„Dreckskerl! Ich kann kein Fleisch mehr essen!“. Derartige E-Mail Nachrichten Jonathan Safran Foer täglich, seitdem sein Buch „Tiere Essen“ in den USA erschienen ist. Wenn kluge Worte mit begabter Zunge zur richtigen Zeit gesprochen werden, besteht die Möglichkeit zum Wandel, oder? Der 33-Jährige wird seit seinem Erstlingsroman "Alles ist erleuchtet" aus dem Jahr 2002 als literarisches Ausnahmetalent gefeiert.
Erwartungsgemäß geistreich geht er auch das „Fleisch-Thema“ an. Der Amerikaner predigt nicht für den radikalen Fleischverzicht und gesteht auch seine eigene Schwäche für Fleisch ein. Er will nicht missionieren, nur aufklären. Seine Mischung aus journalistischer Recherche, Autobiographie und Wissenschaft ist bestechend. Foer schockiert mit detailgenauen, szenischen Beschreibungen aus der Massentierhaltung, untermalt diese mit faktischen Statistiken zu Fleischkonsum und Klimawandel und berührt mit seinem persönlichen Stil. Foer bekommt in seinen Worten die Wirklichkeit der Massentierhaltung zu fassen und diese kann augenscheinlich niemanden kalt lassen.
Ein Plädoyer für bewussten Konsum
Tiere essen ist eine meist still geschwiegene Selbstverständlichkeit, die bei ihrer Artikulation die Grenzen unserer menschlichen Gesellschaften zugleich sichtbar macht und verflüssigt: die Differenz von Mensch und Tier, das Hier und Dort des Konsums und nicht zuletzt das Klima und seinen Wandel.
Tiere essen: Gleichgültigkeit
Es gibt Leute, denen es egal ist, was Sie essen – Hauptsache es schmeckt. Leute, die sich weder Gedanken um ihre Gesundheit machen noch um die Bedingungen scheren, unter denen ihre Nahrung produziert wird. Darf man sie deshalb verurteilen? Sicherlich sollten sie den Mut haben, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Aber ist die Erwartung eines bewussten Konsums an jedermann nicht vollkommen überzogen? Wie auch immer Sie diese Frage für sich beantworten, es ist problematisch, wenn Menschen sich den Prämissen und Folgen ihrer Handlungen nicht bewusst sind – oder noch schlimmer, wenn Sie ihnen gleichgültig sind –, da sie Ihre Entscheidungen somit implizit andere fällen lassen.
Ursache des Problems ist bekanntermaßen unsere differenzierte Gesellschaft, in der unterschiedliche Teilbereiche verschiedene Funktionen erfüllen. Die Medien versorgen uns mit Informationen, die Politik mit Gesetzen, die Wissenschaft mit Wahrheiten. Wir spezialisieren uns in Berufen und tragen damit einen Teil zum großen Ganzen bei. Kaum jemand versorgt sich mit dem, was er tagtäglich tut, direkt selbst, sondern erst durch den gesellschaftlichen Austausch. Der Polizist sorgt für Ordnung, der Manager macht Geschäfte. Der Briefzusteller bringt die Post und schlachtet (vermutlich) nicht. Die verrohten Bilder aus der Massentierhaltung bleiben ihm verborgen, so wie allen anderen, die ihr tägliches Brot nicht in den Mastbetrieben und Schlachthäusern dieser Welt verdienen. Diesem Grauen sind wir außen vor und genießen die Abstraktion der leb- und- leidlosen Currywurst.


Kommentare (824)
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Wir können Tieren absolut nichts geben, was sie glücklicher macht, als würde es uns nicht geben.
Auf alle biologisch höher entwickelten Lebewesen trifft das meines Wissens nach nicht zu.
Es ist ein Irrglaube, die Kuh wollte schon immer dem Menschen ihre Milch überlassen. Sie wurde durch Selektion den menschlichen Bedürfnissen angepasst und hier beginnt schon das Unrecht für mich.
Sie brauchen nicht jedes halbe bis ganze Jahr eine neue Befruchtung, damit sie Milch geben, sondern tun das einfach so ein Leben lang. Die Kälber, die dabei raus kommen werden auch nicht von der Mutter getrennt(Stichwort Zuneigung) und geschlachtet, sondern verbringen ihr Leben auf der Wiese bis zum natürlichen Tod. Kühe, die nicht mehr ausreichend Milch geben, werden auch nicht geschlachtet, sondern kommen auch auf die Wiese(TM). Der Milchbetrieb rechnet sich auch nicht etwa nur, wenn man den "Nebenertrag" durch Fleisch und Leder dazurechnet (wenn überhaupt), sondern auch ohne. Vom Futter, das die meisten Kühe in Deutschland kriegen, gar nicht zu reden (Regenwald,Genmais,Gensoja).
Romantisch vielleicht, naiv auf jeden Fall, wahr nicht.
Diese Sozialromantik bei Kuscheltieren steht in krassestem Widerspruch zu der Ausbeutungsmentalität anderen Tieren gegenüber. Klar können, dürfen, sollten wir Tiere mögen und gut behandeln, aber nicht, indem wir das als Dienstleistung sehen und an Bedingungen knüpfen. Tiere existieren um ihrer selbst willen und NUR deshalb.
Marc
Ja was ist denn das jetzt für ein Argument:
<< Heutige Kühe würden ohne das sie gefüttert und gemolken werden, keine Woche óhne den Menschen überleben. Eine Milckkuh gibt heute, nach der Kalbung 50 und mehr Liter Milch am Tag, das Kalb benötigt aber nur 2 bis 4 Liter. Die Kuh würde an Euterentzündung sterben, ....>>
Ist doch klar, sie wurden ja förmlich daraufhin gezüchtet. Daran erkennt man doch auch wieder den Wahnsinn der Wirtschaft., 4l fürs Kalb und der Rest für die Menschheit. Dafür gibt es dann Milch-und butterberge, die sogar nach Afrika verscherbelt werden, nur um keine Verlust zu machen.
Ehrlich, lass uns darauf konzentrieren, dass die Massentierhaltung, egal ob Fleisch oder Milch, dass das reduziert wird und verschwindet. Wenn der Wille da ist, kommt die Kreativität der Menschen wieder zum Vorschein, auch für den Menschen, die bisher in diesen Bereichen gearbeitet haben, neue sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten zu finden. Bis diese Wirtschaft umgebaut ist, vergehen ohnehin 50 -100 Jahre, also braucht sich jetzt keiner Gedanken zu machen, das kann ein kontinuierlicher Prozess werden,.
Wenn es soweit ist, werden wir die Nutztiere vielleicht nur noch in kleinbetrieben bei bester Gesundheit und Lebensqualität vorfinden oder in Zoos.
Mein Wunsch, mein Ziel.
Genauso wie man heute ein Konzept zur regenerativer Energieversorgung für Deutschland aufstellen kann, deren Umsetzung sofort begonnen werden kann,genau so kann man ein Masterplan für die Massentierwirtschaft und deren Umbau entwickeln und umsetzen.
Wäre ein Armutszeugnis für die ökologische Wissenschaft/Wirtschaft, wenn das nicht gelänge.
Danke für diesen Denkansatz, aus der Perspektive habe ich die Sache noch nicht gesehen, ist aber durchaus ein wertvolles und wichtiges Argument im Bezug auf die Tiernutzung durch den Menschen. :))))
M.E. können wie denen eine ganze Menge geben:
Tiere leiden nämlich in freier Wildbahn mitunter mehr leiden als in Gefangenschaft, so sind Tiere in der Wildnis permanent von Krankheit, Fressfeinden und dem Hungertod bedroht (eigentlich andauernd in Angst leben), was der Grund dafür ist, dass sie in Gefangenschaft in der Regel wesentlich älter werden können als in freier Wildbahn (Ausnahme, was die Lebenerwartung angeht: es hadelt sich um Schlachtvieh).
Unsere heutigen sogenannten "Nutztiere", die mittlerweile zweifellos überzüchtet sein mögen, wurden schon hunderten, ja tausenden von Jahren domestiziert und in ihrer Lebensweise an den Menschen gebunden. Ähnlich wie unsere Haus- und Hofkatzen und -hunde wären diese Tiere ohne den Menschen ,bis auf wenige Ausnahmen vielleicht, nicht überlebensfähig, denn über die unzähligen Generationen ist es logischerweise zur Instinktverarmung gekommen.
Es ist von daher eine schlichtweg romantische und naive Vorstellung, dass "Nutztiere" ohne den Menschen überleben und ein glückliches Leben in Freiheit (Zumal ich mich frage, in welchen Lebensräumen gerade hier in Deutschland eine Herde Kühe oder Schweine frei rumlaufen sollte...?) führen könnten.
Würden auf einen Schlag alle Menschen vegan leben und die Tiere in die Freiheit entlassen, hätten wir ganz schnell ein paar Arten mehr auf der Liste der bedrohten Tiere.
Das ist jetzt kein Argument gegen vegetarische oder vegane Ernährung - auf keinen Fall - aber die Position, dass unsere "Nutztiere" auch ohne uns auskommen würden, die hier als Argument vertreten wird, ist einfach nicht haltbar.
Also greift bitte ein wenig tiefer und vor allem informierter in die Argumentationskiste, denn solche Phrasen sorgen leider dafür, dass Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, immer wieder belächelt werden.
Mal so nebenbei, domestizierte Katzen sind sehr wohl in der Lage sich selbst zu versorgen. Du solltest deine Argumente also auch besser überlegen, bevor du sie hier anbringst.
Ich gehe davon aus, dass niemand auf die absurde Idee kommen würde, alle Tiere, die in Gefangenschaft leben, frei zu lassen.
Zumindest für mich ist klar, dass wir für die Tiere, die wir geschaffen haben, auch Verantwortung übernehmen müssen. Als Veganer würde ich mir einfach wünschen, dass Tiere nie so gezüchtet worden wären, dass wir für sie Verantwortung übernehmen müssten.
Das kannst du doch hoffentlich nicht ernst meinen. Wenn doch, dann geh mal einen Tag lang in einen Viehstall oder eine Hühnerzuchtanlage, und dann verbringe mal einen Tag bei wildlebenden Tieren in der Freiheit, im afrikanischen Regenwald, der Savanne und dann sag nochmal, dass die Tiere in Freiheit mehr leiden als gefangene. Wir Menschen haben erst Krankheiten über uns und die Tiere gebracht, die es vorher nie gab. Maul und Klauenseuche, BSE, Schweine und Hühnergrippe. Wildlebende Tiere werden so gut wie nie krank, warum auch? Die Natur hat sie geschaffen um in der Natur zu überleben. Jedes Tier hat die Chance in der freien Natur, in Freiheit zu leben, bis es natürlich stirbt. Natürlich bedeutet aber in der Natur auch, von einem stärkeren Fressfeind getötet zu werden. Menschen jagen Tiere nicht mehr weil sie es müssen. Menschen sperren ihre Tiere ein und verwehren ihnen jede Chance auf ein natürliches Leben. Menschen sperren sie so dicht zu einander, dass sie zu Kannibalen werden(siehe Schweine und Hühner). Dadurch entstehen erst Krankheit, vorrangig seelische, wie zum Beispiel dass die Hühner, die dir deine Frühstückseier legen sich im Stall die Federn ausreißen und fressen und sich gegenseitig blutig picken, weil sie nicht wissen wo sie hin sollen in ihren Käfigen. Die Tiere die wir für Zoos und Zirkusse fangen und einsperren und die dressiert werden zur Belustigung, glaubst du haben wirklich Spaß dabei zu tun, was sie tun im Zirkus? Sie werden gezwungen. Warum sollten Tiere versuchen in Freiheit zu flüchten, wenn sie beim Menschen besser dran währen und sich wohler fühlten. Ich kann wirklich nicht verstehen, woher solch eine Sichtweise kommt, wie sie entstehen kann, dass die Tiere seit dem Menschen besser dran sind. Was ist mit der Dronte, auch Dodo? Ist der auch besser dran, weil der Mensch(britische Kolionalisten) ihn ausgerottet hat, ihn gejagt und gefressen hat, bis der letzte ausstarb? Was ist mit den anderen sterbenden wildlebenden Arten? Eisbären, Koalas, Pandas, Tiger und und und. Die Schweine und Kühe in unseren Ställen wurden so nie von der Natur vorgesehen, deshalb würden sie in freier Wildbahn aussterben. Ich bin jedoch überzeugt, dass sich ohne den Menschen die Artenvielfalt schnell wieder beträchtlich erhöhen würde. Aber das ist nur Utopie. Der Mensch beansprucht die Welt für sich allein. Für bald 9 Milliarden Menschen. Da ist für wildlebende, freie, glückliche Tiere, die in Familien leben können und nicht aus dem Reagenzglas kommen, kein Platz. Sich zu sagen, die Tiere sind mit uns besser dran, erscheint mir ein Schutzmechanismus mancher psychisch labiler Personen zu sein, die nicht ertragen könnten zu realisieren, was wir den Tieren überhaupt antun. Menschen wehren sich ja oft sehr gut gegen die Wahrheit, die viel hässlicher und Schmerzlicher als eine hübsche Lüge ist.
MfG
1. Les bitte richtig: Mit Ausnahmen.
2. Wie viele von zehn domestizierten Hauskatzen überleben in freier Wildbahn? Zwei? Die, die ich letztens völlig am Ende ihrer Kräfte eingesammelt habe zum Beispiel nicht. Für alles andere: Unterhalte Dich mal mit Deinem Tierarzt und siehe 1.
@ private-joker:
Am liebsten würde ich jetzt antworten: Alles klar, Du hast mich überzeugt: Die einzige Lösung für das Wohl der Tiere ist der Massensuizid der Menschheit. Amen.
Aber nein, wir wollen ja eine sachliche Diskussion führen. Und genau das ist der Punkt. Ich finde es ebenfalls herzzerreissend was mit Tieren in Massentierhaltung, Zirkussen und schlecht unterhaltenen Zoos (denn bei denen ist die Frage: Wie können wir ohne Zoos, in denen man die Tiere annähernd artgerecht hält, unseren Kinder die Schönheit und Schützenswertigkeit der (Wild-)Tiere dieser Welt näher bringen? Durchs Fernsehen? Durch Fotos? Guter Witz..! Und was ist mit den letzten Exemplaren aussterbender Arten als Mahnmal?) geschieht.
Aber genau hier besteht der Diskussionsfehler vieler vegetarisch oder vegan lebender Menschen: Sie stellen den Menschen als böse dar, als denjenigen, ohne den alles besser wäre auf dieser Erde. Ob das tatsächlich so ist, lässt sich nicht beantworten, das ist Ansichtssache.
Hin oder her, durch diese Art der Argumentation fühlt sich der Gegenüber, der nicht vegan oder vegetarisch lebt, angegriffen, und er wird es de facto auch. Niemand lässt sich gern als schlechten Menschen und das Übel der Welt hinstellen. Dies ist, egal was man eigentlich sagen möchte, das, was beim Gegenüber ankommt. Die Erfahrung beweist es, missionieren bringt nichts.
Die Position, vegetarisch oder vegan zu leben sei das einzig moralisch vertretbare, man tue es ja schließlich auch, wirkt und ist unendlich arrogant.
Anführungszeichen um Namen übrigens auch.
Grüße
"nutellasuechtig"
1. Les bitte richtig: Mit Ausnahmen.
2. Wie viele von zehn domestizierten Hauskatzen überleben in freier Wildbahn? Zwei? Die, die ich letztens völlig am Ende ihrer Kräfte eingesammelt habe zum Beispiel nicht. Für alles andere: Unterhalte Dich mal mit Deinem Tierarzt und siehe 1.
@ private-joker:
Am liebsten würde ich jetzt antworten: Alles klar, Du hast mich überzeugt: Die einzige Lösung für das Wohl der Tiere ist der Massensuizid der Menschheit. Amen.
Aber nein, wir wollen ja eine sachliche Diskussion führen. Und genau das ist der Punkt. Ich finde es ebenfalls herzzerreissend was mit Tieren in Massentierhaltung, Zirkussen und schlecht unterhaltenen Zoos (denn bei denen ist die Frage: Wie können wir ohne Zoos, in denen man die Tiere annähernd artgerecht hält, unseren Kinder die Schönheit und Schützenswertigkeit der (Wild-)Tiere dieser Welt näher bringen? Durchs Fernsehen? Durch Fotos? Guter Witz..! Und was ist mit den letzten Exemplaren aussterbender Arten als Mahnmal?) geschieht.
Aber genau hier besteht der Diskussionsfehler vieler vegetarisch oder vegan lebender Menschen: Sie stellen den Menschen als böse dar, als denjenigen, ohne den alles besser wäre auf dieser Erde. Ob das tatsächlich so ist, lässt sich nicht beantworten, das ist Ansichtssache.
Hin oder her, durch diese Art der Argumentation fühlt sich der Gegenüber, der nicht vegan oder vegetarisch lebt, angegriffen, und er wird es de facto auch. Niemand lässt sich gern als schlechten Menschen und das Übel der Welt hinstellen. Dies ist, egal was man eigentlich sagen möchte, das, was beim Gegenüber ankommt. Die Erfahrung beweist es, missionieren bringt nichts.
Die Position, vegetarisch oder vegan zu leben sei das einzig moralisch vertretbare, man tue es ja schließlich auch, wirkt und ist unendlich arrogant.
Anführungszeichen um Namen übrigens auch.
Grüße
"nutellasuechtig"
Ich habe deine Aussage durchaus richtig gelesen. Es war mir lediglich ein Anliegen, dich auf den Tatbestand der Möglichkeiten von Katzen hinzuweisen.
Ich glaube nicht, das Pauschalisierungen wie "Aber genau hier besteht der Diskussionsfehler vieler vegetarisch oder vegan lebender Menschen: Sie stellen den Menschen als böse dar, als denjenigen, ohne den alles besser wäre auf dieser Erde." in einer Diskussion sonderlich hinfreich sind, zumal besonders das Thema Veganismus auf Utopia ständig auf der Tagesordnung zu sein scheint.
Ich habe nie behaupted, dass wir nun alle Menschen vom Planeten fegen sollten. Fakt ist jedoch, die meisten unserer Probleme die wir heute versuchen zu lösen, haben wir uns in den letzten paartausend Jahren Menschheitsgeschichte selbst geschaffen. Wer noch immer nach den Ursprüngen für Probleme wie neu auftretenden Krankheiten, Hungerskrisen, Armut und weiß der Geier was für Probleme sucht, der sieht scheinbar den Wald vor lauter Bäumen nicht. Um auf die Katzen zu sprechen zu kommen. Meine Eltern(auf dem Land) haben zwei Katzen, die sich zu etwa 50 % von Mäusen, Vögeln und Insekten ernähren und ich und meine Freundin wir haben auch zwei Katzen, die Tagelang(bis zu 5) gar nicht nach Hause kommen, wir wohnen auch in einem kleinen Dorf. Da gibt es viele Mäuse, Vögel und Insekten. Natürlich kenn ich auch die Katzen, die zu "Stubentigern" gezüchtet wurden und ihr Dasein als Dekoration auf der Couch fristen wie Perserkatzen und andere Exoten. Fakt ist jedoch, die Tiere sind immernoch ein Stück weit wilde Tiere und können, wenn sie so aufwachsen sich selbst ernähren.
Zu den Zoos. Wenn ich mir die Leute ansehe, die in Zoos gehen, dann glaube ich kaum, dass sie begreifen, dass sie dort unfreie, traurige Tiere in einer künstlichen Umgebung und damit künstlich herbeigeführtes Verhalten beobachten. Wenn dem so wäre würde ich dir völlig zustimmen. Dann könnte man Zoos als Beispiele heranziehen, wie Tiere nicht zu bahandeln sind und das es gilt sie zu schützen. Doch ich sehe Leute mit Pelzmänteln in Zoos spatzieren, dort Fleisch essen und die Tiere provozieren und begaffen. Wenn man im Zoo ist, dann sollte man aufpassen ob man sicher ist, auf welcher Seite des Käfigs man steht. Der Jude Isaac B. Singer sagte einmal: "In Bezug auf Tiere sind alle Menschen Nazis." Zu allgemein, aber er hat traurigerweise verdammt recht damit. Ich muss nicht in den Zoo gehen um zu begreifen, dass die Tiere andernorts aussterben. Im Zoo bekomme ich davon nichts mit. Dort wird auch selten darauf hingewiesen, wie es den Tieren in freier Wildbahn geht wo sie leben.
<< Es ist von daher eine schlichtweg romantische und naive Vorstellung, dass "Nutztiere" ohne den Menschen überleben und ein glückliches Leben in Freiheit (Zumal ich mich frage, in welchen Lebensräumen gerade hier in Deutschland eine Herde Kühe oder Schweine frei rumlaufen sollte...?) führen könnten.
Würden auf einen Schlag alle Menschen vegan leben und die Tiere in die Freiheit entlassen, hätten wir ganz schnell ein paar Arten mehr auf der Liste der bedrohten Tiere. >>
Es geht auch nicht so. Eine ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Konzept würde dafür sorgen, dass z.B. bis zum Jahre 2080 die Massentierhaltung beendet ist. Eine in dieser Grössenordnung genannter Zeitraum müsste ausreichen, um die Tiermenge so zu reduzieren, dass dann nur noch minimale Mengen von Nutztieren existieren, also nur noch Klein-Bauern Betriebe.
Diese Reduzierung erübrigt dann Deine Befürchtung, wohin so plötzlich mit den Tieren. Dann gäbe es diese Massen nicht mehr, vielleicht sogar überhaupt keine Nutztiere mehr. Noch vorhandene Kontigente sollten natürlich nicht frei gelassen werden, dafür gäbe es dann auch eingezäunte Areale, Zoos...
Ich möchte übrigens nicht , dass wir ohne diese herrlichen Tiere leben müssen, aber ich möchte sie nicht mehr ausgenutzt sehen. Der Mensch sollte sie besuchen können, wie wir auch Verwandte besuchen (z.B. Gut Aiderbichl), da bringen wir ja auch ein Geschenk mit!
Besser hätte man es nicht ausdrücken können.
Veganismus ist kein gesellschaftliches Anliegen, sondern ein Anliegen einiger Idealisten. Für die Gesellschaft an sich ist er aber ohne Bedeutung (zumal der Mensch ein Omnivor ist), soferen erübrigt sich die Frage, ob die Gesellschaft reif dafür ist.
Die Menschen scheinen sich informieren zu wollen. Ein gutes Zeichen.
Ich verstehe den Buchpreis von 20 Euro als eine Investition in die Zukunft.
Das häufigste Argument, das ich höre ist ungefähr: "Das tun doch (fast) alle anderen auch, was ich tue. Da kann es doch gar nicht so falsch sein."
Und am schwierigsten scheint mir die Sache, je älter die Leute sind. Vielleicht, weil es schwieriger ist, einen Fehler einzugestehen, wenn man ihn schon sehr lange macht, als wenn man ihn noch nicht so lange macht.
Das kann auch gar nicht falsch sein, der Mensch ist nunmal Omnivor und ißt deshalb auch gerne Fleisch. Sofern ist die vergane Ernährung für einen Menschen nicht natürlich.
der moderne Mensch braucht aufgrund Arbeitsteilung nicht mehr selbst jagen (die ersten Domestikationen liegen mehr als 30.ooo Jahre zurück) - manche tun es aber hin und wieder. Deutsche Jäger kriegen derzeit Mindestabschußquoten für sich explosionsartig vermehrende und alles Grün wegfressende Bambi & Co., wenn die Jäger drunter liegen, verlieren sie den Jagdschein oder müssen Strafe zahlen ...
Gibt es in der Wildnis genügend Beute vermehren sich die Fleischfresser aufgrund genügender Nahrung was die Beute reduziert. Reduziert sich die beute zu stark haben die Räuber weniger zu fressen und es entstehen weniger Nachkommen sodass sich die Beute erholt und wieder vermehrt. Das ist das natürliche Gleichgewicht was der Mensch ausgehebelt hat. Wir haben die natürlichen Fressfeinde Bambis vertrieben oder in Deutschland ausgerottet. Den einzigen Bären, der sich nach zig Jahren in Deutschland hat sehen lassen haben wir sofort abgeknallt, als ob es Gozilla wäre und ihm noch den Namen Problembär verpasst. In Brandenburg kommen übrigens die Wölfe langsam wieder, die wir ebenfalls vertrieben oder restlos getötet haben in Deutschland. Vor noch 500 Jahren, haben sie die Natur im Gleichgewicht gehalten, es gab keine Rehplagen und Wölfe mussten auch keine Menschen anfallen, da es genügend Hasen und Rehe gab.
Aber in unserer ach so erhabenen Intelligenz wissen wir ja nichts besseres zu tun, als diesem Gleichgewicht und der Selbstregulierung Abhilfe zu schaffen, durch irrsinnige Selbstvermehrung.
Sehr schlau, wir sind wirklich eine kluge Spezies...
Hier der lesenswerte Artikel dazu (es geht eigentlich um Foer und die dt. Schriftstellerin Duve zum gleichen Thema)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73107912.html
@private-Joker
Der Mensch ist auch Teil der Natur. Sein Verhalten ist ebenso primitiv, nur halt mit höher entwickelten Mitteln. Konkurrenzfresser werden kurz gehalten (Bären, Wölfe), Futter wird angesammelt und gelagert (Getreide, aber auch in lebendiger Form). Wir spielen nicht Gott, sondern wir verhalten uns wie Tiere.
Mit dem Unterschied, dass wir es besser könnten. Wenn wir wollten könnten wir zumindest die Grausamkeiten sparen.
Der persönliche Bereich und damit die Möglichkeit, an alle Fakten heran zu kommen, wird gottlob mehr und mehr vom Internet bedient. Wieviele Informationen allein hier bei Utopia tagtäglich raus gehen, und Menschen schon zum Umdenken in vielen Bereichen motiviert haben, ist nur zu erahnen. In unzähligen Foren, Portalen und anderen Communities wird das Thema Fleischkonsum diskutiert wie lange nicht. Eigentlich : wie noch nie. Auch die Zahl der Tierrechtsliteratur nimmt rasant zu. Foer ist da nur ein Name, wenn auch ein sehr großer. Bin selbst gespannt auf das Buch, habe nur viel darüber gelesen.
Es ist demzufolge kein Wunder, dass alle großen deutschen Leitmedien mittlerweile Artikel zu Massentierhaltung und Vegetarismus/Veganismus bereit halten, die Zielgruppe wächst. Und das wurde auch Zeit. Natürlich kann man darüber streiten, ob nun die Verhinderung des Klimawandels (egoistisches Motiv, da das eigene Leben bedroht ist) oder ethische Motive aussschlaggebend sind, endlich den eigenen Nahrungsmittelkonsum zu hinterfragen und zu ändern. Es wird endlich gedacht in Deutschland und das ist gut so. Die Empathie wird (wieder-)entdeckt, und die Unsinnigkeit des Fleischkonsums verstanden. Wir essen Fleisch nicht, weil wir es brauchen, sondern einzig, weil wir es können. Wir sind die dominante Spezies, und das nutzen wir tagtäglich auf brutalste Art und Weise aus.
Wir fangen in der Sprache damit an, indem wir Tiere "ernten" (Schlachthofjargon), sie "fressen und saufen" lassen, während wir Menschen "essen und trinken", das Zimmer ist ein "Saustall" und es stinkt "tierisch", wenn nicht gelüftet wurde. Die ganz normale Behandlung von Tieren (es sollte eigentlich nichtmenschliche Tiere / Individuen heißen, aber ich bleibe jetzt mal der Einfachheit halber beim "Tier") als Ware und Nutzmasse ist in einem Ausmaß pervertiert, wie es in keinen Horrorfilm passt. Pelz, Leder, (Merino-)Wolle, Seide uvm. sind mit Leid und Qual behaftet, über die wir nicht nachdenken. Es ist kaum zu glauben, was heute als normal gilt. Aber wir sollten nicht jammern, sondern anfangen. Wie immer bei Utopia. :-)
Tiere sind entweder unsere Sklaven, Milchautomaten, Fleischproduzenten und Pausenclowns. Oder sie sind unsere Freunde, unsere Verwandten, die ein Recht auf Leben und eine eigene Würde haben. Wir haben jeden Tag aufs Neue die Wahl, uns zu entscheiden.
Marc
Dabei sagt er dir, dass du noch halber Mensch bist...
War jetzt als witzige Anekdote gemeint! Also nicht zu ernst nehmen ;-)
ein Widerspruch: Klimawandel ist gar nicht immer ein egoistisches Motiv. Es leiden darunter nicht nur ich, ich eigtl sogar fast gar nicht oder sogar im Gegenteil, sondern viele andere - sowohl viele Menschen als auch viele Tiere (z.B. in Afrika)
die Zahl stammt aus der "Nationalen Verzehrsstudie II" (www.was-esse-ich.de), deren Daten zwischen 2005 und 2007 erhoben wurden. Aktuellere, repräsentative Erhebungen gibt es meines Wissens nicht - vermutlich würden diese auch nur marginale Unterschiede hervorbringen.
Hinzu kommt die Fisch-Frage: Gelten Pesci-Vegetarier nun als Veggies oder nicht?
