Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Gammelfleisch-Skandal

Die zehn größten Lebensmittelskandale


Sie widern an, verderben die Freude am Essen und schüren den Hass auf die Verantwortlichen: Lebensmittelskandale. Abseits der skandalösen Empörung zeigen sie den Verbrauchern jedoch auf, womit sie tagtäglich in Berührung kommen – aber oft nichts wissen oder wissen wollen. Produkte, die erst nach langen Produktions- und Handelswegen auf dem Teller landen und mit denen zu jedem Zeitpunkt ihrer Entstehungsgeschichte etwas geschehen könnte, das einem den Appetit wissentlich gründlich verderben würde. 

Übrigens: Bei genauerem Hinsehen sind viele moderne Lebensmittel bereits ein Skandal, obwohl sie vorschriftsmäßig und nach gängigem Recht hergestellt worden sind – gegessen werden sie trotzdem.

Stand: 20.07.2010 von

Kommentare (5)   abonnieren

alle Kommentare (5)
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 11.08.2010 um 00:45
    Leider sind Antibiotika in der Tierhaltung alles andere als verboten, wie es im Kommentar zu Bild 8 fälschlich heisst. Sie dürfen nur nicht mehr offiziell als Wachstumsbeschleuniger eingesetzt werden. Seit dem Verbot in 2006 ist der Antibiotikaverbrauch im Veterinärbereich jedoch in keinem EU Land zurückgegengen, im Gegenteil. Das Gleiche gilt übrigens für Antibiotikaresistenzen, die sich in Mensch und Tier rasant ausbreiten und mittlerweile zu einem sogar von der Politik halbwegs ernstgenommenen Problem ausgewachsen haben.

    In Deutschland verkaufen allerdings die Tierärzte selbst den Bauern / Mästern die Medikamente und verdienen kräftig daran - der Medikamentenverkauf ist für sie eine wichtige Einnahmequelle nach der gegenwärtigen Abrechnungsstruktur, die durchaus nicht alternativlos ist. Solange es so bleibt, wird sich am weit verbreiteten Antibiotikamissbrauch sicher auch nichts ändern. Hustet ein Schwein (vermeintlich), bekommt der gesamte Bestand vorbeugend Antibiotika ins Futter gemischt - selbstverständlich aus Fürsorge und Tierschutzgründen, man will ja bloss vermeiden, dass die armen Tiere durch eine angeschlagene Gesundheit leiden könnten. Den leistungsfördernden Effekt nimmt man nur so ganz nebenbei in Kauf....

    Auch hier liegt gibt es einfache Lösungen (z.B. Vertragstierärzte, die für Plege / gesunde Bestände verantwortlich sind und nicht am Medikamentenverkauf verdienen sowie strenge Kontrollen per rezeptpflichtigem Verkauf, ganz wie in der Humanmedizin); aber wegen Pharmalobbyarbeit und Klientelismus wird keine vernünftige Reform eingeleitet. Einige wenige machen einen Reibach und die Zeche zahlt der Rest kollektiv, da es immer mehr antibiotikaresistente Staphylokokken und andere Bakterien gibt, die nicht nur in Krankenhäusern Leben gefährden...Ein Trauerspiel, 1 Akt. mehr weniger
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 28.07.2010 um 19:17
    Ich finde dass Lebensmittel generell nicht mehr den Stellenwert hat, den er haben sollte. Der Name sagt es ja: ein Mittel zum Leben. Sehr häufig ist es ein Genussmittel und wird in viel zu grossen Mengen eingekauft, gelagert und dann irgendwann mal wieder weggeworfen (weil abgelaufen). Gleichzeitig muss es billig sein, was wiederum Druck auf die Produzenten zum schummeln und pfuschen auslöst. Die meisten Nahrungsmittelskandale sind auf tierische Produkte (Fleisch, Milch, Eier) beschränkt. Meine Meinung: auf vegane, biologische Lebensmittel (fest und flüssig) umstellen, dann umgeht man schon mal sehr viele Probleme. Ein bisserl weniger und dafür gezielter einkaufen, damit nichts schlecht wird, dann kann man auch die teureren Biolebensmittel kaufen. Wenn man heutzutage in eine Biotonne schaut was täglich an Lebensmittel weggeworfen wird, gibts da sicher genug Einsparungsmöglichkeiten. mehr weniger
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 20.07.2010 um 13:48
    Es fällt einem schwer bei der "Auswahl" sich einem Skandal zu widmen. Letzlich sind die Hintergründe die Gleichen, Gier und Unmoral.

    Wundert es einem, dass die Gleichgültigkeit der Menschen bei der Skandal-Quantität zunimmt.
    Hätten wir mehr regionale Kleinversorger als die riesen-Konzerne, liesse sich dies garantiert vermeiden, da die Betriebe dann sehr darauf achten müssen, keine Kunden zu verlieren.

    Es ist die Anonymität der Gross-Konzerne, Gross-Provider, die solche Ausuferungen wachsen lässt. mit den sprechen die Kunden ja leider nicht in Augenhöhe.

    Fazit, es muss dem Konsumenten bewusst werden, was er und wo er einkauft.
    Hoffen wir, dass die Utopia-Plattform inkl. AG hier ihren Beitrag dazu leisten kann mehr weniger
alle Kommentare (5)
Kommentar schreiben
(5000/5000)