Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
NEU: Ikea Unternehmensprofil

Ikea hat sich entschieden!


"Wir haben uns entschieden zu einer Welt beizutragen, in der wir verantwortungsvoll mit der Erde, ihren Rohstoffen und den Menschen umgehen. Klar, manchmal sind wir ein Teil des Problems. Also arbeiten wir hart daran, ein Teil der Lösung zu werden", so heißt es im aktuellen Ikea-Katalog. Ab sofort kann sich jeder davon überzeugen, dass es Ikea ernst meint. Das schwedische Möbelhaus ist ab heute mit einem Unternehmensprofil auf Utopia vertreten und stellt sich dort kritischen Nachfragen und konstruktiven Diskussionen.

Die unendliche Liste

Ende 2010 hat Ikea mit der "unendlichen Liste" dem Thema Nachhaltigkeit einen umfassenden Platz im Unternehmen eingeräumt. In Zukunft sollen beispielsweise alle Ikea Gebäude mit 100 Prozent erneuerbarer Energie für Strom und Heizung versorgt werden. Um Raubbau zu verhindern, soll nur noch zertifiziertes Holz zur Produktion verwendet werden. Effizientere Produktverpackungen sparen Transportwege ein und innovative Produktlösungen stehen auf der Tagesordnung: zum Beispiel Kissen, die mit Resten aus der Ikea-Bettdeckenproduktion gefüllt werden.

"Mit der "unendlichen Liste" zeigt Ikea, wie ernst es dem Unternehmen mit seinem Nachhaltigkeitsengagement ist. Ikea hat sich damit auf den Weg gemacht und ist darum auch Partner von Utopia geworden. Wir freuen uns riesig, dass die Utopia Community nun über das Unternehmensprofil von Ikea hautnah miterleben kann, wie diese Liste immer länger und Ikea immer nachhaltiger wird. Wir sind sehr gespannt auf die weitere Entwicklung", sagt Dr. Meike Gebhard, Vorstand von Utopia.

Was halten Sie von Ikeas unendlicher Liste?  Denken Sie vielleicht an kleine grüne Tropfen auf den heißen Stein?  Dann, Hand aufs Herz: Wie viele Ikea-Produkte stehen in Ihrem zu Hause? Vielleicht der ein oder andere Schrank, vielleicht  ein Sofa,  ein wenig Geschirr oder eine Lampe? Und wie sieht es bei Ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen aus? Vermutlich ist es gar nicht so leicht, einen Haushalt zu finden, in dem nicht irgendwo Ikea-Produkte aufzustöbern sind. Mit dieser Reichweite haben auch kleine Schritte in der Summe eine riesige Wirkung und Ikea hat sich auf den Weg gemacht!

Ikea im Live-Chat

Wenn Sie sich davon überzeugen wollen, diskutieren Sie mit oder nehmen am Live-Chat Teil: Petra Hesser, Geschäftsführerin von Ikea Deutschland, wird am 17. Februar 2011 von 17-18 Uhr im Utopia Live-Chat Fragen zur unendlichen Liste, sozialen Standards, Energie und Ressourcen und allen weiteren Themen rund um ein nachhaltiges Ikea persönlich beantworten. Fragen können Sie schon jetzt hier stellen. 

Foto: Ikea

Stand: 01.02.2011 von

Kommentare (132)   abonnieren

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    schrieb am 01.02.2011 um 11:13
    "Klar, manchmal sind wir ein Teil des Problems."

    Ja, klar, siehe http://www.youtube.com/watch?v=qnbLzV5PWpE

    Das kann ja heiter werden :-)
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    schrieb am 01.02.2011 um 12:01
    Danke, Topist. Kannte ich noch nicht.
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:02
    Ich auch nicht, sehr interessant!
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:32
    Danke fürs Einstellen! Ich habe mir das Video gerade angeschaut und die Frage an IKEA gestellt, was deren Antwort zu den Vorwürfen ist: http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/wie-kann-die-tulleroe-sommermoebelgruppe-so-billig
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:56
    Eine Stellungnahme von Greenpeace zum Buch "Die Wahrheit über IKEA" von Johan Stenebo: http://www.greenpeace.de/tip/ueber_uns/nachrichten_ueber_uns/artikel/stellungnahme_zum_buch_qdie_wahrheit_ueber_ikeaq_von_johan_stenebo/

    Zitat: "IKEA ist z. B. auch in dem Greenpeace Bericht Slaughtering the Amazon von 2009 enthalten, wo es um Firmen geht, die zur Zerstörung des Urwaldes im Amazonas beitragen."
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:23
    Danke für den Link. Sehr interessanter Beitrag.
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:43
    Danke Topist.
    Wird wohl einige Leute aufwecken. Vor allem die, denen ich den Link geschickt habe.
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    schrieb am 02.02.2011 um 23:47
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    schrieb am 03.02.2011 um 00:19
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    schrieb am 01.02.2011 um 12:18
    Massenmarkt als Fluch? http://www.utopia.de/magazin/ikea-einkaufen-moebel-strategischer-konsum-schwedische-moebelbauer-1?all

    Ich zitiere: "Von einem nachhaltigen Unternehmen zu sprechen fällt dennoch schwer, dazu ist die Unternehmensstrategie zu sehr von Masse statt Klasse geprägt. Zu viele Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung bleiben bislang Absichtserklärungen, die gut klingen und vermarktungstechnisch effizient genutzt werden - der Umweltnutzen aber könnte deutlich höher sein."
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    schrieb am 01.02.2011 um 13:50
    Hier der direkte Link zur Antwort von Ikea an Lukita: http://www.utopia.de/magazin/ikea-einkaufen-moebel-strategischer-konsum-schwedische-moebelbauer-1?all#comment-314063

    Aber es lohnt sich, die gesamte Diskussion durchzulesen. U.a. wurde auch das im Video thematisierte Buch erwähnt: http://www.utopia.de/magazin/ikea-einkaufen-moebel-strategischer-konsum-schwedische-moebelbauer-1?all#comment-326137
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    schrieb am 01.02.2011 um 14:07
    Überlegst Du noch oder glaubst Du das Geschriebene schon?
    Wenn wirklich alles umgesetzt wird, wäre dies ein begrüßenswerter Weg!

    Lassen wir uns überraschen.
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    schrieb am 01.02.2011 um 14:27
    "Denken Sie vielleicht an kleine grüne Tropfen auf den heißen Stein? Dann, Hand aufs Herz: Wie viele Ikea-Produkte stehen in Ihrem zu Hause?"

    Hand aufs Herz: Ich habe nicht einen einzigen IKEA-Artikel in meinem Haushalt. Was denkt Utopia eigentlich von uns Utopisten - daß wir gedankenlos konsumieren, was billig zu haben ist?

    Noch nie habe ich das Bedürfnis verspürt, mich in eines der schrecklich großen und unsympathisch anmutenden IKEA-Warenhäuser zu begeben um mich dort mit unnützen Wohnacessoires oder billigen Möbeln schlechter Qualität einzudecken, damit am Ende mein Zimmer oder meine Wohnung exakt genauso aussieht wie die meiner Freunde. Zu DDR-Zeiten hatte jeder dieselbe Schrankwand, weil es nur eine gab - warum sich heute so viele Menschen freiwillig mit denselben Möbeln bestücken, war mir immer schleierhaft.

    Was IKEAs neue Nachhaltigkeitsstrategie betrifft:
    Hört ihr dann jetzt auch auf, eure Kerzen aus Palmöl aus Regenwaldabholzung herzustellen? (http://regenwald.org/mailalert/513/wann-geht-ikea-ein-licht-auf-keine-kerzen-und-teelichter-aus-palmol)
    Was bedeutet zertifiziertes Holz? Wer wird das kontrollieren? FSC-Zertifizierung dient ja leider z.B. auch oft dazu, der Abholzung in geschützen Regenwaldgebieten erst Tür und Tor zu öffnen.
    Laßt ihr eure Textilien jetzt nicht mehr in Turkmenistan, einer der schlimmsten Diktaturen der Welt, herstellen?
    Woher wird in Zukunft das Leder für eure Sofas kommen?
    Werden alle IKEA-Bistros nun auf bio und regional umgestellt?
    undundund

    Wenn ihr eure Strategie konsequent umsetzt, wird IKEA wohl in Zukunft ein eher hochpreisiges Möbelhaus werden? Ich würde das sehr begrüßen.
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    schrieb am 01.02.2011 um 18:53
    "warum sich heute so viele Menschen freiwillig mit denselben Möbeln bestücken, war mir immer schleierhaft."

    Also bei uns haben die Leute die Wahl zwischen einem niegelnagelneuem IKEA, dem größten Möbelhaus Deutschlands, einem riesigen lokalem Marktführer und mehreren Billig-Klitschen gegen die IKEA ein hochpreisiges Möbelhaus i s t.
    Besteht also keine Notwendigkeit, daß alle die gleichen Möbel haben.

    Was mir ein Rätsel ist:
    a) woher nehmen die Leute alle das Geld, sich ständig neue Möbel zu kaufen?
    b) Wie kann man auf dem Markt überhaupt noch überleben?

    Und das, wo ich seit eh und jeh im Möbelkauf-Streik bin.
    Die Massivholzmöbel, die mir gefallen würden, kann ich mir nicht leisten.
    Also lebe ich lieber in den alten Massivholzmöbeln weiter, die ich mir zu Studentenzeiten vom Sperrmüll geholt habe.
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    schrieb am 01.02.2011 um 19:04
    "Was denkt Utopia eigentlich von uns Utopisten - daß wir gedankenlos konsumieren, was billig zu haben ist? "

    Nein, das denken wir nicht. Es geht darum, die "unendliche Liste" länger werden zu lassen, mit Einträgen, die viel Auswirkungen haben,

    "Wenn jeder IKEA Kunde nur eine herkömmliche 60 Watt Glühlampe z.B. gegen unsere Energiesparlampe „Sparsam“ austauschen würde, reduzierte sich der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß so, als würden 750.000 Autos von der Straße verschwinden. "
    (Zitat vom Unternehmensprofil -> http://www.utopia.de/profile/Ikea/ueber).

    Da steckt gewaltiges Potential. Das soll gehoben werden.
    Fragen und Wünsche im Chat oder im Profil: http://www.utopia.de/profile/Ikea/pinnwand
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    gelöscht am 04.02.2011 um 09:21 von inaktiver User 51059
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 04.02.2011 um 10:42
    Ja genau, plötzlich ein hochpreisiges Möbelhaus und sehr klein! 90 % der Betriebsflächen könnten zu Turnhallen werden. Es ist wirklich idiotisch hier ein grünes Mäntelchen überstreifen zu wollen. Konzerne wie IKEA sollen an der Nachhaltigkeit ihrer Produkte ruhig feilen, das hilft bestimmt ein bißchen hie und da. Wenn sich aber als erstes die Werbestrategie ändert... Green-washing eben. Die IKEA-Strategen wären nicht die ersten und sind nicht die Einzigen, die es einfach nicht verstanden haben und auch nicht verstehen werden was Nachhaltigkeit bedeutet. Hoffentlich verstehen es mehr und mehr Verbraucher.
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    schrieb am 04.02.2011 um 10:48
    Wie heißt es doch so schön: Tue Gutes und schweige darüber.
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    schrieb am 01.02.2011 um 14:58
    "Zu DDR-Zeiten hatte jeder dieselbe Schrankwand, weil es nur eine gab - warum sich heute so viele Menschen freiwillig mit denselben Möbeln bestücken, war mir immer schleierhaft."