@ SushidieSau
BTW: Du hast Dich noch gar nicht Stellung genommen, zu dem Komentar bzgl. deiner Inuit-Diskrimininierung (Zitat: Wir sind nicht bei den Eskimos.... in einen anderen Blog).
http://www.utopia.de/blog/im-herzen-ein-feuer/okkorekt-respektvoll#comment-455263
Wer solche Kommentare abgibt, sollte sich mit Kommentaren über Leute, die die Musik von B.R. (nur die Musik, nicht seine Einstellung) mögen, zurückhalten. Dein Kommentar gegenüber ist nämlich respektlos und diskriminierent gegenüber dieser Volksgruppe gewesen.
Umfragen sollte man auch keinen Glauben schenken, da werden die "kleinen Sünden" nicht zugegeben
http://www.bvdf.de/in_zahlen/tab_06/
Es ist sicherlich nicht einfach, an verlässliche Zahlen zu kommen.
das kommt eben sehr darauf an. Z.B. lese ich oben aus den Statements von einigen Leuten, die sogar vegan zu sein sagen, dass sie Tierhaltung auf "kleinen Bauernhöfen" okay fänden (als wäre Anti-Massentierhaltung schon Veganismus ?) bzw dass eine Jagd in der Wildbahn okay wäre (auch evtl nur moderne Massentierhaltung schlecht ?). Zähle ich die beiden z.B. nun dazu oder nicht? Vermutlich ja, weil sie aktuell - vermutlich - nur Pflanzen essen (Pilze und Algen mal mitgezählt)
Letztendlich zeigt die Massentierhaltung tatsächlich den Zustand unserer manipulierten Gesellschaft und spiegelt den zunehmenden Verlust von Herz und Verstand.
Wenn wir mit diesem Thema aber bewegen wollen, kann es für mich nicht darum gehen, dass nur ein Veganer ein" guter Mensch" ist..und verantwortlich handelt. Sondern es geht, wie du auch schreibst, um das Bewusstsein für das was ich esse. Das fängt mit dem "täglich Brot" an..:)
Es geht um Achtung und Respekt..und um die Ausbildung von Mitleidsfähigkeit...ein anderer Aspekt von Bildung, der von den Schulen, ohne zu moralisieren, dringend wahrgenommen werden sollte.
Wir leben in Zusammenhang..können gar nicht anders..! Diese Beziehungsfähigkeit geht immer mehr und mehr verloren. Wird überdeckt von sinnlosem Konsum.
Die Dankbarkeit dem Leben gegenüber - selbst wenn wir es essen - würde ein Meilenschritt sein.
UTOPIA.:)
Im Kern geht um die *Achtsamkeit* allem Lebenden gegenüber - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Und auch die Achtsamkeit z.B. gegenüber den Tieren ist mMn nicht etwa verlorengegangen, sondern schlicht verschüttet worden durch pervertierende Auswüchse unserer Arbeitsteilung. Viele wissen - ja, ahnen ja nicht einmal - was es real heißt, sich zu "ernähren", und erschrecken, wenn ihnen klar wird, dass das Sich-ernähren eines Lebewesens *immer* verbunden ist mit dem Tod anderer Lebewesen. Alles lebt voneinder - das ist Natur.
Im Übrigen gilt diese generelle Achtsamkeit auch immer sich selbst gegenüber, das sollte nicht vergessen werden. Denn nur, wer sich selbst achtet, kann auch andere(s) achten.
rausschreien kann. Einige Leute wuerden sich dann vielleicht fuer andere
Sachen zum Essen als Fleisch entscheiden.....
Massentierhaltung ist schlimm, die Tiere muessen haeufiger geimpft werden.
Wenn dann eine Seuche ausbricht muss die ganze Herde gekeult werden.
Schon der Ausdruck "gekeult" laesst mir die Haare zu Berge stehen.
Jemand hat hier einmal geschrieben, weniger ist mehr.
Dies sollte man ueberall auf Litfasssaeulen stehen haben, anstatt
Werbung fuer McDonalds,Burger King und wie sie alle heissen.
Machst gut oder macht es besser
mctobi
-rausschreien kann.
Wäre villeicht lästig, würde mich aber nicht weiter stören.
-Wenn dann eine Seuche ausbricht muss die ganze Herde gekeult werden.
-Schon der Ausdruck "gekeult" laesst mir die Haare zu Berge stehen.
Statt Keulen könnte man auch Notschlachten, Kaputtmachen, Erledigen, Beseitigen, Entsorgen, In die Zange nehmen (trifft ja besonders bei Schweinen zu ;))) ) sagen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!
-Dies sollte man ueberall auf Litfasssaeulen stehen haben, anstatt
-Werbung fuer McDonalds,Burger King und wie sie alle heissen.
Wenn Du ausreichend viel Geld hinblätterst, kannst Du Werbefläche auf Litfaßsäulen und Plakatwänden kaufen!
Mein Bauch z.B. verlangt kein Fleisch.
Solltest davon ausgehen, daß er ein Herz hat, sonst wäre er eine anatomische Sensation!
Es ist wie es ist und deshalb ist es so wie es ist?
Utopia geht anders ... Man kann Fleisch weglassen,
Bauch hin oder her, 1,3 Millionen Beweise hierzulande reichen.
Natürlich ist jede Veränderung im Leben schwer: ich habe z.B.
die Milchprodukte seit 2,5 Jahren weitgehend weggelassen,
angeregt durch Menschen, die ich hier getroffen habe,
und das war sehr schwer.
Aber nun, wo ich dran gewöhnt bin, ist es einfach eine Gewohnheit,
wie vorher schon das Leben erst weitgehend ohne Fleisch,
später ganz ohne Fleisch, seit Jahrzehnten.
Wichtig ist, dass man die kleinen Schritte tut (weniger/1 Tag ohne),
sodass man sich nicht überfordert, aber ohne untätig zu bleiben.
Von den kleinen Schritten hab ich selber immer noch genug zu tun,
sodass mir Überheblichkeit gegenüber denen, die Fleisch noch nicht
lassen können oder wollen fern liegt.
Es ist halt einer der großen Umwelt- und Tierrechtefaktoren
(Regenwaldabholzung für gentechnisch verseuchtes Soja),
energetisch aufwendige Düngemittel, Wasser und Pestizide für das Soja
(das man auch hierzulande biologisch anbauen kann, wenn es direkt gegessen
wird, als Eiweiß- und Fettlieferant) und nicht in die eine vielfache Menge
erfordernde Tierhaltung gesteckt wird), quälerische Massentierhaltung,
Medikamente, Methanemissionen durch hohen Rinderbestand, usw).
Siehe auch den Bericht FAO (UN Food and Agriculture Organization):
"Livestocks long shaddow" (18% Klimaemissionen durch Tierhaltung):
ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/A0701E/A0701E00.pdf
---
PS: Hier ein Link zum heimischen Sojaanbau für Tofu
(Taifun ist der Hersteller des "Tofu Rosso", der laut Zahlen von vor paar Jahren
eines der meistverkauftesten Produkte im Naturkosthandel war):
http://taifun-tofu.de/de/sojaanbau/taifun_tofu_leitlinien.php?NID1=2&NID2=1&NID3=0
http://www.utopia.de/produktguide/produkte/tofu-rosso-12747
---
PPS: Bei mir steht auch der Tofu auf der Abschußliste (aber noch
hab ich es nicht geschafft), wegen der Plastikverpackung
(die bei den meisten Fleischportionen auch drum herum ist),
soll ersetzt werden durch selbstgekeimte Sojasprossen.
Der Tofu Rosso schmeckt in der Tat sehr gut, er wird mir fehlen:
die Keimer-Gläser sind schon bestellt ...
Fleischkonsum hängt werder mit dme Kopf noch mit dem Herz zusammen, sondern mit dem Bauch. Den Fleischkonsum künstlich zu drosseln würde eine Gegenbewegung erzeugen. Wenn die Menschen freiwillig auf Fleisch verzichten und nie mehr Fleisch essen wäre die Welt eine andere, bestmmt keine schlechtere. Aber daran glaube ich nicht. Aber glauben heisst ja auch nicht wissen
Das tue ich dauernd und bei manchen Sachen war ich schon erfolgreich,
bei anderen noch nicht. Wie oben schon gesagt liegt mir Überheblichkeit
sehr fern, genau weil ich weiß, wie schwierig eigene Verhaltensänderungen sind:
ich lebe noch nicht im ökosozialen Gleichgewicht, aber ich bewege mich darauf zu,
hoffentlich nicht zu langsam.
Hier ein Ressourcen/Energie-Rechner, wo jeder selber entscheiden kann,
was er ökofair ersetzen oder weglassen will, um dorthin zu kommen:
http://eco5.ecospeed.ch/privat/index.html?us=0&ln=0
(benötigt Java: man kann aber links auf von graphischer
auf tabellarische Ansicht umstellen, dann geht's auch ohne);
Man kann auch das Vergleichsland einstellen: die Chinesen sind
inzwischen auch schon über dem zulässigen Maß, die Inder sind drunter
(im Mittel natürlich, auch dort gibt es abartige Umweltzerstörung,
die - hier wie dort - sofort eingestellt werden muss).
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>Wenn die Menschen freiwillig auf Fleisch verzichten
>und nie mehr Fleisch essen wäre die Welt eine andere,
>bestimmt keine schlechtere. Aber daran glaube ich nicht.
>Aber glauben heisst ja auch nicht wissen
Das hört sich schon besser an.
Ich glaube auch nicht dran.
Aber ich ändere mein Verhalten (langsam aber sicher),
informiere mich und andere, wähle, unterstütze NGOs, usw
und hoffe trotz aller Zweifel, dass wir Menschen unsere
planerischen und analytischen Fähigkeiten nicht nur
zur Destabilisierung des Ökosystems einsetzen können,
sondern auch zu seiner Stabilisierung.
Wenn man es nicht versucht, wird es sicher nichts,
wenn man es trotzdem versucht, wird es trotzdem vielleicht etwas ...
Also nicht schlechtreden, sondern handeln,
gemäß einem Utopia-Motto: "Mach statt Ach!"
Aus eigener Erfahrung kann ich Jonas nur bestätigen; es ist hilfreich, sich seinem persönlichen Ziel in kleinen Schritten zu nähern. Die vielen kleinen Erfolge beflügeln, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren! (Ich habe aber auch von Vegetariern gehört, die sich von heute auf morgen vom Fleischessen abgewendet haben!) Jeder finde seinen persönlich gangbaren Weg!
Ich selbst ernähre mich seit weit über zwei Jahrzehnten fleischlos, erinnere mich aber lebhaft daran, dass ich noch lange sehr großen Appetit auf gekochten Schinken hatte. Und heute? Heute h ä t t e ich ein Problem damit, an einer Fleischtheke einkaufen zu müssen, obgleich ich früher Fleisch sehr gern aß.
Nein, über den Tod der ausgestellten Tierbestandteile mache ich mir keine Gedanken mehr, Blick nach vorn für die noch Lebenden. Die Konsumenten sind sehr, sehr selten diejenigen, die das Bolzenschußgerät in der Hand führen, das sind vor allem bequeme Zeitgenossen, die in der freien Wildbahn kaum in der Lage wären, eines Tieres tot oder lebendig habhaft werden. Die Zeit des Jagens ist in unseren Breiten vorbei. Wir befinden uns m.E. in einem Übergang, der nur teilweise durch Aufklärung und die Mediendarstellung von Massentierhaltung und deren unerwünschten Nebenerscheinungen vorangetrieben wird. Auf die Ethik setze ich keine Hoffnungen in Zeiten knapper Kassen weltweit, eher auf die knapper werdende Böden für die Tierhaltung, strengere Auflagen und noch mehr Fleisch-Skandale. Unter verschärften Bedingungen der Produktion und Absatzmärkte müssen diese zwangsläufig kommen.
In der Tat bringt mich die Fleischtheke immer zum nachdenken, nämlich...
...was ich mir für morgen leckeres mitnehme ;)))
-, Blick nach vorn für die noch Lebenden. Die Konsumenten sind sehr, sehr selten -diejenigen, die das Bolzenschußgerät in der Hand führen, das sind vor allem bequeme -Zeitgenossen, die in der freien Wildbahn kaum in der Lage wären, eines Tieres tot oder -lebendig habhaft werden.
http://www.antivegan.at/fleisch-selber-schlachten.php
In unserer modernen Gesellschaft herscht halt Arbeitsteilung, daher hat es auch kaum einer noch nötig, selber zu schlachten, genauso wie heute nur noch wenige ihr Genüse und Obst im Garten selber anbauen, was früher auch gang und gebe war.
Sicher sind auch viele Menschen nicht mehr in der Lage, in freier Wildbahn ohne weiteres ein Tier habhaft zu werden, was sie in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr brauchen.
Sollte aber mal unsere schöne Zivilisation mal den Bach runtergehen und würde die Nachrungsbeschaffung á la Steinzeit wieder notwendig, würden sie das auch das früher oder später hinbekommen, dann aber würde sich ohnehin kaum noch jemand um die Tierrechtsideologie kümmern.
M. E. kann man nur durch seinen eigenen bewußten Umgang mit diesem Thema für andere der Anstoß sein, das Thema nicht gleichgültig zu betrachten sondern Mitgefühl für die Tiere zu entwickeln, um dann zu entscheiden, wie man selbst damit umgehen möchte. Ein erhobener Zeigefinger hilft hier sicherlich wenig, allerdings brauchen wir hier viel mehr Aufklärung....
Wie wär`s denn mit einer ähnlichen Botschaft, wie sie konkret bereits auf Zigarettenpackungen zu finden ist....!!! Achtung dieses Stück Wurst war mal ein Schwein und es lebte in Massentierhaltung usw....
Zu deinen Nicknamen:
Weißt Du, wofür der Zahlencode 88 steht?
Ach, wie mans dreht...
Bilder würden sicher auch nichts bringen.
Ich weiß, daß es besser wäre, wenn ich auch ganz auf Fleisch verzichten würde, aus ethischen sowie ökologischen Gründen... aber ehrlich gesagt mag ich es einfach zu sehr- auch wenn mir klar ist, daß ich damit vielen Leuten hier vor den Kopf stoße. Als Kompromiss kaufe ich nur noch beim Biometzger- wobei das wohl eher mein Gewissen beruhigt als alles andere.
Wie dem auch sei, ich denke, der (Tier)Welt wäre schon sehr damit geholfen, wenn die Leute bewußter Fleisch essen und den Konsum zumindest einschränken würden.
Da ist was dran, würde den radikalen Tierrechtlern wenigsten etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Aber die sind ja auch gegen Tierhaltung auf dem Bio-Hof.
Was auch immer ich anstelle von X kaufe, wird doch in diesem Sinne ein Konkurrenzmodell. Letztendlich ist es doch egal was das genau ist, Hauptpunkt bleibt die sinkende Nachfrage beim ersten. Und man könnte doch auch argumentieren, dass gerade das "Abwandern" zum Bio-Fleisch die gesamte Fleischindustrie stützt, dadurch dass gänzlich alternative Angebote in dem Moment eben nicht nachgefragt werden, wenig Aufmerksamkeit kriegen, der vegane Lebensstil weiter als ungewöhnlicher betrachtet wird usw.
Aus meiner Sicht kann die Bio-Landwirtschaft nur einen Bruchteil der nachgefragten Fleischproduktion decken. Steckt der Verbraucher dort sein Geld rein, wird es nicht nur der Massenproduktion entzogen, diese Mittel bauen das Bio-System in Gänze auf, machen es für Nachahmer attraktiver, erhöhen die Konkurrenz, verbilligen (bis zu einem gewissen Grad) diese Alternativen. Für mich ist jeder Euro, der lokal/regional investiert wird die sinnvollere Form der Subvention.
Konsumenten mit Veganer oder Vegetarier können sich entsprechend verhalten, nur eben ohne Fleisch oder Milchprodukte nachzufragen, wer produziert denn deren Lebensmittel ? Vor allem der Bio-Landwirt. Ich wünsche mir keine Ketten von Bio-Supermärkten, die nach dem Aldi-Prinzip den Produzenten ihre Preisvorstellungen aufdrücken, dann lieber (selbständige) Vermarktungszentren von und für Produzenten. Dort sehe ich qualifiziertere Arbeitsplätze als an den Kassen und dem Auffüllen von Regalen. Warum keine Kooperation mit Bio-Produzenten aus anderen Branchen - Energie, Möbelbau, Handwerk aller Art ?
Der Euro möge in Kanäle fließen, die das wünschenswerte Wirtschaftssystem fördern. Will ich den Fleischkonsum von heute auf morgen abschaffen, werde ich scheitern, soweit sollte die Psychologie der Fleischesser wie der Zeitbedarf für Ernährungsumstellungen verstanden sein. Mein Vorschlag ist quasi das Methadon-Programm für Fleisch-Süchtige, es gibt Alternativen, jedoch nur von professioneller Stelle unter kontrollierter Aufsicht. Nur kleine Einheiten von Fleisch-Produzenten können sich einem veränderndem Markt (Nachfrage) flexibel anpassen, Massentierhaltung kann das nicht. Bei jede Form von Massenproduktion gibt es aus wirtschaftlichen Gründen nur ON oder OFF.
In meinen Zukunftsvisionen gibt es keine Massentierhaltung mehr, keine Milchproduktion wie sie derzeit noch von manchen Bio-Bauern zur Existenzsicherung benötigt wird. Ein sanfter Übergang mit klaren Ausstiegsregeln wie bei AKWs. (Nicht mal dort stehen die Berufspolitiker zu ihrem Wort.) In Ernährungsfragen vertraue ich schlicht auf die Klugheit unserer Landwirte, Trends zu erkennen und die Märkte flexibel zu bedienen. Ohne auf EU-Subventionen zu schielen. Mein Traum ist eine intakte bäuerliche Kultur, die mit modernen wie alten Methoden eine Kreislaufwirtschaft im kleinen Maßstab betreibt UND produktiv tätig ist, nachhaltige Energieträger nutzt bzw. dezentraler Energieversorger für die nächste wie weitere Umgebung ist (Treibstoff, Wärme, Strom), Arbeitsplätze schafft, die Umwelt schützt, die Natur pflegt und letztlich Orientierungsrahmen wird für Wirtschaftlichkeit fern von abstrakten Kunstprodukten auf abstrakten Märkten. Der ideale Ort der Dezentralisierung sehe ich in einer Neuauflage von "Kolchosen" oder LPGs, die in fließenden Übergängen Elemente aufnehmen oder verabschieden kann, jedoch erst in größeren Strukturen wirtschaftlich konkurrenzfähig wird, z.B. um die Energieversorgung einer nahegelegenen Stadt zu stemmen.
Die Fleischproduktion ist in so einem größer gedachten Rahmen fortan ein verschwindend geringer Wirtschaftszweig und könnte kontinuierlich abgebaut werden, ohne existenzbedrohliche Ausmaße wie beim Kleinbauern gegenwärtig anzunehmen. Zunächst jedoch müßten die Konsumausgaben in diese dezentralen Strukturen fließen. Die vegetarische wie vegane Ernährungsweise wird m.E. deutlich langsamer zunehmen und den veränderten Versorgungsstrukturen und -angeboten zeitverzögert folgen. In der Stadt mag die zunehmende Nachfrage etwa veganer Konsumenten schnell eine hinreichende Infrastruktur an (kleinen) Ladenbesitzern aufbauen, doch wie nachhaltig ist diese Struktur - bedroht von massenproduzierten wie importierten Angeboten aus den Supermarkt-Ketten ? Der Bio-Boom im Lebensmittelbereich geht m.E. zu Kosten nachhaltiger Entwicklung, er fördert nicht die Bedeutung regionaler Produktion wie deren positive Auswirkungen auf Umwelt, Transport, Arbeitsstrukturen usw. oder einzig die Co2-Bilanz.
Wer würde nicht gern seine Eier, sein Brot, seinen Strom, sein Erdgas für die Heizung vor Ort einkaufen, ohne Zwischenhändler bundesweit oder international mitzufinanzieren. Könnten extreme Veganer dieses Wirtschaftssystem mittragen oder wollen sie lieber ihr Soja in China einkaufen ? Ich spitze etwas zu, mit allzu spitzem Bleistift zerstört man evtl. das Papier auf dem man schreibt, das ist mir bewusst. Doch die Löcher im Papier ergeben so schöne Lichtspiel-Effekte vor hellen Lampenschirmen und schärfen zuweilen den Blick für´s Wesentliche.
Ich muss mir nochmal Zeit dafür nehmen, vielleicht versteh ich es dann besser. Tu ich jetzt grade nämlich immer noch nicht. Vegane Produkte sind ja nicht automatisch nicht-regional usw., ebenso wie Bio-Fleisch nicht automatisch regional usw. ist. Am schönsten wäre biovegane, faire, wo möglich regionale,.... Landwirtschaft.
Selbstverständlich wird man nichts von heute auf morgen schaffen. Dennoch leuchtet mir der "Methadon-Ansatz" ; ) nicht ein, das ist für mich bestenfalls ein Umweg, eher ein Irrweg. (Von der Ethik rede ich jetzt gar nicht.)
Aber wie gesagt...
Gruß
Ethisch ist das Abwägen verpönt, ich weiß, Todesfälle wie beim Abschuß einer fehlgeleiteten Passagiermaschine gegeneinander aufzuwägen, damit habe ich genauso ein Problem. Die ethische "Taskforce" sollte m.E. dort aktiv sein, wo die Mißstände besonders schlimm sind, das sehe ich beim Bio-Landwirt, der Tiere für den Verzehr züchtet, nicht gegeben. Aber in der Massentierhaltung.
Deshalb lieber der eingeschränkte wie kontrollierte "Methadon"-Genuss beim Bio-Bauern, als der grenzenlose, beschämende, anonyme Fleischkonsum im Supermarkt. Ein erster Schritt wäre, die Stempel über die Herkunft wieder abzuschaffen, nur bei Bio-Produktion zu behalten.
Danke!
Was haben wir in den letzten Wochen uns nicht schon die Köpfe über das Thema heiss geschrieben, dass es jetzt nochmals so hochkommt, hoffentlich bleibt etwas nachhaltiger.
Was mir leider bisher auf meine Frage, ob denn die Erkenntnis eines Fleischessers, der sich bewusst ist, durch seine Ernährungsweise zum CO2/Methan-Verbrauch beizutragen und wie dieses Verhalten dann in Einklang mit der eigenen Nachhaltigkeit steht, leider nie eine vernünftige antwort erhalten, ausser, dass es ihm halt schmeckt und er davon nicht lassen kann.
Da kommt halt die Frage, warum dann doch Menschen freiweillig in Kenntnis der Umweltbelastung und/oder der ethischen Betrachtung, es geschafft zu haben, davon abzulassen. Es kann also nicht nur der Bauch sein, sondern es muss wohl der Wille sein.
Mein Traum, es möge so weitergehen!
Dieser Unterschied ist sehr wichtig in der Wahrnehmung und Kommunikation.
Ich habe nicht das Gefühl auf etwas zu verzichten und lasse mir das auch nicht von jemand anderen einreden.
Dann definier mir mal den Begriff Verzicht.
Es ist eine Entscheidung und Verzicht.
Entscheidung deshalb: Weil man sich entscheidet kein Fleisch mehr zu essen.
Und es ist Verzicht: Weil man aufgrund dieser Entscheidung auf den Konsum von Fleisch verzichtet. Selbst, wenn Du das Gefühl hast, daß dir nix fehlt aufgrund des Verzichtes, ist und bleibt es ein Verzicht, wenn auch freiwillig.
"dertanzendefuchs" hat doch Recht: Positive Formulierungen halte ich auch für viel schöner. In jeglicher Kommunikation.
Und was "dertanzendefuchs" auch noch andeutet: Es geht um ihn. Er sendet "Ich-Botschaften".
In diesem Fall wäre eine sehr schöne Formulierung, die Gegenrednern viel Wind aus den Segeln nehmen kann:
- Die frischen Früchte/Obst/Gemüse/Zutaten schmeckt mir gut.
- Ich habe die Vielfalt von Früchten/Obst/Gemüse entdeckt und muss das jetzt unbedingt ausprobieren. Da brauche ich gar kein Fleisch bzw. habe gar keine Zeit dafür.
Lasst doch die anderen machen, was sie wollen. Du kannst reden, reden, reden und am Ende: Puff! Nix gewesen. Die Zigarette steckt beim Steakgrillen trotzdem im Mundwinkel.
Wißt ihr, für mich ist es das Schwierigste, in der Familie (Eltern, Geschwister etc.) damit umzugehen, weil hier die Ansichten eingefahrener sind.
Beispiele von meinem Weg: Hat mein Vater im Wohnzimmer geraucht, bin ich rausgegangen und so lange nicht wiedergekommen, bis der Rauch sich verzogen hatte. Ergebnis: Heute geht mein Vater kurz raus, raucht und freut sich dann, dass ich noch da bin und Zeit mit mir verbringen kann.
Oder meine Mutter: Macht immer Berge von Essen, viel Fleisch dabei. Ich war fast dreißig Jahre lang einer Ihrer Hauptabnehmer. Seit das Zeug in der Pfanne bleibt und sie es nicht alleine schafft das irgendwann zu essen und folglich wegschmeissen muss, fragt sie mich nach Alternativen, die sie kochen soll bzw. überlässt es mir, was zu zaubern.
Oder zum Grillfest beim Verein bringe ich Tofu-/Weizen-/etc.-Produkte mit - und am Ende bleibt nix für mich, weil alle mal ein Stückchen probieren wollen. *lol*
Ich hatte als Fleischesser keinen Bock auf elendes Eingeprügel auf mein Gewissen. Meine Entscheidung hat sich ergeben, als ich mal in einer Runde von sehr offenen Vegetariern saß, die sich untereinander über ihre Einstellung zum Thema unterhalten haben. Da gab es durchaus untereinander Kontroversen, ich konnte Fragen stellen und die anderen haben das unter sich geklärt. Ich musste nur zuhören. Und weiß nun auch, dass es kein Verzicht ist, wie "dertanzendefuchs" schreibt; Es ist also nicht allein eine Entscheidung gegen etwas, sondern für mich ist es vor allem auch eine Entscheidung für etwas. Und das ist viel: Bio, Vielfalt, Gesundheit, Arbeitsplätze ...
Danke für Deinen Beitrag.
Am besten wäre es natürlich vollständig darauf zu verzichten, das schaffen einige Menschen jedoch nicht.
Das Buch kommt auf jeden Fall auf meine Liste "Ich möchte gelesen werden"..
Sage ich mal so, das würden wohl die meisten Menschen nicht schaffen, vollständig auf Fleisch zu verzichten, zumal es für einen Omnivoren auch nicht sinnvoll ist. Woher das Fleisch stammt, Bio oder konventionell, vom Hof um der Ecke oder aus dem Großbetrieb, darüber kann man diskutieren, genauso über Bedingungen und Richtlinien in der Tierhaltung und bei der Schlachtung.
http://www.antivegan.at/menschen-sind-keine-fleischfresser.php
Wie wär's?
Auch bei uns geht es Zug um Zug voran, ohne dass wir irgendwie grimmige Asketen geworden wären... ;-))
Zuerst haben wir Zug um Zug alles auf BIO umgestellt, mittlerweile ist es bei uns Standard. Das gilt auch für Fleisch und Wurst, wobei hierbei die Beschaffung schon wesentlich schwieriger ist. So kamen wir einerseits zu vergetarischen Brotaufstrichen - viele schmecken nicht doll, aber manche schon und die nehmen wir jetzt. Andererseits probieren wir immer mehr Fleischalternativen, also Soja-Schnetzel etc., und heute ist es bei uns normal, Spagetti-Saucen damit zu machen. Zumal es sehr gut schmeckt ;-))
Erst vorgestern stellten wir fest, dass wir schon an 4 aufeinanderfolgenden Tagen keinerlei Fleisch gegessen hatten - ohne dass wir es überhaupt bemerkt hatte, ganz automatisch.
Selbst unser Hund bekommt - nach Dagmars Ratschägen - nun schon lange täglich nur noch knapp die Hälfte dessen an Hundefutter, was für ihn angemessen ist. Der Rest wird ersetzt durch Äpfel, geeignetes Gemüse (Sheila liebt Blumenkohl...) und etwas Öl - und es schmeckt ;-)) Ganz selten wird etwas liegen gelassen.
Und das alles wohlgemerkt *trotz* der Tatsache, dass ich mich wohl nie mit veganer Philosophie o.ä. anfreunden kann, weil sie mir nach wie vor sehr welt- und naturfremd vorkommt.
Liebe Grüße
Hans-Werner
Amy grüßt Sheila!
Dagmar grüßt Hans-Werner
und viele andere
an einem Donnerstag
aus klimafreundlicher Küche!
Die anderne hingegen, bestehen auf diesen Anspruch, leider nicht in der Konsequenz, wie ich es mir wünschen würde: selbst jagen und töten. Die Massen an Fleischbergen würden niemals in freier Natur in diesem Umfang zur Verfügung stehen, Fleisch im Supermarkt ist ein Kunstprodukt, selbst beim Bio-Landwirt, demnach dürfte nur das vom Förster waidmännisch erlegte Reh, Wildschwein oder Rebhuhn (als lokales Beispiel) verzehrt werden.
