Auf Utopia haben wir kürzlich vom Krombacher Klimaschutz Projekt berichtet. Im Brennpunkt steht eine kaum bekannte Klimabedrohung von globalem Ausmaß: Torfmoorregenwälder im indonesischen Teil von Borneo. Deren CO2-Emmissionen machen Indonesien nach den USA und China zum drittgrößten Emittenten von Treibhausgasen weltweit! Um der nächsten Klimakatastrophe entgegen zu wirken, versuchen Krombacher und der WWF die trockengelegten Moore wieder zuvernässen. Durch den Bau von Hunderten von Dämmen und die daraus resultierende Erhöhung des Grundwasserspiegels werden insgesamt ca. 1,76 Mio. Tonnen CO2 dauerhaft gebunden werden.
Seien Sie auf Borneo dabei!
Utopia und Krombacher suchen einen ambitionierten Klimaschützer, der das Krombacher Klimaschutzprojekt vor Ort miterleben möchte. Der Gewinner wird den einzigartigen Lebensraum des Sebangau-Nationalpark kennenlernen, die ersten Maßnahmen der Wiedervernässung zu sehen bekommen, die Verantwortlichen des WWF treffen, beim Bau eines Staudammes dabei sein und vieles mehr! Die Reise findet im Herbst 2011 statt.
So können Sie die Reise nach Borneo gewinnen
Füllen Sie einfach unseren Fragebogen aus und mit etwas Glück sind Sie dabei. Unter allen Teilnehmern wird ein Gewinner ermittelt.
Und weil es uns sehr wichtig ist, auch an dieser Stelle ein Hinweis:Die Tour nach Borneo ist keine Reise für Tropen-Einsteiger. Aufgrund der klimatischen Bedingungen (hohe Luftfeuchtigkeit, Hitze), sollte man eine robuste Konstitution mitbringen. Zu den weiteren Teilnahmebedingungen.
Jetzt den Fragebogen ausfüllen und gewinnen!


Kommentare (104)
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ist das nicht eine Möglichkeit, mit den Verantwortlichen und Betroffenen vor Ort zu reden?
ick versteh Euch nicht - das ist ja keine Pauschaltour sondern sieht mir mehr nach Arbeit aus "Die Tour nach Borneo ist keine Reise für Tropen-Einsteiger. "
Ich bewerbe mich dafür.
grundsätzlich hat die Reise per Flugzeug eine negative Klimabilanz. Allerdings kann es einen Mehrwert haben, wenn durch die Berichterstattung andere Menschen dazu angeregt werden, bewusster zu leben. (siehe die zahlreichen Dokumantationen, die immer wieder aus verschiedenen Krisengebieten zum Thema soziale und ökologische Nachhaltigkeit gezeigt werden) Klar ist natürlich, dass durch die Reise entstandenens CO2 ausgeglichen werden muss.
danke für die Beantwortung meiner Frage.
Dann hoffen wir einfach, dass der Gewinner der Reise es schafft, mit seiner Berichterstattung so viele Menschen zu mobilisieren, dass es sich unter dem Strich doch gelohnt haben wird.
Es gab immer schon große Rhetoriker und charismatische Persönlichkeiten, deren Überzeugungskraft Unvorstellbares bewirkt hat (man denke nur an die vielen Religionsstifter und politischen Demagogen der Menschheitsgeschichte) – warum sollte es unter den 60.000 Utopia-Usern keinen solchen geben? Es werden sich ja doch dutzendeweise Utopia-User am Gewinnspiel beteiligen, vielleicht auch einer, der die Wortgewalt hätte, gegebenenfalls unter dem Eindruck seiner Borneo-Reise eine Lawine von Nachhaltigkeitsbewusstsein loszutreten. Wenn dann noch das Glück mitspielt, dass *gerade dieser* der glückliche Gewinner ist… Aber es gibt ja auch Millionen von Menschen, die Lotto spielen, nicht wahr?
ich bin mir nicht sicher, dass ich Dich richtig verstanden habe.
Bewirkt der Umstand, dass "sich wahrscheinlich keine Millionen bewerben" und dass nur jemand in Frage kommt, der sich einer guten körperlichen Konstitution erfreut (und weitere Vorgaben erfüllt, die im Bewerbungsformular gefordert werden), eine Erhöhung der Chance, durch das Losverfahren eine zugleich außergewöhnlich charismatische Person zu finden?
Gruß,
YouMe
Meine Kritik richtet sich nicht gegen die Person, die die Chance nutzt, dabei zu sein und auch nicht gegen den einen Flug.
Ich habe Verständnis dafür, wenn jemand seinen Herzens-Traum damit verwirklicht.
Ich werde das dem / der Gewinner(in) sicher von Herzen gönnen.
Meine Kritik hat sich gegen die Aktion als Symbol gerichtet wegen der Akteure Kormbacher und WWF.
Das ist ja genau diese Form des Ökotourismus, die dem WWF angelastet wurde.
siehe dazu bitte unseren Kommentar unten. Es geht nicht darum, sich in irgendwelche Klimaschutzgebiete fliegen zu lassen, um schöne Fotos zu machen, sondern darum, die Auswirkungen der Umweltzerstörung live zu erleben, mit den Projektbeteiligten zu sprechen und andere Menschen wachzurütteln.
