Biofach 2012 – Lebensbaum
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Lange, bevor es gesellschaftlich hip wurde, engagierte sich die britische Forscherin und UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Vor genau 50 Jahren begann sie, in Tansania das Verhalten von Schimpansen zu erforschen und reist heute im Auftrag ihrer Bildungsinitiative „Roots & Shoots“ unermüdlich um die Welt. Am 2. September startet der Dokumentarfilm „Jane's Journey“ über ihr Leben und ihre innere Motivation im Kino. Im Interview mit Christina Raftery, das in voller Länge ab 30. August im "Yoga Journal" erscheint, beschreibt sie nachhaltige Wege zu sinnvollem ökologischem und gesellschaftlichem Aktivismus.
Die Erkenntnis nennt sie heute „positiv schockierend“: Bald nach ihrer Ankunft im Gombe National Park/Tansania wurde Jane Goodall bewusst, wie sehr die Eigenschaften und Aktionen der Schimpansen denen der Menschen ähneln. Für die Wissenschaft waren ihre Thesen geradezu revolutionär – es war das Jahr 1960, und die 26jährige Forscherin hatte noch nicht mal einen Studienabschluss. Ihr erster Beitrag für die Zeitschrift „Nature“ kam postwendend zurück, weil sie bei ihren beobachteten Affen von „Er“ und „Sie“, also von Individuen sprach. Als erste Wissenschaftlerin gab sie den Tieren in ihrem Forschungszentrum in Gombe keine Nummern, sondern Namen, wodurch viele konservative Kollegen ihre Objektivität bedroht sahen.
Aus dieser Haltung der Verbundenheit mit der Umwelt setzte Jane Goodall ihre Studien fort, promovierte 1965 in Cambridge und gründete 1977 das „Jane Goodall Institute For Wildlife Research, Education and Conservation“, eine mittlerweile globale Organisation. Ende der 80er Jahre gab sie ihre Forschungsarbeit auf, um sich ganz dem Umweltschutz zu widmen. Insbesondere ihr Programm „Roots & Shoots“ (dt. „Wurzeln und Sprossen“) gehört mit Aktivitäten in 120 Ländern zu den wichtigsten Jugendbildungsorganisationen weltweit.
Die Frau hinter der globalen Vision zeigt der aktuelle Dokumentarfilm “Jane’s Journey” des Münchner Filmemachers Lorenz Knauer. Der Film zeigt ihr Erfolgsgeheimnis, das sie in engen Kontakt mit Staatschefs und Prominenten wie Angelina Jolie gebracht hat: Ihr Ziel, weltweites Denken und Handeln nachhaltig zu verändern, führt über gegenseitigen Respekt.
Direkten Kontakt zu "Changemakern" wie Jane Goodall ermöglicht die Utopia-Konferenz sowie die Verleihung der Utopia-Awards
Kommentare (10)
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lukita
schrieb am 20.08.2011 um 13:14 ¶lukita
schrieb am 14.09.2010 um 22:02 ¶Kommentar schreiben
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