Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Fragen Sie Dr. Dilemma

Fliegen aus Liebe?



"Lieber Dr. Dilemma,

ich wohne in Berlin, meine Freundin in Stuttgart. Pro Woche haben wir
nur 48 Stunden miteinander. Wenn ich mit dem Zug fahre, geht zuviel Zeit
flöten. Aber darf ich wirklich aus Liebe fliegen und das Klima schädigen?"

"My Love lives in Stuttgart", Berlin.



Dr. Dilemma antwortet:
Ich könnte antworten: Das kommt auf die Frau an. Und den Zustand ihrer Beziehung. Aber das trifft nicht den Kern des Dilemmas.

Also: Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Glück. Es ist schön, wenn man einen Menschen so liebt, dass man für sie oder ihn jedes Wochenende gern 1.000 Kilometer und mehr zurücklegt. Wenn man es kaum erwarten kann, sie wiederzusehen und es schwerfällt - wenn auch nur temporär - sie in Stuttgart zurückzulassen. Ich nehme an, dass sie beide zu jenen jungen Arbeitnehmern gehören, bei denen die Arbeitgeber Mobilität und Flexibilität wie selbstverständlich voraussetzen.

Lassen Sie uns zunächst Ihre Optionen klären: Mit dem ICE-Sprinter brauchen Sie am Freitagabend 5.04 Stunden von Berlin Hauptbahnhof bis Stuttgart Hauptbahnhof (18.04 bis 23.08 Uhr). Eine normaler ICE braucht 5.35 Stunden (14.33 bis 20.08 Uhr oder 16.33 bis 22.08 Uhr). Für die Anfahrt zum Hauptbahnhof rechnen wir mal mit 20 bis 30 Minuten. Für die Fahrt vom Stuttgarter Hauptbahnhof zur Wohnung ihrer Freundin ebenfalls. Sie sind also mehr als sechs Stunden unterwegs.

Ein so genannter Billigflieger kalkuliert mit 1 Stunde und 10 Minuten. Sagen wir: Freitagabend, 17.55 Uhr bis 19.05 Uhr. Sonntagabend zurück nach Berlin: 20.15 bis 21.25 Uhr. Sie brauchen etwa eine halbe Stunde bis Tegel oder Schönefeld, sie müssen mindestes eine halbe Stunde vorher da sein. Mit Puffer heißt das, dass Sie 75 Minuten vor dem Flugtermin in Berlin-Mitte losfahren müssen. Rechnen wir großzügig eine Viertelstunde für den Weg aus dem Flugzeug bis in die S-Bahn oder das Taxi, sowie eine halbe Stunde bis ins Zentrum der Stadt. Damit sind Sie 3 Stunden und 10 Minuten unterwegs.

Das heißt: Mit dem Zug brauchen Sie je nach Verbindung und Wohnlage der Freundin bis zu drei Stunden länger. Doppelt so lang. Zusammengerechnet sind Sie mit dem Zug an einem Wochenende fünf bis sechs Stunden länger unterwegs, also von der geliebten Frau getrennt. Das ist ein nicht unbeträchtlicher Anteil, wenn er von nur 48 Stunden abgeht. Wir sprechen hier also von mehr als zehn Prozent Lebens-Qualitätszeit.

Wenn Sie aber nun von mir erwarten, dass ich sage, dass diese Zeitersparnis den Flug moralisch rechtfertigt: Das kann ich nicht. Es gibt in unserer Kultur und Gesellschaft gesetzliche und moralische Regeln für Diebstahl oder Müll-auf-die-Straße-Kippen, derzeit aber noch nicht in dem hier diskutierten Zusammenhang. Klären Sie doch mal für sich selbst, was sie tun, wenn Ihre Freundin von Ihnen verlangt, "aus Liebe" ihren alten Kühlschrank im Wald zu entsorgen - also etwas, was als moralisch problematisch gilt, aber deutlich weniger umweltschädlich ist als ein Flug.

Damit sage ich nicht, dass Sie nicht fliegen sollten. Ich sage: Die Frage der Moral bringt uns in diesem Zusammenhang nicht weiter.