Bitte zurücktreten! Durchfahrt eines reparaturbedürftigen Triebwagens gemeldet. Falls der Zug wider Erwarten zum Stehen kommt, bitte nicht einsteigen!
Keinerlei Verantwortungsgefühl vorhanden angesichts dieser völlig unnötigen Umweltverschmutzung.
Was soll das?
Warum sollte er sein Verhalten dann ändern?
Das schliesst sich doch wohl aus oder?
Krombacher möchte mit dieser Reise einem Utopisten die Möglichkeit geben, sich vor Ort vom Projekt selbst, aber auch vom dringenden Handlungsbedarf zu überzeugen. Es wird die Chance geboten, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen und mit den Projektverantwortlichen (Krombacher und WWF) direkt ins Gespräch zu kommen. Ein Utopist kann vor Ort Erfahrungen sammeln, das Projekt, die Beteiligten und die Umsetzung hinterfragen, sich eine eigene Meinung bilden und die Erfahrungen in die Utopia Community tragen. Das empfinden wir als ein tolles Angebot.
Ja, durch die Reise entsteht CO2. Transport und Aufenthalt werden jedoch selbstverständlich klimaneutralisiert. Es handelt sich hier absolut nicht um Ökotourismus, es geht nicht um eine Urlaubsreise in irgendein Feriengebiet. Hier wird die Möglichkeit geboten, die drastischen Auswirkungen der Umweltzerstörung vor Ort zu erleben. Das ist kein Vergnügen, sondern eine ziemlich einprägende und harte Erfahrung. Ja, man kann sich dies auch durch Artikel und Bilder vergegenwärtigen. Die Auswirkung ist jedoch oft viel intensiver, andere Menschen wachzurütteln gelingt oft besser, wenn man von selbst erlebten Erfahrungen berichtet. Wir haben das bei der Rückkehr von Claudia Langer aus Borneo erlebt. In ihrem Blog kann man gut nachvollziehen, dass es bei der Reise um die Transparenz des Projektes geht und nicht um Urlaub. (http://www.utopia.de/blog/unterwegs-nach-utopia/borneo-eine-reise-in-einen-der-groessten-brennpunkte-des)
Die Heftigkeit, mit der dieses Angebot hier verurteilt wird, ist für uns nicht nachvollziehbar. Krombacher ist bereit seine Arbeit nach außen zu öffnen, sich „in die Karten gucken zu lassen“. Sie suchen das Feedback der Utopisten, wollen aktiv die Möglichkeit bieten, sich über ihr Klimaschutzprojekt zu informieren. Jedem ist es frei gestellt sich zu bewerben. Es gibt bereits viele Utopisten, die diese Chance wahrgenommen haben. Von denen, die diese Möglichkeit nicht nutzen wollen, erwarten wir, dass das Angebot trotzdem akzeptiert wird und nicht als Basis für pauschalisierende Verurteilungen genutzt wird. Nutzt die Möglichkeit zum Dialog mit Krombacher. Es wäre eine vergebene Chance, wenn der Austausch zum Erliegen kommt.
Viele Grüße
Das Utopia Team
Wir haben seit 2002 das Regenwald-Projekt in Afrika. Besteht im übrigen bis auf den heutigen Tag mit 4 Mio. Euro in einer Stiftung. Und jetzt haben wir das Klimaschutz-Projekt in Borneo im Nationalpark Sebangau, wo wir 2 Mio. für Maßnahmen zur Wiedervernässung und zur CO2 Bindung ausgeben.
Hier war immer die Forderung nach Transparenz und die Frage zu hören, was geschieht eigentlich vor Ort. Deshalb haben wir immer, weil alles ordentlich zugeht und wir nichts zu verbergen haben, Journalisten und Meinungsbildner eingeladen, die sich vor Ort überzeugen können, welche Maßnahmen durchgeführt worden sind. Dort kann man mit Verantwortlichen reden: Nationalparkleiter, WWF-Verantwortliche, Forscher, die vielleicht gerade vor Ort sind, oder aber auch mit Leuten von Krombacher, z.B. mit mir:-).
Es geht nicht um Tourismus, sondern im klassischen Sinn - Habermas lässt grüßen - um die Herstellung von Öffentlichkeit, so einfach ist das und zugleich anscheinend so schwer. Um das zu erreichen, dafür muss man nun einmal in dieses Gebiet reisen. Da entsteht CO2, um genau zu sein etwa 12 Tonnen pro Person - aber das werden wir kompensieren.
Also: Wir freuen uns nach wie vor, wenn wir einen Utopisten bei der Reise nach Borneo mit dabei haben werden.
Grüße aus Krombach
http://www.skepticalscience.com/docs/Guide_Skepticism_German.pdf
Mehr zu skeptischen Argumenten:
http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/klimawandel-menschengemachte-erwaermung-und-182679
Sind es die Bilder? Ein flott dahin düsendes Motorboot (Spaß am Fahren), ein paar verwaiste Orang Utans (ein bischen Mitleid), Menschen bei der Arbeit (ja, wir tun was!)...
Ist es die Vermutung, dass Krombacher das Gewinnspiel aus dem Marketing Budget bezahlt?
Marketing für was?
Wem soll dieses Gewinnspiel nützen?