Man könnte das Fleischessen als einen verkümmerten Rest des Jagdtriebes auffassen, wenn schon nicht von eigener Hand erlegt, so wenigstens teilgenommen an einem anonymisierten Jagdaufgebot. Solange man sich ernsthaft mit dieser Illusion zufrieden geben kann. Mir ist das zu abstrus, aber wir leben in einer irrationalen Welt, gehört ein bißchen Verrück-Sein dazu ? Soja aus dem Ausland zu importieren als Fleisch-Ersatz ? Mindestens ebenso ent-rückt.
Wir leben in einer ganz kleinen Nische der Welt, in der wir uns diese Diskussion leisten können und dürfen.
Um es vorweg klar zu stellen: Mich ekelt vor dem Fleisch in Kühltruhen von Tieren, die ihr Leben lang gequält wurden. Ich habe unendliches Mitleid mit ihnen.
Ich habe vor über 40 Jahren als Student in einer Metzgerei und damit auch in einem Schlachthof gearbeitet. Ich weiß also, wovon ich spreche.
Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, so gab es einmal in der Woche Fleisch und vieleicht einmal etwas mit Wurst. Sonst war die Ernährung ohne Fleisch. Ich bin dabei gut aufgewachsen. Das war vor 50 und mehr Jahren.
Wenn ich heute selten und bewusst Fleisch esse, dann mit großer Erfurcht vor dem getöteten Tier. Ich habe auch Ehrfurcht vor pflanzlicher Nahrung, wenn sie ökologisch und ethisch vertretbar angebaut wurde. Ein Stück altes Brot wegzuwerfen tut mir in der Seele weh.
Nicht umsonst war die (rituelle) Tötung eines Tieres auch schon in der Antike immer wieder ein Akt, bei dem die Beteiligten wussten, dass sie hier eine Grenze berühren.
Wenn ich Fleich esse, dann weiß ich, dass dieses Tier (womöglich habe ich es vorher schon einmal gesehen - ich kenne meine Bauernhöfe) ein Leben im Freien mit gutem Futter und viel Zeit hatte. Der Tod kommt für dieses Tier ohne Schmerzen und ohne Pein.
Wie gesagt, ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich spreche.
Wenn ich mich in meinem Umfeld umhöre und das entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung, so ging man früher mit den Haustieren sehr pfleglich um (Ausnahmen abgesehen, aber die gab und gibt es immer.).
Man hatte vielleicht eine Sau (kein abwertender Name), ein paar Hühner, ein, zwei Ziegen und wusste, dass man diese Tiere gut zu behandeln hatte. Und diese Tiere starben dann halt nicht an Altersschwäche, sondern eines plötzlichen und unerwarteten und möglichst schmerzlosen Todes.
Das Schächten wie in islamischen und jüdischen Ländern ist mir zutiefst zuwider.
Ich fuhr noch mit einem Ochsen als Zugtier vor dem Leiterwagen zu einer Wiese, damit mein Onkel frisches grünes Gras für die wenigen anderen Kühe mähen konnte. Wenn der Ochse dann irgendwann zu schwach wurde, was wäre die Alternative gewesen? Ein langsamer und qualvoller Tod?
Was mache ich mit meinen Katzen, wenn sie s t e r b e n s k r a n k sind? Gebete sprechen? Tantrische Massagen? Auf die Urkraft der Steine vertrauen?
Etliche meiner kleinen Freunde sind in meinen Armen einen friedlichen und schmerzfreien Tod gestorben. Sie wurden erlöst. Doch. Es war sehr, sehr traurig und bewegend für mich, von langjährigen Gefährten Abschied nehmen zu müssen.
Ich habe nahe Menschen sterben gesehen, denen diese Gnade nicht vergönnt war. Ich möchte das hier nicht näher verbalisieren.
Ich mag jetzt nicht mehr dazu schreiben.
Zart besaitet , ist halt nicht was für Jedermann!
Den Kommentar verstehe ich jetzt nicht.
Es gibt auch viele Menschen, die dort arbeiten und für die ist es das normalste, die sind eben etwas härter, es gibt auch Menschen, denen die Arbeit dort schwer fällt oder sie sogar gar nicht machen können, diese sind dann eben von weicherer oder zart besaiteter Natur.
Zum Rest sag ich nichts, dazu fehlts mir grad an Konfrontationslust oder so.
Ich wünsche mir, dass alle Menschen diese Sichtweise haben.
mach Dir nix draus,
kein Mensch versteht die Kommentare von CVF !
Lass ihn einfach seine seltsamen Kommentare schreiben - denn wenns ihm danach besser geht , dann haben wir Utopisten zumindest einen Menschen glücklich gemacht .....
Geht mir bei Deinen kommentaren auch so. Kann auch am Altersunterschied liegen.
Nur dass ich...
Es fand keine Wertung statt, nur die Anmerkung der Tatsache, dass...
Der Mensch besteht aus Knochen, Fleisch, Blut, Speichel, Zellen und Eitelkeit. (Kurt Tucholsky )
Dabei muss natürlich fairerweise berücksichtigt werden, dass alle "Völker" über einen nahezu identischen sozial-wirtschaftlichen und ökologischen Hintergrund verfügen.
Ich wäre sehr gespannt darüber, wie sich diese unterschiedliche Ernährungsweise auf die "evolutionäre" Entwicklung dieser Menschen ausgewirkt hätte.
das seit 5 Jahren, auf Empfehlung eines Ayurveda-Arztes. Alles was wir essen ist Bio, wir sind topfit und uns fehlt überhaupt nichts.
Ich kann kein Fleisch mehr sehen, riechen, essen niemals.
Es gibt sehr gute vegetarische und vegane Kochbücher
Cornelia Mangold-Thiede.
Denn alle Tiere wollen leben, genauso wie die Menschen.
Haben sie nicht auch das Recht auf ein langes, gutes Leben?
Natürlich!!!!!!!!
Davon abgesehen, daß Tiere einen Selbsterhaltungstrieb haben (der auch überlebenswichtig ist), bin ich der überzeugung, daß man es so nicht sagen kann, um leben zu wollen, muß man wissen, was Leben bedeutet (und was das Gegenteil-Tod), nichtmenschliche Tiere sind dazu interlektuell gar nicht in der Lage. Genausowenig, wie sie in der Lage sind, ihnen zugesprochene Rechte in Anspruch zu nehmen.
Haben sie nicht auch das Recht auf ein langes, gutes Leben?
Tiere sind keine Rechtssubjekte, sondern Rechtsobjekte und als solche selbst auch nicht rechtsfähig. Sofern haben sie auch keine Rechte auf irgendwas.
Um Rechtsfähig zu sein und damit Rechte zu haben, muß man eine natürliche oder juristische Person sein, was auf Tiere nicht zutrifft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsf%C3%A4higkeit_%28Deutschland%29
-Natürlich!!!!!!!!
Fazit: Natürlich NICHT!!!!! :)
Ich habe das Buch gelesen und es ist super. Wer diese Fakten liest und immernoch Fleisch essen kann, der hat mein tiefstes Mitleid. Massentierhaltung gehört längst verboten. Mindestens zurück zum Sonntagsbraten kann doch für niemanden ein Problem sein. Das würde die Welt ein ganzes Stück nach vorne bringen.
Allein die Tatsache, dass fast alle Volkskrankheiten, die heutzutage existieren, auf Kosten der Massentierhaltung gehen, muss doch jedem klar machen worum es hier geht. Leider ist in Deutschland eine so starke Gruppe von Lobbyisten unterwegs, die aus Pharma- und Lebensmittelkonzernen besteht, dass dieses Wissen, dass in den meisten Ländern schon längst umgesetzt wurde, in Deutschland erfolgreich vom Verbraucher ferngehalten wird.
Geht behutsam mit diesem Thema um und versucht niemanden zu missionieren. Das hilft nichts. Bringt den Menschen Fakten. Denn alle Menschen sind in der Lage sich dann ihr eigenes Bild zu machen um dann für sich, ihre Gesundheit und für ihr Gewissen zu handeln.
Danke an Jonathan Safran Foer für diese, ich nenne sie mal Bibel für ein neues Gewissen.
( 'Tiere essen' von J. S. Foer, S. 200 ff)
konnte ich nicht einfach nur denken: Gottlob esse ich seit mehr als zwanzig Jahren kein Fleisch, bin ich nicht verantwortlich, bin ich nicht Auftraggeber für solches Leid.
Das darf man nicht nur aus Tierschutz-, sondern auch aus Menschenschutzgründen nicht einfach hinnehmen, was mit all der Scheiße, all den Hinterlassenschaften, geschieht; egal, ob man nun Fleisch isst oder nicht!
Es erschütterte mich zutiefst, wie skrupellos, wie unglaublich verantwortungslos mit Millionen von Tonnen Fäkalien umgegangen wird und behördlich oder gesetzlich nichts oder nicht viel dagegen unternommen wird, zumal diese unermesslichen Mengen an Kot und Urin massiv auch die Gesundheit der Menschen, ja der Welt-Bevölkerung bedrohen. Das darf keinem egal sein!!!
(Bitte lest dieses Buch und entscheidet selbst! Bitte! Ich verleihe und verschicke mein Exemplar gern.)
-Sie sind wertvolle Düngemittel.
-Sie können in Biogasanlagen zur Energiegewinnung herangezogen werden.
Die Exkremente in Biogasanlagen zur Energiegewinnung zu nutzen, könnte (Konjunktiv) wohl geschehen, wird aber anscheinend in der Realität nur selten, in geringem oder zumindest nicht ausreichendem Umfang so gehandhabt.
Pflanzen - genauso wie Tiere - sind auch Lebewesen: Wir essen sie. Ob das denn besser zu verantworten ist, wage ich zu bezweifeln. So oder so bin ich als Mensch darauf angewiesen, mich dadurch zu ernähren, dass ich von pflanzlichen und/oder tierischen Lebewesen und/oder deren Erträgen (Obst, Milch, Honig, ...) etwas zu mir nehme.
Qual und Schmerzen dürfen Tieren nicht zugefügt werden - erst recht nicht, um sie mir gefügig und zum Essen verfügbar zu machen. Darauf achte ich beim Einkaufen; dennoch frage ich mich oft: Muss ich Fleisch essen?
Ich muss nicht, ich esse aber gern auch Fleisch und halte dies für in Ordnung: Rinder, Schafe, Ziegen, Geflügel, Fische und Meeresfrüchte, sofern sie artgerecht gehalten und ohne Qual und Schmerzen befördert und zubereitet werden, bleiben auf meinem Speiseplan. Sie sind dazu da, meine ich, dass sie zu meiner Ernährung beitragen und sollen gut und einfühlsam behandelt werden - die Pflanzen ebenso!
Nun, vielleicht lebst Du neben einem familiengeführten kleinen Bauernhof und kannst das Leben dieser Tiere dort selbst in Augenschein nehmen und auch mal während des Schlachttags anwesend sein.
Wieso sind die Tiere für uns da, wer hat das definiert? Diese bestimmte Aussage verblüfft mich immer wieder, wenn ich sie höre.Auf der einen Seite respektierst Du sie als Lebewesen, die auch nach ihrem gusto leben sollen, anderseits ist es klar, dass sie für uns da sind und zum Verzehr getötet werden sollen.
Mir ist halt diese Logik nicht klar.
Weil immer wieder entschuldbar (als Fleischesser) auf die Pflanzen , die wir ja auch töten und essen hingewiesen wird, möchte ich hier eine für mich vernünftige Erklärung dazu beisteuern:
Auszug aus der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus:
Vegetarier werden oft mit dem Vorwurf konfrontiert, dass auch Pflanzen leiden können und es deshalb keine Rolle spielt, ob man ein Kalb oder einen Salat isst. Auch wenn dieser Vorwurf bereits auf den ersten Blick völlig absurd ist und in der Regel von den Leuten vorgebracht wird, die bei ihrer eigenen Nahrungsmittelauswahl kaum ethische Massstäbe anlegen, begegnet man ihm auch heute noch oft. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch sich ernähren muss, um zu überleben, stellt sich für ethisch denkende Menschen die Frage, welche Ernährungsweise am wenigsten Leid verursacht.
Aus solchen Überlegungen heraus ergaben sich einige Ansätze, bei denen die Ethik in der Ernährung unterschiedlich stark gewichtet wurde:
1. kein Konsum von konventionell produziertem Fleisch
2. kein Konsum von Tieren (= Vegetarier)
3. kein Konsum von Tieren und deren Vorstufen (Eier)
4. kein Konsum tierischer Nahrungsmittel (= Veganer)
5. kein Konsum von Nahrungsmitteln, für deren Gewinnung Tiere oder Pflanzen getötet oder
geschädigt werden müssen (= Naturaner)
Der Vorwurf, dass auch Pflanzen leiden können, zielt darauf ab, aus dieser (unbewiesenen) Tatsache abzuleiten, dass jede Ernährungsweise, die ethische Erwägungen mit einbezieht, sinnlos sei.Durch das Gleichsetzen von Töten einer Pflanze und dem Töten eines Säugetieres versucht man, die Grundlagen des ethischen Beweggrundes der vegetarischen Ernährung zu negieren.
Interessanterweise wird das Argument jedoch nie dazu benutzt, um jegliches Töten von Mitlebewesen zu kritisieren. Denn dies würde zur naturanen Lebensweise führen, die weder Pflanzen noch Tiere zur Ernährung tötet. Die Nahrung besteht dabei aus Früchten (Beeren, Nüsse, Getreide, Fruchtgemüse etc.).
Ein weiterer Trugschluss des Vorwurfes ist auch, dass man durch die vegetarische Lebensweise nicht jegliches Leid verhindert und es deshalb keine Rolle spielt, wenn man noch mehr Leid erzeugt. Dies widerspricht jeglicher Ethik. Selbst wenn man das Ziel, jegliches Leid zu vermeiden, nie erreichen kann, ist es dennoch erstrebenswert, wenigstens das Leid zu verringern, das man selbst verursacht und vermeiden kann.
Am 14. April 2008 wurde in Bern der Bericht «Die Würde der Kreatur bei Pflanzen» von der EKAH vorgestellt.Zu welchem Ergebnis kam diese Kommission? Dürfen wir nun auch keine Pflanzen mehr essen?
Kann man Pflanzen eine Würde anerkennen und dennoch einen Unterschied zwischen Tieren und Pflanzen aufrechterhalten?
Die Ethikkommission hat Folgendes dazu veröffentlicht:
«Bei Tieren sind wir im Besitz klarer Indizien, dass sie empfindungsfähig sind. Bei Wirbeltieren, Zehnfusskrebsen (Dekapoden) und Kopffüssern (Cephalopoden) herrscht sogar eine gesellschaftlich breit abgestützte Übereinkunft, wonach sie der Empfindungen fähig sind. Dies hat sich im Tierschutzgesetz niedergeschlagen. Diese Tiere werden vor Schmerz, Leiden, Angst und Stress geschützt und Eingriffe, die dem Tier solcherart Schlechtes zufügen, werden für rechtfertigungspflichtig erklärt. Bei Pflanzen hingegen fehlen
uns vergleichbar klare Indizien, die auf irgendeine Form des inneren Erlebens hinweisen. Für uns (und gemäss unserer Überzeugung für die im Tierschutzgesetz geschützten Tiere) ist das innere Erleben mit einer Art von Bewusstsein verknüpft. Bei Pflanzen verfügen wir über keine Indizien, dass sie über ein solches Bewusstsein verfügen.
Zum Schluss ein Zitat des konsequenten Tierschützers und Vegetariers Magnus Schwantje, der schon vor über 50 Jahren wusste:
«Es ist also ein ganz unberechtigter Vorwurf, dass der Vegetarier nicht konsequent seine sittlichen Grundsätze befolge, wenn er nicht auch die Pflanzenvernichtung vermeide, also nicht verhungere, um kein fremdes Leben zu zerstören.
Dagegen handeln die Menschen, die das Verzehren von Tierleichen deshalb für berechtigt erklären, weil auch die Pflanze ein beseeltes und empfindendes Wesen sei, inkonsequent, wenn sie nicht auch das Menschenfleischessen für berechtigt erklären.»
Ich selbst kann seit über 3 Jahren kein Fleisch mehr essen aus Mitgefühl für die Tiere, die wir so quälen. Meiner Seele tut das sehr gut, ich habe beim Essen kein schlechtes Gewissen mehr!
Wenn wir Fleisch essen, essen wir die Angsthormone mit, die im noch lebenden Tier massiv ausgeschüttet werden. Wir müssen uns nur klar machen wie es ist, an z.b. 380 Stelle zu stehen in einer Großschlachterei, um darauf zu warten bis der Tod kommt. Jedes Tier weiß Bescheid das vorort auf den Tod warten muss. Dieses Fleisch ist voll von Adrenalin, egal ob das Tier vorher gut gelebt hat, diese abartige Art es zu töten macht alles zunichte!
1. Der Körper: Wie kann man sich nachhaltig körperlich fit und gesund fühlen, wenn man sich von diesem Mist aus der Tiermassenproduktion ernährt? Ich habe keine ernährungswissenschaftliche oder medizinische Ausbildung, aber m.E. kann es gar nicht anders sein, dass das nicht gut für den menschlichen Körper ist. Zu diesem Schluss kommt ja auch Foer; für ihn ist das ein Grund, auch seine Kinder vegetarisch zu ernähren.
Fleisch könnte nach meinem Empfinden nur dann ein wertvolles Lebensmittel (im eigentlichen Sinn des Wortes sein), wenn das Tier gut, d.h. artgerecht und seinen Bedürfnissen entsprechend, behandelt und vernünftig ernährt wurde. Dann ist da aber noch der Tötungsakt, ...
2. Die Seele: Neben den Auswirkungen des Tötens (Stresshormone etc.) auf die Fleischqualität, gibt es da noch den von Maria beschriebenen seelischen Aspekt beim Konsumenten. Selbstverständlich ist das Empfinden darüber sehr individuell und man kann nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Dennoch frage ich mich sehr häufig, wie es andere schaffen, den Zusammenhang zwischen dem Tier inkl. all dem, was es erlitten hat, und dem Schnitzel auf dem Teller zu verdrängen. Ich hatte als Kind immer diese direkte Verbindung gesehen und mich standhaft geweigert Fleischerzeugnisse zu essen, die noch nach Tier aussahen. Ist das nicht eine natürliche Reaktion, die dann "wegerzogen" wird, weil es eben als normal gilt, Fleisch zu essen?
Das von Maria beschriebene schlechte Gewissen, hat mich dann meine gesamte Jugend hindurch gequält. Gebessert hat es sich als ich mit Anfang zwanzig Vegetarierin wurde. Aufgehört hat es aber erst, als ich vegan wurde. Es ist sensationell, welche Last mir von der Seele und vom Herzen gefallen ist!
Wenn man dan Asiaten Glauben schenkt, ist viel Adrenalin in Fleisch gar nicht mal so schlecht, es macht das Fleisch angeblich zarter und schmackhafter. Daher werden z.B. in Korea Tiere vor dem Schlachen z.B. noch mit dem Bunsenbrenner behandelt. Das ist in Deutschland und vielen anderen westl. Industrieländern aus Tierschutzgründen verboten.
Zum Schlachten:
Wenn man das Tier fachgerecht betäubt, ist das ganze eine schmerzlose und schonende Angelegenheit:
Schweine und Schafe werden mittels eine Elektrozange, (die Schläfen der Tiere werden in die Zange genommen) betäubt, an der eine Spannung von ca. 360 Volt anligt und das Tier sofort betäubt, bei Kleinvieh reicht eine Spannung von unter 80 Volt aus.
Rinder werden mit dem Bolzenschußgerät betäubt, der zu einen epelepsieähnlichen Anfall des Gehrins mit einsetzender Betäubung führt.
Bei Schweinen wird auch zunehmend auf CO2 gestzt.
Ich habe übrigens schon mal eine Schlachterei von innen gesehen und finde es gar nicht schlimm, könnte mir sogar vorstellen, dort zu arbeiten.
http://www.karlsruhe-vegan.org/2010/08/17/tiere-essen/
Lesen und weitergeben!
Super auch, dass der VEBU http://vebu.de/ Zahlen für Deutschland im Buch liefert.
Jeder muß selbst für sich entscheiden, was für ihn okay ist und was nicht. Es nützt überhaupt nichts, wenn z.B. ein Veganer einen Fleischesser als Mörder bezeichnet- solange der Fleischkonsument das nicht als Mord empfindet, läßt ihn das kalt oder verärgert ihn höchstens. Hier würde ich mir etwas mehr Respekt wünschen und mehr Akzeptanz für die Tatsache, daß jeder Mensch andere ethische Vorstellungen hat.
Ich glaube, es wäre schon sehr viel erreicht, wenn jeder Mensch einmal über seinen Fleischkonsum und dessen Folgen nachdenken und sich damit auseinandersetzen würde- die meisten tun das nämlich nicht.
Ich glaube noch nicht mal, dass Tiere Gefangenschaft per se als schlecht empfinden, denn bei ganz viel Platz und guter Pflege lassen sich die Vorteile nicht von der Hand weisen. Sie sind auf jeden Fall geschützt vor Fressfeinden und Krankheit und müssen keine Angst vor Hunger und Durst haben. Aber ich frage mich dann immer, wie das für die Tiere ist, zu merken, dass immer mal wieder ein paar Artgenossen fehlen und nicht wiederkehren. Leben sie dann in Angst und Ungewissheit bis zu dem Tage, an dem auch sie abgeholt werden? Oder vergessen sie das und ziehen gar keine Rückschlüsse darauf, dass ihre Kollegen geschlachtet worden sind? Empfinden sie es möglicherweise auch als gar nicht so schlimm, weil sie den Tod als gar nicht so schlimm wie wir entfremdete Menschen empfinden? Selbst wenn es so wäre, wäre es dann auch nicht mehr so schlimm, ihnen oft sehr frühzeitig das Leben zu nehmen? Und auch bei Milchvieh ergibt sich immer das Problem, dass die kleinen männlichen Kälbchen (und zum Teil wegen Überschusses auch die weiblichen) einfach nicht mit durchgefüttert werden können. Was geht in einer Kuh vor, die gerade geboren hat und nach ein paar Tagen einfach mit dem Verschwinden ihres Jungen konfrontiert wird? Denkt sie sich, "das ist nunmal der Lauf des Lebens" oder trauert sie inerlich wie eine Menschenmutter um ihr verlorenes Kleines? Wir können auch den Tieren immer nur vor den Kopf gucken. Und von ihrem Verhalten Rückschlüsse auf ihre Innenwelt zu ziehen, ist glaube ich nicht immer besonders erfolgreich. Wenn ich mir vorstelle, wie elend es mir schon so oft gegangen ist und niemand hat etwas bemerkt...oder jemand fragt mich: bist du traurig?, weil ich manchmal so einen Hundeblick draufhabe, wenn ich in Gedanken versunken bin, aber dabei bin ich total gut drauf...manchmal wünsche ich mir, mit Tieren reden zu können.
Allerdings muss gesagt sein, dass das über die Umweltverträglichkeit noch nicht viel aussagt. Wasserverbrauch für Kühe auf der Weide (oder der argenitischen Pampa) in einer Gegend in der es viel regnet bedeut etwas anderes als wenn etwa für die Bewässerung von Futtermitteln über Gebühr Grundwasser abgezapt wird und das versickernde Wasser wegen der vielen Agrochemie Böden schädigt und das Grundwasser verseucht (oder das verdunstende Wasser versalzte Böden hinterlässt).
Übrigens: auf ein Kilogramm Reis kommen 3000 Liter auf ein Kilo Kartoffeln 160 Liter, ein Baumwoll T Shirt 4.800 Liter Wasser
Quelle: http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wissen/Was-enthaelt-wie-viel-article16742.html
Siehe auch http://www.youtube.com/watch?v=a_ig4YyiZXw
Und: http://www.br-online.de/wissen/umwelt/durstiger-planet-DID1219246628792/wasserkrise-wasserfussabdruck-wasserverbrauch-ID1249310065041.xml
Die tierische Landwirtschaft ist eine der größten Wasserverbraucher in diesem Land. Es werden 20.000 Liter Wasser benötigt, um 1kg Fleisch herzustellen, aber nur 50 Liter Wasser für 1kg Weizen. Die verbrauchte Wassermenge für 5kg Fleisch entspricht dem durchschnittlichen Jahreswasserverbrauch von 2 Personen.
http://www.diedenker.org/inhalte/viewtopic.php?t=982
http://www.facebook.com/posted.php?id=84269762780&share_id=148751475152052&comments=1
Wir freuen uns auch über gute fleischlose Rezepte:
http://www.diedenker.org/beitragen
Vegetarier: http://www.utopia.de/gruppen/gruppe/141/forum
Veganer/-innen: http://www.utopia.de/gruppen/gruppe/167/forum
Initiative Veggie-Tag: http://www.utopia.de/gruppen/gruppe/705/forum
Frei Tiere brauchen auch Ihren Lebensraum.
Ich lebe noch nicht ganz vegetarisch, arbeite darauf hin. Aber wie soll der Fleischverzicht funktionieren, wenn man Haustiere hat? Hund und Katz sind nun mal keine Vegetarier. Biofleisch ist auch keine Alternative, denn spätestens bei der Schlachtung werden diese Tiere genauso brutal gequält, wie die anderen aus der leider "normalen" Massenhaltung.
Dieses Buch wird auf jeden Fall noch mehr Menschen wenigstens zun Nachdenken bringen!
An anderer Stelle habe ich entsprechend argumentiert: die Neuaufzucht von fleischfressenden Haustieren (nicht Nutztieren wie z.B. Drogen- oder Lawinen-Spürhunden) könnte auf ein Minimum abgesenkt werden, was ist mit den ausgesetzten Tieren ? Abschaffen wie in den USA in den Container werfen, damit andere die blutige Angelegenheit übernehmen ?
Fressen und Gefressenwerden ist die Triebfeder der Natur. Wir leben jedoch nur teilweise in der Natur, wir Menschen haben uns eine Kultur geschaffen, die in jeder Hinsicht kritikwürdig bleibt. Stimme dir absolut zu, dass wir und die Lebewesen auf diesem Planeten nicht ihrer Genetik entkommen können durch einen geistigen Akt. Ich glaube jedoch, dass wir uns kraft unter herausragenden menschlichen Merkmale dieser Genetik annehmen müssen und sie nicht kommentarlos hinnehmen wie einfältige Herrentiere, wir haben Verantwortung für diesen Planeten, für alles was da lebt, kreucht und fleucht.
Dein Argument mit den langfristigen Auswirkungen etwa der veganen Lebensweise halte ich für wichtig, andererseits kennen wir bspw. die Lactose-Intoleranz, die auf genetische Unterschieden beruht. Will sagen, die Menschen sind bereits in mancher Hinsicht genetisch differenziert. Bei den kurzen Reproduktionszyklen von bestimmten Tierarten beobachten wir bei gezielter Ernährungsmanipulation schnell Degeneration, das wird m.E. die Menschen in einigen Generation ähnlich treffen, weniger durch bewussten Ernährungsstil, sondern durch die Unnatürlichkeit der überwiegend käuflichen Lebensmittel, die haltbar gemacht, mit Geschmackszusatzstoffen versehen oder durch begleitende Herstellungsmethoden mit Chemikalien verunreinigt sind.
Hätten wir den absoluten Instinkt wie manches wilde Tier, könnten wir gezielt das "Richtige" essen, wir täuschen uns jedoch bewusst oder unbewusst und haben - meiner Meinung nach - den Pfad unserer inhärenten Genetik längst verlassen. Ob das AUSGERECHNET der Fleischkonsum kompensieren kann, darüber dürfte jeder Zweifel ausgeschlossen sein.
Warum nicht dazu übergehen, und alle Tiere dieser Welt vegan ernähren? Das ist viel besser für die armen Opfer der bösen Fleischfresser.
Schon mal daran gedacht, dass Tierliebe auch bedeuten könnte, Tiere als das zu sehen und zu belassen, was sie sind? Tiere, die sich über Jahrmillionen in SEHR LANGSAMEN, über (je nach Spezies) hunderte oder tausende Generationen langsam weiter entwickelt haben und dabei entsprechend ihren Umgebungsbedingungen ein mehr oder minder großes Optimum darstellen?
Aber wie gesagt, Tiere sind ja so doof und Menschen so klug, dass sie halt immer alles besser wissen und natürlich auch, dass Fleischfressende Tiere das ja überhaupt nicht brauchen.
Stimmt, du kannst sie auch in ein Gestelle einpferchen, mit Beruhigungsmitteln ruhig halten, über künstliche Zugänge mit einer Nährlösung versorgen und über einen weiteren Zugang die anfallenden Stoffwechselprodukte abführen.
Alles möglich.
Im Übrigen auch mit Menschen.
Sorry, dass das jetzt so aggressiv und patzig rüberkommt, aber genau so empfinde ich im Augenblick.
Aber genau diese Engstirnigkeit und Verblendete Wahrnehmung von scheinbar selbsterleuchteten Wesen sind doch im Endeffekt für die Probleme dieser Welt verantwortlich, auch wenn sich die Art der Verklärung, je nach Fasson, auf unterschiedliche Aspekte bezieht.