    Naja, ganz ehrlich: DDR-beschränkt möchte ich wiederum auch nicht gern leben.

    http://www.n24.de/media/_fotos/3panorama/2008_9/juli_8/080725_2/ddr_dpa_gr.jpg

    ;-)
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    schrieb am 01.02.2011 um 15:03
    Haha, die steht bei meiner Mama im Arbeitszimmer ;-)

    Ich bin auch kein Fan von dem Design, aber wenn ich die Wahl zwischen second hand DDR-Schrankwand und IKEA-[entfernt wegen Polemik, Utopia-Team 2.2.2011]schrank hätte, wäre die Entscheidung klar.
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    schrieb am 01.02.2011 um 15:11
    ,"... aber wenn ich die Wahl zwischen second hand DDR-Schrankwand und IKEA-[entfernt: Zitat von entferntem Beitrag, Utopia-Team 2.2.2011]schrank hätte, wäre die Entscheidung klar."

    Naja, könnte man dann ja nett anmalen :-)
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    schrieb am 01.02.2011 um 19:41
    topist, du meinst jetzt sicher den Ikea-Schrank, nicht wahr ;-)
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:13
    Sttimmt doch nicht ( "[entfernt: Zitat von entferntem Beitrag, Utopia-Team 2.2.2011]schrank")
    "IKEA akzeptiert kein Holz, das illegal gefällt wurde oder aus intakten Naturwäldern kommt, außer es stammt aus nachweislich verantwortungsvoller Wirtschaft. Es ist unser langfristiges Ziel, dass alle Holzprodukte im IKEA Sortiment aus nachweislich verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. "
    -> steht hier: http://www.ikea.com/ms/de_DE/about_ikea/our_responsibility/forestry_and_wood/index.html

    Oder frage mal nach am Unternehmensprofil: http://www.utopia.de/profile/Ikea/fragen
    oder im Chat die Chefin gleich selbst: http://www.utopia.de/chat/index.html
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:14
    "... du meinst jetzt sicher den Ikea-Schrank, nicht wahr ;-)"

    Ne,ne, ich meinte tatsächlich den mit dem volkseigenen Schick :-)
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:21
    @werner: Ich habs halt im Greenpeace-Magazin gelesen:
    http://cc.bingj.com/cache.aspx?q=greenpeace+ikea+urwaelder&d=4864617564146996&mkt=de-DE&w=9b404df3,1f5a984a
    (vor allem der letzte Absatz)
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:33
    Danke. Sehr interessant.
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:42
    @wildfang: Danke für den Link!

    Greenpeace hat übrigens auch einen Einkaufsratgeber „Holz & Wald“ veröffentlicht: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=103
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    schrieb am 04.02.2011 um 09:22
    Lieber Werner, je mehr ich drüber nachdenke, desto ungerechter finde ich, daß du meinen Begriff, der implizierte, daß für IKEAs Schränke Urwälder dezimiert werden, gelöscht hast.
    Ich hatte einen Link zum Greenpeace-Magazin gepostet, in dem sehr klar dargelegt wurde, daß der Verdacht, IKEA verwendet illegal eingeschlagene Bäume für seine Produkte, keineswegs abwegig ist.
    Da du dem Link offenbar leider nicht gefolgt bist, hier einmal ein Auszug:

    "Kaum ein Unternehmen symbolisiert die Probleme der globalisierten Holzwirtschaft besser als Ikea. Der schwedische Möbelgigant beteuert auf Schildern in den Filialen, Umweltschäden bei der Herstellung seiner Waren zu vermeiden. Produkte aus Tropenholz etwa gibt es bei Ikea nicht, und erklärtes Ziel der Firma ist es, den Anteil von Holz mit dem FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft zu steigern. Allerdings betrug der Anteil von zertifiziertem Holz 2007 gerade mal sechs Prozent (siehe Interview).
    In Suifenhe, dem brummenden Holzverarbeitungszentrum im Nordosten
    Chinas, fertigen Arbeiter der Yixin Wood Industry Corporation jedes Jahr 100.000 Essgruppen für Ikea aus Kiefern, die aus Sibirien stammen – wo nach Schätzungen der Weltbank jeder zweite Baum illegal gefällt wird. „Ikea gibt uns Rahmenbedingungen vor, etwa eine Liste mit Baumarten, die wir nicht ver-wenden dürfen“, sagt eine Mitarbeiterin der Fabrik, „doch die Firma schickt nie Mitarbeiter hierher, um die Produktion zu überprüfen.“ China zählt zu Ikeas größten Lieferanten von Massivholzmöbeln, rund 100 chinesische Fabriken produzierten im Jahr 2006 etwa ein Viertel der weltweit verkauften Ware. Größter Rohstofflieferant ist jedoch Russland. Die Ikea-Geschäftsführung sagt, sie gehe davon aus, dass das Holz legal gefällt sei. Die Firma schicke Kontrolleure und Förster zu den Fabriken und lasse von ihnen den Weg des Holzes bis zu den gerodeten Flächen zurückverfolgen.
    Doch für Ikea sind nach eigenen Angaben nur acht Förster in China und Russland im Einsatz. Nur alle paar Monate lässt die Firma Waldgebiete inspizieren, aus denen rund 30 Prozent des Holzes für die chinesischen Fabriken stammen. In der Regel verlässt sich Ikea auf die Unterlagen von Forstunternehmen und Fabriken. Dabei räumt Ikeas Forstbeauftragte Sofie Beckham ein, dass die Fälschung von Dokumenten weit verbreitet ist: „Es gibt immer jemanden, der sich nicht an die Regeln hält.“
    „Es geht um Kosten“, sagt Ikeas Manager für soziale und ökologische Fragen, Thomas Bergmark. „Es wäre enorm aufwendig, jede einzelne Holzlieferung zurückzuverfolgen. Wir werden nie garantieren können, dass jeder einzelne Stamm aus einer legalen Quelle stammt.“

    (Quelle: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5182)

    Warum geht Utopia auf diese ganzen gut recherchierten Zusammenhänge (auch andere haben gute Links gepostet) nicht ein, sondern stellt sich ohne nachzufragen vor IKEA?
    Ich finde es als Utopia-Nutzerin sehr unbefriedigend, irgendwie so von oben herab behandelt zu werrden und fühle mich bevormundet.
    Wünsche einen schönen Tag allerseits.
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    schrieb am 04.02.2011 um 09:34
    Hallo Wildfang,
    ich beziehe mich auf deinen Kommentar vom 4.2. um 9.22 und will dir sagen, dass ich dein Gefühl von Ungerechtigkeit, Unzufriedenheit und Bevormundung teile und mich aus diesem Grund wohl bald von UtoKIA zurückziehen werde.
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    schrieb am 04.02.2011 um 22:26
    Lieber Werner, warte immernoch auf eine Reaktion deinerseits.
    Schöne Grüße
    wildfang
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    schrieb am 01.02.2011 um 15:04
    DDR-beschränkt :D
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    schrieb am 01.02.2011 um 15:13
    Glück mit bäsch-braun beschränkter Haftung :-)
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:38
    "Sttimmt doch nicht ( "[entfernt: Zitat von entferntem Beitrag, Utopia-Team 2.2.2011]schrank")
    "IKEA akzeptiert kein Holz, das illegal gefällt wurde oder aus intakten Naturwäldern kommt, außer es stammt aus nachweislich verantwortungsvoller Wirtschaft. Es ist unser langfristiges Ziel, dass alle Holzprodukte im IKEA Sortiment aus nachweislich verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. ""

    @Werner: bitte nicht wie bei Henkel und Otto anfangen einfach Unternehmens-PR hier als Argument zu posten. Dann wäre der Vorwurf Utopia=Grünwaschmaschine wirklich gerechtfertigt.

    Laut Unternehmenskommunikation gibts auch bei h&m nur faire Kleidung und bei Lidl gute Arbeitsbedingungen. Das kann doch wohl wirklich nicht dein Ernst sein, dass du hier IKEA-Infos mehr vertraust als informierten Utopia-User_innen.

    Es sollte schon erlaubt sein auch untereinander Wissen über Partner-Unternehmen auszutauschen und dabei auch mal eine etwas bissige Wortwahl zu verwenden.

    Der Verweis auf den Chat ist auch keine Alternative. Selbst unstrittige heftigste Ausbeuter bekommen es hin in Interviews als Menschenfreunde zu erscheinen.
    Nur weil es direkte(re) Kommunikation ist, kommt da doch noch lange nicht die Wahrheit ans Licht. Und wenn die Chefin auch nur einigermaßen geschult ist, schafft sie es nichts preiszugeben und trotzdem nicht einmal die Unwahrheit sagen zu müssen.

    treehugger hat übrigens heute einen längeren Post zum selbst erklärten Weltverbesserungsunternehmen WalMart gebracht. Die haben wenigstens schonungslos viele Schwachstellen mit aufgedeckt, auch wenn Wal Mart am Ende vielen Kommentatoren und auch mir fast noch trotzdem zu gut dabei weg kommt. Schließlich kann mensch Arbeiter-Ausbeutung nicht mir Solarstrom wett machen. Auch dann nicht, wenn es viel Solarstrom ist. Ich fände es aber nach wie vor einen riesen Fortschritt, wenn Utopia sich die Haltung von treehugger zu eigen machen würde:
    http://www.treehugger.com/files/2011/01/walmarts-eco-efforts-enough-balancing-sustainability-social-responsibility.php
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:48
    "Laut Unternehmenskommunikation gibts auch bei h&m nur faire Kleidung und bei Lidl gute Arbeitsbedingungen."
    Passend dazu:
    http://www.utopia.de/blog/fairtradebar-com/billig
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:48
    Danke fairskate.
    Genau meine Meinung.
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    schrieb am 01.02.2011 um 22:36
    "Nur weil es direkte(re) Kommunikation ist, kommt da doch noch lange nicht die Wahrheit ans Licht. Und wenn die Chefin auch nur einigermaßen geschult ist, schafft sie es nichts preiszugeben und trotzdem nicht einmal die Unwahrheit sagen zu müssen."

    Mehr Selbstbewusstsein bitte! B.t.w. Könnte man sich IKEA eigentlich als völkereigernen Betrieb vorstellen?

    :-)
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    schrieb am 04.02.2011 um 11:04
    es ist auch sehr erstaunlich, dass bei so vielen "nachhaltigen" ja fast biologisch zertifizierten Unternehemen (wer's glaubt) wie oben beschrieben dennoch immer weniger Wälder übrig bleiben und gleichzeitig immer mehr landwirtschaftliche Flächen verloren gehen (Durch Ersosion, Versalzung, Pestizide im Boden und Grundwasser, etc...). Heißt nachhaltig etwa nicht, dass die Bäume, die entnommen werden auch nachgepflanzt werden? Dann wäre da noch Wald, oder? Heißt nachhaltig nicht auch, dass der Boden auch im nächsten Jahr und in 10 Jahren und in 100 Jahren noch für die Landwirtschft genutzt werden kann? So ist das aber nicht!
    Nachhaltiges Holz würde ich vielleicht glauben wenn es z.B. Bambus, Cashewholz, Mangoholz, Kokosholz wäre...
    http://www.biothemen.de/Gartenpflanzen/asiatisch/bambus.html
    http://www.biothemen.de/Qualitaet/tropen/mango.html
    http://www.biothemen.de/Qualitaet/tropen/kokos.html
    http://www.biothemen.de/Qualitaet/tropen/cashew.html
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    schrieb am 04.02.2011 um 09:53
    " .. und will dir sagen, dass ich dein Gefühl von Ungerechtigkeit, Unzufriedenheit und Bevormundung teile und mich aus diesem Grund wohl bald von UtoKIA zuückziehen werde."


