Grüne Filme
Die besten Dokus für den Herbst
Stichwort: Klimawandel
Eine unbequeme Wahrheit
2007, 93 Minuten, Regisseur: Davis Guggenheim, 9,99 Euro bei Amazon
DER Klassiker zum Klimawandel von und mit Al Gore – und sicher einer der Hauptauslöser für das Erstarken der „neuen grünen Welle“ in Deutschland. Egal, was man von der sehr amerikanischen Präsentationsform hält – Al Gore wendet sich als „Lehrer“ ans Publikum – diesen Film muss man gesehen haben! Beeindruckend.
Stichwort: Gentechnik
Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes
60 Minuten, Regisseur: Bertram Verhaag
Politthriller über Gentechnik und Meinungsfreiheit. Über Geheimhaltung, Gefahr und Mut. Die Karrieren zweier hochkarätiger Wissenschaftler wurden ruiniert, weil sie die Mächtigen der Gentechnik kritisierten. Aussagen von 95 Prozent der Forscher im Bereich Gentechnik sollen von der Industrie bezahlt werden - das bedeutet, dass nur 5 Prozent unabhängig sind. Kann die Öffentlichkeit solchen Wissenschaftlern überhaupt noch trauen?
Bei Amazon zur Zeit vergriffen ...
Stichwort: Wasser
Flow – Wasser ist Leben
2008, 92 Minuten, Regisseurin: Irena Salina, 15,99 Euro bei Amazon
Wasser wird das neue Öl - eine These und Vorstellung, die näher liegt, als man vielleicht beim ersten Lesen denkt. In diesem nachdenklich machenden Film geht es "nur" um Wasser. Gezeigt wird die Entwicklung und die Auswirkungen von „Wasserarmut“ und der nahezu fahrlässige Umgang in den westlichen Ländern mit der wichtigsten Ressource der Menschen. Der Mensch kann ohne Erdöl leben, ohne sauberes Wasser nicht.
Nach diesem Film denkt man zum ersten Mal über die eigenen Wasservorräte nach ...
Stichwort: Geld regiert die Welt
Let’s make money
2008, 103 Minuten, Regisseur: Erwin Wagenhofer, 9,99 Euro bei Amazon
Nach diesem Film werden Sie möglicherweise die Bank wechseln. "The best time to buy is when blood is on the streets" – der Regisseur von „We feed the world“ folgt den Spuren unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Hier werden finanzielle Zusammenhänge veranschaulicht, die man ohne Banker-Ausbildung niemals kapieren würde. Und dabei wird eines sehr klar: Ihr Geld kann nicht für Sie arbeiten – das können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.
Stichwort: Essen weltweit
We Feed the World – Essen global
2005, 96 Minuten, Regisseur: Erwin Wagenhofer, 8,90 Euro bei Amazon
Im Vorläufer von „Let’s make money“ zeigt Erwin Wagenhofer die Auswirkungen der Globalisierung auf die Nahrungsmittelproduktion. Obwohl hier auf die ansonsten gern gefilmten Ekeleffekte verzichtet wird, schnürt einem so manche Szene die Kehle zu. Hier kommen Landwirte, Fischer, Transporteure und Fabrikinhaber aus Europa und Südamerika zu Wort, die die Folgen der industriellen Massenherstellung ebenso anklagen wie die Unvernunft der Verbraucher, Preise über Qualität zu stellen. Muss man gesehen haben!
Stichwort: Plastik & Müll
Plastic Planet
2010, 95 Minuten, Regisseur: Werner Boote, 16,99 Euro bei Amazon
Plastik gehört zu den Stoffen, über die sich die meisten Menschen nicht zu viele Gedanken machen. Es ist billig, praktisch und praktisch auch überall. Wussten Sie, dass Sie sogar Plastik im Blut haben? Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Dokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist.
Mehr dazu auch hier bei Utopia!
Stichwort: Ernährung
Food, Inc. – Was essen wir wirklich?
2010, 94 Minuten, Regisseur: Robert Kenner, 12,99 Euro bei Amazon
Ein „Film, der es nie in deutsche Kinos geschafft hat, aber 2010 durch eine Oscarnominierung geadelt wurde: Hier lüftet der amerikanische TV-Dokumentarfilmer Robert Kenner den Schleier der (amerikanischen) Nahrungsmittelindustrie. Die unbequemen Wahrheiten über Lebensmittelproduktion und Tierhaltung, die die großen Konzerne so gerne mit lieblichen Bildern von Fachwerkbauernhöfen verpacken, sind – auch ohne billige Schockeffekte – nicht leicht zu verdauen.
