Biofach 2012 – Lebensbaum
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besser: wissen - machen - kaufen
Heike und Markus Helfenstein hatten mit ihrer Firmenidee Heimathonig einen süßen Einfall. Aus allen Regionen Deutschlands bündeln sie die Angebote von Imkern aus Leidenschaft auf ihrer Internetpräsenz Heimathonig.de. "Ich freue mich jeden Tag, dass Bienen uns Menschen diesen Riesengefallen tun und Millionen Mal ausfliegen, um Honig zu sammeln," sagt Heike Helfenstein. Schwirren Sie vorbei auf Heimathonig.de.
Utopia: Sie unterstützen die Präsentation und Vermarktung von Honig aus Deutschland. Wie funktioniert der Vertrieb über Heimathonig? Haben Sie ein riesiges Lager mit tausenden Honiggläschen?
Heike Helfenstein: Genau! Das war schon immer mein Traum, so ein riesiges Bärenlager voller Honig :-) Aber im Ernst: Ja, wir kaufen von zahlreichen Imkern Honig auf, um diesen dann individuell an Kunden weiterversenden zu können. Das ermöglicht es den Kunden von Heimathonig, auch ganz verschiedene Honige aus Deutschland in einem Paket zu ordern. Das gibt es so in keinem Markt oder von keinem anderen Händler. Und es ist natürlich auch ein Vorteil für alle, die Honig-Spezialitäten als Geschenk bestellen möchten: Wir drucken auf Wunsch individuelle Etiketten!
Utopia: Wie viel Honig in den Geschäften kommt derzeit aus Deutschland? Woher aus Europa kommt Honig noch? Und auch außerhalb der EU: Wer beliefert die deutschen Märkte hauptsächlich?
H. H.: Zurzeit stammen nur rund 20 Prozent des in Deutschland verkauften Honigs aus heimischer Produktion. Das ist deutlich zu wenig und nicht nur traurig für unsere hervorragenden Imker hier, sondern auch für die Bienen und die Natur. Innerhalb der EU kommt Honig häufig aus südöstlichen Ländern wie Ungarn und Rumänien, aber auch unsere südwestlichen Nachbarn Italien, Spanien und Frankreich liefern nach Deutschland. Bei den Nicht-EU-Ländern stehen die lateinamerikanischen Länder wie Argentinien, Brasilien und Chile ganz oben in den Ranglisten. Seit einigen Jahren kommt billiger Supermarkthonig aus Monokulturen wie Raps oder Klee häufig auch aus den USA und Kanada. China macht übrigens keinen wesentlichen Teil aus, auch wenn das einige denken. Wiederholte Probleme mit der Qualität haben schon mehrere Versuche der Importeure scheitern lassen.
Utopia: Es gibt auch eine deutsche Honigverordnung. Für was ist die gut und was steht da eigentlich drin?
H. H.: Die Deutsche Honigverordnung stammt ursprünglich aus dem Jahr 1977 und wurde immer wieder angepasst, um den Käufern im Supermarkt gewisse Mindeststandards bei der Honigqualität zu sichern. Deswegen wird zum Beispiel festgelegt, wie die Gewinnung, Behandlung und Deklaration von Honig in Deutschland funktionieren soll. Inhaltlich regelt die Verordnung, dass dem Honig nichts hinzugefügt oder entzogen werden soll. Die Formulierungen sind allerdings recht weich und Ausnahmen zulässig. Immerhin sind Herkunftsangaben und bestimmte Grenzwerte für chemische Eigenschaften festgelegt. Grundsätzlich gilt die Honigverordnung für jeden in Deutschland gehandelten Honig. Bedeutung hat die Honigverordnung allerdings vor allem für Importhonig, denn die allermeisten Imker in Deutschland arbeiten nach den wesentlich strengeren Vorschriften des Deutschen Imkerbunds oder der Bio-Anbauverbände. Ein kleines Beispiel dazu: Es gibt ein Zuckerabbauprodukt, an dessen Gehalt man die schonende Produktion und Lagerung des Honigs messen kann. Der Grenzwert nach der Honigverordnung ist nicht einmal halb so hoch, wie nach den Regeln des Deutschen Imkerbunds. Wer also die gesunden Bestandteile des Honigs genießen möchte, ist mit deutschem Honig besser beraten.
Utopia: Warum ist Honigkonsum Ihrer Meinung nach ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz?
Kommentare (7)
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imKern
schrieb am 24.04.2011 um 23:36 ¶Bewusst-einkaufen
schrieb am 14.04.2011 um 21:07 ¶Kommentar schreiben
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