Utopia-Fahrtest: E-Auto

Karabag 500: 13 Kilowattstunden für 100 Kilometer


Von Christoph M. Schwarzer

Das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg weist den Bestand an Elektroautos zum 1. Januar 2010 mit 0,0 Prozent aus. Bei insgesamt 41.737.627 Pkw bewirken die 1.588 Exemplare mit Stromantrieb keine Veränderung der ersten Nachkommastelle. Bis Ende Juli sind 224 reine E-Autos dazugekommen. Einzelzulassungen der Autohersteller, exotische Sportwagen wie der Tesla Roadster. An Platz 1 aber steht der Karabag 500 mit mehr als 100 verkauften Fahrzeugen. Auch der Laie erkennt sofort, auf welchem Großserienauto er basiert: Die runden Scheinwerfer des Fiat 500 sind unverkennbar.

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Hannover Messe: E-Autos

 

Für einen Verbrennungsmotor konstruiert

Damit steht der Karabag 500 repräsentativ für fast alle heute angebotenen Elektroautos. Und der Rückgriff auf ein Allerweltsauto hat Vorteile: Die Crashsicherheit ist sehr hoch. Die Aufpreisliste lässt von der Farbe bis zum Glasdach wenige Wünsche offen. Die Qualität stimmt, hier riecht nichts nach Bastelbutze. Alles, was nicht mit dem Antriebsstrang zu tun hat, kann in jeder Autowerkstatt repariert werden. Der Nachteil ist, dass die Potenziale der Elektromobilität noch nicht voll genutzt werden. Bis die Mechanik durch Elektronik ersetzt wird und die Nebenaggregate wie etwa der Bremskraftverstärker überflüssig werden, vergehen noch mindestens fünf Jahre.

Mühelos, einfach, effizient

Die Ausfahrt durch Hamburg beginnt mit einem kritischen Blick auf den Ladezustand der Batterie. Sie zeigt 93 Prozent an. Ein kurzer Druck auf den Schalthebel, und das „D“ für „drive“ (engl.: fahren) erscheint im Display. Der Techniker von Karabag mahnt noch kurz, nicht zu heftig aufs Gas-, sorry, Strompedal zu treten. Zu Recht: Die höchste Leistung des Elektromotors von scheinbar lächerlichen 30 kW (41 PS) wird vom sofort verfügbaren maximalen Drehmoment – das ist vereinfacht gesagt das Gefühl, wenn man in den Sitz gepresst wird – von 100 Nm kompensiert. Der Kleine zieht einfach weg und lässt die anderen an der Ampel stehen. Mühelos, einfach und leicht zu bedienen. Gerade im Stadtverkehr erhöht es die Aufmerksamkeit, wenn wie bei allen E-Autos nicht geschaltet wird. Bremsen, Beschleunigen, Lenken, fertig.

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    kahalla
    schrieb am 27.10.2010 um 11:55
    Ich möchte ja auch Generator und Stirling in einem Gerät vereinen. Der Freikolben soll gleichzeitig der Erreger sein, die Spule aussen auf den Motro gewickelt, der aus einer entsprechenden Isolatorenkeramik gebrannt ist. Hier könnte eine Wärme, aber nicht Elektrizität leitende Keramik aus dem...
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    kahalla
    schrieb am 26.10.2010 um 21:29
    @powercaptor: Thermoakustisch? Das ist ne Hifianlage mit heißem Funk in einem Opel Kadett Olympia Baujahr 72, oder...? Ah, sorry Trabbi, Baujahr fast egal... Einen Helfer sehe ich gerne, da ich zwar ein bisschen handwerkliches Geschick mein Eigen nenne, aber in Metallarbeiten und Elektrik nur...
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