Umweltschutz und Nachhaltigkeit gehören zu den Schlagwörtern auf der Sportmesse Ispo 2009/2010, die auf dem Münchner Messegelände gestartet ist und bis Mittwoch andauert. 2008 verzeichnete der Sportfachhandel einen Umsatzanstieg von 1,5 Prozent auf rund 38 Milliarden Euro, doch die Prognosen bleiben zurückhaltend. Durch wachsende Wirtschafts- und Umweltprobleme ist die Industrie in Zugzwang geraten. Sie reagiert mit Innovationen: Immer mehr Hersteller achten bei ihren Produkten auf Umweltfreundlichkeit und nachhaltige Fertigungseigenschaften.![]()
Gutes Brettmaterial: Holz
Was Firmen wie Arbor und Indigo bereits seit Jahren erfolgreich vormachen, nämlich Wintersport-Equipment aus umweltverträglichen Materialien zu produzieren, wird nun zum Vorbild für eine Reihe anderer Hersteller: Salomon und Fanatic stellen Freerideskis und Snowboards aus Bambus und Pappelholz vor.
Kunststoff, kein Plastik
Der so genannte Wunderbaum (ricinus communis) aus Nordost-Afrika ist bislang überwiegend als Rohstoff für die Gewinnung von Rizinusöl bekannt. Als Ausgangsmaterial für umweltverträgliche Kunststoffe findet die Pflanzenart immer mehr Verwendung bei der Produktion von Sportequipment. Zum Beispiel für den ersten recycelbaren Skischuh "Renu" von Atomic (s.u.).
Sporthallen-Chic
Aus alten Turnmatten, Kastenböcken und Seitpferden aus den ehemaligen Turnhallenbeständen deutscher Bildungsstätten macht der Designer Bernd Dörr Taschen. So umfasst er mit dem Label "Zirkeltraining" gleich zwei Trendthemen mit einer Idee: Retro und Upcycling.
Aus Kaffeebecher wird Surfbrett
Imagine stellt ein zerlegbares Surfbrett vor, dessen Bestandteile zum einen aus recycelten Coffee-to-go-Bechern und zum anderen aus Bambusfasern bestehen.
Rückstandslose Produktion
Als weltweit erster Hersteller präsentiert das Label Puya unter dem Titel "Closed-Loop-Recycling" ein Textilherstellungs-Konzept, bei dem keine (!) Entsorgungsrückstände entstehen. Sämtliche für die Kleidungsproduktion eingesetzten Materialien sind vollständig wieder verwertbar. Kleidungsstücke wie zum Beispiel Funktionsjacken werden am Ende ihres Gebrauchszyklus wieder zurückgenommen und zu neuen Jacken verarbeitet.


















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