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Plädoyer von Martin Tillich

Gegen Atomkraft – ein unsachlicher Kommentar


Dieser Text ist nicht objektiv, das will er auch nicht und kann er auch nicht sein. Als Laie weiß man doch recht wenig über Atomkraft. Vielleicht hat der ein oder andere noch eine Idee davon wie Kernspaltung in den Lehrbüchern der Physik funktioniert, vielleicht auch nicht. 
 
Wir alle aber wissen: Atomkraft ist gefährlich. „Gefährlich“ ist dabei wohl eine niedliche Untertreibung. Wir alle kennen die erschütternden Bilder von Menschen mit körperlichen Missbildungen aus der Region um Tschernobyl. Wir müssen nicht einmal bis an die unwirklich wirkenden Bilder der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki denken, die wir alle mit ehrfürchtigen Schrecken gesehen haben. Atomkraft – das Sinnbild moderner Selbstzerstörung - begleitet uns überall und allgegenwärtig. Unter all den grauen Kühltürmen schlummert im Unsichtbaren ein räumlich und zeitlich uneingrenzbares Risiko, das von Menschen selbst erzeugt wurde.

Mit Atomkraft geht Menschlichkeit verloren

In der Nacht zum Montag haben nun einige Menschen, die wir zu unseren politischen Entscheidern gewählt haben, sich bewusst dazu entschieden, dieses Risiko noch einige Jahrzehnte länger einzugehen. Das versetzt mich in ein Gefühl von Unverständnis, Unsicherheit und Unbehagen.
 
Es mag sein, dass es für eine Laufzeitverlängerung gute Gründe geben mag. An vorderster Front steht wohl stets die Deutungsmacht der Wirtschaftlichkeit. Mich persönlich interessiert ehrlich gesagt kein Argument für Atomkraft – mag es noch so objektiv sein. Die dramatischste Zahl könnte mich nicht beeindrucken. Die oben geschilderten Eindrücke geben mir das Gefühl, dass es um Atomkraft keine Debatte geben darf. Mit Atomkraft geht die Menschlichkeit verloren. Gegen Atomkraft zu sein wirkt dieser Tage wie eine tragische, humanistische Haltung.
 
Übrigens: Laut einer aktuellen, repräsentativen Meinungsumfrage von TNS-Emnid lehnen fast zwei Drittel der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger die Laufzeitverlängerung alter Atomkraftwerke ab. Wäre es nicht an der Zeit, Ablehnung in Aktionismus umzuwandeln? 

Gegen Atomkraft - das können Sie jetzt tun

1. Verbrauchermacht nutzen: auf Ökostrom umsteigen und damit gegen Atomkraft stimmen: Die besten Ökostrom-Anbieter

2. Andere informieren: das geht auch ungewöhnlich, zum Beispiel mit anfixenden Tupperpartys

3. Sich gegen Atomkraft engagieren, zum Beispiel Petitionen unterschreiben!


Thema: Ökostrom, Stand: 11.03.2013 von

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    schrieb am 12.10.2012 um 08:20
    und..ganz aktuelles Thema.. wo bleibt die Gerechtigkeit bei der Umlegung der Kosten der Energiewende??
    Die Erweiterung der Besonderen Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen muss unbedingt wieder zurückgenommen werden!
    Mehr Infos gibt es dort - bei Interesse kann die Petition mitgezeichnet werden:
    https://www.openpetition.de/petition/online/streichung-der-erweiterung-der-besonderen-ausgleichsregelung-fuer-stromintensive-unternehmen mehr weniger
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    schrieb am 11.10.2012 um 13:43
    ... und ganz neu für die Filmliste: Die Buchverfilmung "Friedlich in die Katastrophe" von Holger Strohm (nein, kein Künstlername :) Läuft gerade in einigen deutschen Kinos... Die DVD soll 2013 rauskommen. Ein sehr gut gemachter, bewegender Film...
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    schrieb am 15.03.2011 um 19:37
    Ja die Zeiten als die Welt staunend nach deutschland geguckt hat von wegen Einspeisegesetz oder Ökolandbau sind vorbei. Inzwischen entwickeln selbst Länder die als Ökobanausen bekannt waren, erstaunlich tolle und gute Projekte. Deutschland ist spätestens seit der dummen Politik von schwarz - gelb ökologisch eher auf dem absteigenden Ast. Wo das hin führt kann man an den USA sehen, deren ökologische Ansätze auf private Aktionen beschränkt sind und die all ihre gesetze, all ihre Finanztöpfe und all ihre politischen Entscheidungen seit Jahren der Großindustrie, den Großbanken und diversen Monsantos in den Rachen werfen und vom Rest , bzw. über Schulden die größte Armee der Welt beschäftigen. mehr weniger
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    schrieb am 15.03.2011 um 15:30
    Mein Mann sagt, Deutschland muss, wenn es den Strom aus erneuerbaren Energien bezieht, keinen Atomstrom hinzu kaufen wie es zb Österreich tut. Denn Österreicht hat eine ganz andere Struktur, das Land, also die Fläche ist kleiner und viel bergiger als Deutschland, dort kann man zb nicht so viele Windkraftanlagen bauen, außer ganz oben auf den Bergen, nicht wie bei uns etwa in Norddeutschland oder Tiefebenen mit weniger Bergen oder Hügellandschaft. Auch Wasserkraft ist schlechter, wobei das sowieo sehr genau geprüft werden muss, da dies aus Sicht des Naturschutztes oft zwiespältig ist. Trotzdem setzten die Österreicher auf erneuerbare Energien, zb. wird dort getestet wie man aus einfachem Gras, das dort ja auch reichlich vorkommt, ohne Abfallstoffe zu produzieren, Energie zu gewinnen.
    In Össterreich gibt es ein Projekt, namens "Fabrik der Zukunft". Dort wird in mehreren Bereichen wie die genannte Biogasanlage die mit Gras rückstandslos Energie gewinnt, geforscht.Das Ziel ist es ohne Emisionen nachhaltig zu wirtschaften. Ich habe dazu vor einiger Zeit einen interessanten Bericht im TV gesehen.
    Sie versuchen zb mehr Energie zu erzeugen wie sie verbrauchen, durch Solar, Wind und Erdwärme. Eine Fabrik färbt Stoffe aus Pflanzenfarben ohne Chemie und verkauft ihre Mode fairtrade.
    Wer mehr über dieses Projekt erfahren will kann hier lesen:

    http://www.fabrikderzukunft.at/ mehr weniger
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    schrieb am 15.03.2011 um 11:01
    Wir können für die Opfer in Japan wenigstens finanziell etwas tun.
    Näheres in meinem Blog unter
    Spenden...
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