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Geldhäuser investieren in Kohle

Ist meine Bank ein Klima-Killer?


Kohle ist der klimaschädlichste Energieträger

Sie ist zwar nicht so gefährlich wie Atomkraft, aber schmutziger: Kohle ist der größte CO2-Verursacher im Energiemix, laut BUND der klimaschädlichste aller Energieträger. Strom aus einem Kraftwerk, das die Braunkohle aus deutschem Boden verfeuert, verursacht über ein Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde. Strom aus Windkraft kommt auf minimale 24 Gramm pro Kilowattstunde. Diese erklären sich aus den Klimakosten bei der Herstellung der Windräder. Kohle verursacht als Energieträger also fast 50 mal so viel CO2 wie Windenergie. Trotzdem wird sie von den Energiekonzernen und wirtschaftsnahen Politikern als verlässliches Gegenstück zu den "unberechenbaren" Erneuerbaren Energien angepriesen. Doch dahinter steckt meist wirtschaftliches Kalkül, denn Kohle stärkt vor allem internationale Industriekonzerne. Die Kraftwerke müssen lange und kontinuierlich am Netz bleiben und liefern über Jahrzehnte gleichbleibende Erträge. Unter der schwarz-gelben Regierung, die kaum überzeugend hinter einer echten Energiewende steht, stellt Kohle eine sichere und lohnende Investition dar. Der Verein urgewald hat diese unlauteren Praktiken nun ins Visier genommen.

Diese Banken sind die größten Klima-Killer

Deutschlands große Geldhäuser, allen voran die Deutsche Bank (11,5 Milliarden Euro), die Hypo Vereinsbank (5,2 Milliarden) und die Commerzbank (4 Milliarden), lassen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und investieren weltweit kräftig in den Klima-Killer Kohle. Sie verhelfen Firmen aus der Kohle-Industrie zum Börsengang, verwalten deren Vermögen und investieren in den Bau von Minen und/oder Kraftwerken. Gerade bei der Commerzbank, die sich zur Zeit mit einem Werbeclip einen Imagewechsel zur nachhaltigen Bank verpassen will, mutet das fast schon zynisch an.

Ist meine Bank ein Klima-Killer

Was gilt für Sparkassen- und Volksbank-Kunden?

Sparkassen sind automatisch mit deren jeweiliger Landesbank verbunden. Von diesen Landesbanken rangieren einige unter den Top Ten der Klimakiller. Als Sparkassen-Kunde ist man also nur indirekt, aber trotzdem mit dem schwarzen Geschäft mit dem Klima verbunden. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken sieht es nicht anders aus. Deren Zentralinstitut, die DZ Bank, ist der siebtgrößte deutsche Klimakiller unter den Finanzinstituten. Während man mit seiner Anlage bei Sparkassen und Raiffeisenbanken also nicht konkret einer Bank sein Geld gibt, die dieses direkt in Kohle investiert, so finden Teile des Ersparten über die Beteiligung an Landesbanken und Zentralinstituten doch ihren Weg in klimafeindliche Geschäfte. Vergleicht man allerdings die Höhe der Investitionen mit der Größe der einzelnen Bank, so dürfte der Anteil auf die Sparanlage eines jeden einzelnen bei Sparkassen und Raiffeisenbanken ungleich niedriger liegen.

Zu diesen Banken sollten Sie wechseln

Momentan gibt es in Deutschland vier empfehlenswerte Banken, die keine Klima-Killer sind. Deren Engagement für ökologische und soziale Nachhaltigkeit beschränkt sich dabei nicht auf den Kohleverzicht. Auch Atomstrom, Nahrungsmittelspekulationen und aggressive Investitions-Strategien werden bei diesen grünen Banken strikt abgelehnt. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Geld das Klima zerstört oder sonstiges Unheil auf der Welt anrichtet, dann sollten Sie jetzt zu einer der besten Öko-Banken wechseln.


Die besten Öko-Banken

Grüne Bank - der Wechsel lohnt sich!


Detaillierte Informationen zu den Tätigkeiten einzelner Klima-Killer-Banken und zu internationalen Geldhäusern erhalten Sie auf der Kampagnen-Seite "Ist meine Bank ein Klima-Killer?" von urgewald.org. Dort gibt es  auch die Broschüre in Druckform zu bestellen.

 

Thema: Grünes Geld & Finanzen, Stand: 06.03.2013 von

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  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 29.04.2013 um 14:26
    Hi,
    der Link am Ende der Seite ist kaputt. sollte sicherlich hierhin verweisen:
    http://www.utopia.de/ratgeber/gruenes-banken-brevier-alternative-bankinstitute
  • gelöscht am 11.03.2013 um 10:55 von awareness
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 08.03.2013 um 16:55
    Es ist hier von Finanzdienstleistungen bzw. Investitionen die Rede. Graphisch dargestellt werden diese Beteiligungen nach absoluten Werten. Meiner Auffassung nach müsste aber eine Darstellung gemessen am Gesamtvolumen der jeweiligen Bank erfolgen - was auch immer unter Finanzdienstleistungen oder Investitionen gezählt wird. Nur so wüsste man als Anleger, wieviel jedes angelegten Euros in Kohlekraftwerke fließen.

    Dazu ein hypothethisches Beispiel: Während die Kohle-Finanzierungsbank ein Geschäftsvolumen von 1 Million Euro hat und nur in Kohlekraft investiert, hat die Mischenergie-Bank ein Volumen von 100 Millionen Euro, von denen 90 Millionen in erneuerbare Energien fließen und 10 in konventionelle.
    Hätte ich als Anleger, der die Energiewende befürwortet, nur die Auswahl zwischen diesen beiden Banken, würde ich mich doch für die Mischenergie-Bank entscheiden, obwohl die Kohle-Finanzierungsbank in der Graphik viel harmloser aussähe. Denn so wüsste ich 90% meines Geldes gut angelegt - statt 100% schlecht.

    Das Beispiel ist hypothetisch und mir ist bewusst, dass es Banken gibt, die rein auf erneuerbare Energien setzen. Auch möchte ich keinesfalls die Deutsche Bank oder ähnliche in Schutz nehmen. Aber die Relation sollte man nicht aus dem Auge verlieren: Denn so würde, wenn hier die absolut größten Klimaschädlinge aufgeführt sind, allen anderen, kleineren Banken eine weißere Weste attestiert. mehr weniger
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    schrieb am 07.03.2013 um 22:46
    einige Banken fehlen ja in diesem Artikel , wie sieht es mit der Norisbank aus?
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    schrieb am 07.03.2013 um 13:48
    Wozu kann ich denn eigentlich die DKB (Deutsche Kreditbank) zählen?
    Hat da jemand Infos dazu?
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