Biofach 2012 – Lebensbaum
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besser: wissen - machen - kaufen
Utopia: Wie kam es zur Eröffnung des Ladens, was haben Sie zuvor gemacht?
Stefanie Praml: India-Fling ist in erster Linie gar kein Laden, sondern ein Label. Ich habe direkt nach dem Studium angefangen, daran zu basteln... vergangenes Jahr war dann endlich alles soweit und der IndiaFling Onlineshop wurde "eröffnet". Anfang des Jahres, nachdem ich fast zwei Jahre von zu Hause gearbeitet hatte, ist mir da ein wenig die Decke auf den Kopf gefallen. Zwei Freunde von mir - beides Comiczeichner - haben dann ein Büro gesucht. Da habe ich mich dran gehängt... und weil das auserwählte Büro zufällig auch eine Verkaufsfläche dabei hatte, gibt es jetzt den richtigen Laden im Münchner Westend.
Was ist Ihr Konzept und was ist daran einzigartig?
S. P.: Ich weiß nicht, ob man das einzigartig nennen kann. Ich kenne meine Hersteller alle persönlich und besuche sie regelmäßig. Ich weiß ganz genau, wo alles herkommt. An dem Laden selbst ist anders, dass es dort neben der Mode eben noch ein bisschen Comic-Kunst zu sehen geben wird... sobald die Galerieleisten hängen.
Können Sie bereits etwas über Ihre Kundschaft sagen: Wer kommt zu Ihnen?
S. P.: Ich finde es immer wieder faszinierend, dass Leute in jedem Alter zu mir kommen. Ich glaube, so zwischen 16 und 65 war schon alles dabei. Es sind es im Moment hauptsächlich Leute aus der Gegend, also dem Münchner Westend, und dann eben die, die speziell nach fair gehandelter ökologischer Mode suchen.
Sie haben das Label India-Fling gegründet – was bieten Sie unter dem Namen an?
S. P.: Wie der Name schon verrät, sind unsere Sachen alle ein wenig indisch inspiriert. Wie gesagt - ein wenig. Saris und Kurtas haben wir definitiv keine. Unsere Schnitte sind im Prinzip alle westlich, aber wir benutzen indischen Brokat zusammen mit Fairtrade-Biobaumwolle. Das gibt unseren Sachen einen exotischen Touch. Außerdem haben wir noch Schmuck, Schals und Taschen.
Wie können Sie gewährleisten, dass Ihre Kollektion, die in Indien hergestellt wird, fair produziert wurde?
S. P.: Unsere Mode trägt das Fairtrade-Siegel und da ich selber mehrere Wochen im Jahr in Indien bin, kenne ich die Hersteller persönlich. Der Brokat für unsere Klamotten und unsere Schals stammen aus Varanasi, wo das Weben eine jahrhundertelange Tradition hat. Die Sachen werden in winzigen Werkstätten hergestellt und wir untertützen somit ein lokales Handwerk. Unser Schmuck kommt ebenfalls aus kleinen Workshops in Varanasi, wo die Perlen per Hand geschmolzen werden. Anjali verarbeitet die Perlen dann zu Schmuck. Ich habe sie auf einer meiner Reisen nach Varanasi getroffen und die Herstellung unseres Schmucks hilft ihr dabei, ihre Familie zu ernähren.
Kommentare (1)
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Gita
schrieb am 19.07.2010 um 14:49 ¶Kommentar schreiben
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