Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Finanzkrise

Sichere Geldanlagen in unsicheren Zeiten


Die Finanzkrise stürzt Griechenland ins Chaos: Streiks, Demonstrationen – der Staatsbankrott droht. Die EU debattiert, ob und wie man helfen kann oder soll. Denn bei einer endgültigen Pleite Griechenlands drohen auch den anderen EU-Ländern drastische Folgen.

 „Wir dürfen nicht einfach einen unkontrollierten Bankrott eines Landes zulassen”, warnte Bundeskanzlerin Angel Merkel. Die Regierung dürfe „nichts tun, was den Aufschwung weltweit insgesamt in Gefahr bringt und dann auch Deutschland wieder in Gefahr bringen würde“. Die anderen Mitgliedstaaten würden "erhebliche Unsicherheit, Risiken und zusätzliche Stabilisierungskosten zu tragen haben", erklärte der neue Bundesbankchef Jens Weidmann.

Und nicht nur Griechenland. Auch die USA sind angeknockt ... – aber kommen wir lieber gleich zum Punkt: wir leben in unsicheren Zeiten und darum hat Utopia nachgefragt, wie wir jetzt unser Geld sichern können. Und zwar bei bei der GLS Bank, der EthikBank und der Sparkasse.

 

Anlagetipps von der EthikBank

„Die Krisen der letzten zwei Jahre haben das Bedürfnis nach Sicherheit erhöht, aber auch den Wunsch vieler Anleger, den Weg des eigenen Geldes verfolgen zu können“, erklärt Sylke Schröder von der EthikBank. Transparenz sei daher der beste Garant für Sicherheit. Denn Banken, die ihre Anlagepolitik offenlegen, halten Gefahren von ihren Kunden fern. Kriterien für eine gute Geldanlage sind dabei:

  • Anlagepolitik ohne Spekulation
  • Überschaubare Laufzeiten bis max. 3 Jahre
  • Veröffentlichung von Kredit- und Kapitalmarktgeschäften


Als Geldanlage bei der EthikBank in unsicheren Zeiten empfiehlt Sylke Schröder:

Das Mäusekonto – eine 1-jährige Festzinsanlage ab 2.500 Euro. Mit einer Geldanlage bei der Ethikbank unterstützen Sie übrigens aktiv die Energiewende. Ihr Geld wird dort, anders als bei anderen Banken, nicht  in Atomkraft investiert.


Anlagetipps von der GLS Bank

„Als sozial-ökologische Bank investieren wir ausschließlich in die Realwirtschaft“, erklärt Jörg Braun von der GLS Bank. Im Mittelpunkt stehen die Menschen mit Ihren Bedürfnissen. Die Bewahrung und Entwicklung der Lebensgrundlagen sind notwendige Bestandteile nachhaltigen Wirtschaftens und ein ökonomischer Gewinn die Folge dieses Handels, aber nicht deren Zweck."

Als Geldanlage bei der GLS Bank in unsicheren Zeiten empfiehlt Jörg Braun:

1. GLS Sondersparbrief "Regenerative Energien"
Mittelverwendung durch Kreditvergabe der GLS Bank im Bereich regenerativer Energien
(brandneu und deshalb noch ohne Link)

2. GLS Sofortrente
Die Mittelverwendung zur Kreditvergabe kann vorgegeben werden

3. FairWorldFonds (Union Investment)
Globaler Mischfonds mit Nachhaltigkeitskriterien


Anlagetipps von der Sparkasse

"Für uns zählt allein die dauerhafte Zufriedenheit unserer Kunden", erklärt Alfons Kirmeyer, Leiter der Privatkundenbetreuung der Stadtsparkasse München in der Stadtmitte. "Unsere Beratungsphilosophie ist deshalb langfristig und ganzheitlich ausgerichtet und orientiert sich einzig an den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden."

Unabhängig vom konkreten Anlagewunsch eines jeden Kunden empfiehlt die Stadtsparkasse, bei der Geldanlage einige Dinge zu beherzigen:

  • Machen Sie sich bewusst, worauf es Ihnen bei der Geldanlage im Hinblick auf Sicherheit und Rendite ankommt.
  • Entscheiden Sie, ob das Geld für Sie jederzeit verfügbar sein soll.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Einlagen, wie bei der Stadtsparkasse München, in voller Höhe abgesichert sind.

Als Geldanlage bei der Stadtsparkasse München empfiehlt Alfons Kirmeyer zur Zeit:
Zum Beispiel den Sparkassenbrief 1-2-3 Combi. "Der Sparkassenbrief ist für Anleger interessant, die eine gestaffelte Anlagedauer und einen festen Zins wünschen."


Was sagen Sie zur Finanzkrise und wie sichern Sie Ihr Geld?

Lesen Sie auch auf Utopia:

Die 10 größten Öko-Sünden im Garten
Auch im Garten kann man jede Menge falsch machen. Utopia zeigt Ihnen die 10 größten Öko-Sünden und gibt Tipps, wie Sie es besser machen können.

Kräuter: Leckeres und Nützliches vom Wegesrand
Am Wegesrand wächst so einiges was sich für Salatschüssel oder Einmachglas eignet und so ganz anders schmeckt als unser genormtes Supermarktgemüse.

Fundstück der Woche: PC aus Pappe
Öko-Luftschloss oder nachhaltige IT der Zukunft? Geben tut es ihn schon, den Computer aus Karton.

NEU: Tipp des Tages

 

Stand: 16.06.2011 von

Kommentare (48)   abonnieren

  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 13:01
    Mit nur 55,- € lässt sich schon ein Anteil an der Greenpeace Energy Genossenschaft erwerben, und ab 500,- -€ derzeit Genussrechte bei Naturstrom. Dann gibt's auch noch Energiegenossenschaften, Bürgersolarkraftwerke etc Vgl. dazu auch : www.utopia.de/gruppen/1000-gute-nachrichten-menschen-und-151/diskussion/schon-mit-500-in-oeko-energie-zu-investieren-195727 ... (und eine breite Streuung ist ja laut Anlage-Expertinnnen/Experten sinnvoll)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 14:00
    Für mich ist jede "Geldanlage" Verlust !