    Verständlich, aber ich fänd´s dennoch Schade.
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    schrieb am 01.02.2011 um 19:17
    Ich oute mich jetzt mal :
    ja, ich habe Ikea-Möbel bei mir zu Hause, und ich gehe gerne bei Ikea einkaufen !
    Und wenn bei uns mal ein Möbelstück oder Haushaltsgegenstand kaputtgegangen ist, dann braucht man eben ein neues, und das kommt (wenn nicht aus dem Second-Hand-Laden ) in den meisten Fällen von Ikea.
    Ich weiß sehr wohl um die Problematik der Ikea-Produktion, aber bevor ich mir eine alte DDR-Schrankwand hinstelle - kaufe ich lieber etwas, das mir gefällt !
    Dafür verzichte ich auf In-und Auslandsflüge (konsequent !) , fahre mein Auto, bis es auseinanderfällt,
    heize mit Holz, nähe zum großen Teil meine Kleidung selber, habe fast alles Zeugs aus Plastik aus meinem Haushalt verbannt , und lebe vegetarisch (und, wenn ich es schaffe, bald auch vegan ).
    IKEA ist kein Problem für mich,
    und ich habe auch kein Problem damit, IKEA auf Missstände hinzuweisen.
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:45
    Es muss ja nicht gleich die alte DDR Schrankwand sein ...

    > http://zweitsinn.de/
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:53
    Wow, da gibts echt schöne Sachen. Schade, daß man selbst abholen kommen muß. Aber es gibt auch hier in Berlin einige Geschäfte, die solche aufgearbeiteten Stücke anbieten. Und auf sowas spare ich auch gern hin.
    Die alte Ost-Schrankwand kriegt man allerdings sicher billiger ;-) (aber sie sieht halt auch nicht so stilvoll antik aus)
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    schrieb am 03.02.2011 um 18:27
    DAnke für den Link!
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    schrieb am 01.02.2011 um 19:35
    Wir kaufen bei IKEA, weil das Design in anderen Läden oft unterirdisch ist. Und es macht auch Spaß....
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    schrieb am 01.02.2011 um 20:45
    Ja, von der Marketing-Strategie können sich einige Firmen etwas abschneiden! Da ist IKEA absolut vorbildlich.
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:00
    [entfernt wegen Polemik / Utopia-Team, 2.2.2011]
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:14
    Oh, ein Poet ist unter uns.
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:54
    Jetzt aber nicht neidisch werden ...
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:50
    "UTOPIA und IKEA? - kein Problem, die Mehrheit pennt."

    Aber die meisten Utopisten pennen nicht. Kannst du ja oben lesen.
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    schrieb am 01.02.2011 um 21:56
    Du musst richtig lesen, Jens.
    Ich sprach von der Mehrheit, nicht von UTOPISTEN.
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    schrieb am 01.02.2011 um 22:03
    Ach, die Stimmenmehrheit. :-)
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    schrieb am 01.02.2011 um 22:28
    Dank dir Wilhard für den Wink
    Ein richtig interessanter Link
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    schrieb am 01.02.2011 um 22:56
    Argumentationsstoff gibt es genug,
    nur manchmal fehlt es am Bezug.
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    schrieb am 01.02.2011 um 23:42
    Und so vergeht die Zeit im Flug.
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    schrieb am 02.02.2011 um 01:18
    Ikea ist für mich (wie viele Unternehmen hier) sehr weit weg von Nachhaltig. Aber dafür sehr grün gefärbt.
    [entfernt wegen Polemik, Utopia-Team 2.2.2011]
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    schrieb am 02.02.2011 um 01:53
    Es sieht leider so aus, dass der Regenwald nur über eine Veränderung der Firmen gerettet werden kann, die ihn zerstören. Beim weltweiten Streik will ja keiner mitmachen :-)

    In Punkto Palmöl scheint mir allerdings Margarine das größere Problem zu sein. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich dafür wäre, Unilever in Bdie Changemakerliste aufzunehmen :-))).
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    schrieb am 02.02.2011 um 07:55
    Die Schweden sind in Punkto Nachhaltigkeit den Deutschen vorraus. Sicher verbinden die meisten von uns ein negatives Image mit IKEA, aber man muss einem Unternehmen auch Respekt zollen, wenn es bereit ist, zum Beipiel alle Filialen nur noch mit erneuerbarem Strom zu betreiben. Warum sollte es IKEA nicht auch ernst meinen können? Zumal können sie es sich nach so einer Ankündigung nicht mehr leisten, zurückzukehren zum alten Weg.
    Sowohl Utopia, als auch IKEA und vor allem die Menschen werden davon profitieren.

    Wo ist die Grenze zum Greenwashing? Nur weil ein Unternehmen sich in der Vergangenheit nicht besonders hervorgetan hat in Sachen Naturschutz, oder Energieeffizienz, heißt das noch lange nicht, dass es das in Zukunft beibehalten muss.
    Können wir uns nicht auch manchmal auf die Schultern klopfen und sagen: "gut gemacht"! Oder wollen wir ewig nur Nörgler bleiben, die nichts wollen, als kritisieren und protestieren?
    Wir haben dazu beigetragen, dass IKEA sich schon jetzt umzustellen beginnt. Wir tragen dazu bei, dass dieser Schritt von IKEA in die Öffentlichkeit getragen wird.
    Jetzt steht IKEA unter besonderer Beobachtung, viele Menschen verfolgen so nah, wie es Utopia uns ermöglicht mit, wie sich ein Unternehmen umstellen kann.

    Die Teile die Freude vom Utopia Team und sage toll gemacht. Weiter so!
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    schrieb am 02.02.2011 um 08:09
    "Die Schweden sind in Punkto Nachhaltigkeit den Deutschen vorraus."

    Mit "den Schweden" hat IKEA inzwischen leidlich wenig zu tun:

    "Wer ist Eigentümer des IKEA Konzepts?
    IKEA Retailing, mit seinen schwedischen Wurzeln, basiert auf einem Franchisesystem. Inter IKEA Systems B.V., in Delft, Niederlande, ist der Eigentümer des IKEA Konzepts und steht den Franchisenehmern zur Verfügung.

    Was ist die IKEA Gruppe?
    Die IKEA Gruppe ist eine private Gruppe von Unternehmen, die sich im Besitz einer Stiftung in den Niederlanden befindet. Die IKEA Gruppe arbeitet in den Bereichen Entwicklung, Einkauf, Distribution und Verkauf von IKEA Produkten. Die IKEA Gruppe ist die grösste unter den Franchisenehmern, die mehr als 100 IKEA Einrichtungshäuser betreibt. Den Management Service für die IKEA Gruppe stellt IKEA International A/S in Helsingborg, Schweden, zur Verfügung."

    ( http://www.ikea.com/ch/de/customerservices/faq )

    Mit Nachhaltigkeit ungefähr gleich viel.
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    schrieb am 02.02.2011 um 08:47
    Wenn etwa Vattenfall , der als schwedischer Staatskonzern nach deiner Völkercharakter kundlichen Landkarte ja auch den Deutschen voraus sein soll, seinen bisherigen Strommix aus Stein- und Braunkohle, Atom- und Wasserkraft nun aufsplittet und seine Wasserkraftanteile teuer und Image fördernd als "Ökostrom" verkauft, sehe ich darin noch keinen Fortschritt in Punkto Nachhaltigkeit.

    Und in windige Ankündigungen eines Möbelhauses wie, dass es sich um einen höheren Anteil an zertifiziertem Holz bemüht, seh ich da auch noch keinen Fortschritt.

    "Wir haben dazu beigetragen, dass IKEA sich schon jetzt umzustellen beginnt."

    Das sind in meinen Augen nur Omnipotenzphantasien, wie sie der "strategische Konsum" offenbar bedarf.

    Das Changemakermanifest und Utopias Angebot an den Unternehmen, hier deren Nachhaltigkeitsbemühungen zur Diskussion zu stellen, finde ich ok. Und vieleicht bingt es ja auch was. Aber man muss sich deshalb noch lange nicht in die eigene Tasche lügen, finde ich.

    Gruß vom Topisten.
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    schrieb am 02.02.2011 um 12:20
    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

    Und erstmal an die eigene Nase fassen.

    Wir als Verbraucher bestimmen die Produkte, die wir kaufen, oder auch nicht kaufen.

    So eine Umstellung von einem großen Unternehmen geht nicht von NULL auf HUNDERT und eine Zusammenarbeit bringt uns alle schneller ans Ziel!

    Es ist richtig nicht den Worten zu glauben, sondern nur den Taten!
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    schrieb am 02.02.2011 um 13:02
    "Wir als Verbraucher bestimmen die Produkte ..."


    Würde neben dem "Unwort" auch ein "Unsatz des Jahres" ausgelobt, wäre ich dafür, eben diesen zu wählen. Würde auch prima zu "alternativlos" passen.

    Es mag ja sein, dass IKEA Pleite gehen müsste, wenn es weniger als 83 Prozent Massivholz aus NICHT verantwortbaren Waldbau bezöge. Aber auch das wäre kein Grund, 17 Prozent Verantwortung nachhaltig zu nennen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:23
    Ich glaube Du hast immer noch nicht begriffen, wie wir UNS ALLE verändern müssen und nicht immer NUR die Anderen!

    [... entfernt * ... ]

    Zusammenarbeit ist gefragt um unsere Welt gerechter und lebenswerter zu machen.

    Und ja ich bleibe dabei:

    Ich als Konsument bestimme wo und wie ich mein weniges Geld ausgebe! Und das gilt auch für die Gesamtheit der Konsumenten!

    [... entfernt * ... ]

    Ich denke und arbeite lieber konstruktiv.

    *) Bitte nicht polemisch werden, damit wird eine Annäherung schwierig - das Community-Management
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:35
    Ich stimme Dir zu, dass man es sich sehr bequem einrichten kann auf dieser Position - aber ebenso bequem ist es, als Verbraucher zu verlangen, dass Unternehmen ungeachtet der Nachfragesituation am Markt jetzt und sofort ihr gesamtes Sortiment und alle internen Prozesse auf "nachhaltig" umstellen. Abgesehen davon, dass dies für große Unternehmen gar nicht von heute auf morgen möglich ist - u.a. auch, weil bei vielen Rohstoffen nicht die benötigten Mengen in entsprechender Qualität verfügbar wären - würden sie darüber hinaus kläglich am Markt scheitern. Denn leider ist die große Masse der Konsumenten noch nicht bereit, ein solches Angebot anzunehmen und die entsprechenden Aufpreise zu bezahlen. Und dieses Scheitern hätte auch fatale Folgen für die Mitarbeiter dieser Unternehmen. Es ist daher aus meiner Sicht sowohl die Aufgabe des Verbrauchers wie auch die der Unternehmen: Jeder muss sich im Rahmen seiner Möglichkeiten anstrengen, immer weiter zu kommen. Und so weit ich das sehen kann, strengt Ikea sich an vielen Fronten an.
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:36
    Ein respektvolle Diskussionskultur ist dieser Strauß an Unterstellungen nicht, lieber Uwe Sievers. Ziemlich destruktiv in meinen Augen! Oder versteckt sich in deinen Tiraden ein Argument, das ich übersehen habe?
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:51
    @SophieBender:
    "aber ebenso bequem ist es, als Verbraucher zu verlangen, dass Unternehmen ungeachtet der Nachfragesituation am Markt jetzt und sofort ihr gesamtes Sortiment und alle internen Prozesse auf "nachhaltig" umstellen."
    Ungeachtet der Nachfragesituation? Nun ja. IKEA tut ja alles, um den Konsumenten Glauben zu machen, dass es so billig geht. Da muss sich die Unternehmensleitung jetzt schon entscheiden: Nachhaltigkeit oder der billigste Preis?

