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Foodwatch gegen Verbrauchertäuschung

Der Goldene Windbeutel 2012 geht an Hipp

Es hat sich ausgesüßt! Knapp 130.000 Verbraucher haben abgestimmt und mit mehr als einem Drittel der Stimmen die Hipp Instant-Tees für Kleinkinder zur Werbelüge des Jahres 2012 gewählt.


Wieder einmal zeigt sich: Mit den Verbrauchern ist nicht zu spaßen! Vor allem, wenn es um die Kleinen geht, werden viele Mütter aktiv. Anders ist der große Vorsprung von über 6% auf den Zweitplatzierten (Viva Vital Hackfleisch von Netto) nicht zu erklären. Dieses Ergebnis ist besonders bitter für Hipp, die bis jetzt großes Vertrauen auch von Seiten der nachhaltigen Community genossen und dies auch bis dato nicht enttäuscht hatten. Hipp hatte bereits bei der Nominierung ihrer Instant-Tees, deren größtes Manko ein viel zu hoher Zuckergehalt ist, Besserung gelobt. Bis Ende 2012 werde man die Rezeptur von jeglichem Zuckergehalt befreien, hieß es in einer schriftlichen Reaktion auf die Nominierung zum Goldenen Windbeutel 2012. Am Ende half aber alles nichts, die Verbraucher fällten ein klares Urteil und der Goldene Windbeutel 2012 geht an Hipp. Dass es mit diesem Votum den warscheinlich nachhaltigsten der fünf nominierten Hersteller trifft, ist schade. Es demonstriert aber auch, dass die Verbraucher vor allem im ökorrekten Bereich sehr kritisch auf die Unternehmenskommunikation achten.

Thema: Politik & Gesellschaft, Stand: 19.06.2012 von

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    schrieb am 14.07.2012 um 20:58
    @madt
    "Claus Hipp wirkt eigentlich wie ein netter vetrauenwürdiger Mann."

    Was willst Du uns mit dieser Aussage mitteilen?

    Leider ist ein Betrüger oder Verbrecher nicht an typischen Merkmalen zu erkennen. Ansonsten wären diese Menschen ja sehr leicht zu entlarven.
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    schrieb am 14.07.2012 um 19:59
    Claus Hipp wirkt eigentlich wie ein netter vetrauenwürdiger Mann.
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    schrieb am 22.06.2012 um 20:36
    Mich freut das Ergebnis sehr, bin ich doch geradezu zusammengezuckt, als ich das erste Mal die Werbung sah. Ich wünsche Hipp, das sehr ernst zu nehmen. Ein guter Ruf ist schnell verspielt und nur durch genaues Hinsehen und Handeln wieder zu verbessern. Basic kann ein Lied davon singen. Ich denke, dieser Windbeutel ist ein guter Anlass zu handeln, nicht nur wegen der schlechten Publicity, sondern auch strukturell. Wie kam die Firma dazu, ein derart schädliches Produkt überhaupt zu entwickeln ? mehr weniger
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    schrieb am 21.06.2012 um 19:13
    das besonders traurige und/oder ärgerliche find ich, dass es da immer eigtl so viele passende kandidaten gibt - wichtiger als das endergebnis finde ich (auch deshalb) immer, dass überhaupt einige dieser fälle öffentlich in die kritik kommen
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    schrieb am 21.06.2012 um 17:08
    Sehr bezeichnent, dass es einen Werbepartner von Utopia trifft. Mir wäre es lieber wenn Utopia ehrlich wäre und nicht Unternehmen über die Maßen als nachhaltig lobt, nur weil diese in wenigen Punkten mit Nachhaltigkeit werben. Ehrlich wie Ray Anderson, CEO von Interface, einem Unternehmen dass sich wohl wie kein anderes seit Jahren bemüht möglichst ökologisch zu arbeiten. Anderson sagt ganz offen, dass sein Unternehmen nicht nachhaltig ist, und es auch kein Unternehmen gibt, dass nachhaltig arbeitet, dass er aber daran arbeitet.
    Utopia scheint mir leider immer mehr zum Greenwash zu verkommen. Es geht ja Utopia auch darum Geld zu verdienen und da muss man numal Unternehmen finden, die man als ökologisch bezeichen will um sie als Werbepartner zu gewinnen. Die Ernsthaftigkeit des Engagements der beworbenen Unternehmen bleibt da zweitrangig. Schade um die Community, die es wirklich ernst meint! mehr weniger
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