarriere stehen, also vor allem Jugendliche. Für die muss Rauchen möglichst unattraktiv gemacht werden.
Im Übrigen befinden sich Raucher in einer Gesellschaft, deren Hang zu gesundheits- und umweltfeindlichen Handeln sie lediglich die Krone aufsetzen. Diese Handlungsmuster sind in ellen Bereichen des Lebens immer noch annerkannt, seien es die Kurzstreckenfahrer und Bewegungsmuffel, die Fernseh- und Konsumjunkies, die Vielflieger oder die Fast-Food-Vertilger. Gesamtgesellschaftlich gibt es bei uns noch keine Tendenz zur Hochhaltung der Wahrung von Gesundheit und der Natur als hohe Werte. Dies zu erreichen muss das Ziel sein, statt Raucher als einen Auswuchs der Problematik im Nachhinein zu diskriminieren, nachdem man ihnen bereits moralisch den Weg geebnet hatte.
Experimente aus der Hirnforschung beweisen, dass das Erlernen von neuen Gewohnheiten oder Denkmustern nur durch Freiwilligkeit geschehen kann. Alles, was unter Zwang geschieht, führt nicht zu neuen Verbahnungen im Gehirn. (Vielleicht können deshalb auch so viele Schüler nach der 10. Klasse nicht richtig rechnen und schreiben?)
Also ist der Bilder und Schriftkram doch Blödsinn. Im Gegenteil. Bilder erzeugen Realität! Was ist, wenn durch diese ständige Manipulation erst Krebs und anderes ausgelöst wird? Sind die Initiatoren dann nicht ebenfalls Menschenrechts-Missachter? Ich bin froh, dass ich das nicht zu verantworten habe. Man könnte interessehalber mal schauen, ob die Raucherkrankheiten mit Einführung der Warn-Schriften sprunghaft in die Höhe geschnellt sind.
Wenn Menschen in geschlossenen Räumen zwangsweise Zigarettenrauch ausgesetzt sind, weil die Raucher dermaßen von ihrer Sucht beherrscht werden, dass sie die leise Stimme der gegenseitigen Rücksichtnahme nicht mehr hören, dann finde ich es gut, dass unser Staat die Bremse zieht: wie er es auch bei der Umweltverschmutzung immer mehr versucht, bei Kindesmisshandlungen immer schneller eingreift usw. Es ist auch sein Job, sich zum Schutz anderer einzusetzen.
Wenn sich jemand mit Zucker, billigen Weißmehlprodukten und Geschmacksverstärkern, Alkohol oder anderen Spielchen selbst gefährdet, ist es einzig und alleine seine Angelegenheit und geht keinen etwas an.
Ich bin gut damit beschäftigt, meine eigenen "blinden Flecken" zu finden und zu polieren. Das kann mir keine abnehmen und das soll! mir keiner abnehmen. Es ist schließlich meins.
Um nun allen Spekulationen vorweg zu greifen: ich seit vielen Jahren Ex-Raucherin, schlank, gesund, sportlich und Heilpraktikerin. Und immer öfter richtig glücklich. Ich wünsche allen Rauchern, Säufern, Fressern und weiteren "Suchenden", dass sie eines Tages erkennen, dass sie selbst viel zu kostbar sind, um sich zugrunde zu richten. Vielleicht sollte man dieses mal auf Zigarettenschachteln, auf Spirituosen und Zuckerzeug schreiben.
Machen wir die Leute darauf aufmerksam, wie wichtig sie für uns sind. Solange, bis sie es selbst spüren - dann wollen sie das andere Zeug irgendwann vielleicht selbst nicht mehr. Und dann ist es eine freiwillige Entscheidung für mehr Wohlbefinden, ein langes Leben und ein gesundes Alter!
Einen lichtvollen Gruß an all die Weltverbesserer hier ;-)
Bin selbst Nichtraucher seit vielen Jahren und wünsche auch anderen Menschen die freiwillige Entscheidung dazu.
ob es wirklich als Hohn aufgefasst wird, wenn dort steht "Gehen Sie achtsam mit sich um. Sie sind es wert!"?
Liegt der Wert eines Menschen nicht alleine in seinem DaSein? Auf jeden Fall nicht an dem, was er verdient. Wer bestimmt über den Wert eines Menschen? Udo Jürgens singt: Ich hab genau so wie Du meine Eintrittskarte für's Leben bezahlt."
Ich kenne so viele Menschen, die am Minimum herum knapsen, aber so voller Herzlichkeit sind, das es mir eine Ehre ist, mit ihnen befreundet zu sein. Jeder von ihnen würde über den Satz der Wertschätzung eher nachdenken, als ihn als Hohn verstehen.
Ich finde es ist viel mehr ein Hohn, diese Sprüche darauf zu schreiben. Schließlich weiß jedes Kind, dass Rauchen ungesund ist.
Aber es war ja auch nur eine Anregung in eine positive Richtung. In Richtung Wertschätzung, Selbstliebe, Gesundheit... und zumindest geht es doch bei dieser ganzen Diskussion um die Verbesserung der Weltgesundheit. Und auf dieser Seite um eine neue Ausrichtung.