Wenn jemand den "Orang Utans" antwortet: WIE kann es den Orang Utans nützen?
Ich verwette eine Kiste Öko-Bier, dass diese Aktion (= Gewinnspiel) keinen Beitrag zum "globalen turnaround" liefern kann... Und ja, ich lasse mich sehr gerne eines Besseren belehren!
Wär schon toll, oder?
Da dann rück den Kasten mal rüber. Ich freue mich drauf. Denn die Wette hast du schon verloren. Dass das Gewinnspiel inklusive der hier ausgelösten Debatte um die Schädlichkeit des Fliegens (außer natürlich in die USA zum Veganerpuddig-Essen) keinen Beitrag zur globalen Umkehr leisten KANN, wirst du niemals beweisen können, das Gegenteil ließe sich schon beweisen.
Auf welche Öko-Biermarke darf ich mich freuen?
Einmalige Reise > 12 to CO2
Jährliche Ersparnis durch vegane Lebensweise > 0,5 to CO2
Siehe: http://vebu.de/aktuelles/news/430-veganer-duerften-porsche-fahren
Naja, aber so simpel funktionieren die ökologischen Zusammenhänge in der Welt wohl nicht...
"Da ich mich nicht auf die Projekte selbst beziehe, sondern auf die Reise ..."
Aber das geht halt nicht. Ist eben nicht "Ganzheitlich" gedacht, weil das private Sponsoring ohne solche Preisausschreiben eben funktionieren. Und die zusätzliche Aufmerksamkeit ist eben auch für den Regenwald etwas wert.
Gruß vom Topisten
PS. Schickckst du mir den Kasten Ökobier wegen deiner verlorenen Wette?
Aber so kann man ja nicht tatsächlich rechnen weil die Orang Utan darin nicht auftauschen, die ja auch nur stellvertretend für viels andere stehen.
man kann auch alles pauschal abwerten und kleinreden, das ist aber meist eine zu einfache Sicht auf die Dinge:
erst mal vor ab: die Fotos sind alle von mir :-)
a. das Boot: das sind die üblichen Transportmittel auf den Flüssen dort in Palangka Raya. Es gibt zugebenermaßen auch ältere, nicht ganz so vertrauenswürdige Kähne... :-)
b. die Orangs sind auf einer Orang-Utan Waisen-Station fotografiert. die werden da gepflegt (oft 3-4 Jahre), bis sie wieder ausgewildert werden können.
c. Die Menschen, die da arbeiten, sind Einheimische. Da werden am Ende 600 bis 800 Dämme gebaut. Das ist eine gute Einnahmequelle, ein guter Verdienst. Ihre abwertende Bemerkung ist daher ziemlich unpassend.
Wie nützt das alles? Durch die Wiedervernässung steigt der Grundwasserspiegel, Co2 wird gebunden, auf degradierten Flächen wird angepflanzt, die Fauna regeneriert. Der Lebensraum der Orangs erweitert sich wieder im Nationalpark. Die Population in Sebangau hat sich seit 2004 wieder stabilisiert.
Zu den Themen Öffentlichkeit und Transparenz verweise ich auf meinen Kommentar von heute mittag.
mit freundlichen Grüßen aus Krombach
Ich empfinde den Beigeschmack im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel.
Wenn Krombacher Produkte aus der Region, wie z.B. Palmöl, einsetzen würde, würde ich auch einen Beigeschmack bei den Aktivitäten vor Ort empfinden.
So aber konzentriere ich mich auf das Gewinnspiel.
Braucht es wirklich eine weitere Person vor Ort, die "tief betroffen" zurück kommt und wieder etwas Text schreibt und Fotos veröffentlicht? Zu Borneo und der dortigen Zerstörung gibt es ja schon ein paar Infos. Nicht zuletzt hier auf der Plattform: http://www.utopia.de/suche?s=borneo
Können wir nicht das vorhandene Material nutzen und aufarbeiten?
Der Beigeschmack wird gerade stärker: Um was geht es hier wirklich?
du musst Dich nicht für die Reise bewerben. Bitte unterlasse es aber auch, konsequent das "Haar in der Suppe" zu suchen. Sowohl Krombacher als auch Utopia haben mehrfach erklärt, warum die Reise angeboten wird und was damit erreicht werden soll. Das Gewinnspiel nützt im Sinne von Transparenz des Projektes. Es nützt durch die Möglichkeit sich selbst ein Bild zu machen statt von der Meinung Dritter abhängig zu sein. Es nützt, weil es die Möglichkeit bietet, direkt mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Es nützt, weil es Öffentlichkeit für ein wichtiges Thema schafft. Es mag Deine Ansicht sein, dass Du keine Berichte von weiteren Menschen brauchst, die es live erlebt haben. Es gibt aber auch andere Menschen, die sich das gern vor Ort angucken wollen und es gibt wiederum weitere Menschen, die gern von einem anderen unabhängigen Community Mitglied berichtet bekommen wollen, welche Erfahrungen der- oder diejenige gesammelt hat. Jedem das Seine.
Hm. Das mag dann für eine Person zutreffen. Für den Rest wird es die Meinung Dritter bleiben.
