Auch die guten alten Kaugummi-Automaten lassen sich recyceln: Ein Design-Studio aus Kalifornien hatte die Idee, ausgediente Kaugummi-Automaten mit Saatbomben zu bestücken. Acht Maschinen sind derzeit im Stadtgebiet von San Francisco aufgestellt. Sie enthalten Samen, Kompost, Erde und Tonpulver. Alles, was sie dann noch benötigen – außer einem Plätzchen, das etwas grüner werden soll – ist ein wenig Wasser. Das Mitnehmen einer schweren Schaufel ist nicht notwendig.
Sehen Sie ein englisches Video zum Thema:
Sollten solche Automaten nicht auch bald bei uns "wurzeln"? Was meinen Sie? Schräg, schön oder überflüssig: Hier finden Sie mehr Details über die Saatbomben-Automaten.



Kommentare (27)
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Wenn Kinder anfangen Blumen zu sähen, kann das eigentlich nur gut sein!
Erinnert mich ein bischen an den Friedenspanzer von Die Ärzte:
"Das, was mir dazu einfällt,
für die Rettung dieser Welt -
Friedenspanzer.
Er schießt Liebe in dein Herz,
bringt den Frieden ohne Schmerz -
Friedenspanzer.
Friedenspanzer.
Er schießt mit Blumen statt Granaten.
Er trifft jeden auch die Harten.
Anstelle Giftgas gibt es Rosenduft.
Schwängert mit Weihrauch die beschmutzte Luft."
Grüße Linda
Hatte das Bild von den Kindern im Kopf, die sich statt mit Plastikpistolen mit Samenbomben beschmeißen....
*lach*
Na ja, manchmal kramt man halt was aus den grauen Zellen wieder vor...
Ist die Schleuse einmal auf, kriegst sie nicht mehr zu....
Und wann stehen die ersten Automaten in Berlin ?
Schade ists um den Aufwand, wenn dann nichts rauskommt. Ich konzentriere mich mal lieber auf meine Blumenkästen (mit Bienenblumensamen) die sind einfach zu pflegen und auf jeden Fall eine zusätzliche Grünfläche.
Eine meiner frühen Kindheitserinnerungen sind die Blumenwiesen in dem Tal, wo meine Eltern ein Ferienhäuschen gekauft hatten - letztendlich der Ort, an dem ich dann aufgewachsen bin, weil es bald zum Dauerwohnsitz wurde.
Da waren die Wiesen voller Mageriten, Kuckucks-Lichnelken, Glocknblumen, Wiesen-Storchschnabel u.s.w. , eine eiziges Blütenparadies.
Aber schon in den Jahren, wo ich noch dort gewohnt habe (also vor über 25 Jahren) sind die Wiesen verarmt, Schluss war's mit der Blütenpracht.
Ich kriege die Krise bei dem Gedanken, daß ich meine Blümchen aus dem Automaten ziehen muß.
Dann lieber wie Dagmar ein winziges Stück Grün adoptieren und sich wirklich drum kümmern.
Der Automat steht doch nur dafür, daß man sein schlechtes Gewissen beruhigen kann, ohne dafür die geringste Verantwortung tragen zu müssen.
Witzig finde ich ihn trotzdem ;-)
Man kann die Samen ja auch gezielt pflanzen und pflegen... heißt ja nicht, dass die sinnlos auf unfruchtbaren Boden fallen müssen.
Vielleicht gäbe es dann aber mehr Leute, die spontan ein Stück Erde begrünen, wenn man Blumensamen wie aus den Zigarettenautomat einfach ziehen kann, ohne zur nächsten Gärtnerei fahren zu müssen.
Mir fällt sowas meistens auch ein, wenn solche Geschäfte geschlossen haben, Wochenends und Feitertags....
Auch wenn ne Menge verloren gehen sollte, jedes Prozent mehr Grün zählt!
München ist bspw. eine sehr stark grün durchzogene Stadt.
Da muß dann aber sehr deutlich drauf stehen, daß die Kugeln nicht für den verzehr geeignet sind ;-)
besser, als irgendwelchen Müll auszuwerfen. Endlich mal lustig und sinnvoll in einem^^
www.utopia.de/blog/beitrag/oko-bomben
Obgleich ich während meiner Spaziergänge mit unserer Hündin fast täglich nach diesen Bömbchen schaute, entwickelte sich nur an den Stellen wirklich Leben, obschon unterm Strich eher kümmerlich, wo zuvor wenig Unkraut wuchs und ich zusätzlich regelmäßig mit der Wasserkanne ausrückte. Ich hatte gleichzeitig aus dem gleichen Samentütchen an einer Baumscheibe, deren Boden ich sorgfältig vorbereitet hatte, Samen ausgestreut und mit wenig Erde bedeckt und gleichfalls regelmäßig schwach feucht gehalten und dort entfaltete sich das Wiesenblumenleben in der erwarteten Pracht.
http://www.utopia.de/blog/beitrag/auf-zu-neuen-taten
Die Idee der Samenbomben klingt toll, ist aber nicht so erfolgversprechend wie man gemeinhin glaubt. Ich denke, dass es sich mit den Samenkugeln aus dem Saatbombomat nicht viel anders verhalten wird. Ich vermute, dass hier falsche Vorstellungen und Erwartungen geweckt werden.
PS: Sehe gerade, ca. fünf Stunden nach diesem Kommentar, dass ich vor etwas mehr als zwei Monaten hier schon mal einen Kommentar abgegeben hatte. Nun, vielleicht ist's für die, die neu lesen kommen nicht weiter dramatisch, da man dann eh nicht mehr alle vorausgegangenen Meinungen liest. Für die anderen Leser hoffe ich, dass sie meinem Text hier einfach ignorieren!
"Ein Bauer säte Getreide. Dabei fielen einige Körner auf einen Feldweg. Sofort kamen die Vögel und pickten sie auf. Andere Körner fielen auf felsigen Boden, wo nur wenig Erde war. Dort ging die Saat schnell auf. Die Sonne aber brannte und die jungen Pflanzen vertrockneten, weil die Wurzeln nicht genügend Erde hatten. Einige Samenkörner fielen zwischen die Disteln, in denen die junge Saat bald erstickte. Aber der übrige Same fiel auf guten Boden, wuchs heran und brachte das Dreißigfache, das Sechzigfache und sogar das Hundertfache der Aussaat als Ertrag."
Die Bibel, Matthäus Kapitel 13 Vers 3-8
Das ist zwar in einem anderen Zusammenhang, dort ist es als Gleichniss gemeint.
Wir sollen von Jesus und seiner Liebe zu uns erzählen aber wir haben nicht in der Hand was der Zuhörer mit dem Erzählten macht, ob er es hört aber mit einem Schulterzucken ab tut, oder ob er es aufnimmt aber sobald es brenzlig wird oder der Alltagsstress einen einholt, es wieder Vergisst!
Aber es fällt eben auch viel auf guten Boden!!!
Ich denke mit den Saatkugeln ist es nicht viel anders, man muß reichlich verstreuen um Ergebnisse zu erzielen. Aber der Aufwand lohnt sich.
Also ich finde die Idee genial