Oder sollte das alles zu utopisch sein? (schmunzel)
Ganz liebe Grüße
Daniela
"Möge die Freude alle Wege schmücken"
"Bilder erzeugen Realität! Was ist, wenn durch diese ständige Manipulation erst Krebs und anderes ausgelöst wird?"
...glaube ich zwar nicht unbedingt, ansonsten gebe ich Dir aber in allen Punkten recht.
Vor allem hiermit:
"Ich bin gut damit beschäftigt, meine eigenen "blinden Flecken" zu finden und zu polieren."
Ich auch...
Und daß Zwang nichts bewirkt, glaub ich auch.
Es gibt so eine Sorte coole Menschen, die finden das sogar richtig geil, wenn's möglichst eklig und gefährlich ist...
War das nicht das HB Männchen?
http://www.stern.de/lifestyle/leute/was-macht-eigentlich-dieter-scholz-527208.html
http://www.youtube.com/embed/Uh9dkHdQOAg
http://www.youtube.com/embed/JV_bVncuuws
http://www.youtube.com/embed/w4BkYxPsd60
Dazu passend: http://www.mit-bofrost.de/
meine abendzigaretten (3-5) schmecken mir sehr gut. nach getaner arbeit, wenn die jungs im bett sind, werden die fenster aufgerissen und dann...
habe ich schon die erhobene- zeigefinger-sucht erwähnt?
es gibt tatsächlich viel schlimmeres als die kranke lunge von irgendwem...
Die eigene, vermutlich.
Ich hatte einen Cellolehrer, der am Morgen so lange gehustet hat, bis er sich die erste hinunter gezogen hat. Der wäre glatt an seinem Hustenschleim erstickt ohne den Glimmstingl.
Und: "es gibt tatsächlich viel schlimmeres als die kranke lunge von irgendwem.." - stimmt, wenn's irgendwann die eigene ist statt die von "irgendwem"...
PS: Bei Sucht denke ich überraschenderweise zuerst an Alkohol, Nikotin und andere Betäubungsmittel und eher nicht an Zucker und Salz^^
...werden die Fenster aufgerissen und dann können sich deine Nachbarn über den Gestank freuen. Wir müssen regelmäßig unsere Fenster schließen, weil die Leute unter uns meinen, bei offenem Fenster qualmen zu müssen. Mir wäre es tausendmal lieber, die äßen ein Stück Torte... Es ist gut, daß du an deine Kinder denkst, aber was ist mit anderer Leute Kinder und anderen Leuten allgemein?
Man KANN einfach nicht rauchen, ohne daß andere betroffen sind.
ich hoffe doch sehr, daß die kinder anderer leute ebenfalls sicher in ihren betten sind, naja und wenn nicht ists mir wurscht, denn mein qualm steigt direkt zum himmel, der voll mit kondensstreifen ist, über uns niemand mehr. unter uns nachbarn, die widerlicherweise ihr steak und andere tierleichen bei offenem fenster braten. gott sei dank bin ich eine sehr tolerante vegetarierin, und vergifte nur mich statt...
es führt doch einfach zu keinem ergebnis, weil ja jeder seine wahrheit für die richtige hält.
übrigens hast du recht, mein mann ist betroffen, er atmet als nichtraucher mit aber auch da ist das verständnis und die toleranz für den anderen sehr groß. im übrigen haben wir mehrere zimmer...
Meinst du die stillschweigende Vernichtung zu fetter Kondenzmilch durch unsere Fluggesellschaften?
Warum auch ?
Wer rauchen will, der soll das tun, - solange er nur sich selber schadet damit und niemand anderen.
Das wußte ich gar nicht. Wirklich in England?
Alles in allem eine gute Idee!
Nunja, vielleicht sollte auch auf den Geldscheinen ein Warnhinweis gedruckt werden. "Habgier gefährdet Ihre Reputation!" Oder auch: "Verschwendnen Sie ihr schönes Geld nicht mit dem Kauf von ekligen Zigaretten."
Vielleicht: "Glaube gefährdet Ihre Urteilsktraft. Glaube kann schädlich sein."
Und auf dem Utopiaportal zunächst ein obligatorischer Hinweis zur Begrüßung:
Achtung! Seid gewarnt: Internetkommunikation kann süchtig machen.
Wie geil! Looool
Die Idee mit den Bildchen ÜBERALL drauf finde ich gut.
Was die Raucher betrifft: viele rauchen auch aus bewußter Selbstzerstörung. Da tun so Schockbilder dann so richtig gut.
Das Bild von der Mundhöhle mit den fiesen Zähnen wird besonders Grufties so richtig gut gefallen.
Und das mit dem Bild vom kranken Baby animiert all die Mütter, die ungewollt schwanger sind zum Rauchen.
Das hier:
"Was die Raucher betrifft: viele rauchen auch aus bewußter Selbstzerstörung. Da tun so Schockbilder dann so richtig gut." usw.
...ist übrigens ernst gemeint.
Ich glaube nicht, dass Schockbilder wirklich die Menschen davon abhalten zu rauchen.
Ja, seltsam. Was ist dein Beweggrund?
Warum? Na, um über Deine klugen Späße zu gackern.