Und entschuldigt bitte, dass ich nicht jede Marketing Aktion so einfach schlucken möchte. Ja, ich werde diese Suppe stehen lassen. Ich werde mich jetzt hier auch wieder ausklinken. Der Beigeschmack ist mir zu stark geworden.
Warum sollte ich von einem Community-Mitglied, das diese Reise von Krombacher gezahlt bekommt, mehr Unabhängigkeit erwarten, als von einem Journalisten?
Zu glauben, daß das Communitymitglied nicht unabhängig berichtet, weil die Reise von Krombacher gezahlt wird, ist eine böse Unterstellung von mir...ich entschuldige mich bereits jetzt bei dem Communitymitglied und hoffe, daß ich komplett falsch liege.
Mir geht es nur darum, daß ich diesen Automatismus:
"Community-Mitglied bedeutet mehr Transparenz als ein Journalist"
für naiv halte.
Nein, von meiner Seite aus sicher nicht.
Wie geschrieben, ich gönne die Reise von Herzen.
Und ich bin sicher, daß das Projekt von nahem betrachtet absolut beeindruckend ist, so daß man gar nicht anders, als positiv darüber berichten kann.
Ich sehe nur nicht wirklich einen Mehrwert für die Umwelt darin.
Und meine grundsätzliche Kritik an WWF und Krombacher bleibt davon auch unbeeindruckt.
DAS waere Publicity und Impact zugleich.
Mit besten Hoffnungen, FR
Krombacher investiert, wie bereits geschrieben, bereits mehrere Millionen sowohl in das Regenwaldprojekt, als auch in das Klimaschutzprojekt. Bei der Reise nach Borneo geht es darum, einem Utopisten zu ermöglichen, sich live vom Klimaschutzprojekt zu überzeugen. Es geht um Transparenz, darum Austausch zu ermöglichen. Das Geld für die Reise in das Projekt selbst zu stecken, macht bei dem Budget, welches bereits investiert wird, keinen Unterschied und würde das Ziel, welches die Reise nach Borneo hat, nämlich Transparenz zu ermöglichen, verfehlen.
Ich finde die Idee, dass man sich das Projekt vor Ort ansehen kann wirklich super und unterstützenswert und möchte mich von der unsachlichen Kritik manch anderer Nutzer hier distanzieren.
Aber ich sehe 2 Möglichkeiten, wie man diese Reise/Transparenz im Allgemeinen positiv beeinflussen kann:
1. ganz bewusst die Problematik der FLUGreise aufgreifen und darstellen, wie dies im konkreten Fall kompensiert wird.
2. Könnten nicht auch Menschen, die sich Zwecks Urlaub, Arbeit, etc. gerade in der Nähe des Projekts aufhalten, einen Blick auf das Gebiet/Maßnahmen werfen (ohne Führung etc., Zugangswege sollten ja vorhanden sein, wenn da bald große Wassermaßen umgeleitet werden.)
Mit schönen Grüßen, FR
http://www.skepticalscience.com/docs/Guide_Skepticism_German.pdf
Mehr zu skeptischen Argumenten:
http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/klimawandel-menschengemachte-erwaermung-und-182679
Nachdem ich mein afrikanisches Patenkind, das jetzt Abitur gemacht hat, 6 Jahre lang schulisch unterstützt hatte, bin ich selber nach Tansania gereist.
Der Empfang bei der Familie und das Feiern unserer Anwesenheit durch das ganze Dorf hat bei meinem Mann und mir einen Eindruck hinterlassen, den alle Briefe und Kontakte über die Jahre nicht erreichen konnten. Vor allem haben wir mit eigenen Augen gesehen: Es ist weiter viel Hilfe nötig.
Ja, wir haben bewusst den Flug in Kauf genommen - ganz ohne schlechtes Gewissen, weil wir anders diese persönlichen und über die Jahre gewachsenen Kontakte nicht hätten intensivieren können.
Deshalb finde ich es sehr lobens- und unterstützenswert, wenn Krombacher einem Utopisten die Möglichkeit gibt, sich vor Ort über das Projekt zu informieren. Ja, es ist PR und es ist gut so. Tue Gutes und rede darüber.
Wir Utopisten tun uns keinen Gefallen damit, als Puristen aufzutreten. Das ist weltfremd und für Viele abstoßend.
Meiner Meinung nach bietet das Gewinnspiel allerdings eine Möglichkeit die normaler Weise nicht existiert. Es haben unabhängige Menschen die Chance sich über ein Projekt zu informieren und hinterher die Community darüber zu informieren. Da der allgemeine Hintergrund von Utopia eher existierende Strukturen hinterfragt, hätte es sich Krombacher auch einfacher machen können. Die Hoffnung bleibt das auch wirklich unabhängige Menschen ausgewählt werden, die sich nicht von einer Hochglanzbroschüre oder den netten Reden blenden lassen.
mit ihrem Kommentar hat sie die Punkte, die sie schon angeführt hat, unsachlich und provozierend weitergedreht. Es ging nicht um eine sachliche Auseinandersetzung, sondern darum, sowohl den Kommentar von elise abzuwerten als auch pauschal Krombacher Unehrlichkeit zu unterstellten. Deswegen haben wir diesen Kommentar von ihr gelöscht, die anderen stehen gelassen. Respektvoll muss es bleiben.