    "Abgesehen davon, dass dies für große Unternehmen gar nicht von heute auf morgen möglich ist - u.a. auch, weil bei vielen Rohstoffen nicht die benötigten Mengen in entsprechender Qualität verfügbar wären"
    ...

    "Denn leider ist die große Masse der Konsumenten noch nicht bereit, ein solches Angebot anzunehmen und die entsprechenden Aufpreise zu bezahlen."
    Solange IKEA die eigenen Kunden auf billig trimmt, wahrscheinlich nicht...

    "Und so weit ich das sehen kann, strengt Ikea sich an vielen Fronten an."
    Diverse NGOs sehen das anders... siehe dazu die diversen Links, die hier in den letzten Tagen aufgelaufen sind.
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    schrieb am 03.02.2011 um 10:54
    @lukita: Du argumentierst, als sei Ikea ein Monopolist und der Verbraucher habe keine andere Alternative, als dort einzukaufen. Das zur Frage nach der Verantwortung der Verbraucher-

    Zum Engagement von Ikea: Hier behauptet niemand, nicht mal Ikea, sie seien perfekt. Und wie unten von Werner beschrieben, sollen hier Unternehmen Platz finden, die sich verbessern wollen. Und zu diesen zählt Ikea für mich.
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    schrieb am 03.02.2011 um 11:03
    @SophieBender:

    IKEA gelingt die einzigartige Leistung, Discounter-Ware als Lifestyle zu verkaufen. Wenn jetzt auch noch das Wörtchen Nachhaltigkeit herhalten muss, um Kunden anzulocken, wird mir das ein wenig zu viel...

    Wer hat die Zeit, sich die ganzen Hintergrundberichte der NGOs anzuschauen?

    Viele Aussagen der Marketing-Abteilung sind in diversen Berichten widerlegt worden. Soviel zu dem Unterschied zwischen Worten und Taten.

    Ich habe in der Vergangenheit viel von IKEA gekauft. Diese Zeit ist vorbei. Dafür muss IKEA sich schon noch ein bischen mehr anstrengen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 11:17
    @SophieBender:
    "@lukita: Du argumentierst, als sei Ikea ein Monopolist und der Verbraucher habe keine andere Alternative, als dort einzukaufen."

    [... entfernt ...]*

    * Das war polemisch, bitte sei sachlich. Das Community-Management


    P.S. am 03.02.2011 um 12:53

    Dann formuliere ich es mal um:

    IKEA selbst suggeriert ja dem Verbraucher, es sei prinzipiell die vernünftigste Lösung, bei ihrem Unternehmen einzukaufen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 12:08
    "IKEA gelingt die einzigartige Leistung, Discounter-Ware als Lifestyle zu verkaufen. Wenn jetzt auch noch das Wörtchen Nachhaltigkeit herhalten muss, um Kunden anzulocken, wird mir das ein wenig zu viel.."

    Ich begrüße das. Nachhaltigkeit im umfassenden Sinne, also in dem Sinne, dass weltweit alle gut leben können sollen ohne zugleich die Grundlagen eines guten Lebens aller zu zerstören, ist eine ausgesprochen anspruchsvolle Verpflichtung. Nur muss man dann natürlich auch aufpassen, dass ein Unternehmen, das mit diesem Ansruch für sich werben möchte, auch hinreichend viel unternimmt, dem gerecht zu werden.

    Ob das in Sachen "Holz aus verantwortbarem Waldbau" geschieht, darf bezweifelt werden. Ich räume ein, dass mein Wissen über die Möglichkeiten des verantwortbaren Holzbezugs begrenzt ist. Das heißt für mich, meine Wissenslücken zu füllen. Das kann (!) im Ergebnis dazu führen, gemeinsame Interessen an der Ausweitung von Möglichkeiten zu nachhaltigen Waldbau zu formulieren und auch gemeinsam dafür zu streiten.

    Nur kann selbst im besten Falle nicht ein Zustand, der nach eigenen Angaben zu 85 % nicht verantwortbar ist, als nachhaltig betrachtet werden. Respekt würde mir ein Unternehmen abnötigen, dass sagt: Hey, klar: 85 % des für unsere Unternehmen geschlagenen Holzes kommt aus einem Waldbau, der eigentlich nicht verantwortbar ist. Wer uns zeigt, wie und wo wir diesen unerträglichen Missstand abstellen können, möge uns das nennen. In der Zwischenzeit nehmen wir auf jedes Nichtnachhaltigkeitsmöbel eine interne Ökosteuuer mit der wir einen Fond speisen, der Projekte oder politische Initiativen fördert, die die Fläche des "verantwortbaren, zertifizioerten Waldbaus" erhöhen.

    "Ich habe in der Vergangenheit viel von IKEA gekauft. Diese Zeit ist vorbei. Dafür muss IKEA sich schon noch ein bischen mehr anstrengen."

    Zumindest gilt: Wem Holz aus verantwortbaren, zertifizierten Waldbau wichtig ist, ein Mindestlohn von 10 Euro auch für Leiharbeiter, und dass das Unternehmen hinreichend Steuern zahlt und dessen Stiftungen dem Gemeinwohl verpflichtet ist, der muss wohl noch etwas warten mit dem Kauf von IKEA Möbel. Meine Meinung.

    Natürlich wünsche ich dem Konzern viel Erfolg auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. (Finde aber die Vorstellung, die IKEA Stiftung einer Gemeinnwohlökonomie" zu unterstellen auch nicht ganz unsympathisch).

    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 03.02.2011 um 12:24
    Ich finde, bei IKEA ist schon die Grundvoraussetzung für nachhaltiges Handeln nicht gegeben: der maßvolle (!) Verbrauch von Ressourcen. Konsumtreiber IKEA wirft unentwegt Neues auf den Markt, animiert seine Anhänger dazu, immer Neues und immer wieder zu kaufen, schon Gekauftes nicht zu benutzen, bis es auseinanderfällt, sondern mit dem nächsten Modell zu ersetzen. Mit diesem immensen Ressourcenverbrauch (wenn nicht Verschwendung) läßt sich kein nachhaltiges Unternehmen aufbauen. Wie schon erwähnt wurde - es gibt noch gar nicht so viel nachhaltig bewaldwirtschaftete Fläche, um IKEA vollständig zu versorgen, und die wird es auch nie geben, weil sie einfach zu viel verbrauchen. Man stelle sich vor, jeder Mensch auf der Welt würde so viel Möbel konsumieren wie der durchschnittliche IKEA-Huldigende, egal ob zertifiziert oder nicht - es ginge immernoch zu Lasten des Planeten und der nachfolgenden Generationen. Solange dies sich nicht ändert, gehört ein Billigmöbelhaus wie IKEA für mich genausowenig in Utopia wie der Billigdiscounter Lidl oder die Billigklamottenkette H&M.
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    schrieb am 03.02.2011 um 17:59
    @Utopia: vor lauter Zensur ists mir ja kaum noch möglich den Strang hier zu verstehen. Auch Werners Kommentar und meine Replik darauf sind kaum mehr nachvollziehbar.

    @Werner: schade, dass du deine Haltung einfach Unternehmens-PR als Argument zu posten nicht begründest. Auch habe ich den Eindruck, dass du offensichtlich nicht ein Mal über IKEA recherchiert hast, bevor du hier mitdiskutierst. Wiederlegungen der Behauptung nachhaltiger Holznutzung sind nun wirklich sehr leicht im Netz zu finden.

    topist:"Respekt würde mir ein Unternehmen abnötigen, dass sagt: Hey, kar: 85 % des für unsere Unternehmen geschlagenen Holzes kommt aus einem Waldbau, der eigentlich nicht verantwortbar ist. "

    Das trifft die Problematik bei Ikea auf den Punkt! Zu den UN-Standards für gute Nachhaltigkeitsberichterstattung (siehe Wikipedia: GRI) gehört zentral dazu, alle nachhaltigkeitsrelevanten Aspekte zu kommunizieren und eben insbesondere auch diese, bei denen ein Unternehmen noch nicht gut dasteht.

    Genau hier argiert Ikea absolut unglaubwürdig und betreibt Greenwashing, denn das Gute wird unhaltbar übertrieben und alles andere nur auf Nachfrage und auch dann ausweichend und häppchenweise kommuniziert. (siehe z.b. auch meine Frage nach Kunststoffprudukten.

    Nachhaltigkeit und ein Stakeholder-Dialog geht nicht ohne ehrliche Unternehmens-Kommunikation. Und dazu gehören nicht nur die Antworten auf unsere Fragen hier, sondern das gesamt Marketing und alle anderen Kommunikationskanäle ebenso.

    Wenn Ikea erstmal einen kleinen Schritt Richtung Ehrlichkeit gehen würde, wäre damit auch für die Frage der Nachhaltigkeit schon viel gewonnen.
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    schrieb am 02.02.2011 um 13:54
    @topist: Der Gipfel der Undankbarkeit!
    nein ,ich stimme dir zu,mal wieder..
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    schrieb am 02.02.2011 um 14:09
    klasse.
    ein weiteres riesiges unternehmen, dass sich auf den weg macht.
    ich bin ja mal gespannt, wie rasant ikea bei der umsetzung seiner ziele vorgeht.
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:15
    Liebe Utopisten,

    Utopia ist ein Informationsportal für nachhaltige Produkte.
    und der Ort für Dialog und Austausch
    + von Verbrauchern mit Unternehmen
    + von Untenehmen mit Verbrauchern
    + von Verbrauchern untereinander.

    Grundvoraussetzung für Dialog ist Respekt vor dem Gegenüber und Akzeptanz der Position des Diskussionspartners.
    Wir wollen hier eine Kultur des Miteinanders, um voneinander zu lernen, sich herauszufordern, zu gestalten und sich zu verändern. Das Interesse an einem unvoreingenommenen wirklichen Dialog ist unser höchstes Gut. Das wollen wir beschützen.

    Jedes Unternehmen, das besser werden will, hat Platz auf Utopia.
    Gerne auch sehr grosse Unternehmen, denn da ist die Auswirkung bei Veränderungen gewaltig.

    Aktuelles Beispiel:
    "Wenn jeder IKEA Kunde nur eine herkömmliche 60 Watt Glühlampe z.B. gegen unsere Energiesparlampe „Sparsam“ austauschen würde, reduzierte sich der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß so, als würden 750.000 Autos von der Straße verschwinden."
    -> http://www.utopia.de/profile/Ikea/ueber

    Das ist ein großer Hebel und die richtige Richtung. Uns geht es darum, dass wir Unternehmen dazu bringen, sich weiterzubewegen, sich dem Dialog zu stellen. Wir reden mit den Chefs, bringen die Unternehmen auf Utopia und bringen kompetente Ansprechpartner.
    Das ist eine riesige Möglichkeit.

    Der Dialog kann gerne kritisch sein (danke für Eure Beiträge). Aber Polemik, Vorverurteilungen und Pauschalisierungen ersticken Dialog und werden von uns in Zukunft noch konsequenter abgemahnt und gelöscht.

    Seid darum bitte offen, sachlich und freundlich. So wie ihr selbst auch behandelt werden wollt.