Wenn die nicht gewesen wären, hätte ich die Diskussion gar nicht zu Ende gelesen.
Und wenn ich dann schon mal hier bin, muss ich natürlich auch ein kleines Bißchen eigenen Senf dazu geben...
Mir schweben allerdings drastischere Massnahmen vor, Krankenkassenbeiträge für Raucher erhöhen.
Wieso müssen wir rauchfreien Beitragszahler für die Behandlung von Patienten aufkommen, die definitiv durch Rauchen krank geworden sind.
Das ist für mich ein falsches Verständnis von Solidarität..
Beim Sport, da möchte ich Dir allerdings nicht recht geben, zwar heisst es Sport sei gesund, aber in welchem Masse denn. Wieviele Sportverletzungen, die eben die Krankenkassen zahlen müssen, gibt es, Sportverletzungen, die durch Sportarten entstehen, die in extremform nicht wirklich gesund sind, sondern risikoreich sind.
Aber gut, das hat nun nichts mit dem Rauchen zu tun. Da bin ich wohl vom Thema abgekommen
von Camel ohne sein Kamel und von
Gauloises ohne ihren Gallier-Helm?"
Marlboro funktioniert durch Rot und Weiss ( Siehe Formel1 Heckflügel )
Camel hat ein Dromedar als Werbeträger. Der Mythos mit der Pyramide lässt sich auch anders darstellen.
Die Gauloises kommen dann mit einem Kupferkessel.
Und gut ist es.
Die Lösung die ich sehe : Jeden Tabakkäufer beim Kauf die Bescheinigung unterschreiben lassen das er sich bewusst ist, ein grosses Risiko einzugehen, wenn er von seiner "Erwerbung" dauerhaft Gebrauch macht.
Damit verbunden natürlich auch die vollständige Kostenübernahme der anfallenden Behandlungen im "Schadensfall" . Wenn die Tabakindustrie dann immer noch behauptet das rauchen kein Gesundheitsrisiko beinhaltet, sollen Sie die entsprechenden Versicherungen gleich mitverkaufen.
Camel hat ein Dromedar als Werbeträger. Der Mythos mit der Pyramide lässt sich auch anders darstellen.
Die Gauloises kommen dann mit einem Kupferkessel." Nenene die dürfen dann nichts mehr draufmachen, das ist doch der Witz!
Camel hat ein Dromedar als Werbeträger. Der Mythos mit der Pyramide lässt sich auch anders darstellen.
Die Gauloises kommen dann mit einem Kupferkessel." Nenene die dürfen dann nichts mehr draufmachen, das ist doch der Witz!
findest du deine Beiträge so wichtig?
;o))
In meiner Schulzeit gabe es auch hin und wieder mal im Rahmen des Bio-Unterrichts "aufrüttelnde" Fotos von geteerten Lungenflügeln oder amputierten Raucherbeinen zu bestaunen. Die "Wirkung" hielt, wenn überhaupt, etwa 15 Minuten an. Bei vielen wuchs damit sogar noc h der Anreiz des Verruchten...
Also, ich find'es absolut idiotisch, einerseits etwas Giftiges zu produzieren und zu vermarkten, und andrerseits davor zu warnen!
Im übrigen ist Rauchen in den meisten Fällen eine Sucht, und die bekämpft man nicht mit Fotos oder Warnhinweisen. Die kann ohnehin kein anderer bekämpfen, sondern nur jeder einzelne für sich, sofern er nachhaltig begriffen hat, was er seinem Körper damit antut und bereit ist, die Ursachen dafür kennen zu lernen.
Es ist wie bei jedem anderen Thema auch - wenn wir es nicht ganzheitlich betrachten, bleibt die "Lösung" ein fauler Kompromiss.
in wirklichkeit geht es im tabakmarketing doch darum, dass bestimmte marken mit einem bestimmten image verbunden werden. und über dieses image gezielt besonders jugendliche dann dazu bewegt werden, trotzdem mit dem rauchen zu beginnen. trotzdem, weil man dazu eine natürliche hemm- und ekelschwelle erst einmal überwinden muss. und ggf. auch unerfreuliche nebenwirkungen bei der ersten zigarette. nur wenn man menschen einen zusatznutzen suggerieren kann, der höher erscheint als die nachteile, die die anfänge mit sich bringen, werden menschen weiter rauchen, bis dann der "kick" überwiegt, und später dann die körperliche abhängigkeit zum weiterrauchen zwingt.
ob schockbilder in dem sinne helfen, ist die frage, denn grad unter jugendlichen kann auch das wiederum durchaus als "cool" gelten, wenn man sich diese grauslichen sachen reinzieht. viel effektiver wären wohl prohibitive preise, etwa über sehr hohe tabaksteuern, die zweckgebunden in die gesundheitsbudgets einfließen. denn wenn zigaretten für jugendliche nimmer wirklich leistbar sind, wird das sehr wohl einen lenkungseffekt haben.