Mein Vorschlag ist daher: Wenn Sie nicht Zug fahren wollen oder können, vergessen Sie die Moralfrage und leisten Sie auch keine "Kompensations"-Zahlungen an ein Klimaschutz-Unternehmen. Fliegen Sie im Namen Ihrer Liebe und investieren Sie gleichzeitig 10.000 oder 20.000 Euro im Namen Ihrer Liebe in einen Windpark oder ein Solarprojekt. (Vielleicht leihen es Ihnen die Eltern oder die künftigen Schwiegereltern?) Von den jährlichen Gewinnausschüttungen finanzieren Sie die Flüge. Und an Bord der Maschinen überzeugen Sie jeden Freitag einen Mitfliegenden, auch in die erneuerbare Stromproduktion einzusteigen (Sonntagabend haben Sie frei). Mit Ihrem Einstieg in die Erneuerbare-Energie-Branche produzieren Sie nicht nur Ihren Strom selbst, sondern bringen die Energiewende voran.

Was nun die wunderbare Liebe zu Ihrer Freundin betrifft und die viel zu knappe Zeit, die sie füreinander haben, so kann Sie vielleicht eines trösten, was diese Liebe mit der Zukunft der Menschheit verbindet:

Es geht nicht um quantitatives, es geht um qualitatives Wachstum.

+++

Sie haben eine Frage an Dr. Dilemma?
Dann klingeln Sie hier:

klingelschild dilemma

+++


Foto: privat

Peter Unfried, Jahrgang 1963, lebt mit seiner Familie in Berlin und ist stellvertretender Chefredakteur der taz.

Stand: 03.07.2008 von

Kommentare (20)   abonnieren

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    schrieb am 03.07.2008 um 10:22
    Da hat wer nett geschrieben, doch scheinbar wenig verstanden. Wir haben keine 4-5 dieser Planeten um unseren, - einen derartigen Lebensstil nachhaltig darzustellen, die jedoch dafür nötig wären. Ja Liebe ist toll, sich dann sehen noch mehr, doch gerade deshalb sollten wir auf blödsinnigen Konsum verzichten. In der Realität gehts ja meist auch darum, dass Kids zur Party auf die Insel fliegen.
    Zum Einkauf nach London... und die sind zwar in der Lage die 50 - 150 Euro fürn Flug zu begleichen, jedoch ist die grosse Beteiligung an alternativer Energie unmöglich. Wäre dies Bedingung, gäbe es 80% der Flüge nicht, einfach weils Geld nicht da wäre!
    Dann schon lieber ne kleine Kompensationszahlung, wenn der Flug schon nicht vermieden und etwas Bewusstsein schaffen
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    schrieb am 03.07.2008 um 10:49
    Hallo und Servus,

    der Fehler steckt, im Detail. Wie bereits von mir in meinem Profil auf Utopia für NRW-Stuttgart dargestellt kommt es auf die Betrachtungweise an: NRW-Wien, meine Lieblingsstrecke zum Beispiel. Zug: mindestens 11 Std. unterwegs, mindestens 29 Euro (über ÖBB), kein Service. Auto: Mindestens 10 Std.u (bei anständiger Fahrweise), weit über 100 Euro, eigener Service, höchster Energieverbrauch. Flugzeug: 1:15 Std., mindestens 19 Euro, full Service. Wer (PRO FLUG!!!) also 9 Std. (JE STRECKE) spart und diese sinnvoller einsetzt als herumzusitzen, tut mehr, als jemand der nichts tut. Außerdem fliegt das Flugzeug eh, ob mit mir oder nicht und der Energieaufwand ist bei 100 zusätzlichen Kg (mit Gepäck) auch nicht nennenswert mehr. Man sollte aber nicht das Bewusstsein verlieren!!
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    schrieb am 03.07.2008 um 10:53
    Versuchung 1: Bloß weil Flüge heute unverhältnismäßig billig sind (im Verhältnis nämlich zu den Schäden, die sie anrichten), sind sie meines Erachtens nicht Referenzgröße bei Entscheidungen. Fernbeziehungen gab es auch schon früher und das ließ sich auch per Bahn regeln. Aus eigener Erfahrung erinnere ich mich, dass mehr die Allgegenwart von Trennung und Getrenntsein belastend war, vielmehr als die Reisedauer. Weil der Anlass der Flüge denkbar erfreulich ist, wird der CO2-Ausstoss dadurch nicht gemindert und das virtuelle persönliche Schadstoffbudget unweigerlich gesprengt. Versuchung 2: Dr. Dilemma nimmt die Unterwerfung unter sein Urteil ("Darf ich ...?") an. Vielleicht will Romeo Absolution? Oder ein Verbot? Tatsächlich bleibt es aber sein Dilemma, um wie viel er sein Konto überzieht.
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    schrieb am 03.07.2008 um 11:09
    Es ist fuer mich schon erstaunlich, wie man dem Fragenden eine Investition von solchen Ausmassen nahelegt, um Reisen ueber eine grosse Distanz tragbar zu machen. Es waere nicht nur oekoelogisch, sondern auch beziehungstechnisch deutlich sinnvoller, einen Betrag von etwa 400 Euro fuer einen Umzug auszugeben. Dann waeren nicht nur die Reisen hinfaellig, auch haette die Beziehung deutlich an Qualitaet gewonnen. Auf lange Sicht wird ein Umzug von einem der Partner sowieso notwendig sein, also warum nicht gleich?