    Die paar Prozente, die es dafür gibt, dass ich mein Geld irgendwelchen Menschen/Unternehmen, die ich gar nicht kenne, borge (ja, Geldanlage ist nichts anderes als Geld verborgen!) stehen in keinem Verhältnis zu dem Gewinn, der damit gemacht wird und geht die Firma (oder der Staat - oder wem immer ich das Geld geborgt habe) pleite, bin ich der Bezahler der Schuld der anderen... Außerdem werden diese Prozente oft von der Inflation schon wieder aufgefressen, im Schlimmsten Fall gibt es einen Wertverlust des Geldes, wer die Preise in der letzten Zeit beobachtet, weiß, wovon ich spreche.

    Warum sollte ich etwas derart Törichtes tun?

    Geld in Genossenschaften geben, damit mit Hilfe dieses Geldes etwas geschaffen wird, das dann wieder allen zugute kommt, ist der bessere Weg. Ich möchte aber nicht glauben, dass es so ist, sondern es sehen! Lokal ist da die Lösung. Dann bin ich der direkte Nutznießer.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 14:02
    Ich hab auch mal angefragt: bei Oberbürgermeister Ude,

    welche Pläne die Stadt München als Notfallplan für einen Währungscrash hat,
    z.B. ob es Notfallpläne für die Ausgabe einer lokalen Währung gibt, damit wenigstens
    die Güter des täglichen Bedarfs weiter verkauft werden können, bis eine neue Währung steht:

    Die Oberbürgermeister-Fragen mit den meisten Stimmen werden beantwortet.
    http://direktzu.muenchen.de/ude/messages/notfallplan-fuer-waehrungscrash-lokale-waehrung-32853

    Interessante Filme zum Thema der Mechanik des Geldes gibt es hier:
    http://rewig-muenchen.de/?page_id=89
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 18:52
    Hallo Jonas
    ich hoffe, dass meine Bonner Stimme für die Beantwortung der Frage auch zählt.
    Schade, dass das Interesse so gering ist , und dass die Politiker noch nicht einmal Fragen beantworten !!!!!! Vielleicht werben Sie auch noch an anderer Stelle. Was in Krisen tatsächlich gebraucht wird, liegt ja klar auf der Hand, wie auch "hesika" schreibt. Die Einführung von Lokalwährungen ist m. E. nach eine gute Übung und hat ja auch teilweise beachtenswerte Erfolge zu verzeichnen.
    Als gesamtgesellschaftliche Lösung sehe ich sie nicht.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 22:38
    400 Leser, 40 Stimmen, Platz 53, geht doch!
    Da ist noch Spielraum nach oben ...

    Da ich jeden Tag drauf schaue sind es natürlich
    ein paar weniger Leser (ca. 380?). Aber die
    haben den Inhalt vernommen, und vielleicht auch
    ein Assistent von Oberbürgermeister Ude, der die Fragen liest
    (lesen ist einfacher als rechtssicher beantworten).

    Was Gesamtwirtschaft in 10-20 Jahren (noch) heißt,
    weiß heute keiner, auch nicht die Anlageberater, siehe
    http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/peak-oil1-186027

    Trotzdem ist ökofaire Anlage natürlich die beste Anlage
    (ich hab leider nix anzulegen außer paar Notgroschen,
    insofern betrifft mich das Thema auch nicht so sehr).
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 04.07.2011 um 23:01
    Inzwischen ist die Anfrage auf Platz 7 angekommen und hat damit reale Chancen, von irgendwelchen Referenten von Ude zumindest gelesen und als Bürgersorge wahrgenommen zu werden.