Ja, warum nicht? Dann ginge es endlich nicht mehr bergauf mit der Automobilkonjunktur. Besser als nur Warnschilder aufstellen Marke "das Bergauffahren gefährdet die Klimastabilität. Deren Verlust kann tödlich sein". Sowas geht den Automobilsüchtigen doch eh am Allerwertesten vorbei.
topist schrieb:"Eben deshalb! Geile Idee! Hoffentlich setzt sich das durch. Bilder von Kindersklaven auf Kakaoverpackungen wäre ich nicht schlecht."
ironisch gemeint,oder?
denn ich finde das ist nicht vergleichbar. rauchen wird einem immerhin nicht von aussen mit gewalt aufgezwungen.
gegen schockbilder bin ich auf jeden fall,ich finde das sadistisch.
keine besondere marke mehr zu finden,ist vielleciht eine kultuerelle verarmung aber keine um dies so arg schad waer.man kann ja ein zigarettenpackungmuseum errichten. manche tradition darf ruhig aussterben. man kann sich ja dann wieder die guten silbernen schatullen kaufen,wenns denn nicht ohne zigaretten geht...suechte gibt es viele zb,internetsucht,auch diese hat schon menschen ruiniert.
>"topist schrieb:"Eben deshalb! Geile Idee! Hoffentlich setzt sich
>das durch. Bilder von Kindersklaven auf Kakaoverpackungen
>fände ich nicht schlecht." (Nachkorrigiert, Fehler beseitigt)
"ironisch gemeint,oder? denn ich finde das ist nicht vergleichbar. rauchen wird einem immerhin nicht von aussen mit gewalt aufgezwungen."
Das ist keineswegs ironisch gemeint. Den versklavten Kindern die in der Kakaoernte schufften, wird das sehr wohl aufgezwungen, genau wie den Passivrauchern der ätzende Qualm. Zum Kakaotrinken wird man ebensowenig gezwungen wie dazu, sich mit Zigaretten krank und schrumpelig zu rauchen.
Auch zu den dann unisono schwarzen Schachteln mit Schockbildern aber ohne Markenreklame dürfen Raucher freiwillig greifen.
Allerdings sollte m.E. jeder Nation Höchstmengen zugestanden werden und bei Überschreitung einen Aufschlag auf die Tabak- oder Mehrwertsteuer erheben müssen die an UN-Organisationen für eine nachhaltige Entwicklung abzuführen wären. Wir müssen eh drastisch runter mit dem Ressourcenverbrauch. Und da fängt man am Besten mit den Dingen an, die eh nur Schaden anrichten.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Kinder-erleiden-massive-Nikotinvergiftung_aid_748822.html
"gegen schockbilder bin ich auf jeden fall, ich finde das sadistisch."
Seit wann ist Verbraucheraufklärung sadistisch?
http://www.youtube.com/v/6FtcjXxuxWI?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/o_BF8l-tT0g?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/Qy2YqL3zYhM?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/MuIzHgknEIs?version=3&hl=de_DE
"keine besondere marke mehr zu finden,ist vielleciht eine kultuerelle verarmung"
Tscha, was der Kapitalismus uns Habenixe nicht alles als Reichtum vorgaukelt.
Gruß vom Topuisten
Da eine gewisse Uneinigkeit über die australische Lösung (Einheitspackung + Schockbilder) besteht, möchte ich nochmals ein paar Anregungen liefern:
Spannend ist natürlich die im Text genannte Klage von Philip Morris.
In den Plänen Australiens, ab dem nächsten Jahr Markenzeichen auf Zigarettenschachteln zu verbieten, sieht der Tabakkonzern seine Rechte und die Ausübung des Geschäftes verletzt. Die Anwälte von Philip Morris haben sich dazu einen kleinen Umweg einfallen lassen, gegen das Verbot vorzugehen:
Die Tochtergesellschaft Philip Morris Asia (Hongkong) will die australische Regierung verklagen. Denn der Zwang, das Markenlogo sowie „anderes geistiges Eigentum“ aufzugeben, sei ein klarer Bruch des Investitionsabkommens zwischen Australien und der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong. Das Abkommen soll Investoren des anderen Landes vor Diskriminierung schützen.
Philip Morris scheint ein wenig Angst zu haben...
Und für alle, die an die Hirnforschung glauben:
Zur Wirksamkeit von Schockbildern ist neulich eine spannende Studie erschienen, die erklärt, warum Raucher sich von Schockbildern nicht beeindrucken lassen: der Nikotinentzug setzt das Angstzentrum im Gehirn außer Kraft.
http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/news/nikotin-folgen-schock-bilder-lassen-raucher-kalt_aid_645477.html
Ob es sich bei anderen Nervengiften auch so verhält. weiß ich nicht. Aber die Studie, die auf Focus.de zitiert wurde, kommt in der Tat ziemlich klischeehaft aber nachvollziehbar daher. Der Grund für die "Angstlosigkeit", die Sucht, wird neurologisch begründet:
„Offenbar sind sie gedanklich in ihrer Sucht gefangen und dann weniger empfänglich für angsteinflößende Reize (...)
Bei Rauchern und Nichtrauchern zeigten sich hier zunächst keine Unterschiede. Die Verarbeitung von Emotionen im Gehirn funktionierte bei beiden Gruppen also ähnlich. Dies galt jedoch nur, wenn die Süchtigen vorher ihre übliche Tagesdosis an Zigaretten – im Schnitt 17 am Tag – konsumiert hatten.
