Winwin-Situation: Klimaschutz an den Hochschulen
Ist es ein Vorurteil, dass Studenten schlau sind? Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, doch in der Tendenz tummeln sich auf den bundesweiten Hochschulfluren überdurchschnittlich viele Menschen, die weiter denken. Menschen, denen klar ist, dass sämtliches Tun und Handeln einen direkten Einfluss auf unser Klima haben. Wo grüne Ideen gut ankommen. Wo über Kyoto-Protokoll und Chancen flächendeckender Kraftwärmekopplung diskutiert wird, und wo es nicht egal ist, woher die Schnitzel aus der Mensa genau stammen. Und doch wissen wir: Nirgends klaffen Anspruch und Wirklichkeit oft so weit auseinander wie an den Universitäten. Da sitzt die Naturschutz-AG in zugigen Seminarräumen, da kann der angehende Nachhaltigkeitsmanager die Heizung nicht regulieren und der Umweltökonom bekommt die Mittel für die geplante Photovoltaikanlage nicht zusammen.
Was soll das alles?
Mit dem grünen Hochschulranking will Utopia eine Bestandsaufnahme wagen: Wie weit sind Deutschlands Hochschulen beim Klimaschutz? Wie steht es um das Ressourcenmanagement? Was leisten die Studierenden selbst? Das Hochschulranking ist Pionierarbeit; die Ergebnisse, die wir im Juli präsentieren werden sind die Grundlage, um weiter zu gehen. Wir wollen in Erfahrung bringen, was die Unis, die besonders gut abschneiden anders machen als die, die weiter unten landen. Wir wollen Potenziale wecken, die Verantwortlichen für noch mehr Klimaschutz gewinnen, zu Engagement und Selbsthilfe anregen. Das Ranking wird nicht auf “Bashing“ oder Stigmatisierung möglicher “Verlierer“ hinauslaufen. Das ist nie die Herangehensweise von Utopia. Stattdessen wollen wir alle unterstützen, die sich auf den Weg machen. Alle, ob Unileitung, Professoren und Studenten die ihre Universitäten grüner machen wollen, sollen Utopia als Netzwerk nutzen, um Experten und Neueinsteiger zu verbinden, um von Vorbildern zu lernen und sich selbst einzubringen.
Erfolgreicher Klimaschutz bedeutet eine Winwin-Situation. Sie drückt sich direkt in geldwerten Vorteilen aus, denn Energiesparen bedeutet immer auch Kosten sparen. Und sie ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Nach einer neuen Studie der Princeton Universität ist für 68 Prozent der Studierenden bei der Auswahl einer Universität mitentscheidend, wie gut die Universität in Umweltbelangen aufgestellt ist. Es ist bestimmt keine optimistische Schätzung, dass das für deutsche Studenten in noch größerem Maßstab gilt.
| Ein Team von fünf Studenten und ihr Professor hat Nachtschichten geschoben, um den Fragebogen zu entwickeln, der Grundlage für das erste Grüne Hochschulranking ist. Wer die Macher hinter den Fragen sind, erfahren Sie hier. |
Der Fragebogen ist unterhaltsam konzipiert und dient dennoch wissenschaftlichen Ansprüchen. Wie das funktioniert, erklärt Professor Peter Dürr im Interview. |
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Wenn Sie sich beim Hochschulranking engagieren möchten, dann freuen wir uns sehr. Wir haben dafür eine Gruppe eröffnet. Mehr dazu erfahren Sie hier. |
Das Hochschulranking fühlt sich dem "Open-Source"-Gedanken verpflichtet. Wer Lust hat, die Studenten mit Feedback, Hilfestellungen und Anregungen zu unterstützen ist herzlich willkommen im Forum. |






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