Sie widern an, verderben die Freude am Essen und schüren den Hass auf die Verantwortlichen: Lebensmittelskandale. Abseits der skandalösen Empörung zeigen sie den Verbrauchern jedoch auf, womit sie tagtäglich in Berührung kommen – aber oft nichts wissen oder wissen wollen. Produkte, die erst nach langen Produktions- und Handelswegen auf dem Teller landen und mit denen zu jedem Zeitpunkt ihrer Entstehungsgeschichte etwas geschehen könnte, das einem den Appetit wissentlich gründlich verderben würde.
Übrigens: Bei genauerem Hinsehen sind viele moderne Lebensmittel bereits ein Skandal, obwohl sie vorschriftsmäßig und nach gängigem Recht hergestellt worden sind – gegessen werden sie trotzdem.
Gammelfleisch-Skandal


Kommentare (5)
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In Deutschland verkaufen allerdings die Tierärzte selbst den Bauern / Mästern die Medikamente und verdienen kräftig daran - der Medikamentenverkauf ist für sie eine wichtige Einnahmequelle nach der gegenwärtigen Abrechnungsstruktur, die durchaus nicht alternativlos ist. Solange es so bleibt, wird sich am weit verbreiteten Antibiotikamissbrauch sicher auch nichts ändern. Hustet ein Schwein (vermeintlich), bekommt der gesamte Bestand vorbeugend Antibiotika ins Futter gemischt - selbstverständlich aus Fürsorge und Tierschutzgründen, man will ja bloss vermeiden, dass die armen Tiere durch eine angeschlagene Gesundheit leiden könnten. Den leistungsfördernden Effekt nimmt man nur so ganz nebenbei in Kauf....
Auch hier liegt gibt es einfache Lösungen (z.B. Vertragstierärzte, die für Plege / gesunde Bestände verantwortlich sind und nicht am Medikamentenverkauf verdienen sowie strenge Kontrollen per rezeptpflichtigem Verkauf, ganz wie in der Humanmedizin); aber wegen Pharmalobbyarbeit und Klientelismus wird keine vernünftige Reform eingeleitet. Einige wenige machen einen Reibach und die Zeche zahlt der Rest kollektiv, da es immer mehr antibiotikaresistente Staphylokokken und andere Bakterien gibt, die nicht nur in Krankenhäusern Leben gefährden...Ein Trauerspiel, 1 Akt. mehr weniger
Wundert es einem, dass die Gleichgültigkeit der Menschen bei der Skandal-Quantität zunimmt.
Hätten wir mehr regionale Kleinversorger als die riesen-Konzerne, liesse sich dies garantiert vermeiden, da die Betriebe dann sehr darauf achten müssen, keine Kunden zu verlieren.
Es ist die Anonymität der Gross-Konzerne, Gross-Provider, die solche Ausuferungen wachsen lässt. mit den sprechen die Kunden ja leider nicht in Augenhöhe.
Fazit, es muss dem Konsumenten bewusst werden, was er und wo er einkauft.
Hoffen wir, dass die Utopia-Plattform inkl. AG hier ihren Beitrag dazu leisten kann mehr weniger