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Klage gegen Kernkraftwerke

Im Alleingang gegen Atomkraft - Greenpeace kämpft wieder!


Greenpeace hat am 1. Februar bekannt gegeben, dass sie zusammen mit mehreren Anwohnern aus dem näheren Umkreis kritischer Atom-Meiler klagen werden. In Deutschland werden insgesamt 17 Kernkraftwerke betrieben. Zu den kritischen Meilern in der Bundesrepublik gehören Brunsbüttel, Isar 1, Philipsburg 1 sowie Krümmel. Bisher konnten die Anwohner im Einzugsgebiet der potentiellen Gefahrenherde rechtlich nichts unternehmen. Das änderte sich 2008, als das Bundesverwaltungs-gericht beschloss, dass eventuelle Opfer von Terroranschlägen auf Kernkraftwerke klagen können.

Zusätzlich zu den direkt betroffenen Anliegern haben schon im letzten Jahr die Bundestagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD sowie mehrere Bundesländer und Städte Klagen gegen die Laufzeitverlängerung angekündigt. Der Bundesrat wurde bei der Verabschiedung dieses Gesetzes schließlich gar nicht befragt, obwohl die Aufsicht von Kernkraftwerken Sache der einzelnen Länder ist. Hier sieht auch Greenpeace eine Angriffsfläche. Das Bundesverfassungsgericht könnte die Entscheidung als verfassungswidrig erklären. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, auf welches sich die Kläger berufen wollen, gehört zu den Grundrechten. Es ist bedroht durch die Strahlengefahr, die im Falle einer Störung für Menschen in einem riesigen Radius besteht. Ein zweiter Punkt ist die Möglichkeit eines terroristischen Anschlages auf die Kernkraftwerke, beispielsweise mit panzerbrechenden Waffen. Auch ein Flugzeugabsturz – sei er beabsichtigt oder unbeabsichtigt – könnte Schäden an wichtigen Teilen eines Kraftwerks anrichten. Das niederbayerische Kraftwerk Isar 1 liegt beispielsweise brandgefährlich in der Einflugschneise des zirka 50 Kilometer entfernten Münchner Flughafens. Bereits 1988 stürzte nur etwa zwei Kilometer entfernt vom Kernkraftwerk Isar 1 ein Düsenflugzeug des Typs Mirage ab.

Stand: 03.02.2011 von

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    schrieb am 05.02.2011 um 10:31
    na, dann liegt es halt mal wieder an uns; Information verbreiten, mit Freunden und Bekannten reden, diskutieren!

    Beispielsweise hat eine meiner Kolleginnen umgehend den Anbieter gewechselt, nachdem wir miteinander geredet hatten - und sie verbreitet ihren Wechsel ebenso.

    Das läuft nach dem berühmten Lawinenprinzip - wer gewechselt hat, überzeugt den Nächsten - dieser wiederum wechselt und überzeugt den Nächsten etc. etc.

    Zugegeben, das geht nicht gerade schnell - aber ans Ziel kommt man halt nur Schritt für Schritt...

    Zumal inzwischen die Ökostromanbieter tatsächlich teilweise günstiger sind als die Atomferkel.

    Nicht jammern - kämpfen! ;) mehr weniger
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    schrieb am 05.02.2011 um 10:21
    @Bada: ja natürlich, ich weiß es, Du weißt es und ein Haufen anderer Aussteiger wissen es. Nur die, die sich Gedanken machen sollten, wissen es nicht, glauben also.
    Und wir wissen ja wo das so hinführt mit dem Glauben. ;-)

    Aber mal so wieder zum Thema: clever wär es jetzt noch, wenn alle "offiziellen" Gegner, also zb. noch campact.de., das Umweltinstitut München e.v., und die IPPNW ( Ärzte gegen den Atomkrieg ) sich zusammentun und gemeinsam Font machen.
    Das sind zwar verschiedene Interessengruppen, aber alle arbeiten sie im gleichen Thema und vor allen Dingen die Masse an zum teil wisenschaftlich fundierten oder auch nur einfachen Sachkenntnissen, muß einfach bei einer Klage berücksichtigt werden. mehr weniger
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    schrieb am 04.02.2011 um 21:57
    @gokui

    Echter Ökostrom muss nicht teurer sein.
    Naturstrom ist bei uns günstiger als der örtlliche Anbieter.

    einfach kundig machen unter:

    www.atomausstieg-selber-machen.de
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    schrieb am 04.02.2011 um 21:20
    Hallöchen,

    ich verstehe das sowieso nicht, warum da nicht schon früher geklagt wurde. Alleine die Unzuverlässigkeit der Kraftwerke, sowas muß doch gerade hier in der BRD vom TÜV abgenommen werden. Jeder verdammter PKW der einen Defekt hat, wird stillgelegt.

    Aber überhaupt was heißt "Alleingang von Greenpeace". So wie ich das sehe hat Greenpeace einen ganze Hand voll Fördermitglieder. Von Alleingang kann da wohl kaum die Rede sein. mehr weniger
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    schrieb am 04.02.2011 um 12:32
    Wer hat den Film "Restrisiko" noch nicht gesehen? Erschreckend viele Dinge darin sind keine science fiction sondern historische Geschichte: http://www.sat1.de/filme_serien/restrisiko/
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