    http://direktzu.muenchen.de/ude/messages/notfallplan-fuer-waehrungscrash-lokale-waehrung-32853
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.08.2011 um 19:21
    Die Frage kam zeitweilig bis auf Platz 2 (am Schluß: Platz 3) und ist nun in Beantwortung ...
    (eigentlich sogar Platz 1 bzw. am Ende 2, weil die Frage davor schon über dem Abstimmungszeitraum war, aber noch in der Liste stand)
  • kommentieren
    gelöscht am 18.06.2011 um 16:18 von inaktiver User 1038
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 22.06.2011 um 23:30
    Habe für deine Frage mitgestimmt. Die Erfahrungen aus den Zeiten der Hyperinflation haben gezeigt, dass Notgeld sich von heute auf morgen einfach "drucken" lässt. Ob dieses NotGeld, dann auch das Vertrauen der Bevölkerung hat, d.h. auch einen Wert hat, ist was ganz anderes - auch das zeigt die Geschichte.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 14:14
    Ich denke, im Falle des Notfalls braucht es keine - wie auch immer geartete - Währung, sondern einfach Essen und ein Dach über dem Kopf - ohne Geld zu verlangen. Nach welchem Muster, würdest Du denn diese "lokale" Währung verteilen wollen??
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 14:16
    Direktfinanzierung von Öko-Landwirten mit Nießbrauchrecht. Das gab es mal bei der Ökobank: Ich gebe dir zinslos 1000 Taler, du gibst mir jedes Jahr einen Sack Weizen oder das Äquivalent dazu in anderen Lebensmitteln.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 14:21
    Hier gibts ne Webseite mit vielen Beispielen, wo man Genussrechte erwerben kann:
    http://www.genussrechte.org/seite/beispiele-referenzen
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 10:54
    Das ist m.E. EXAKT die Art, wie nachhaltige Finanzwirtschaft laufen müßte. Die Bank ist dabei lediglich Vermittler und Organisator, gegen eine geringe Gebühr. Wenn das gepoolt wird (Risikostreuung) partizipieren die Investoren direkt am Erfolg Ihrer Investition - und sie sind sogar noch motiviert, gegebenenfalls auf andere Art zu diesem Erfolg beizutragen. Dummerweise gibt es in diesem Modell kein sich selbst aus dem Nichts heraus vermehrendes Geld. Jedes Einkommen muß mit echten Waren erwirtschaftet werden. Und - die Bank wird auf die Art nicht reich, müßte wahrscheinlich Jahrzehntelang mit denselben Schreibtischen und Büroräumen auskommen und würde nur ganz normale Durchschnittsgehälter (oder weniger) zahlen können, die tatsächlich der Leistung und Qualifikation der dort Tätigen entsprächen.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 18:29
    Als weitere garantiert dunkelgrüne Anlage- und Vorsorgemöglichkeiten im "Hochsicherheitsbereich" empfehle ich Ute Tacke, die Nachhaltigkeitsmaklerin in Bonn, Mtiglied auf diesem Portal - Die Tagesgeldanlage und einen Sparplan bei der Triodos Bank. Nachhaltige Versicherungslösungen ausgewählter Anbieter und ökologische Investments sind als Investments in Krisenzeiten gleichfalls zu empfehlen. Die im Artikel genannten Banken haben keine externen Berater oder sind nicht nachhaltig. Ihr Vorteil in Bonn - ich stehe als persönliche Beraterin für meine Bonner Kunden zur Verfügung. Und eine grüne Kreditkarte gibt es auch bei Triodos. Welches die grünste ist - mögen die nachhaltigsten Konsumenten entscheiden. Ute Tacke.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 18:34
    Wer noch mehr Nachhaltige Versicherungen und Finanzprodukte sucht:
    www.ute-tacke.de
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 22:22
    Ich finde es etwas bedenklich, jenen mein Geld anzuvertrauen, die genau dazu beigetragen haben wo wir jetzt stehen!
    Ich habe zz eine Sparform gefunden die die Banken kaum berücksichtigen und direkt mit der Wirtschaft agiert.
    Nach dem Geld eine reine Vertrauenswährung ist und das weltweite Vertrauen in Banken und Anlageformen sinken, stehen neuen Tausch/ Wertesystemen die Türen offen.

    Es gibt auch eine Leben ohne Dollar, Euro oder Yen.

    Eine klare Absicherung hat man langfristig, wenn in Liegenschaften und Gold investiert wird.
    Sollte alles Zusammenbrechen - wie auch immer das (un)möglich ist, dann hat man zumindest die Basis gesichert.

    Tipp dazu: In kleine Goldeinheiten investieren (1/4 Nugget, 1/4 Philharmoniker,....) damit ist es einfacher später einen Abnehmer zu finden.

    Für Hartgesottene einen Link:
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/gerald-celente/der-zusammenbruch-kommt-sind-sie-darauf-vorbereitet-.html

    Wünsche einen schönen Abend und freue mich über Rückmeldungen!
    LG
    Fairessen - Klaus
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 23:02
    Gold ist ja nur eine andere Form von Geld, also genauso der Spekulation unterworfen. Ich denke da an das verschwundene Gold in Fort Knox. Das kann also auch nicht DER Weg sein, zumal auch hier beim Einkauf viel bezahlt wird und beim Verkauf wenig(er) heraus kommt. Das ist alles derselbe Schwindel - in meinen Augen.

    Und die "Enthüllungen" von kopp-verlag gehen für mich alle in eine Richtung, die ich NICHT mag. Als Lösung anzubieten: Gold und Waffen zu kaufen, wo soll das hinführen? Das ist direkter Aufruf zu Gewalt. Sehr bedenklich, wirklich sehr bedenklich, Herr "ichwillfairessen"
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.06.2011 um 23:44
    Ich investiere in der Demeter-Gärtnerei Sannmann in Hamburg-Ochsenwerder (www.sannmann.com) in eine brandneue Kompost-Verflüssigungsanlage. Durch ihren Einsatz wird die Bodenqualität weiter verbessert, das Pflanzenwachstum positiv beeinflusst, die Lagerfähigkeit der Erträge verbessert. Die 4-Prozent-Rendite kann ich mir wahlweise in Geld oder in Gemüse auszahlen lassen. So trage ich bei zu ethisch einwandfreier Geld-Verwendung: Statt auf der Jagd nach - möglichst zweistelligen - Gewinnen um die Welt zu floaten schafft es hier im Lande wirkliche Werte - und liefert mir ein Puzzle-Stück in meiner Sorge für Nahrungssicherheit. Noch Fragen? Rufen Sie an bei Thomas Sannman, tel. 040 - 73712173 oder loggen Sie sich ein auf der o.a. Homapage und "Genuss-Scheine"
    Achim Kessler-Binder
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 10:30
    Viel Geld zum Anlegen habe ich ohnehin nicht - eine Sorge weniger! Das wenige Ersparte, das nach sinnvoller Betätigung gesucht hat, habe ich in eine PV Anlage mit Eigenverbrauch umgesetzt - grad gestern bin ich mit der Dachschrauberei fertig geworden. Im allerschlimmsten Fall (sagen wir: systemischer Totalzusammenbruch) kann ich das System in eine Inselanlage umwandeln, und dann bleibt mir noch immer der Strom zur Selbstversorgung.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 22.06.2011 um 23:36
    Besser kann man sein Geld gar nicht anlegen! Ich beglückwünsche Dich zu der Entscheidung!
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 10:58
    Das klingt in meinen Ohren sehr gut, Stefan_Thiesen. Da ist das Geld nutzbringend verbraucht.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 11:19
    Ich denke auch. Nach reiflicher Überlegung hatten wir uns zudem entschlossen die Solarstromanlage nicht über einen Bank zu finanzieren, obwohl das unter ABtretung der EInspeisevergütung problemlos möglich wäre. Ich habe inzwischen ein sehr ungutes Gefühl bei jeder Art von Geschäften mit Banken. Letztlich ist es so, daß von der Gesamtvergütung für erneuerbare Energien schätzungsweise 20 bis 50 % (je nach Einspeisevergütung) letztlich Zinsen sind und an die Banken gehen. Das EEG ist zur Marktförderung m.E. eine gute Sache, aber zugleich hat es den Banken gigantische Geschenke gemacht und die strukturellen Probleme unserer "Finanzkultur" gestützt. Da muß ich nicht unbedingt mitmachen.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 19:27
    Ich habe mein Geld bei der Umweltbank in Nürnberg angelegt und wundere mich sehr, dass diese hier gar nicht erwähnt wird. Ich bin sicher, mein Geld arbeitet für die Umwelt und außerdem fand ich seinerzeit die Konditionen besser als bei den angegebenen Banken.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 21:52
    Mal so nebenbei bemerkt, Geld kann nicht arbeiten, Nicara.

