Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Editorial - Recycling-Aktion

"Her mit Ihren alten Handys!"


In einem Handy befinden sich sehr seltene Rohstoffe, um die zum Teil Kriege geführt werden. Darunter etwa Coltan/Tantal, Indium, aber auch Kupfer, Gold, Silber und Paladium. All diese Rohstoffe sind rar und kostbar und können wiederverwendet werden, wenn wir nur unsere alten Handys hergeben und der Wiederverwertung zuführen würden. Im Idealfall werden die Handys überholt und in Dritt- sowie Schwellenländer geschickt und ermöglichen den Menschen dort Teilhabe am Arbeitsleben, Teilhabe an Demokratie, Teilhabe an Meinungsfreiheit. In jedem Fall ist es das Allerbeste, wenn wir unsere Handys nicht horten, sondern zurückgeben und somit wieder in den Kreislauf pumpen. Aber unsere Handys enthalten auch viele Schadstoffe. Wenn sie ihren Dienst getan haben und nicht mehr funktionieren, müssen diese Schadstoffe fachmännisch entsorgt werden. Dafür braucht es Experten. Gleichsam es ist wichtig, die Handys nicht einfach im Hausmüll zu entsorgen.

Fast jeder hat ein Ersatzhandy in Reserve

Jedoch das Wissen über den Wert unserer Handys ist leider viel zu wenig verbreitet und unser Bewusstsein, dass wir eine Menge Rohstoffe in unseren Schubladen horten, darum noch viel zu gering. Erstaunlicherweise hängen die Menschen sklavisch an ihren Handys. Fast jeder von uns hat ein Ersatzhandy in Reserve. Und Einige von uns haben eine ganze Kollektion davon in der Schublade! Die Menschen haben offensichtlich eine „fürchterlich“ liebevolle Beziehung zu ihren Handys. Liegt das daran, dass wir mit ihnen in der Regel zwei Jahre verbringen und sie uns deshalb so sehr ans Herz wachsen? Oder liegt es daran, dass wir uns immer einreden, wir bräuchten ein Ersatzhandy – später vergessen wir es in der Schublade? Die Geräte werden nicht mehr benutzt, doch egal, was die Telefonanbieter bisher versucht haben, nie haben sie eine hohe Recyclingquote erreicht. Millionen von Handys wurden jährlich ausgegeben, aber nur wenige fanden den Weg zurück.

Woran auch immer es liegt, es wird Zeit, dass wir unsere Schubladen aufmachen und die Handys ihrer Bestimmung zuführen. Es wird auch Zeit, dass wir uns fragen, ob wir Handys wirklich besitzen müssen? Mir wäre es lieber, wenn wir Handys in Zukunft nur noch mieten könnten, sie nicht in den Schubladen versauern würden.

Eine Million ist das Ziel

Mir ist dieses Thema seit Jahren ein Herzensanliegen. Denn fast jeder, den ich kenne, hat zwei bis drei Handys zuhause, manche gar sieben bis acht. Das ist Wahnsinn! Darum haben wir in unseren Gesprächen mit der Telekom das Thema Handyrecycling immer wieder angesprochen – und sind auf offene Ohren gestoßen: Beim letzten CR-Tag der Telekom habe ich öffentlich dafür geworben, dass sie eigentlich doch eine Million Handys einsammeln könnte. Und die Telekom hat sich dann tatsächlich im Changemaker-Manifest darauf verpflichtet, alles zu tun, um in den nächsten zwei Jahren eine Million Handys zurück zu holen, zu recyceln oder zu “refurbishen”, also aufzuarbeiten, zu warten, die Daten sicher zu löschen und die Handys dann für die Wiederverwendung bereitzustellen. 

Jetzt über die Handy-Aktion informieren!


Eine Million, das ist ein wirklich ambitioniertes Ziel, von dem niemand weiß, ob es tatsächlich zu erreichen ist, denn es wurde nie zuvor erreicht und auch nie vorher so ernsthaft versucht.

Umso unterstützenswerter finde ich die gerade gestartete Telekom-Aktion und hoffe, dass möglichst viele Menschen und noch viel mehr Utopisten den Anlass nutzen, um ihre Schubladen von Handy-Altlasten zu befreien.
Die Telekommunikationsbranche hat die Erfahrung gemacht, dass es sehr schwierig ist, an die Handys der Kunden ranzukommen. Ob der Techniker, der nach Hause kommt nach den Handys fragt oder die Filialen die kostenlose Rücknahme anbieten, so richtig hat noch nichts funktioniert und mancher zweifelt, ob man an die Handys überhaupt heran kommen kann. Lassen Sie uns alle diese Annahmen widerlegen, indem wir die Telekomshops regelrecht stürmen.

Auch wenn ich bei der Telekom zugegebenermaßen befangen bin, da ich mittlerweile ein Fan geworden bin: Ich bin begeistert, mit welcher Ernsthaftigkeit und welchem Budget das Thema angegangen wird.
 Denn neben der Rückholaktion findet auch sehr handfeste Verbraucherinformation statt, beispielsweise über die Kampagnenseite, die vielleicht nur einen langfristigen und sehr indirekten Effekt hat, aber genau deshalb umso wichtiger ist. 
Eine Aktion zu starten, bei der man den Erfolg absolut nicht kalkulieren kann, das braucht Mut. Denn die Telekom kann nur schwer kalkulieren, ob sie in Handys untergeht – oder nicht. Und ich bin sicher, der Rest der Branche beobachtet dieses Experiment gespannt.