    Viele Grüße

    Euer Utopia-Team
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:37
    Wir alle haben hier eine Chance mit zu gestalten, durch Austausch von Ideen und Wertvorstellungen. Da ist permanetes Zeigefinger erheben und permanentes gemeckere kontraproduktiv!
    Anstatt sich zu freuen, das ein Bewußtseinwandel auch in völlig anderen Gruppen stattfindet, wird überwiegend fast nur der "Scheriffstern" hochgehalten.
    Leben wir in einer Welt von Gegenmenschen oder Mitmenschen?
    Alle Menschen sind gleich, oder gibt es bessere und schlechtere Menschen?
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    schrieb am 03.02.2011 um 14:10
    Es ist sehr schade, dass du die kritischen Stimmen hier als Gemeckere empfindest.
    Was ich lese, sind durch fundierte Recherchen gewonnene kritische Einwände. Auch das ist Austausch von Ideen und vor allem von Wertvorstellungen, es geht hier keinesfalls um "bessere oder schlechtere Menschen", sondern um Sachverhalte und die zu benennen muss erlaubt bleiben, auch wenn's manchem wehtut den Wahrheiten ins Auge zu blicken.
    Wie ich weiter unten schrieb: was wahr ist muss auch ausgesprochen werden dürfen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 14:25
    @ utopia-team
    wie zeitnah ist die zensur hier? geht ihr jeden morgen die ikea-beiträge durch?

    also, wenn "permanentes gemeckere" nicht polemisch ist, was dann?

    ich möchte doch um mehr ausgewogenheit bei der zensur der beiträge bitten, es könnte sonst der eindruck der einseitigkeit entstehen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 15:07
    Kannst dich ja um den Job bewerben.
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    schrieb am 03.02.2011 um 15:42
    @Topist:

    Der Moderator-Job ist schwierig und anspruchsvoll, keine Frage.
    Es gibt da sicher geeignetere und weniger geeignete Persönlichkeiten. Wichtig wären aus meiner Sicht v.a. Souveränität, ein gutes Textverständnis, ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und diplomatisches Geschick. Ziemlich viel also.

    Es ist vielleicht kein Zufall, dass Gegen den Strich sich nicht um diesen Job beworben hat (soviel ich weiß). Jeder muss selber wissen, was er sich zutraut; ob er einer Aufgabe gewachsen ist oder nicht. Die Moderatoren dieser Plattform ebenso wie Du und ich.
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    schrieb am 03.02.2011 um 15:30
    @ topist
    mein beitrag war eigentlich ironisch gemeint, aber diese möglichkeit hast du sicher bewußt außer acht gelassen, oder? wo du doch sonst so gut im auseinanderpflücken bist. oder im selektiven wahrnehmen.
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/warum-ist-leia-nicht-mehr-da/antworten/26631

    immerhin hat sich schon jemand wegen des dauernden zusammenstreichens von utopia verabschiedet, vielleicht werden es ja noch mehr, wenn das permanente gelösche so weiter geht.
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    schrieb am 03.02.2011 um 16:18
    apropos löschen, kann mal jemand einen offensichtlich psychisch kranken vor sich selbst schützen? oder ist das nicht wichtig genug?

    http://www.utopia.de/magazin/utopistin-anne-wangrin-interview-die-abenteuerfuehrerin-socialbar-hometown-glory?all#comment-327953

    nachtrag 3.2.11 um 17.37 h

    nein, es hatten sich schon wieder etliche beiträge angehäuft, mit nennung von name, adresse und allen anderen details. der pure seelenstriptease. ich glaube nicht, dass dem mann damit geholfen ist, dass er hier seine psychische krankheit bespricht, von datenschutz mal ganz abgesehen. aktuell wurden sie aber wieder glöscht, um 16.53 h. danke. es wäre nett, wenn man die seite im auge behielte.
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    schrieb am 03.02.2011 um 16:26
    Soviel ich weiß, ist das Utopia-Team da schon tätig geworden.
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    schrieb am 03.02.2011 um 17:41
    An UTOPIA-Mannschaft:

    „ … . Gerne auch sehr grosse Unternehmen, denn da ist die Auswirkung bei Veränderungen gewaltig.“

    Das ist kein Argument, denn im Umkehrschluss sind alle nicht nachhaltigen, vorhandenen Gegebenheiten nach wie vor umso mehr negativ weitreichend und werden mit Sicherheit nach wie vor tagtäglich weiterhin gleichartig praktiziert.


    „Aktuelles Beispiel:
    "Wenn jeder IKEA Kunde nur eine herkömmliche 60 Watt Glühlampe z.B. gegen unsere Energiesparlampe „Sparsam“ austauschen würde, reduzierte sich der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß so, als würden 750.000 Autos von der Straße verschwinden."“

    Dieses Argument erscheint sehr verkrampft und konstruiert und kommt um etliche Jahre zu spät.
    Als Beispiel für mich selbst gesprochen:
    Bei uns war schon komplett auf ESL umgerüstet, als dieses bei IKEA-Entscheidern noch ein Schimpfwort war und nicht vom Gesetzgeber aufgezwungen wurde. Die angebotenen Qualitäten geben weiteren Anlass zum Zweifel.

    Wenn hier, jetzt und heute seitens IKEA über angebotene LED-Leuchten gesprochen würde, dann fände ich dieses beachtens- und lobenswert. Durch entsprechende Stückzahlen (bei IKEA zweifellos machbar) könnte eine Umrüstung auf LED für viele Verbraucher wesentlich preiswerter und damit reizvoller sein. Das wäre praktizierte Nachhaltigkeit und kein Schnee aus dem Jahre 2001.

    Beste Grüße
    Wilhard, polemisches und (von UTOPIA) gemahntes Sus Scrofa

    PS:
    Der größte Teil unserer Möbel stammt aus Vor-IKEA-Zeiten (und mögen viele noch so sehr die Nase rümpfen), ist etwa 35 Jahre und (teils viel) älter, waren aber seinerzeit qualitative Spitzenprodukte. Die Sitzmöbel erhalten gerade neue Polster und Bezüge, sind in dieser Güte neu käuflich heutzutage nicht mehr zu erwerben oder annähernd unbezahlbar.
    Die Küche hat einen neuen A++ Kühlschrank (ohne Gefrierfach!) erhalten, der Gefrierschrank wurde entsorgt.

    PPS:
    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass wir ein Produkt von IKEA haben:
    Eine Metallschiene mit Magneten für Notizzettel.

    PPPS:
    Mit meinem derzeitigen Informationsstand müsste schon Einschneidendes bei IKEA passieren,
    damit ich mich zu einer Verkaufseinrichtung bewege.

    PPPPS:
    Den IKEA-Personalern empfehle ich Nachhilfeunterricht bei Dm-Drogerie Markt.

    PPPPPS:
    Wenn UTOPIA meinen bescheidenen Gehirnschmalz wieder löschen will,
    kann ich es auch nicht ändern. ;-))
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:28
    "Jedes Unternehmen, das besser werden will, hat Platz auf Utopia. Gerne auch sehr grosse Unternehmen, denn da ist die Auswirkung bei Veränderungen gewaltig."

    Zustimmung! Dagegen ist nichts zu sagen. Im Gegenteil!

    >Aktuelles Beispiel:
    "Wenn jeder IKEA Kunde nur eine herkömmliche 60 Watt Glühlampe z.B. gegen unsere Energiesparlampe „Sparsam“ austauschen würde, reduzierte sich der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß so, als würden 750.000 Autos von der Straße verschwinden."<

    Tut mir Leid, aber Energiesparlampen verkaufen ist gesetzlich vorgeschrieben. Und solcherat Firmenwerbung halte ich deshalb für einen Fall für Extra 3.

    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 03.02.2011 um 09:37
    Das ist ein Beispiel, was es ausmachen kann. Das lässt sich wohl für andere Produkte auch so berechnen. Das fände ich sehr spannend. Darzustellen, was eine Kaufentscheidung ausmacht.

    Ich denke, viele Menschen können mit solchen Zahlen beeindruckt werden und überdenken dann ihre Kaufentscheidung. Bisher ist - um beim Beispiel zu bleiben - bei ESL das Image verbreitet: "mag ich nicht, teuer, Quecksilber, Licht ungemütlich". Alles widerlegt aber noch nicht angekommen bei allen.

    :-) werner
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    schrieb am 03.02.2011 um 13:22
    Aber leber Werner, kuck doch mal genauer hin: Ikea wirbt damit, dass sich der CO2-Ausstoß durch seine Energiesparlampen reduzieren würde, wenn jeder sich eine bei Ikea kauft. DAs ist insofern Quatsch als inzwischen jedes andere Geschäft auch nur noch Energiesparlampen verkaufen muss. Ikea vollbringt hier keine besondere Leistung sondern kommt seiner geseztlichen Pflicht nach.
    Das ist für mich ein Beispiel, wo ich mich als potenzielle Kundin für dumm verkauft fühle und das möchte ich bitte auch sagen dürfen.
    Die Frage, ob es ressourcenschonender ist, noch funktionsfähige konventionelle Glühbirnen sofort gegen eine ESL zu tauschen, statt die konventionellen noch solange zu benutzen, bis sie kaputt gehen ist dabei noch eine ganz andere.
    Auch wenn es manche für Miesmacherei halten bleibt die Wahrheit halt die Wahrheit, und die ist eben manchmal schmerzhafter, unbequemer und unfreundlicher als Leichtgläubigkeit und jede Art von Illusion.
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    schrieb am 03.02.2011 um 13:36
    Das war ein Beispiel, wo ich Daten dazu gefunden habe, wieviel eine Umstellung ausmachen kann. Ich denke, das lässt sich auch für andere Produkte errechnen - aber das hab ich ja vorhin schon gesagt.

    Nach meiner Erinnerung (ich kann es nicht genau sagen) hat ikea schon einige Zeit vor der gesetzlichen Verpflichtung zu ESL dafür geworben, lieber Energiesparlampen als Glühbirnen zu kaufen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 14:15
    Nutopia schrieb am 03.02.2011 um 13:22:
    "Auch wenn es manche für Miesmacherei halten bleibt die Wahrheit halt die Wahrheit, und die ist eben manchmal schmerzhafter, unbequemer und unfreundlicher als Leichtgläubigkeit und jede Art von Illusion. "

    Zwischen Wahrheit und Illusion (bzw. Unwahrheit) besteht eine Grauzone mit sehr vielen Abstufungen.
    Niemand von uns kennt die Wahrheit. Wir müssen uns mit Positionen in diesen Abstufungen der Grauzone zufriedengeben. Das nur so nebenbei.

    Ikea hat sich schon früh entschieden, Werbung für Energiesparlampen zu machen.
    Damit hat man sich klar für das Glühlampenverbot positioniert und in Kauf genommen, Gegner dieses Verbots als Kunden zu vergraulen.
    Andere haben zur gleichen Zeit auf zusätzlichen Verkaufstischen Berge von Glühbirnen aufgestapelt die vor ihrem Verbot standen, um an das schnelle Geld zu kommen.

    Bin ich "leichtgläubig" weil ich Ikea in diesem konkreten Fall keine Greenwashing-Absicht unterstelle und damit unfähig "die Wahrheit" zu erkennen?
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    schrieb am 07.02.2011 um 23:18
    @mupsi:

    "Bin ich "leichtgläubig" weil ich Ikea in diesem konkreten Fall keine Greenwashing-Absicht unterstelle und damit unfähig "die Wahrheit" zu erkennen?"

    Äh, Nö.
    Wer hat das behauptet?
    Ich jedenfalls nicht und falls du dich das selbst fragst weisst du auch selbst die Antwort, nehm ich an.
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    schrieb am 03.02.2011 um 10:13
    "Dann, Hand aufs Herz: Wie viele Ikea-Produkte stehen in Ihrem zu Hause? Vielleicht der ein oder andere Schrank, vielleicht ein Sofa, ein wenig Geschirr oder eine Lampe? Und wie sieht es bei Ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen aus? Vermutlich ist es gar nicht so leicht, einen Haushalt zu finden, in dem nicht irgendwo Ikea-Produkte aufzustöbern sind. Mit dieser Reichweite haben auch kleine Schritte in der Summe eine riesige Wirkung und Ikea hat sich auf den Weg gemacht!"