    Geld ist einfach bunt bedruckter Stoff, oder so etwas ähnliches. Wie soll das arbeiten? Menschen sollten das Geld nutzen, um damit Werte zu schaffen (in Form von Diensten oder Waren) oder um diese Werte benutzen zu können.

    Die Banken schieben die Zahlen dieses bunt bedruckten Stoffes (ohne den Stoff) hin und her und durch den künstlich geschaffenen Zins, der durch keinerlei Dienstleistung oder Waren abgedeckt ist, erhöhen sich die Zahlen. Es wird definitv damit KEIN neuer, zusätzlicher Wert geschaffen. Darum sieht unsere Wirtschaft aus, wie sie ist und allein aus diesem Grund gebe ich keinen kleinen cent an die Banken, wenn ich nicht muss. Mein Girokonto ist das einzige und selbst durch dieses Konto wird mir das Geld für Nichts abgezockt (jedenfalls steht der Preis für das Konto in keinem Verhältnis zu der Leistung, die ich erhalte) und auf der anderen Seite wird mir aber für die Einlagerung meiner Zahlen, mit denen sie horrende Gewinne einscheffeln nichts, null, nada, niente gegeben. Das ist ein absolut fauler Deal. Möglich nur, weil die Gesetze der Regierungen (nicht nur der BRD) eine Gelddruckmaschine für die Banken darstellen. Oder kannst Du Dein Gehalt in bar erhalten? Oder kannst Du Deine Steuer beim Finanzamt in bar abgeben? (Nur, um ein zwei Beispiele zu nennen, die Dich zwingen, ein Girokonto zu haben. Selbst die Hartz IV-Empfänger, die nun wirklich NICHTS mehr übrig haben, MÜSSEN ein Giro-Konto haben und bezahlen NATÜRLICH dieselben Konto-Gebühren wie der Unternehmer mit einem ein wenig höheren Einkommen.) Die Banken zocken JEDEN ab! Natürlich auch den Staat selbst, den sie durch die Geldpolitik an den Tropf der Schulden gehängt haben und der darum erpressbar ist, die natürlich absoluter Nonsens sind. Die Staaten sind heute nicht einmal mehr in der Lage die Zinsen des Zinseszinses der Schulden zu bezahlen, die ihnen von den Banken freundlicherweise gewährt wurden! Ein Staatsbankrott nach dem anderen ist die Folge...

    Darum finde ich diesen ganzen Artikel hier - besonders auf Utopia - auch ein bißchen... naja...
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 22:05
    @Hesika: In der Sache hast Du natürlich recht. Aber pragmatisch sehe ich doch verschiedene Graustufen. Es macht einen Unterschied, ob ich Geld bei der GLS Bank o.ä investiere oder ob ich in Öl oder Goldfonds herumzocke.

    Was das Girokonto angeht: wenn der Staat es VERLANGT, sollte der Staat es auch kostenlos zur Verfügung stellen. Es wäre auch sinnvoll, wenn der Staat z.B. KfW Kredite direkt vergeben würde. Warum soll der Staat nicht effizient eine Endkundenbank betreiben können? Oder Gemeinden? Sie betreiben alles mögliche - weshalb nicht streng geregelte Endkundenbanken? Und der Gewinn flösse in Schulen und Infrastruktur anstelle immer größerer sinnloser Glastürme... Auf die Art könnte man auch mit Zins- und Zinseszins einen gewissen Kreislauf erzeugen.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 23:18
    Ach ja, was waren das noch für Zeiten-vor ca.40 Jahren-als die Banken noch massiv um Kunden für ein "Girokonto" geworben haben.
    Natürlich damals völlig gebührenfrei!!
    Erst nachdem über die Jahrzehnte der ganze "Zahlungsverkehr" so umgebaut war, dass niemand mehr ohne Konto auskommen konnte, wurden Schritt für Schritt die Bezahldienste und Zwangs-Gebühren für eine Kontenführung eingeführt.
    Und der nächste Schritt in die totale Bankenabhängigkeit wird schon kräftig angekurbelt: Die Aushebelung des Bargelds schlechthin!!
    Wenn bis zum Parkchip alles per Karte oder Handy etc. gezahlt werden kann ... und alles so schön "bequem" ist, ... machen wir es doch ganz bequem und löten uns noch den letzen Verstand aus den Hirnwindungen raus .... und bezahlen von Jahr zu Jahr mehr dafür, dass wir unser Geld aus fremdverwaltetem virtuellem Geldbeutel gegen GEBÜHR "abheben" dürfen.>
    Ist das Bargeld dann ganz weg----oder zumindest "verdächtig", ist die Herde im Gatter ... und kann kräfigst und "alternativlos" blank geschoren werden.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 18.06.2011 um 18:19
    Den Artikel habe ich ja wegen einseitiger Darstellung auch kritisiert. Ich finde es gut, dass hier ein Forum zum Austausch genutzt wird. Und ich denke, dass man diiferenzieren muss. Für mich kann ich ganz klar sagen, dass ich meine Handlungsmöglichkeiten nutzen will um die Entwicklung eines gerechten allen Menschen dienenden Wirtschafts- und Finanzsystem zu unterstützen. Meine Möglichkeiten sind natürlich noch begrenzt, aber ich nutze alle Spielräume.

