Der österreichische Dokumentarfilmer Stefan Wolf ist dafür ein Jahr lang mit seinem Team quer durch Europa gereist, um eine Vielzahl an langjährig bestehenden Gemeinschaften zu interviewen und zu filmen. Er stellt in seiner zweistündigen Porträt-Dokumentation europäische Ökodörfer und ökologische Gemeinschaften exemplarisch vor.
Neben größeren etablierten Projekten, wie etwa dem Ökodorf Sieben Linden in Deutschland, Damanhur in Italien oder Tamera in Portugal, hat er für den Film "Ein neues Wir" auch kleinere Lebensgemeinschaften besucht wie Schloss Tonndorf in Deutschland, Schloss Glarisegg in der Schweiz oder La Borie Noble in Frankreich. Jede der gezeigten Gemeinschaftsprojekte hat einen eigenen Filmpart in der Dokumentation, meist mit einer Länge zwischen zehn und 15 Minuten.
Der Dokumentarfilmer Wolf möchte verschiedene Modelle ökologischer Gemeinschaften einem breiten Publikum vorstellen, um so das breite Spektrum dieser Lebensweisen aufzuzeigen. Er hat zu diesem Zweck zahlreiche Interviews geführt, die auch im Film zu sehen sind. Gezeigt wird auch, wie sich diese Gemeinschaften organisieren, wie sie ihre Entscheidungen treffen, wie sie sich finanzieren, wie autark sie sind, wie sie mit ihren Kindern umgehen und welche Spiritualität sie leben.
Sehen Sie den Trailer zum Film:
Der Film bietet Inspiration sowie Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft der Menschheit und unseres Planeten. Er zeigt genauso, dass gelebte Gemeinschaft dem Individuum zwar neue Antworten und Lösungen bringt, jedoch gleichzeitig große Herausforderungen im zwischenmenschlichen Bereich enthält und dadurch ein hohes Wachstumspotential für jede/n Einzelne/n bietet. Sicher ist das Modell nicht für jeden geeignet, doch es lohnt sich, sich mit alternativen Lebensformen und -Gemeinschaft zu befassen und anregen zu lassen, deshalb empfiehlt Utopia diesen Film.
Vor allem aber verlosen wir drei DVDs des Films an Utopisten. Wie immer möchten wir jedoch dafür von Ihnen Ihre wertvollen Tipps für unsere Community: Welchem Hofladen in Ihrer Umgebung halten Sie die Treue? Tragen Sie ihn in den Utopia City-Guide ein und bewerten Sie ihn – andere Utopisten werden's Ihnen danken! Und wir sowieso.
Unter allen, die ihre Tipps in den City-Guide eintragen, verlosen wir die drei DVDs von "Ein neues Wir. Ökologische Gemeinschaften und Ökodörfer in Europa". Die Aktion endet am Sonntag, den 20. Juni.



Kommentare (25)
abonnieren
Wie gern würde ich in solch einer Gemeinschaft leben......
Du hast nach meinem Empfinden nur ein einziges Leben (Sollte es anders sein, kenne ich nicht Einen der das seriös beweisen kann).
Ich denke, da sollte man genau überlegen, wie man dieses eine Leben verbringt! Und wenn das hieße, das ich meine gewohnte Lebensweise aufgeben muß, dann tue das!
Ich auf jeden Fall, würde mir am Ende meines Lebens vorwerfen, meine Ideale nicht gelebt zu haben.
Sollten soziale Hintergünde dahinter stecken, gibt es auch Wege, dass jeder damit leben kann!
ja, eigentlich hast Du Recht!! Und ja ich würde, zumindest eine Zeit lang gerne in so einer Gemeinschaft leben weil ich es mir sehr wertvoll vorstelle.
Ich denke aber nicht, dass sich diese Möglichkeit mir jemals geben wird. Gründe dafür gibt es viele. Sicher ließen sich einige davon ändern, andere nciht so einfach, wie zum Beispiel die Tatsache, dass ich nicht glaube das mein Mann sich so einen Lebenswandel vorstellen könnte.