Der eine sieht in der völlig liberalen Marktwirtschaft das Heil der Welt, andere lösen mit Kernenergie die Probleme der Menschheit, und wieder andere sind davon überzeugt, das andere Rassen minderwertig sind und nur die eigenen dazu auserkoren ist, diese Welt zu beherrschen und damit auch das Ultimo an Glück und Perfektion geschaffen würde.
Fressen und gefressen werden ist DIE Triebfeder der Evolution. Was glaubt ihr wohl, wie unsere Welt aussähe, wenn alle ganz artig immer nur von Sämereien, Beeren, Pilzen oder noch besser, nur von Licht, Luft und Wasser (natürlich zuvor von allen Mikroorganismen befreit, damit auch ja kein Leben zerstört wird, ach ja, am besten dabei noch inkorporal sein, damit man bei der Fortbewegung keine Pflanzen oder Tiere versehentlich zertritt) leben würden?
Mal vom Tropengürtel abgesehen würde ich mal vermuten, gäbe es kein Leben außer pflanzlichem und selbst bei Pflanzen gibt es welche, die andere töten um sich selber einen Vorteil zu sichern, sowas dummes aber auch.
Leute, wacht mal auf.
Massentierhaltung ist nicht tolerabel, weil es völlig unnatürlich ist und völlig unnatürliches Leid produziert. Von den neusten Träumen mancher, nach geklontem Fleisch will ich erst gar nicht reden.
Auch die Unmengen an Fleisch, die ein immer stärker wachsender Teil der Menschheit "fressen" sind nicht akzeptabel.
Und ja, in einigen Tausend Jahren hat sich der Mensch vielleicht so weit weiterentwickelt, dass er durch eine positive Mutation und Selektion zu einem reinen Veganer geworden ist (aber auch hier wieder dumm gelaufen, da es ja heut zu tage kaum noch natürlich Selektion gibt und dies in den kommenden Dekaden immer unwahrscheinlicher wird).
Aber vergesst es glauben zu können, in einer Radikalkur der Natur ein Schnippchen schlagen zu können und quasi von heute auf morgen eine (oder nach dem Wunsch des ein oder anderen hier auch mehrere) Lebensformen nur durch die Kraft der eigenen Gedanken, Taten und moralischer Empfindungen in etwas zu verwandeln, was sie bisher nicht ist.
Manchen hier geht‘s seit 30 Jahren gut mit ihrer veganen Ernährung? Toll. Und euren Kindern auch? Schön. Aber habt ihr auch nur ansatzweise eine Ahnung davon, wie sich das Ganze auf die Evolution des Menschen auswirkt?
Ich kenne Leute, die behaupten auch, die Gentechnik sei völlig gefahrlos, sei wissenschaftlich alles genauestens geprüft, da kann nix passieren.
So, und ehe ich mich jetzt noch mehr aufrege geh ich lieber ins Bett und sehe zu, dass weiter daran mitarbeite, dass diese Welt auch für alle kommenden Generationen ein lebenswerter Ort bleibt und werde auch weiterhin vielleicht ein oder zweimal in der Woche etwas Fleisch essen. Je natürlicher, desto besser.
Ach ja, es hat übrigens immer wieder Menschen gegeben, die auch Menschenfleisch gegessen haben - nennen sich Kannibalen (im Tierreich im Übrigen genauso vertreten).
Dass es so etwas heute unter den Menschen praktisch nicht mehr gibt hat weniger etwas damit zu tun, dass es "ungesund" wäre als vielmehr, dass es aus gesellschaftlichen Gründen abgelegt wurde.
In unserer zunehmend dichter bevölkerten und immer komplizierter werdenden Welt auch gut so, da das Chaos und die Gewalt wohl kaum zu beherrschen wäre.
PS: Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten.
Ich würde es nicht "zu doof" nennen, aber Tiere haben nicht unsere hochentwickelten Fähigkeiten des ethischen Abwägens entgegen etwaiger Instinkte.
Das Bestreben, ein Haustier mit allem was es braucht zu versorgen, ohne dafür andere Tiere zu verwursten, in eine Linie mit Mastställen zu stellen, und einiges andere in deinem Posting, ist Blei im Boot des Niveaus, und da steige ich dann aus. : )
Wenn es einem Haustier mit veganer Ernährung gut geht, was soll daran falsch sein.
Deinen naturalistischen Fehlschluss widerlegst du selbst im letzten Absatz.
Gute Nacht.
Stimmt, primär ist es für die Kälber vorgesehen, aber Milch können viele Menschen verwerten (wenn man mal von Leuten mit Laktoseintoleranz absieht, aber es gibt ja mitlerweile auch Milchprodukte, die diesen Leuten den Konsum von Milch ermöglichen), man kann daraus sein weitreichende Palette an Nahrungsmitteln herstellen.
Der Mensch hat nichtmenschlichen Tieren voraus, daß er sein Interlekt dazu einsetzen kann, auch andere Nahrungsquellen, wie z.B. die Milch, zu erschließen und somit zu erweitern. Wir wären blöd, wenn wir dieses nicht nutzen würden.
Gestern beobachtete ich auf dem Markt eine Dame mit zwei kleinen Kindern. Sie schlich an den Ständen vorbei und beschwerte sich bei ihrem Begleiter, dass das Gemüse hier viel teurer wäre als bei Netto. Warum machen wir uns keine Gedanken das zum Beispiel Tiefkühlhühnchen nur 2,99 Euro kosten? Warum wollen wir alles NOCH BILLIGER?
Warum legen viele Jugendliche Wert auf Markenklamotten, beißen bei der nächsten Gelegenheit aber in ein Boulettenbrötchen vom Imbiss? Außen hui - innen Pfui.
Ich finde jeder sollte sich darüber Gedanken machen...
Eine Auszeit, etwa im Urlaub, ein Heraustreten aus der Berieselung hilft wieder wie in einer Perspektive des (soziologisch) "Fremden" die eigene Kultur und Gesellschaft neutral zu bewerten.
Mit persönlich bringt das Schielen nach einfach denkenden Menschen keine Freude mehr, nur der Ideenreichtum Anders- bzw. Alternativdenkender. Die Masse wird ihre Aldi-, Lidl-Läden und wie sie alle heißen behalten und weiterhin am Ast sägen auf dem sie sitzen. So wie "wir" unseren Baum grün düngen, damit der Ast stark bleibt und Blätter austreibt.
Die Oberflächlichkeit des Konsums, die du beschreibst, kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen, wie viele hier auf Utopia, doch ich kann insbesondere Jugendliche oder junge Familien verstehen, die sich billig die Welt erschließen. War in meiner Jugend genauso, doch die Zeiten haben sich geändert, Information und Vernetzung ist heute das Thema. Nachdem der Startup-Konsum für junge Erwachsene befriedigt ist, kommt genug Zeit für die Besinnung und eine Änderung des Lebensstils, darauf muss ich hoffen.
Danke euch alle!
Das hat mich total verblufft und sehr gefreut, anscheinend sorgt das Buch für Diskussionsstoff.Das Buch müßte zur Pflichtlektüre in unseren Schulen werden, da hier sehr sachlich aus dem eigenen Empfinden heraus formuliert ist und auch "Betroffene" wie Schlachthofarbeiter und Farmer zu Wort kommen und hinzu kommen Fakten, die keiner leugnen kann.
ein sehr ehrlicher und bewegender Kommentar, danke!
Und : sehr schöner Name, Vegangela. Fast so ähnlich wie meiner! ;-)
Mensch will Fleisch essen im Augenblick kann er es günstig bekommen, also ißt er auch viel....
Marc
-Das ist eine Antwort, die so gut wie nichts aussagt.
Die Antwort sagt sehr viel aus: Das er kein Fleischfetischist ist, aber wenn er Apetit auf Fleisch hat, ißt er es eben.
Was kann daran so schwer sein.
@Veghandhi
Nicht jeder Nichtveganer ist nur deshalb nicht Veganer, weil er die Alternativen nicht kennt. Viele haben sie sicher mal ausprobiert, aber es ist eben nicht ihr Fall.
Außerdem: Selbst wenn man die Alternativen kennt und auch mag: Das eine muß ja das andere nicht zwangsläufig ausschließen.
Marc
"... dann wird hier wohl neben den menschlichen Bedürfnissen her diskutiert"
Die Notwendigkeit der Entwicklung nachhaltiger, d.h. sozial bzw. ökologisch verantwortbarer Produktionsmethoden und -mengen (weltweit) sollten sich langsam herumgesprochen haben. Und deren Grundsätze heißen nicht: jede/r nach seinen (akuten) Bedürfnissen, wie sie auch immer zustande kamen wozu deren rücksichtslose Befriedigung auch immer führen wird.
Nachhaltige Entwicklung bedeutet, die eigene Haltung als eine menschliche, also artgerechte Haltung weiter zu entwickeln. Und die artgerechte Haltung des Menschens ist nunmal sein aufrechter Gang und also das Bedürfnis, für das eigene Tun gerade stehen zu können. Dazu werden wir auch zunehmend genötigt sein. Denn allein die modernen Kommunikationsmittel (abgesehen von solchen Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Überfischung und Verluste an Biodiversität) lassen die Zeiten vergehen, in denen die Leidtragenden billiger Preise sich den Konsumierenden gegenüber kein Gehör verschaffen können (und höchstens zum Objekt gutmütiger "Hilfe zur Selbsthilfe" werden). Menschen werden dahin kommen (müssen), ihre Bedürfnisse weltweit aufeinander abzustimmen und ins Benehmen mit - in sozialer bzw. ökologischer Hinsicht - vertretbaren Entwicklungszielen zu setzen.
Es besteht für mich keinen Zweifel, dass im Falle eines herrschaftsfreien Diskurses als Basis des (weltweiten) Zusammenwirkens klar würde, dass die Mengen und Methoden der Fleischproduktion begrenzt werden müssen (so wie eben auch die Emissonsmengen). Und würden in Folge dessen jeder Nation in jedem Jahr nur noch eine bestimmte Menge Fleischerzegnisse zur Verfügung stehen, die sich alle ein bis zwei Jahre näher auf ein Niveau zuzubewegen hättet, das weltweit nachhaltigen Fleischverzehr erlaubt, würden eben auch die Fleischesser um jeden Veganer froh sein, der die (ihnen jeweils verbliebene) eigene Quote erhöht.
In dem Sinne peace, struggle, rock n roll für alle
Gruß vom Topisten
- dialektisch ausgefeilt, wie immer schlüssig, frei nach engels'chen Reformtheorien ... - aber zu optimistisch, wie ich finde
Solange die Globalisierung nicht mit einer Nivellierung einhergeht (was sie auch nicht kann), führen die sich immer weiter verschärfenden Differenzen zwischen Produktivität, Produktionsmethoden, Eigeninteressen, Bedarf, Bedürfnissen, Konsumverhalten, Ansichten, Lebensweisen, gewinnorientierter Verteilung etc. allgemein doch immer mehr zu einem globalen Auseinanderdriften ... zwischen arm/reich, nord/süd, ...
Die Möglichkeit des jederzeitigen Fleischverzehrs ist doch eine zivilisatorische Errungenschaft, an der die früher sog. Schwellenländer, die sich nun in rasanter Weise entwickeln, herumfeilen und die aufgrund explodierender Nachfrage gerade den Schritt von eher bäuerlich geprägter Agrawirtschaft in die Massenproduktion / die Massentierhaltung vollziehen ...
"... zu optimistisch, wie ich finde"
Nenne es Zweckoptimusmus :-))
"Solange die Globalisierung nicht mit einer Nivellierung einhergeht (was sie auch nicht kann), führen die sich immer weiter verschärfenden Differenzen"
Genau! "Die" Globalisierung gibt es ja nicht wirklich. Sie erscheint uns zwar weitgehend als eine ungestaltbare Naturgewalt, was der nach Souveränität und mehr Sicherheit strebenden menschlichen Natur aber immer wieder auch sehr zuwider ist und uns an ein kultivierteres Miteinander arbeiten lässt. Dazu gehört auch, sich international darüber auszutauschen, wie eine Nivellierung des weltweiten Ressourcengebrauchs gehändelt werden kann, die die ökologischen Probleme ja ersteinmal zuspitzt.
Natürlich wird die Erhöhung des Fleischverzehrs meist als Errungenschaft betrachtet und ist es wohl auch in Grenzen. Aber man wird einsehen müssen, dass die nächste Errungenschaften im Bereich kollektiver Selbstbeherrschung liegen sollten.
Gruß vom Topisten
"...du glaubst doch wohl nicht im Ersnt daran das sich die Menschen per demokratischer Abstimmung den Fleischverbrauch reglementieren lassen und das weltweit. würde eine Regierung das wagen, ihre Abwahl wäre sicher."
Das ist für mich keine Sache des Glaubens sondern der Notwendigkeit. Außerdem geht es darum, dass die Menschen sich genötigt sehen, ihre Bedürfnisse (weltweit) aufeinander abzustimmen. Das ist das Gegenteil einer Fremdbestimmung durch Regierungen.
Und ausgerechnet die weitere Industrialisierung der Landwirtschaft für eine Voraussetzung der Erlangung von Zukunftsfähigkeit zu halten zeugt meiner Ansicht nach für ungeheuren Realitätsverlust. (Zum Beisiel gegenüber den immensen Gefahren einer weiteren Verengung des genetischen Potenzials)
Der Weltagrarbericht hilft vielleicht, zu den Tatsachen zurück zu finden :-)
http://www.weltagrarbericht.de/
Gruß vom Topisten
Das weltweite Aufeinander abstellen von Bedürfnissen wäre neu. Bisher kann "der Mensch" so etwas noch nicht bzw hat er noch nie getan. Wir haben es gerade bei der Klimakonferenz in Kopenhagen wieder erlebt. Bei der Fleischnachfrage wird es nicht anders sein.
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EF67589BD2D714D47BB527DD651897F86~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Guten Appetit
Aber das Fleisch nicht verdorben ist, ist es vernachlässigbar. Und so zart besaitet, daß mich das Wissen um den Gehalt von Kadaverin den Apetit verdirbt, bin ich auch nicht. :)
Ich bin mir ziemlich sicher, der Tierverzehr würde drastisch einbrechen.
Wir schlachten also nicht deswegen nicht selbst, weil das so „ekelhaft“ wäre, sondern einfach deswegen, weil wir auch nicht unsere Häuser selber bauen, unsere Möbel selber tischlern, und nicht zuletzt auch das Getreide für unser Brot nicht selber anbauen, mahlen und backen.
Der Schlachtvorgang selber ist nun nicht besonders schwierig und kann recht rasch erlernt werden, wenngleich natürlich für seine professionelle Beherrschung eine entsprechende Berufsausbildung empfehlenswert ist, schon alleine, um eine optimale Fleischqualität zu garantieren.
Daraus abzuleiten, dass Menschen, die bis jetzt noch nie selber ein Tier geschlachtet hätten – was vom veganen Standpunkt natürlich an und für sich nicht in Frage kommt – kein Recht hätten, Fleisch zu konsumieren, ist widersinning; niemand in unserer Gesellschaft erzeugt alles selbst, was er braucht, vom Computer angefangen über den Bleistift bishin zu Kleidung, Gebäuden, Fahrzeugen oder Nahrungsmitteln etc., und es ist anzunehmen, dass wohl kein Veggerl einen Computer verwenden würde, wären sie gezwungen, selber das Erdöl zu fördern, das die Basis für die verwendeten Kunststoffe ist, vom anstrengenden und mitunter gefährlichen Handwerk des Förderns und Verhüttens der diversen Metalle einmal ganz abgesehen.
Nur das Appellieren an etwaigen Ekel allein hat keine logische Schlusskraft, und es ist anzunehmen, dass tatsächlich vorhandene Abscheu wohl eher ein Resultat kultureller Entfremdung ist und keine instinktive Abneigung – es ist nicht bekannt, dass es eine auf die Haltung und Schlachtung von Tieren verzichtende Kultur gibt, noch, dass es jemals eine gegeben hat.
Das, was du beschreibst, ist aber eigentlich auch kein Argument, das Tierrechtler bringen (sollten). Schließlich sollte man ja auch dann keine tierischen Produkte konsumieren, wenn man Tiere selber problemlos schlachten kann.
Mich selbst ekelt es - zumindest beim Ansehen, Geruch ist unter Umständen was anderes - auch nicht wirklich vor Blutlachen und Körperteilen, sondern ich empfinde die Handlung, die dahintersteht, als falsch.
Gib beim nächsten Zitieren bitte an, dass es sich um ein Zitat handelt.
Quelle:
http://www.antivegan.at/fleisch-selber-schlachten.php
Und zu viel Fleisch ist genau so schädlich wie zu wenig. Leider hat es sich schon fast eingebürgert, das man zu allen 3 Mahlzeiten Fleisch ißt, und in Imbissen und Kantinen sind die Fleischmahlzeiten in der Überzahl.
Eigentlich schmeckt Fleisch ohne Gewürze gar nicht, man kann auch Tofu so würzen das es schmeckt.
Es wäre schön wenn die Industrie mehr Veggienahrung anbieten würde und Kochshows im TV mehr fleischfrei zubereiten würden.
Ich würde gerne weniger Fleisch essen, aber noch fehlen mir die Alternativen.
Es ist doch so, dass Schlachthöfe schöne dicke Mauern haben und es Maschinen gibt, die die Lebewesen hinrichten und schlachten, teilweise noch lebendig, da Betäubungen nicht gründlich genug durchgeführt werden. Würde jeder Mensch sein Fleisch selbst jagen, töten und schlachten müssen, glaube mir, es würde sehr viele ganz schnell kein Fleisch mehr essen.
Geh mal in den Rewe und guck nach den Alpro Soya Produkten, davon gibts reichlich. Selbst beim Aldi gibt es Tofu und Soja. Im Internet gibt es unzählige Alternativen, bei denen du bestellen kannst. Du musst dich nur informieren und genügend Willen haben.
MfG
Scham nicht haben zu müssen, würde ich allenfalls bei einem Menschen aktzeptieren, der nichts anderes hat zum Leben, also darauf angewiesen wäre.
Von Insekten und anderne Kleintieren abgeshen, sowie Tiere, die mit dem Auto überfahren habe, nicht. Aber ich hätte keine Probleme damit.
Aber wir leben in einer Gesellschaft mit Arbeitsteilung, genausowenig, wie ich mir den Fernseher selbst zusammenbaue, schlachte ich selber. Typische Killerphrase, habe ich schon öfters ausgeführt.
http://www.antivegan.at/fleisch-selber-schlachten.php
Aldi-Tofu ess ich auch schon dann und wann, aber der Rest der Familie ist noch nicht einsichtig. Und dann müßte ich selber kochen. Als Schichtarbeiter freut man sich schon wenn fertig Essen auf dem Tisch steht.
Wegen Alternativen: Lass einfach das Fleisch weg. Das ist ganz leicht.
Ich ess kein Tofu usw., mach jeden Tag Sport und hab keine Mangelerscheinungen, wie es immer heißt.
Und richtig, Fleisch ohne Würze schmeckt nicht!
Also gib Dir mal ein Ruck, wir haben so tolle Rezepte hier bei Utopia (Gruppe Vegetarier/Veganer), man kann, wenn man will.
Ansichtssache. Mir persönlich schmeckt kaum oder besser noch ungewürztes Fleisch meist am besten. Ich mag den typischen Geschmack der verschiedenen ARten von Fleisch und möchte diesen Eigengeschmack, der ein Hauptgrund für den Verzehr desselben ist, nicht mit anderen Aromen überdecken.
Die Zeiten haben sich zwar sehr geändert, denn wir schlachten unsere Haustiere meist nicht mehr, sondern verhätscheln sie, schmusen mit ihnen, oder sehen sie als Familienmitglied.
Ich durfte als Kind eine Zeit geniessen, die mir aufzeigte, wie wir mit der Natur zur unserer Ernährung gelangen. Dazu gehörte gehörte der Gemüsegarten, der Hühnerstall und auch zwei Schweine, die direkt im Hof geschlachtet wurden.
Bis heute hat mich diese Zeit geprägt. Ich bin zu einem Naturmensch geworden.
Bis heute esse ich auch gerne Fleisch, aber nicht jeden Tag. In meiner Kindheit gab es den Sonntagsbraten. Dies war immer etwas Besonderes.
Auch wenn ich mitansah, wie unsere 'Nutztiere' geschlachtet wurden, so konnte ich dennoch den Kreislauf verstehen. Ich konnte die Tiere essen, wie unsere Katze die Maus, die sie sich fing.
Heute muss das Fleisch billig sein, damit jeden Tag was davon auf den Tisch kommen kann.
Ich bin nicht gegen den Fleischverzehr, aber gegen die Massentierhaltung. Wir haben den Blick für ein gesundes Essen verloren. Mir wird schlecht, wenn ich sehe, was meine Mitmenschen auf das Kassenband legen. Wird noch richtig gekocht?
"...manchmal wünsche ich mir, mit Tieren reden zu können."
Wer engen Kontakt mit seinen Haustieren hat, kann mit ihnen kommunizieren. Ich rede nicht von Dressur. Bei meinen beiden Katzen weiß ich fast immer, was sie wollen und wie es ihnen geht. Und sie zeigen mir auch ganz deutlich, was sie von mir wollen.
@ Earthchild:
"Ganz einfach. Haustier abschaffen."
Gar nicht einfach.
Hätte ich meine kleine Bastet auf einer griechischen Insel lassen sollen? Dann wäre sie wenige Wochen später wie die restliche Gruppe vergiftet gewesen.
Hätte ich meinen kleinen Sir Henry bei den Tierrettern lassen sollen? Er hatte große Schmerzen durch eine nachgerade nicht besonders gut verlaufene Kastration und er braucht Spezialfutter, weil er Struvit hat. Da, woher ich ihn habe, wusste man davon nichts. Die Frau hat sich um die vielen armen Katzen übrigens sehr gekümmert.
Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun. (Kurt Tucholsky)
- Massentierhaltung: Ist nicht per se schlimm, wenn sie "tierwürdig" und artgerecht ist. Wenn es Herdentiere sind (wie u.a. Kühe), dann ist die Haltung ist großen Mengen artgerechter als eine einzelne Kuh beim Kleinbauern. Wegen der Vergärung von Gülle zu Biogas habe ich einige Betriebe mit > 100 Kühen gesehen. Der Beste war rundum offen, Licht, hatte viel Fläche, dass die Tiere beliebig herumgehen konnten - zum Salzstein, zur Kratzbürste, zum Futter.
- Im Gegensatz dazu habe ich auch Betriebe gesehen, wo die Kühe zwar den Sommer über auf der Weide stehen, im Winter aber eingepfercht im engen, dunklen Stall.
- Tierhaltung und Treibhausgase: Wiederkäuer (Kühe und Schafe, nicht aber Schweine und Ziegen) bzw. die Methanbakterien in deren Magen produzieren Unmengen an Methan. Selbst wenn die Gülle hinterher zu Biogas vergoren wird, so ist unterm Strich die Klimabilanz von Rindfleisch, Milch und Käse einfach nur traurig. 1 kg Butter entspricht 24 kg CO2, 1 kg Rindfleisch entspricht 14 kg CO2 (Gemis 4.5). Wer einen Liter Milch trinkt, verbrennt umgerechnet 1/3 Liter Benzin!
Meine Vorstellung ist, dass die Produktion von Lebensmitteln mit einer aufkommenneutralen Umweltsteuer belegt wird; Produkte, die nicht nachhaltig und nicht klimafreundlich produziert werden, werden entsprechend teurer. Damit können nachhaltige und klimafreundliche Produkte entsprechend preiswerter werden. Über den Preis würde sich dadurch schnell ein deutlich geringere Viehhaltung einstellen.
1 Liter Miilch entspricht so viel CO2 wie 1/3 Liter Benzin
Umrechnung in bekannte Werte hilft zur Verdeutlichung (mir auch)
:-) werner
Und noch etwas. eine Hochleistungskuh mit 10000 kg Jahresmilchleistung emmittiert weniger Methan, spirch co2 Äquivalent, je kg Milch als 2 Kühe mit jeweils 5000 kg Jahresmilchleistung
Wenn ich den Satz "Wer einen Liter Milch trinkt, verbrennt umgerechnet 1/3 Liter Benzin! " plakatiere, kann das auch zu vergleichenden Diskussionen führen wie: "wenn ich weniger Autofahre, kann ich mehr Milch trinken."
Dabei finde ich den Satz schon gut.
Zur Hochleistungskuh: das scheint mir plausibel, dass zwei normale Kühe mehr pupsen als eine Hochleistungskuh. Wieviel mehr, wurde sicher auch schon gemessen. Möglicherweise futtert eine Hochleistungskuh aber auch deutlich mehr (vielleicht fast soviel wie zwei normale Kühe) und hat dementsprechend mehr Verdauung.
Kann man wirklich sagen, sofern die Tiere alle unter besten Bedingungen gehalten werden (und auch sonst alles optimal läuft):
1kg Schweinefleisch ist umweltfreundlicher als 1kg Rindfleisch?
Zum Futterbedarf für Kühe: Kühe benötigen Erhaltungsfutter, zum Erhalt der Körperfunktionen, für Bewegung für Körperwärme etc... und leistungsfutter, zur Milchproduktion. 2 Kühe benötigen 2x Erhaltungsfutter, deshalb benötigt eine HochleistungsKuh weniger Futter /kg Milch und emittiert somit weniger Methan, je kg Milch wohlgemerkt.
"Meine Vorstellung ist, dass die Produktion von Lebensmitteln mit einer aufkommenneutralen Umweltsteuer belegt wird; Produkte, die nicht nachhaltig und nicht klimafreundlich produziert werden, werden entsprechend teurer. Damit können nachhaltige und klimafreundliche Produkte entsprechend preiswerter werden. Über den Preis würde sich dadurch schnell ein deutlich geringere Viehhaltung einstellen."
In genau diese Richtung muss es gehen. Am besten zusätzlich per internationalem System der Abgabe und Umverteilung. Umweltfreundlich hergestellte oder zu verbrauchende Produkte würden billiger und für manche dadurch erst erschwinglich.
Gruß vom Topisten
Der Mensch ist doch so klug und unglaublich flexibel. Da kann es doch nicht sein, dass Millionen von Menschen unfähig sind, nur des Genusses wegen, ihre Gewohnheiten abzulegen um dadurch Natur, sich selbst und Milliarden von Tieren zu schützen.
Würde neimand mehr Milchprodukte kaufen, würde das den Kühen auch nicht helfen. Es gäbe sie ja dann nicht mehr.
Den meisten Tieren dürfte es wohl egal sein, sie können mit Begriffen wie Sklaverei, Ausbeutung und Gefangenschaft nix anfangen.
Mehr dazu in den u.g. Links:
http://www.antivegan.at/tiere-haben-rechte.php
http://www.antivegan.at/tiere-leiden.php
Dies ist eine Tatsache, die nunmal feststeht. Oder willst du das bezweifeln? Sieh mal: Ich habe es geschafft. Andere schaffen es nicht. Wenn du das als Sicht der Dinge ansiehst und nicht als Tatsache, dann könntest du ja jetzt merken, dass da was falsch läuft in der Argumentation oder?
Wer Massentierhaltung unterstützen will, der muss das mit seinem Gewissen vereinbaren, wer dann noch die Gesundheit seiner Kinder auf Spiel setzt ebenfalls. Dies sind nunmal Tatsachen die man nicht aus den Weg räumen kann. Tierische Produkte entstehen in Deutschland zu 99% aus Massentierhaltung. Also so ziemlich alles was man kauft ist in direktem Zusammenhang mit Tierquälerei zu nennen.
Wenn ein Mensch in Deutschland es nicht mal schafft, einen Tag auf Fleisch zu verzichten, dem kann man nicht helfen. Allerdings ist das bei Heroin und anderen Drogen, von denen man nicht loskommt auch nicht anders. Ich weiß, blödes Beispiel, aber offensichtlich ist man dann süchtig nach dem mit Chemikalien vergifteten Fleischfetzen, die im Supermarkt ja sogar ROT angeboten werden. Dabei ist totes Fleischgewebe niemals rot, da es nicht mehr durchblutet wird. Aber wie ist das so schön in Deutschland? Dank Propaganda kann man die Leute echt wunderbar verarschen. Und selbst wenn man merkt, dass man verarscht wird, ist es noch doch noch zu schwer sich dieser Tatsache bewusst zu werden und sagt sich: Hey, es machen doch alle. Dies kennen gerade die Deutschen aus der Geschichte ja am besten.
Den meisten Deutschen kann man allerdings dennoch gut beistehen, in dem man ihnen einfach attestiert, dass sie von all dem garkeine Ahnung haben. Und deshalb empfehle ich jedem Tiere essen. Kauft es euch und lest, dann werden alle sehen, wie und sie Lebensmittelindustrie hinters Licht geführt hat.
http://www.andrewwiddel.de/buecher/tiere-essen.html
Es geht ja nicht darum, dass Menschen irgendwas weggenommen werden soll, sondern dass endlich jeder den Weg von bewusstem, verantwortungsvollem Handeln zu beschreiten lernt!