    Hier zum Beispiel ein Hinweis auf den Verein www.urgewald.de und deren Seite www.stromwechsel-hilft.de

    Ich motiviere Menschen und kläre über Finanzprodukte auf, wodurch Ihr Handlungspotential für Nachhaltigkeit für Atomenergie- und Waffenfreiheit auf dem Bankkonto, in der Riesterrente, aktiv genutzt wird.

    Mir ist auch bewusst, dass mittlerweile sehr viele Menschen in Deutschland ausgegrenzt sind und immer weniger Möglichkeit der Partizipation besteht. Daher ist es besonders wichtig, für das Kapital, das investiert werden will ( das hat Marx erklärt) Nachhaltige Anlagemöglichkeiten zu schaffen und die Investoren davon zu überzeugen darein zu investieren. Die Projekte werden jetzt außer auf der Umwelttechnikseite auch immer mehr von den social entrepreneurs geschaffen.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 18.06.2011 um 17:43
    Ich habe die Umweltbank nicht erwähnt, weil Sie keine externen Berater hat. Darum ist für mich als freie Beraterin die Zusammenarbeit mit der ebenfalls im Artikel nicht erwähnten Triodos Bank sinnvoll.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.06.2011 um 23:06
    @Stefan_Thiesen - ich habe mit Absicht vereinfacht, um mein Anliegen zu verdeutlichen.

    Deine Idee der Geldwirtschaft und Banken gefällt mir sehr gut und nur so würde das Bankwesen überhaupt Sinn machen.

    Sie hat nur einen Haken: Der Staat und die Menschen sind dann nicht mehr im Würgegriff der "Finanz-Wirtschaft", sprich Banken und deren Eigentümer...

    Wir sollten Deine Idee für "nachher" aber unbedingt im Kopf behalten. Oder kennst Du schon eine Gemeinde, die das so macht?
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 18.06.2011 um 17:59
    @Hesika: leider kenne ich keine Gemeinde, die derlei bereits umsetzt - jedenfalls nicht in Deutschland. Ein wenig geht das Konzept der Schweizer Regionalbanken offenbar in diese Richtung. Prinzipiell könnte doch aber auch das Sparkassensystem mit vergleichbar wenig Aufwand in diese Richtung umgebaut werden. Würde ich als finanztechnisch naiver Naturwissenschaftler mal annehmen.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 18.06.2011 um 18:44
    Dem stimme ich als völlig unbedarfter Bürger vollkommen zu.

    Wer macht den Umbau? Wann fangen wir an? :-)

    Die Genossenschafts- und Raiffeisenbanken hatten, glaube ich, mal dieses Konzept.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 22.06.2011 um 23:43
    Genau die Genossenschafts- und Raiffeisenbanken HATTEN mal dieses Konzept.

    Vielleicht sollten wir eine eigene Bank gründen, das würde uns wirklich weiterbringen wie deine Solaranlage.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 29.06.2011 um 10:13
    Hesika: Die Raiffeisenbanken hatten ein gutes Konzept. Aber ich denke auch hier gab es schlussendlich eine unerquickliche Mischung aus Sachzwängen und Anreizen die die Volksbanken und Raiffeisenbanken letztlich in den Mainstream gelenkt haben. Eine Volksbank ist vor allem eine Bank. Inklusive Basel II, III, IV, Zinseszinsen und knallharter Durchsetzung der Interessen mittels Existenzbedrohung der Kunden. Alles hübsch nachzulesen bei der Schutzgemeinschaft für Bankkunden. Anreize und Sachzwänge kommen aus dem Umfeld. Also müssen wohl die Rahmenbedingungen geändert werden, wenn es andere Banken geben soll.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 29.06.2011 um 10:52
    Genau. Darum schrieb ich auch in der Vergangenheit "hatten mal dieses Konzept".

    Die "Geldwirschaft" hat sich in einer Weise verselbständigt, dass sie nur noch sich selbst dient und alle anderen bis zum Tod aussaugt. - Ein Vampir im wahrsten Sinne des Wortes! Wobei das Wort "Geldwirtschaft" an sich ein Unwort ist, denn Geld kann nicht "wirtschaften".

    Die Auswirkungen sehen wir in der kollabierenden Weltwirtschaft. Darum würde ich KEIN Geld bei IRGENDEINER Bank, Fond, Börse oder was immer "anlegen" - weggeben, verborgen, denn ich mache dabei NUR Verlust und es besteht heute die akute Gefahr des VOLLKOMMENEN Verlustes: Die Bank gewinnt immer und als Einzige!

    Geld muss in Bewegung bleiben, es muss benutzt werden, ja, das stimmt. Allerdings wird der natürliche Kreislauf des Geldes heute durch die Bankenoligarchien unterbrochen, die das Geld horten (es regelrecht verbrennen), es künstlich teuer machen, und darauf achten, dass jeder Schulden macht - allen voran die Staaten. Die (Schuld-)Zinsen bestehen auf immer und ewig und erhöhen sich auf immer und ewig - die Todesspirale wird sichtbar.

    Das Geld heute basiert auf keiner Wirtschaft, auf keinem Gold oder anderen Werten mehr, nur noch auf den Schulden aller und der Abhängigkeit aller. Da ist NICHTS anderes mehr dahinter.

