Dürfen wir vorstellen? Hier ist einer der ersten vollständig biologisch abbaubaren Stifte der Welt. Das Besondere an diesem Stift ist seine Hülle. Was aussieht, wie ganz normales Plastik, ist tatsächlich vor allem Mais. „Mater-Bi“ nennt sich ein biologisch abbaubarer Werkstoff, der sich wie Kunststoff verarbeiten lässt, aber bedeutend umweltfreundlicher ist. Er wird zu 85 Prozent aus Maisstärke hergestellt. Das macht ihn kompostierbar oder rückstandsfrei verbrennbar. Aus dem Material wurden beispielsweise die ersten biologisch abbaubaren Abfallsäcke in Deutschland hergestellt. Diese farbigen und schön-schlichten Modelle hier werden allerdings von einem amerikanischen Eco-Store namens Grassroots Environmental Products vertrieben.
Der Veggie-Stift enthält blaue Tinte – das einzige, was ihn noch nicht komplett „bio“ macht – und ist mehrfach nachfüllbar. Und keine Sorge, er zerfällt nicht beim Schreiben, dazu braucht er dann doch zirka acht bis zehn Wochen im Müll! Sollte er plötzlich spurlos verschwinden, ist er möglicherweise vom Kollegen „entdeckt“ worden ...
Was meinen Sie? Schräg, schön, genial oder überflüssig: Hier finden Sie mehr Details über den Veggie-Stift.
Foto: © GrassroutesStore


Kommentare (19)
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Deine Intention kommt in der zweiten Ergänzung freilich viel besser rüber, als zuerst, finde ich.
Im ersten Kurzbeitrag sieht es für andere wirklich so aus, als sei das einfach ein Einwand, der sich aber eben tatsächlich insofern erübrigt, als er von Nschotschi bereits mit berücksichtigt wurde (wenn man die erwähnte Überkreuzung der Einstellung nicht kennen würde, was ja für späterer Leser_innen nicht erkennbar ist) mehr weniger
Das Problem der hungernden und verhungernden Menschen - zur Erinnerung: mehr als eine Milliarde hungert weltweit, mehr als 24000 sterben jeden Tag den Hungertod, davon 18000 Kinder - existiert nun mal. Und nur, weil diese Menschen gesichtslos bleiben und diese schrecklichen Dinge "weit weg" stattfinden, ist es scheinbar so leicht, dieses Problem immer wieder auszublenden und seine Energie in Dinge zu stecken, wie beispielsweise der Entwicklung eines Stiftes aus Maisstärke.
Diese Menschen brauchen Nahrung! Jetzt! Und keine Stifte. Es ist einfach eine Schande, dass wir scheinbar nicht in der Lage sind, dieses Problem zu beheben.
Die Intention meines Beitrages war die, dass man bei aller Freude über ein neues umweltfreundliches Produkt, ein derart gravierendes Problem nicht unbeachtet lassen sollte. Dass tausende Menschen nichts zu essen finden und deshalb sterben, sollte nicht damit abgetan werden, dass "man da ja eh nicht viel machen kann, weil... weil.. weil... ."
Solange Menschen verhungern, sollte alles unternommen werden, um diesem unhaltbaren Zustand ein Ende zu setzen. Das Ziel, dass bei ausreichend vorhandener Nahrung alle Menschen damit auch versorgt werden, MUSS einfach an allererster Stelle stehen.
Würde man Euch die toten Leiber jeden Morgen vor die Haustür legen, würdet ihr bestimmt verstehen, was gemeint ist. mehr weniger
Aber solange jeden Tag mehr als 24000 Menschen verhungern - einen elenden Tod sterben, nur weil sie nicht genug zu essen finden - solange halte ich es für unverantwortlich, Nahrungsmittel für etwas anderes zu verwenden, als für die Ernährung von Menschen. mehr weniger