Ich selbst lebe seit 24 Jahren vegetarisch und musste mich schon entsprechend häufig den üblichen Vorwürfen und Fragen stellen. Was mir dabei immer wieder aufgefallen ist:
Die Carnivoren sprechen vom Fleisch-Genuss, den sie in erster Linie über den Geschmack definieren, sind sich aber in keiner Weise bewusst, dass der Geschmack durch das Räuchern und Rösten, bzw. Zusatzstoffe und Gewürze erzeugt wird. Wer jemals nahezu unbehandeltes Bio-Fleisch pur probiert hat ist, sofern die Geschmacksknospen nicht eh schon völlig ruiniert sind, angewidert von dem (Verwesungs-) Geschmack.
Ich will niemandem seine Genuss-Freuden nehmen, finde aber, es ist allemal Zeit, seine Gewohnheiten zu hinterfragen und sich für neue vielfältige, bereichernde Erfahrungen zu öffnen.
Wenn du mir sagen willst, dass dort ein humanes Töten vorkommt, dann darf man dich getrost Lügner nennen, den die Filme sprechen eine andere Sprache.
Jetzt komm doch mal vom kleinbauern-Milleue runter, wo man mit beiden zugedrückten augen das Töten in diesem sinne als human bezeichnen kann (auch dort nicht überall).
Bleiben wir bei den Massenschlchtungen, übrigens kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es noch Bürger gibt, die davon nichts gehört haben, die Zeitungen sind voll davon.
Wenn wir keine Massenbetriebe mehr haben, vebleiben vermutlich noch genügend Kleinbetriebe, die Fleisch und milch liefern.
Also lasst doch mal das Hickack um bio, es geht um Massenbetriebe, daran müssen wir arbeiten, die Bevölkerung mit ins Boot nehmen, Alternativen anbieten.
Wie bekommen wir es hin, dass ein ähnliches Konzept wie bei den regenerativen Energien entwickelt wird, welches langfristig die Massenbetriebe eleminiert. Erkläre mir niemand, dass das nicht möglich sei, wo bleib da die kreative Intelligenz aus der Ökonomie., Doktorarbeit für einen angehenden wissenschaftler, kann er sich dann patentieren lassen
Du berufst dich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, unsere Kultur und das Verhalten der Mehrheit (ich sage mit Absicht nicht "Mehrheitsmeinung", da ich überzeugt bin, dass die meisten Menschen einfach nur Gewohnheitstiere sind). Machst du es dir damit nicht etwas einfach? Ich meine, Kultur und Rechtsverständnis entwickeln sich aus der Gesellschaft heraus und folgen der Moral und dem ethischen Verständnis der Menschen. Daher meine provokative Gegenthese: vielleicht hinken unsere rechtlichen Rahmenbedingungen ja der in Deutschland vorherrschenden Moral bzgl. dieses Themas hinterher?
Darüber hinaus hat jeder Mensch noch seine persönlichen ethischen Einstellungen, bei Veganern/Tierrechtlern geht die individuelle ethische Einstellung zum Umgang mit Tieren weit über den gesellschaftlichen Konsens heraus und zwar soweit, daß eine Durchsetzung dieser persönlichen ethischen Vorstellungen mit anderen ethischen Grundwerten unserer Gesellschaft unweigerlich kollidieren würde, sei es die Freiheit der Forschung oder das Recht, Tiere als Nahrungsquelle etc. zu nutzen, Gefahrenabwehr (Beseitigung von Wespennestern, Notschlachtung zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten, etc.).
Sicher ist auch der gesellschaftliche Konsens der Entwicklung unterworfen und nicht unveränderbar, aber:
Die Tierrechtsidee würde, wenn sie wirklich als Staatsziel durchgesetzt werden sollte, so massiv in die persönlichen Rechte und Freiheit der Bürger eingreifen, daß sie als Lebensform nur für überzeugte Idealisten geeignet ist.
Der Tierschutz (nicht Tierrechte) entspricht dem gesellschaftlichen Konsens, setzt keine vegane oder vegetarische Lebensweis voraus und hat realistische Ziele.
Oft bekommt man von Tierrechtsaktivisten die Frage gestellt, welches Problem man denn mit Tierschutz hätte, und die Antwort ist schlicht und ergreifend:
Garkeines.
Denn die Konzepte von Tierschutz und Tierrechten sind grundverschieden. Ersteres bedeutet, sich gegen menschlichen Sadismus zu stellen, wo er sich gegen Tiere wendet, zweiteres, Tiere als dem Menschen gleichberechtigt anzusehen, und zwischen diesen beiden Ansätzen liegen Welten.
Um das zu veranschaulichen, muss man sich nur vor Augen halten, dass ein etwaiger „Menschenschutz“ – um ein drastisches Beispiel zu nehmen – bei Zwangsprostitution vollkommen unanehmbar ist: Es ist vollkommen irrelevant, ob Zwangsprostituierte medizinisch versorgt wird oder nicht, et cetera, es ist gegen jede Ethik, dass ein Mensch einen anderen als Sklaven halten darf, weil dieses Konzept grundlegende Menschenrechte verletzt.
Andererseits macht aber das Postulat, Tiere und Menschen sollten die gleichen Rechte zugestanden werden, keinen Sinn, weil dadurch entweder der Mensch zum Tier erniedrigt werden würde, oder aber die aus einer solchen Gleichberechtigung abzuleitenden Forderungen geradezu absurd wären.
Tierschutz ist also wider dem menschlichen Sadismus gegenüber dem Tier und eine absolut unterstützenswerte Angelegenheit, Tierrechtlertum hingegen eine bizarre Ideologie ohne Realitätsbezug.
Trotzdem wird den Fleischessern vorgeworfen sie wissen nicht wo ihr Fleisch herkommt. Ich gehe mal davon aus, Fleischesser, Milchtrinker und Eieresser wissen im Großen und ganzen wie ihr Essen produziert wird. Nicht in allen Einzelheiten, aber das wissen ja die Veganer auch nicht.
Es Leute im Schlachthaus, die (nachdem sie ihre Arbeit aufgenommen haben dort, vorübergehend kein Fleisch mehr essen, aber mit der Zeit zu den normalen Ernährungsgewohnheiten zurückkehrern, da man sich recht schnell (der eine schneller der andere weniger schnell) an die Arbeit und Umgebung gewöhnen. Habe mal mit einen Mitarbeiter eines Schlachthofes gesprochen, dem ist auch erst der Apetit auf Fleisch vergangen, aber mit der Zeit auch zurückgekommen.
Möchte gleichzeitig aber auf diesen Bericht verweisen: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5014/1/Meiler_Diane.pdf
Darin wird beschrieben, wie der Schlachtvorgang auszusehen hat und wie er tatsächlich aussieht.
Allein die Komplexität des Vorgangs bedingt Fehler die zu unsäglichem Tierleiden führen können und dies in der Praxis auch tun.
Wie heißt es so schön: Wo gehobelt wird, fallen Späne, sprich: Wo gearbeitet wird, werden auch Fehler gemacht. So auch in der Schlachterei.
Daher wäre es aus Tierschutztechnischer Sicht durchaus sinnvoll, für Arbeiten, die mit der Betäubung / Töten der Tieren im Schlachthof, zusammenhängen ein Akkordverbot zu erlassen, um zu gewährleisten, daß gerade hier die Arbeit sorgfältig verrichtet wird und unnötiges Leiden auf ein Minimum reduziert wird.
Puuhh, kommt jetzt die Leugnungskampagne, ich hoffe nicht,lieber bhellweg, sonst hätte ich mit Deiner sonst seriösen Art ein Problem
Übrigens, was ist an Peta-Videos so falsch? Das ist alles gestellt, oder?
Ich persönlich habe u.a. Agrarwissenschaften studiert und durchaus den einen oder anderen Stall gesehen sowie diverse Vorlesungen zu Tierhaltung und Tierproduktion (das heißt wirklich so) gehört. Insofern solltest du mit pauschalen Angriffen vorsichtig sein!
Eine der verlogensten Organisationen, die es gibt:
http://petatotettiere.de/
Gibts heute was neues? Nicht dass ich was gesehen hätte.
Nun, habe gerade in den Nachrichten gehört, dass das Spendenkonto für Pakistan nicht wirklich am befüllen ist, ja, wenn alle am bloggen sind?
Ich stell mir grade mal so vor, was die da unten von uns halten mögen, kaum was zwischen den Zähnen zum essen und kein sauberes Wasser und wir können uns zum x-ten male über Tötungsmethoden unterhalten, aber wir könnens zumindest.
ja das Thema hatten wir schon mehrere Male, ist richtig, und wenn ich so die anzahl der Kommentare zähle, wird dieser Blog noch Utopia-WM.
Dennoch, ich habe trotz allen Wiederholten noch nie so viele "seltene User" hier mitschreiben gesehen. Das ist also schon ein Thema, das man luafen lassen muss.
Zu Pakistan, was ja nicht nur eine Katastrophe für Mensch und Tier ist, klar das ist ausser den humanitären Gründen auch ein Umwelt-Desaster 1. Ordnung.
Stelle doch ein blog mit Spendenaufruf rein.
Was mich nur fürchterlich zornig macht, ist, dass für Haiti soviel gespendet wurde und bis heute hausen die Menschen noch auf der Strasse. Das wird wohl auch in Pakistan wieder passieren. Darum ist die Spendenfreudigkeit der Deutschen auch zurückgegangen.
Darüber müsste man auch schreiben, falls nicht schon geschehen.
Unsere Gesellschaft kann ja noch nicht einmal sagen, dass sie glücklich ist! (Arme glücklicher/unglücklicher als Reich) Wie sollen wir dann wissen was Tiere wollen!
Ich bin gegen die Tierhaltung, solange sie nicht artgerecht ist. Aber gegen die Nutzung von z.B. Kühen als Milchproduzent, und der Fleischproduzent habe ich nichts.
Aber dieses Thema ist ein zweischneidiges Schwert, und jeder kann nur den für ihn optimalen Weg gehen.
Die Punkte die du oben auf geführt hast sind wahr, und man sollte sie nicht außer Acht lassen.
Das ist eine gut Einstellung, die ich uneingeschränkt teile. Wer sich vegan ernähren will, soll es tun, wer sich vegetarisch ernähren will, soll es tun, wer sich fleischbetont ernähren will, soll es tun. Was ich bei manchen Veganer (Vegetarier weniger, da diese oft weniger fanatisch und toleranter sind als die Veganer) vermisse ist die Toleranz gegenüber Normalköstlern.
Er nimmt auch gern Obst und Gemüse - aber dies eben nur als Beilage. Die Tofu-Versuche liegen irgendwo im Garten begraben im Zusammenhang mit 3tägigem Beleidigtsein ...
Tiere sind keine Dinge - und je weniger sie gegessen werden desto besser, oder nicht?
"Soll Fleisch essen wieder ein Privileg der Reichen sein?"
Nein, aber der Fleischverzehr muss auf ein vernünftiges Maß reduziert werden. Vernüftig ist in meinen Augen ein Maß, das keiner tierquälerischen Massentierhaltung bedarf, für das keine Regenwälder gerodet werden müssen und das klimapolitisch zu rechtfertigen ist.
"Wollen wir aber alle so viel Fleisch essen wie wir das dann tun, dann ist das nur über "Massentierhaltung produzierbar. Oder wo sollen sonst die 55 millionen Schweine gemäßtet werden die in Deutschland geschlachtet und gegessen werden? Wenn die Menschen freiwillig auf Fleisch verzichten ist das in Ordnung, was ich nicht in Ordnung fände, Fleisch künstlich zu verteuern"
Man kann die gegebenen, auf Tierquälerei und auf nicht nachhaltige Energie- oder Wasserzufuhr oder Bodennutzung beruhende Mengen oder Preise (künstlich) "natürlich" und alles andere (natürlich) "künstlich" nennen. Und darauf bestehen, dass alle Menschen Naturburchen zu sein haben. Dann sollte man aber auch so konseqent sein, und die künstlichen Deiche und künstliche Gebäude aus Stein einreißen oder das künstliche sich Einkleiden verbannen.
Die spezifische Natur des Menschen verlangt Humanismus und Fähigkeit zur kunstvollen, reflektierten Gestaltung seiner Lebensbedingungen
Gruß vom Topisten
Oder soll es auf die Dauer Fleischmarken für Jedermann bzw. -frau geben um so den Fleischgenuss zu reduzieren?
Gruß vom Topisten
Geländewagen für alle - weltweit!
Vorstadtvillen für alle - weltweit!
Jetseturlaub für alle - weltweit
Motorjachten für alle - weltweit
Wenn der Sozialtransfers für zwei Fleischmalzeiten in der Woche nicht reicht, muss er halt aufgestockt werden. Oder Fleisch gibts nur noch auf Chipkarte. Jeder hat (weltweit) den gleichen Anteil an der Menge Fleisch, die unter der Maßgabe einer nachhaltigen Produktion hergestellt werden kann. Dann hätte niemand mehr das Privileg, mehr zur Tierquälerei, Regenwaldzerstörung, Klimawandel und Wasserkrisen beizutragen als andere.
Wieviele der hier Schreibenden, die das Fleischessen verteidigen, haben das Buch schon gelesen?
Ich jedenfalls kann nur empfehlen, es zu lesen und dann erneut nachzudenken. Wer weiß, vielleicht verändern sich manche Gedankenmuster.
http://www.bildwiese.de/veggie-tag-wir-machen-mit/
deine Verdauung, die Umwelt und die Tiere werden es zu schätzen wissen.
Nachdem sich immer mehr Fleisch in die Ernährung eingeschlichen hat, leiden jetzt viele Menschen an Fettleibigkeit, Verdauungstörungen, Hämorrhoiden und Laktoseintolleranz.
Weniger ist oft mehr.
Krebs (fast jede Krebsart wird heute in Verbindung mit den Säuren von Produkten aus Massentierhaltung gebracht) - Mädchen, die während der Kindheit viele Kuhmilchprodukte erhalten, erkranken 16 mal häufiger an Brustkrebs (natürlich nicht als Kind sondern dann wenn das Kind älter ist. Als Eltern: Wenn ihr es wisst, viel Glück mit den Gewissensbissen) Bei Jungs ist es übrigens der Prostatakrebs.
Multiple Sklerose (In Ländern in denen am meisten Kuhmilch getrunken wird ist die MS-Rate am höchsten)
Osteoporose (auch hier ist die Rate am höchsten, in Ländern in denen am meisten Kuhmilch getrunken wird)
Fettleibigkeit (hoher Konsum von Tierprodukten = am meisten Fettleibigkeit)
Laktoseintolleranz (Ich wundere mich immer, dass Menschen das als Krankheit ansehen. fast 90% der Welt verträgen keine Milch)
Umweltverschmutzung (aus allen Klimaberichten, und wirklich aus allen, geht hervor, dass die meisten Klimaschäden auf Kosten der Massentierhaltung gehen. Verseuchte Flüsse, verseuchtes Grundwasser, Klimagase)
Ausrottung der Fischbestände in allen Meeren und dazu noch Verseuchung der Meere und natürlich Fische durch Schwermetalle (Krankheiten dadurch kann man nachlesen, Fisch war mal gesund.)
Hunger: Mehr als eine Milliarde Menschen hungern auf unserem Planeten. Und wofür? Wir importieren Futtermittel aus deren Ländern um unser Essen zu veredeln. 16 Kilo Getreide gehen auf ein Kilo Fleisch, 15000 Liter Wasser ebenso. Zum Vergleich: Getreide benötigt pro Kilo 50 Liter Wasser.
Es gibt kein Argument FÜR Massentierhaltung. Vielleicht für den Verzehr von Fleisch. Aber das ist eine Sache die ich nicht beurteilen möchte, da ich keinem Tier, ob in Massentierhaltung, oder moralisch für mich sogar noch schlimmer, in guten Umständen zur Schlachtbank geführt wurde. Einem Tiere eine gewisse Zeit etwas vorzulügen würde mich die ganze Lebenszeit des Tieres in tiefe Depressionen stürzen. Ich lüge nämlich sehr ungern. Und quälen tu ich noch weniger gerne.
Wir brauchen dringend eine Bewebung, die die Massentierhaltung verbietet. Wieso sollte das nicht gehen? Ging doch vor 100 Jahren auch. Da hatte keiner sein 1 Kilo Schnitzel für 2,49€ von Netto oder anderen Qualgewinnlern. Und das war die Blütezeit Deutschlands. Heute geht es nur noch bergab. Krankenkassenbeiträge explodieren. Das wird zwar gerne mit dem immer älter werden der Bevölkerung zu tun erklärt, dies ist aber absolut daneben. Denn auch früher gab es viele alter Menschen die sich bereits anfang des 20. Jahrhunderts auch nicht mehr noch älter gemacht haben. Die alten Menschen sind heute aber noch viel kranker als vor 100 Jahren. Und das liegt daran, dass wir uns selbst durch diese Methoden zugrunde richten.
Neue Generationen haben immer schon dafür gesorgt, dass Dinge in Bewegung gesetzt werden, die die alten nicht mehr gemacht haben. Wieso sollte es unserer Generation nicht gelingen, die Massentierhaltung abzuschaffen. Für alle absolut abhängigen Fleischliebhaber, die sich nicht umstellen wollen/können um auf den Gaumenschmauß zu verzichten: Ihr könnt doch weiterhin Fleisch essen. Es wird dann sogar wieder zu etwas besonderem. Und es wird auch wieder schmecken. Denn Chemikalien, die heute ins Fleisch gespritzt werden um sie rot aussehen zu lassen und um den säurehaltigen Geschmack zu neutralisieren wirds nicht mehr geben.
Ich lebe seit fast 2 Jahren vegan und leide an MS. Ich kann seit ca. einem Jahr nachdem ich Veganer geworden bin wieder richtig laufen, ich kann wieder richtig sehen und ich bin jeden Tag stolz darauf, dass für mich kein Tier gelitten hat. Auch wenn ich aus Versehen mal ein Produkt kaufe, dass randweise irgendwas mit Massentierhaltung zu tun hat (und das ist wirklich sehr leicht), ich weiß, dass ich es noch besser kann und ich weiß auch, dass für mich kein Tier leiden wird, nur weil ich nicht weiß wie man ohne totes Tier lecker kochen kann. Ich habe es aber gelernt. Und für eine der wichtigsten Sache der Welt kann man doch auch mal ein wenig Zeit investieren um zu lernen wie es richtig geht oder?
Ich hoffe, ich habe genügens verständliche Argumente gebracht, die es eigentlich niemandem erlauben dürften dagegen etwas zu widerlegen. Wenn ihr Daten und Fakten zu meinen oberen Aufzählungen braucht, dann recherchiert selbst. Ich habe es auch getan. Und schaut euch keine Werbeprospekte dafür an sondern nehmt wissenschaftliche und vor allem unabhängige Studien auf denen nicht CMA oder so ein Schrott steht.
MASSENTIERHALTUNG MUSS ABGESCHAFFT WERDEN.
Wenn wir so so ausgiebig wie lange nicht oder überhaupt noch nicht über dieses Thema diskutieren, dann gehört auch dieser Punkt "Was tun wir unserer Gesundheit an, welche Belastungen ergeben sich für die Kassen auf grund falscherr Ernährung.
Wenn schon kein Mitgefühl für die Tiere, dann wenigstens aus Umwelt- und Gesunsheitsgründden den Verzehr tierischer Produkt reduzieren oder ganz weglassen
Es wundert mich immer wieder warum die "Leugner" es nicht einmal ausprobieren und dann die Erfahrung machen müßten, dass es ihnen sehr viel besser ginge.
Die Osteoporose, die ja angeblich nicht heilbar ist, habe ich durch den fast völligen Verzicht auf Milchprodukte so in den Griff bekommen, dass ich keinerlei Beschwerden mehr habe.
"fast völlig heisst in diesem Zusammenhang, dass ich etwas Milch im Kaffee trinke - und ganz ganz selten einen Bionaturjoghurt.
Vielen Dank, das ist auch meine Vision! Aber weiß du was, allein die Tatsache, dass ein Bestseller-Autor (der bisher nicht "verdächtig" war mit der Tierrechtsbewegung zu sympatieren) ein Buch über Tiere-Essen schreibt sowie die enorme Beteiligung an der Diskussion an dieser Stelle zeigt mir, dass sich aktuell tatsächlich schon etwas bewegt. Und ich teile deine Meinung, dass dieser (s. Zitat oben) Weg massenkonsensfähig sein kann!
- Mustangs in Nordamerika
- verwilderte Katzen und Hunde, praktisch überall auf der Welt
es gibt sicherlich noch eine Menge mehr Beispiele hierfür
Bei Kühen ist es übrigens auch so. Die Kühe die wir heute kennen, haben in der freien Natur nie so existiert wie wir sie kennen. Sie stammen von den Auerochsen ab, die in Deutschland auch annähernd ausgestorben sind.
Gute Frage. Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte.
das man Krebs mit Fleisch- oder Milchkonsum im Zusammenhang bringt, kann auch eine falsche Auslegung sein. Krebs ist weitverbreitet in Industrienationen, den sogenannten „zivilisierten“ Gegenden auf diesem Planeten. In diesen Regionen hat sich eine ungesunde Ernährung entwickelt, aber auch eine insgesamt ungesunde Lebensweise- Bewegungsmangel, hoher Fett- u. Zuckerkonsum, Umweltbelastungen, ungesundes Raumklima und das hantieren mit ungesunden Stoffen, wie Chemikalien, Farben/Lacken usw. Zudem bin ich persönlich davon überzeugt, dass Krebs nur einen Auslöser hat der noch nicht gefunden wurde. Aber viele Faktoren die ihn vielleicht begünstigen….
Deinem Kommentar stimme ich ansonsten aber insgesamt zu.
Der Fleischkonsum ist allgemein zu hoch- Fleisch viel zu preisgünstig, im Überfluss vorhanden und vor allem überall zu haben- ohne dass das Leid dieser Tiere wahrgenommen wird (oder es wird verdrängt).
Hinzu kommt noch die Weidefläche, Stallungen, Fäkalienmenge, Anbaufläche für Futtermittel, Wasser das benötigt wird um ein Kilo Fleisch zu „produzieren“ (schrecklich dieses Wort), in diesem Zusammenhang) Die eingesetzten Ackerflächen könnten wesentlich mehr Menschen ernähren, als die erzeugte Fleischmenge es kann. Dazu haben wir gar kein richtiges Verhältnis zur Ernährung mehr, wir essen nicht, wir fressen hemmungslos. Sehr viel landet auf den Müll- jährlich millionen Tonnen an Brot, Fleisch, Obst und Gemüse, Fertigprodukte aller Art. Lebensmittel in Deutschland sind viel zu günstig, deshalb wird auch mehr konsumiert als notwendig. Das hat schwere gesundheitliche Folgen, Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit, Herz- und Kreislauferkrankungen und vieles mehr.
Hoher Konsum, insbesondere der Fleischkonsum ist ein ethisches, wie auch ein ernstes ökologisches Problem.
Generell ist es zwar so, dass fressen und gefressen werden das ökologische Gleichgewicht auf der –Erde ausbalancieren - das gilt aber nur für die Lebewesen (auch Schmarotzerpflanzen) die nur ihren nötigen Grundumsatz an Nahrungsenergie nehmen und deren Population nicht ausufert. Für die Krone der Schöpfung trifft das allerdings nicht zu- denn ausgerechnet WIR, sind die einzige Spezies die nicht nur ihr eigene Wohnstätte nach eigenen ermessengestaltet, sondern den gesamten Planeten durch bauten, Straßen, und Landwirtschaft, Bejagung, verändert, ohne natürliche Feinde --außer mikrobiologischen und uns selbst--kein anderes Wesen ist dazu fähig. Zudem ist unsere Population zu hoch und unser Verhalten von zerstörender Natur.
Menschen wie Cabaret-Voltaire-Fan haben nichts begriffen, außer ihre eigenen Interessen können/wollen sie nichts abdecken. Wir tragen aber Verantwortung- nicht nur uns selbst, sondern auch gegenüber allen Mitgeschöpfen, den nachfolgenden Generationen und dem Wohlergehen des gesamten Planeten- geht es ihm gut, dann auch uns.
Letztendlich bedeutet dies, wer nicht auf Fleisch verzichten kann/oder will, sollte auf jeden Fall auf artgerechte Tierhaltung achten (Bio ist kein geschützter Begriff), die Menge die er konsumiert überdenken. Mir schmeckt Fleisch, trotzdem kommt esnur an Sonn- und Feiertagen auf dem Tisch- ein Hähnchen für drei Personen, eine vierte lebt vegetarisch. Gekauft aus artgerechter Haltung vom Erzeuger direkt im Laden. Nach Aldi/Lidl rennen und bequem die verpackten tote Tiere zum Spottpreis zu kaufen ist bequem und kann jeder- aber jeder der das macht trägt zum Leid der Tiere und auch zur Umweltzerstörung, Massentierhaltung und all ihrer negativer Folgen bei, und jeder kann es ändern! Einkaufen kann auch verantwortungsvoll sein.
@phillis,
suche doch im Internet....:-)
das man Krebs mit Fleisch- oder Milchkonsum im Zusammenhang bringt, kann auch eine falsche Auslegung sein. Krebs ist weitverbreitet in Industrienationen, den sogenannten „zivilisierten“ Gegenden auf diesem Planeten. In diesen Regionen hat sich eine ungesunde Ernährung entwickelt, aber auch eine insgesamt ungesunde Lebensweise- Bewegungsmangel, hoher Fett- u. Zuckerkonsum, Umweltbelastungen, ungesundes Raumklima und das hantieren mit ungesunden Stoffen, wie Chemikalien, Farben/Lacken usw. Zudem bin ich persönlich davon überzeugt, dass Krebs nur einen Auslöser hat der noch nicht gefunden wurde. Aber viele Faktoren die ihn vielleicht begünstigen….
Deinem Kommentar stimme ich ansonsten aber insgesamt zu.
Der Fleischkonsum ist allgemein zu hoch- Fleisch viel zu preisgünstig, im Überfluss vorhanden und vor allem überall zu haben- ohne dass das Leid dieser Tiere wahrgenommen wird (oder es wird verdrängt).
Hinzu kommt noch die Weidefläche, Stallungen, Fäkalienmenge, Anbaufläche für Futtermittel, Wasser das benötigt wird um ein Kilo Fleisch zu „produzieren“ (schrecklich dieses Wort), in diesem Zusammenhang) Die eingesetzten Ackerflächen könnten wesentlich mehr Menschen ernähren, als die erzeugte Fleischmenge es kann. Dazu haben wir gar kein richtiges Verhältnis zur Ernährung mehr, wir essen nicht, wir fressen hemmungslos. Sehr viel landet auf den Müll- jährlich millionen Tonnen an Brot, Fleisch, Obst und Gemüse, Fertigprodukte aller Art. Lebensmittel in Deutschland sind viel zu günstig, deshalb wird auch mehr konsumiert als notwendig. Das hat schwere gesundheitliche Folgen, Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit, Herz- und Kreislauferkrankungen und vieles mehr.
Hoher Konsum, insbesondere der Fleischkonsum ist ein ethisches, wie auch ein ernstes ökologisches Problem.
Generell ist es zwar so, dass fressen und gefressen werden das ökologische Gleichgewicht auf der –Erde ausbalancieren - das gilt aber nur für die Lebewesen (auch Schmarotzerpflanzen) die nur ihren nötigen Grundumsatz an Nahrungsenergie nehmen und deren Population nicht ausufert. Für die Krone der Schöpfung trifft das allerdings nicht zu- denn ausgerechnet WIR, sind die einzige Spezies die nicht nur ihr eigene Wohnstätte nach eigenen ermessengestaltet, sondern den gesamten Planeten durch bauten, Straßen, und Landwirtschaft, Bejagung, verändert, ohne natürliche Feinde --außer mikrobiologischen und uns selbst--kein anderes Wesen ist dazu fähig. Zudem ist unsere Population zu hoch und unser Verhalten von zerstörender Natur.
Menschen wie Cabaret-Voltaire-Fan haben nichts begriffen, außer ihre eigenen Interessen können/wollen sie nichts abdecken. Wir tragen aber Verantwortung- nicht nur uns selbst, sondern auch gegenüber allen Mitgeschöpfen, den nachfolgenden Generationen und dem Wohlergehen des gesamten Planeten- geht es ihm gut, dann auch uns.
Letztendlich bedeutet dies, wer nicht auf Fleisch verzichten kann/oder will, sollte auf jeden Fall auf artgerechte Tierhaltung achten (Bio ist kein geschützter Begriff), die Menge die er konsumiert überdenken. Mir schmeckt Fleisch, trotzdem kommt esnur an Sonn- und Feiertagen auf dem Tisch- ein Hähnchen für drei Personen, eine vierte lebt vegetarisch. Gekauft aus artgerechter Haltung vom Erzeuger direkt im Laden. Nach Aldi/Lidl rennen und bequem die verpackten tote Tiere zum Spottpreis zu kaufen ist bequem und kann jeder- aber jeder der das macht trägt zum Leid der Tiere und auch zur Umweltzerstörung, Massentierhaltung und all ihrer negativer Folgen bei, und jeder kann es ändern! Einkaufen kann auch verantwortungsvoll sein.