Hier wird als Begründung für das Gewinnspiel aufgeführt, dass persönliche Eindrücke mehr zählen als Aussagen Dritter. In dieser Logik finde ich die Frage durchaus nahe liegend, ob wir dann nicht besser alle in den Flieger steigen sollten, um uns die Lage vor Ort anzuschauen...
Ist das unsachlich?
dass Dein Vorschlag unsachlich ist, ist für uns offensichtlich. Ein Nutzer sagt, dass die eigene Erfahrung wirklich einen Unterschied macht und Du sagst: na dann steigen wir doch mal alle ins Flugzeug. Was bringt das? Wo ist das konstruktiv? Du musst Dich nicht für die Reise bewerben. Bitte lass uns die Diskussion an dieser Stelle beenden.
Man sollte den Menschen den Solarkocher nahebringen, zum Nachbau anregen und könnte damit Unabhängigkeit schaffen und mehr für Klimaschutz und Umwelt tun als mit jedem Großprojekt! Die Gelder der "Sponsoren" sollten massenhaft in Solarkocher-Modellprojekte fließen!
Siehe: www.sun-and-ice.de und www.eg-solar.de !!!!
J. Kruse
Arbeitskreis Heckenschutz
www.heckenschutz.de
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Wie oft geben wir bei irgendwelchen Studien, die dies oder jenes herausgefunden haben wollen, zu bedenken, die Interessen des Auftrag- und Geldgebers der Studien bei der Einschätzung der Studienergebnisse einzubeziehen.
Ich weiß nicht, in welchen Dimensionen sich die Kosten einer Borneo-Reise samt Unterbringung, Verpflegung und Aktivitäten vor Ort bewegen, es kostet vermutlich eine Stange Geld.. Würde jemand, der derart beschenkt, wirklich kritisch irgendwelche Ungereimtheiten, die ihm vielleicht, wohlgemerkt vielleicht, auffallen, nach Abschluss der Reise wirklich auf den Tisch bringen? Würde der Veranstalter einer solchen Reise, in der Hoffnung, seinen guten Ruf in Sachen Natur- und Klimaschutz zu stärken, nicht auch dafür sorgen, dass eventuelle Unregelmäßigkeiten eben nicht gesehen werden? Würde der mit einer solchen Reise Beschenkte das womöglich eine oder andere potemkinsche Dorf überhaupt als solches wahrnehmen können?. Er würde höchstwahrscheinlich nicht die Gelegenheit, vielleicht auch nicht die nötige landeskundliche Erfahrung haben, mal auszusteigen, um hinter die (vielleicht auch nur vermeintliche) Fassade schauen zu können.
Würde beispielsweise jemand dort vor Ort, der die landesinternen Verhältnisse der Menschen Borneos und die Umweltsituation kennte oder sich in beide Themenfelder einarbeitete, von Utopisten (nur mal utopisch angedacht) bezahlt, dann hätte man wohl eher die Chance, ein einigermaßen objektives Bild der Krombacher Aktionen gezeichnet zu bekommen.
Nein, ich zweifle hier nicht per se die guten krombacher Absichten in Sachen dieses Klimschutzprojektes an, ich persönlich denke aber, dass der Umstand, einen durch ein Gewinnspiel gefundenen „kritischen“ Utopisten auf diese Reise mitnehmen zu wollen, damit er sich ein eigenes Bild machen und später hier davon berichten könne, nicht die klimabelastenden Folgen eines solchen Fluges rechtfertigt.
bewirb Dich doch und mach den Versuch es herauszufinden. Vielleicht ist es ja auch tatsächlich einfach so, dass Krombacher nichts zu verbergen hat und die potemkischen Dörfer nicht existieren? Welches Bild der Community Mitglieder existiert hier eigentlich? Krombacher hat sich auf Utopia eingelassen, wohl wissend, dass hier hinterfragt wird, geprüft und genau beleuchtet. Wenn sie einfach nur einen Beifall klatschenden User einladen wollen, hätten sie dies ganz sicher nicht auf Utopia getan. Also, habt bitte ein wenig mehr Vertrauen in die anderen Utopisten oder bewerbt Euch selbst.
Wie bereits geschrieben:
Krombacher möchte eine Möglichkeit bieten. Wir sehen das als Chance. Vielleicht lohnt es ja erstmal abzuwarten, was und wie der Utopist berichtet, bevor darüber diskutiert wird, ob er oder sie seine / Ihre unabhängige Meinung postet oder nicht. Auch hier gilt es: warum nicht erstmal eine Chance geben. Und ja, es kann sogar sein, dass derjenige positiv beeindruckt vom Klimaschutzprojekt aus Borneon zurück kehrt. Was dann? Wird er oder sie dann automatisch als gekauft abgestempelt? Meinungen sind unterschiedlich und sollten in ihrer Unterschiedlichkeit auch von allen akzeptiert werden, ohne unlautere Beeinflussung zu unterstellen.