Hatten die Raucher aber eine zwölfstündige Abstinenz hinter sich, zeigte sich ein anderes Bild. „Die Aktivität des Angstzentrums war bereits nach wenigen Stunden Enthaltsamkeit im Vergleich zu vorher stark herabgesetzt."
Ich habe nämlich keine Lust - auch als Nicht-Raucherin - Bildern von krebszerfressenen Organen und Gliedmaßen ausgesetzt zu sein. Dann doch lieber alle Schachteln in einer Einheitsfarbe. Wie wäre es stattdessen, wenn es überhaupt keine Zigaretten mehr gäbe? Nur noch Tabak ohne irgendwelche Zusätze und Filter gibt es keine mehr. Dadurch würden die wirklichen Suchtstoffe entfallen und weniger Müll produziert werden.
Dann dürfte es aber auch kein Verbot mehr geben, Tabak selber anzubauen.
Dann brauchen wir auch keine Zigarettenschachteln mehr mit hässlichen Bildern :-)
Danke Chrissy für den Hinweis.
nichtrauchen im restaurant - völlig in ordnung.
rausgehen in einem umfeld, wo nichtraucher leben - völlig in ordnung.
die zigarette danach - manchmal fällts schwer, erst in klamotten steigen zu müssen ;-)
mich durch zwang & verbot therapieren - geht nicht.
wenn ich genau hingucke, hat die ganze zivilisation selbszerstörerische facetten. wieviel autoagression in exzessivem arbeiten, rechthaben oder der zwanghaften besteigung von bergen (bei recht grosser chance, zu verunglücken) verborgen ist, kann ich nur vermuten.
genausowenig kann ich (nicht mehr) verstehen, wie man in einer lärmenden stadt in ´nem hochhaus wohnen kann - für mich absolut lebensfeindlich, trotzdem werde ich von den lebensumständen regelmässig gezwungen, mich in eine stadt zu begeben .
kann ich es denen, die gern dort leben (und süchtig nach all dem städtischen sind), deswegen verbieten?
müssen wir jetzt kriminalromane verbieten, weil darin schockierende dinge passieren - die vielleicht schleichend die psyche schädigen?
wenn mein werauchimmer-gegenüber nach nur einem glas wein ´ne fahne auf 1,5 m hat, ist mir das nicht sehr angenehm. verbieten? die person aus der bar werfen?
uswusw...
schönen abend, Andreas
Weil man hoch oben nichts mehr hört von dem ganzen KFZ-Gebrause? Sollten nicht gerade Rauchschwaden der Nachbarn vom Balkon drunter zu ertragen sein, wäre das vielleicht sogar recht idyllisch.
Aber gegen Schockbilder auf Tankdeckel von Lärmmobilen ist natürlich nichts einzuwenden ;-)
"...müssen wir jetzt kriminalromane verbieten, weil darin schockierende dinge passieren"
Nach Logik von Chrissy und Gingko müssten Kriminalromane lediglich selbst geschrieben werden. Chrissy müsste dann allerdings auch ihr Suchtmittel "Auspuff-Mobil" selbstbauen. Oder Warnhinweise ertragen Marke: Autofahren gefährdet die Stabilität des Weltklimas. Autofahren in Deutschland kann anderswo zum Ausfall der Regenzeit führen und Hungerkatastrophen verursachen!
das ist eben weibliche Logik !
Die verstehst Du leider nicht :-)
ich kann die sucht des rauchens nicht lobpreisen & genussvoll-reden, ich habe mehr als einmal versucht, es zu lassen. kann es im moment nur hinnehmen - so wie ich viele andere süchte, die um mich herum gelebt werden & zu denen ich keinen bezug habe, als faktum akzeptieren / tolerieren muss.
autofahren macht spass, aber bitte nicht alle auf einmal ;-)
Aus der Berliner Morgenpost:
"In einer idealen Welt gibt es keine Kriege mehr, keine Hungersnöte und keine Seuchen. In Neuseeland sind die Kriterien etwas einfacher gestrickt. Da würde es schon reichen, wenn es keinen Tabak mehr gäbe.
"Dort soll der Tabak bis 2025 ganz verboten werden. Das sagte die zuständige Staatsministerin im Gesundheitsministerium, Tariana Turia, am Freitag. Der erste Schritt: Zigaretten und Zigarren werden zu Bückware. Das Parlament verabschiedete ein Gesetz, wonach Tabakprodukte nicht mehr auf Regalen ausgestellt werden dürfen. Die Verbannung unter den Ladentisch sei nur ein Schritt auf dem Weg zu einem totalen Verbot, sagte Turia. "Nie wieder werden Menschen in eine Molkerei gehen, um Milch und eine Zeitung zu kaufen, nur um dort mit einer Wand aus Zigaretten konfrontiert zu werden", so Turia weiter. Und wer Minderjährigen künftig Zigaretten verkauft, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen. 10 000 neuseeländische Dollar sieht das Gesetz vor, das sind fast 6000 Euro. Der nächste Schritt sind blanke Verpackungen, bevor der Tabak schließlich ganz verschwinden soll. Für Turia eine "ideale Welt"."