@phillis,
suche doch im Internet....:-)
Es stimmt natürlich, dass der Mensch huetzutage oft sehr viel mehr krebsfördernden
Einflüssen ausgesetzt ist, als dies früher der Fall war. Allerdings hat die Zunahme an
Krebserkrankungen auch mit der gestiegenen Lebenserwartung zu tun. Viele Krebsleiden
stehen oft in einem direkten Zusammenhang mit dem Lebensalter. So kommt zum Beispiel
das Prostata Carzinom vorwiegend bei Männern ab dem 40 oder 50 Lebensjahr vor.
Früher sind viele Menschen in dem Alter bereits aufgrund anderer Umstände verstorben,
so das Krebsbedingte Erkrankungen gar nicht erst zum tragen kamen.
Insgesamt muss man leider feststellen, dass die Menschheit inzwischen dazu neigt,
eher eine devolutionäre als eine evolutionäre Entwicklung zu durchschreiten.
leider liegst du da einem ziemlichen Irrglauben auf. Die Lebenserwartung hat sich in den letzten 100, bzw. 200 Jahren keinen Meter nach oben bewegt. Die hygienischen und medizinischen Zustände sind gerade in Deutschland seit fast 200 Jahren auf einem sehr hohen Stand. Und die Lebenserwartung von ca. 76 Jahren im Durchschnitt existiert bereits seit mehr als 100 Jahren. Allerdings ist die Krebsrate seit 50 Jahren auf einem Höchststand. Und das ist nicht der Stand, den Menschen im Alter bekommen sondern der, den die Menschen heute schon mit 40 oder 50. Die Menschen, die heute noch 76 werden sind die, die noch unter nicht-Massentierhaltungszuständen aufgewachsen sind.
Heute Füttern wir unsere Kinder mit dem chemisch verseuchten Mist. Und es gibt auch bereits eine handvoll Menschen die an Krebs erkrankt sind, die sind noch jünger als ich. Sowas gab es früher auch nicht. Also ist diese Theorie mit dem Alter eine ziemlich gewagte und erinnert eher an Dinge die sagen sollen, dass wir es ja sowieso nicht ändern können.
Massentierhaltung kann durch nichts gerechtfertigt werden. Das müssen wir alle einsehen, erst dann ändert sich auch einiges in unserem Leben. Wenn wir es nicht versuchen, wir unsere sogenannte Zivilisation untergehen. Oder meint jemand, dass er sich zivilisiert verhält indem er solche Zustände duldet? Ich glaube kaum.
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/datensammlung/8/ab/abbVIII42.pdf
Ansonsten finde ich auch alles richtig was du geschrieben hast. Niemand soll ganz auf das verzichten, was das tollste ist im Leben. Und das ist nunmal für jeden anders.
Mein liebtes Ziel wäre es, wenn die Massentierhaltung verboten würde und der Mensch sich auf den vielleicht Sonntagsbraten zurückbesinnen kann. Die Menschen werden zwar immer älter, das liegt aber nur daran, dass sie am Leben erhalten werden. Im Alter kann man doch kaum noch was machen. Die Krankheitsfälle werden immer heftiger und der Mensch an sich, gerade im hohen Alter ist kaum noch in der Lage an der Gesellschaft teilzunehmen.
Mal abgesehen davon, dass sich der zu erwartende Lebensalter seit mehr als 100 Jahren nicht mehr erhöht hat. Die Fälle von Krebs in den letzten 50 Jahren aber doch exorbitant nach oben. Dies sollte jedem zu denken geben. Irgendwann ist es zu spät und unsere Kinder müssen einen enormen Kraftakt aufwenden um den Mist zu entfernen, den die heutigen und letzten Generationen angerichtet haben. Das will ich nicht.
okay sagen wir doch einfach gleich:
FRÜHER WAR ALLES BESSER.
Ok?
;-)
zum Thema: ich esse wenig Fleisch. Alle zwei Tage vielleicht Wurst und ca 1x im Monat Steak Schnitzel oder so was. Damit hab ich kein schlechtes gewissen und fühl mich pudelwohl
Wir haben zum ersten Mal einen ziemlich langen Zeitraum, in dem es keinen großen Krieg mehr gibt. Diese Faktoren sind ein enormer Faktor bei den letzten Berechnungen der Lebenserwartung. Dieser wird leider immer wieder vergessen.
Und wie oben schon geschrieben wurde, ist es durchaus so, dass in vielen Stammbäumen durchaus Vorfahren existierten, die weitaus länger gelebt haben als wir heute. Die Lebensdauer ist kein Faktor für Krebs. Und schon garnicht, da heute schon Menschen mit 30 Jahren an Krebs erkranken. Dies kann man wohl kaum auf den sonstigen, früher zu erwartenden Todesfall schieben.
Das blöde an solchen Statistiken ist, dass sie von jedem genutzt werden können. Vor allem von der Industrie, die einfach massig Geld besitzt um diese schön und bunt demjenigen zu präsentieren, der sie haben möchte. Und zwar so, wie er sie haben möchte.
Ich für meinen Teil glaube niemandem mehr, der mit irgendwas verkaufen will. Die Meinung ist dann einfach nicht mehr Objektiv. Wenn also demnächst hier noch irgendjemand das glaubt, was ein Fleischverkäufer oder Milchbauer ihm über Gesundheit erzählen will, dann denkt doch mal vorher darüber nach, warum er es einem erzählen will. Und betrachtet dazu bitte noch, dass dies Landwirte sind. Wieso sollten Landwirte was über Gesundheit wissen? Weiß ein Arzt etwa was über Landwirtschaft? Kaum zu erwarten oder?
Das ist unbedingt notwendig. Aber ich bin der Meinung, wenn dem wirklich so wäre, würde man irgendwann doch kein Fleisch mehr essen. Es ist klar, dass man durch seine eigene begrenzte Wissensfähigkeit nicht wirklich alle Aspekte einer Sache fassen und erkennen kann, aber gerade zu diesem Thema gibt es so viele Informationen, dass so etwas wie "bewusster Fleischkonsum" nur, wenn überhaupt, eingeschränkt möglich ist.
Dabei geht es nicht nur um Zustände in Schlachthäusern und Zuchtbetrieben, sondern insgesamt um eine breitere Angelegenheit, denn meiner Ansicht nach ist in der Fleischproduktion genau das metaphorisch dargestellt, was in allen Debatten um Nachhaltigkeit bekämpft werden soll.
Und es wird einfach hingenommen, nur um kurzzeitig "genießen" zu dürfen.
Überhaupt: Der "Tierfreund" von heute hält sich bis zur Unkenntlichkeit gezüchtete Hünde, die kaum noch atmen können, klassifiziert Lebewesen in allen Belangen und dankt Gott für die Krankheit, die auf seinem Teller landet.
Biofleisch ist auch etwas bedenklich, da Bio spätestens im Schlachthaus aufhört. Außerdem gibt es einige Beispiele, wo einfach die Vorgaben etwas uminterpretiert wurden oder es werden einfach "firmeneigene" Siegel entworfen.
Natürlich muss die ganze Sache schrittweise angegangen werden und es wäre auch sehr schön, wenn wir irgendwann einmal so weit gekommen sind, nur noch am Sonntag den Braten zu essen, aber die Aussage da oben bewegt doch den überzeugten Fleischkonsumenten nur dazu, sich auf seine Proteine zu besinnen, die er "ja sonst nicht bekommt" und das nächste mal im Supermarkt wieder seine vier Kilo eingeschweißte Leichen zu kaufen. Das ruft doch nur zu noch mehr Denk-Lethargie auf.
Und noch am Rande:
"Das Land wird euch seine Früchte geben, daß ihr euch satt essen könnt. Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als der einen Mann erschlüge"
Bibel (Jesaja 66/3)
Gut, dass niemand seinen Ochsen selbst schlachten muss.
Diese Fragen provozieren mich tatsächlich, so habe ich noch nie darüber nachgedacht. Danke für diese kluge Perspektive. Begründen kann man wohl tatsächlich alles. Leute, entscheidet euch!
"Gibt es einen großen Unterschied zwischen der Hexe, die ihren Hänsel fett und dem Menschen, der sein Tier glücklich haben will?" Einfach super!
Die Frage ist darf man dann gar nichts mehr essen, sondern nur noch Wasser trinken? Oh mist, die Mikroorganismen...
Gerfi hat schon in einigen anderen Diskussionen darauf hingweisen, dass es da einen Unterschied gibt.
Aber ich gebe den Link auch gerne weiter.
Sindy00, Ich hoffe, das kann deine Frage beantworten!
http://www.vegetarismus.ch/info/16.htm
Übrigens wie soll sich ein Mensch wie du und ich mit genau dem Nervensystem auch vorstellen können was eine Pflanze fühlt. Das können wir gar nicht, da sie wie der Artikel beschreibt, auch die Wissenschaftliche Untersuchung dazu, nicht für uns zu erfassen ist. Das Mitleid besteht da eher mit den Tieren, gerade weil sie ja das selbe Nervensystem haben.
Der Knackpunkt liegt doch genau darin: Warum muss ich etwas Quälen, weil ich es essen will. Das muss ich nicht. Das Trifft für mich auf Tiere sowie Pflanzen zu. Unsere Gaya hat ein Bewusstsein. Aber das Töten und Essen ist ein natürlicher Kreislauf. Das Quälen nicht.
Klar soll jeder das tun was er für richtig hält. Das sage ich schon immer.
Vegetarier verhalten sich sensibler und tolleranter zur Gesellschaft als Fleischkonsumenten.
Fast 100% aller Straftäter dieser Erde sind Fleischkonsumenten.
Das halte ich für Nonsense.
Was fehlt, das ist mMn die *Achtsamkeit* allem Lebenden gegenüber, und ein wacher Blick auf das, was Leben und Natur bedeutet. Da Unterschiede machen zu wollen zwischen Tieren und Pflanzen, Menschen und Mikro-Organismen ist einerseits extrem schwierig und andererseits wenig zielführend, da man dabei schnell vom Hundertsten ins Tausendste kommt.
Entscheidend ist doch der genaue Blick darauf, *was* wir essen, *woher* es kommt und *welche Folgen* was hat.
Eben genau (bzw. überhaupt mal) hinsehen - Achtsamkeit ;-))
Um das Argument sinnvoll aufzuziehen, müsste man wissen, ob es unter den Vegetariern tatsächlich auffällig wenige Straftäter gibt.
Vegetarier verhalten sich sensibler und tolleranter zur Gesellschaft als Fleischkonsumenten.
Fast 100% aller Straftäter dieser Erde sind Fleischkonsumenten.
www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/bio-veggie-genuss-ohne-fleisch-und
Sehr lecker ist auch: http://www.utopia.de/blog/es-lebe-das-leben/pancakes-mit-rosinen-karamellisierten - nicht zuletzt meine eigene Variante (siehe Kommentare ebd. ;`))
Bon Apétit :-)
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/tiere-essen-ein-sanftes-vegetarisches-plaedoyer--34602002.html
http://konsumpf.de/?p=8639
Einige hier (wahrscheinlich gerade manch Vegetarier, oder Veganer) haben ja nicht nur mit der Haltung von Tieren, sondern auch damit ein Problem, dass die Tiere getötet werden um sie zu Essen.
Ich möchte gleich mal vorbeugen, denn ich frage nicht, weil ich jemandem daraus einen Vorwurf machen möchte, sondern aus neugier.
Habt ihr eine Fliegenklatsche zu hause, und schon ab und zu mal eine Fliege oder Stechmücke erschlagen. Oder mit Klebstreifen zum Verenden gebracht, oder Fruchtfliegen in einer Essiglösung ertrinken lassen?
Diese Tiere verenden... aber ohne nutzen, sie werden nicht gegessen, sondern wandern nur in den nächsten Abfalleimer oder Staubsaugerbeutel.
Gibt es dahingehend einen gravierenden Unterschied, oder ist mein Denken nur etwas verschoben.
Ich Möchte ehrlich sein. Ich bin Fleischesser. Ich prangere die Haltung und auch die Energiebilanz an und konsumiere entsprechend. Eine Fliege habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr erschlagen, weil ich es nicht konnte und nicht sehe warum ich es tun sollte, da ich nichts davon habe, außer vielleicht meine Ruhe.
Ich habe zwar meinen unmut kundgetan, wenn andere Fliegen erschlagen oder anders geartet auf sie losgehen. Aber nie wirklich etwas unternommen. In meiner WG hängt eine Klebefliegenfalle. Ich selbst hätte sie nie aufgehängt jedoch dulde ich, dass das andere Anders sehen und habe nichst dagegen unternommen.
Ich habe früher geangelt und mit dem Töten eines Fisches um ihn anschließend zu essen und mit anderen zu teilen habe ich kein Problem. Jedoch würde ich es nie wagen den Fisch zu töten, wenn ich ihn nicht essen will, wie die Fliege...
Was sagt ihr dazu? Ich bin sehr neugierig
Deine Mitgefühl wie am Beispiel bei den Fliegen oder Mücken finde ich schön, doch auch hier wieder die Frage, warum so inkonsequent. Ich weiss, wir haben das Thema hier schon bis zum Erbrechen diskutiert, aber es scheint doch sehr die Emotionen zu bewegen, sonst hätten wir nicht soviele Antworten un Kommentare .
Also Cindy00, warum so inkonsequent. Hier Mitgefühl, beim den Nutztieren aber nicht. Wir brauchen kein Fleisch mehr heute zur Ernährung. Die ganzen Argumente dagegen kannst Du ja in diesem Blog wiederfinden. Also erspare ich mir hier nochmals eine wiederholung
Fast alles im Ernst: wir benutzen selbstverständlich einen Insektenfänger für die nicht im Haus geduldeten Kleintiere ( www.snapy.de ), tragen die Schnecken über die Relokationsreichweite :-) und betreiben im Sommer in unserem Bioabfalllabor ein laienhaftes Evolutionsprogramm für neue Fruchtfliegenarten. Neue Wespen-Nester unter dem Dach werden mit Gebeten "besprochen", unsere Rad- und Autoreifen haben eingebaute Toleranzzonen für überfahrene Mäuse und Igel (eine Marktlücke).
Ob es für einen Unterschied macht, täglich Millionen Kleinstlebewesen durch deinen Darm in den sicheren Tod zu entlassen, du deine Messlatte in den sichbaren Millimeter bis Zentimeterbereich ausweitest oder nur "Tiere" achtest, die zwei Paar Augen haben und dich anschauen können, bleibt deinem ethischen Empfinden überlassen. Welches sich entwickeln kann, falls du offen dafür bist. (Neugier halbwegs befriedigt ?)
Und übrigens - irgendwann gewinnen die Würmer sowieso (ohne Mitleid)
und Ich muß sagen, Ich fühle mich gut dabei.
Cornelia Mangold-Thiede
Respekt.
Wenn ich jetzt der Meinung bin ein Hund ist ein völlig unnützes Tier, darf ich dann jeden Hund der mir in die Quere kommt einfach töten?
Dies soll nicht beleidigen, lediglich darstellen wie absurd es ist, Lebewesen als unnütz zu bezeichnen. Kann ja jeder der Meinung sein, dass etwas unnütz ist.
Wie kommst du denn darauf? Schnaken und Zecken sind auch in eine Nahrungskette eingebunden und haben sehr wohl die Berechtigung zu leben und sind auch nützlich...
Erst das Benutzen von Waffen, Fallen ect. bringt den Jagderfolg. Von Natur aus, sind wir wohl eher auf das sammeln von Früchten, Nüssen und Sämereien spezialisiert. Der Fleischkonsum wurde wahrscheinlich aus der Not heraus geboren, in Hungerszeiten, bedingt durch Dürren, Unwetter, die Eiszeit, oder durch religiöse Opferrituale (früher Menschenopfer/ Kannibalismus).
Nun ja, heute ist Fleischkonsum üblich und hierzulande zu hoch. Was mir übel aufstößt, ist die Massentierhaltung, Fischfangmethoden mit Netzen die Beifänge machen und massiv die Artenvielfalt (– nicht nur- )der Meere bedrohen - mittlerweile schon viel zerstört haben. Selbst Heringe sind bedroht!
Unsere Nutztiere sind eigentlich keine Naturrassen mehr, sondern Züchtungen die immer mehr unseren Konsumverhalten angepasst wurden. Sie leiden unsäglich in Legebatterien, Mastställen, unter den perversen Züchtungen - wie zum Beispiel beim beliebten Hähnchenbrusfilet- das immer größer wurde, was dazu geführt hat dass das Leben dieser Tiere zur Qual wird, sie ab einem gewissen Alter nicht mehr stehen können, weil das überdimensionierte angezüchtete Brustfilet so viel Gewicht entwickelt hat, dass diese Tiere förmlich darauf fallen…..
Ich habe es schon mal geschrieben, der heutige Fleischkonsum ist ein ethisches und ein ökologisches Problem- sowie viele Dinge, die der Mensch macht, um angebliches Wohlbefinden/ Lebensqualität zu erreichen. Meiner Meinung nach, sind wir Menschen einfach zu rücksichtlos, wenn es darum geht die eigenen Bedürfnisse abzudecken, jeder ei nzel ne von uns, egal ob Verbraucher oder Händler- sieht nur seinen eigenen persönlichen Vorteil.
Meiner Auffassung nach müssen wir anfangen unseren Konsum zu überdenken - der Fleischkonsum liegt mir dabei besonders am Herzen, weil mir die Tiere einfach unsagbar leidtun - denn es sind soziale Lebewesen, mit Gefühlen, und dem Recht auf ein würdiges, artgerechtes Dasein. Was wir für uns beanspruchen müssen wir auch anderen zugestehen – auch unseren Mitgeschöpfen. Wo ich wohne, komme ich täglich mit Tieren in Kontakt, mit Nutztieren und zu Hause mit unserem Hund. Wer Tiere beobachten kann, der weiß dass sie vielfältige Empfindungen haben, genau wie wir auch.
Wer schon mal gehört hat, wie Schweine quieken, wenn sie im Schlachthaus sind, oder Rinder die ausbüxen, weil sie den Tod riechen, der bleibt nicht unberührt….
Es ist doch für alle sichtbar was für Schäden und Leid wir verursachen. Letztendlich wird es auf uns zurückfallen. Wenn wir so weitermachen, wird die Natur- von der wir abhängig sind, eines Tages so geschädigt sein, das unser eigenes Überleben immer schwieriger wird. Der Klimawandel ist der erste Vorbote.
Es ist höchste Zeit, dass wir uns Gedanken machen, wie jeder für sich, die richtigen Schritte plant, die eine bessere Zukunft ermöglichen- in Richtung Nachhaltigkeit und den respektvollen Umgang mit allen was die Natur hervorbringt. Der Staat wird nichts regulieren, solange die wirtschaftlichen Interessen überwiegen. Der Verbraucher- also die breite Masse- jedoch, entscheidet mit dem Kaufverhalten was produziert wird und wie die Welt von morgen aussieht. Ein Beispiel aus der Vergangenheit- der Schlankheitswahn verlangte nach zartem, fettfreien Fleisch, die Käufer ließen fette Sorten liegen, also verschwanden sie fast vollends vom Markt und wurden durch die gewünschten mageren Sorten ersetzt- zu Lasten der Tiere. Nach den BSE-Skandalen stieg der Umsatz für Geflügel - prompt stieg der Anteil an Geflügelmastställen usw. Ergo -> die Macht der Verbraucher ist groß…sie müssen es nur erkennen!
Wer eine heile Welt für seine Kinder will – der muss nachhaltiger leben und konsumieren- auch beim Fleischgenuss weniger ist mehr- ganz darauf verzichten ist noch besser.
@ garpurfjola,
kann ich zwar verstehen weil diese Tiere lästig sind. Als Hundehalterin macht man es sowieo, um das Haus vor diesen Eindringlingen zu schützen.
Trotzdem- es gibt keine unnötigen Tiere- das ist ein Urteil, dass mal wieder beweist, dass wir nur an unsere Zwecke denken. Auch wenn wir die Aufgabe eines Wesens nicht kennen, oder es für uns einfach nur ein Plagegeist ist- irgendwer profitiert von dessen Dasein..... Sorry....
"Stimmt die Abstammungstheorie, dass wir von den Affen abstammen, erhärtet es diese Vermutung. Die meisten Affenarten leben ausschließlich vegetarisch.
Erst das Benutzen von Waffen, Fallen ect. bringt den Jagderfolg. Von Natur aus, sind wir wohl eher auf das sammeln von Früchten, Nüssen und Sämereien spezialisiert. Der Fleischkonsum wurde wahrscheinlich aus der Not heraus geboren,..."
Wir stammen nicht vom Affen ab, sondern alle Primaten (zu denen neben den Menschenaffen auch der Mensch zählt) haben gemeinsame Vorfahren. Das wurde vielfach bewiesen. Orang Utan bringen ihren Jungen bei, Termiten zu angeln. Selbst, wenn der Mensch der einzige Primat wäre, der Fleisch isst, wäre diese Differenz ebenso wenig "unnatürlich" wie dass manche Vögel singen und andere wiederum klappern.
Die Bändigung des Feuers und damit die Ausweitung des Fleischverzehrs war ein Meilenstein der Menschwerdung, trug wesentlich zur Entwicklung des menschlichen Erfindungsgeistes bei. Wer mit dem Argument die Zeit zurückdrehen möchte, dass die Verwendung von Werkzeugen "unnatürlich" sei, erliegt vielleicht dem allzu menschlichem Bedürfnis, in paradiesischer Unschuld zu leben und die für die Züchtung gedachten Früchte lieber gleich zu vernaschen statt sie zur planvollen Verbesserung der Lebensbedingungen einzusetzen. :-)
Dass die heute genutzen Nutztiere meist Züchtungen sind, sagt gar nichts. Und hilft auch noch, die Besorgnis darüber zu verdrängen, dass die Massentierhaltung die genetische Vielfalt von Nutztierrassen so dramatisch verengt, dass z.B. die Gefahr von Super-Epedemien immer größer wird.
Zu dem Problem siehe http://www.future-on-wings.net/nguni/nutztiere.htm
Gruß vom Topisten
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9226820/Fleischesunlust.html
Übrigens: auch alle Nutzpflanzen hat der Mensch für sich angepasst. Hat jemand schon mal wilden Brokkoli gesehen? Getreide gehört zur Familie der Gräser so dicken Samen gibt es in dieser Familie gar nicht.... Der Mensch lebt schon lange nach der Dewise "Machet euch die Erde untertan"
"Wären unsere Vorfahren nicht auf die Idee mit dem Fleischessen gekommen wären wir wahrscheinlich auch Affen geworden und würden noch von Ast zu Ast hüpfen."
Wieder falsch. Unsere von Ast zu Ast hüpfende Vorfahren hatten ihren aufrechten Gang und die Ausbildung der Vorderfüße zu Händen zwar schon weitgehend entwickelt, aber das Fleischessen und die Bändigung des Feuers waren später.
Leider denken auch heute manche Menschen nur von Ast zu Ast und benutzen ihre Werkzeuge zugleich zum Absägen der Selben. Und merken nicht einmal, dass sie selbst grad drauf sitzen. Zum Beispiel wenn sie die weltweite Fleischproduktion auf ein Niveau trimmen, das reicht, um ganze Regionen zu entwalden.
Gruß vom Topisten
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9226820/Fleischesunlust.html
Na, da hat der berüchtigte "Klimaskeptiker" M.Miersch doch tatsächlich mal einen halbwegs vernünftigen Artikel geschrieben. Da sage man noch, es gäbe keinen Fortschritt.
schrieb am 27.08.2010 um 17:30
Wieder falsch. Unsere von Ast zu Ast hüpfende Vorfahren hatten ihren aufrechten Gang und die Ausbildung der Vorderfüße zu Händen zwar schon weitgehend entwickelt, aber das Fleischessen und die Bändigung des Feuers waren später.
Nicht unbedingt nachvollziehbar, wenn man einen unserer nächsten Verwandten, den Schimpansen, betrachtet. Der ist nämlich auch schon seit "längerem" durchaus auf den Genuss am Fleisch gekommen und geht daher gelegentlich auf die Jagd nach kleinen Antilopen oder auch anderen Affen. Von Insekten will ich dabei jetzt gar nicht erst reden.
Und übrigens - irgendwann gewinnen die Würmer sowieso (ohne Mitleid)
Übrigens Haie. 70 Prozent der gegenwärtig noch existierenden Haiarten sind in Folge des industriellen Fishfangs vom Aussterben bedroht
http://de.wikipedia.org/wiki/Haie
Gruß vom Topisten
ich stimme den letzten Absatz des Artikels zu. Das sich jeder so ernähren kann wie er es für richtig hält. Aber sich Gedanken machen sollte, sich bewusst machen sollte, wo sein Essen herkommt bzw. wie es entsteht. Und ob man wirklich hinter dieser Massenproduktion und der damit verbundenen Umweltzerstörung steht.
liebe Grüße
Rainer
Und wenn man es für richtig hält, dass um unwesentlicher Kostenvorteile Willen die Ostsee abstirbt, Regenwälder gerodet werden und die Erdatmosphäre gefährlich aufgeheizt wird, ist das Privatsache?
Naja...
Gruß nach Flensburg
Es geht doch nicht mehr um diese Vergangenheit, sondern darum, wie wir uns heute erklären zu dem Massenkonsum an tierischen Produkten, von früh morgens bis spät in die Nacht, wir sind derart an diesen Konsum gewöhnt, dass wir nicht mehr wahrhaben wollen, was um uns herum abgeht.
Massenzüchtungen, Massenschlachtungen, Massenproduktion!
Was handeln wir uns ein:
- Krankheiten ( und es möge keiner sagen, übermässiger Konsum tierischer Produkte hätte nichts mit unseren sogenanten Volkskrankheiten zu tun, dann ist ihm auch nicht mehr zu helfen)
- Umweltbelastungen: CO2/Methan, der Anteil durch die tierische Landwirtschaft kann man nicht mehr leugnen
- uneffizienter Energieverbrauch: Die Vergleiche des Energieverbrauchs, einschliesslich der Resource Wasser, für die Haltung der Nutztiere und Erzeugung tierischer Produkt zu Gemüsse, Getreide ... ist unangemessen, vorallem wenn man an den Hunger in der Welt denkt.
Also darum geht es doch. Ihr könnt Euch stundenlang darüber unterhalten, wer von wem das Fleisch essen gelernt hat, sorry, das ist heisse Luft und nicht relevant in der heutigen Zeit.
Wie gehen wir mit der weiter zunehmenden Massentierhaltung/Schlachtung/Energieverbrauch um, ich rede jetzt nicht auch noch vom Tierleid. Darüber ist genügend berichtet worden.
Ich werde zornig, dass man sich nicht wirklich diesen Themas annimmt und wenigstens hier in diesem Kreis intelligenter Menschen sich darauf fokusiert.
Was können wir tun, um diesen Wahnsinn der Massentierhaltung zu stoppen, zu reduzieren.
Es ist doch nicht zuviel verlangt aus den o.g. Gründen Einsicht walten zu lassen und jedes Jahr, sagen wir 5-10% den eigenen Verbrauch tierischer Produkte zu reduzieren. Dann wird das die Landwirtschaft auch kapieren, wo es hingeht und die Industrien, einschliesslich der Agrarbetrieb werden sich darauf einstellen.
Darüber solltet ihr Euch Gedanken machen, das soll auch die Botschaft des Buches sein!
Da hast Du sicher Recht.
Doch - mal abgesehen davon, dass das ewige "hat-ja-sowieso-alles-keinen-zweck" am sichersten nirgendwo hin führt - das ändert nichts daran, dass es a) vernünftig, b) möglich und c) notwendig ist, unser aller Konsum umzustellen. Und das geht am ehesten über das gute Beispiel, das Aufzeigen von Alternativen, mit denen jeder *gut* leben kann.
Für Trends sind die Neu-Wohlständler ohnehin empfänglich, und darüberhinaus zu einem gewissen Teil auch für Zukunfts-Vernunft.
Also los, lasst das Gejammer und testet Alternativen - es geht ;-))
Liebe Grüße
Hans-Werner
http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=20312&Itemid=519
In den Schwellenländern ist das Tend, Milch- und Fleischprodukte zu kaufen. Und weil dann soviel nachgefragt wird werden Massen produziert und wenn Massen gehalten werden hat man es mit Massentierhaltung zu tun. Dies Art der Tierhaltung ist erst mal effizient ich benötige weniger Futter um ein kg Fleisch zu erzeugen als z B. ein Bio-Bauer für seine Tiere außerdem sind in der konventionellen landwirtschaft die Ernten höher so das letztendlich wesentlich weniger Agrar-Fläche benötigt wird als wenn die Menschen diese Fleischmassen aus Bio-Anbau nachfragen würden.
Aber wie gesagt würde der Fleischverbrach weltweit sinken, die Natur würd es danken udn wenn das freiwillig geht noch besser
Gruß vom Topisten
"Der Mensch will ..."
Wieder falsch. Erstens gibt es mehr als einen Menschen, was Sie leicht daran erkennen, dass sich auch hier verschiedene Menschen zu Wort melden. Zweitens ist menschlicher Wille immer mehr oder weniger sozial, was man auch an den Beiträgen hier leicht nachvollziehen kann.
