!! ACHTUNG !! Dieser Chat hat am 13. Juni 2012 stattgefunden. Sie können in unserem Artikel den kompletten Chat nachlesen und bald auch Antworten auf einige zusätzliche Fragen finden, die live nicht mehr beantwortet werden konnten.
Immer wieder wird das schwedische Modehaus H&M auch stark kritisiert. Von den Themen hat beinahe jeder schon einmal gehört. Dass H&M schon viel tut, ist dagegen weniger bekannt. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass H&M der größte Abnehmer von Bio-Baumwolle weltweit ist, oder dass die Stiftung Warentest H&M im CSR-Jeanstest als Gewinner sieht? Dass einige Produkte mit der Note „sehr gut“ bei Ökotest abgeschnitten haben und dass H&M bei der Einführung des Mindestlohns in Bangladesch eine maßgebliche Rolle spielte?
Dennoch bleiben Fragen offen. Zum Beispiel, warum immer wieder von kritischen Arbeitsbedingungen berichtet wird; warum einige Verbesserungen langsam voran gehen; warum der Umstieg auf nachhaltigere Baumwolle noch Jahre dauert und wie bei H&M so günstige Preise angeboten werden können.
Für alle diese Fragen und weitere wird Frau Helmersson Rede und Antwort stehen und für Feedback zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht, der am 12. April 2012 vorgestellt wurde, offen sein. Hier finden Sie die deutsche Zusammenfassung und den vollständigen englischen Bericht zum Download.
Über Helena Helmersson:
Helena Helmersson ist seit 2010 die neue „Head of Sustainability“ bei H&M. In dieser Funktion führt sie die Nachhaltigkeits-Abteilung in Schweden und die Produktionsbüros weltweit und berichtet direkt an den CEO. Sie hat bereits mehrere Jahre Erfahrungen in der Produktion in Asien im Produktionsbüro in Dhaka gesammelt. Sie wird am 13. Juni den Fragen der Community antworten und um dies so leicht und verständlich wie möglich zu machen, werden ihre Antworten ins Deutsche übersetzt.



Kommentare (14)
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nochmal @christoph: das mit dem reinen weltretterunternehmen war natürlich eine übersteigerte formulierung. aber es gibt natürlich einen ganz eindeutigen grund, warum h&m bei seinen bemühungen an grenzen stößt. und das sind eben nicht irgendwelche gesetze in bangladesh, wo sie auch freiwillig und aus kostenkalkül produzieren lassen. der grund ist die renditeerwartung der anteilseigner. die wirtschaften eben auf maximalprofit und das müssen sie mit ihrer unternehmensform auch. das sollten sie aber einfach mal ehrlich sagen und nicht immer die begrenzte menge an biobaumwolle oder irgendwelche zu niedrigen mindestlöhne vorschieben. ein h&m kann auch einfach mit abnahmegarantien die gerade global um 1/3 eingebrochene bio-baumwollproduktion erhöhen bzw. hochhalten und es ist auch nicht verboten auch dann höhere löhne zu zahlen, wenn das gesetz es nicht forschreibt. genau das will z.b. die fair wear foundation mit unternehmen realisieren auf die helena mit keine silbe eingegangen ist, obwohl sie die sicher kennen wird... mehr weniger
Wenn eine Firma sagt, sie orientiert sich nur am Gewinn, dann muß ich das akzeptieren.
Wenn eine Firma aber einerseits auf der Nachhaltigkeitswelle mitfahren will und andererseits das Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass-Siegel Better Cotton preferiert statt Bio-Baumwolle nach GOTS, dann ist das schlichtweg Greenwashing.
Soweit meine Meinung. mehr weniger
"Dass man inhaltlich anderer Meinung sein kann, ist mehr als legitim. Und es ist ja auch gar nicht der Anspruch eines Chats, dass am Ende sich alle einig sind. Es ist vielmehr eine Dialogform, bei der beide Seiten Raum haben, ihre Position zu vertreten."
Ja, das ist legitim. Hier geht es aber darum bessere Wege zu finden, und der Einsatz von Pestiziden, und Gentechnik bei better Cotton, das geht GAR NICHT! Auch nicht die würdelose Behandlung und Bezahlung der Arbeitskräfte.
Dabei geht es nicht um "andere Meinungen" sondern um das Überleben der Arbeiter und Arbeiterinnen und den Erhalt unserer aller Lebensgrundlage. mehr weniger
Ich kann dir versichern, dass niemand versucht hat, Fragen zu umschiffen. Es waren tatsächlich sehr sehr viele Fragen im Chat, und wir haben redlich versucht, allen Themen und allen Teilnehmern gerecht zu werden.
Auch kann ich dir versichern, dass uns eine Chatpartnerin gegenüber saß, die überhaupt keine Fragen umschiffen wollte, die - im Gegenteil - gerne genau auf diese kritischen Fragen geanwortet hat, weil es ihr ein Bedürfnis war, ihren Standpunkt darzulegen.
Dass man inhaltlich anderer Meinung sein kann, ist mehr als legitim. Und es ist ja auch gar nicht der Anspruch eines Chats, dass am Ende sich alle einig sind. Es ist vielmehr eine Dialogform, bei der beide Seiten Raum haben, ihre Position zu vertreten.
Genau das ist unser Ziel. mehr weniger