Ganz liebe Grüße
Melli
Warum wird das ganze dann immer so esoterikmäßig?
Das finde ich sehr schade. Mir persönlich würde dieses "rumgetanze" und dieses Blockflötengefühl nicht wirklich gefallen :-)
Das geht sicher auch anders.
Ich will die DVD :-)!
Aber das finde ich cool von Wildes Holz: http://www.youtube.com/watch?v=AEFwqHZS8tk&NR=1
Aber ein cooles-Ökodorf zu konzipieren, stell ich mir spannend vor.
Was habt ihr da für Vorstellungen?
:-) werner
Ich glaube, wer sich heute dazu entscheidet in einer solchen Gesellschaftsstruktur fest zu leben, schließt so gut wie alles Unökologische aus. Darunter fallen vielleicht auch der "normale" Instrumentenbau (Profit/unökologisch), Konzerte (Profit/unökologisch) etc.
Und ob die versaute Witze mögen... Wenns so wäre, wäre das schon echt traurig. Man sollte das Leben nicht zu ernst nehmen. Sie sollten nur nicht auf Kosten anderer gehen, dann bin ich bei Dir! :-)
zur musik: die ist doch bestimmt handgemacht in den entsprechenden communities, was spricht denn da dagegen? ist doch besser als irgendwelche rock stücke zu verwenden und auch noch dafür zahlen zu müssen.
Vorgestellt werden:
Sieben Linden, Deutschland
Schloss Tonndorf, Deutschland
Krishna Valley, Ungarn
Damanhur, Italien
Schloss Glarisegg, Schweiz
La Borie Noble, Frankreich
Valle de Sensaciones, Spanien
Matavenero, Spanien
Tamera, Portugal
Finca Tierra, Kanarische Inseln
Zu jedem Dorf gibts auch die Eckdaten (Energie, Nahrungsherkunft, Bewohner, Einkommen) und eine Website.
Kennt Ihr noch andere Ökodörfer?
:-) werner
http://www.thomasd.net/cms/front_content.php?idcat=11
Die haben schon so einen lustigen Namen und da sind überall coole Graffitis, Bilder und Kunstwerke an den Wänden und an anderen Plätzen, ich glaube, die sind durchaus etwas "frischer" und moderner. Allerdings weiß ich nicht genau, ob die da (bis aufs vegetarische Essen) wirklich doll auf Ökologie achten. Kann es mir aber nicht anders vorstellen.
Ich kenne noch wenige Details dieser Kommune, die Webseite von denen ist noch nicht fertig, aber so ungefähr stelle ich mir ein cooles, modernes Ökodorf vor, um auf Werners Frage oben einzugehen.
http://www.youtube.com/watch?v=F-e4lJMtPq0&feature=player_embedded
Finde ich super und sympathisch!
Wenn man nicht gerade auf Rosen gebettet ist, erzeugt der ökonomische Überlebenskampf eher eine nüchterne Bodenhaftung.
Und in der Kommune Luther ( http://www.burg-lutter.de/ ) gibt es in der Regel wenig Flötentöne zu hören.
Jeder hört halt das was er selbst veranstaltet oder selber produziert - bloßer Konsum ist uncool-
In meiner Gemeinschaft würde am Sonntag zum Altentee bestimmt sowas zu hören sein
http://www.youtube.com/watch?v=syyyoFEktZ0
und Jeff beck spielt auch Bolero, wenn´s unbedingt was Klassisches sein muß
oder man holt Carla Bley dann hat man auch Jazz
http://www.youtube.com/watch?v=alSUKjh33lw&feature=related
(mittlerweile dürfte es nicht mehr so einfach sein sie mit einem guten Essen anzulocken - verstehen nur Insider)
oder Erika Stucky (EOTH mit Carla Bley)
http://www.youtube.com/watch?v=cdTTxaSOLCE&feature=related
Die meisten Vorurteile sind nur Vorurteile
Die Mutter aller Gemeinschaften http://www.thefarm.org/
(dort soll immer Grateful Dead gelaufen sein)
Grüße
Sicher ohne Blockflötengefühl und mit nicht zu viel Esoterik ;-)
Nun, in den Alpen muß es sein, aber ehr in einem milderen Alpental, Rheintal z.B.
