Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Fundstück der Woche (9)

Der Saatbombomat für Guerilla-Gärtner


Auch die guten alten Kaugummi-Automaten lassen sich recyceln: Ein Design-Studio aus Kalifornien hatte die Idee, ausgediente Kaugummi-Automaten mit Saatbomben zu bestücken. Acht Maschinen sind derzeit im Stadtgebiet von San Francisco aufgestellt. Sie enthalten Samen, Kompost, Erde und Tonpulver. Alles, was sie dann noch benötigen – außer einem Plätzchen, das etwas grüner werden soll – ist ein wenig Wasser. Das Mitnehmen einer schweren Schaufel ist nicht notwendig.

Sehen Sie ein englisches Video zum Thema:

Sollten solche Automaten nicht auch bald bei uns "wurzeln"? Was meinen Sie? Schräg, schön oder überflüssig: Hier finden Sie mehr Details über die Saatbomben-Automaten.

Green Aid

Stand: 08.06.2010 von

Kommentare (27)   abonnieren

  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 11:05
    Das ist bestimmt ein sinnvollerer Weiterverwendungszweck, als die Dinger mit Zucker und Erdöl-Spielzeug zu füllen, dass die Kinder dann in die Natur schmeissen....

    Wenn Kinder anfangen Blumen zu sähen, kann das eigentlich nur gut sein!

    Erinnert mich ein bischen an den Friedenspanzer von Die Ärzte:

    "Das, was mir dazu einfällt,
    für die Rettung dieser Welt -
    Friedenspanzer.

    Er schießt Liebe in dein Herz,
    bringt den Frieden ohne Schmerz -
    Friedenspanzer.
    Friedenspanzer.

    Er schießt mit Blumen statt Granaten.
    Er trifft jeden auch die Harten.
    Anstelle Giftgas gibt es Rosenduft.
    Schwängert mit Weihrauch die beschmutzte Luft."

    Grüße Linda
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 12:16
    Du hast es ja heute mit den Ärzten :D
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 12:21
    Der Kaugummi-Automat hat mich vorhin an die Lieder erinnert....

    Hatte das Bild von den Kindern im Kopf, die sich statt mit Plastikpistolen mit Samenbomben beschmeißen....

    *lach*

    Na ja, manchmal kramt man halt was aus den grauen Zellen wieder vor...
    Ist die Schleuse einmal auf, kriegst sie nicht mehr zu....
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 11:05
    Gute Idee !
    Und wann stehen die ersten Automaten in Berlin ?
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 11:15
    Das ist eine ganz bezaubernde Idee! So etwas möchten wir auch haben.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 11:40
    Also ich finde die Idee klasse. Bitte viele Automaten nach Neuwied. :-)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 12:15
    Total geil!
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 13:16
    Schräg, schön und GAR nicht überflüssig... - ein wirklich geniales Fundstück! Liebe Grüße, Gita
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 15:24
    Es hört sich genial und toll an. Hatte im vergangenen Jahr jede Menge solcher Bomben frohen Herzens abgeworfen und war ganz euphorisch und begückt von der Idee. Die Erfolgsquote jedoch war äußert gering. Nur dort, wo ich, meist des Nachts, auch Kannen mit Wasser hinschleppte, da tat sich was und dann auch zufriedenstellend. Wetterabhängig keimte es zwar hier und da, vertrocknete dann wieder. Wenn ich den Aufwand mit dem an "meiner" Baumscheibe an der Straße vergleiche, die ich regelmäßig pflege und mit Wasser versorge, so ziehe ich inzwischen auf jeden Fall das Pflegen vor.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 17:48
    Kann mir gut vorstellen, dass es nicht so einfach funktioniert. Kommt wahrscheinlich auf das lokale Klima an bzw. die konkrete Stelle: Festgetretener Bode? Rasen? Oder feuchte offene Erde?
    Schade ists um den Aufwand, wenn dann nichts rauskommt. Ich konzentriere mich mal lieber auf meine Blumenkästen (mit Bienenblumensamen) die sind einfach zu pflegen und auf jeden Fall eine zusätzliche Grünfläche.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 18:14
    Um ehrlich zu sein: mich macht dieses Produkt traurig.
    Eine meiner frühen Kindheitserinnerungen sind die Blumenwiesen in dem Tal, wo meine Eltern ein Ferienhäuschen gekauft hatten - letztendlich der Ort, an dem ich dann aufgewachsen bin, weil es bald zum Dauerwohnsitz wurde.
    Da waren die Wiesen voller Mageriten, Kuckucks-Lichnelken, Glocknblumen, Wiesen-Storchschnabel u.s.w. , eine eiziges Blütenparadies.

