Die Sprecher bei der Utopia Konferenz

Ihre Fragen an die Sprecher der Utopia-Konferenz
Da wir leider nicht alle 30.000 Utopisten aus der Community als Besucher der Konferenz empfangen können, Ihnen aber trotzdem die Möglichkeit geben möchten, sich an der Diskussion zu beteiligen, laden wir Sie herzlich ein, Ihre Fragen an unsere Sprecher zu stellen. Klicken Sie dazu einfach auf den Link unterhalb des jeweiligen Sprechers, an den Sie eine Frage richten möchten. Wir werden die gesammelten Fragen mit zur Konferenz nehmen und versuchen, so viele davon wie möglich an die Sprecher weiterzugeben. Die Antworten präsentieren wir Ihnen im Rahmen der Nachberichterstattung.
 

 

Daryl Hannah

daryl hannah Sie ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen Hollywoods,        mit Filmen von „Splash – Jungfrau am Haken“ über „Wall            Street“ bis „Kill Bill“, aber jetzt kommen ein paar Fakten, die       Sie vielleicht noch nicht kannten: Hannah ist eine engagierte    Umweltaktivistin, die auf ihrer Website nicht nur einen Store für   umweltfreundliche Produkte und einen wöchentlichen Videoblog   zum Thema Umwelt betreibt, sie saß auch schon im Gefängnis,   weil sie sich mehr als drei Wochen in einer Baumkrone               festgekettet hatte, um die Räumung einer alternativen Farm in   Los Angeles zu verhindern. Außerdem kämpft sie gemeinsam     mit Indianervölkern im Amazonasgebiet gegen die Ausbeutung   und Zerstörung der Region durch Ölkonzerne. Daryl Hannah      spricht auf der Utopia-Konferenz über Aktivismus – und will auch Sie zu einem Aktivisten machen – freuen Sie sich drauf!

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Greg Craven

Greg CravenSeit 1999 ist Greg Craven Highschool-Lehrer für Physik, Chemie, Astronomie und Mathematik an einer mittelgroßen, ländlichen Schule in Monmouth, Oregon. Bevor er Lehrer, Ehemann und Vater zweier Kinder wurde, hat er ausgiebig die Erde bereist. Mit einfachen, leicht verständlichen Experimenten und Beispielen erklärt der 39-Jährige naturwissenschaftliche Phänomene - wie zum Beispiel den Klimawandel. Und das nicht nur im Klassenzimmer.

2007 stellte er einige seiner Vorträge im Videoportal Youtube ein und wurde völlig ungeplant zum Internet-Star. Sein Film "How It All Ends" (Wie alles endet) wurde über eine halbe Million mal angesehen. Aus gutem Grund: Cravens positive Art, seine bezwingende Logik, seine schreiend komischen Einfälle, die charmante Dringlichkeit seiner Aufforderung zum Handeln – all diese Dinge folgen der wichtigsten und zugleich amerikanischsten aller Erkenntnisse: Wenn du willst, dass die Leute dir zuhören, sorge für gute Unterhaltung. "Ich möchte einen provokanten Vorschlag machen", sagt Craven im US-Wissenschaftsmagazin "Wired". "Wir sollten das 'Streitthema Klimawandel' in unseren Klassenzimmern unterrichten. Wir dürfen unseren Schülern nicht eine einseitige Meinung über den Klimawandel aufzwingen. Wir müssen stattdessen als neutrale Anwälte auftreten, die das kritische Denken fördern. Es ist unsere Verantwortung, die Kinder mit dem naturwissenschaftlichen Grundwerkzeug für die Zukunft auszustatten."
Einen seiner unvergleichlichen Vorträge wird Greg Craven als erster Gast bei der Utopia Konferenz am Samstag halten.


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Dr. Amory Lovins

Lovins ist ein Vordenker im Bereich Energie. Seit mehr als 30 Jahren kämpft der  Physiker und Geschäftsführer des renommierten Rocky Mountain Institute für mehr Energie-Effizienz und erneuerbare Energien. Dabei arbeitete Lovins in mehr als 30 Staaten, beriet 19 Staatschefs und unzählige Unternehmen und Konzerne und schrieb bis heute 29 Bücher. Für seine Arbeiten und seinen unermüdlichen Einsatz erhielt er eine ganze Reihe von Preisen, unter anderem ist er Träger des „Alternativen Nobelpreises“ (Right Livelihood Award) und verschiedener Preise für die Entwicklung von ultraleichten Elektroautos (und das schon Ende der Achtzigerjahre. Auf der Utopia-Konferenz spricht Amory Lovins natürlich über Energie – und niemand kann das besser als er.