Der Schwarz -Markt wird froehliche Urstaend feiern,wenns soweit ist.
Ich finde unter den Ladentishc mit dem Zeugs ,ist schon genug Statement. Das alles Stinkt mir,riecht nach Zucht und Ordnung.
Das sag ich alle Gelegenheitsschnorrerin..und selbst das immer weniger.
2025 wird man wahrscheinlich ganz andere Probleme haben, und sich womöglich weltweit dazu durchringen, auf den Anbau von so etwas Überflüssigem wie Tabak in definierten Zeiträumen ganz zu verzichten.
"Ich finde unter den Ladentisch mit dem Zeugs ist schon genug Statement."
Wäre zumindest ein guter Anfang.
"Das alles stinkt mir, riecht nach Zucht und Ordnung."
Oder nach Sucht und Ortung der Folgen? Nach dem Duft stinkfreier Räume, Klamotten und Küsse?
Jetzt mal ganz ehrlich: Wenn eine Vorschrift, dann sollte doch Öko-Tabak als einzuhaltender Mindeststandard das Erste sein, also Verbot der Chemie-Beigaben, nachhaltige Anbaumethoden und Maßnahmen zur Minderung der Konkurrenz des Tabakanbaus mit dem Anbau von Lebensmittel.
sucht und ortung halte ich aber fuer verdrehung von ursache und wirkung. sucht ist ein symptom das woanders seinen ursprung verortet .
ausserdem friedenspfeife rauchen ist doch nett. ganz un-esomaessig natuerlich. nichts zuviel-gift ist bekanntlich eine dosis.
internet macht auch suechtig! verbieten oder in der seele kramen?
Mit Canabisblättern? Die riechen zumindest ganz angenehm ;-) Würde der gesamte Tabakkonsum durch reines Marihuana ersetzt werden müssen, würde das wahrscheinlich auch etwas zurückgehen mit dem Rauchen. Wer will schon auf Dauer mit ansehen, wie der eigene Verstand allmählich in Rauch aufgeht?
Man muss mit positiven Bildern und Motivationen arbeiten: Nichtrauchen ist cool; du gehörst dazu, wenn du nicht rauchst; Nichtraucher sind frei; Nichtraucher sind Genießer. Also genau die psychologischen Methoden der Zigarettenindustrie benutzen, aber umgekehrt.
Pädagogik mit "positiven Bildern"?
http://www.utopia.de/magazin/kampf-gegen-das-rauchen-zigaretten-nach-schockbildern-kommt-jetzt-die-marken-zerstoerung-logofrei-australien-usa?all#comment-336797
Das müsste schon saugut gemacht sein, richtig witzig. Auf die Manipulation von Einstellungen ausgerichtete Pädagogik hat ja ganz allgemein den Nachteil, dass die Verkleidung der guten Absicht meist furchtbar durchsichtig ist - und bei der "Zielgruppe" eher Anlass zum fröhlichen Ablästern ;-)
Ja, richtig. Und natürlich die Werbung für Zigaretten nicht zu vergessen.
Hätte nichts dagegen, wenn für jeden ausgegebenen Werbe-Euro 50 Cent zugunsten vernünftiger Verbraucheraufklärung abgeführt werden müssten (oder das mit zur Finanzierung des BGE herangezogen würde). Aber die Menschen würden auch ganz ohne Werbung zu den billigen und begehrten Dingen greifen.
bei mir kommt das weit eher an strafdrohungen, weil es an die freundliche & verantwortungsbewusste seite im menschen appelliert.
Und dann ist Abschreckung auch so ein Thema. Ich denke, die hat was mit Ästhetik zu tun. Wenn Monster zu Spiel- und Kuscheltieren mutiert sind und die Pathologie in TV-Serien durchgenudelt wird, ist eine kranke Lunge doch auch nur ein komisches Stück Fleisch.
Soll rauchen wer Freude dran hat. Wenn es stört soll man was sagen. Dumme Antworten kann man auch anderswo bekommen (als nichts Besonderes). Verbote bringen ja wirklich nichts außer höhere Kriminalität.
Und was soll denn alles verboten werden? Wir können ja schonmal mit einer Liste anfangen.
Seitdem schaue ich mir die Leute, die ich wegen des Rauchens anspreche, sehr genau an und gehe dann meist ohne etwas zu sagen weg.
Das ist also das Ergebnis - am Ende steht jeder in seiner Ecke - der Raucher zufrieden, der Nichtraucher dorthin gedrängt und verärgert. Und das, obwohl die Raucher in diesem Land die Minderheit darstellen.
Erst vor Kurzem wurde ich von jemandem in der U-Bahn am Alex angepöbelt, weil ich mich erdreistet hatte, ihn als Schwangere, umgeben von Familien mit kleinen Kindern, auf das Rauchverbot hinzuweisen.
Noch besser ist es ja bei der Deutschen Bahn. Da rauchen oft sogar die Angestellten auf den Bahnsteigen. Auf ihr Fehlverhalten angesprochen, gehen sie meist einfach weg oder ignorieren einen.
