Biofach 2012 – Lebensbaum
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besser: wissen - machen - kaufen
Utopia: Aus welcher Idee wurde die goodgoods geboren?
Gregor Wöltje: Es entstehen immer mehr nachhaltige Produkte und Dienstleistungen in immer mehr Branchen. Von "Eco-Fashion" bis "Green-IT", von der Naturkosmetik bis zur "E-Mobility", vom Bio-Joghurt bis zum Öko-Haus – in fast allen Lebensbereichen haben wir heute die Möglichkeit, Produkte zu kaufen, die die Umwelt schützen und unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Doch bis jetzt gibt es für Verbraucher noch keinen Überblick über dieses Angebot. Der Gedanke die "besten grünen Produkte" unter einem Dach zu präsentieren entstand gleichzeitig bei der Hamburger Messegesellschaft bei unserem Partner Dr. Daniel Dahm und bei uns. Deswegen haben wir uns zusammen gesetzt, um das Konzept für die goodgoods zu entwickeln.
Wofür brauchen Verbraucher Messen wie die goodgoods?
G. W.: Menschen, die bewusster konsumieren wollen, können sich auf der goodgoods einen guten Überblick verschaffen. Sie können hier Produkte entdecken, die sie noch nicht kennen. Sie können Produkte testen, die sie interessant finden und sie können die allermeisten Produkte auch gleich auf der Messe kaufen.
Wie bringt man Menschen zum Nachdenken über Nachhaltigkeit?
G. W.: Unsere Erfahrung ist, dass bereits viele Menschen über das Thema nachdenken. Die Frage ist viel mehr: Wie bringt man Sie dazu ihren Lebensstil zu verändern? Und das funktioniert eben nicht nur über Einsicht und Vernunft, sondern über Attraktivität und emotionalen Mehrwert.
Nachhaltige Produkte sind oft gleichzeitig außergewöhnlich. Ist es einfacher Menschen zum guten Kauf zu verführen, als sie mit Vernunft zu überzeugen?
G. W.: Nur wenige Menschen sind bereit, ihren Lebensstil der Vernunft unterzuordnen. In unserer heutigen Konsumkultur bedeutet der Kauf von Dingen eben mehr, als nur die Funktion. Wir kaufen Lebensmittel meistens nicht, um uns effizient satt zu essen. Wir kaufen Kleidung nur bedingt, damit sie uns vor Wind und Wetter schützt. Und ein Auto muss in der Regel mehr können, als uns von A nach B zu bringen. Der emotionale Mehrwert der Produkte und Dienstleistungen entscheidet über die Dinge, die wir kaufen und tun. Wie fühle ich mich durch dieses Produkt? Wie lässt es mich nach außen wirken? Wer es versteht, diesen emotionalen Mehrwert zu erkennen, kann Menschen nicht nur zu nachhaltigerem Konsum, sondern zu einem nachhaltigen Lebensstil "verführen".
Ist Nachhaltigkeit Luxus?
G. W.: Nein, es gibt eine Menge Möglichkeiten sich nachhaltiger zu verhalten, ohne deswegen mehr Geld auszugeben. Im Endeffekt ist ein nachhaltiger Lebensstil sogar kostengünstiger, denn er bietet viele Sparpotenziale (Energieeinsparung, Langlebigkeit, Recycling, Abfallvermeidung etc.).
Gregor Wöltje ist Mit-Gründer und Geschäftsführer der Unternehmensberatung WöltjeKleene mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Strategie, Marketing und Unternehmenskommunikation. Er ist Mit-Gründer von Utopia und Mit-Initiator der goodgoods.
Foto: Philippe Stalla, Utopia
Kommentare (1)
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LuciGreen
schrieb am 12.05.2011 um 16:34 ¶Kommentar schreiben
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