    Wenn es nicht innerhalb kürzester Zeit die Macht dieser Bankoligarchien gebrochen wird, die heute das gesamte Leben auf unserem Planeten bestimmen, ist der Zusammenbruch der Weltwirtschaft nur eine Frage einer kurzen Zeit... Es gibt praktisch KEINEN Staat auf unserer Erde, der nicht in der Schuldenfalle der Banken steckt. KEINEN!!!
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 29.06.2011 um 14:11
    Hesika: (leider stehen meiner Antworten an der falschen Stelle... geht irgendwie nicht anders). Was soll ich sagen: es stimmt ja alles. Die Einsichten, daß exponentielles Wachstum auf der einen und exponentielle Geld- und Schuldenerzeugung auf der anderen Seite auf Dauer nicht funktionieren können ist banal. Und dennoch wird Wachstum immer wieder als Allheilmittel für alles verkauft während tatsächlich dieses Wachstum lediglich benötigt wird, um die ewig steigende Zinslast zu bewältigen. Und dennoch muß man immer wieder erklären: nö. Ewiges exponentielles Wachstum geht nicht. Ist halt so. Das erinnert mich alles an eine Begebenheit in meiner Schulzeit. Wir waren die "Nerds", und auf einer unserer "Partys" versuchten wir das Konzept der kosmologischen Expansion einer Schulkollegin zu erläutern. Es klappte nicht. Ein Kollege nahm dann das Beispiel eines Hefekuchens mit Rosinen. Wenn der Kuchen auseinandergeht, werden die Abstände zwischen den Rosinen größer. Er: Verstanden? Sie: Ja, klar. (Pause) Aber - kann man auch einen Apfelkuchen nehmen?" Ebenso ist es mit Wirtschaftspolitikern, Bankern und Physik. Sie verstehen nicht, daß sich ihre Finanzmodelle nicht mit der physikalischen Wirklichkeit anlegen können. Und ich verstehe nicht, welchen Teil von "... das man Geld nicht essen kann" diese Leute nicht verstehen.

    Carl Amery: Der Kapitalismus ist die einzige Religion, dessen Ziel die Verschuldung ist.

    Hier übrigens ein skuriler Lesetip. Das Thema treibt mich schon lange um - und an ;-): http://thiesen.webnode.com/rabenwelt/
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 18.06.2011 um 02:54
    hat sich selbst finanziert und den 1st Forest of Peace weltweit gebaut, um das um was es eigentlich geht zu sichern:

    "Unsere Zukunft und derer unserer Kinder"
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 18.06.2011 um 19:20
    Hier wird lediglich an der Oberfläche gekratzt ohne das dahinter liegende Finanzsystem zuverändern.
    Was ich damit meine, ist in diesen beiden Videos (Links beigefügt) genau beschrieben. Vorweg für die USA, aber wenn dort der erste Dominostein fällt, folgen zig weitere. Dann ist es egal ob in Deutschland oder Österreich oder Italien, es werden alle fallen.
    Auch bleibt es gleich ob GLS oder Ethik Bank oder sonst irgend eine "grüne" Bank.
    Diese Wunschform gibt es so nicht, sonst wäre sie keine Bank!!!
    Nun hier die Links:

    http://www.youtube.com/watch?v=qfVEzDDmM1s&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=YueZsm2T5bw&NR=1

    Schönes Wochende!
    Lg
    Fairessen - Klaus
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 22.06.2011 um 20:00
    Die reißerischen Veröffentlichungen des oben zitterten Knopp-Verlages würde ich nicht zur Hilfe für meine Geldanlage Entscheidungen nehmen. Denn noch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zusammenbruch unseres Geldsystem nicht von der Hand zu weisen. Die Weltwirtschaftkrise kam auch in mehreren Wellen. Wenn man die Situationen miteinander vergleicht, würde uns in einigen Monaten ein Schwarzer Freitag bevorstehen.

    Was tun mit meinem Geld? Einen Rat kann ich jedoch geben: Gold- und Silbermünzen waren in Krisenzeiten nie ein schlechter Berater. Jedoch wenn der Weltuntergang ausbleibt, dann ist der Preis für Jahre im Keller. Direkte Beteiligungen an Unternehmen wie Genossenschaften, Solaranlagen etc. sind auch nicht schlecht. Unbedingt auf den "Verschuldungsgrad" des Unternehmens/Projektes achten. Denn wenn ein Unternehmen keine ausreichenden finanziellen Ressourcen in Krisenzeiten hat, dann geht es auch pleite und weg ist das Geld.

    Wenn ein neuer Schwarzer Freitag kommen sollten, das ist das Geld so wie wir es kennen nix mehr wert egal auf welchem noch so grünen Konto es liegt. In solchen Zeiten haben blüht der Tauschhandel, da man Waren aber sehr schlecht gegeneinander Tauschen kann, haben die Menschen mit ihrem eigenen lokalen Notgeld geholfen ohne EZB und Bundesbank, um die Wirtschaft im kleinen ins Laufen zu bringen. Schließlich ist unser Geld nichts wert sondern nur der Glaube daran dafür sich wieder etwas kaufen zu können. In Frankfurt läuft derzeit eine Ausstellung im Portikus dazu, die das Thema Zeit als Recheneinheit für Notgeld behandelt: http://www.portikus.de/exhibition_16600000.html?&L=0
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 22.06.2011 um 21:03
    Die Time-Bank Idee, Regionalwährungen etc. sind gute Projekte für eine Übergangszeit. Da auch sie an Grenzen stoßen, ist es ist es wichtig Vertrauen in Unternehmungen, Familien, Gesellschaften und Staaten ! aufzubauen, die Grundlagen schaffen für geistige Freiheit , Gleichheit vor dem Gesetz und Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben. Ich fordere alle Geld- Gold- und sonstiges Vermögen Besitzende auf, ab sofort nur noch in nachhaltige Projekte und Finanzprodukte zu investieren und als Mindeststandard Rüstung, Atomenergie Umweltzerstörung und Ausbeutung sofort zu ächten. Finanzkrisen werden durch Vertrauenskrisen, Computerprogramme und Massenhysterie ausgelöst. Je bewusster Einzelne Finanzentscheidungen treffen, je transparenter Informationen fließen, je mehr soziale Fragen gelöst werden, desto mehr nähern wir uns einem Goldenen Zeitalter.
    Wer das Thema Nachhaltige Entwicklung im Rheinland mit voran bringen möchte ist herzlich zu einer Netzwerkgründung am 29.06. in Bonn eingeladen. Bitte anmelden unter mail@ute-tacke.de
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 22.06.2011 um 23:21
    Etwas mehr Sachverstand: Regionalwährungen haben noch eine ganz andere Funktion und zwar die Verhinderung von Abfluss von Wertschöpfung auf einer Region und die Stimulation kleiner örtlicher Unternehmen.