    Sind weder Investition noch Umzug machbar, wuerde ich persoenlich mit dem Zug fahren, denn solche Kurzfluege sind fur mich tabu. Der Fragende soll auch froh sein, seine Partnerin ueberhaupt so oft und kurzfristig sehen zu koennen. Andere Beziehungen haben es da wesentlich schwerer.
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    schrieb am 03.07.2008 um 11:34
    ... aber Deine Argumentation wird mir ohne Lektüre des Textes auf den Du verweist nicht schlüssig; mit Ausnahme dieses Satzes: "Außerdem fliegt das Flugzeug eh, ob mit mir oder nicht und der Energieaufwand ist bei 100 zusätzlichen Kg (mit Gepäck) auch nicht nennenswert mehr."
    "Fliegt eh" ist eines der schädlichsten Missverständnisse. Mit jedem Flug (auch Last Minute), den man unternimmt, geht man ein in die Kalkulation, wie viele Maschinen in der Zukunft abheben werden. Man finanziert sie, und das mit dem größten Teil des Flugpreises, schließlich gehen ja kaum Steuern weg.
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    schrieb am 03.07.2008 um 11:43
    er schafft es immer wieder. unfried spricht mir aus dem herzen. endlich einer der den ganzen bierernsten brotbeutelkram auf die seite wischt und die sache realistisch angeht. bravo, dr. dilemma!
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    schrieb am 03.07.2008 um 11:46
    Da kann ich nur zustimmen. Man sollte nachhaltig leben, dabei das Leben aber nicht vergessen.
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    schrieb am 03.07.2008 um 11:52
    Schön geschrieben, kann ich nur zustimmen
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    schrieb am 03.07.2008 um 12:43
    Stimme der Empfehlung von Dr. Dilemma zu. Bei allem Engagement sollten wir dennoch auch pragmatische, nachhaltige Lösungen finden, die sich mit unseren sonstigen Bedürfnissen und unserem Lebensstil vereinbaren lassen. Das ist keine Ausrede oder ein Freibrief für rücksichtsloses Verhalten, sondern ein Appell für einen pragmatischen Ansatz, der es ermöglicht Bewusstsein zu schaffen, durch kleine Schritte einen Beitrag zu leisten ohne dabei seinen bisherigen Lebensstill komplett über Bord werfen zu müssen.