    Bei uns stehen IKEA-Sachen, mein erster bewusster Artikel war der Erinnerung nach eine Arbeitslampe für meinen Schüler-Schreibtisch, hatte mir mein Bruder aus der großen Stadt mitgebracht. Dann kam IVAR. Beides existiert noch, in der Werkstatt im Keller.

    Reichweite ist aber kein GARANT für nachhaltige Wirkung. Die oben erwähnten Beispiele mögen meiner jugendlichen Sparsamkeit entsprungen sein oder einem gewissen "Hype" in den 80ziger Jahren, schwedische Lifestyle-Produkte eines modern empfundenen, aufstrebenden Möbel-Hauses zu konsumieren.

    Heute gehen wir immer noch zu IKEA, bestellen Bio-Nudeln und schauen uns die Leute an, was und wieviel sie dort einkaufen. Ich wünsche IKEA sehr, dass die Versprechen eingehalten werden und eine Art "ökologisches Möbelhaus" aufgebaut wird. Die Konkurrenz der hiesigen Möbelhäuser ist doch noch viel weiter entfernt von dem Anspruch (!), das eigene Unternehmen auf die Öko-Schiene umzugestalten.

    Kaufen fällt mir aber schwer bei IKEA, mir reichen nicht die Angaben auf den Holzprodukten, geschweige denn den Edelstahl-Küchenartikeln, Made in China steht für mich nicht für DAS optimale Konzept Globalisierung mit Nachhaltigkeit zu vereinen. Vornehm ausgedrückt. Unsere letzten Besuch bei IKEA waren eher geprägt von Ratlosigkeit, über das Einkaufsverhalten der Kunden, Konsum von überwiegend Krimskrams in den Einkaufswägen darf nicht zur Maxime einer Unternehmensführung oder zur Regel bei den Kunden werden. Schon gar nicht, wenn die Zielrichtung, wie hier auf Utopia erläutert, eine andere ist.

    Ein letzter Eindruck kurz vor den Kassen hat sich leider eingeprägt: Teelichter oder Batterien, wieder mal Made in China. Doch ich schreibe IKEA keine Schuld zu, sie befriedigen lediglich die Bedürfnisse der Massen. Und ausgerechnet dieser Unterschied mag für uns so erschreckend wirken.
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    schrieb am 03.02.2011 um 13:26
    "Ein letzter Eindruck kurz vor den Kassen hat sich leider eingeprägt: Teelichter oder Batterien, wieder mal Made in China. Doch ich schreibe IKEA keine Schuld zu, sie befriedigen lediglich die Bedürfnisse der Massen. Und ausgerechnet dieser Unterschied mag für uns so erschreckend wirken."

    Wer trägt eine Mitschuld an den sozialen, ökologischen und sonstigen negativen Auswirkungen, die der Konsum bei Ikea mit sich bringt? (zu "sonstigen" wie z.B. auch negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen s.: http://www.utopia.de/gruppen/unternehmen-wirtschaft-95/diskussion/ikea2-193357 )
    Der Konsument alleine kann es wohl nicht sein, der schliesslich jene Bedürftnisse befriedigt die Ikea vorher ganz gezielt geweckt hat. Und der ja auch deswegen dort kauft weil Ikea ihm einsuggeriert hat dass dort besonders nachhaltig konsumiert werden könnte.
    JEDER entlang der Produktions- und Handelsketten bei Ikea, vom Holzeinschlag bis hin zum Konsumenten ist für sein Handeln und dessen Folgen verantwortlich.
    Wäre es ausschließlich der Konsument dann könnten wir auch getrost darauf verzichten, hier kritische Fragen an Ikea zu stellen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 15:18
    Ich stimme dir zu was die Nachfrageposition der Konsumenten angeht.

    Von "ausschließlich" war bei meinen Aussagen aber keine Rede, deine Schlussfolgerung greift deshalb nicht.

    Habe ich an irgendeiner Stelle IKEA aus ihrer Verantworung entlassen ? Wohl kaum, meine Aussage bezog sich auf die sog. Quengelware für Impulskäufe, direkt vor den Kassen positioniert. Was dort verkauft werden kann, ist nicht aufdoktrinierte Ware, sondern schließt m.M. verkaufspsychologisch Lücken, ob passend zum Einkaufswagen oder als "elementare" Haushaltswaren. Selbstverständlich ist der Inhalt dieser Angebote nicht einzigartig bei IKEA zu finden, sondern liegt im "Trend" abgestimmt für typische Kunden. Würde es nicht funktionieren, moderne Kassensystem erlauben eine Untertagsanalyse, wäre diese Verkaufsposition schnellstens mit anderer Ware gefüllt.

    Darüber können wir gerne diskutieren, in der Sache, dass der Konsument über seine Nachfrage das Angebot LETZTLICH bestimmt, sind wir uns einig, denke ich. Wie aber IKEA die gewünschten Produkteigenschaften herstellt (wortwörtlich), einen Ressourcenkiller zu einem nachhaltiges Verkaufsschlager aufwertet, liegt klar in deren Verantwortung.

    Als kritischer Verbraucher werde ich leider nur solange ernstgenommen, als ich tatsächlich die Bemühungen um nachhaltige Herstellungsprozesse honoriere, d.h. ein höherwertiges Produkt zum höheren Preis kaufe, das eine nachhaltige Unternehmenspolitik spiegelt. Bleibt die Ware liegen, hat sich ein Unternehmen geirrt und schlägt womöglich andere Wege ein.

    Windige Werfartikel, die kaum einen Wohnungsumzug überstehen, wollen wir alle nicht. Die Gratwanderung eines Unternehmens wie IKEA, das auf Masse produziert und entsprechend eine große Breite an Kundenwünschen befriedigen will, mag manchen per se als widersprüchlich erscheinen zum Ansatz der aus Ressourcenschutz geforderten Langlebigkeit von Möbelstücken.

    Ich kann schlecht einschätzen, wie flexibel IKEA ist, um Kundenwünsche zu nachhaltigen Produkten einer wachsenden Käuferschicht anzupassen. Und sie würden meine Wenigkeit kaum mit einem Angebot "erwischen", dazu sind wir zu selten dort. Und haben es bereits eingedeckt, weniger Konsum ist vermutlich kein bevorzugtes Kriterium für den Idealkunden aus Sicht IKEAs. Dafür halte ich das Verkaufskonzept für nicht ausgelegt, die Orientierung an Preisen, wie sie in der Ladengestaltung gang und gäbe ist, appelliert zu sehr an den Mitnahmeeffekt.
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    schrieb am 03.02.2011 um 15:55
    "Darüber können wir gerne diskutieren, in der Sache, dass der Konsument über seine Nachfrage das Angebot LETZTLICH bestimmt, sind wir uns einig, denke ich."

    Ich halte eben das für einen fatalen Irrtum, schon deshalb, weil es "den Konsumenten" nicht gibt. Wenn schon, entscheidet letztlich die Masse der Konsumenten - aber eben über den Erfolg eines mehr oder minder gegebenen Angebots. Und die vereinzelten Kunden sind nicht in der Lage, gemeinschaftliche zu handeln. Und die meisten sind offenbar auch überfordert, wenn man von ihnen erwartet, ihr Leben nach Nachhaltigkeitskriterien auszurichten.

    Meistens ist das Geld sauer genug verdient. Und da will man sich ,die einkaufspadadisische Unschuld nicht vermiesen lassen. Nichts gegen ökologische Verbraucheraufklärung. Aber der Hinweis auf den angeblich regierenden König Kunden kann schnell zur billigen Ausrede derer werden, die als Großkunden (.z.B. des Holzgroßhandels) sehr viel mehr Möglichkeiten haben und auch Verantwortung tragen als der kleine Spaßeinkaufer, der sein bisschen Freiheit systemkonform auslebt.

    Ja, man muss auch die Behauptungsbedingungen von Firmen wie IKEA in Frage stellen. Denn ihre Existenz ist darauf gegründet, immer neue Bedürfnisse immer eleganter befriedigen zu können.

    Letztlich stehen globale Stukturen, das Handelsrecht der WTO, Kreditvergabekriterien, dass die UN-Komission für nachhaltige Entwicklung nur eine klitzekleines, machtloses Büro ist, und nicht Organ eines dem Sicherheitsrat gleich gestellten UN-Rats für nachhaltige Entwicklung usw.

    Hier ist das Thema, dass sich IKEA lobenswerterweise zu den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung bekennt, Rede und Aantwort steht und aufgepasst werden muss, dass das Unternehmen nicht zu sehr darauf bauen kann, dass sich die Menschen gern Illusionen machen um ihre Ohnmacht zu vergessen.
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    schrieb am 03.02.2011 um 18:19
    "Wenn schon, entscheidet letztlich die Masse der Konsumenten - aber eben über den Erfolg eines mehr oder minder gegebenen Angebots. Und die sind nicht in der Lage, gemeinschaftliche zu handeln."

    Und das wollen wir auf Utopia doch ändern !? Im kleinen Maßstab, als eine Keimzelle für den größeren.
    Falls wir diese Hoffnung nicht hätten, bliebe uns nichts als die Hände in den Schoß legen und abwarten. Auf dass Hirn vom Himmel fällt, einen diktatorischen Erlöser oder das Quentchen Zufall, Unglück, Klimakatastrophen, Umweltskandale u.ä. Als ob uns das bisher wesentlich weitergebracht hätte. Zumindest fehlt mir die Geduld für evolutionärische Entwicklung, da fürchte ich, holt uns die Realität eines ausgebeuteten, giftverseuchten und unwirtlichen Planeten Erde früher ein.
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    schrieb am 03.02.2011 um 12:44
    ich finde es gut und wichtig, das solche Firmen sich an die Hand nehmen lassen wollen und von Utopia, die ja bekanntlich aus uns Utopisten besteht, informieren und beraten lassen wollen, was Sie ändern müssen und auch wollen.
    Also ich würde mich gern mehr mit der Handelslandschaft beschäftigen und auch gute, umsetzbare nachhaltige Gedanken mit allen anderen teilen und mitteilen - wo würde ich sonst gehört?
    So, jetzt her mit dem Lebensmittelhändlern, Discountern und alle anderen um mit ihnen konstruktiv zu erarbeiten, was sie für uns ändern müssten und was wir von Ihnen erwarten.
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    schrieb am 03.02.2011 um 14:25
    Also Leute,
    jetzt mal ganz ehrlich: Diese Diskussion nimmt nun schon wieder Ausmaße an, die indirekt jeden Menschen verurteilt, der sich nicht an strenge Konsum-Richtlinien hält. Wie jeder hier wissen dürfte ist es vielen Menschen herzlich egal oder einfach zu unwichtig, darauf zu achten, wie ihre Produkte - und damit auch Möbel- hergestellt werden. Von dem Punkt gesehen aus ist es doch großartig wenn ein Massenunternehmen wie ikea, das qualitativ Holzabfallverkäufern wie Roller oder Billy oder wie die Läden auch alle heißen, überlegen ist nun auch noch beginnt, sich um Nachhaltigkeit zu bemühen.
    Seid realistisch: vielleicht ist der Gebrauchtmöbelladen um die Ecke, der die Möbel mit umweltverträglichen Mitteln wieder aufarbeitet moralisch auf der richtigen Schiene, nur die Welt retten, das wird er nicht. IKEA im Gegensatz dazu kann es in seinem Rahmen eher schon, und wir sollten verdammt noch mal dankbar sein, dass der Laden seine Verantwortung erkannt hat und etwas tut. Wenigstens etwas, sie könnten nämlich auch gar nichts tun, und damit wäre auch niemandem geholfen. Nirgends, wirklich nirgends wird hier behauptet, dass IKEA jetzt das Bio- unter den Möbelhäusern sei, und immer wieder wird betont, dass beim aktuellen Stand (hoffentlich) noch lange nicht Schluss ist. Dass das aktuelle Engagement noch nicht genug ist, ist dieser Aussage doch implizit und man scheint es bei dem Unternehmen doch selbst zu sehen.