Puh, wenn ich wirklich alle existierenden Meinungen einfach nur akzeptieren (oder soll ich besser "hinnehmen" schreiben?) und nicht hinterfragen würde, wäre mein täglicher Kampf in den Bereichen Umweltschutz und Tierrechte schlichtweg überflüssig und ich setze diese Aufforderung zur Akzeptanz eher mit der zur Ignoranz gleich!
um das bloße Hinnehmen geht es nicht. Aber es müssen auch nicht die Meinungen anderer immer wieder durchlöchert werden, bloß weil es nicht der eigenen Meinung entspricht. Hinterfragen - völlig okay. Wichtig ist uns, dass solchen Angeboten erstmal eine Chance gegeben und nicht grundsätzlich das Haar in der Suppe gesucht wird. Bis jetzt steht noch nicht mal fest, wer überhaupt nach Borneo fährt und es wird sich bereits der Kopf darüber zerbrochen, ob diese Person unabhängig berichten kann.
Ich wollte auch nicht dem Utopisten unterstellen, nicht ehrlich zu berichten.
Sondern ich wollte ausdrücken, daß Transparenz nicht gewährleistet ist, weil ein Utopist in diesem fremden Land in der kurzen Zeit nur sehen kann, was er sehen soll...
Damit will ich auch Krombacher nicht unterstellen, daß das Projekt ein potemkisches Dorf ist.
Nur, daß es naiv wäre zu glauben, daß ein einzelner Utopist, der von Krombacher eingeladen ist, für Transparenz sorgen kann.
Das würde ich mir selbst auch nicht zutrauen, deshalb bewerbe ich mich gar nicht erst auf die Reise.
Jeder auf Utopia hat sich bestimmt schon Gedanken zu Fragen der Gerechtigkeit und des Umweltschutzes gemacht. Die Chance, ein so groß angelegtes Projekt vor Ort "funktionieren" zu sehen, aber auch die kritischen Punkte zu beleuchten, ist einmalig. Dass ein Flug dazu notwendig ist und eine andere Anreise nicht möglich, braucht wohl nicht diskutiert zu werden.
Übrigens habe ich mich inzwischen, trotz meines fortgeschrittenen Alters, beworben. Ich würde mir zutrauen, objektiv berichten und werten zu können, dafür habe ich mir, glaube ich, in vielen Jahrzehnten Umweltarbeit die Basis erworben.
In diesem Sinne bin ich gegen totalen Purismus und konnte mit der Kritik von lukita ganz gut leben. Unterschiedliche Ansichten sollten einfach stehen bleiben können, wir sind glücklicher Weise nicht alle gleichgeschaltete Hirne und so sollte es im Interesse der Demokratie auch bleiben.
Drück Dir die Daumen
1) dass eine Privatperson vorort die Möglichkeit hat, mehr zu erfahren als sie eh schon weiß,
2) hinterher mit ihrem Bericht soviele Menschen beeindruckt, dass durch diese Reise schließlich ein "ökologischer Mehrwert" erzielt wird,
3) alle Voraussetzungen für die Vorauswahl (Fragebogen) erfüllt,
4) durch das Losverfahren überhaupt in den Genuss der Reise kommt.
Offenbar schätzen Krombacher, das Utopia-Team, Elise, Schlaukauf, Berchen, Ein_Baum, Barbara.Kenner, Gefuehlsmensch und K.Dominik die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios so hoch ein, dass sie die Umweltzerstörung, die durch die Reise entsteht, in Kauf nehmen.
(Unabhängigkeit/Unbestechlichkeit beim betreffenden User setze ich voraus.)
Dies zu quantifizieren sehe ich nicht als meine Aufgabe.
Ich habe lediglich versucht zusammenzufassen, welche Faktoren zusammenspielen müssen, damit die Rechnung aufgeht (den "Mehrwert" habe auch nicht ich ins Spiel gebracht). Dies halte ich für eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Diskussion zusammengehalten wird.
Im Übrigen hat Krombacher selber oben über den CO2-Wert Auskunft gegeben ( http://www.utopia.de/magazin/gewinnspiel-borneo-reise-krombacher-klimaschutz-projekt?all#comment-336217 ).
Bitte
und schönen Gruß,
YouMe
Nein, ich finde so eine Aktion kann auch schon im Vorraus positiv auf Leute wirken. Naja, nachdem was von den Leuten hier draus gemacht wird, wird das eher schwierig.
"2) hinterher mit ihrem Bericht soviele Menschen beeindruckt, dass durch diese Reise – unter Hinzuziehung des Effektes durch die Vorab-Informationen –, schließlich ein "ökologischer Mehrwert" erzielt wird"
Ich fände es wichtig, diese Sache zu klären, dann weiß jeder, worum es hier eigentlich geht.
Was ist das Problem? Eine bekanntes Brauereiunternehmen engagiert sich in Sachen Ökoeffizienz und sponsert zwei außerordentlich lobenswerte und wichtige Regenwaldschutzprojekte. Aus der Unternehmensperspektive ist das nur sinnvoll, wenn damit ein positives Image gewonnen wird und Menschen sich im Supermarkt eher für diese Marke entscheiden. Preisauschreiben mit einem Vor-Ort-Besuch als Preis, auch gesonserte Reisen für Journalisten gehören dazu. Das ist legitim und vermutlich auch nützlich für den Regenwald. (Und im Übrigen bin ich mir auch sicher, dass beim Engangement auch ganz andere Aspekte entwickelt werden als reiner Geschäftssinn)
Wenn ich mich unabhängig informieren möchte, gucke ich in den Regenwaldreport. Und der hat meines Wissens noch nichts Negatives über die Krombacher-Projekte geschrieben.