Jetzt liegt es an uns, dieses Engagement zu belohnen und die Schubladen aufzumachen. Jedes Handy, das in den Kreislauf zurückgeht (am besten mit Ladekabel), ist ein gutes Handy.
Ich bin dabei. Und Sie?

Jetzt über die Handy-Aktion informieren!

Stand: 11.08.2010 von

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    schrieb am 08.01.2011 um 20:49
    Habt ihr den Film "blutige Handys" gesehen? Wenn nicht, dann bitte hier schnell nachholen: http://www.youtube.com/watch?v=c7P9Cw-zMS0 (Teil 2 ist dann rechts anklickbar) und anschließend hier mit unterschreiben: http://www.thepetitionsite.com/takeaction/958/675/412/ DANKE! Joanna

    P. S.: Man kann etwas tun: http://www.t-mobile.de/handy-ruecknahme/0,21493,24795-_,00.html mehr weniger
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    schrieb am 14.10.2010 um 10:09
    Ich finde die ganze Sache gut, ich hatte noch ein Handy zuhause rumliegen, was ich nicht mehr brauchte. Hab es dann nicht zum Recyceln abgegeben sondern auf www.wirkaufens.de/telekom verkauft. Ich glaub die wickeln die ganze Aktion ab. Hab für mein altes Nokia 6300 mit gutem Zustand noch 28€ bekommen und davon einen Teil noch gespendet, also doppelt gut, wenn nicht sogar 3fach gut. Finde insgesamt ist das eine gute Aktion, auch wenn ihr schlechte Erfahrungen mit der Telekom gemacht habt. Jeder profitiert davon! mehr weniger
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    schrieb am 25.08.2010 um 21:52
    Hallo an alle,

    Wir haben 1 Familienhandy. Ich kenne niemanden der 2 oder mehr Handys besitzt, schon gar nicht in irgendwelchen Schubladen. Allein schon der Anreiz seine Wohnung zu entrümpeln könnte da reichen, so schwer kommt man doch nicht an ein neues ran, falls das alte den Geist aufgibt.

    Kann es eher sein das die meisten Handys verloren gegangen sind? Das ist der einzige Grund in meinem Freundeskreis sich ein anderes Handy zu kaufen. mehr weniger
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    schrieb am 17.08.2010 um 10:44
    Hallo ihr zusammen,

    ich habe nur ein (!) Handy.
    Dafür habe ich mir jetzt nach etwa fünf Jahren Besitz ein neues Gehäuse gekauft; so sieht es wenigstens wieder wie neu aus :)
    Ein neues Handy werde ich mir nicht kaufen; die sind überteuert, haben zuviel Schnickschnack und gefallen mir nicht.

    Ich würde mein Handy nicht zurück geben ohne zu wissen, dass die Daten wirklich gelöscht sind. Aber das ist kaum möglich, oder ? Vll. gibt es eine Möglichkeit, direkt beim Zurückgeben im Shop die Daten vor den Augen des (ehemaligen) Benutzers zu löschen.

    Viele Grüße,
    Weltutopistin mehr weniger
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    schrieb am 16.08.2010 um 13:12
    Ihr alle solltet eure Handys an die Mobilfunkindustrie zurückgeben, da die Handystrahlung bekanntermaßen und wissenschaftlich belegt eure Gesundheit schädigt: die gepulste Mikrowellenstrahlung führt zu DNA-Brüchen und kann Leukemie und Krebs auslösen. Symptome wie Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Tinnitus, depressive Verstimmungen, Allergien, Herzrhythmusstörungen sind vielfach dokumentiert. Wer mehr wissen will: www.buergerwelle.de ist eine gute Infoquelle.
    Wer es gerne englisch mag: http://www.youtube.com/watch?v=K4uz2TUcwnI&feature=related

    Als wenn die bisherige Mobilfunkstrahlenbelastung nicht genug wäre, setzt unsere Bundesregierung noch eins drauf
    Das neunte (!) Mobilfunknetz in Deutschland erschwert bald flächendeckend unser Leben: TETRA

    = Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

    = Frequenzbänder von 380 -395 MHz, gepulst

    = 24 Stunden täglich mit max. Leistung strahlender Organisationskanal

    = 20 Jahre alte Technologie

    das Innenministerium ist im Begriff ein Funksystem (TETRA) einzuführen, das ein hohes Gesundheitsrisiko birgt.

    Dieses System sorgt darüber hinaus auch für eine Kostenexplosion und enorme Folgekosten - u. a. für Energie - und hat in der Anwendung erhebliche Schwächen.

    TETRA strahlt ununterbrochen, 24 Stunden am Tag, unabhängig davon, ob gerade gefunkt wird oder nicht. Übertragen auf Schnurlostelefone entspricht dies der veralteten DECT-Technologie, für deren Ablösung sich das Bundesamt für Strahlenschutz einsetzt.
    Mehr Infos gibt es in der Utopia-Gruppe "Funkstille". mehr weniger
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