    Kritischer Umgang ist wichtig, aber jede Bemühung von Anfang an zu verreißen ist auch nicht das Richtige. Moralisch mag Greenwashing vielleicht verwerflich sein, aber wenn dadurch nur ein Baum gerettet wird, hat es sich schon gelohnt. Auch wenn das Unternehmen dadurch nicht "gut" wird.
    Aber Baum ist Baum.
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    schrieb am 03.02.2011 um 14:42
    Was haben wir davon, wenn ein Baum gerettet wird, dafür aber 10 Bäume abgeholzt werden?

    Ich bin eindeutig eine Befürworterin der kleinen Schritte, wenn es um einzelne Menschen geht. Für kleine Schritte ist IKEA aber einfach zu groß.

    Soll heißen: Wenn IKEA sich einen grünen Anstrich geben will, aber nach wie vor je nach Bereich zu 80-99% alles andere als nachhaltig wirtschaftet, ist auch niemandem geholfen. IKEA hätte die Möglichkeiten, die Dinge ganz anders anzugehen. Das Geschäftsrisiko scheint aber als zu groß eingestuft zu werden.

    Dann doch lieber der schnelle Profit auf Kosten von Menschen, Tieren und Umwelt?

    Ja, der letzte Satz ist eine pauschale Äußerung. Wer es konkret haben will, wird hier fündig:
    http://www.utopia.de/profile/Ikea/fragen

    Ich finde es übrigens gut, dass sich IKEA hier den Fragen stellt. So können sich alle selbst eine Meinung bilden.
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    schrieb am 03.02.2011 um 15:33
    "Für kleine Schritte ist IKEA aber einfach zu groß."

    Da würde ich gerne widersprechen, aus der Größe und der Gewinnerzielung über konventionelle Produkte erwächst m.E. eine PFLICHT, zumindest über eine Nische nachhaltige Produkte herstellen zu lassen.

    Gerade weil IKEA eine Art modulares System mit untergliederten Standorten innerhalb der Verkaufsflächen bereits hat, müsste es möglich sein, ähnlich dem Family-Konzept lokalisiert nachhaltige Produkte darzubieten. Nennen wir es angelehnt "Global Family".

    Würde diese Nische gezielt und planvoll ausgebaut, hätten wir in 5-10 Jahren vielleicht eine eigenständige Abteilung, in dem alle bisherigen Produktkategorien eine nachhaltige Entsprechung finden würden. Bliebe die Nische eine Nische, wäre es Greenwashing, wächst der Anteil am Umsatz kontiniuerlich, darf sich das IKEA gerne auf die Fahnen schreiben.

    Woher ein Erfolgskonzept für ein nachhaltiges Warenhaus in großem Maßstab stammt, ob Schweden, Deutschland oder mit welcher Unternehmensgeschichte, ist mir persönlich egal, die Anteilnahme auf den globalen Märkten allein verpflichtet.
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    schrieb am 03.02.2011 um 15:38
    "Was haben wir davon, wenn ein Baum gerettet wird, dafür aber 10 Bäume abgeholzt werden?"

    --> Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Ich spreche nicht davon einen gegen 10 Bäume zu tauschen, sondern davon dass statt 11 nur 10 abgeholzt werden. Und wenn das der Erfolg davon ist, solls doch gut sein.

    Ja jetzt kann man anfangen, dass das den Profit steigert und dass dadurch die Grundmasse an Bäumen zunimmt etc pp. Aber auch der Anteil der geretteten Bäume steigt.
    Wobei das hier jetzt Korintenkackerei ist, der Baum war nur ein Beispiel.

    Wieso ist IKEA für kleien Schritte zu groß? Wie belegst Du das?

    Und es ist sehr wohl ziemlich viel und im realen Ergebnis der Natur und allen Menschen mehr damit geholfen wenn ein riesen Unternehmen wie IKEA auch nur 1-15% der Produktion umstellt als wenn es das kleine Unternehmen von nebenan zu 100% tut.
    Natürlich hat IKEA die rein theoretisch die Möglichkeit mehr zu tun. Vielleicht tun sie es ja noch. Habe ich nie bestritten.
    Vergiss aber bitte nicht, dass IKEA als ein Unternehmen schon zum Selbsterhalt wirtschaftlich denken muss. Was glaubst Du, wo die Leute alle einkaufen werden wenn IKEA zu teuer wird? Bei den großartigen Möbeldiscountern nämlich, wo Du schon Atemnot bekommst vor lauter billiger Kunststoffe, wenn Du sie nur betrittst .
    Dann sitzt IKEA da mit seinen top-nachhaltig produzierten Möbeln und niemand kauft sie. Damit ist leider keinem geholfen, nicht dem Unternehmen, nicht den Mitarbeitern, nicht der Umwelt.
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    schrieb am 03.02.2011 um 16:10
    "Was haben wir davon, wenn ein Baum gerettet wird, dafür aber 10 Bäume abgeholzt werden?"

    --> Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Ich spreche nicht davon einen gegen 10 Bäume zu tauschen, sondern davon dass statt 11 nur 10 abgeholzt werden. Und wenn das der Erfolg davon ist, solls doch gut sein."


    Das geben die Zahlen aber nicht her. Zwischen 7 und 17 Prozent des Massivholzes stammen aus "verantwortbaren, zertifizierten" Waldbau. (Wie ist das eigentlich bei den Spanplatten?)
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    schrieb am 03.02.2011 um 17:52
    @topist: "Zwischen 7 und 17 Prozent des Massivholzes stammen nicht aus "verantwortbaren, zertifizierten" Waldbau."
    Schön wärs :-)
    Ich glaube, das "nicht" gehört da nicht rein.

    "Wie ist das eigentlich bei den Spanplatten?"
    Gute Frage! Verwenden die nicht sowieso fast nur Spanplatten für die Möbel?
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    schrieb am 03.02.2011 um 18:13
    "@topist: "Zwischen 7 und 17 Prozent des Massivholzes stammen nicht aus "verantwortbaren, zertifizierten" Waldbau."
    Schön wärs :-)
    Ich glaube, das "nicht" gehört da nicht rein."

    Ups! ja, natürlich. Danke, habs schon korrigiert. Hatte das Gefühl, dass bei der Erwähnung von 83 bis 93 % aus NICHT "verantwortlichem, zertifizierem" Waldbau stammendem Massivholz das Illusionsbedürfnis sich an den hohen Prozentsatz klammert und insgeheim abspeichert, dass IKEA dafür kritisiert wird, die 100 Prozent noch nicht von heute auf morgen erreicht zu haben :-)

    Und beim Umformulierten war das "nicht" frecherweise stehen geblieben.
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    schrieb am 03.02.2011 um 18:26
    Inzwischen habe ich Ikea nach den Spanplatten gefragt.
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    schrieb am 05.02.2011 um 10:47
    "Diese Diskussion nimmt nun schon wieder Ausmaße an, die indirekt jeden Menschen verurteilt, der sich nicht an strenge Konsum-Richtlinien hält..."


    Hmmm, ist das so? Ich kann nicht gemeint sein. Mein Anliegen ist die Etablierung strenger Produktionsrichtlinien. `
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    schrieb am 03.02.2011 um 14:45
    Hallo liebeR NutellafreundIn,

    kein einziger von den kritischen Beiträgen hier greift auch nur im entferntesten irgendeinen Menschen hier an, weil er dieses oder jenes konsumiert oder nicht konsumiert. Die Kritik richtet sich einzig und allein gegen ein Unternehmen, das sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt und nun daran gemessen wird, wie glaubwürdig dieses Banner ist.
    Leider kann ich nicht daran glauben, dass IKEA wie auch immer die Welt retten kann. und dankbar bin ich erst, wenn ich von den Maßnahmen, die dieses Unternehmen ergreift einigermaßen überzeugt bin. Leider spricht bisher einiges dagegen. Und leider musste ich nach langjährigem Beobachten diverser politischer und gesellchfticher Entwicklungen die liebe Gewohnheit aufgeben, Ankündigungen von wem auch immer zu glauben.
    Ein Baum ist ein Baum und durch Lippenbekenntnisse wurde auch noch keiner gerettet.
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    schrieb am 03.02.2011 um 17:30
    119 ist nicht gerade unendlich :D

    "SPARSAM Energiesparlampen sind eine großartige Alternative zu herkömmlichen Glühlampen. Denn sie halten zehnmal länger und verbrauchen während ihrer Lebensdauer bis zu 80% weniger Energie als normale Glühlampe"

    so ein grosser konzern fällt auf die energiesparlampen propaganda rein :D

    das ganze wirkt sehr oberflächlich und marketing mässig, verwirrend find ich auch das nix da steht wie man es den mitarbeiten leichter machen will. Gerechtere Bezahlungen mehr mitsprache recht usw.. solten doch auch zählen.. das haben die wohl noch nicht mitbekommen. Oder glauben die nur weil alle per DU sind ist es ein toller arbeitsplatzt :D


    aber naja besser als gar nix ist es alle mal!! dennoch ausbaufähig ohne ende..

    und nur weil man bei utopia ist heist das gar nix. da sind einige zwielichte gestalten dabei !
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    schrieb am 03.02.2011 um 23:59
    Mir stellt sich hier die Sinnfrage!
    Was wollen wir hier eigentlich?
    Nur die negativen Seiten betrachten, oder sehen, was sich zum positiven verändert ?
    Es geht doch darum hier für eine bessere,nachhaltige, soziolalere Welt für uns ALLE zu arbeiten, oder etwa nicht?
    Also sollte man nicht immer alles nur kritisch sehen, schauen wir doch lieber nach vorne und sehen wo wir gemeinsam eine bessere Welt für uns alle schaffen!
    Nach dem 2. Weltkrieg haben sich alle gefreut, das die Schornsteine geraucht haben.
    Heute wissen wir es besser! Sollen wir jetzt alle verdammen, die damals die Schornsteine haben qualem lassen ?
    Wer wirklich eine bessere Welt mitaufbauen möchte, der sollte auch verstehen, was bis vor sehr kurzer Zeit noch gut war.
    Jetzt geht es um unsere Zukunft!
    Und es bedarf sehr einschneidener Veränderungen in unserer Gesellschaft, um diesen sehr schwierigen Weg zu gehen!
    Es ist also Zusammenarbeit gefragt und nicht nur der Zeigefinger!
    Das ist nicht immer einfach!
    Auch ich bin nur ein Menschenkind und habe meine Fehler und habe evtl. auch hier manche Menschen verletzt. Hier meine Entschuldigung, an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen.
    Es geht um UNSERE ZUKUNFT und diese zu gestalten ist nicht gerade einfach!
    Ich möchte hier noch mal ein paar Buchtipps zum Besten geben.
    Friedenmann Schulz von Thun
    Miteinander reden ( alle 3 Bände)
    Paul Watzlavic
    Entstehung der Realität ( alle Bücher)
    Stephan von Jankowic
    Alle Bücher
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    schrieb am 04.02.2011 um 00:12
    Ich würd das nicht alles so negativ sehen. Übrigens läuft grad ein Film im Ersten über Fotoreporter , die den Napalmangriff auf ein vietnamesischen Dorfes fotografiert hatten.
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    schrieb am 04.02.2011 um 00:11
    Du hast vollkommen Recht, U.-S., aber je mehr Druck wir auf irgendwelche Konzerne ausüben, umso eher setzen sie die Absichtserklärungen auch in die Tat um.
    Ich würde mich auch freuen, in den Medien von irgendeiner guten Tat eines großen Chemiekonzerns zu lesen. Vielleicht würde ich den dann sogar hier loben.
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    schrieb am 04.02.2011 um 08:29
    Wieso schwedisches Möbelhaus?
    Ikea gehört einer niederländischen Stiftung, welche wiederum zu einer Liechtensteiner Stiftung gehört.
    http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2011-01/ikea-stiftung-steuerhinterziehung
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    schrieb am 04.02.2011 um 09:34
    ikea ist ne [... entfernt ...]* ...wuesste nicht, warum man die unterstuetzen sollte...11 milliarden an der steuer vorbei...so gruen koennen die gar nicht werden....