Möglicherweise wollen Sie nach diesem Film für einige Zeit keinen Supermarkt mehr betreten ...
Stichwort: Globale Zusammenhänge
Darwins Alptraum
2005, 106 Minuten, Regisseur: Hubert Sauper. 9,99 Euro bei Amazon
5 Sterne ***** – auch wenn gegen diesen Dokumentar-Film „Der weiße Hai“ ins Kinderprogramm gehört. Der mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnete Film ist spannender, brutaler und aufrüttelnder als mancher Horrorstreifen. Und dabei geht es im Grunde nur um Fisch ...
In den sechziger Jahren wurde am ostafrikanischen Viktoriasee der Nilbarsch ausgesetzt. Der Raubfisch schaffte es binnen weniger Jahrzehnte, rund 400 Fischarten auszurotten. Heute gelten die weißen Filets des Nilbarschs als weltweiter Exportschlager, der bevorzugt gegen Munition für die herrschenden Bürgerkriege getauscht wird. Nicht zuletzt deshalb ist der Viktoriasee ein Tummelplatz für einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Straßenkinder, afrikanische Minister, EU-Kommissare, tansanische Prostituierte, russische Piloten. Darwins Gesetz vom Überleben des Stärkeren wird hier auf die Beziehung zwischen Europäern und Afrikanern angewendet.
Wer diesen Film gesehen hat, vergisst ihn nie!
Stichwort: Gentechnik
Monsanto – Mit Gift und Genen
2008, 107 Minuten, Regisseurin Marie-Monique Robin, 12,99 Euro bei Amazon
Wer Monsanto bislang für einen Hügel in der Toskana gehalten hat, kann sein Vokabular mit diesem Film nachhaltig erweitern. Der bislang beste Film zum Thema „Gentechnik und Ernährung“ ist superspannend. Und dies nicht nur für alle, die sich noch nie mit dem Thema beschäftigt haben und über das Ausmaß dieser globalen Geschäftemacherei endlich mehr wissen wollen.
Stichwort: Müll & Verschwendung
Taste the waste
2011, Regisseur: Valentin Thurn
Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel landen allein in Deutschland im Müll. Das meiste davon, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht. Was es damit auf sich hat und was man gegen die skandalöse Lebensmittelvernichtung tun kann, zeigt dieser aufwühlende Film.
Ab 8. September im Kino – Utopia verlost 10 Kinokarten für "Taste the waste"!
Stichwort: Fast Food
Supersize me
2004, 96 Minuten, Regisseur: Morgan Spurlock
DER Anti-Fast-Food-Film: Der Filmemacher Morgan Spurlock setzte sich selbst dreißig Tage lang unter intensiver ärztlicher Aufsicht einer strengen Diät aus McDonald’s Gerichten aus, um herauszufinden, was mit ihm passieren wird. In weniger als einer Woche erfahren sein durchschnittlich trainierter Körper und sein inneres Gleichgewicht eine dunkle und hässliche Wandlung.
Stichwort: Schöne Erde
Home
2009, 90 Minuten, Regisseur: Yann Arthus-Bertrand, 8 Euro bei Amazon
Wer weiß, ob die Schönheiten der Welt morgen noch in ganzer Pracht existieren? In dieser kunstvoll arrangierten, visuellen „Planeten-Konserve“ zeigt der durch den Fotoband „Die Welt von oben“ berühmt gewordene Yann Arthus-Bertrand überwältigend schöne Panaroma-Ansichten und Luftaufnahmen aus über 50 Ländern. Wer noch keinen Traumort hat, den er oder sie im Leben unbedingt einmal sehen und besuchen will, wird hier fündig.
Verraten Sie uns Ihren Lieblings-Film!
Kennen Sie noch einen Film, von dem Sie überzeugt sind, dass er auf einer Bestenliste nicht fehlen sollte?
Verraten Sie uns per Kommentar den Titel, schicken Sie einen Link und schreiben Sie kurz, worum es geht. Kommen genügend Tipps zusammen, stellt das Utopia-Team für alle Utopisten eine neue Bestenliste zusammen.
Wir sind gespannt auf Ihre Tipps!


Kommentare (43)
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MarionL
schrieb am 25.11.2011 um 15:11 ¶eljulio
schrieb am 10.11.2011 um 18:39 ¶Kommentar schreiben
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