    Unser Engagement muss als Gesamtpakett stimmen, so finde ich die Idee passend durch ein anderes Projekt die "Flugsünde" zu kompensieren. Wobei die wöchentliche Fliegerei sicherlich nur als Übergangslösung zu sehen ist.
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    schrieb am 03.07.2008 um 12:45
    Manchmal gibt es im Leben (Betonung auf "Leben" und nicht auf "Dasein fristen") Ereignisse, die sind einfach nicht verhandelbar oder mit dem ökologischen Gewissewn zu vereinbaren. Dazu zählen für mich Ereignisse und wenige Glücksmomente, die für das eigene Leben unverzichtbar sind (z.B. Partnerschaft, Kinder). Umweltschutz hin, Nachhaltigkeit her.
    Wem nützt es schon, die Welt auf eigene Kosten und völlig frustriert zu retten?
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    schrieb am 03.07.2008 um 12:46
    Ich hatte das gleiche Problem vor Jahren (wo's noch keine Billigflugangebote gab) zwischen Wien und Berlin.
    Wir haben uns abwechselnd alle 4 Wochen für ein längeres Wochenende getroffen. Und meist den Nachtzug (4er-Liegewagen meistens)genommen. Beim Fliegen wird ja oft vergessen, daß die Fahrt zum/vom Flughafen ja auch oft schon eine Stunde dauert, mit Checkin bzw. aufs Gepäck warten.

    Mit etwas Planung kann man bei der Bahn auch noch "Billig"-Angebote bekommen (leider zu selten, scheint mir mehr eine Mehdornsche-Marketingaktion zu sein).
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    schrieb am 03.07.2008 um 12:46
    Das eigentliche Dilemma liegt in der Sonderstellung, die der Flugverkehr genießt. Wenn hier die gleichen Steuern auf Treibstoffe eingetrieben würden, erst recht, wenn für die besonders zerstörerischen Emissionen hingelegt werden müsste, dann wäre für unseren Berliner klar: Ein Wohnort- und Arbeitsplatzwechsel einer der Partner wäre günstiger, von den gewonnenen gemeinsamen Stunden ganz zu schweigen. Oder man greift doch auf den "langsamen" ICE zurück, der dann noch vergleichsweise erschwinglich wäre. Werbung für regenerative Energien kann man dort auch sehr gut machen - eine Anregung, die trotzdem Anerkennung verdient.
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    schrieb am 03.07.2008 um 13:43
    Sollten Sie versuchen gegen ihre Natur Zug zu fahren, wird die Liebe schnell an der mieserablen Laune zerbrechen, die sich auf dem ewigen Weg von Berlin aufstaut und sich endlich an der am Stuttgarter Bahnsteig warteneden Vorfreude auslassen kann.

    Der Weg nach Utopia ist ein praktischer.

    Man sollte tun, was man kann und utopisches lassen. Sonst verliert man komplett die Laune und muss alle vier Wochen an den Strand nach Sri Lanka - dahin nimmt man garantiert nicht mit dem Zug.

    Optimal wäre natürlich, im Zug zu arbeiten:
    Qualitativer Zeitverlust = 0
    Man muss die Eltern der Freundin nicht um 20.000 € erleichtern.
    Man kann den Mitfahrern Belehrungen über Solarenergie ersparen.
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    schrieb am 03.07.2008 um 15:23
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, je länger so eine Wochenendbeziehung währt, desto mehr schmerzt der Zeitaufwand für die Reise. Ich bin seiner- (oder soll ich besser sagen ihrer-) Zeit von der Bahn aufs Auto umgestiegen, um ca. 2 Stunden einfach zu sparen.

    Im Nachhinein würde ich das anders machen: Ich würde jedes 2. Wochenende meine Freundin reisen lassen. Alle 2 Wochen kann man vielleicht einrichten, am Freitag etwas früher Feierabend zu machen und dann langsam, aber gemütlich und guten Gewissens zu reisen.

    Außerdem hebt es die Qualität einer Beziehung gewaltig, wenn beide etwas investieren müssen.
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    schrieb am 03.07.2008 um 19:50
    Das Problem der Fernbeziehung ist in unserer Zeit ja ein sehr häufiges. Ich muss mich glücklicherweise nicht mehr damit plagen - aber kann mich gut dran erinnern.

    Ich stimme Dr. Dilemma zu: für die Liebe fliegen!6h errechneter Qualitätszeitverlust ist in dieser Situation mit sehr hohem Nutzen für unseren Berliner verbunden, der die privaten Kosten und wahrscheinlich sogar seine anteiligen gesellschaftlichen Kosten übersteigt.