Von anderen (meist männlichen) Rauchern auf Bahnsteigen werde ich meist komplett ignoriert. Oder man wird darauf hingewiesen, daß man ja quasi unter freiem Himmel sei und außerdem könne ich ja woanders hingehen. Tolle Rücksichtnahme ist das à la ,,Dir gefällt was nicht, dann geh doch woanders hin!" - im Prenzlberg sah ich an einer Baumscheibe neulich ein selbstgemaltes Schild mit dem Hinweis, daß dort Blumen gesät seien und die Leute bitte die Hundekacke ihrer vierbeinigen Freunde in den am Baum angebrachten Behälter entsorgen sollten. Da hat sich also jemand echt Mühe gegeben - nicht nur Blumen gesät, weil er seine Straße schöner und lebenswerter machen will, sondern leert auch noch regelmäßig die Hundekacke anderer aus. Und was hat jemand darüber geschmiert? "Dann zieh doch aufs Dorf!"
Das scheint ein wirklich beliebtes ,,Argument" zu sein heutzutage. Ähnlich kürzlich gehört in einem Eurolines-Bus von London nach Berlin von jemandem, der noch um 2 Uhr nachts lautstark mit seiner Freundin diskutierte, obwohl alle anderen schlafen wollten: ,,Wenn du deine Ruhe willst, dann fahr doch mit dem Auto!"
Der Egoismus und die Rücksichtslosigkeit mancher (und, wie ich den Eindruck habe, immer mehr werdender) Leute, ist echt kaum zu fassen.
Aber nun hab ich etwas weit ausgeholt.
Im Bhutan ist der Handel und Konsum von Tabakprodukten übrigens schon seit Jahren verboten.
Glücklicherweise wurde diese Steinzeitkeulensicht von der Geschichte überholt. und Bahnreisen können wieder frohen Herzens genossen werden ohne dass im Gang stehende Süchtige das Abteil voll stinken. Und von steigender Kriminalität habe ich seit dem Rauchverbot noch nichts vernommen.
Ich finde es aber tatsächlich extrem spannend, dass eine Markierung am Boden dafür herhalten kann, MInderheiten sichtbar auszugrenzen und zu gruppieren.
Klar, der Rauch überschreitet dann die Grenzen, das macht das Ganze noch skurriler.
Klar, der Rauch überschreitet dann die Grenzen, das macht das Ganze noch skurrier. "
Da freut sich wohl jemand über sein Lieblingsthema. Geil, dass du nicht aufgehört hast darüber nachzudenken!
Und hat nicht jeder irgendein Laster, ein Angewohnheit, die andere Leute belästigt? Wie korrekt leben wir denn, um Andere für doof oder rücksichtslos hinzustellen? Schlimme Leute, vielleicht mit krimineller Energie, gibt es in jedem Bereich. Ich kenne übrigens auch rücksichtsvolle Raucher und bin selbst Nichtraucher.
In dieser Diskussion beteilige ich mich, weil ich erhobene Zeigefinger und Feindbilder besonders schlimm finde. Da sind Vorurteile schnell zur Hand und Schubkästen aufgezogen.
Das kann ich an dem Beispiel einer anderen Situation beschreiben: Ich habe einen Hund und nehme die Hinterlassenschaften meines Hundes grundsätzlich mit. Dennoch bin ich mehrfach von fremden Menschen beschimpft worden, in der Annahme genau das nicht zu tun. Da brauchen wohl einige Leute ein Ventil und haben da schöne Feindbilder zur Hand. Seht Eurer Umfeld zwar kritisch aber differenziert.
Und nochmal zum Rauchen: Warum gibt es noch Zigarettenautomaten? Ich vermute, damit will man nur die Gefahrenhinweise auf den Schachteln besonders wirksam präsentieren :-)
Es könnte aber auch sein, dass grad diese Beschwerden Sucht-Symptome sind, die im Armer-Opfer-Diskurs seelische Entlastung sucht. Hass auf Raucher? Wo? Wer? Klar kann Ignoranz rücksichtsloser Raucher Hassgefühle auslösen. Aber das ist doch eine interaktive Sache von Wechselwirkungen. Für pauschalisierende Zuschreibungen eignet sich das m.E. nicht.
Und was "die Politik" angeht, so nennt man das hierzulande Demokratie. Es war ein langer Kampf notwendig, bevor die maßgeblichen Entscheidungsträger sich genötigt sahen, sich in der Sache endlich hinreichend schlau zu machen und Entscheidungen zugunsten des Nichtraucherschutzes zu treffen. Gut so.
Gesetzt, es würde Zigaretten nur noch auf Rezept in der Apotheke geben, dann wäre es immer noch die Freiheit eines jeden volljährigen Menschen, sich krank und faltig zu rauchen. Mit Hass haben solche Vorschläge nichts zu tun. Eher mit Vernunft.
Gruß vom Topisten
"Mehr als 80% des weltweit gehandelten Tabaks werden in Ländern des Südens angebaut.
Tabak anbauende Familien sind bei GroßgrundbesitzerInnen oder direkt bei Tabakkonzernen hoch verschuldet. Sie arbeiten in Verhältnissen, die der Sklaverei ähneln und Kinderarbeit erfordern.