Es soll so konzipiert sein, daß jeder / jedes Paar / jede Familie ihren eigenen Wohnraum hat und auch ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen kann.
Aber natürlich soll es Gemeinschaftsräume geben und gemeinsame Aktionen, wie Kochen ect.
Ganz wichtig wäre für mich die gemeinsame Tierhaltung und der Gemeinschaftsgarten.
Natürlich Bio, muß ich wohl nicht extra betonen.
Gemeinsame Energieversorgung ect. und und und...
Gerne Mehr-Generationen oder 50+ betont
(Also, Senioren-WG will mir einfach nicht über die Lippen gehen, aber man muß den Tatsachen ja in's Auge blicken mit über Mitte 40 ;-))
Ich stelle mir also tatsächlich ein Dorf vor mit lauter ökologisch Gleichgesinnten, aber mit dem Freiraum zur Individualität, die ich hier in meinem Dorf auch habe.
Mein erster Freund vor ewigen Jahren hat eine Zeitlang in einer sehr religiösen Gemeinschaft in der Rhön gewohnt, Urchristen...
Zwar fand ich das damals faszinierend und ich habe die Leute bewundert, weil es lauter Ex-Junkies waren, die sich dort eine neue Existenz aufgebaut hatten.
Aber in der Form wäre es mir zu eng, da läuft mir Eiswasser durch alle Glieder bei der Vorstellung...
Soweit ich das von "Überlieferungen" weiß, war es nur sehr störend, daß man unter engem Raum miteinander zu tun hatte und auch zu sehr an Regeln und Traditionen gebunden war.
Ich denke der gesunde Mittelweg von beiden Seiten wäre ideal. :-)
Nur würde in meiner Vorstellung einer "besseren" Gesellschaft jeder das verdienen, was er auch gibt; nämlich Lebenszeit (ähnlich dem Tauschgedanken, nur konsequenter).
Auch gäbe es keinen Profitgedanken, also keinen Zins mehr...etc.
Das würde die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur schon einmal eindämmen.
Was die Esoterik betrifft, bin ich der Meinung, das Körper und Geist den Einklang miteinander lernen sollten. Auch der Glaube ist mächtig und kann ja bekanntlich Berge versetzen. Ber bei Religionen bin ich vorsichtig. Sie wurden und werden immer gerne ausgenutzt, (können) manipulieren, geben das Lebensshema vor und sagen was Richtig und was Falsch ist.
Was die Ökodörfer eint, ist die gemeinsame Verwaltung und Bestimmung der Mittel.
Mich lässt der Gedanke nciht los, wie das Wohnviertel in der Stadt umgestaltbar ist zu einem Ökodorf. Ich schätze, ein wichtiger Schritt dahin ist mehr Selbstverwaltung hinzubekommen.
Mit der Stadt dann einen Vertrag schliessen, dass Gelder (Steuern) der Einwohner des Viertels direkt verwendet werden können. Damit die eigene Umgebung lebenswerter machen. Mit dem Geld können dann direkter Projekte umgesetzt werden.
Ist sicher schwerer, eine vorhandene Gemeinschaft umzugestalten. Aber ich denke auch, dass es für alle Bewohner viel mehr Lebensqualität bringt, weil die vielen Gespräche auch mehr mit dem eigenen Viertel verbindet.
Beim Schreiben merk ich, das kommt mir doch bekannt vor, vermutlich von hier: http://energiewende.wordpress.com/grundlagen-kompakt/
:-) werner
Global Ecovillage Network: http://gen.ecovillage.org/
Global Ecovillage Network Europe: http://www.gen-europe.org/
Zwei weitere Projekte in ...
- den Niederlanden: http://www.dekleineaarde.nl/
- Spanien: http://www.sunseed.org.uk/