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Prof. Dr. Michael Braungart

Michael Braungart„Meine Vision ist es, dass die Menschen so intelligent werden wie Ameisen: Dass keine Abfälle mehr entstehen, sondern nur noch Stoffe von Menschen produziert werden, die wieder zurück in die Kreisläufe gehen. Wir müssen die Umwelt nutzen, statt ihr zu schaden." Michael Braungart ist ganz sicher einer der großen Ökovisionäre Deutschlands. Der Verfahrenstechniker und Gründer des Hamburger Umweltinstituts  plädiert für intelligente Produktions- und Recyclingverfahren, die Umweltschutz und Effizienz auf einen Nenner bringen. Statt ressourcenfeindlichem „Downcycling“, bei dem wertvolles Material verloren geht, lautet seine Lösung "Upcycling" - ein Produkt wird vollständig in ein neues umgewandelt, ohne dass ein unverwertbarer Rest bleibt. Das Prinzip, das mit seinem Namen untrennbar verbunden ist, heißt „Cradle to Cradle“ und funktioniert in jedem Ameisenhaufen: Ein Modell für industrielle Prozesse, in dem alle Materialien in geschlossenen biologischen oder technischen Kreisläufen fließen.

Mittlerweile hat Braungart in Zusammenarbeit mit amerikanischen Wissenschaftlern das „Cradle to Cradle“-Zertifikat eingeführt, das die Verwendung von umweltsicheren, gesunden und wiederverwertbaren Materialien (technische Wiederverwertung oder Kompostierung!), den Einsatz von Sonnenenergie und anderen regenerativen Energieformen, den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser sowie Strategien zu sozialen Verpflichtungen des Unternehmens beurkundet. Dieses Prinizp wird er am Samstag vorstellen.



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Dr. Carsten Gerhardt

Seit diesem Jahr ist Dr. Carsten Gerhardt bei der Management-Beratung A.T. Kearney als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung für das Thema Nachhaltigkeit im deutschsprachigen Raum sowie Osteuropa verantwortlich. Sein naturwissenschaftlicher Background – Gerhardt promovierte in theoretischer Festkörperphysik – in Kombination mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und Erfahrungen als Berater für NGOs bei The Boston Consulting Group bildet ideale Voraussetzungen, nachhaltige Aspekte aus den verschiedensten Blickwinkeln zu vermitteln. Er entwickelt Strategien und unterstützt die operative Umsetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der A.T. Kearney-Klienten, um ihnen langfristige Wettbewerbsvorteile im Einklang mit sozialer und ökologischer Verantwortlichkeit zu verschaffen. Zusätzlich ist Gerhardt Gründungsmitglied des Wuppertal e.V., der sein Augenmerk insbesondere auf Projekte legt, die einen unmittelbaren und nachhaltigen Nutzen für die Bewohner der Stadt Wuppertal haben. Bei der Utopia-Konferenz wird er über die Marktpotenziale sprechen, die durch nachhaltiges Wirtschaften entstehen.

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Rolf Schumann


Heute weiß jeder, wo eine Erdöl-Tankstelle steht - aber kaum jemand würde die nächste Strom-Ladestation für Elektrofahrzeuge finden.
Rolf Schumann, Leiter der Entwicklungsabteilung von Better Place in Europa (European Business Development), ist mit der Aufgabe betraut, die Vision einer neuen Mobilität fit für die Zukunft zu machen. Dafür muss der Wirtschaftsinformatiker, gefragte IT-Experte und Herausgeber von „Simplify your IT“ Brücken schlagen: Er wirbt Schlüsselkunden insbesondere auf dem deutschen Markt an, um Tankstellen-Netze für Elektrofahrzeuge landesweit zu etablieren. Verbraucher, Autohersteller, Arbeitnehmer sowie die lokale Wirtschaft – sie alle sollen davon profitieren.