    Time-Bank kommt eher aus der Ecke des Notgeldes, das heißt für den Fall, dass unsere heutiges Geldsystem versagt und die Arbeitszeit jedes Einzelnen gleichwertig betrachtet.

    Wer Gold besitzt sollte es tunlichst jetzt nicht verkaufen und in Finanzprodukte investieren.

    Sie bieten doch als Maklerin Versicherungen und Finanzprodukte als Nachhaltig an.
    Leider sind fast alle dieser Produkte meiner Ansicht nach Etikettenschwindel.
    Diese Produkte funktionieren alle auf einem Sekundärmarkt und dieser u.a. nach der Kapitalmarkttheorie per se irrelevant für Finanzierung von nachhaltigen Unternehmen!

    Es ist irrelevant welchen Wert z.B. auf einem Zweitmarkt wie einer Börse hat, denn hier werden nur die zukünftigen Erwartungen von Marktteilnehmern gehandelt also psychologische Faktoren. Kein einziger Cent wird ein Unternehmen mehr oder weniger in umweltfreundlichere Produkte und Prozesse investieren nur weil ich als Aktionär, Fondanteilsinhaber oder über Rücklagenfonds der Versicherungen eine Nachhaltige Strategie habe. Transparenz ist gut und schön zu fordern, aber von den Verkäufern immer wieder auch versprochen, aber nie wirklich eingehalten. Das fängt schon beim Provisions- und Kostenmodell der Finanzprodukte an. Das ist die gleiche Masche, die uns in die Krise geführt hat. Schaut genau hin!

    Wenn ich mit meinem Geld wirklich etwas bewegen will, dann geht das nur wenn ich Direktinvestionen in Unternehmen, Genossenschaften, Bürgervereine und Projekte tätige. Die bringen allerdings i.d.R. ein höheres Risiko mit sich und oft sind das sehr langfristige Geschichten. Aber man kann als Genosse oder Gesellschafter mitbestimmen und die Transparenz ist i.d.R. höher. Werdet nachhaltige Unternehmer und lasst nicht andere über eurer Geld bestimmen!

    Eine Frage erlaube ich mir dennoch: "Ökologische Nachhaltige Finanzprodukte" was ist das denn? Der Begriff "Nachhaltig" beinhaltet schon die Ökologie.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 24.06.2011 um 19:17
    Ökologische Nachhaltige Finanzprodukte ist ein Untertitel meines Unternehmens - Also Werbung! Ökologie = selbstredend, verständlich und allgemein gewünscht. Nachhaltig = ist meine Vision und ein Handlungs- und Bewussseinsbildungsprozess, der durch die Agenda-21 Konferenz von Rio 1992 global angestossen wurde. Mittlerweile hat die Bundesrepublik Deutschland eine Nachhaltigkeitsstrategie. Der Dialog wird derzeit öffentlich im Netz geführt.
    http://www.dialog-nachhaltigkeit.de/
    Finanzprodukte = Mein Beitrag zu Transparenz: Ich verkaufe Finanzberatung und Finanzanlagen - Das kostet Geld.

    Zu Regionalwährungen:
    Vor 30 Jahren habe ich in Berlin schon mit "Knochen" bezahlt und eingekauft.
    Seither habe ich mich mit vielen Theorie- und Praxisansätzen für alternatives und assoziatives Wirtschaften, Freigeld, etc. beschäftigt. Die Time-Bank habe ich durch Ihren Link kennengelernt.

    Jetzt biete ich Nachhaltige Versicherungsprodukte und Nachhaltige Investments an.
    Die einzelnen Aspekte und die nachhaltige Wirksamkeit stelle ich anhand von erfüllten Positiv- und Negativkriterien, unternehmenspolitischen und Markt-Entwicklungen dar. So entfalten auch offene Investmentfonds aufgrund Ihres finanziellen Volumens große Marktmacht. Sie bauen Anreize für Unternehmen auf, die die Fondskriterien erfüllen wollen. (ESG und CSR Kriterien sind seit einiger Zeit in aller Munde und tragen nicht nur auf dem Papier zu nachhaltiger Entwicklung bei.) Unternehmen, die die geforderten Nachhaltigkeitskriterien nicht einhalten, werden aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Die Bewegung zum aktiven Engagement bei Aktionären wird immer mehr zur Einflussnahme genutzt. Hier gibt es aktuell erwähnenswerte Erfolge bei der www.urgewald.de Kampagne gegen Rüstungsgeschäfte der Deutschen Bank und gegen die Deutschen Atombanken.
    Mein Fazit: Ökologische und nachhaltige Investmentfonds sind durchaus ökologisch und nachhaltig wirksam.