Vielleicht sollten wir uns vergegenwärtigen, wie wichtig solche Projekte gerade dann sind, wenn sie von Mainstream-Unternehmen getragen werden. Und wir alle können uns doch nur wünschen, dass das Beispiel Schule macht und auch andere Großunternehmen solche Projekte unterhalten.
Das (halt ökokapitalistische) Geschäftsmodell von Utopia ist nun einmal, Firmen, denen ihre Ökobilanz nicht egal sind und die ihr Image mit dem Sponsorn von Regenwaldschutzprojekten statt z.B. Dopingsport aufzuwerten, eine Plattform zu geben und den öffentlichen Dialog mit kritischen Usern zu ermöglichen. Das steigert den Imagegewinn, birgt aber auch Gefahren. Die womöglich existenzielle Abhängigkeit von einer für alle Seiten positiven Erfahrung macht eine gewisse Nervösität bei Utopia erklärlich, wenn die Diskussionen hart und homorlos zu werden drohen . Das ist verständlich, erscheint mir aber auch manchmal übertrieben, besonders wenn damit Abmahnungen in Verbindung stehen.
Mir scheinen (außer Einzelheiten über die Regenwaldsituation auf Borneo) zwei Diskussionen interessant.
1) Könnte das Sponsorenwesen und Stiftungswesen verbessert werden?
2) Was müsste(auch an Veränderungen äußerer Bedingungen) geschehen, damit wenigstens eine Bio-Bier-Linie für so eine Großbraucherei wie Krombacher erstens kein Imagerisiko bedeutet und zweitens so organisiert werden kann, dass diese Linie kein Minusgeschäft würde.
Soweit ersteinmal
Gruß vom Topisten
Wenn ich mir bewusst mache, dass dieses Projekt zusammen mit dem WWF durchgeführt wird und es darum geht, Flächen wieder herzurichten, wo formals Regenwald stand, der ein Vielfaches an CO2 gebunden hat, kommt hier gleich der nächste Beigeschmack dazu:
Warum nicht wirklich die Regenwälder schützen als medienwirksam etwas wieder gut machen, was eigentlich nicht gut zu machen ist?
http://www.ende-der-maerchenstunde.de/index.php?/archives/125-WWF-wehrt-sich-mit-Luegen.html
Im Übrigen halte ich den Hinweis für sehr wertvoll, dass der Regenwald-Report, also der Verein "Rettet den Regenwald", vermutlich noch nichts Negatives über die Krombacher-Projekte berichtet hat. Ich habe dazu bisher auch nichts gefunden. Wie wäre es also mit einer kleinen Recherche?
Außerdem sollte man nicht automatisch davon ausgehen, dass der Gewinner dieser Flugreise irgendeiner Art von Gehirnwäsche unterzogen wird. Bis zum Herbst ist ja noch ein bisschen Zeit. Bis dahin sollte man versuchen, sich im Sinne einer guten Vorbereitung unabhängig zu informieren. Ich würde dazu u.a. empfehlen, Kontakt mit eben "Rettet den Regenwald" aufzunehmen, um an sachliche Informationen zu kommen. Die reagieren in der Regel schnell auf Anfragen. Außerdem sind sie seit Kurzem bei Utopia registriert. Es gibt somit sogar die ganz bequeme Möglichkeit der Kontaktaufnahme mittels persönlicher Nachricht (PN).
Was stellst du dir vor? Hafenblockaden wo dann auf den Transparenten der Aktivisten "Krombacher" steht?
Deinen Vorschlag, sich mit "Rettet den Regenwald" kurzzuschließen, um von anderer Quelle eventuell an sachdienliche Informationen zu gelangen, finde ich ausgesprochen hilfreich.
Ich habe geschrieben, was bei mir einen Beigeschmack verursacht.
Sprich: Ich stelle die Flugreise in Frage. Und im Zusammenhang mit den Projekten die Zusammenarbeit mit dem WWF, da er ein sehr zweifelhafter Partner zu sein scheint - nach den Informationen, die mir aktuell zur Verfügung stehen.
Wie man es evtl. besser machen könnte?
- Wie schon von Fredegar und Dagmar geschrieben: Kontakt mit Rettet den Regenwald aufzunehmen wäre vielleicht eine Möglichkeit.
- Außerdem würde ich mir einen bewussteren Umgang mit Flugreisen wünschen: Was ist der Nutzen? Was sind die ökologischen Kosten? Kompensation des CO2 ist wohl zunächst mal nicht viel mehr als moderner Ablasshandel.
Schade, dass Du Dich gleich angegriffen fühlst. Sollte ich oben etwas sachlich Falsches (oder auch Unvollständiges, siehe die Antwort von Ein_Baum) geschrieben haben, bin ich für Richtigstellungen offen.
Im Übrigen geht es doch bei Utopia um den nachhaltigen KONSUM. Man sollte also nicht versuchen mit der Dampfhammermethode hier alle zu totaler Enthaltung und Verzicht zu drängen.
Ich persönlich finde es gut, wenn Firmen wie Krombacher sich bei Utopia beteiligen. Nur ich fürchte viele wird es nicht geben, die sich das hier freiwillig zumuten.
