Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

"Die Zeit ist reif" (Teil 1)




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Viel zu lange haben besonders Hersteller aus Deutschland die Rufe ignoriert, die auf das Ende Öl-abhängiger Motoren hinwiesen und stattdessen lieber eine schmale Kundengruppe mit viel Geld und wenig Sinn für zeitgemäße Mobilität bedient.
Es sind Innovationen gefragt, mutige Neuerungen und gute Ideen. Eine davon hatte Peter Grett. Der 50-jährige Münchner veröffentlichte im Juli die Erstausgabe des ersten deutschen Öko-Automagazins "Ecomobil". Ein klassisches Automagazin mit Produktneuheiten, Tests, Fahrberichten und allen relevanten Lifestyle- und Servicethemen rund ums Auto der neuen Generation, das sich immer weiter von der Öl-Abhängigkeit weg bewegt. Herausgeber ist er selbst, gemeinsam mit seinen Partnern Karl-Heinz Mayer und Rupert Lönner, Grett fungiert zudem als Chefredakteur. Das Magazin wird bei Essential Media in München verlegt und ist ein eigenfinanziertes Projekt der Herausgeber. Damit mache man sich unabhängig von jeglicher Lobby, wie Grett sagt, und das sei gerade im Auto-Geschäft von höchster Bedeutung. "Die Erkenntnis, dass große Konzerne alle Möglichkeiten aktuell vorhandenen Bedarf zu decken ausnutzen, ehe sie in die Zukunft investieren, ist ja nicht gerade neu. Insofern wundert es mich nicht, dass es aus Deutschland lange keine wirklichen Innovationen bei Antriebskonzepten gab", sagt er und setzt ironisch nach: "Ist ja auch schwierig, immer alles richtig zu machen."

Viele Fragen, aber keine Antworten


Foto: essential media

"Wie im Fieber", erzählt er, sei die Ausgabe eins entstanden, doch die Arbeit hat sich gelohnt. "Es war höchste Zeit", erklärt Grett, der sich schon gewundert hatte, dass nicht längst ein anderer auf die Idee gekommen war, ein Magazin über spritsparende und klimafreundliche Autos zu entwickeln. "Die heutige Marktsituation lässt einem ja kaum eine Wahl. Die Nachfrage nach Hybriden, Erd- und Autogas-betriebenen Autos oder Elektrofahrzeugen ist da, das belegt mittlerweile jede Befragung. Und durch den explodierenden Ölpreis wird sie noch verstärkt. Nur: Man findet nirgends eine Stelle, wo man wirklich umfassend aus einer klassischen Verbraucherperspektive heraus informiert wird. Jede Information muss man sich einzeln zusammensuchen und weiß am Ende nicht mal, was stimmt und was nicht. Darum haben wir Ecomobil entwickelt."

Grett ist Spezialist für alternative Fahrzeugantriebe, insbesondere für elektrische. Als ehemaliger Geschäftsführer einer Firma, die Elektrofahrzeuge für gewerbliche Anwendungen entwickelte, und als Berater bei Fragen alternativer Mobilitätskonzepte konnte er Erfahrungen mit dem Thema sammeln, lange bevor es den "3Liter-Lupo" gab. Vor allem aber ist Grett Autofahrer. Einer, dem es nicht egal ist, was sein Auto verbraucht oder wie es hergestellt wurde, aber genauso wenig, wie es aussieht oder wie schnell es fährt. Er verkörpert den neuen Typus eines verantwortungsbewussten Autokonsumenten, der Fragen hat, auf die es viel zu oft noch keine befriedigenden Antworten gibt. Die wichtigste Frage von allen, so nimmt Peter Grett bereits im Editorial zur Erstausgabe vorweg, kann selbst "Ecomobil" nicht beantworten: die Frage nach dem "Königsweg", der Technologie, auf die wir alle setzen sollten, weil sie sich in Zukunft durchsetzen wird. Denn die Antwort darauf gibt es nicht, Hersteller setzen stattdessen auf so genannte Parallelstrategien. Im Klartext: "Der Mix macht's."

"Den Leser abholen und nicht drängen"


Dass es in "Ecomobil" eine Menge zu erzählen gibt, von der Frage nach der Schädlichkeit von Bioethanol bis hin zur Beratung bei Öko-Rabatten von Kfz-Versicherern; von der Leistungsschau aktuell verfügbarer Modelle bis hin zur Machbarkeit von Zukunftsvisionen, ist nicht verwunderlich. Schließlich waren Technik-Blogs, Feuilletons, Autozeitschriften, ADAC-Studien und sogar Formel-1-Berichte nie zuvor so stark vom "Ö-Wort" dominiert wie heute.



Foto: essential media

"Ecomobil" debütiert als 196 Seiten starke Sonderausgabe - ein thematischer Rundumschlag, der so gut wie keinen Aspekt unbeachtet lässt. Grußworte von Verkehrsminister Tiefensee und Umweltminister Gabriel eröffnen das Magazin und kennzeichnen die Richtung: das Erfordernis einer Symbiose aus ökologischem Bewusstsein, industriellem Rückhalt und einer entschlussfähigen Administration, die gefordert ist, Mobilität zukunftsfähig ins neue Jahrtausend zu transportieren.

Nach Antriebsarten wie Hybrid, Autogas oder Elektroantrieb gegliedert, bietet "Ecomobil" dem Leser eine bislang in dieser Form kaum erhältliche Zusammenstellung aller Informationen, die er braucht, um ins Thema einzusteigen. "Ecomobil" beantwortet Fragen, deren Antworten man sich bisher aus unterschiedlichsten Quellen mühsam zusammensuchen musste. Kommentare, übersichtliche Darstellungen der Vor- und Nachteile einzelner Modelle, anschauliches Bildmaterial und ein klares Layout sprechen eine eindeutige Sprache: Hier soll kein nischiger Öko-Mobilist angesprochen werden, sondern eine breit gefächerte, heterogene Leserschaft, die unter anderem Wert aufs Äußere legt. Platt gesagt: "Ecomobil" sieht aus, wie man es von einem zeitgemäßen Automagazin erwartet.

weiter zu Teil 2

Stand: 07.08.2008 von

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    schrieb am 07.08.2008 um 14:00
    ecomobile als zeitschrift ist ein richtiger weg alternativen aufzuzeigen und informationen unabhängig zu puplizieren.
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