Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Im Interview - Jan Münster von Entega

Der Entega Nachhaltigkeitsbericht – Mitdiskutieren


Utopia: Der Nachhaltigkeitsbericht der Entega für das Jahr 2009 ist erschienen – der erste für die Entega, aber einer von vielen. Was macht Ihren Nachhaltigkeitsbericht lesenswert?


Jan Münster: Unser Nachhaltigkeitsbericht ist zwar das Erstlingswerk von Entega – aber gleichzeitig sicherlich schon wegweisend im Vergleich zu den Berichten anderer Energiedienstleister. Der Bericht thematisiert den radikalen Wandel unseres Geschäftsmodells und damit den Wandel eines Unternehmens, das innerhalb kurzer Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit als Triebfeder eine völlige Umstellung der eigenen Strategie und Positionierung am Markt vorgenommen hat. Diese Entwicklung unterscheidet uns grundlegend von vergleichbaren Unternehmen.

Wir thematisieren Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell – und das konsequent. Gleichzeitig bemühen wir uns um Transparenz, indem wir einen offenen Umgang mit Schwächen darstellen. Auch wir stehen noch am Anfang, denn es ist noch viel zu tun.

Warum haben Sie jetzt Ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht herausgeben? Ist das als ein neuer “Denkanstoß” der Entega zu verstehen?


J.M.: Der Bericht ist die logische Konsequenz aus unserer Positionierung. Er ist zunächst Nachweis über Transparenz und Ernsthaftigkeit unserer täglichen Arbeit und gleichzeitig ein formaler Rechenschaftsbericht, an den wir die gleichen Maßstäbe anlegen, wie an einen Geschäftsbericht.

Zudem verstehen wir den Entega Nachhaltigkeitsbericht natürlich auch als weiteren Denkanstoß.
Er zeigt Erreichtes, Mögliches und Nötiges auf dem Weg hin zu nachhaltiger Energieversorgung auf.
Der Bericht ist auch eine Aufforderung an uns selbst und alle Interessierten, bewusst nachhaltig zu wirtschaften und zu konsumieren. Und er bietet natürlich auch Ansätze für Diskussionen, da auch wir noch am Anfang dieses Veränderungsprozesses stehen.

Der gedruckten Fassung des Berichts liegt ein Rotstift bei – was hat es damit auf sich?

J.M.: Der Rotstift symbolisiert unsere offene Haltung und soll aussagen, dass inhaltliche Diskussionen durchaus gewünscht sind, und geht noch weiter, indem wir den Leser einladen und auffordern, sich kritische Gedanken zu machen, diese auch entsprechend festzuhalten und uns gegebenenfalls mitzuteilen. Wir möchten ehrliches Feedback zu diesem Bericht. Unsere Arbeit lebt förmlich von kritischer Auseinandersetzung.


Wo würden Sie selbst denn den Rotstift ansetzen – wo gibt es Verbesserungspotentiale bei Entega?


J.M.: Wir berichten derzeit über 56 Kernindikatoren nach GRI Standard. Dies wollen und müssen wir in Zukunft erweitern. Wir tun uns mit sensiblen Themen nicht immer leicht und müssen darüber hinaus erst eine entsprechende systematische Datenerfassung im Konzern etablieren. Unsere Standpunkte und Fortschritte nach innen und außen besser zu kommunizieren ist ebenfalls ein Ziel, das es noch zu erreichen gilt.

Andererseits gibt es auch aus inhaltlicher Perspektive Raum für Verbesserung. Wir haben mit dem Aufbau eines umfangreichen Nachhaltigkeitsmanagements erst begonnen. Viele Projekte sind bereits in Umsetzung, aber der Weg ist wie gesagt noch lang. Unternehmensstrategische Entscheidungen allein reichen hierbei nicht. Wir brauchen ein solides inhaltliches und prozessuales Fundament. Das braucht einfach viel Engagement und Zeit. Dann gilt es natürlich, weitere Kunden für unsere CO2-neutralen Produkte zu gewinnen. Und wir müssen innovative neue Geschäftsideen entwickeln, vor allem im Bereich der Energiedienstleistungen.

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Thema: Unternehmen, Stand: 23.02.2011 von

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    schrieb am 24.02.2011 um 11:31
    Utopia - Verschwendung ist die größte Energiequelle.
    Ich denke das das Elektroautos sind, mit N-Kennzeichen oder?
    https://picasaweb.google.com/baumbote/KWh#5577200650061616098

    na ja wiedem auch sei, ist halt drei Jahre her als ich diese Aufnahme in Frankfurt machte!
    Mitlerweile dürfte sich was auf dem Gebiet getan haben !

    MfG mehr weniger
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