Das Öko-Bewusstsein gewinnt weiter an Aufwind, das beweisen tägliche Berichte in den Medien und steigende Verkaufszahlen biologischer Produkte. Mit manchmal noch ein wenig zaghaften, teilweise aber auch durchaus mutigen Veränderungen treiben vielfältige Initiativen den Wandel voran. Dass dabei nicht alles zum glänzenden Erfolg wird, liegt in der Natur der Sache. Ein Flop von größerem Ausmaß ist dabei der von Beginn an kontroverse Bio-Kraftstoff E10 gewesen.
Der Öko-Flop E10
E10 sollte zum Anfang vom Ende der Mineralöl-Kraftstoffe werden. Doch wie der berühmte Schuss nach hinten, so ist auch E10 nicht den Weg der Ökorevolution gegangen, sondern zum Sinnbild von streikenden, verunsicherten Konsumenten, Urwaldzerstörung und Hungerkrisen geworden. Gewonnen haben daran wieder einmal nur diejenigen, die man eigentlich zum Umlenken zwingen wollte: Die Mineralölkonzerne werden sich ins Fäustchen lachen. Letzte Woche ist nun bekannt geworden, dass die EU mit strengeren Reglementierungen gegensteuern und dem Kraftstoff seine zerstörerischen Nebenwirkungen nehmen will.
Energiesparlampen, Dosenpfand, etc. - die unrühmlichen Vorgänger
Zum Eingeständnis ihrer Niederlage kann den damals so entschlossen vorpreschenden EU-Politikern nur gesagt werden: Es ist nicht das erste und sicher auch nicht das letzte Mal, dass eine eigentlich großartige, gut gemeinte Idee zu ernüchternden Resultaten führt. Die Förderung der quecksilberhaltigen Energiesparlampe nach dem Verbot von Glühbirnen, der Mehrweg-Killer Dosenpfand, die Geschichte hat einige solcher kapitalen Fehltritte zu verzeichnen. In unserer Galerie haben wir Ihnen die acht größten Öko-Flops zusammengestellt und geben Vorschläge für erfolgversprechendere Projekte.
Fällt Ihnen vielleicht einen weiterer Fehlschlag ein? Kommentieren Sie und lassen Sie uns Ihre Meinung wissen.


Kommentare (51)
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Melony mehr weniger
Wer sich dem Diktat nicht beugt, der ist zu ächten. Noch sind wir aber keine Öko-Diktatur sondern eine pluralistische Gesellschaft mit all Ihren Vorzügen und Nachteilen. Bei uns ist es üblich Überzeugungsarbeit zu leisten und nicht zu verordnen und zu bestrafen. Und vor allem nicht mit allen Mitteln zu versuchen Untaugliches durchzudrücken. Reglementierungen funktionieren nur wenn sie durchsetzbar sind.
Dabei ist die Beleuchtung um die soviel Aufhebens gemacht wirdnur ein sehr sehr geringer Teil des Energieverbrauchs im Haushalt. Viel wichtiger wäre die Überlegung: Wie bekomme ich den Teil der Bevölkerung dazu ihre alten energieintensiven Küchengeräte auszutauschen gegen Energiesparende, wenn sie sich das eigentlich gar nicht leisten können!
Ohne gesamtgesellschaftliche Lösung eben keine Lösung. Das ist immer noch besser wie gigantische Flops die mehr verschlimmbessern und damit wirkliche Verbesserungen in Misskredit bringen oder sogar verhindern. mehr weniger
(hab dazu auch schon hier bei Utopia merhfach etwas geschrieben, z.B. zu E10 und andere Arten von Agrotreibstoffen - Beiträge sind ggf sicherlich über die Suchfunktion zu finden, falls sie jmd sucht)