Die Bäuerinnen und Bauern sind durch den Pestizideinsatz und die giftige Tabakpflanze hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.
Für die Trocknung der grünen Tabakblätter werden große Flächen Naturwald abgeholzt. Die Wald- und Umweltzerstörung."
Quelle: http://www.blue21.de/rauchzeichen.php
Weitere Infos: http://www.unfairtobacco.org/index.php?id=back
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=501f6f1d-7e58-4ffe-90eb-3a21ba45990d
(Ich hoffe, das schauen sich alle die an, die glauben, daß sie mit ihrem Konsum ja niemandem schaden, wenn sie zum Rauchen rausgehen oder das Fenster öffnen...)
Was die Vernunft angeht..ich bin so vern¨nftig nicht Auto zu fahren obwohl ich mitten in der Wallapampa ,17 km vom n¨chsten Einkaufsort wohne.Ich baue mein Essen selbst an,bzw kaufe fast nur Bio etc.. Ich mache das so und es ist meine Entscheidung.Wenn ich jetzt rumlaufen w¨rde und allen Autofahrern und Unbio-Käfern ständig Vorhaltungen machen würde, meinst du die würden sich ändern ? Ganz im Gegenteil....
Sollen wir als n¨chstes Burger und Pommes ächten, Kaffee, Wein, Tee, Butter nur weil es Puristen gibt, die das ablehnen? Mehr Selbstverantwortung , auch für die Konsequenzen, anstatt mehr Massregelung!
PS was du in deinem 2ten Post beschreibt sind Probleme die durch W
Weltwirtschaft und konventionellen Anbau von egal was zustande kommen, nicht speziell durch Tabak, den könnte man auch fair und bio anbauen und wenn damit geworben werden dürfte würde sich das auch lohnen.
Ja, und wer behauptet z.B., dass Hass unvernünfig ist?
Einigermaßen verlässliche Urteile darüber, was unvernüftig oder vernünftig ist, verlangen die Berücksichtigung aller Aspekte und eine Einigung auf Maßstäbe für vernünftige Standards des Mitmenschlichen und ökologisch Verträglichen. Die bisherigen Maßnahmen des Nichtraucherschutzes sind ja nicht irgendeinam Diktatorenhirn entsprungen.
Wo w¨¨ar denn das Problem einfach den Wirten zu ¨berlassen ob sie einen Rauche roder Nichtraucherladen haben?
Es muss doch nicht immer alles bis ins letzte Detail gemassregelt werden.Einen vernünfigen Umgang mit Mitmenschen und Umwelt erreicht man eher durch Selbstverantwortung und die Umlage der tatsächlichen Kosten von Rauchen bzw anderen Unvernünftigkeiten auf den Verbraucher. Autosteuern z.B sollten den öffentlichen Nahverkehr fördern antsatt den Bau neuer Autobahnen Kippen die Krebsforschung. Wenn rauchen, Autofahren, konventinell essen, nicht regenerative Energie grausam teuer wird, nämlich genau so wie es volkswirtschaftlich eigentlich eh schon ist, dann werden oh Wunder auch die d¨mmsten Verbraucher vernünftig... (sorry momentan geht da sInternet hier nicht so gut, geh jetzt raus...nicht wegen dir ;))
Genau das war doch der Fall, bevor das Rauchverbot in Restaurants eingeführt wurde; jedem Wirt stand es frei, seinen Laden als rauchfrei zu deklarieren - und, wieviele Nichtraucherlokale gabs da? Also ich kannte zu der Zeit hier in Berlin genau eines...
Auf taz.de ist ein sehr lesenswerter Artikel zum Massaker in Norwegen erschienen:
Behring Breivik mag Lacoste: Der Teufel trägt Kroko
http://www.taz.de/Behring-Breivik-mag-Lacoste/!75233/
„In seinem gruslig-spätpubertären Copy-and-Paste-Konvolut erklärt Anders Behring Breivik nicht nur der offenen Gesellschaft den Krieg, sondern auch, auf Seite 1.406, Lacoste zu seiner "favourite clothing brand“, heißt es da.
Mir war bisher nicht bekannt, dass sich Lacoste als Marke der Rechten etabliert hat. Ist das überhaupt so?
Ich bin als Kind selbst in einem Londsdale Kaputzen-Pulli rumgelaufen, ohne zu wissen, wer das Zeug sonst so trägt. Ein komisches Gefühl...
Wie auch immer – das ist wohl Markenzerstörung der anderen Art. Was würde man als Lacoste jetzt tun?
Früher hat man sie noch erkannt die schw...
"Nie zuvor in den USA seien Hersteller eines legal produzierten Produkts verpflichtet worden, auf ihrer eigenen Verpackung und in ihrer Werbung eine emotional aufgeladene Botschaft der Regierung zu übermitteln, mit der erwachsene Verbraucher dazu gedrängt werden, ihre Produkte zu meiden, heißt es in der Klage. Außerdem verstoße die Vorschrift gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung."
http://www.taz.de/Schockbilder-fuer-Raucher/!76408/