    Aber schon in den Jahren, wo ich noch dort gewohnt habe (also vor über 25 Jahren) sind die Wiesen verarmt, Schluss war's mit der Blütenpracht.

    Ich kriege die Krise bei dem Gedanken, daß ich meine Blümchen aus dem Automaten ziehen muß.

    Dann lieber wie Dagmar ein winziges Stück Grün adoptieren und sich wirklich drum kümmern.
    Der Automat steht doch nur dafür, daß man sein schlechtes Gewissen beruhigen kann, ohne dafür die geringste Verantwortung tragen zu müssen.

    Witzig finde ich ihn trotzdem ;-)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 18:20
    Nein zum Gewissen beruhigen sicher nicht, aber sinnvoller als ihn mit Müll für Kinder zu füllen.

    Man kann die Samen ja auch gezielt pflanzen und pflegen... heißt ja nicht, dass die sinnlos auf unfruchtbaren Boden fallen müssen.

    Vielleicht gäbe es dann aber mehr Leute, die spontan ein Stück Erde begrünen, wenn man Blumensamen wie aus den Zigarettenautomat einfach ziehen kann, ohne zur nächsten Gärtnerei fahren zu müssen.
    Mir fällt sowas meistens auch ein, wenn solche Geschäfte geschlossen haben, Wochenends und Feitertags....
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 08.06.2010 um 23:38
    Naja, fürs ländliche ist das wohl gar nicht geeignet. Aber im Pott, im Frankfurter Raum oder ähnlichen Ballungszentren halte ich es doch für eine gute Idee.
    Auch wenn ne Menge verloren gehen sollte, jedes Prozent mehr Grün zählt!
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.06.2010 um 00:12
    Oftmals sind die großen Städte gar nicht so ungün, wie man meint.
    München ist bspw. eine sehr stark grün durchzogene Stadt.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 09.06.2010 um 07:41
    A propo "Müll für Kinder ".
    Da muß dann aber sehr deutlich drauf stehen, daß die Kugeln nicht für den verzehr geeignet sind ;-)
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.06.2010 um 00:02
    Ach was, nicht so zimperlich, man KANN alles essen! Ist nur die Frage, wie oft das dann noch geht...;) Hat das Pippi Langstrumpf nicht mal sinngemäß gesagt?
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.06.2010 um 00:10
    Ja eben. Essen kann man alles, die Menge macht das Gift.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.06.2010 um 00:34
    Ich hab als Kind auch die Blumenerde aus den Töpfen verspeist. Und ich lebe immer noch. ;-)
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.06.2010 um 00:35
    Und wenn Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Ephraims Tochter Langstrumpf (verbessert mich, sollte was fehlen oder nicht stimmen) das gesagt hat, dann KANN es so falsch nicht sein : - )
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 19.06.2010 um 13:42
    find ich lustig, in städten eine lustige freizeitbeschäftigung, wenn gerade langeweile mal da ist, oder die kinder unbedingt was wohlen, mal schnell ne saatbombe ziehen und pflanzen...besser als irgend ein plastikspielzeugmüll...
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 26.06.2010 um 17:31
    Super Idee!
    besser, als irgendwelchen Müll auszuwerfen. Endlich mal lustig und sinnvoll in einem^^
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 27.06.2010 um 14:20
    das ist doch großartig. als guerilla gärtner wünsche ich mir aber auch noch einen automaten für spitzhacken, dmit ich dem harten boden berlins etwas bieten kann. sehr schön.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.07.2010 um 16:29
    Wie schön, die graue Stadt zu bombardieren - mit Grün, nicht mit Müll :)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 26.08.2010 um 10:29
    Geile Idee! Daumen hoch!
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 26.08.2010 um 10:36
    Apropo Müll für kleine Kinder! Wie wäre es wenn wir etwas gegen das Mc Donalds Spielzeug unternehmen würden! Die haben doch auch diesen Chinaplastikmüll im Angebot um Kinder anzulocken! Und vielleicht kommen die Kiddiz endlich von dem Essen weg was wie Blumenerde schmeckt!
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 26.08.2010 um 10:48
    Ich sehe die Verwendung dieses Saatbombomats eher kritisch, habe ich doch im vergangenen Jahr selbst unzählige dieser Saatbömbchen aus hochwertigen Ausgangsmaterialien hergestllt und sie an vermeintlich günstigen Erdflecken, meist Baumscheiben, abgeworfen.
    www.utopia.de/blog/beitrag/oko-bomben
    Obgleich ich während meiner Spaziergänge mit unserer Hündin fast täglich nach diesen Bömbchen schaute, entwickelte sich nur an den Stellen wirklich Leben, obschon unterm Strich eher kümmerlich, wo zuvor wenig Unkraut wuchs und ich zusätzlich regelmäßig mit der Wasserkanne ausrückte. Ich hatte gleichzeitig aus dem gleichen Samentütchen an einer Baumscheibe, deren Boden ich sorgfältig vorbereitet hatte, Samen ausgestreut und mit wenig Erde bedeckt und gleichfalls regelmäßig schwach feucht gehalten und dort entfaltete sich das Wiesenblumenleben in der erwarteten Pracht.
    http://www.utopia.de/blog/beitrag/auf-zu-neuen-taten