Was Menschen für sozial bzw. ökologisch geboten oder nicht geboten halten, hängt von den Bedingungen ab unter denen sie sich zu behaupten haben und speziell, wofür sie sich dabei gegenüber wem rechtfertigen oder nicht rechtfertigen müssen. Und es sieht so aus, als müsse unser "Gllobales Dorf" hier etwas mehr Ökohumanismus wagen wenn es den Tragödien entgegen möchte, die ihm die private (also nicht unbedingt mitmenschliche) Aneignung beschert. Wenn irgend ein "Immermehr" Probleme macht, sind Menschen - prinzipiell - durchaus in der Lage, das abzustellen. Im Gegensatz zu Ziegen ihren Willen nach Immermehr auch in zerstörerischer Weise auszuleben können, können Menschen die wahrscheilichen Folgen des Immermehrs gedanklich vorwegnehmen und ihren Willen entsprechend verändern Vor allem dann, wenn die (potenziell) Leidtragenden in der Lage sind, Rücksichtnahme einzufordern bzw. hinreichend Empathie für die Leidtragenden entwickelt werden konnte.
Das Problem ist nur:
Weil das als schädlich erkannte Immermehr ein unwillkürliches (!) Ergebnis der Konkurrenzbedingungen kapitalistischer Unternehmen (also von zwangsbornierten Privataneignern) ist, gibt es eben keine hinreichende Rückkopplung der menschlichen Bedürfnisse zu den möglichen Folgen ihrer Erfüllung - und nur dadurch können sich "Geiz" und "Gier" und all diese unangenehmen Potenziale des allzu Menschlichen so zerstörerisch auswirken. Die Vorstellung, dass die Konsumenten den armen Kapitalismus dazu nötigen, ihren zerstörerischen Willen zu beftiedigen, ist Teil des Problems - aber des Kapitalismus.
Zur Ziegenfrage siehe auch Engels "Dialektik der Natur":
Hier diskutiert: http://hhirschel.wordpress.com/2007/07/17/sich-okologisch-beherrschen-lernen/
Gruß vom Topisten
Massenzüchtungen, Massenschlachtungen, Massenproduktion!"
Gewiss, aber wenn hier argumentiert wird, dass der Mensch von Natur aus Pflanzenesser sei und sich heute also sehr unnatürlich verhalte, ist eine Richtigstellung angebracht, oder?
Gruß vom Topisten
"Es ist doch gerade der WItz des Artikels, dass er sagt, dass es für alle Argumente gute Gründe gibt. Ob die dann von Natur oder Kultur aus gedacht sind, ist egal."
Was den zweiten Satz angeht. Ist ja mein Reden., z.B. in Erwiderung auf Idealistin
am 26.08.2010 um 17:09 oder auf bhellweg am 19.08.2010 um 15:45 In dem Artikel finde ich dazu allerdings nichts.
Dass es für alle Argumente gute Gründe gibt, mag ja sein. Für jede Übeltat lässt sich ein mehr oder minder guter Grund finden, die Frage ist, ob der eine gute Grundlage für das weitere Zusammenleben ist oder nicht. Ich wende mich enschieden dagegen, dass die Entscheidung über die Herstellungsmethoden und -mengen von z.B. Fleisch jedem einzelnen Konsumenten überantwortet bleiben sollte. Vorschriften an Einzelne (!) darüber, ob sie z.B. Fleisch essen oder es bleiben lassen, sind selbstverständlich abzulehnen. Grenzen des Erträglichen müssen aber definiert und für deren Einhaltung auch Lösungen gefunden werden, die individuelle Spielräume zwar zulassen, aber das (sozial) gewünschte bzw. für notwendig erachtete Gesamtergebnis auch wirklich bringen. Und das heißt, (weltweit) Produktionsstandards und Höchstmengen zu bestimmen und Maßnahmen zu ergreifen, die deren Einhaltung in einer bestimmten Frist auch wirklich bewirken können.
Gruß vom Topisten
Waren sie doch mal bei der Queen nach wieviel Geld sie von
der EU bekommt. Oder gehoeren die ganzen Viecher dem
Prinz of Wales. Je groesser der Betrieb umso mehr Geld
fliesst. Bauern muessen auch leben, fragt doch mal einen
jungen Bauern ob seine Rechnung noch aufgeht.
Wievill Gewinn er macht, die ganzen teueren Machinen
und die Quoten fuer die er viel Geld bezahlen muss.
Hinzu kommt noch der ganze Stress mit den Tieren
die auch immer anfaelliger fuer Krankheiten werden, die
Impfungen und soweiter. Fuer den Buerokram muss
man schon einen Buchhalter anheueren und die Gesundheit
geht auf drauf.
Wenn wir oder besser gesagt die EU nicht von dieser Massentierhaltung
abstand nimmt geht alles den Bach runter.
Die Landwirtschaft ist ein Berufszweig der wie kein anderer vom
Wetter abhaenig ist, die Winzer natuerlich auch.
Es kann keiner mir sagen, dass das Wetter bei uns besser wird.
Im Gegenteil es wird immer caotischer, aber im Nachbarland gibt
es vielleicht einen Bauern der zuviel hat und bringt sein Heu oder
Stroh dann zu einem der nicht genug hat.
So lange wir nicht einsehen, dass das immer mehr haben wollen
uns das Genick bricht, werden wir nicht 2 Schritte vorwaerts sondern
eher 3 zurueck gehen.
"Landwirte bekommen eine Prämie je Flächeneinheit. Für Geflügel und Schweinehaltung gibt es keine Prämien. Die Preise bilden sich am Markt."
Schon wieder falsch :-).
In Deutschland wurden 2009 7,02 Millionen Euro an Exportsubventionen für die Geflügelwirtschaft bewilligt, an Dänen und Ungarn gingen 2,36 Millionen Euro beziehungsweise 1,95 Millionen Euro. Die französischen Geflügelhändler erhielten 91,56 Millionen Euro, was im Übrigen einem Anteil von 84 Prozent aller EU Exportsubventionen für Geflügel im Jahre 2009 entsprach.
Quelle: http://www.agrarheute.com/frankreich-dominiert-exportsubventionen-gefluegelfleisch
Im übrigen bilden sich die Marktpreise im umgekehrten Verhältnis zur ökonomischen Produktivität der Konkurrenten, die um so höher ist, desto weniger Arbeit sie jeweils verausgaben (lassen) müssen. Mit ökologischem bzw. sozialem Nutzen hat das nicht immer viel zu tun. Für vernünftige Preise, die den sozialen Gewinn zum Ausdruck bringen und der Entwicklung eines zukunftsfähigen Miteinanders förderlich sind, müssten Arbeitsaufwand zur Vermeidung bzw. Begleichung von Risiken und Schäden, die die Weltgesellschaft für Herstellung, Transport, Konsum und Entsorgung aufzubringen hat in die Produktpreise internalisiert werden.
Gruß vom Topisten
Wenn aber ein Land so wie die Ukraine viel Getreide hat,
blockiert es die Ausfuhr und treibt so den Preis in die Hoehe.
Niedersächsische Landwirtschaftsministerin und Vorwürfe Massentierhaltung:
https://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=611
http://www.biteback.de/bei-grotelueschen-brennen-muelltonnen-4655
geplante Massentierhaltungsanlagen in Niedersachsen:
http://www.bi-wietze.de/
Und wenn ich das auch richtig verstanden habe, erfolgen immer noch Subventionen der EU in diesen Markt, sei es für Flächen, Fleisch, Milch und Butter). Denke auch hier wird kaum einer noch widersprechen können.
Wenn wir zu einer Reduzierung der pro Kopf-Fleischverbrauches, ich meine sogar zu einer Reduzierung aller tierischen Produkte kommen wollen, dann gilt es der Politik klarzumachen, mit diesen Subventionen aufzuhören.
Subventionen, wenn überhaupt, doch nur da, wo man umsteuern muss, z.B. eben den bäuerlichen Kleinbetriebe ein Umstieg von der Viehwirtschaft in die reine Bio-Agrarwirtschaft zu ermöglichen.
Wir dürfen uns diesen Weg nicht ausreden lassen, so nach dem motto, wenn nicht hier, dann gehen die fleisch und Butterberge halt irgendwo anderst hin, wir dürfen uns auch nicht ausreden lassen, dass das wieder Arbeitsplätze kostet (denke an den Bergbau und die Stahlindustrie). Wo wieder neues geschaffen wird, dort gibt es auch Arbeitsplätze, siehe Solartechnik.
Also zwei Dinge tun, den Politikern Dampf machen wg den Subventionen und weiter im Gespräch mit den BürgernIinnen bleiben, Thema Information.
Dem Können doch die meisten hier zustimmen oder ?
Wer entscheidet eigentlich über die Subventionssummen de facto? Oder anders gefragt, wendet man sich an Frau Aigner, an Herrn Schäuble oder wen genau?
Wer profitiert? Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen
http://www.wer-profitiert.de/de/home/
oder als PDF: http://www.wer-profitiert.de/de/kampagne/Initiative_endg.pdf
Die „Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen“ setzt sich für eine Wende in der Förderpolitik ein hin zu einer sozial gerechten, bäuerlichen, regionalen, ökologisch verträglichen und tiergerechten Landwirtschaft.
In Deutschland erhalten 0,5 Prozent der Betriebe jeweils mehr als 300.000 Euro, während 70 Prozent der Betriebe jeweils bis zu 10.000 Euro erhalten. Der überwiegende Teil der Gelder ist nicht an wirksame soziale und ökologische Kriterien gekoppelt. Einige rationalisierte flächenstarke Betriebe kommen auf Prämienzahlungen von umgerechnet bis zu 120.000 Euro je Arbeitskraft, während der Durchschnitt der Betriebe weniger als ein Zehntel davon je Arbeitskraft erhält.
Verlierer sind kleinere Betriebe, die ums Überleben kämpfen, die Umwelt, die unter den Folgen der Intensivlandwirtschaft leidet und die Kleinbauern in den sogenannten Entwicklungsländern, die mit den billigen, subventionierten Lebensmitteln aus der EU nicht konkurrieren können.
Die größten Empfänger von EU Agrarexportsubventionen in 2004
http://www.wer-profitiert.de/greenpeace_03_04.pdf
und 2005 http://www.wer-profitiert.de/greenpeace_04_05.pdf
Außerdem von Interesse:
2009-07 Gemeinsamer Aufruf europäischer Organisationen und Netzwerke an die Agrarminister der Mitgliedstaaten und die EU-Kommission Stopp der Exportsubventionen jetzt! (PDF-Dokument, 3.3 MB)
http://www.abl-ev.de/fileadmin/Dokumente/AbL_ev/Welthandel/Gemeinsamer_Aufruf_europ%C3%A4ischer_Organisationen_und_Netzwer%E2%80%A6.pdf
Und:
Qualifizierter Marktzugang - Damit ökologische und soziale Ziele zum Zuge kommen (PDF-Dokument, 73 KB) http://www.abl-ev.de/fileadmin/Dokumente/AbL_ev/Welthandel/AbL-Position-Qualifizierter_Marktzugang.pdf
Politischer Dampf könnte die folgende "Turbine" antreiben:
http://www.abgeordnetenwatch.de/
Gruß vom Topisten
ich habe das Buch von Karl-Ludwig Schweisfurth gelesen. „Wenn ´s um die Wurst geht“ Bei Youtube kann man ein Interview mit ihm sehen. Es ist die Geschichte eines der erfolgreichsten europäischen Fleischerzeugern, der von Kindheit an, im Metzgerbetrieb seiner Eltern das Handwerk erlernte und durch Auslandsaufenthalte in der Jugend inspiriert, das Unternehmen schließlich zum hochtechnisierten Werk, das unter den Namen HERTA allen bekannt sein dürfte, aufbaute. Schließlich kamen ihm Zweifel auf, ob das ethisch – insbesondere den Tieren gegenüber, vertretbar sei und entschied NEIN!
Er verkaufte alles und gründete in Bayern die Hermannsdorfer Landwerkstätten mit einer ganz neuen Firmenphilosophie „ Aus der Region, für die Region“, alles auf biologischer Basis und artgerechter Tierhaltung mit alten gesunden Rassen. Diesen Mann bewundere ich sehr, auch deshalb, weil ich in seinem unmittelbaren Umfeld aufwuchs und eine ganz besondere Beziehung zu Herten habe.
Das Buch ist quasi seine Lebensgeschichte, seine selbst verfasste und damit authentische Biogrphie von Kindesbeinen an, bis zum Betreiber des Biohofes. Lesenswert und in einem Stil geswchreiben, der es erlaubt an seinen Gedankengängen teilzunehmen….
@ Topist,
eigentlich muss ich dir recht geben, auch wenn du meine Ansicht bezüglich der Evolution anzweifelst. Das Thema ist ja der Fleischkonsum, beziehungsweise die Umstände wie das Fleisch auf dem Teller gelangt.
Hier in Niedersachsen haben wir eine Agrarministerin, deren Mann ein Mastbetrieb unterhält, einem Betrieb, auf dem jüngst angeblich ein Brandanschlag verübt wurde (es brannten Abfallbehälter). Ein großes Medienspektakel. Die Ministerin erhielt laut Presse auch Morddrohungen. Was mich persönlich stört ist der politische Posten und die privaten Interessen, die, wie ich es einschätze, keine vernünftige Basis für eine gesunde Landwirtschaftspolitik sein können. Die ist aber zwingend notwendig zum Schutz der Tiere und der Natur. So wie ich deine Kommentare einstufe, stimmst du mir da vielleicht zu.
Wenn Politiker nicht dazu gewillt oder fähig sind, die Bedingungen zu ändern, dann kann zumindest der mündige und naturverbundene Verbraucher Abhilfe schaffen, indem er sein Konsumverhalten ändert. Allerdings ist das, insbesondere für Städter, mangels ausreichender Möglichkeiten, recht schwierig und mit Arbeit und Umwegen, aber auch mit Mehrkosten verbunden. Aber wenn man es will kann und schafft man es. Nebeneffekt bei gesunder und biologischer Ernährung ist- zum Widerspruch der vorher genannten Mehrkosten, die sich nur auf bestimmte Artikelgruppen beziehen, auch ein Einsparungs- potenzial durch die Ernährungsumstellung, je natürlicher, desto sättigender, gesünder und letztendlich spart man dadurch, dass man weniger konsumieren/essen muss und auf kalorienhaltige, zusatzbelastete, auf die Menge bezogen teurere Fertigprodukte verzichtet. Ebenso benötigt man bei dieser Ernährungsweise keine ergänzenden Pülverchen, Brausetabletten usw., deren Wirkung medizinisch sowieso umstritten ist- nur bei den Werbeträgern nicht.
Ich zitiere aus der Süddeutschen einen Kommentar der sich auf den Beitrag- „Bis aufs Blut“ Bilder und Tatsachen aus der Massentierhaltung- bezieht, der drückt das aus, was ich schreibtechnisch nicht formulieren kann:
**Was geht aber in den Köpfen der oft gedankenlosen fleisch essenden Menschen vor? So müssen sich alle Tieresser, aber erst recht Menschen, die sich Umweltschützer und Tierschützer, Friedensaktivisten, Christen oder sonstige Religionsanhänger, fragen, was ihr persönlicher Fleischkonsum nur des Gaumenkitzels willen zum bestehen solcher Schlachtanlagen beiträgt. Es ist zeit für eine Ernährungs- und Agrarrevolution, und die beginnt auf dem Teller! Tierschutz, Gesundheit, Welternährung, Umweltschutz, Energie- und Wasserversorgung, Frieden- alles würde von einem entsprechenden Paradigmenwechsel profitieren. **
Und
**Das Geschäft mit dem Tod unzähliger fühlender Lebewesen um des Profits willen. Und
**Die gesundheitlichen und die gewaltigen ökologischen Folgen der Tierzucht sind bekannt und oft wird dieser Wahnsinn noch aus Steuermitteln gefördert**
Leserkommentar aus Stockach.—
Ich finde treffender kann man das nicht auf´s Papier bringen und ich persönlich bin nicht gänzlich gegen Fleischesser, ich selbst esse auch gelegentlich Fleisch- aber achte auf das was ich im Topf zubereite. Es soll ja kein „Krieg“ zwischen Vegetarier und Andersdenkende entfacht werden- vielmehr geht es darum jedem bewusst zu machen, was sein Essverhalten bewirkt7unterstüzt und wie man sich verantwortungsvoller verhalten kann, entgegen der Wünsche der Profiteure denen es nur ums große Geschäft geht- gegen alle Grundsätze der Ethik, Ästhetik und Achtung vorm Leben.
Viele Grüße
Idealistin
Hoffe nicht, dass, nachdem dieser Vorschlag vom @Topisten kommt, jetzt wieder jemand uns erklärt, dass dadurch nur noch die Priviligierten und Reichen das Stück Fleisch sich dann leisten könnten
Dies ist seit langem in dieser Diskussion ein vernünftiger Vorschlag, der in die Praxis umgesetzt werden sollte.
Was sagen dazu z.B. die Grünen, die Linken dazu. Gibt es überhaupt diese Forderung in der Politik?
Ich hatte diese Frage schonmal bei www.abgeordnetenwatch.de an Gysi und Künast gestellt. der erste antwortete, dass darüber noch nicht nachgedacht wurde und verwies mich an die umweltpolitische Sprecherin, die aber nicht antwortete. (Die wollen eben nicht, dass ich sie wähle)
http://www.abgeordnetenwatch.de/eva_bulling_schroeter-575-37514.html#questions
Und Renate Künast Antwort kann ich nicht finden. Suchwörter Mehrwertsteuer und Fleisch ergaben z.B.:
Uwe Kerkeritz von B90Grüne:
"Die Einführung einer eigenen Fleisch-Steuer wäre aus unserer Sicht wenig zielführend, weil das Steuersystem durch viele "Spezialsteuern" unnötig aufgebläht und dadurch ineffizienter würde (zusätzliche Formulare, Verordnungen, Prüfungssysteme etc.). Einfacher und sinnvoller wäre stattdessen eine Reform der Umsatzsteuer ("Mehrwertsteuer"), die gegenwärtig noch zahllose Ausnahmeregelungen enthält, mit denen der Standard-Steuersatz von 19 % auf 7 % reduziert wird, darunter auch zahlreiche Fleisch- und Wurstprodukte. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen strebt eine Beschränkung des 7 %-Steuersatzes auf unverarbeitete "Grundnahrungsmittel" an, demnach würde z. B. für Wurstwaren künftig der volle Mehrwertsteuersatz fällig. Das würde einerseits zur Finanzierung wichtiger öffentlicher Aufgaben beitragen (z. B. eine gesunde Verpflegung in Schulen und Kindertagesstätten), andererseits aber auch eine erwünschte Lenkungswirkung hin zu fleischärmeren Konsummustern erzielen."
Kurt-Dieter Grill (CDU) zum Thema Steuern
"Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz in Höhe von 7 %, der für viele Güter des täglichen Bedarfs gilt, soll hingegen nach dem Regierungsprogramm der Unionsparteien unverändert bleiben. Dieser ermäßigte Steuersatz wird erhoben auf Nahrungsmittel (also z. B. Brot, Butter, Fleisch, Früchte, Gemüse), Bus/Bahn und Taxi im Nahverkehr, auf Bücher und Zeitungen, Eintrittskarten für Theater, Orchester, Konzerte und Schwimmbäder, Futter- und Düngemittel (Landwirtschaft), künstliche Gelenke, Herzschrittmacher, Hörgeräte, Gehhilfen, Kunstgegenstände und Sammlungsstücke, Prothesen, Rollstühle, Schnittblumen und Tierfutter. Unter einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung bleiben darüber hinaus weitere Produkte und Leistungen wie bisher ganz von der Mehrwertsteuer befreit. Dazu zählen z. B. Wohnungsmieten und Arztbesuche."
Gruß vom Topisten
Da kommt ja unheimlich lust auf, dies Politiker anzuschreiben.
Dennoch wer "a" sagt, muss auch "b" sagen, ergo werde ich mal die Grünen anschreiben, Thema Mehrwertsteuer für Fleisch-Produkte auf 19%
"Bei Methan hat man es im wesentlichen mit Rindfleisch zu tun..."
Ja, genau.
Ich bin dagen, entweder alle Lebensmittel (einschl. Fleisch) auf 19 Prozent, oder alle Lebensmittel (einschl. Fleisch) auf 7 Prozent.
Keine Ausnahme für Bio-Produkte, würde nur zur Wettbewerbsverzerreung führen.
@Topist
Siehst Du den Beitrag, auf den ich jetzt antworte?
!dem vegetarisch ernährenden Menschen wird es ja verziehen, wenn er Milchprodukte zu sich nimmt, nur Fleisch/Fisch ist out .
Dem sich vegan ernährenden Menschen sollte der Zusammenhang klar sein (und ist auch klar), keine tierischen Nanhrungmittel!
Diese Lebensweise hat nun direkt nichts mit Massentierhaltung zu tun, ob nun über die Masse oder einzel beim Bauer/Bio-Bauer, das ist wurscht für den sich vegan ernährenden Menschen, er lässt die Finger davon!
Der Finger in der Wunde des Veganers ist die gegenenfalls der Rest, also Tierprodukte in der Kleidung(Schuhe) oder Möbeln (Leder-Couch), allerdings sind das dann meist vorhanden Dinge, die er vor seinem Veganen Leben noch hatte
Darum ist hier noch ein kleiner maginaler Unterschied, ein vegan lebender Mensch hat auch absolut keine Kleidung/Möbel , also überhaupt keine tierischen Produkte in seinem persönlichen Bereich, ein sich vegan ernährender Mensch meist auch, könnte aber sein, dass er doch da und dort Lederschuhe trägt oder vielleich noch ne Leder-couch zu Hause rumstehen hat.
Wir wollen doch ehrlich bleiben, gell!
die Tragweite vegeatrischer Ernährung wäre, eine Renatuierung vieler Weideflächen und Äcker die ausschließlich darauf ausgerichtet sind Tiere zu halten.
Grundsätzlich richtet sich dieser Thread gegen die Massentierhaltung und die daraus resultierenden negativen Folgen, nicht nur für die Tiere…,
In der Natur ist die Verwendung der Mich als Ernährungsgrundlage von größeren Kindern Erwachsenen nicht vorgesehen, daher kann die Mehrzahl der Weltbevölkerung (ca. 90%) Milchzucker nach dem Säuglingsalter nicht mehr vollständig verwerten.
In asiatischen Ländern z.B. fehlt den meisten Menschen das Enzym (Laktase) zur Spaltung des Milchzuckers. Daher findet man in diesen Regionen auch keine Milch oder Käseprodukte auf dem Speiseplan. Ganz im Gegenteil, ein Asiat ekelt sich gerade zu vor Käse oder vergorener Michprodukte (Japaner)
In Mitteleuropa leiden ca. 10 - 20% der Durchschnittsbevölkerung unter Laktoseunverträglichkeit. Viele der Betroffenen wissen es nicht einmal, haben öfters unerklärliche Bauchbeschwerden.
Milch braucht kein Mensch um zu Überleben. Alle Nährstoffe die darin enthalten sind, kann er auch mit anderen Lebensmitteln abdecken.
Die Hornspäne, Häute/Felle, Knochenmehl, das umstrittene Tiermehl (Futtermittel), niemand benötigt das - es gibt genügend andere- Alternativen! Dieser Markt ist entstanden, weil diese „Abfälle“ in der Fleischproduktion noch zusätzliche Einnahmen bringen, statt Kosten für die Entsorgung.
In der Urgeschichte der Menschheit benötigte man sie als Bekleidung und als Zelthäute (Wikinger/Indianer). Heute allerdings, könnten wir auf diese Produkte verzichten. Die Indianer waren übrigens ein sehr naturverbundenes und mystisches Volk, niemals hätten sie die Natur so ausgebeutet wie wi. Wer sich ein wenig damit beschäftigt kann einige Reden großer Häuptlinge als das nehmen was sie sind: Eine Warnung an die „Weißen“ , ihre Gier , Unersättlichkeit und ihrem Materialismus, gegen alle Gesetzte der Natur! Damals, genauso wie heute…..
http://welt-des-wissens.blogspot.com/2008/07/wie-die-berhmte-rede-von-huptling.html
"...die Tragweite vegeatrischer Ernährung wäre, eine Renatuierung vieler Weideflächen und Äcker die ausschließlich darauf ausgerichtet sind Tiere zu halten.!
Nicht ganz! Äcker sind eher darauf ausgerichtet, beackert zu werden, entweder für Futtermittel, Biogasanlagen oder Menschennahrung. "Die" Konsequenz "der" veganen Ernährung gibt es nicht, höchstens bestimmte Voraussetzungen und Wirkungen eines bestimmten Anteils veganer Ernährung.
Würden alle Weiden und Wiesen "denaturiert" also zuerst verbuschen dann zu Wald werden, würde das übrigens ein großes Artensterben bedeuten. Auch ein Argument für die Position: "Tierquälerische Massentierhaltung sollte weltweit gestoppt und der Fleischverbrauch bzw. Verbrauch an Tierproduktenauf auf ein Maß reduziert werden, das ohne ihr und auch ohne Umweltzerstörung auskommt. Nicht alle brauchen und nicht alle sollten deshalb vegan leben, aber mehr als heute sollten es schon sein."
Gruß vom Topisten
PS. "Indianer" sind übrigens kein Volk.
Oder nicht? (Mit Fleischkühe meine ich naürlich solche, die verzehrt werden).
"Naja, das Artensterben der Fleisch- und Milchkühe ist ja beinahe wünschenswert, oder?
Oder nicht? (Mit Fleischkühe meine ich naürlich solche, die verzehrt werden). "
Nein, dieses Ergebnis der Massentierhaltung ist keineswegs wünschenswert - abgesehen von den Hochleistungszüchtungen, die außerhalb des Stalls nicht überlebensfähig wären. Genau genommen sind das allerdings auch keine Arten.
http://www.future-on-wings.net/nguni/nutztiere.htm
Gruß vom Topisten
Ich hatte nur überlegt, wie es denn überhaupt um die Zukunft von Kühen, Schweinen, Hühnern usw bestellt wäre, wenn aufgrund von einer (fiktiven) weit verbreiteten, veganen Ernährung auf Massentierhaltung verzichtet werden könnte.
Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie das aussehen könnte.
Ich schon, ganz einfach, es werden immer weniger und weniger und keinem fällts auf. Warum, nun, fällt es uns auf, dass bei uns Millionen und Abermillionen von Nutztieren leben, Nein fällt uns nicht auf, sehen wir kaum, nehmen sie nicht wahr, allenfalls eben als Nahrungsmittel oder dann und wann mal auf der Weide (Idylle).
Also, wenn wir sie heute nicht wahrnehmen, warum sollten wir sie dann wahrnehmen, wenn es immer weniger davon gibt..
Und wenn alle hochgezüchteten Tiere nicht mehr vorhanden sind, nimmt man sogar eventuell auch wieder die Ursprünglichkeit der noch verbleibenden Tiere wieder wahr.
Gutes Argument. Ist ja gerade der Punkt, dass die Tiere nie als Tiere wahrgenommen werden, sondern fertiges Produkt.
was heisst hier seltame Essgewohnheiten, lieber topist. Mal bist Du gegen die Massentierhaltung und dann wieder so ein Kommentar.
Wenn die Massentierhaltung nach "NULL" gefahren würde, heisst das ja noch nicht, dass diese Nutztiere aussterben. Es werden von allen immer noch genügend übrigbleiben, um ein Aussterben zu verhindern. Da würde ich mir sogar noch von jedem ein Paar anschaffen, nur um zu zeigen, dass von diesen herrlichen Tieren mal Abermillionen den Genussfreuden der Menschen gedient haben.
Oder man hält die Feldlärche halt auch nur noch im Freigehege...
Ein Paar also.
Kastriert oder unkastriert?
Wenn kastriert hieße das, dass sie sich nicht weiter vermehren und schließlich ohne Nachkommen sterben.
Wenn unkastriert hieße das dann, dass du auch für deren Nachkommen sorgen musst.
Kennst du dich aus mit Tierhaltung?
Ehrlich gesagt bezweifle ich das.
Ehrlich gesagt glaube ich, dass du keine Ahnung hast, was die Konsequenzen deiner Ankündigung betrifft.
Und ehrlich gesagt ist eine solche Ankündigung für mich symptomatisch für viele der Aussagen, die ich hier über Tiere lesen. Sie sind getragen von einem ahnungslosen Idealismus, von wenig Sachkenntnis und viel Ideologie. All diese schwärmerischen Idealvorstellungen von Tieren gehen an der Realität völlig vorbei. Eine vegane Welt wird es nicht geben. Nutztiere sind zum Nutzen der Menschen da und werden es bleiben.
Massentierhaltung und Tierquälerei sind aufs Schärfste zu bekämpfen. Das bleibt unbestritten. Naive Tierliebe jedoch schadet bei diesem Kampf mehr als sie nützt.
Mit dem Paar (Arche Noah) hatte ich es auch symbolisch gemeint.
Ich weiss nicht warum Du Dich so aufregt, über das von mir Geschriebene.