    Die Tatsache, dass man bei Direktinvestitionen am meisten Einfluss nehmen kann ist natürlich richtig. Aus diesem Grund bin ich auch als Business Angel für Nachhaltigkeit tätig. Ein aktuelles 100% nachhaltiges Projekt : www.cleanaqua.de

    Den Aufrufen: Schaut genau hin! Werdet nachhaltige Unternehmer! Lasst nicht andere über Euer Geld bestimmen! Möchte ich mich hier ganz konsequent anschließen und aus meiner Erfahrung noch hinzufügen: Seid mutig und wissbegierig!
  • gelöscht am 22.06.2011 um 21:12 von DieNachhaltigkeitsmaklerin
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 22.06.2011 um 21:32
    Sichere Geldanlagen?
    Im Prinzip ist nix leichter als das!

    Stellen wir uns doch mal vor, in Deutschland würden für die nächsten 8 Tage die Menschen mit dem Bewußtsein in den Alltag gehen: Deine Befähigung ist die letztendliche Grundlage meines Erfolgs!
    Was würde, wenn das auch seinen Niederschlag im Geldausgeben findet, daraus zwangsläufig folgen.?
    Wertschöpfung durch Wertschätzung! ......und in einer Woche in einem anderen Land!!

    Das mag wie ein schönes Ideal klingen.
    Aber es gibt, so meine bescheidene Lebenserfahrung, Ideale, die die Realität nach sich ziehen.
    Kurzum: mit *Geld macht* gegen die Geldmacht!
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 23.06.2011 um 17:05
    Sichere Geldanlagen gibt es das? Vor einigen Jahren waren die Banke recht blank, so dass der Steuerzahler helfen musste. Aus meiner Sicht gibt es nur dort Wachstum, wo auch produziert wird. Also investiere ich in Sachanlagen und beteilige mich am Wirtschaftskreislauf auf dem direkten Weg. So kommen langfristig für mich nur offene Fonds in Frage und hier gibt es sehr überschaubar gemangete, man muss sich nur kümmern.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 23.06.2011 um 17:38
    Deine Entscheidung, dass für dich nur offene Fonds in Frage kommen ist deine Entscheidung.
    Das sind aber nicht immer und nur indirekt Sachanlagen. Fonds sind leider keine Beteiligung auf dem direkten Weg - ganz im Gegenteil du gibst die Macht über dein Geld aus der Hand. Die Bank und die Kapitalanlagegesellschaft verdienen kräftig daran und üben auch noch deine Stimmrechte als Aktionär aus ohne, dass du einen Einfluss darauf hast. Auch verdienen sie wenn's schlecht läuft.

    Ich will nicht den Moralapostel spielen, aber mit dem Kauf von (offenen) Fonds feuerst Du genau das an, was Du als Steuerzahler beklagst. Das sollte Dir hoffentlich klar sein.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 24.06.2011 um 10:50
    Ich wähle die Fonds aus, ich prüfe welche Unternehmen in dem Fond sind und Banken sind bei mir nicht beteiligt.
    Nur über den offenen Fond habe ich die Möglichkeit eine breite Streuung und damit "Sicherheit" zu erlangen.

    Was ich mit offenen Fonds anfeuere und mich als Steuerzahler beklage verstehen ich nicht, bedarf der Erklärung :-)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 28.06.2011 um 16:49
    Es ist schön zu sehen, dass alle in die richige Richtung "denken" und die Nachhaltigkeit auch bei der Geldanlage umsetzen möchten.

    Es wird aus meiner "professionellen" Sicht allerdings wieder eines deutlich: direkte Anlageklassen sollte in einer Internet-Diskussion keiner nennen. Denn nur die wenigsten können alle Anlageklassen beurteilen und einschätzen - und noch weniger haben verstanden, dass es nicht die "richtige" für jeden gibt. Dazu sind Kriterien wie Sicherheitsbedürfnis, Anlagedauer, Renditeerwartung der Menschen viel zu unterschiedlich.

    Entsprechend bin ich auch etwas enttäuscht, dass selbst Banken wie die Ethikbank solche Tipps an dieser Stelle verbreiten. Ansonsten kann ich schon sagen, dass Ethikbank, GLS, Umweltbank oder Triodos ihr Handwerk verstehen.

    Weshalb die Sparkasse zum Thema Nachhaltigkeit befragt wurde, bleibt für mich offen. Dort kann ich keine Kompetenzen zum Thema feststellen.

    Wer nachvollziehbar nachhaltig investieren möchte, dem empfehle ich als Anregung einen Blog-Beitrag von UKA bei Grünes Geld:

    http://www.blog.gruenesgeld.net/2011/06/hohe-ausschuettungen-umweltbeitrag-und-in-ruhe-schlafengeht-das/
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 29.06.2011 um 10:08
    Zum Punkt Sicherheitsbedürfnis: ich stehe auf dem grundsätzlichen Standpunkt, daß man keine Verträge unterzeichnen sollte, die man nicht versteht und nicht durchschaut. Hinsichtlich der Bankkgeschäfte sind die meisten Bürger auf "fachliche Beratung" angewiesen. Aber aus Sicht des Kunden gibt es keine Berater, sondern lediglich Verkäufer, und der Kunde muß immer davon ausgehen, es mit einen gewieften Vertriebler und nicht mit einem wohlmeinenden Berater zu tun zu haben. Anlageberater ist ein ebenso irreführender Begriff, wie es früher das Wort "Bankbeamter" war. Das bedeutet nicht, daß es keine wohlmeinenden Berater gibt, aber der Kunde kann und darf nicht davon ausgehen, es mit einem dieser eher exotischen Exemplare zu tun zu haben. Ich bin gegenüber der gesamten Finanzbranche unendlich Skeptisch geworden. Aus Beobachtung. Aus Erfahrung. Aus Überlegung. An allen Ecken und Enden sehe ich die falschen Anreize, die auch wohlgemeinte Ansätze immer wieder in die gleiche Richtung lenken. Am Ende übernehmen Sachzwänge die Kontrolle.
Kommentar schreiben
(5000/5000)