    * Bitte unterlasse polemische Unterstellungen , das Community-Management
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    schrieb am 04.02.2011 um 19:02
    Das Schlimme ist ja, dass das Steuersparmodell der IKEA Stiftung vollkommen legal zu sein scheint, d.h., dass die Gesetzgebung geändert gehört. Allein, dass die Shareholder nicht bekannt sind, ist doch ein Unding. Stell mir grad folgenden Kreislauf vor: Mit den gesparten Steuern kauft die Stiftung Staatsanleihen. Und die Staatsschulden werde dann zu einem Argument dafür, dass wegen der angeblichen "Versündigung an die Nachkommen" gespart werden muss, und zwar in einer Weise, dass das am Ende dämpfend auf die Lohnentwicklung wirkt. Oder dias Quartiersmanagement die Gelder zusammengestrichen bekommt.

    Aber wie gesagt, das Problem ist die Macht der Kapital freundlichen Parteien. Man fühlt sich da etwas ohnmächtig und kommt beinahe ins Träumen - so in die Richtung, dass irgendwelche Aufstände der Zukunft plötzlich sagen: Hey, diese Stiftung bekommt jetzt eine ökologisch korrekte Satzung und wird zu einem Instrument der Finanzierung eines weltweiten Umbaus der Insustriegesellschaft ...

    Gruß vom Topisen
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    schrieb am 04.02.2011 um 09:59
    Nicht nur die Frage was drin steckt in den Möbeln und dem Krimskrams: Holz aus Raubbau an Urwädern, Baumwolle aus verantwortungsloser Produktion, etc.. es ist auch die Konsumeinstellung an sich, die IKEA fördert. Billige Möbel und jede Menge Zeug, das bald wieder auf den Müll wandert. Der Kunde muss nicht lange überlegen ob er's wirklich braucht und ob's auch in eine andere Wohnung rein passen würde. Umsatz, Umsatz, Umsatz und das verbraucht einfach zu viele Rohstoffe. Wieso haben wir (absolut berechtigte) Hemmungen Lebensmittel weg zu schmeißen und wechseln ständig die Deko zu Hause und alle paar Jahre die Küche und das Sofa? Die Produktion von z.B. Baumwolle nimmt definitiv anderen Menschen das Essen weg, auf jeden Fall das Wasser und den Boden für Nahrungsmittel.
    Umfassende Infos: http://www.baumwoll-seite.de
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    schrieb am 04.02.2011 um 10:02
    Genau. Das hatte ich weiter oben schonmal erwähnt - die Grundvoraussetzung ist bei IKEA einfach nicht gegeben - Ressourcenverschwendung en masse - so viel kann der Planet einfach nicht hergeben - ob "nachhaltig" oder nicht.
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    schrieb am 04.02.2011 um 10:22
    Ikea ist Nachhaltigkeit, Ethik und so weiter dem Anschein nach nicht wirklich wichtig... ein bisschen Nachhaltigkeitsdenken auch in Sachen Werbung kann der Firma nicht schaden, ganz im Gegenteil es kann nur noch mehr Geld bringen. So deren Denken! Anders kann ich es mir überhaupt nicht vorstellen. Sie hätten doch von Anfang an schon alles richtig machen können, wenn sie gewollt hätten. Aber trotz allem....besser so als gar nicht!
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    schrieb am 04.02.2011 um 10:35
    "besser so als gar nicht ",finde ich fatal!(fatalistisch)
    Ich finde das Verhalten von Ikea gruselig( zensur?)
    lg
    s.
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    schrieb am 04.02.2011 um 10:50
    Ja, bloß weil andere es vielleicht noch schlechter machen als IKEA, muß man letztere dafür noch lange nicht loben.
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    schrieb am 04.02.2011 um 13:19
    ....das meinte ich doch gar nicht so...habe mich wahrscheinlich nicht richtig ausgedrückt. Ich finde das natürlich auch katastrophal was Ikea da macht... aber dass die Firma jetzt zum Thema Nachhaltigkeit etwas ändern möchte (was ich natürlich auch wirklich hoffe) finde ich natürlich gut und auch selbstverständlich, dass es so sein sollte. Und mit dem Spruch besser so als gar nicht, meine ich besser SPÄTER als gar nicht. Und was mir noch wichtiger ist... Ikea sollte sich mit dem Thema Massentierhaltung auseinandersetzen...denn woher das Leder kommt das Ikea verkauft möchte ich gar nicht wissen...bestimmt nicht aus kbT (kontrolliert biologischer Tierhaltung).
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    schrieb am 04.02.2011 um 13:31
    Ich möchte durchaus gerne wissen, woher das Leder kommt:
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/woher-bezieht-ikea-tierhaeute-fuer-sofas-und

    Ich warte noch auf Antwort.
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    schrieb am 04.02.2011 um 18:32
    Ich habe heute einen Beitrag fertig gestellt zum Thema CSR und ihn eben gespostet: http://www.utopia.de/blog/forum-corporate-social-responsibility. Er passt aus meiner, allerdings eher fachlichen Sicht gut zum IKEA-Thema. Der Post beleuchtet Veränderungen in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Akteuren der Zivilgesellschaft: Vereinen, Iniitiativen, NGOs. Es mehren sich die Anzeichen, dass die klassische Form der Zusammenarbeit in Form von Spenden und Sponsoring zunehmend ergänzt oder abgelöst werden von anspruchsvolleren Formen der Kooperation zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Wie das gelingen soll, ist noch nicht klar und erfordert einen langen Atem in der Kooperation. IKEA ist nicht das schlechteste Beispiel dieser Veränderung: Unternehmensverantwortung als CSR.
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    schrieb am 05.02.2011 um 10:53
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    schrieb am 05.02.2011 um 10:58
    Nur den Punkt am Ende entfernen, das geht auch ohne Buchstaben auf der Tastatur ;-))
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    schrieb am 08.02.2011 um 14:44
    Ich versuche jetzt mal konstruktiv und hilfreich zu sein !

    Wertes Utopiateam und werte Claudia, ich finde diesen Strang hier zu Ikea weder hilfreich noch konstruktiv, da gänzlich ohne jede Polemik !

    Wenn Ikea Kritik, auch polemische (wer definiert das eigentlich ?) nicht aushalten kann, dann hat sich Ikea auch NICHT entschieden zu einer Welt beizutragen, in der sie verantwortungsvoll mit der Erde, ihren Rohstoffen und den Menschen umgehen".

    Falls euch das zu polemisch ist, dann könnt ihr mein Profil bitte gleich deaktivieren !

    Polemische Grüße

    Jim Bob
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    schrieb am 08.02.2011 um 22:44
    Wo sind die versteckten Millionen des Ikea Chefs und wie sieht es eigentlich mit den Arbeitsbedingungen in den eigenen Filialen aus?

    Frontal 21 beantwortet diese Fragen.
    http://frontal21.zdf.de/

    danke an Bada für diesen wertvollen Programmhinweis!:
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/wo-sind-die-versteckten-millionen-des-ikea

    Der Bericht hat mir auch nochmal verdeutlicht, wie mächtig und wie weit entfernt von auch nur annähernd anständigem Unternehmertum die Maschine Ikea, von Nachhaltigkeit ganz zu schweigen.

    Weil ich aber - entgegen der Einschätzung der Utopia-Macher_innen... - ein positiv denkender Mensch bin, gilt für mich dennoch:

    Es spricht nichts dagegen, wenn ein Unternehmen erst jetzt anfängt ökologischer und sozialer zu Wirtschaften. Auch darf jedes Unternehmen Fehler machen, wenn es dazu steht.

    Zu einem Weg Richtung Nachhaltigkeit gehört jedoch auch eine ehrliche und ausgewogene Kommunikation über den Stand der Dinge. Ikea erweckt hier auf Utopia wie auch in seiner sonstigen Unternehmenskommunikation den Eindruck bereits sehr viel Gutes zu leisten. Auf Nachfrage kommt jedoch häppchenweise heraus, dass von der grünen Fassade wenig übrig bleibt, wenn mensch mal hinter die Kulissen guckt.

    VORSCHLAG:
    Vielleicht sollten wir Ikea ein paar Tage oder auch Wochen Zeit geben, um die eigene Strategie nochmal gründlich zu überdenken. Vielleicht wäre es dafür auch gut das Ikea-Profil für diese Zeit zu sperren. Dann sparen wir uns vielleicht ein paar weitere unbefriedigende Antworten. Ikea wiederum verschlechtert nicht ungewollt unter Druck die Ausgangsbedingungen für einen Neustart und ist zugleich vor Vorwürfen geschützt, auf die in der Pause nicht adäquat reagiert werden könnte.

    Ich fände einen Dialog mit Ikea trotz allem wirklich spannend, aber bislang fehlt dafür einfach die entsprechende Kommunikationskultur.

    Mit einer Erklärung seitens Ikeas zukünftig ausgewogen, angemessen und ehrlich über den eigenen Weg zu einem nachhaltigeren Unternehmen zu kommunizieren, wäre zumindest ein erster Schritt getan.
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    schrieb am 08.02.2011 um 22:50
    fairskate, danke!
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    schrieb am 08.02.2011 um 23:00
    Sehr guter Vorschlag !
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    schrieb am 08.02.2011 um 23:28
    Vielleicht auch ein konstruktiver und hilfreicher Tip:

    Die arme Mitarbeiterin, welche bis jetzt alle Fragen hier in den verschiedenen Threads zu beantworten hat und keine Pause mehr machen kann (geschweige denn pünktlich Feierabend), [... entfernt ...] könnte sich in der Zeit ein Team zusammenstellen, welches sich nur mit Utopia beschäftigt - schließlich ist dies nicht irgendein Forum, sondern "das" Forum für nachhaltiges Konsumieren mit den kritischsten Usern und es hat mit Sicherheit große Wirkung, wenn hier erstens alle Fragen beantwortet werden und zweitens IKEA sich die Kritik und kritischen Fragen zu Herzen nimmt, um sich zu verbessern.
    Denn ich gehe mal davon aus, daß es das Ziel war - falls nicht, bitte ich um Richtigstellung.

    * Bitte keine Unterstellungen, das Community-Management
  • gelöscht am 09.02.2011 um 00:38 von Däumeling
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  • gelöscht am 09.02.2011 um 00:38 von Däumeling
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    schrieb am 17.02.2011 um 17:30
    Oh, das ist ja gerade jetzt...
    Nein, eine Frage hab ich nicht, ich war zutiefst von dem Einstieg hier berührt und kan nur sagen: DANKE, dass Sie mitmachen!
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    schrieb am 22.03.2011 um 18:44
    Wie wäre es mit einer Bewährungszeit, in der eine Firma zeigen kann,
    ob sie es ernst meint, bevor sie hier in Utopia lobgehudelt wird.

    Taten sind Früchte, Worte sind nur Blätter
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    schrieb am 05.06.2012 um 09:48
    Weiß hier vielleicht jemand, warum #3 fehlt und was da gestanden hatte?.
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