Klar habe ich keine Ahnung von Tierhaltung,
Klar bin ich idealistisch und auch vielleicht naiv, zu glauben wir könnten alle eine Welt voller Veganer werden. Das ist mein Wunsch, darf man als Utopist nur Realist sein, nur das machbare wagen
Klar ist meine Aussage, dass Nutziere in erster Linie Tiere sind, also Leben, und nicht für den Menschen da sind. Lasst doch endlich mal die Vergangenheit los und kümmert Euch um die Zukunft. Wir brauchen keine Fleisch, keine Milch, keine Tierprodukte mehr.
Wenn du meine Kommentare in diesem Blog liest, wirst du übrigens erkennen, dass ich schon sehr früh hier von einer Reduzierung der Massentierhaltung gesprochen habe und zwar über einen so langen Zeitraum konzeptioniert, dass die im tierwirtschaftlichen Bereich arbeitenden Menschen sich arbeitsmässig umorientieren können, in anderen Bereichen, wie z.B. Bergbau / eisenStahlindustrie hat das auch funktioniert. Dazu muss aber der Wille vorhanden sein.
Und wenn wir das wirklich schaffen sollten mit der Reduzierung der Massentierhaltung, dann ist das ein Verdienst der Träumer, Idealisten und naiven Menschen, die Du hier wieder runter machst.
Wie lässt Böll in "Doktor Murkes gesammeltes Schweigen" seinen Protagonisten sich äußern?
Etwas dieser Diskussion angepasst:
"Es kann etwas geschehen. Es wird etwas geschehen. Es muss etwas geschehen."
Die Erde funktioniert als sich ein selbst regelndes kybernetisches System.
Wenn einige Parameter geändert werden, hat das Einfluss auf das Ganze.
Das kann dauern.
Aber es wird sich in Zukunft viel verändern.
Wir und unsere Kinder und Kindeskinder werden die Folgen am eigenen Leib verspüren.
diese ewige Rechthaberei geht mir langsam auf den Wecker….und wer richtig lesen kann, liest „viele Weiden“, NICHT ALLE!
Durch unsere Eingriffe in die Natur, sterben so viel Arten aus wie nie zuvor!
Ansonsten wenn Indianer kein Volk sind, was denn sonst? Dass es viele verschiedene Stämme gibt weiß wohl jeder –das ist doch nur Haarspalterei.
Ansonsten liest man selbst in Büchern:
Zitat:
„…die systematische Verdrängung der Ureinwohner nach Westen schufen erst die Indianer-Völker,..“
Vielleicht möchte ja jemand den Buchautor selbst belehren?
Mir wir das zu blöd hier-… Tschüß.
@ Bubensteyn,
ich bin gleicher Meinung. Die Welt ist eingebunden im Kosmos/Universum. Niemand weiß genau wie und welche Kräfte da zusammen wirken. Man kann auch sagen, unsere Zukunft liegt in unseren Händen, aber nicht die Zukunft dieses Planeten- der wird uns abschütteln, mit Katastrophen, die wir durch unser Handeln auslösen, wenn wir nicht umdenken!
Die Erde kann ohne uns, wir aber nicht ohne sie!
Viele grüße
Idealistin
"...diese ewige Rechthaberei geht mir langsam auf den Wecker….und wer richtig lesen kann, liest „viele Weiden“, NICHT ALLE!"
Das haben Sie offenbar missverstanden. Habe nur darauf hingewiesen, dass es in der Realität nicht um "die" Konsequenz "des" Veganismus geht, also was geschieht, wenn alle Veganer werden. Darüber müsste diskutiert werden, wenn die Forderung wäre, dass alle Menschen Veganer zu sein haben. Da es aber grad mehr um ein sozial bzw. ökologisch zukunftsfähiges Maß geht, bitte ich darum, über dieses Maß zu reden und wie Veganer und Nichtveganer in der Sache zusammen kommen. Dass Sie das als Haarspalterei empfinden und es Ihnen auch zu blöd ist, zwischen Volk und Völker zu unterscheiden, finde ich bedauerlich. Was letzteres angeht, würde ich allerdings auch vor einer Idealisierung von am Ort gebundenen Lebensweisen warnen. Aber das steht auf einem anderen Blatt.
Gruß vom Topisten
"Durch unsere Eingriffe in die Natur, sterben so viel Arten aus wie nie zuvor!"
Wobei zu berücksichtigen wäre, dass die Anonymität des Marktes, die Zwänge des freien Wettbewerbs und der (als mehr oder minder gerechte Entlohnung für eigene Mühen empfundene) Freiheits- bzw. Wohlstandsgewinn, den die Anonymität des Marktes und die Zwänge des Wettbewerbs den Konsumierenden bescheren, ein hinreichendes soziales Bewusstsein der Konsequenzen nicht aufkommen lassen, die die damit verbundenen Eingriffe in die Natur womöglich bedeuten. Ein Systemfehler! Und die topistische :-) Frage wäre: Wie kann der behoben werden?
Zu berücksichtigen ist im Übrigen auch, dass ein nicht geringer Teil der Artenvielfalt auf Kulturlandschaften erblüht ist. Die beweideten Almwiesen sind ein Beispiel dafür. In Großstädten ist die Artenvielfalt meist größer als im Umland. Die einst afrikanischen Weißstörche wurden überhaupt erst zu Zugvögeln nachdem nördlich des Mittelmeers die Wälder zugunst von Ackerbau und Viehzucht gerodet wurden. Die Feldlerche ist nicht zuletzt deshalb auf der Roten Liste, weil die Fläche der Viehweiden abnimmt.
Infos zum Artensterben
http://www.artenschutz.info/news/index.shtml
http://www.future-on-wings.net/arten.htm
Gruß vom Topisten
Gehversuche gibts im Rahmen von "Mehr (Öko-)Kommunismus wagen ;-)
( http://hhirschel.wordpress.com )
Aber mal in aller Würze.
Ziele können da nur sehr (!) allgemein formuliert werden z.B. als Möglichkeit - idealerweise - aller am Weltwirtschaften Beteiligten, sich gegenseitig (auch als Fürsprecher kommender Generationen oder der Naturumwelt) zur Rücksichtnahme (und Vorsicht) zu nötigen.
Die dazu passenden Fragen sind:
1) Was sind die dringdlichtsen Probleme, die gemeinsam zu lösen sind?
2) In welcher Zeit sollten die Probleme bewältigt sein?
3) Was sind die hemmenden Faktoren?
4) Wo sind die Fortschrittspotenziale?
5) Wo geht was voran?
6) Wie lassen sich 4) und 5) mit 1) und 2) rückkoppeln?
Gruß vom Topisten
"Sozialismus ist keine Leidenschaft des Kopfes
sondern Kopf aller Leidenschaft"
K. Marx
Hier übrigens ein neues Video des VEBU: http://www.youtube.com/watch?v=2rm3TSOKFZ0
Auch wenns weh tut, es ist Zeit darüber ernsthaft zu diskutieren und die Reaktionen zeigen wohl auch, dass es gut so ist.
Übrigens, die Videos vom Vebu sind super!
stimme Dir zu, sowohl in Sachen `Ernährung/Fleisch essen`, wie auch in Sachen `Rechthaberei`.
Wenn es etwas wie Sünde gibt, dann ist es das, was wir Menschen durch unseren Lebensstil den Tieren und der Natur antun. All das wird auf uns zurückfallen.
Trotzdem bin ich Optimist ! Jean Gebser beschreibt in seinem Buch "Ursprung und Gegenwart" die
Entwicklung des menschlichen Bewußtseins und kommt zum Ergebnis, daß die Menschheit mitten in den Geburtswehen in ein Neues Bewußtsein liegt. Dies sagen auch so gut wie alle spirituellen Schulen/Lehrer, wie z.B. Ken Wilber, Hugo Lasalle, Willigis Jäger, Eckart Tolle.
Das `alte Bewußtsein`, das `alte Denken` ist zu egoistisch geworden mit allen Folgen die jeder sehen kann. Dieses `Alte Denken` kann die Probleme nicht mehr lösen, da es immer wieder seiner eigenen Gier/Egozentrismus verfällt.
Das Neue Bewußtsein können wir nicht `machen`, es `geschieht`, evolutionär/göttlich, wie auch immer.
Aber wir Menschen können uns ihm öffnen, oder verweigern. Die meisten hängen noch am `alt en Denken` in all seinen negativen Gewohnheiten. Jedoch: Alles ist im Wandel, das Neue wird immer öfters sichtbar !
"... stimme Dir zu, sowohl in Sachen `Ernährung/Fleisch essen`, wie auch in Sachen `Rechthaberei`."
Rechthaberei zu unterstellen ist eine prima Methode, sich vor einer sachlichen Antwort auf die vorgebrachten Einwände und Argumente zu drücken. Emotion statt Reflektion heißt hier: Stimmung gegen Personen machen, die die "falschen" Argumente einbringen. Und wenn das nicht hilft, kann man auch schon mal mit der Hölle drohen. Das ist das genaue Gegenteil von (umwelt-) bewusstem Sein bzw. Werden. Der gerade Weg in die soziale Bewusstlosigkeit.
Gruß vom Topisten
http://www.farmsubsidy.org/DE
kann jeder nachlesen, dass die Fleischwerke Edeka Nord im Jahr 2008 - 18 833 000 Milionen Euro aus Brüssel bekommen haben.
Das ist ein sehr weiter Weg bis sich politisch etwas ändert,falls überhaupt. Das Umdenken muss - wie so oft - aus der Bevölkerung kommen.
weitere Bezieher:
14 Millionen Humana und Nordmilch
die Fleischfirmen Vion und Bonnfleisch beide jeweils gut 6 Millionen.
Wenn hier immer wieder geschrieben wird, dass der Fleisch-Konsum auch in Deutschland nicht zurückgehen, sondern noch zunehmen würde, dann passiert das vor diesen Zahlen. Wieviel tatsächlich gekauft und gegessen wird, ist nämlich nicht so eindeutig festzustellen.
Ich plädiere für einen Stop von Subventionen, die die konventionelle Tierhaltung fördern.
http://www.youtube.com/watch?v=enh0CMRrLHM
Brot und Obst leider auch.
Wir sind eine kranke Gesellschaft.
Ich bin froh vegan zu sein.
Es ist sehr schwierig, die Menschen zum nachdenken anzuregen.
Ich werde oft mißverstanden. Die Frage: Und was darfst Du denn übrhaupt noch essen?
Wo es doch so tolle vegetarische und vegane Kochbücher gibt, kann das kein Problem mehr sein.
Die Produktion von Fleisch wird vom Verbrauch her gesteuert nicht umgekehrt, werden keine Produkte aus Massentierhaltung nachgefragt werden sie auch nicht produziert. WÜrden wir in Deutschland weniger Fleisch produzieren käme das Fleisch woanders her.
Bei Eiern sehen wir das gerade Deutschland hat die Käfighaltung abgeschafft neue Ställe für Bodenhaltung fehlen noch jetzt werden die Eier eben importiert.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,687007,00.html
Ob den Hühnern dadurch geholfen wurde?
"Ist der Mensch schizophren oder denkt der Kopf an die armen Tiere und der Bauch will Fleisch?"
Wir sind halt vom Warensinn befallen
http://hhirschel.wordpress.com/2009/02/22/2008/11/23/sind-wir-des-warensinns/
Und das bedeutet: Der Bauch ist willig und der Geist sehr schwach. Und warum? Weil das vom Zwang zur Rücksichtnahme freie Marktwirtschaften die Köpfe auf den eigenen Bauchnabel ausrichtet.
"Die Produktion von Fleisch wird vom Verbrauch her gesteuert nicht umgekehrt, werden keine Produkte aus Massentierhaltung nachgefragt werden sie auch nicht produziert."
Auch hier treibt der Bauchgeist sein Unwesen. Diese bauchistische Lebenslüge ist eines der größten Hemmnisse jeglicher Bewegung zu einer sozialen Bestimmung rationaler Produktionsmethoden, -zwecke und -mengen.
Freie Konkurrenz zwingt zur Rationalisierung und der dadurch bewirkte Wertverfall muss durch Wachstum ausgeglichen werden. Und wo Bäuche mit sozial eher schwachem Geist (= sozial eher schwacher Ausrichtung) sich infolgedessen billiger füllen können, billigen sie das mit einem genüsslich geschmatzen Hurra Kapitalismus! Ob nun der Herr Rieger mit der Hölle droht oder nicht.
Gruß vom Topisten
Falls Du jedoch meine Aussage "Wir werden ernten was wir säen" meinst,
so beziehe ich mich hier einfach auf das Gesetz von "Ursache und Wirkung".
Völlig zustimmen kann ich Dir bei Deiner Aussage "Die Produktion von Fleisch wird vom Verbrauch her bestimmt und nicht umgekehrt".
Dies gilt übrigens für fast alle Produkte. Der Verbraucher hat viel mehr Macht/Lenkungsmöglichkeiten, als ihm bewußt ist.
Nein, das hat mit Schizophrenie nix zu tun, sondern ist der ganz normale Trieb, das Verlangen des Menschen nach Nahrung. Der Mensch kann lediglich versuchen, den Trieb zu unterdrücken, was m.E. nicht gut ist und nur Schuldgefühle hervorruft, am besten wäre es, wenn der Mensch sein Verlangen nach Nahrung akzeptiert und als was ganz Natürliches ansieht.
-Freie Konkurrenz zwingt zur Rationalisierung und der dadurch bewirkte Wertverfall -muss durch Wachstum ausgeglichen werden.
Ich würde es eher so sehen, Konkurrenz belebt das Geschäft. Rationalisierung bewirkt nicht zwangsläufig Werteverfall, im Gegenteil, ein gut durchrationalisiertes Unternehmen, ist wettbewerbsfähiger und zukunftsfähiger, sein Wert kann dadurch sogar steigen und tragen zum Wirtschaftswachstum bei.
"Der Mensch kann lediglich versuchen, den Trieb zu unterdrücken, was m.E. nicht gut ist und nur Schuldgefühle hervorruft, am besten wäre es, wenn der Mensch sein Verlangen nach Nahrung akzeptiert und als was ganz Natürliches ansieht."
Glückwunsch! In der Hitliste der unsinnigsten je auf diese Frage gegebenen Antworten hat das mit Sicherheit gute Aussichten auf einen der drei vorderen Plätze.
Außerdem würde er das Problem des sozial bzw. ökologisch desaströsen Wachstumszwangs eher so sehen, dass Konkurrenz das Geschäft belebt :-)
"Rationalisierung bewirkt nicht zwangsläufig Werteverfall, im Gegenteil, ein gut durchrationalisiertes Unternehmen, ist wettbewerbsfähiger und zukunftsfähiger, sein Wert kann dadurch sogar steigen und tragen zum Wirtschaftswachstum bei."
Einfach genial!
Was zeigt die vollkommene Ahnungslosigkeit jungunionierter BWL-Philosophen in Fragen wirtschaftlicher Funktionszusammenhänge besser als diese Verwechslung von Warenwerten mit der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. (Klar, ist auch irgendwie wertvoll!).
Herr, lass es Einsicht regnen!
Der Mensch ist nunmal auch ein Tier.
-Fragen wirtschaftlicher Funktionszusammenhänge besser als diese Verwechslung von -Warenwerten mit der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. (Klar, ist auch irgendwie wertvoll!).
Sehr Wertvoll, als Aktionär wünsche ich mir, daß die Unternehmen, von denen ich Aktien habe, möglichst Wettbewerbsfähig sind und dain investieren, wettbewerbsfähiger (und damit zukunftsfähiger) zu werden, damit der Wert meiner Anteile steigt. Unternehmen sind schließlich keine Wohlfahrtsverbände, sondern sollen ihren Anteilseignern möglichst viel Profit bescheren.
"denkt der Kopf an die armen Tiere und der Bauch will Fleisch?"
Na, so schwer ist die Frage nicht, dass man sie nicht mit einem Satz beantworten könnte (vorausgesetzt jedenfalls, der Kopf denkt):
Bei denjenigen, die Fleisch aus Massentierhaltung im Übermaß konsumieren, denkt der Kopf offenbar gar nicht.
Oder frei nach Hirschhausen (ein Arzt und Kabberetist) Das Gehirn (beim Menschen) entscheidet nicht, es ist der Regierungssprecher, es teilt nur die Entscheidungen mit...
:-o)
Uns zeigt das immerhin, dass man sein Unbewusstes auch sehr bewusst trainieren kann. Was dramatische Fehlhandlungen aber offenbar auch nicht ganz ausschließt.
(Kahns Ski-Stock-Hecht würde ich eher als klassische Konditionierung einstufen, vermutlich jagt er jedem Stöckchen nach :-) )
Esoteriker, Philosophen, Sterbensforscher, oder Glaubenslehren wie z. B. von Mary Baker Eddy die sich als Interpretin der Bibel sieht, befassen sich damit. Das Denken ist nicht nur egoistisch, sondern ganz einfach falsch ausgerichtet. All unser Handeln und Wirken bezieht sich immer stärker (fast ausschließlich) auf materielle Dinge und vernachlässigt die geistig spirituelle Ebene, die eigentlich alles das ist, was uns Menschen ausmacht. Besonders wenn man der Theorie folgt, das alles was auf Erden existiert einer einzigen Urquelle entsprungen ist, die man gewöhnlich als Gott bezeichnet.
Die Sinnfrage des Seins ist so alt, wie der Mensch selbst und immer noch nicht gelöst
@ topist,
Der Mensch, als „Herrscher“ des ihm LEIHWEISE überlassenen Planeten muss sich damit auseinandersetzen, wie er mit ihm verfährt und welche Auswirkungen es für ALLE hat. Letztendlich auch für ihn, beziehungsweise den nachfolgenden Generationen.
Da reicht es einfach nicht zu sagen, man muss rationell und intelligent handeln. Beides machen die Lenker der Unternehmen aber in die falsche Richtung. Das Zauberwort ist allumfassende Liebe mit Allem und Jedem auf diesen Planeten und das Bewusstsein, das niemand isoliert von anderen handeln kann, ohne etwas positiv oder negativ zu verändern.
Das kaufe ich nicht ab, wenn erklärt wird, dass rückläufige Viehhaltung die Lerche und andere Wiesenbrüter bedroht. Die eigentliche Bedrohung wurde durch intensive Landwirtschaft verursacht. Durch Pestizide, Überdüngung und dem zu frühen Mähen der bewirtschafteten Flächen, was unzähligen Tieren das Leben kostete und ganze Brutkolonien vernichtet hat - Jahr für Jahr…
Außerdem geht es hier doch darum Massentierhaltung in Frage zu stellen. Zudem kann ich mit deiner Art zu argumentieren nicht allzuviel anfangen, da sie zum Teil auch widersprüchlich ist. Du plädierst zwar mit Intellekt , aber hier ist mehr gefragt als Verstand und Rationalität, Lebewesen haben Gefühle und man sollte schon das Leid anderer, und seien es auch „nur“ Tiere nachempfinden können. Das ist eine notwendige Basis um menschliche (tierische) Lösungsvorschläge zu finden. Das geht für mich aus deinen Kommentaren nicht hervor…
Zudem will ich niemanden niedermachen- nur verstehen was er meint....
Aber hier ein paar Videos die du dir mal ansehen solltest. Nichts für zartbesaitete Seelen, aber das scheint bei dir ja auch nicht der Fall zu sein. Sorry.
http://www.youtube.com/watch?v=GE3I7rFGOoA&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=-grAcRxyMOs&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=QvR3FvZEi-c&feature=related
und einem Trailer zum Film unser täglich Brot
http://www.youtube.com/watch?v=cHVGYnryYtw
und eine ganze Auswahl über „Küken -Produktion".
http://www.youtube.com/watch?v=JwZ8YPVge_M&NR=1
Hauptsache es schmeckt?
Viele Grüße
Idealistin
Das ist die richtige Antwort auf den immer noch zu stark geprägten materialistischen westlich orientierten Menschen, der Verstand, Intelekt immer noch zu einseitig verwendet.
Ist doch kein Grund, nur weil ich etwas nicht sehe oder anfassen kann, aber dennoch darüber nachdenken kann, dieses dann nicht auch als mögliche oder sogar logische Realität anzuerkennen.
Doch, doch, das ist schon so. So hat z.B. die Weidewirtschaft (ziehende Schafherden etc.) neue Landschaftsformen hervorgebracht, die wiederum für bestimmte Arten ein ideales Zuhause darstellten. Es sind sogar neue genau angepasste Arten entstanden.
Aber das ist meines Wissens nicht der Punkt bei der Artenvielfalt. Die Welt hat sich schon immer verändert, und immer sind dabei gleichzeitig Arten ausgestorben und neue entstanden.
Nur ist es heute so, dass - durch unser atemberaubend schnelles und einseitiges Wirken - mehr Arten aussterben, als neue entstehen können. Dies hat zur Folge, dass sich die Welt, die Natur gerade angesichts der großen Veränderungen in nächster Zukunft (Klimawandel etc.) wesentlich schlechtere Karten hat, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, als gewöhnlich. Deshalb versuchen viele Natur-Verbände etc., dem Artensterben z.B. durch Erhalt bestimmter Landschaftsformen entgegenzuwirken. So gesehen macht das durchaus Sinn.
Nicht aber wegen so einiger Vorstellungen, die Welt sollte sich möglichst gar nicht verändern oder gar zurück kehren zu vermeintlich besseren Verhältnissen - das ist mMn ziemlich weltfremd und - sorry - naiv. Zumal die "gutern alten Zeiten" bei näherem Hinsehen niemals wirklich gut waren... ;-))
Die Welt, das Leben, die Natur haben sich schon immer ständig verändert und weiterentwickelt, und sie werden uns nicht danach fragen, ob uns das auch in Zukunft Recht ist.
*Was* wir aber tun können, ist dafür Sorge zu tragen, dass *unser Beitrag* - unser Beschleunigungsprogramm, die pervertierten Machenschaften bei unserer Ernährung, das hirnlose Verbrennen Jahrtausende alter Ölvorräte, nur um von A nach B zu kommen oder uns den Hintern zu wärmen usw. - in Grenzen bleibt, die den Fortgang der Dinge für die Welt, das Leben und die Natur nicht zu arg verbiegen.
Aber das sollten wir schon tun, und das können wir auch.
Liebe Grüße
Hans-Werner
Die Haltung von Tieren auf offener Weide ist sicherlich besser als in geschlossenen Massen-Ställen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Mehrheit der Verbraucher das auch verlangen und kaufen würde.
Wie schreibt Foer so schön auf S. 123: "Es ist immer möglich, jemanden aus dem Schlaf zu wecken, aber kein Lärm der Welt kann jemanden wecken, der nur so tut, als würde er schlafen."
"Der Mensch, als „Herrscher“ des ihm LEIHWEISE überlassenen Planeten muss sich damit auseinandersetzen, wie er mit ihm verfährt und welche Auswirkungen es für ALLE hat. Letztendlich auch für ihn, beziehungsweise den nachfolgenden Generationen."
Das Problem ist allerdings, dass es "den" Menschen nur in der idealistischen Phantasie gibt. Leider sind die real existierenden Menschen keineswegs Herren ihrer Beziehungen zur Naturumwelt oder auch untereinander. Und das freie Marktwirtschaften befreit uns ja auch grad davon, uns damit auseinander setzen zu müssen, welche Probleme die gegenwärtige Art der Existenz machen.
"Da reicht es einfach nicht zu sagen, man muss rationell und intelligent handeln."
Das reicht tatsächlich nicht. Man muss das nicht nur sagen sondern auch sehen, das man dahin kommt. Was z.B. die Möglichkeit voraussetzt, gemeinsame Ziele, Standards usw. zu definieren ohne die die Rationalität oder Irrationalität einer Handlung nicht bestimmt werden können.
"Beides machen die Lenker der Unternehmen aber in die falsche Richtung."
Sie unterliegen einer anderen Rationalität als wenn über Produktionsmengen, -methoden, und -zwecke auf Basis von Übereinkünften freier (und ökologisch bgebildeter) Menschen entschieden werden könnte, die ihr Bereicherungsvermögen nicht mehr für ihnen ganz und gar fremde Zwecke zur Verfpgung stellen müssen oder sich am Markt gegenüber Konkurrenten zu behaupten haben, deren Produkte mittels Raubbau an den Naturkräften, der Humanität und der Zukunft aller billiger sind und deshalb von den weitaus meisten Menschen blind gebilligt werden.
"Das Zauberwort ist allumfassende Liebe mit Allem und Jedem auf diesen Planeten"
Ehrlich gesagt hielte ich eine ökologische Reform der Mehrwertsteuer, Ökozölle und ein davon gespeistes globales Proramm zum ökologischen Umbau der Weltwirtschaft für effektiver.
Im Übrigen erinnere ich an das, was ich zum Thema Rationalität am 29.08.2010 um 15:59 geschrieben hatte.
Im Gegensatz zu Ziegen, die ihren Willen nach Immermehr auch in zerstörerischer Weise auszuleben können, können Menschen die wahrscheinlichen Folgen des Immermehrs gedanklich vorwegnehmen und ihren Willen entsprechend verändern Vor allem dann, wenn die (potenziell) Leidtragenden in der Lage sind, Rücksichtnahme einzufordern bzw. hinreichend Empathie für die Leidtragenden entwickelt werden konnte.
"Das kaufe ich nicht ab, wenn erklärt wird, dass rückläufige Viehhaltung die Lerche und andere Wiesenbrüter bedroht."
Die Feldlerche leidet auch unter Veränderungen beim Ackerbau (und könnte von ainem Ausbau des Öko-Landbaus profitieren). Aber Massentierhaltung und Verwandlung von Weideland in intensiv bewirtschaftetes Ackerland sind zwei Seiten der selben Medalle.
Einschlägige Informationen gibt es hier:
http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=311
Und hier was Grundsätzliches zum Thema:
"Naturschutz durch Nutzung
Traditionelle Kulturlandschaften sind ein integraler Bestandteil europäischer Ökosysteme. Vielfalt und Artenreichtum der Naturräume hat sich über Jahrhunderte entwickelt.Viele der heute schutzwürdigen Naturräume sind Produkte der Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur, wie z.B. Magerwiesen und -weiden, Terrassenlandschaften, Hohlwege, Almen und Bergmähder – Elemente der Kulturlandschaften, die durch Nutzung entstanden sind und deren Erhaltung eine Nutzung voraussetzt. Besonders in grossflächigen und schwer zugänglichen schutzwürdigen Gebieten, Naturreservaten und Naturparks ist eine ökonomische Nutzung und Bewirtschaftung oft nicht möglich. Der Aufwand von Mahd und Abfuhr des Heues ist zu kostenintensiv. Verbrachung, Verbuschung und damit eine unerwünschte abnehmende Artenvielfalt ist die Folge.
(...) Extensive Weidelandschaften wurden schon früh als Inbegriff der Urnatur unter Naturschutz
gestellt. Viele dieser Flächen (in Mitteleuropa) sind mittlerweile aufgrund fehlender
Beweidung schon wieder so stark bewaldet, dass ihr ursprünglicher Wald-
Weidecharakter fast verloren ging."
Quelle: http://www.save-foundation.net/docu/de/Natur_und_Agro_voll.pdf
Gruß vom Topisten
"Zudem kann ich mit deiner Art zu argumentieren nicht allzuviel anfangen, da sie zum Teil auch widersprüchlich ist. Du plädierst zwar mit Intellekt , aber hier ist mehr gefragt als Verstand und Rationalität, Lebewesen haben Gefühle ..."
Ja wer um Himmels Willen soll denn mit so einer "Argumentation" etwas anfangen? Das ist leider wieder nichts als Stimmungsmache. Sehr gerne antworte ich auf Hinweise ob irgendwelcher Widersprüchlichkeiten in meinen Aussagen. Aber dann sollten diese Hinweise auch kommen. Du magst ja das Gefühl haben, dass ich mich widersprüchlich äußere. Aber Gefühle können täuschen. Jedenfalls sind sie in diesem Fall nicht nachvollziehbar.
"... und man sollte schon das Leid anderer, und seien es auch „nur“ Tiere nachempfinden können."
Das sollte man gewiss. Aber was ist Grund deiner Belehrung? Habe ich jemals gegenteiliges behauptet?
"Das geht für mich aus deinen Kommentaren nicht hervor…"
Mag ja sein, dass das für dich so ist. Zeigt mir aber, dass du sie entweder nicht gelesen hast oder dermaßen voreingenommen bist, dass du mehr in deinen eigenen Gedanken liest als in dem, was da schwarz auf weiß steht.
"Aber hier ein paar Videos die du dir mal ansehen solltest. Nichts für zartbesaitete Seelen, aber das scheint bei dir ja auch nicht der Fall zu sein."
Ich denke, dass genau solche Unterstellungen der Sache der Veganer außerordentlich schaden. Schade!
Gruß vom Topisten
"Zudem kann ich mit deiner Art zu argumentieren nicht allzuviel anfangen, da sie zum Teil auch widersprüchlich ist."
Meine Position habe ich unter anderem am 26.08.2010 um 14:45 dargelegt. Versuche mal zu benennen, was du daran widersprüchlich findest und warum du damit nichts anfangen kannst.
Gruß vom Topisten
http://www.animal-health-online.de/lme/2010/08/28/fleisch-das-geheimnis-schoner-frauen/4907/