"Man sollte also nicht versuchen mit der Dampfhammermethode hier alle zu totaler Enthaltung und Verzicht zu drängen."
Wer hat sich hier in der Diskussion dafür ausgesprochen?
"Ich persönlich finde es gut, wenn Firmen wie Krombacher sich bei Utopia beteiligen."
Finde ich persönlich auch gut. Ich habe auch den Eindruck, dass die Mehrheit der Utopia-User für eine Diskussion mit Unternehmen wie Krombacher ist (jedenfalls fällt mir kein Beitrag ein, in dem sich jemand dafür ausgesprochen hat, den Dialog mit Krombacher abzubrechen – aber vielleicht habe ich es auch nur übersehen).
Beaka17 hat Recht, wenn sie sagt, dass Unternehmen langfristig vermutlich keine Lust haben auf diese Art des Dialogs. Wenn Krombacher hier etwas anbietet und dann hauptsächlich abgewatscht wird, dann steht doch nicht mehr der Dialog im Vordergrund. Es kommt immer, genau wie Beaka17 sagt, auf die Art und Weise an, wie kommuniziert wird.
wie die Diskussion bei Krombacher ankommt, könnt Ihr besser beurteilen, weil Ihr mehr Kontakt mit Krombacher habt, daher bin ich auf die betreffenden Aussagen von Beaka17 auch nicht eingegangen, weder zustimmend noch ablehnend.
Ich kann von meiner Seite nur wiederholen, was ich an anderer Stelle schon geschrieben habe: Mir scheint der Dialog mit kleineren wie größeren Unternehmen wichtig und ich bin für Fairness aller Beteiligten. Daher fände ich es schade, wenn das Nachfragen als "Abwatschen" aufgefasst und der Dialog abgebrochen würde.
Aber gut, diese Reise wird stattfinden. Und dann gehen die Dinge eben wieder ihren gewohnten Gang...
Ich klinke mich jetzt wirklich aus.
Es gibt bereits Projekte auf Borneo, die sehr unterstützenswert sind.
Birgitt Kruse
Zahlreiche Bäume geplanzt in Breselenz von 2000 - 2010, und ab 2011 in Schermbeck.
Das können wir dann auch Konsumgestützte Gewissensberuhigung nennen. Damit wird die Konsumgeilheit befriedigt und das ganz ohne Gewissensbisse!!! Bizarr
Trotzdem finde ich es gut das Krombacher und WWF auf die Finger geschaut werden soll. [gelöscht wegen Unsachlichkeit - das Utopia Team]
Ich will jetzt nicht meine 'environmental credentials' hier breittreten, sondern sage nur soviel: Ich habe Landschaftsplanung/Naturschutz studiert und arbeite derzeit (selbstständig) als Fachübersetzer auch in diesem Bereich, und zwar für Natur- und Umweltschutzverbände, staatliche Stellen, Organisationen wie z.B. Germanwatch, für das Forschungsinstitut für biologischen Landbau usw. Ausserdem bin ich seit über 30 Jahren im Natur- und Umweltschutz aktiv. Es dürfte daher ausgesprochen schwer sein, mir auf der ökologischen Schiene die Katze im Sack zu verkaufen.
Mal abgesehen davon, dass ich mich natürlich persönlich freue, finde ich es gut von Krombacher, dass sie sich jemanden mit Hintergrundwissen ausgesucht haben. Mir zeigt das, dass die Firma wirklich die Karten auf den Tisch legt.
Natürlich habe ich Bauchschmerzen wegen der Fliegerei, aber 1. wird es ja offenbar einen CO2 Ausgleich durch Krombacher geben, 2. bin ich auch bereit den Flug z.B. über atmosfair auszugleichen, und 3. muss man glaube ich auch ein bisschen relativieren. Wenn ich mir anschaue, wieviele tausende von Leuten von hier (ich wohne in Irland) jährlich in den sonnigen Süden fliegen oder nach New York zum Weihnachtsshoppen, ins Yoga-Retreat nach Thailand oder zur 'Selbstfindung' nach Tibet usw. und wieviele Touris hierher fliegen auf ein Golfwochenende oder auf die CityTour nach Dublin, dann wäre ich milde gesagt, dumm aus reinem Prinzip auf diese mir gebotene Möglichkeit zu verzichten. Der einzige Langstreckenflug meines Lebens (USA) liegt fast 25 Jahre zurück... und auch sonst ist mein CO2 Budget halbwegs verträglich - minimales Autofahren, soweit das geht in einer Region ohne Öffis, kein Weg zur Arbeit (Büro im Haus), grösstenteils biologische Ernährung und viel eigene Produktion (kleiner Hof), und die 5R's (Refuse, Reduce, Reuse, Repair, Recycle) sind schon bald ein Mantra hier in unserem Haus, wo fast alles aus 2. Hand stammt.
Also, nehmt's mir nicht übel aber ich sage: Ja! (sonst hätte ich mich ja auch nicht beworben) und bin gespannt auf das Projekt, die Region, die Menschen, den Nationalpark, die Projektverantwortlichen, die Orang-Utans, die Flora und Fauna überhaupt. Ich hoffe Euch im Oktober offen und unabhängig Bericht erstatten zu können.
Gruss,
Ute