Moderiese mit Sinn für Verantwortung?
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besser: wissen - machen - kaufen
Der Butterkeks machte den Anfang, das Wort „Keks“ geht gar auf den Gründer des Unternehmens, Hermann Bahlsen zurück: Im Jahr 1911 deutschte dieser seine „Cakes“ ein. Der Umsatz der Bahlsen-Gruppe lag im Jahr 2007 bei 479 Millionen Euro – das entsprach damals einem Marktanteil von rund 23 Prozent. Jedoch im Januar 2010 vermeldete das "Handelsblatt", Bahlsens Marktanteil sei unter 20 Prozent gefallen. Dass Deutschlands führender Kekskonzern mit seinen Preiserhöhungen mitten in die Wirtschaftskrise und einen rückläufigen Süßgebäckmarkt gerauscht sei, wurde als Grund dafür genannt.
Gleich vorweg: Das Unternehmen steht besser da als die Stellungnahme seiner Kommunikationsabteilung vermuten lässt, die Antworten auf die detaillierten Prüfstandfragen blieben sehr allgemein: „Die [...] angesprochenen Themen sind in unseren strategieübergreifenden Überlegungen fest verankert. Dabei sind Prioritäten zu definieren, denn nicht alle wünschenswerten Maßnahmen und Realisierungen lassen sich mit einem für den Konsumenten vertretbaren Aufwand durchführen. Sicherlich werden bei baulichen Veränderungen, wie in unserem Werk Barsinghausen, umwelttechnische Gesichtspunkte berücksichtigt. Im Hause Bahlsen wird in allen Bereichen darauf geachtet, möglichst Ressourcen schonend zu arbeiten. Wir suchen kontinuierlich nach Wegen und Möglichkeiten, alle Prozesse von der Produktion bis zur Verpackung in dieser Hinsicht weiter zu entwickeln“, lässt das Unternehmen Bahlsen seine Kommunikationsabteilung mitteilen. Näheres zur Produktionsweise ist nicht zu erfahren, ebensowenig, warum der Verpackungsanteil – etwa die Plastikschalen, in denen das Gebäck liegt, aber auch die Luft im Karton –, kontinuierlich anzusteigen scheint, je höherwertiger (beziehungsweise hochpreisiger) das Produkt ist.
Ein veganes Produkt – das weder Milch noch Ei enthält – gibt es bei Bahlsen bislang nicht. Ein Produkt der Untermarke Brandt trägt das EU-Biosiegel, das übrige Mehl für Bahlsen-, Brandt- und Leibniz-Gebäck stammt zumindest aus kontrolliertem Anbau, bei Bahlsen-Produkten ist es jedoch nicht deklariert: „[...] die Produktqualität bei Bahlsen [steht] im Fokus sämtlicher Aktivitäten. [...] Strenge Kontrollen – von den Rohstoffen über die Verarbeitung bis hin zur Verpackung – und ein zertifiziertes Qualitätsmanagement gewährleisten die Güte unserer Produkte. Somit kommt auch das Mehl der Marke Bahlsen aus kontrolliertem Vertragsanbau“, stellt das Unternehmen klar und geht auf andere Rohstoffe nicht weiter ein.
Vor etwa einem Jahr bewertete die Organisation Foodwatch den „Bahlsen Gourmet Genießerkuchen“ und kritisierte, dass Bahlsen Käfigeier verwende. Schon damals wollte das Unternehmen zu dem Vorwurf, der auf Informationen aus der Fachzeitschrift „Lebensmittelzeitung“ basierte, nicht Stellung beziehen – auch heute schweigt sich Bahlsen zu dem Thema ausdrücklich aus. Nach Angaben von Foodwatch hatte die Firma früher argumentiert, nur Käfigeier seien ein hygienisch einwandfreies Qualitätsprodukt – was nicht nur Bio-Ei-Käufer verwundern dürfte.
Kommentare (22)
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lasher
schrieb am 09.06.2010 um 11:57 ¶Kommentar schreiben
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