    Die Idee der Samenbomben klingt toll, ist aber nicht so erfolgversprechend wie man gemeinhin glaubt. Ich denke, dass es sich mit den Samenkugeln aus dem Saatbombomat nicht viel anders verhalten wird. Ich vermute, dass hier falsche Vorstellungen und Erwartungen geweckt werden.


    PS: Sehe gerade, ca. fünf Stunden nach diesem Kommentar, dass ich vor etwas mehr als zwei Monaten hier schon mal einen Kommentar abgegeben hatte. Nun, vielleicht ist's für die, die neu lesen kommen nicht weiter dramatisch, da man dann eh nicht mehr alle vorausgegangenen Meinungen liest. Für die anderen Leser hoffe ich, dass sie meinem Text hier einfach ignorieren!
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 07.11.2010 um 19:46
    Ich habe deinen Komentar zweimal gelesen, aber das macht nichts, er erinnert mich an ein Gleichniss das Jesus erzählt hat.

    "Ein Bauer säte Getreide. Dabei fielen einige Körner auf einen Feldweg. Sofort kamen die Vögel und pickten sie auf. Andere Körner fielen auf felsigen Boden, wo nur wenig Erde war. Dort ging die Saat schnell auf. Die Sonne aber brannte und die jungen Pflanzen vertrockneten, weil die Wurzeln nicht genügend Erde hatten. Einige Samenkörner fielen zwischen die Disteln, in denen die junge Saat bald erstickte. Aber der übrige Same fiel auf guten Boden, wuchs heran und brachte das Dreißigfache, das Sechzigfache und sogar das Hundertfache der Aussaat als Ertrag."
    Die Bibel, Matthäus Kapitel 13 Vers 3-8

    Das ist zwar in einem anderen Zusammenhang, dort ist es als Gleichniss gemeint.
    Wir sollen von Jesus und seiner Liebe zu uns erzählen aber wir haben nicht in der Hand was der Zuhörer mit dem Erzählten macht, ob er es hört aber mit einem Schulterzucken ab tut, oder ob er es aufnimmt aber sobald es brenzlig wird oder der Alltagsstress einen einholt, es wieder Vergisst!
    Aber es fällt eben auch viel auf guten Boden!!!

    Ich denke mit den Saatkugeln ist es nicht viel anders, man muß reichlich verstreuen um Ergebnisse zu erzielen. Aber der Aufwand lohnt sich.

    Also ich finde die Idee genial
Kommentar schreiben
(5000/5000)

Mehr zu Fundstücke