    Da sind wir bei dem Problem. Nicht nur die privaten Kosten sind zu berechnen, auch die anteiligen für den Umweltschaden. Dr. Dilemma schlägt eine freiwillige Schadensinternalisierung über ein Spende vor. Vorbildlich, ich ziehe den Hut vor allen, die das tun! Jedoch bleibt eine Frage: wieviele Schadensverursacher für die Liebe werden sich so altruistisch verhalten?
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    schrieb am 03.07.2008 um 22:01
    Der Ansatz ist ja ganz nett, aber bitte, wer hat so viel geld um es in eigene projekte zu stecken? jemand der billigflüge wählt wohl eher nicht...
    Ich fände es sinnvoller, wenn man sich maximal 2mal im Monat sieht und dann mit der bahn fährt (und wie schon mal erwähnt, nebenbei arbeitet oder sonst etwas sinnvolles tut).
    Liebe, finde ich, rechtfertigt nicht unnötig die welt zu verpesten1 Liebe vergeht und es kommen neue, unsere welt gibts nur einmal. Ich könnte das selbst nicht mit meinem gewissen vereinbaren.
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    schrieb am 04.07.2008 um 01:37
    Heute ist eine Langstreckenbeziehung sicher nichts besonderes mehr - die Welt ist klein geworden. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das ein woechentliches Treffen ein Luxus ist den nicht jeder hat.
    Ich selbst habe ein Jahr lang von einem woechentlichen Telefonat, ein paar emails gelebt - zwischen Berlin und Queensland - und nach einem Langstreckenflug sind wir jetzt zusammen dabei Regenwald zu pflanzen... und die Investition fuer PV ist (trotz anderer Meinungen hier) auch nicht so undenkbar: Wenn man waehlen kann zwischen einem Auto oder einer PV Anlage, dann ist die nachhaltige Entscheidung doch eher leicht – und wenn das Geld erstmal investiert ist, fehlt es auch gar nicht.
    Die gezaehlten Stunden zusammen sind am Ende vielleicht nicht unbedingt das wichtigste.
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    schrieb am 04.07.2008 um 09:00
    Lieber "Doc",

    besten Dank für die Antwort auf die Fernbeziehung-Vielfliger-Frage ! Besser kann man es nicht sagen !!! Ich hab dem nur hinzuzufügen: Stellt euch doch bitte nicht so an wegen ein paar Stunden!!!!

    Man kann natürlich andererseits auch so argumentieren: Mit der Klimakatastrophe ist es sowieso schon so weit, dass man sagen kann: Schert euch nicht drum und lebt in Saus und Braus - aber passt auf, dass dass dabei niemand aus Versehen schwanger wird, denn diese Kinder müssen dann in dem Umweltchaos leben, das ihr mit euren Flügen mit zu verantworten habt!

    UND: Anstatt über ein paar Stunden zu jammern sollte man sich vielleicht eher überlegen, wie man die Bahn dazu bringt, dass Zugfahrkarten (noch!) billiger werden...!

    Mit den besten Wünschen,
    Ulla
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    schrieb am 05.07.2008 um 01:20
    Ich stimme Suzy überein. Einmal die Woche ist schon ein Luxus...
    Auch ich kann aus eigener Erfahrung sagen das ein woechentliches Treffen ein Luxus ist den nicht jeder hat. Mein Mann wohnt in z.Zt. aus beruflichen Gründen in USA. Dadurch sind unsere Treffen zeitlich begrenzt. Es gibt (leider) keine vernünftige Alternative.
    Ich denke, dass es immer abzuwegen ist, welche Strecke vorliegt. Ich selber versuche das so auszugleichen, dass ich kein Auto habe und alles mit dem Fahrrad erledige. Weite Strecken erfolgen mit der Bahn. Es wäre schön wenn die Bahn die Verbindungen gerade zwischen Ost und Süd deutlich verbinden kann. 13 h Fahrt von Dresden an den Bodensee kann nun wirklich nicht sein !

    Pamela

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    schrieb am 21.01.2011 um 18:32
    In 100 Jahren lautet die Frage vielleicht: Darf ich meine Freundin, die auf dem Mond lebt, jedes Wochenende mit der Rakete besuchen? Die Wünsche der Menschen sind unersättlich.
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