Berlin

Hauptstadt der grünen Mode


"Green Areas" waren gestern

Raus aus dem Nischendasein, Öko-Fashion ist jetzt noch schicker, stylisher, glamouröser. Sicher ein Vorteil, dass in Berlin die Disziplinen noch nicht festgefahren sind. Hier können die Veranstalter von "The Key.to" einen Schritt weiter gehen als bisherige Mode-Events. Zwar hätte der Zeitpunkt durchaus günstiger sein können. Immerhin finden zeitgleich sowohl die Modemesse "Bread & Butter" als auch zwei neue Dessous-Schauen in Berlin statt. "The Key.to" hat dennoch das Potenzial, den anderen die Show zu stehlen. Die Messe wird rund hundert Öko-Modelabels eine spektakulär organisierte Plattform bieten.

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Hauptstadt der grünen Mode

Mit dem Fokus auf die Mode belassen es die Veranstalter dabei nicht. "Die Messe ist ein Statement. Damit ist ein Versprechen und ein Angebot verbunden", sagt Gereon Pilz van der Grinten gegenüber Utopia, der die Lifestyle-Messe zusammen mit seinen Kollegen Rostislav Komitov von der Kreativagentur "Fairactivities" und Frans Prins von der "Grass Routes Foundation" ins Leben gerufen hat. Das heißt: Neben Mode soll progressiver Lifestyle geboten sein. Ein breites Party-Showprogramm sowie diverse Kulturhighlights, Design und Workshops, aber auch Accessoires, Kosmetik, Slow- und Organic-Food sowie Bio-Drinks sollen das breite Spektrum der visionären Konsumbewegung präsentieren. Neu ist auch das "Chillout Ordern" von 19 bis 21 Uhr: Während andere Messen schließen, können Kunden auf der grünen Messe noch Kollektionen ordern. Und weil es der neuen grünen Szene ernst ist, präsentiert sie sich von Kopf bis Fuß ökologisch korrekt. Selbst die Standbauten sowie sämtliche Messemöbel sind aus hundert Prozent Bio-Materialien hergestellt und komplett recycelbar. "Es entstehen überraschende und völlig innovative Designs, absolut nicht im Look von Pappmöbeln!" verspricht Pilz van der Grinten.

 


Die Messe ist mehr als eine Fashion-Show - sie wird ein "Forum der Nachhaltigkeit
"

Dabei sind für den Modedesigner die Zeiten der "Green Areas" längst vorbei. "Grüne Mode ist keine Nische auf irgendeiner Messe, sondern die Nische ist die Messe", betont Pilz van der Grinten. Angefangen hätte alles bei den regelmäßig organisierten internationalen Netzwerk-Abendessen zur Fashion Week Berlin 2008 und 2009. Die Vision: ein eigenständiges Event für nachhaltige Mode, auf dem sich die Protagonisten der Bewegung endlich authentisch darstellen können. "The Key.to" ist aber nicht nur Show. Sie ist eine Plattform, auf der sich die grüne Avantgarde über die neuesten Entwicklungen informieren und Kontakte knüpfen kann. Und auch für ein wenig Provokation ist gesorgt: Das Initiatoren-Trio hat beschlossen, den Veranstaltungsort von "The Key.to" bis zwei Wochen vor Eröffnung geheim zu halten. So werde die Spannung gesteigert und Konsumenten im positiven Sinne angeregt werden. Und Gereon Pilz van der Grinten verrät lediglich: "Die Messe wird in einem ebenso schönen wie schlüssigen Gebäude im Herzen Berlins stattfinden!"
 
"Green Showroom" zeigt grünen Luxus

Bekannt ist hingegen ein anderer Ort: Das Hotel Adlon, wo der separat organisierte "Green Showroom" hochkarätige Eco-Labels der Fair Fashion präsentiert. 15 bis 20 Labels werden in sechs Deluxe-Zimmern des Berliner 5-Sterne-Hauses präsentiert - auf Kleiderständern in lichtdurchfluteten Zimmern und in weit geöffneten Schränken. Realisiert wird der neue "Öko-Prunk" von den Designerinnen Jana Keller ("Royal Blush") und Magdalena Schaffrin, die sich unter dem Dach der grünen Designer-Initiative "Green Affairs" mit den Veranstaltern von "The Key.to" zusammengetan haben.

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    francinepeters
    schrieb am 20.05.2009 um 18:38
    suuuper!!! da bin ich sehr gespannt!!! kennt man schon eintrittspreise!?!? (studentenrabatt?! ;)) freut mich, dass es in der richtung voran geht!!
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    Oliver_L
    schrieb am 20.05.2009 um 12:35
    Man hat ja so diese Jesus-Latschen-Klischees. Meistens treffen diese gar nicht zu, aber das hilft nicht, dass es diese Klischees trotzdem gibt (überhaupt zeichnet das Klischee aus, stereotyp zu sein). Deshalb ist es doch eine toller Entwicklungsschritt, dass Öko nun auch in traditionell auf das...
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