Das Geschäftsmodell von Better Place ist somit auf Kooperation geeicht, das Unternehmen des früheren SAP-Königs Shai Agassi sieht sich in erster Linie als Integrator. Und das mit durchschlagendem Erfolg: Vereinbarungen über geplante Infrastrukturprojekte gibt es bereits mit Israel und Dänemark, seit kurzem auch mit Australien.
Rolf Schumann wird das erfolgversprechende Geschäftsmodell von Better Place nun bei uns vorstellen. 

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Michael Anthony

Michael AnthonySeinen Job als Kriegsreporter im Nahen Osten hat Michael Anthony gekündigt, um als "Project Manager Microinsurance" das Mikrofinanzgeschäft der Allianz aufzubauen. Dafür ist ihm kein Weg zu weit: In Indien, Indonesien und mehreren Ländern Afrikas arbeitet Michael Anthony mit NGOs und akademischen Einrichtungen zusammen, um armen Menschen durch so genannte Mikroversicherungen einen Schutz vor Umweltkatastrophen, Krankheiten und anderen Risiken zu bieten: "Eine Mikroversicherung ist der erste Schritt, Armut zu bekämpfen."

Seit 2002 ist Michael Anthony bei der Allianz SE tätig, unter anderem auch als Sprecher der Allianz Gruppe für Corporate Responsibility.
Nach dem Studium der Internationalen Beziehungen in Kent, Bath und Paris berichtete Anthony für deutsche Zeitungen, überwiegend aus Israel und Palästina, arbeitete für die Bertelsmann Stiftung und war zwei Jahre lang Geschäftsführer der Journalistenorganisation journalists.network.

Michael Anthony wird auf der Utopia Konferenz erklären, wie Unternehmen durch Mikrofinanzierung zur "Armutsbekämpfung" beitragen können.

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Robert Rubinstein

Rubinstein

Er ist der Gründer der Brooklyn Bridge-TBLI Group. Sein Motto ist: "The World will benefit when economy supports well being" – die ganze Welt profitiert, wenn die Wirtschaft dem Wohlergehen der Menschen Rechnung trägt. Er ist Spezialist für nachhaltige Investments und kommt direkt von seiner eigenen Konferenz für „Triple-Bottom-Line-Investments“ nach Berlin um über nachhaltige Investments in Zeiten der Finanzkrise zu sprechen.

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Mick Bremans

Die Reinigungsmittelindustrie steht nicht im Ruf, an vorderster Front der Umweltschützer zu stehen. Um einen herkömmlichen Reiniger herzustellen sind eine Menge Chemikalien nötig, und selbst ein harmloses Stück Seife hat bei Fertigstellung eine unglaublich große Menge an Ressourcen vernichtet. Mick Bremans ist als Managing Director der Firma Ecover den Gegenbeweis angetreten. Das Unternehmen stellt seit Jahrzehnten Reinigungs- und Waschmittel her, die frei sind von Phosphaten.  Das Unternehmen zeigt seit Anbeginn gesellschaftliche Verantwortung – bei der Utopia Konferenz wird Mick Bremans über Corporate Responsibility sprechen.

http://www.green.tv/greentalk_ecover


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  • Katharina Beck
    schrieb am 18.11.2008 um 15:34
    Hi utopia,

    war super bei euch im radialsystem. vielleicht ein bisschen zu sehr geheizt und schade, dass es abends dann keine bio-produkte mehr gab, aber insgesamt ein sehr bereichernder tag. und ich finde es gut, dass öko auch sexy sein kann.
    gibt es die präsentationen der speaker zum herunterladen?
    beste grüsse

    Katha
  • Andreas Zoerner
    schrieb am 13.11.2008 um 22:59
    Liebes Utopia-Team,

    ihr habt ein tolles Programm zusammengestellt. Auf diese Gäste kann man sich wirklich freuen. Für mich sind die Informationen zu Euren Gästen sehr hilfreich. So kann man sich schon mal in Sprache und Stil einhören. Ich bin ganz gespannt auf Greg Craven, und ich hoffe, dass er nicht ganz so schnell spricht wie in seinen großartigen Videos.

    Ich wünsche Euch einen wunderbaren Tag in Berlin. Mögen Eure Gäste zahlreiche Anregungen mitbringen und mitnehmen. Euch allen viel Spaß!

    Andreas
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