Climate Greenwash Award

Grünfärberei: Sinnvoller Negativ-Preis?


Auf der Internetseite www.climategreenwash.org kann über den Träger des Preises für die dreisteste Grünfärberei abgestimmt werden. Die Negativ-Auszeichnung wird passend zum "World Business Summit on Climate Change" ausgelobt, weil sich dort Al Gore, UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und die Spitzen zahlreicher multinationaler Konzerne treffen, um über Klimaschutz zu diskutieren. Ziel des Treffens sei es, "Empfehlungen für das künftige Welt-Klimaabkommen" vorzubringen. Der "Climate Greenwash Award" wiederum wird organisiert von Umweltverbänden, Attac Dänemark und der Anti-Korruptions-Organisation Corporate Europe Observatory.  

Die Organisatoren warnen vor "falschen Lösungen" der multinationalen Konzerne, die keinen Beitrag zur Emissionsreduktion von Treibhausgasen leisteten. Dazu zählten die Abscheidung von Kohlendioxid bei der Kohleverbrennung, ein internationaler Emissionshandel, der Einsatz von Atomkraft und von Biomasse. So steht der Energiekonzern Vattenfall vor allem deshalb in der Kritik, weil er für die CCS-Technologie für Kohlendioxidabscheidung Lobbyismus betreibe. Mit den sechs nominierten Firmen - Arcelor-Mittal, BP, Dong Energy, Repsol, Shell und Vattenfall - stünden einige der "empörendsten Beispiele für Klima-Grünfärberei" zur Abstimmung, so die Organisatoren. Denn die sechs Konzerne sind weltweit führend bei der Produktion von Kohlendioxid.

Zwar ist die Kritik der Organisatoren des "Climate Greenwash Award 2009" an den Konzernen berechtigt. Jedoch wäre der Utopia-Weg nicht die Verleihung eines Negativ-Preises, auf den vermutlich - oder sogar ziemlich sicher - keine Handlung erfolgt. Auch nicht das Anklagen und Anprangern, sondern der "utopische Weg" wäre es, die Diskussion mit dem Unternehmen zu suchen, um im nächsten Schritt mit den Unternehmen im Schulterschluss aktiv neue Lösungen anzugehen - immer nach dem Motto "Wir fangen dann schon mal an...".

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    Hans-Werner Neumann
    schrieb am 19.05.2009 um 22:39
    Die Kritik an den Grünwasch-Kandidaten ist berechtigt, keine Frage, und wir beziehen schon langem keinen Strom mehr von RWE und Konsorten. Und wenn wir denn endlich mal ein E-Mobil unser eigen nennen dürfen, dann wird es noch wesentlich mehr Geld sein, das nicht in diese Richtung fließt. Das ist...
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    JBM
    schrieb am 19.05.2009 um 15:01
    Der richtige Ausdruck - ich denke bevor man an den Kopf kommt ist an der Schulter schon Schluss.(( Einen utopischen Schulterschluss mit RWE z.B. kann ich mir einfach nicht vorstellen. Die zeigen uns hier Ihre Strategie der Nachhaltigkeit mit einigen Windparks und anderen Erneuerbaren, und in...
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